Pascal (Insider wissen, wer gemeint ist) hat gestern Abend noch einen Video auf DuRöhre veröffentlicht, in dem er meinte, Aida hätte von sich aus komplette Rückerstattung angeboten und auch angeboten, die Gäste, die nicht auf dem Schiff bleiben wollen zeitnah und auf eigene Kosten auszufliegen. Derzeit stufe ich das noch als Gerücht ein, aber vielleicht kann ja hier jemand etwas zur Erhärtung oder Dementierung beitragen.
Warum als Gerücht ?
Beim über 21 Tagen verspäteten Start der LNG AIDAnova genau vor einem Jahr im Dezember 2018, sind die ersten 3 (Jungfern) Fahrten der AIDAnova komplett ausgefallen. Dabei hat sich AIDA seinerzeit extrem großzügig gegenüber den betroffenen Passagieren verhalten. Neben der Rückerstattung der Reisekosten und der Rückerstattung möglicher Anreisekosten, wurde angeboten, dass jeder der Betroffenen 50% Rabatt auf die nächste AIDA Reisen erhält. Einzige Voraussetzung, die Reise der Neubuchung durfte nicht länger als 14 Tage dauern. Da sind diverse AIDA Gäste zum Schnäppchenpreis in die Karibik und nach SOA gereist, und das in einer Suite/Junior Suite, die sie sich sonst nie geleistet hätten. Diese Großzügigkeit hatte 3 Gründe.
1.) Über dieses großzügige Verhalten hat seinerzeit die Presse umfangreich und ausführlich berichtet. Das hat den möglichen Imageverlust schnell relativiert. AIDA hat sich damit positiv verkauft.
2.) Solche Vorkommnisse sind juristisch hoch komplex und können nicht nach Grundsatzurteilen bewertet werden. Mit dem "Marketing-Trick" jedem der betroffenen Gäste 50% Rabatt auf die nächste AIDA Reise anzubieten, ist man nahezu allen juristischen Auseinandersetzungen aus dem Weg gegangen. Der verärgerte Gast wurde quasi mit dem "50% Angebot" ruhig gestellt und gekauft.
2.) Die AIDAnova bietet 6.000 Gästen Platz. Ausgefallen waren damals 3 Reisen. Somit waren 18.000 Reisende betroffen. Wenn davon nur die Hälfte (es waren deutlich mehr) das "50% Angebot" gebucht haben. hat AIDA mal eben 9.000 Reisen mit diesem Marketing-Trick verkauft, auch wenn es 50% gekostet hat. Und
In 3 Monaten redet keiner mehr über dieses Malheur. Genau so wie heute keiner mehr über den völlig verpatzen Start der AIDAnova redet, die selbst nach der Verspätung von 21 Tagen immer noch nicht "fertig" war.
