Reisebericht Mallorca trifft Karibik vom 01.11. bis 18.11.2017 - Mein Schiff 3

  • Liebe Kreuzfahrt-Fans,


    nachdem mein Fotobuch jetzt endlich fertiggestellt ist, möchte ich euch natürlich noch von unserer schönen Tour über den Atlantik berichten:

    Wir freuten uns riesig auf diese wunderschöne Reise mit vielen Seetagen zum Entspannen, auf ein für uns neues Schiff - die Mein Schiff 3 - , auf viele für uns unbekannte Häfen und vor allem darauf, dem bevorstehenden Winter noch ein wenig zu entfliehen. Unsere Vorfreude wurde dann Anfang September durch die Hurrikane, die einige Karibikinseln zerstörten, getrübt. Hinzu kam noch die Insolvenz von Air Berlin, da unser über TUI Cruises gebuchter Rückflug von Air Berlin durchgeführt werden sollte. Fünf Wochen vor Reisebeginn erhielten wir die Nachricht, dass die Insel Tortola nicht angefahren werden kann und dass stattdessen die Aufenthaltsdauer auf Guadeloupe von einem halben auf einen ganzen Tag verlängert wird und wir in den Genuss eines zusätzlichen Seetages kommen. Über den zusätzlichen Seetag waren wir natürlich nicht so glücklich
    :( . Aber es war halt nicht zu ändern.


    So sah dann unsere Reiseroute aus:


    Anreise: Palma de Mallorca, Abfahrt: 22.00 Uhr
    1.Tag: Seetag
    2. Tag: Málaga/Spanien, Ankunft: 8.00 Uhr, Abfahrt: 19.00 Uhr
    3. Tag: Gibraltar, Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 18.00 Uhr
    4. Tag: Seetag
    5. Tag: Arrecife/Lanzarote, Ankunft: 8.00 Uhr, Abfahrt: 18.00 Uhr
    6. Tag: Seetag
    7. Tag: Seetag
    8. Tag: Mindelo/Sao Vicente, Kapverden, Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 20.00 Uhr
    9. Tag: Seetag
    10. Tag: Seetag
    11. Tag: Seetag
    12. Tag: Seetag
    13. Tag: Bridgetown/Barbados, Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 18.00 Uhr
    14. Tag: Pointe-a-Pitre/Guadeloupe, Ankunft: 7.30 Uhr, Abfahrt: 19.00 Uhr
    15. Tag: Seetag
    16. Tag: La Romana/Dom.Republik, Ankunft: 7.00 Uhr


    Spannend blieb es mit unserem Rückflug. In unseren Reiseunterlagen, die wie immer pünktlich drei Wochen vor Reisebeginn im Briefkasten lagen, war als Fluggesellschaft immer noch Air Berlin angegeben. Erst zwei Wochen vor Reisestart erfuhren wir, dass der Rückflug mit Condor operated by Air Transat erfolgen wird. Mit dieser Änderung waren dann unsere im Vorfeld gebuchten XL-Sitzplätze futsch und das Freigepäck reduzierte sich von 23 kg auf 20 kg pro Person. Na ja, dann wird halt weniger eingepackt und mein GöGa schiebt seine Beine mit in meinen Sitzbereich. Das ist immer noch besser als gar kein Flug! Wir lassen uns doch nicht die Vorfreude auf die Kreuzfahrt verderben! 1 1/2 Wochen vor Reiseantritt lagen dann noch neue Reiseunterlagen mit den korrigierten Flugdaten im Briefkasten. Jetzt konnte es endlich losgehen.


    Da unser Hinflug mit TUIfly ab Düsseldorf schon um 6.10 Uhr starten sollte, hatten wir eine Vorübernachtung im Maritim Hotel Düsseldorf gebucht, das direkt am Flughafen liegt. Wir reisten also am Vortag ganz entspannt mit dem Zug an, konnten Mittags bei unserer Ankunft sofort das schöne Zimmer mit Blick auf den Flughafen beziehen und hatten somit noch ausreichend Zeit, ein wenig am Rhein entlang und durch die schöne Altstadt zu spazieren. Das Wetter war ja nicht gerade einladend, aber es blieb wenigstens trocken.




    Anreise nach Palma de Mallorca am 01.11.2017


    Das Hotel würden wir bei einem frühen Abflug jederzeit wieder buchen. Es ist schön, wenn man am frühen Morgen einfach nur die Koffer ins Nebengebäude ziehen und nicht erst noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss. Wir hatten das Hotel ohne Frühstück gebucht, da wir uns bereits um 4.30 Uhr auf den Weg zum Einchecken machen mussten. Das Frühstück fanden wir mit 24,00 € pro Person auch ganz schön teuer. An der Rezeption wurden wir jedoch darauf hingewiesen, dass ab 5.00 Uhr kostenlos Croissants und Kaffee für die früh abreisenden Gäste serviert werden. Den Service konnten wir leider nicht in Anspruch nehmen. Da wir bereits von zu Hause aus einen Web Check-in gemacht hatten und unsere Bordkarten bereits in der Hand hielten, verlief das Einchecken am Flughafen schnell und unkompliziert. Die Gepäckabgabe musste spätestens eine Stunde vor dem Abflug erfolgen. Durch den Web Check-in hatten wir also am frühen Morgen auch noch ein bisschen länger Zeit zum Schlafen. Wir gönnten uns dann ein Baguette und einen Kaffee im Wartebereich nach der Sicherheitskontrolle. Das erwies sich aber als nicht so gute Idee. Die Warteschlange zum Bestellen war ganz schön lang und der Kaffee war überteuert und schlecht. Der Flug verlief ruhig (ohne Bordprogramm / Essen und Getränke nur gegen Bezahlung - wie das jetzt bei Kurzflügen so üblich ist) und wir landeten pünktlich im sonnigen Palma de Mallorca.



    1 1/2 Stunden nach der Landung konnten wir auch schon die Mein Schiff 3 - unser Zuhause für die nächsten 17 Tage - begrüßen. Der Transfer (ca. 20 Minuten) und Check-in verlief - wie immer - ganz unkompliziert und schnell.



    Wir bummelten dann erstmal ein wenig über das für uns noch unbekannte Schiff und holten im Anckelmannsplatz das verpasste Frühstück nach. Da wir bereits im Mai vor unserer Kreuzfahrt ausgiebig Palma erkundet hatten, planten wir für diesen Tag kein ausgiebiges Sightseeing-Programm. Wir wollten lediglich das Castell de Sant Carles am Hafenausgang besichtigen, anschließend noch ein wenig durch die Stadt bummeln und waren am Nachmittag mit Bekannten verabredet, die gerade ihren Urlaub auf Mallorca verbrachten. Da die Kabinen erst ab 15.00 Uhr freigegeben werden sollten, wechselten wir in den Umkleideräumen des SPAs unsere Herbstkleidung gegen die im Handgepäck verstaute Sommerkleidung und stellten unsere Rucksäcke in der Abtanz Bar ab. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Hafenausgang (ca. 15 - 20 Minuten). Als wir an der Befestigungsanlage ankamen, mussten wir leider feststellen, dass die Tore verschlossen waren. Der Feiertag, durch den wir einen Urlaubstag sparten, hatte somit auch Nachteile. Am Castell de Sant Carles befindet sich zum Glück eine Haltestelle der Buslinie 1 Richtung Flughafen. Also warteten wir auf den Bus, der uns für 1,50 € pro Person in die Stadt brachte. Es befindet sich bereits eine Haltestelle links hinter dem Hafentor. Wer den ca. 20minütigen Fußweg über das Hafengelände schafft, kommt so günstig in die Stadt. Es gab an diesem Tag auch einen Mein Schiff Shuttle-Service zwischen Schiff und Kathedrale. Das Tagesticket für beliebig viele Fahrten kostete jedoch 9,00 € pro Erwachsener und 6,00 € pro Kind (4-14 Jahre) und der letzte Shuttle zurück zum Schiff erfolgte bereits um 16.45 Uhr. Wir verbrachten einen entspannten Nachmittag in Palma. In der Stadt war es zu dieser Jahreszeit im Vergleich zu unserem dreitägigem Aufenthalt im Mai angenehm ruhig. Das lag wahrscheinlich aber auch an dem Feiertag, denn viele Geschäfte und wohl auch die Markthallen waren geschlossen und die Kathedrale konnte man wegen der Gottesdienste nicht von innen besichtigen. Wir spazierten mit unseren Bekannten ein wenig durch die schöne Stadt und stimmten uns in der Sonne mit einem Gläschen Sangria auf den Urlaub ein.







    So gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff. Es mussten ja schließlich die Koffer ausgepackt werden und vor der Seenotrettungsübung um 21.15 Uhr wollten wir auch noch in Ruhe in einem der beiden Atlantik-Restaurants zu Abend essen. Dieses Mal brauchten wir nicht mit dem Bus zu fahren sondern wurden im Mietwagen unserer Bekannten direkt bis zum Hafeneingang gefahren. Diese durften auch noch mit auf das Hafengelände und wir verabschiedeten uns von ihnen direkt am Schiff. Am liebsten hätten sie ihren Mietwagenschlüssel gegen unsere Bordkarten getauscht. Aber auf diesen Deal haben wir uns natürlich nicht eingelassen :D . Wir freuten uns schon riesig auf die bevorstehende Kreuzfahrt. Den Abend verbrachten wir dann mit Koffer auspacken, dem ersten Ausprobieren unserer Kabinen-Dusche, einem leckeren Abendessen im Atlantik-Mediterran, einer entspannten Seenotrettungsübung - erstmals sitzend - im Klanghaus und einem wunderschönen Auslaufen und Ausklang auf dem Pooldeck.




  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • durften auch noch mit auf das Hafengelände und wir verabschiedeten uns von ihnen direkt am Schiff


    kann das sein, das wir uns gesehen haben, als wir mit dem Shuttlebus zum Flughafen fuhren? Jedenfalls wurden "Neue" von ein Paar am Schiff abgeliefert.

  • Hallo @Tina28
    wenn bei dem Paar auch noch ein 16-jähriger Sohn dabei war, werden wir das wohl gewesen sein. :)

  • 1. Seetag am 02.11.2017


    Der erste Seetag begann mit einem leckeren Lachsfrühstück im Atlantik-Klassik. Da wir eine Kabine auf Deck 3 hatten, gingen wir fast jeden Morgen dort frühstücken. Uns gefiel der kurze Weg und insbesondere die ruhige Atmosphäre beim Frühstück. Mein persönliches Highlight war dort immer das leckere Omelett, das man beim Kellner bestellen konnte und direkt am Tisch serviert bekam. Ansonsten verbrachten wir den Tag damit, das Schiff zu erkunden und in der Sonne zu entspannen.





    Für den Abend hatten wir schon von zu Hause aus einen Tisch im Surf & Turf reserviert. Wir wollten doch unbedingt mal das Lieblingsgericht des Kapitäns probieren. Das Filet mignon mit dem halben Lobster war sehr lecker und das ganze Restaurant hat uns sehr gut gefallen. Auf der nächsten Kreuzfahrt steht das Surf & Turf auf jeden Fall wieder auf unserem Abendprogramm!



    An diesem Abend haben wir uns dann noch die Vorstellung des Kapitäns und der leitenden Offiziere angesehen und sind anschließend ins Klanghaus zum Klavierkonzert des musikalischen Leiters Misha Ognianer gegangen. Das Konzert war wirklich grandios.


  • Ich bin dabei, Eurer erster Urlaubstag war unser letzter :-( Wir mussten das Schiff leider verlassen vielleicht sind wir in Palma mit unseren Ebikes vom Hotel an Euch vorbei gefahren...daher bin ich gerne dabei ich war soooo neidisch auf alle für die der Urlaub los ging und wäre so gerne mit in die Karibik!

  • @Muesi s auf Reisen, da bin ich natürlich dabei.
    Schöner Anfang :thumbup: tolle Collagen :)
    LG Kaline

  • Schön, dass so viele noch schnell an Bord gesprungen sind. :thumbsup:Dann berichte ich doch mal weiter:


    Málaga am 03.11.2017


    Nachdem ich mir am Vortag den Vortrag des Lektors über Málaga angehört hatte, stand für uns definitiv fest, dass wir die andalusische Stadt auf eigene Faust erkunden. Einen Stadtplan hatte ich mir schon zu Hause über das Internet ausgedruckt. Also machten wir uns nach dem Frühstück zu Fuß auf den Weg in die Stadt. TUI bot einen Shuttle-Service zwischen Liegeplatz und Plaza de la Marina (Tagesticket für 9,00 €) an. Es fuhr aber auch eine kleine Bimmelbahn zwischen Schiff und Stadt hin und her. Als Preis war 3,00 € angeschlagen. Ich nehme an, dass es sich hierbei um den Preis für eine Fahrt handelte. Wir nutzten keinen Shuttle und erreichten den Plaza de Toros nach ca. 20 Minuten. Der Himmel war leider sehr bewölkt und es sah ein wenig diesig aus. Trotzdem wollten wir uns zunächst die Stadt von oben ansehen und stiegen daher zum Castillo de Gibralfaro auf. Nach weiteren 20 Minuten erreichten wir die Festung (Eintritt: 2,20 € pro Person) und es bot sich von dort ein toller Ausblick auf die Stadt und die Stierkampfarena. Der Aufstieg war ein wenig schweißtreibend. Gut, dass sich die Sonne hinter den Wolken versteckte und es nicht so heiß war. Trotzdem hätten die Fotos mit blauem Himmel schöner ausgesehen. Seht selbst:







    Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen hatten ging’s weiter Richtung Stadtmitte. Wir spazierten durch die historische Altstadt und schauten uns viele Sightseeing-Highlights von Málaga von außen an, wie z.B. Alcazaba, Römisches Theater, Kathedrale, Bischhofspalast, Rathaus.






    Anschließend stand noch die Stierkampfarena auf unserem Besichtigungsprogramm. Für 1,80 € pro Person kann man auf der Tribüne Platz nehmen und sich im Museum über die Tradition des Stierkampfes informieren.




    Eigentlich wollten wir anschließend zum Schiff zurück. Aber wir hatten ja noch gar nicht den Parque de Málaga gesehen, der den Plaza de Toros mit dem Plaza de la Marina verbindet. Wir spazierten durch den wunderschönen grünen Stadtpark und marschierten ab Plaza de la Marina weiter Richtung Markthalle. Die Markthalle haben wir leider nicht gefunden. Langsam taten uns auch die Füße weh. Also drehten wir um und machten uns am Hafen entlang auf den Rückweg.




    Das war schon eine gewaltige Strecke, die wir an diesem Tag zu Fuß zurückgelegt hatten. Mein Fitness-Tracker zeigte als Tagesleistung 33.437 Schritte und 22 km an. Für den Rest des Tages durften wir also mit gutem Gewissen die Aufzüge benutzen. ;)
    Die Haltestelle von Hop-on-Hop-off City Sightseeing ist übrigens ca. 700 m vom Liegeplatz entfernt und die Tickets können auf dem Schiff erworben werden. In Höhe der Haltestelle beginnt auch der Strand, den wir leider aber nicht mehr testen konnten.
    Am Abend kamen wir dann noch in den Genuss eines tollen Solokonzertes im Klanghaus. Silke Müllner, eine Sängerin des Theaterensembles, präsentierte zusammen mit dem musikalischen Leiter Misha Ognianer am Piano das Solokonzert „Piaf und Dietrich - Lieder, die das Herz berühren“. Nicht nur die Lieder berührten sondern insbesondere die grandiose Stimme der Sängerin und die perfekte Vorstellung des Pianisten. Es war der krönende Abschluss eines tollen Tages.



  • @Muesi


    Ein wunderbarer Urlaubsauftakt :thumbsup:
    Da folge ich euch doch gerne in die Karibik, auch um die eigenen Wartezeit zu verkürzen ;)
    Deine Collagen gefallen mir richtig, richtig gut!
    LG Susanne

  • @Muesi
    Ach wie schön, eine Transatlantiktour :thumbsup: ich will noch mit. Ihr fahrt in die andere Richtung als wir letzten Frühling. Ich bin schon gespannt.
    Vielen Dank für deine Mühe.
    LG Anette

  • Gibraltar am 04.11.2017


    Auf diesen Hafen freuten wir uns ganz besonders. Nachdem wir im Mai bereits in der Nacht durch die Straße von Gibraltar fuhren und den berühmten Felsen nur im Dunklen bewundern konnten, hatten wir auf dieser Reise das große Glück, dort auch an Land zu gehen. Gibraltar gehört zu Großbritannien, ist nur 6,5 Quadratkilometer groß und liegt im Süden Spaniens. Die Halbinsel grenzt mit 1,2 Kilometern Länge an Spanien und ansonsten an die Meerenge „Straße von Gibraltar“, nur 14 Kilometer entfernt von Nordafrika. Bereits um 7.00 Uhr legte die Mein Schiff 3 dort an. Leider war die Wettervorhersage nicht ganz so toll: Bewölkung und Regenschauer, aber wenigstens 21 Grad warm. Gibraltar empfing uns dann auch tatsächlich mit typisch britischem Regenwetter. ;( Wir hatten für diesen Tag den TUI-Ausflug „The Rock und Great Siege Tunnels“ gebucht. Treffpunkt war um 8.45 Uhr im Theater. Leider lag an diesem Tag noch ein weiteres großes Kreuzfahrtschiff im Hafen, sodass die örtlichen Reiseagenturen wohl Probleme mit der Durchführung der Ausflüge hatten. Unsere Kleinbusse standen auf jeden Fall nicht pünktlich parat. Die TUI-Reiseleiterin bot uns zwischendurch sogar an, den Ausflug kostenlos zu stornieren. Aber wir blieben geduldig, denn wir wollten ja unbedingt auf den Affenfelsen. Nach einer knappen Stunde Wartezeit ging es dann endlich los. Zuerst fuhren wir zum Europa Punkt , das südliche Ende der Landzunge, das durch einen Leuchtturm und die mächtige Inbrahim-al-Ibrahim-Moschee markiert wird. Zwischendurch fing es immer wieder an zu Regnen. Am Europa Punkt hatten wir einen kurzen Fotostopp, an dem ich ganze drei Fotos geschafft habe. Nicht, weil der Stopp zu kurz war sondern weil es plötzlich anfing in Strömen zu regnen. Alle flüchteten sofort in die Busse zurück. Im Bus war ich dann erstmal damit beschäftigt, meinen Fotoapparat zu trocknen. Durch die Busfenster konnte man eh nichts sehen, da diese voller Regentropfen waren und durch die Feuchtigkeit von innen beschlugen.



    Weiter ging es zur Tropfsteinhöhle St. Michael‘s Cave. Merkwürdig, diese stand eigentlich gar nicht auf unserem Programm. Aber egal, Hauptsache wir müssen uns bei diesem Wetter nicht draußen aufhalten. Wir hatten ca. 30 Minuten Zeit, die Höhle von innen zu besichtigen. Die Höhle liegt mitten im Fels von Gibraltar und ist die größte von den insgesamt 143 Höhlen Gibraltars, die im porösen Kalkstein des Gibraltar-Felsens über Jahrtausende vom versickernden Regenwasser ausgewaschen wurde. Sie ist wunderschön beleuchtet und dient als Konzertsaal.





    Der nächste Stopp war auf dem gesamt 426 Meter hohen Affenfelsen, auf dem die in Europa einzigartigen Berberaffen leben. Zur Zeit befinden sich dort ca. 150 Berberaffen in freier Wildbahn. Mal sehen, ob sich die Äffchen bei dem Wetter überhaupt sehen ließen. Aber wir hatten Glück. Es hörte auf zu regnen und die Sicht war so klar, dass man einen schönen Blick auf die spanische Küste hatte. Die Affen sprangen munter auf den Mauern, haltenden Autos und Bussen herum und waren absolut nicht scheu. Man sollte wirklich ausreichend Abstand zu ihnen halten. Sie sollen angeblich gerne beißen und nehmen liebend gerne Souvenirs wie Brillen oder andere leicht erreichbaren Gegenstände mit.





    Der nächste Programmpunkt waren die Great Siege Tunnels, die im Verlauf der großen spanischen Belagerung von 1779 bis 1783 von den Briten als Verteidigungsanlage errichtet wurden. Wir hatten ausreichend Zeit, die Tunnelanlage zu besichtigen. Von der Aussichtsplattform vor der Anlage hatte man einen schönen Blick auf Spanien und Gibraltar, insbesondere auf den Flughafen von Gibraltar. Auch ein paar Berberaffen hatten es sich an dieser schönen Stelle gemütlich gemacht.





    Zwischenzeitlich setzte sich die Sonne durch und der Himmel riss immer weiter auf. Wir kreuzten mit den Kleinbussen noch die Landebahn des Flughafens, denn diese muss von Autos und Fußgängern überquert werden, die zur spanischen Grenze wollen. Es gibt dort eine Ampelanlage, die verhindert, dass startende und landende Flugzeuge mit den überquerenden Fahrzeugen und Fußgängern kollidieren.




    Kurz vor dem Grenzübergang wurde gewendet und es ging zurück zum Hafen. Wer noch in die Stadt wollte, konnte bereits kurz vor dem Tor zum Casemates Square an der Main Street aussteigen. Das Angebot nutzten wir natürlich. Das Wetter präsentierte sich nämlich jetzt nicht mehr britisch sondern spanisch mit Sonnenschein und strahlend blauem Himmel. Hätten wir mal den Ausflug für den Nachmittag gebucht. Aber so hatten wir wenigstens noch tolles Wetter beim Erkunden der schönen Stadt. Wir schlenderten über die Main Street, schauten uns das Rathaus, die Kathedrale und den Gouverneurspalast an und pausierten bei einem Getränk und zum Postkarten schreiben in einem Lokal direkt an der Main Street. Nicht alle Shops verkaufen übrigens zu den Postkarten auch Briefmarken. Man sollte vorher fragen. Die Post hatte am Samstag nur bis 13.00 Uhr geöffnet und man konnte dort nicht in Euro bezahlen. Inwiefern Kartenzahlung möglich gewesen wäre, weiß ich leider nicht. Ansonsten kann man in den meisten Geschäften und Lokalen auch in Euro bezahlen. Zum Schiff ging es dann zu Fuß zurück (ca. 15 Minuten). Einen TUI-Shuttle gab es in diesem Hafen nicht.





    Es war insgesamt ein rundum gelungener Tag - bis auf das Wetter am Vormittag. Und TUI-Cruises spendierte als Entschuldigung für die lange Wartezeit auf den Bus noch einen Pralinen-Gutschein. :thumbsup: Von anderen Mitreisenden erfuhren wir später, dass das Cable Car an diesem Tag wohl nicht fuhr. Wir hatten mit dem gebuchten Ausflug - bis auf den Zeitpunkt- also alles richtig gemacht.
    Am Nachmittag wurde draußen in der Arena die 1. Bundesliga in Konferenzschaltung übertragen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Es war dort ein Getränkestand aufgebaut, an dem man während der Spiele mit Dosengetränken versorgt wurde.



    Nach dem Auslaufen genoss ich die Durchfahrt durch die Straße von Gibraltar von der Himmel & Meer Lounge aus und mein GöGa verfolgte die schöne Kulisse zu seiner rechten und linken Seite lieber bei einem weiteren Bundesligaspiel in der Arena. Anschließend ging’s zum Abendessen und ins Theater zur Show des Comedian und Zauberkünstlers Marco Brüser. Die Comedy-Show war ganz amüsant, aber nicht grad unser persönliches Abendhighlight.




  • Ganz tolle Collagen hast du wiede kreiert @Muesi :thumbsup:
    Wir kommen auf der nächsten Cruise erstmalig in den Genuss von Gibraltar.
    Die Vorfreude steigt :thumbup:
    LG Kaline

  • Danke @Kaline !
    Auf Gibraltar könnt ihr euch wirklich freuen!
    LG Silke

  • 2. Seetag am 05.11.2017


    In der Nacht wurden zum ersten Mal die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Wir hatten also an diesem Seetag sogar eine Stunde länger Zeit zum Faulenzen und Erholen und verbrachten den schönen sonnigen Tag natürlich überwiegend auf dem Pooldeck. Es war zunächst ganz schön schwierig, noch zwei freie Liegen zu bekommen. Beim Joggen vor dem Frühstück hatte ich schon gesehen, dass so einige Liegen-Reservierer ihre Handtücher verteilten. Das sollte auch an den nachfolgenden Seetagen nicht besser werden, nur verlagerte sich das Reservieren im Laufe der Reise auf die Schattenplätze. Die Liegenpolizei war daher auch schon immer am frühen Morgen unterwegs und verteilte kräftig Zeitkarten bzw. räumte Liegen frei. Wir haben jedoch ein paar Spezis beobachtet, die es tatsächlich jeden Tag schafften, die gleichen gepolsterten und überdachten Liegeplätze, von denen es ja nicht so viele gibt, zu ergattern. Allerdings gingen diese auch getrennt zum Frühstück und bewachten ihre Plätze regelrecht. So einen Stress taten wir uns nicht an. Wir gewöhnten uns an, morgens erst immer eine Runde über dem Schiff spazieren zu gehen, insbesondere hatte es uns die Außenrunde auf Deck 5 angetan. Im Außenbereich des Diamanten konnten wir meistens den Kapitän und den Kreuzfahrtdirektor begrüßen, die dort anscheinend ihre Dienstbesprechungen abhielten. Besonders gut gefiel uns, dass man auf der Mein Schiff 3 draußen am Bug fast bis in die Spitze des Schiffes laufen konnte. Das war ein beliebter Platz für Fotoshootings und um den Sonnenuntergang am Abend zu beobachten. Am späten Vormittag hatte sich dann das Liegenproblem an Seetagen meistens entspannt, sodass wir immer ohne Probleme zwei Sonnenplätze ergatterten.
    Das einzige Spannende an diesem Seetag war eine Eule, die stetig das Schiff umkreiste. Das war schon ungewöhnlich, wo doch kein Land in Sicht war und es sich hierbei ja um ein Tier handelt, das nicht unbedingt am Tag aktiv ist. Da hatten wir wohl einen blinden Passagier an Bord. Ansonsten gibt es von diesem Seetag nichts Spannendes mehr zu berichten, aber der Tag war für uns Entspannung pur.




    Arrecife, Lanzarote am 06.11.2017


    Bei unserer Urlaubsplanung sprach uns ein TUI-Ausflug ganz besonders an. Lt. Ausflugsbeschreibung sollte es bei diesem 5 1/2-stündigen Ausflug mit einem Twizy durch Lanzarotes Vulkanlandschaft gehen. Also schauten wir uns erst einmal im Internet die kleinen Elektrofahrzeuge genauer an, in denen man mit zwei Personen hintereinander sitzt. Das sah ganz schön eng aus. Es war in der Ausflugsbeschreibung eine Maximalgröße von 1,90 m und ein Maximalgewicht von 100 kg/Person und das Mitführen eines Führerscheines angegeben. Die Voraussetzungen erfüllten wir zum Glück. Also wagten wir das Abenteuer und buchten. Treffpunkt für die Tour war bereits um 8.00 Uhr und dieses Mal ging es auch pünktlich los. Wir erreichten nach einem Bustransfer von 20 Minuten den örtlichen Veranstalter e.Go Lanzarote. Dort erhielten wir eine kurze Einweisung in die Fahrzeuge und dann ging die Fahrt auch schon los. Mit neun kleinen Twizys ging es hintereinander auf befestigten Straßen durch die Lavafelder zum Timanfaya Nationalpark. Unser Tourguide führte die ganze Truppe mit einem Van an. Das sah schon lustig aus, wie eine Entenmama mit ihren Küken. Wir sahen am Straßenrand immer mal wieder Leute, die uns schmunzelnd hinterher blickten. :D



    Im Nationalpark darf man nicht selber fahren. Also stiegen wir in einen Bus um, der uns durch die beeindruckende Vulkanlandschaft fuhr. Informationen zum Nationalpark gab es vom Band und teilweise vom Busfahrer in spanisch, englisch und deutsch. Die Kraterroute endete am Besucherzentrum. Dort hatten wir dann noch ausreichend Zeit, um uns die geothermischen Experimente anzusehen, bei denen uns demonstriert wurde, dass es unter der Erdoberfläche noch mächtig brodelt und kocht.






    Als nächstes fuhren wir mit den Twizys zum Weinanbaugebiet La Geria. Dort mussten die Elektrofahrzeuge an die Steckdose und wir hatten eine Stunde Zeit, ein Weingut (Bodegas Rubicon) zu besichtigen. Sehr positiv ist hierbei zu berichten, dass es sich nicht um eine Werbeverkaufsveranstaltung handelte sondern dass wir uns die ganze Bodega in Ruhe ansehen konnten. Wer wollte, konnte natürlich den ein oder anderen Tropfen käuflich erwerben, aber alles in freundlicher und ungezwungener Atmosphäre.





    Der letzte Programmpunkt auf unserer Twizytour war eine Wanderung zum Vulcano Cuervo, dem Rabenkessel, wo die Vulkanausbrüche im Jahr 1730 begannen. Zuvor durften wir aber noch die Höchstgeschwindigkeit unserer Twizys austesten. Dazu eignete sich die Straße entlang der Dromedar Station besonders gut und der Tacho zeigte tatsächlich 80 km/h an. Die Twizys sind wirklich kleine Flitzer und es macht riesig Spaß damit die Insel zu erkunden. Im Parque Natural Los Volcanes wanderten wir über Lava-Felder in den mächtigen Kessel des Caldera de Los Cuervos. Unser Tourguide versorgte uns während der Wanderung mit vielen Informationen über die spektakuläre Landschaft und deren Geschichte.



    Nach der Wandertour ging es leider wieder zurück zur Twizystation. Von dort brachte uns ein Bus zum Schiff. Dieser Ausflug war super und gehört definitiv zu den Highlights unserer Reise. Da die Fahrzeuge an den Seiten offen sind, sollte man auf jeden Fall eine Jacke oder einen Pulli dabei haben, denn durch den Fahrtwind kann es ganz schön frisch werden. Auch sollte man feste Schuhe tragen. An den Haltestopps ist jederzeit ein Fahrerwechsel möglich. Gepäck, wie z.B. Rucksäcke können im Van des Tourguides verstaut werden. Mit zwei Personen hat man nämlich nicht viel Platz im Fahrzeug.

    Am Abend verzauberten die Hamburger Sängerin Nathalie Tineo und der Pianist Stefan Rebelski ihr Publikum mit gefühlvollen Balladen und Pop-Klassikern im Theater.


    3. und 4. Seetag am 07.11.2017 und 08.11.2017


    Am ersten der beiden Seetage wurde mal wieder die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, sodass bis zu unserem nächsten Hafen 49 Stunden Entspannen und Wohlfühlen auf dem Programm standen. Es waren zwei sonnige Tage, die wir überwiegend auf dem Pooldeck verbrachten. Ich zeige euch als Besonderheiten dieser beiden erholsamen Tage ein paar Fotos vom Kaviarfrühstück im Atlantik-Klassik, der wunderschönen Theater-Show „Die Magie des Musicals“ und des grandiosen Konzertes des Ozeania Streichquartetts „Pop Classics“ im Klanghaus. Das Theaterensemble und insbesondere sämtliche Sänger, Musiker und Artisten der Mein Schiff Crew haben uns auf dieser Reise richtig beeindruckt. Die Qualität der Shows und Konzerte hat sich gegenüber vergangenen Reisen auf der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 extrem gesteigert. Wir waren wirklich begeistert. Die Konzerte im Klanghaus waren für uns schon fast ein „Muss“ und wir waren immer wieder fasziniert von den Leistungen der Musiker und dem tollen Klang.