5. September 2016 Montag
SRABSTER / Schottland
Sonnenaufgang 06.35h
Sonnenuntergang 20.04h
Dank einer leichten Grippetablette habe ich einigermaßen gut geschlafen. Wir sind beide erst mit dem Wecker um 8h aufgewacht. Ob es heute Nacht wirklich gestürmt hat - unsere Balkon Möbel waren zusammengestellt - kann ich nicht sagen. Heute früh jedenfalls ist das Meer wieder ruhig, aber es ist diesig und es tröpfelt
Nach dem Frühstück verteilen wir unser Trinkgeld - die Phönix Empfehlung lautet ca. 5 € pro Person und Reisetag – in die dafür vorgesehenen Umschläge und werfen diese in die bereitgestellte Box an der Rezeption. Bei unserem Housekeeping und unseren Kellnern in Vier Jahreszeiten Restaurant bedanken und verabschieden wir uns natürlich noch persönlich.
Danach geht es zum Vortrag "Klimakapriolen der Erdgeschichte" von Dr. Hannes Grobe. Auch die nachfolgende Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen in den Backstage Bereich des Theaters zu werfen, hätte uns noch interessiert, aber man kann ja nicht alle Pläne verwirklichen. Außerdem zieht es uns zum Mittagessen.
Srabster erreichen wir erst gegen 13.30h nach fast 700 zurückgelegten Seemeilen. Bis 20h werden wir an der Pier des kleinen Ortes an der Nordostküste Schottlands liegen. Wir haben eine etwa 4 stündige Landschaftsfahrt gebucht, die uns zu den schönsten Aussichtspunkten der Region führen wird.
Unser Ausflug startet um 14.20h, doch vor dem Spaß steht noch eine Pass- und Personenkontrolle bei der Einreise nach Schottland an. Die Kontrolle ist obligatorisch, auch für diejenigen Gäste, die an Bord bleiben wollen. Ordnung muss sein!
Blauer Himmel und Sonnenschein - wer hätte das gedacht - in Srabster, wo es doch angeblich in Schottland immer nur regnet. Aber halt, wir sind ja mit an Bord und mit uns unsere „Gutwettergarantie“. Es kommt uns ja selbst schon fast unverschämt vor, aber wir hatten mal wieder einfach nur geniales Wetter – auch auf dieser Kreuzfahrt.
Mit uns vor Ort - allerdings auf Reede - die Oriana von P & O Cruises.
Die Personenkontrolle ist ein Witz. Wir laufen mit aufgeschlagenem Pass in der Hand im Theater an einer schottischen Zollbeamtin vorbei, die höflich grüßt und uns vorbeiwinkt.
An der Pier wartet dann schon unser Bus. Begleitet werden wir von einer hier ansässigen Deutschen, die es vor 30 Jahren nach Schottland verschlagen hat.
Einen ersten Fotostopp legen wir bei Dunnet-Head, einer Halbinsel an der Nordküste, ein. Hier bilden die 90 m hohen Klippen den nördlichsten Punkt des britischen Festlandes und bei gutem Wetter kann man eigentlich bis zu den Orkney Inseln schauen. Wir sehen sie aber nicht.
Der nahe gelegene Leuchtturm aus 1831 ist ein schönes Fotomotiv. Allerdings sind wir nicht alleine hier. Diverse Busse laden ihre Fahrgäste aus. Hier sieht man doch wenigstens mal einen zünftigen Busfahrer oder?
Schon bald geht die Bustour weiter über die schottischen Highlands in den Ort John O'Groats, der sich immer noch rühmt, der nördlichste Punkt Großbritanniens zu sein. Entsprechend vermarket wird das Ganze. Bis heute ist der Ort Maß aller Entfernungen in Großbritannien: „Einmal durch das ganze Land" ist gleichbedeutend mit „Von John O'Groats nach Land's End".
Wir haben Gelegenheit, uns den Wind um die Nasenspitze wehen zu lassen und fahren dann noch ein paar Kilometer weiter östlich. Hier liegt die beeindruckende Landspitze Duncansby, die zu einem Spaziergang über Stock und Stein bzw. über die Schafwiesen (Vorsicht Schafsch…) einlädt.
Der Ausblick auf spektakuläre zerklüftete Felsformationen und Felsnadeln ist grandios. Leider ist die Zeit viel zu knapp, es ist daher wirklich nur eine Stippvisite. In den Klippen nisten während der Sommermonate viele Seevögel, wie z.B. Papageientaucher.
Auf direktem Weg geht es bald wieder zurück nach Scrabster. Inzwischen ist auch typisches schottisches Wetter aufgezogen.
Unser Guide bemüht sich sehr, uns mit Schottland und seinen Gebräuchen vertraut zu machen. Während der Busfahrt erfahren wir so eine ganze Menge über Land, Leute
und Nationalstolz.
Zur Abfahrt werden wir zünftig verabschiedet
Meine Erkältung klingt leider nicht ab, so dass ich mich nach dem Abendessen bald zurückziehe. Roland genießt derweil die „Rocknacht“ auf dem Achterdeck, ansprechend inszeniert und von der AMADEA Showband live begleitet.
