Ich habe nochmal geschaut, ich habe die Fotos auch mit einer APS-C-Kamera gemacht (Nikon D500). Heißt zu den 500mm kam hier dann auch noch der Crop-Faktor hinzu. (Wir hatten ja 2 Kameras im Einsatz, daneben noch eine D750).
Bei 600mm müsste man dann schauen, einige Puffins gehen damit sicher super, diejenigen, die 1-2m weg sind, wären dann für das Objektiv zu nah. Aber mit 300mm kann man ja auch schon ein "bisschen" was erreichen. Am Besten wäre natürlich beides (300mm und 600mm)
Ich hatte damals eine 500mm Festbrennweite verwendet (Nikon-System). Ein Zoom-Teleobjektiv besitze ich nicht (mehr). Damit bekommt man die Tiere eigentlich gut aufs Foto, nur diejenigen, die ganz nah sind, werden dann schwierig, da man halt nicht zoomen kann. Dafür ist das Objektiv aber viel leichter als das alte (hatte vorher ein 200-500mm). Und ehrlich gesagt, fotografiert man mit einer FB auch anders als mit Zoom, man muss sich aber dran gewöhnen.
Was sollte man nun Minimum dabei haben? Um schöne, detaillierte Fotos zu bekommen, sollte man schon fast 500mm (oder mehr) haben. Andere Fotografen hatten ähnliche "Rohre" an ihre Kameras angeschraubt, Für Tiere, die näher dran sind, gehen aber auch 300mm. Auf unserer diesjährigen Antarktis-Tour hatte ich für die nahen Pinguine und Robben immer das 300er verwendet, da wären 500mm zu viel gewesen. Aber die Puffins sind ja kleiner als die Pinguine und im Allgemeinen auch weiter weg. Daher würde ich sagen: 500mm.
200mm als Maximum ist u.U. zu klein für Detail-Fotos.
So, ich melde mich dann mal nach etwas Pause auch wieder zu Wort ...
Erstmal ganz, ganz vielen Dank an alle Mitleser und vor allem auch an alle für das Lob und die netten Worte zwischen drin und v.a. am Ende. Das hat uns sehr gefreut!
Inzwischen haben wir den gekauften Film schon einige Male im Familienkreis oder auch Freunden gezeigt. Wird auch für uns nicht unbedingt langweilig, obwohl wir den dann schon oft gesehen haben. Der Film vermittelt ganz gut einige der Eindrücke, die wir bei der Fahrt hatten. Ich glaube, der Kauf hat sich alles in allem gelohnt. Daneben haben wir natürlich auch schon diverse Foto-Sessions gemacht und Links zum RB verteilt. Das Interesse an dieser Fahrt ist nicht nur im Forum groß Auf jeden Fall hat es sich auch gelohnt, den Reisebericht - auch in dieser ausführlichen Form - zu schreiben. Zum einen für uns selbst, zum anderen auch zum Nachlesen für andere. Ich denke, wir werden selbst auch in ein paar Jahren nochmal hier nachlesen - habe ich teilweise in meinen alten Reiseberichten auch so gemacht ...
Interessanterweise haben wir nach unserer Rückkehr auch einige Naturdokus in diversen Mediatheken gefunden und angeschaut - teilweise etwas älter, teilweise auch etwas neuer. Einige speziell über die verschiedenen Pinguine (und auch andere Tiere), einige über Südgeorgien, einige über die Antarktis im Allgemeinen. Schöne Naturaufnahmen. Für uns zusätzlich noch dabei: "Guck mal, da waren wir doch!!!". Man erkannte einiges wieder, man konnte die Dokumentation quasi "live" nachvollziehen.
Auch wenn die Reise nun schon ein wenig zurückliegt, aus den Köpfen ist sie ganz und gar nicht verschwunden.
VG Sven
P.S.: Eigentlich müsste ich mein Avatarbild abändern und Pinguine darstellen. Aber ich kann mich noch nicht so richtig entscheiden, welche. Und Puffins sind ja eigentlich auch ganz niedlich ...
Am meisten waren wir natürlich von der wunderbaren Tierwelt der Antarktis und der Subantarktis beeindruckt. Von den Tieren, die uns am besten gefallen hatten, hier noch mal ein paar Fotos. Diese sind übrigens bisher nicht im Reisebericht veröffentlicht worden, es handelt sich also um weitere, zusätzliche Fotos.
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Buckelwal
Natürlich ist das nur eine Auswahl, wer den Reisebericht verfolgt hat, weiß, dass wir noch weitere Tiere in den mehr als drei Wochen beobachten durften.
Vielleicht noch ein paar Hinweise für alle, die eine Reise in die Antarktis planen:
Bucht unbedingt eine Reise MIT Südgeorgien und den Falkland-Inseln!!! Die Tierwelt dort ist anders als in der Antarktis – ich sage nur: Pelzrobben, Königspinguine, Felsenpinguine, Albatrosse. Das findet man nur dort. Die dadurch längere Reise ist es auf jeden Fall wert!
Bucht eine Reise auf einem kleinen Expeditionsschiff! Sicher, es fahren auch größere Schiffe, wie die MS Hamburg oder amerikanische Reedereien in die Antarktis, dann aber ohne Landgang. Da zur gleichen Zeit nur 100 Gäste an Land sein dürfen, darf das Schiff nur eine bestimmte Größe haben. Ja man kann auch vom großen Schiff Tiere (z.B. Pinguine) sehen, aber mitten unter ihnen zu stehen ist schon was anderes als nur zu sehen, glaubt mir! Klar, das kleine Expeditionsschiff (dabei ist es egal, ob HL oder andere Reederei, die nehmen sich nicht viel) ist teuer als ein großes. Das liegt in der Natur der Sache. Aber sooo günstig sind die Reisen mit den größeren Schiffen in die Antarktis jetzt auch nicht … Und klar, für eine Reise mit den Expeditionsschiffen muss man eine gewisse Fitness mitbringen, man muss in der Lage sein, die Zodiac-Ausfahrten aus eigener Kraft zu bestreiten, sonst hat man von so einer Reise nicht viel.
Man mag jetzt vielleicht denken: Der Landgang ist aber immer nur sehr kurz. Stimmt an sich, wir hatten von 60-120 Minuten alles dabei, meist waren es 90 Minuten pro Anlandung. Aber das Gebiet pro Landgang ist ja räumlich begrenzt – man ist ja nicht in einer Stadt im normalen Hafen. Man läuft also nicht viel, alles ist auf engem Raum. Und anders - also längere Landgänge - würden gar nicht funktionieren, max. 100 Gäste pro Landgang sind in der Antarktis und Subantarktis erlaubt und alle Gäste sollen ihre Gelegenheit bekommen. Wir hatten meist 2 Landgänge an unterschiedlichen Punkten pro Tag, da geht es von der Gesamtzeit her gar nicht anders, Also nicht von den kurzen Landgängen an sich abschrecken lassen, dafür gibt es viele davon! Nachteil der vielen Landgänge: Es geht immer recht früh raus – lange ausschlafen ist dort nicht. Und man hat manchmal Landgänge vor dem Frühstück oder auch nach dem Abendessen. Man muss flexibel sein.
Man sollte sich überlegen, was man sehen möchte und davon die Reisezeit abhängig machen:
Zu Beginn der Saison (November) kann man rivalisierende, kämpfende Seebären-Bullen oder See-Elefanten-Bullen sehen oder Pinguine bei der Familienzusammenführung und dem Nestbau, aber keine Küken/Welpen. Es kann dann aber passieren, dass man nicht an Land kann, weil die Bullen zu aggressiv zu Werke gehen.
Im Dezember/Anfang Januar kann man dann ganz kleine Küken und Welpen sehen. Die sind süß und flauschig, aber noch nicht so bewegungsfähig. Heißt: Man kann die Verbindung der Kinder zu den Eltern gut beobachten, die Kleinen stehen aber nur rum. Bullen der Seebären und See-Elefanten sind (wahrscheinlich) noch an den Stränden.
Mitte Januar/Mitte Februar (also unsere Reisezeit): Die Küken und Welpen sind größer und sind auch schon sehr mobil, auch ohne ihre Eltern. OK, die Kaffeewärmer (Küken der Königspinguine) sind nie richtig mobil. Man sieht aber kaum Bullen der Seebären und See-Elefanten.
Ende Februar/März: Küken und Welpen sind noch größer, einige Tiere haben die Brutsaison aber bereits beendet und sind von den Inseln verschwunden (z.B. die Adeliepinguine auf Paulet Island)
Für uns war die Wahl des Reisezeitraumes optimal gewesen, die schon größeren Küken und Pelzrobben-Welpen bei ihrem Tun zu beobachten, war perfekt. Sollten wir jemals wieder eine Reise in die Antarktis unternehmen, würden wir wahrscheinlich wieder zur selben Reisezeit fahren. Heißt aber nicht, dass da schon was geplant ist, wir haben überhaupt noch keine größeren Urlaube/Expeditionen in den nächsten Jahren geplant. So teure Fahrten kann man sich auch nicht am laufenden Band leisten.
Und ein Hinweis, für alle, die vielleicht schon in der Antarktis waren, und mit einer Reise in die Arktis liebäugeln bzw. eine gebucht haben: Vergleicht bitte nicht die vergangene Antarktis-Reise mit der Arktis-Reise! Passt Eure Erwartungen an das Gebiet an. Dann werdet Ihr auch Freude in der Arktis haben und nicht enttäuscht sein!
Dann bleibt eigentlich nur noch Zeit für ein paar letzte Worte:
Die Reise haben Steffie und ich zusammen unternommen. Wir beide haben auch fotografiert – wir hatten zwei Kameras mit und haben die auch parallel eingesetzt. Steffie hat zu Hause die Fotos größtenteils gesichtet und bewertet und auch ein wenig bearbeitet (unscharfe Fotos gelöscht, Bereiche ausgeschnitten und Fotos leicht farblich bearbeitet). Heißt aber nicht, dass nachträglich Pinguine in leere Landschaften eingefügt wurden, nein, die waren wirklich da Auch wenn manche Fotos tatsächlich so aussehen, dass da was hinein kopiert wurde. Ich versichere, alle Fotos sind echt! Ich habe die Texte geschrieben, mir also die Geschichten „ausgedacht“ (stimmt nicht, alles, was beschrieben wurde, ist auch tatsächlich so passiert). Und Steffie hat dann nach Veröffentlichung Korrektur gelesen – daher sind manche Beiträge noch ein paarmal korrigiert worden.
Das Ganze war also eine Gemeinschaftsarbeit von mir und Steffie ( Mirasol), auch wenn ich den Bericht letztendlich geschrieben und veröffentlicht habe. Das wollte ich hier noch mal gesagt haben.
Dann bleibt nur noch zu sagen: Danke an alle, die bis hier drangeblieben sind und diesen Bericht verfolgt haben. Danke an diejenigen, die unterwegs ihr Lob und ihre Gedanken bereits ausgesprochen haben. Das zeigt ja, dass der Bericht auch gelesen wurde und nicht umsonst war. Sollen nach Fragen oder Bemerkungen vorhanden sein, könnt Ihr die hier gerne posten. Ich werde mich bemühen, wenn Fragen vorliegen, die auch zu beantworten. Sei es zur Antarktis, zu Reisen mit HL oder zum Fotografieren bzw. zu anderen Themen.
Damit endet dann unser bislang längster Reisebericht, klar wir waren auch auf dieser Reise am längsten unterwegs, da liegt das in der Natur der Sache. Außerdem war er vielleicht ein bisschen ausführlicher als sonst.
Zum Schluss sage ich dann mal: Tschüss.
Vielleicht bis zum nächsten Reisebericht irgendwann einmal …
Was soll man noch groß sagen? Eine FANTASTISCHE, WUNDERVOLLE Reise, einfach WAHNSINN!!!
Es fällt schwer, das Ganze in passende Worte zu fassen. Ich glaube und hoffe, die Fotos und die Beschreibungen in dem Bericht geben ein bisschen was davon wieder. Natürlich sind Fotos und Text schön, können aber nicht alles beschreiben. Da muss man schon live dabei gewesen sein.
Wir haben es jedenfalls in keiner Sekunde bereut, diese Reise unternommen zu haben. Wir sind mit entsprechenden Erwartungen an die Reise herangegangen und diese Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt, eher übererfüllt. Wir haben beeindruckende Landschaften gesehen und eine fantastische Tierwelt besucht. Wie man es aus TV-Dokumentationen kennt, nur halt live dabei – nochmal eine ganz andere Nummer.
Und ich glaube, man kommt nirgendwo so nahe an die wilden Tiere heran, wie in der Antarktis. Die Tiere kennen keine Scheu, da sie kaum Feinde haben. Man kann sich zwischen ihnen bewegen, ohne sie groß zu stören. Und erst die Menge an Tieren, die großen Kolonien von Pinguinen oder Robben! Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo man das in ähnlicher Form hat.
Auch wenn die Reise teuer war, unglaublich teuer, wir haben uns damit einen Lebenstraum erfüllt und es keinesfalls bereut. Ich würde sagen, unsere schönste Urlaubsreise bisher.
Und was kommt jetzt danach? Genau, das ist das Problem! Es gibt nichts bzw. kaum etwas, was das noch übertrumpfen kann. Sollte man daher jetzt nicht mehr reisen? Weil es damit nicht mithalten kann? Sicherlich nicht! Wir werden auch weiterhin reisen. Man darf es nur nicht vergleichen, man muss jede Reise für sich sehen und nicht sagen: „Aber dort, waren die Tiere näher dran und vielfältiger …“. Es gibt einfach nichts Vergleichbares!
Nehmen wir insbesondere mal den Vergleich zwischen Arktis und Antarktis. In beiden steckt das Wort „Arktis“ und in beiden Gegenden gibt es Schnee und Eis. Das war es aber auch schon an Gemeinsamkeiten. Beides ist ansonsten komplett verschieden und man kann das einfach nicht vergleichen! Andere Natur, ganz andere Tiere. Es erwartet hoffentlich keiner, dass man unter 10 Eisbären an Land stehen kann, die 1,5m von einem entfernt sind. Glaubt mir, dass will niemand! Man muss seine Erwartungen an die jeweiligen Regionen anpassen und darf seine Erwartungen nicht mit der Antarktis in Verbindung setzen, das ist jedes für sich ein einzigartiges Gebiet. Dann wird man auch Spaß und Freude an anderen Regionen haben und ist nicht enttäuscht. Viele machen halt den Fehler und sehen Arktis und Antarktis als ähnlich an und sind dann in der Arktis enttäuscht – aber aufgrund von falschen, nicht erfüllbaren Erwartungen.
Was gibt’s sonst noch zu sagen?
Das Schiff und das generelle Leben an Bord habe ich jetzt nicht so im Detail beschrieben, wer Interesse darin hat, kann ja mal in den Reisebericht der Nordwestpassage hineinschauen, dort war es für uns das erste Mal mit HL und da habe ich noch etwas mehr zu diesem Thema beschrieben. Die Schiffe haben sich seitdem nicht viel verändert, daher habe ich dieses Mal weitestgehend darauf verzichtet. Die HANSEATIC-Schiffe sind immer noch sehr gut, ich würde sagen, für diese Reisen optimal geeignet. Man hat kurze Wege, kann vom Bug, vom Heck und nach Back- und Steuerbord herausschauen und zwischen den Positionen auch schnell wechseln. Man benötigt auch nicht unbedingt eine teure Balkon-Kabine, einen Außenkabine oder eine mit French-Balcony tun es auch. Wir hatten dieses Mal die Balkon-Kabine ja nur, um mittig zu liegen wegen dem erwarteten Seegang. Wer entweder damit keine Probleme hat oder in einem Gebiet unterwegs ist, wo nicht mit viel Seegang zu rechnen ist, kann unserer Meinung nach eine der etwas günstigeren Kabinen nehmen. Man kommt von jeder Kabine schnell nach draußen und kann sich interessante Sachen anschauen. Von der Einrichtung sind eh alle Kabinen gleich (außer die Suiten natürlich).
Der befürchtete Seegang ist zum Glück nicht eingetreten, max. 4,5m hohe Wellen hatten wir - nicht in der Drake-Passage, sondern gleich am ersten Tag auf den Weg zu den Falkland-Inseln. Bis auf die Sea-Bands haben wir von allen Mitteln, die wir zur Sicherheit mit hatten, nichts benötigt. Aber haben ist besser als brauchen …
Für die Zodiac-Ausfahrten muss man meiner Meinung nach eine gewissen Konstitution aufweisen, wer also mit einem Rollator unterwegs ist, tut sich da schwer. Heißt: Man sollte diese Art von Reise machen, wenn man noch fit ist und sie nicht aufschieben, bis man nicht mehr kann. Zumindest haben wir deshalb JETZT diese Reise unternommen und nicht 10 Jahre später. Wer weiß, was dann ist …
Das Publikum war dieses Mal angenehmer als auf den vorherigen Reisen. Es waren wirklich fast nur Leute unterwegs, die auch tatsächliches Interesse an der Antarktis und den Tieren hatten. Man sah täglich Leute mit dickem, zufriedenem Lächeln im Gesicht auf den Ausflügen oder auf dem Schiff. Wahrscheinlich, weil die Antarktis zum einen teuer und zum anderen eine weite Anreise mit sich bringt, da fährt man nicht einfach mal so nebenbei hin, weil man gerade nichts Besseres vorhat.
Und wir sind dieses Mal auch viel leichter mit anderen Gästen ins Gespräch gekommen, man hat sich geduzt, alles war zwangloser als auf unseren vorherigen Reisen bei HL. Das Vorprogramm in Iguazú hat da sicher geholfen, da war man ja schon in kleiner Gruppe zusammen ein paar Tage unterwegs. Der positive Eindruck betraf aber nicht nur die Teilnehmer am Vorprogramm, sondern eigentlich alle bzw. die meisten Gäste – ein paar Ausnahmen sind natürlich immer dabei.
Gut war letztendlich auch, dass so viele Schweizer an Bord waren und wir dadurch spezielle/zusätzliche Experten aus der Schweiz sowie Reinhold Messner an Bord hatten. Dadurch kamen wir überhaupt in den Genuss der exklusiven Anlandung auf Hummock Island, die es sonst so nicht gegeben hätte. Und wir hatten dadurch auch einige andere interessante Vorträge und Veranstaltungen an Bord.
Wir haben auch keineswegs bereut, das Vorprogramm in Iguazú gebucht zu haben. Das hatte mit dem Thema Antarktis zwar überhaupt nichts zu tun. Die Erlebnisse dort haben uns aber sehr beeindruckt, ein ganz anderes Erlebnis als später auf dem Schiff. Und wenn man schon mal den langen Flug auf sich genommen hat, passte es doch ganz gut. Das Mehr an Geld spielte bei dem Reisepreis insgesamt dann auch keine große Rolle mehr. Wer weiß, ob und wann man nochmal in diese Gegend kommt …
Nach meinem Rundgang konnte ich gleich nochmal duschen und ein frisches T-Shirt anziehen, die Kleidung war nach dem kleinen Spaziergang aufgrund der tropischen Verhältnisse komplett durch.
Der Bustransfer für unseren Abflug startete um ca. 14:30 Uhr. Es dauerte ungefähr eine Stunde, bis wir den internationalen Flughafen Ezeiza erreichten. Am Eingang warteten unsere Koffer – alles war vorhanden. Wir checkten gleich ein, wie auf dem Hinflug hatten wir wieder Premium Economy gebucht. Im Anschluss direkt zur Sicherheitskontrolle und zum Gate, wo wir auf unseren Abflug warteten.
Pünktlich um 17:50 Uhr startete unser Flug von Buenos Aires nach Frankfurt. Während des Fluges gab es zweimal Essen, einmal zum Abend und am nächsten Morgen Frühstück. Dazu mehrmals Getränke. Aufgrund der größeren Beinfreiheit in der Premium Economy erneut ein angenehmer Flug, obwohl mit etwas mehr als 13 Stunden ja recht lang. Musik hören, Filme schauen, lesen, dazwischen ein wenig dösen, so bekam man die Zeit rum.
Ohne spezielle Vorkommnisse erreichten wir Frankfurt überpünktlich noch vor 11:00 Uhr. Am Gepäckband mussten wir erstmal ein wenig warten, es gab technische Probleme. Willkommen in Deutschland! In Argentinien hatte immer alles gut geklappt, kaum ist man in Deutschland …
Endlich ging es dann aber doch los und unsere Koffer kamen auch alle drei an. Wir verabschiedeten uns von Gästen, die wir während der langen Tour lieb gewonnen hatten. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder.
Steffie und ich begaben uns dann schnurstracks zum Fernbahnhof – ist vom Gepäckband ja noch ein kleiner Weg. Der Zug, den wir uns nach Ankunft ausgesucht hatten, wurde kurzfristig abgesagt. Auch hier: Willkommen in Deutschland bei der DB! Aber wir hatten sogar Glück, ein anderer Zug wartete tatsächlich noch am Bahnsteig, der direkt nach Braunschweig fuhr – und zwar ohne umsteigen. Schnell Online-Tickets gekauft und eingestiegen, kurz danach fuhr der Zug ab.
Um 15:00 Uhr erreichten wir Braunschweig. In Deutschland war es kalt und stellenweise hatten wir unterwegs sogar Schnee gesehen – Winter halt. Also kein großer Unterschied zur Antarktis – wären die 38 Grad in Buenos Aires gestern und vorgestern nicht gewesen. So war der Unterschied doch recht groß.
Wir fuhren mit dem Taxi nach Hause. Eine wunderschöne Reise war zu Ende. Fast 4 Wochen waren wir unterwegs gewesen, nun war es aber auch wieder mal schön, zu Hause zu sein. Der Kühlschrank war leer, nichts da, was man hätte essen können. Also noch schnell ein paar grundlegende Sachen einkaufen und dann am Abend zum Lieblings-Italiener, Pizza/Pasta schmecken auch mal wieder gut. Einen weiteren freien Tag gab es für uns noch und dann 2 Tage im Homeoffice am Ende der Woche arbeiten. Der Alltag hatte uns wieder zurück …
10.02.25: Buenos Aires – Kleiner Rundgang bei tropischen Temperaturen
Endlich mal ausschlafen, Frühstück gab es nämlich bis 11:00 Uhr im Hotel. Das hatten wir während des gesamten Urlaubs bisher ja noch gar nicht gehabt. Das Frühstück im Four Seasons war auch sehr gut, und da es schon etwas später war, war es auch nicht mehr so voll.
Unser Flug nach Deutschland ging erst um 17:50 Uhr, wir hatten außerdem Late Check-Out, konnten also noch im Hotelzimmer bis zu unserer Abholung verbleiben. Ich nutzte die Zeit noch für einen kleinen Bummel durch die Straßen von Buenos Aires, zumindest im Gebiet in der Nähe des Hotels.
Es war übrigens sehr heiß – 38 Grad zeigte das Thermometer an diesen Tag – verbunden mit einer für die Region typischen, hohen Luftfeuchtigkeit. Kaum aus dem klimatisierten Hotel heraus, wollte man eigentlich auch schon wieder rein. Steffie hatte bei diesen Temperaturen überhaupt kein Interesse an einem Rundgang, ich wollte jedoch noch ein paar Meter laufen, egal wie die Temperaturen jetzt waren …
Zunächst ein Stück an der Avenida 9 de Julio entlang, der großen, teilweise 12-spurigen Straße, die durch Buenos Aires führt.
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Dann bog ich in die Straße Libertad ein und ging ich in Richtung unseres Hotels. Ich erreichte einen kleinen Platz, Placoleta Carlos Pellegrini, mit der Statue für den ehemaligen Präsidenten der Nation von 1890 bis 1892.
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Besucht habe ich den Friedhof aber nicht, sondern bin nur ein wenig im Park davor, mit Blick auf die Basilica Nuestra Señora del Pilar, spazieren gegangen.
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In der Nähe befinden sich zahlreiche Restaurants, Bars und Cafes, u.a. auch das La Biela, wo wir zu Beginn unserer Reise nach der Stadtrundfahrt mit unserer Reisegruppe eingekehrt waren. Dort befindet sich auch der berühmte, gigantische Ficus, den wir damals abgelichtet hatten. Heute war dieser von Menschenmassen umringt.
Also zurück zur Straße Posedas, dort gibt es ebenfalls einen kleinen Park, der mehrere uralte und imposante Ficus-Bäume und auch Palmen beinhaltet.
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Auf der Posadas entlang ging ich wieder zum Hotel zurück. Unterwegs traf ich weitere Gäste, die wir schon seit dem gemeinsamen Vorprogramm kannten. Wir redeten über die gestrige Tango-Show, die sie besucht hatten und die vergangene Reise im Allgemeinen. Sie waren ähnlich begeistert von allem wie wir. Kurz darauf erreichten wir das Hotel, drinnen herrschten dank Klimaanlagen angenehme Temperaturen. Die heutigen tropischen Witterungsverhältnisse hatten Erkundungen nicht gerade leicht gemacht. Daher hat es auch nur für diesen kleinen Bummel gereicht, man war danach fix und fertig …
In Ushuaia mussten wir ein wenig länger warten, der vorherige Flug aus Buenos Aires, der die Gäste der Folgereise mit der HANSEATIC nature an Bord hatte, war verspätet gestartet. Und somit flogen wir auch etwas später los. Unser ursprünglicher Zeitplan sah einen Abflug um 12:20 Uhr vor, tatsächlich waren es um die 45 Minuten Verspätung.
Während des 3,5-stündigen Fluges gab es wie auf dem Hinflug Essen (Salat, Brötchen, eine warme Speise und Nachtisch) und Getränke. Wir erreichten den internationalen Flughafen von Buenos Aires ohne Zwischenfälle. In Buenos Aires mussten wir die Koffer mit Gepäckband nehmen, wir gaben sie am Ausgang jedoch gleich wieder zur Einlagerung ab, morgen beim Heimflug nach Deutschland würden wir sie dann wiederbekommen. Nur mit Handgepäck versehen, fuhren wir mit dem Bus zum uns schon bekannten Four Seasons Hotel. Der Transfer dauerte auch wieder ca. 1 Stunde.
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In Buenos Aires hätten wir die Möglichkeit gehabt, am Abend an einer Tango-Show teilzunehmen. Naja, Tango und andere Tänze sind jetzt nicht so mein Metier, Steffie zuliebe hätte ich mich aber breitschlagen lassen, teilzunehmen. Da wir aber nur das Handgepäck dabei hatten mit luftiger Kleidung (es war sehr warm in Buenos Aires) und nennen wir es mal funktionaler Kleidung für die Rückflüge, verzichteten wir darauf. Im Handgepäck war kein Platz für feinen Zwirn gewesen, den man bei einer abendlichen Ausgehveranstaltung getragen hätte. Und außerdem waren wir auch schon etwas müde von den Ereignissen der letzten Tage und Wochen sowie den Reisestrapazen. Daher fiel Tango für uns beide aus!
Im Hotel angekommen einchecken, ein erfrischendes Getränk und etwas Obst zu sich nehmen, dann konnten wir aufs Zimmer. Der dritte Aufenthalt im Hotel, das dritte Mal auf einer komplett anderen Etage - Mitte, unten, oben, jetzt hatten wir alles durch.
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Blick von unserem Zimmer auf Buenos Aires und den Hafen im Hintergrund
Ein bisschen frisch machen (=duschen), dann gingen wir nochmal kurz los zum Abendessen.
Quasi um die Ecke waren wir auch schon am Ziel, an einer Unterführung ein paar Meter neben dem Hotel befinden sich einige Restaurants. Wir wählten das Restaurant, wo schon ein paar Gäste unserer Kreuzfahrt saßen. Bei leckerem, lokalem Bier und Burgern ließen wir den Abend hier ausklingen. Auf ein saftiges, großes Rindersteak hatten wir immer noch nicht so recht Appetit gehabt. Es kamen übrigens immer mehr Gäste unserer Tour hier vorbei und tranken und aßen hier. Die Bar/das Restaurant waren fest im Griff der Gäste der HANSEATIC nature. Einer hatte den Anfang gemacht und alle anderen nachgezogen
Ein kurzer Weg zurück zum Hotel, aufs Zimmer und ins Bett. Nebenher konnten wir noch den Super Bowl schauen – hier war die Zeitverschiebung zu den USA ja nicht so groß wie in Deutschland. Aber wir haben trotzdem nicht bis zum Ende durchgehalten, der Schlaf übermannte uns …
09.02.25: Ushuaia – Abschied vom Ende der Welt (Teil 2)
Von hier liefen wir Richtung Uferpromenade und dort entlang der Bucht zurück zum Ausgangspunkt und zu unserem Bus.
Am Strand von Ushuaia hatten wir noch einmal ein paar schöne Ausblicke auf die Bucht, die Schiffe an der Pier und die hohen Berge Feuerlands rund herum.
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Diese Gitarre befindet sich am Strand von Ushuaia als eine Art Denkmal.
An der Uferpromenade säumen einige Büsten von Antarktisforschern und -entdeckern aus vergangenen Zeiten den Weg, die Promenade Explorateurs de l'Antarctique.
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U.a. befindet sich die Statue von Adrian de Gerlache hier, seinem Namen und seiner Belgica-Expedition waren wir in den vergangenen Tagen in der Antarktis ja öfter begegnet bzw. den Entdeckungen, die während der Expedition gemacht worden sind.
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Auch der Falkland-Konflikt ist in Ushuaia noch allgegenwärtig, große Graffiti an der breiten Uferstraße zeugen zumindest vom Wunsch, die Las Malvinas, wie die Falkland Inseln hier heißen, wieder an Argentinien anzubinden.
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Ein letzter Blick auf die HANSEATIC nature, die in den vergangenen 18 Tagen ein schönes Zuhause für uns gewesen war. Ein letzter Blick auf die Berge Feuerlands und die Bucht von Ushuaia.
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Lustigerweise hatten wir auf der heutigen Fahrt dieselbe lokale Reiseleiterin bei uns im Bus, wie schon auf der Hinfahrt zu Beginn der Reise. Wie der Zufall so spielt …
09.02.25: Ushuaia – Abschied vom Ende der Welt (Teil 1)
Auch am letzten Morgen an Bord war nichts mit Ausschlafen. Frühstücken, das Handgepäck fertig packen und dann mussten wir aus unserer Kabine, in der wir die letzten Wochen untergebracht waren, vor 09:00 Uhr ausziehen. Damit hat das Personal genügend Zeit, die Kabinen für die Folgereise herzurichten. Wir mussten aber nicht lange warten, um 09:10 Uhr wurde unsere Zodiac-Gruppe aufgerufen, das Schiff zu verlassen.
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Insgesamt hatten wir mit der HANSEATIC nature eine Strecke von 3680 Seemeilen zurückgelegt, das entspricht 6815km.
Die Offiziere und einige Crew-Mitglieder standen Spalier, als es die Gangway nach unten ging. Wir verabschiedeten uns, mal sehen, ob wir jemanden auf evtl. folgenden Reisen wiedersehen würden - insbesondere den Hotelmanager Christoph Timm, der uns auf bisher allen unseren Reisen begleitet hat. Eine neue Reise haben wir aber noch nicht gebucht, daher mussten wir ihn vertrösten
Es war eine sehr schöne Zeit an Bord gewesen!!!
An der Pier wartete unser Bus. Bevor es zum Flughafen und damit zu unserem Charterflug nach Buenos Aires ging, hatten wir noch etwas Zeit für eine kleine Rundfahrt und einem kurzen Bummel durch Ushuaia. Auf der Hinfahrt hatten wir auf einer Bustour den Nationalpark um Ushuaia erkundet und sind nur ein wenig durch die Stadt selbst gefahren, heute konnten wir uns das Stadtzentrum etwas näher anschauen.
Die Busse hielten nicht weit vom Hafen entfernt an der Promenade bei der Touristen-Info. Dort befindet sich auch das berühmte Cartel de Ushuaia, das Ende-der-Welt-Schild.
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Wir gingen weiter und erreichten den Plaza Evita, ein Denkmal für Carlos Peron und seine Frau Evita. So früh am morgen unter Beaufsichtigung von tierischem Wachschutz, der allerdings tief und fest schlief.
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Unser Weg führte im Anschluss weiter zur Avenida San Martin, der Hauptstraße von Ushuaia. Sie verbindet das alte Gefängnis mit dem Friedhof und führt durch das komplette Stadtzentrum. Heute ist sie v.a. eine Straße für die Touristen, Hotels, Cafes, Restaurants, Bars, Souvenirläden und Outdoor-Läden sind hier zu finden.
Bekannt sind wahrscheinlich ein Shop für Gefängniskleidung und das Pinguin-Wandbild. Zumindest haben es diese beiden auch in den Reisefilm unserer Expedition geschafft.
Im letzten Recap der Reise ließ das Expeditionsteam die komplette Reise nochmal Revue passieren. Was hatten wir alles gesehen, was war besonders schön gewesen. Was hat nicht so geklappt, wie geplant. Welche absoluten Highlights gab es aus Sicht jedes einzelnen Experten und Team-Mitglieds. Wir haben auf jeden Fall jede Menge Interessantes und Wunderschönes erlebt, doch dazu später mehr im Fazit zur Reise.
Ein letztes Abendessen im Lido, Verabschiedung von den Kellnern, die uns die letzten Wochen aufmerksam betreut hatten. Während des Abendessens wurden wir von einem größeren Kreuzfahrtschiff überholt. Das Schiff schien es besonders eilig zu haben, in Ushuaia anzukommen. Im Tagesverlauf noch weit hinter uns gewesen, hatte es sich mehr und mehr genähert und war schließlich an uns vorbeigezogen.
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Aus der anderen Richtung kam uns eine alte bekannte entgegen, die Seaventure, die alte MS Bremen, die bis 2020 für HL-Cruises fuhr. Im Vergleich zu den neuen HANSEATIC-Expeditionsschiffen wirkt die doch sehr klein!
Wir passierten Puerto Williams, die wohl tatsächlich südlichste Stadt der Welt – zumindest nach Meinung der Chilenen. Argentinien/Ushuaia sieht das ganz anders …
Über den Berghängen stand die abendliche Sonne. Weitere Schiffe kamen uns entgegen, der Beagle-Kanal ist eine stark befahrene Wasserstraße.
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Wir schlossen das Kofferpacken ab, für den einen Tag in Buenos Aires, der uns noch erwartete, mussten wir wieder nur mit Handgepäck auskommen. Aber wir hatten das für Iguazú in dieser Form schon geschafft, wir würden das auch für Buenos Aires schaffen. Die Koffer wurden vor die Tür gestellt. Fertig! Geschafft!
Was blieb noch? Richtig, wir hatten es mal wieder verpasst, die Flasche Champagner, die uns bei Begrüßung auf dem Schiff auf die Kabine gestellt wurde, anzurühren. Also tranken wir jetzt noch den Champagner – auf ein Ende einer wunderschönen Reise. Quasi ein gewohntes Ritual während aller unser bisherigen Reisen mit HL.
Gegen 22:00 Uhr machten wir im Hafen von Ushuaia fest. Wir waren wieder dort, wo wir unsere Reise in die Antarktis begonnen hatten.
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Wir hätten am Abend auch noch in die Stadt gehen können, das Schiff war zum Landgang freigegeben. Wir verzichteten aber darauf und gingen ins Bett. Schließlich mussten wir am nächsten Tag auch wieder zeitig aufstehen …
08.02.25: Beagle-Kanal – Mannigfaltige Tierwelt an Ende unserer Fahrt (Teil 2)
Neben der Tierwelt gab es unterwegs auch schöne Landschaftspanoramen zu bewundern. An den Küsten des Beagle-Kanals hatten sich die Bergketten im abendlichen Licht in Schale geworfen.
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Diese Delfine kamen auch näher an das Schiff heran, sie waren dann aber leider so nahe, dass keine brauchbaren Fotos mehr gelangen. Und im Unterschied zu den Walen sind Delfine auch viel schneller unterwegs und nicht so gut zu verfolgen bzw. auszurechnen. Es waren sowohl Stundenglas- als auch Pale-Delfine. Genaue Durchsagen über die gesichteten Tiere gab es übrigens keine mehr, da mussten wir uns auf unsere Kenntnisse verlassen. Das Expeditions- und Experten-Team war zu dieser Zeit wohl mit anderen Dingen beschäftigt, z.B. die Biologin mit dem Finalisieren des Log-Buches. Aber ein bisschen kennen wir uns ja auch aus …
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Im Wasser sahen wir stromlinien-förmige Tiere, die unter dem Schiff durch tauchten. Das waren doch keine Delfine oder Wale! Richtig, dass waren Magellanpinguine auf Nahrungssuche. Kleinere Gruppen dieser Pinguine konnten wir wiederholt sehen, ab und an schwammen sie auch auf dem Wasser.
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Wale, Delfine, Pinguine und andere Seevögel, was fehlt jetzt noch? Richtig, Robben! Auch diese Tiere konnten wir am letzten Tag noch einmal sehen, einige Südamerikanische Seelöwen (Mähnenrobben) waren im Beagle-Kanal unterwegs.
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Aber zum einen wurde es langsam kühler oben an Deck und zum anderen wollten wir dem finalen Recap der Reise beiwohnen, das um 18:00 Uhr im HanseAtrium abgehalten wurde. Daher verließen wir schweren Herzens das Außendeck und begaben uns wieder ins Innere des Schiffes. Wir hatten aber jede Menge Tiere gesehen, der letzte Tag hatte es nochmal so richtig in sich gehabt …
08.02.25: Beagle-Kanal – Mannigfaltige Tierwelt an Ende unserer Fahrt (Teil 1)
Normalerweise hätte man gedacht, dass auf den letzten beiden Seetagen nicht mehr viel passieren würde, insbesondere bzgl. der Tierwelt. Aber nicht so auf dieser Reise. Begonnen hatte es heute mit ein paar Delfinen, die neben dem Schiff umhersprangen. Leider hatten wir nichts dabei, um das abzulichten.
Aber nun waren wir vorbereitet. Wir genossen die Szenerie, die Berghänge, die den Beagle-Kanal säumten. Wir hatten den Kanal bereits an unserem ersten Tag der Kreuzfahrt in der Nacht in entgegengesetzter Richtung passiert, damals war es jedoch dunkel gewesen und wir hatten die Fahrt nicht so genießen können. Dieses Mal war es anders.
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Südlicher Riesensturmvogel
Und schon bald darauf konnten wir weitere Delfine sichten, die vor oder neben dem Schiff aus dem Wasser sprangen. Es handelte sich hierbei um Stundenglas-Delfine.
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Das war doch schon mal ein guter Anfang! Etwas später konnten wir in der Ferne Blas erspähen. Obwohl auch Delfine einen kleinen Blas ausstoßen, handelte es sich um Wale, große Wale.
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Wir konnten nun auch die Tiere zum Blas sehen, es waren v.a. Finnwale. Mehrere dieser gigantischen Tiere, die wir auch schon auf dem Weg nach Südgeorgien bei den Shag Rocks gesehen hatten, schwammen in der Nähe des Schiffes.
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Und es waren wirklich einige Wale unterwegs, nah am Schiff oder in der Ferne. Wir sahen die Tiere und den Blas deutlich um uns herum oder auch in der Nähe der Küsten.
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Beeindruckend diese immens großen Giganten der Meere erneut und auch noch aus der Nähe betrachten zu können. Und im Vergleich zu den Shag Rocks war dieses Mal das Wetter und damit auch die Sicht wesentlich besser!
08.02.25: Zweiter Seetag in der Drake-Passage – Immer noch Drake like a lake
Auch an diesem zweiten Seetag zeigte sich die Drake-Passage von ihrer gnädigen Seite. Maximal 2m Wellen – es hätte uns schlimmer treffen können. Da das Wetter so bleiben sollte, würden wir gut vorankommen und bereits am Nachmittag in den Beagle-Kanal einfahren und am späten Abend Ushuaia erreichen.
Nachdem wir nochmal so richtig ausschlafen konnten – also bis kurz nach 08:00 Uhr – ging es gemütlich zum Frühstück. Und danach begannen die letzten Vorträge dieser Reise.
„Die Bedeutung des Wetters in der und für die Literatur“ hatte mal wieder das Wetter zum Thema. Aber nicht aus wissenschaftlicher Sicht über das Wetter an sich, sondern seine Verwendung in Gedichten und anderen Schriftwerken. Was sind gute Beschreibungen für Wetter-Phänomene in der Literatur, was sind schlechte Beispiele. Wie sollte man als Autor eine gute Beschreibung für Wetter darstellen? Alles augenzwinkernd und aus der Sicht eines Wetterexperten vom Schweizer Fernsehen. Ein durchaus lustiger Vortrag, der eine oder andere Lacher war garantiert.
Ansonsten mussten wir die blauen Parkas abgegeben, die mussten ja für die folgende Reise wieder frisch präpariert werden. Und wir begannen damit, unsere Koffer zu packen – man will das ja nicht bis zum Abend hinauszögern. Alles, was schon mal erledigt ist, ist gut.
Unterbrochen wurden die Tätigkeiten vom Mittagessen. Am Nachmittag waren wir mit dem Fortschritt des Kofferpackens zufrieden, also gingen wir nochmal aufs Oberdeck, wir wollten noch ein paar Runden oben laufen, bevor wir dann im HanseAtrium den Videofilm der Reise komplett anschauen wollten (Ausschnitte davon gab es ja täglich auf dem Kabinen-Multimediasystem zu sehen, aber noch nicht das Komplett-Werk).
Also drehten wir bei recht schönem Wetter unsere Runden. Aber auch heute erreichten wir unser gesetztes Ziel nicht ganz. Wir trafen Gäste auf dem Oberdeck, mit denen wir uns recht gut verstanden hatten, und kamen ins Gespräch. Über die Tour, über zu Hause und Weiteres. Inzwischen waren wir in den Beagle-Kanal eingefahren. Und da sahen wir plötzlich Delfine im Wasser Tja, eine Kamera hat man logischerweise nicht dabei, wenn man einfach ein paar Runden laufen will. Also konnten wir die Delfine nur beobachten, aber nicht fotografieren.
Aber sicherheitshalber mal schnell auf die Kabine gehen und die Kameras holen. Vielleicht würden wir noch weitere Tiere sehen. Da ist man besser vorbereitet.
Die Vorführung des Videofilms musste wohl ausfallen. Aber ok, wir hatten den (teuren) Film ja bereits bestellt und würden daher auf jeden Fall in den Genuss des kompletten Films kommen. Und Zurücktreten vom Kauf bei Nichtgefallen ginge eh nicht. Daher war die Vorführung jetzt nicht zwingend für uns.
VG Sven
PS: Wir haben den Film das erste Mal auf einer HL-Reise gekauft. Die Preise sind ja schon nicht ohne. Aber bei dieser besonderen Reise machten wir mal eine Ausnahme. Zu Hause bei den Eltern ist ein Film aussagekräftiger als eine lange Fotoshow und auch für uns ist dieser Film eine bleibende Erinnerung. Und professionell gemacht war er durchaus. Es hat sich am Ende auf jeden Fall gelohnt, der Film wurde schon einige Male in der Verwandtschaft oder bei Freunden gezeigt. Er dürfte aber trotzdem gerne etwas günstiger sein …
07.02.25: Erster Seetag in der Drake-Passage - Drake like a lake
Der erste von zwei Seetagen in der Drake-Passage lag vor uns. Als wir morgens aufwachten, befanden wir uns bereits mittendrin in dieser berühmt-berüchtigten Seepassage. Das wir in der Nacht nicht von starken Schiffsbewegungen aufgewacht waren, war schon mal ein gutes Zeichen. Die Wellenhöhe betrug an diesem Tag ungefähr 2-3m. Nicht unbedingt Ententeich, aber sehr zahm im Vergleich zu dem, was uns hier hätte erwarten können.
Die Drake-Passage ist eine Meeresstraße zwischen der Südspitze Südamerikas (Kap Hoorn) und der Nordspitze der antarktischen Halbinsel. Sie verbindet den Atlantischen Ozean, speziell die Scotiasee, mit dem Pazifik und ist etwa 480 Seemeilen (ca. 880km) breit. Die Drake-Passage ist fast frei von Inseln.
Benannt ist sie nach dem englischen Freibeuter Sir Francis Drake, dieser hat die Passage jedoch nie selbst befahren. Die Drake-Passage ist bekannt für ihre rauen Wetterbedingungen und die starken Strömungen. Der warme Atlantik trifft auf das kalte Südpolarmeer. Das Ergebnis sind oft hohe Wellen und heftige Stürme. 10m hohe Wellen sind hier keine Seltenheit, davon blieben wir zum Glück verschont. Bevor der Panamakanal eröffnet wurde, war die Drake-Passage DER Schifffahrtsweg vom Pazifik in den Atlantik und andersherum. Mit allen Wetter-Kapriolen, die es hier gab, eine gefährliche Route.
Seetage sind wie fast immer auf den HL-Expeditionen Vortragstage. Nach dem Frühstück startete um 10:00 Uhr mit „Die Erde – der Salzwasserplanet“ die Vortragsreihe. Leider spielte die Technik dem Ozeanologen einen Streich, der Computer ließ sich nicht zur Zusammenarbeit mit der Multimedia-Anlage bewegen. Naja, wurde halt ein kleiner improvisierter Vortrag ohne zusätzliches Bildmaterial aus dem Ärmel geschüttelt. Interessanterweise sind nur ca. 3% der gesamten Wasservorkommen auf der Erde Süßwasser, der komplette Rest ist Salzwasser.
Um 11:30 Uhr spielte die Technik dann zum Glück wieder mit, sonst hätten wir die Multimedia-Show „Mehr als Eis“ des Schweizer Pinguinexperten vom Antartic Research Trust nicht anschauen können. Fantastische Naturaufnahmen, Fotos und Videos, untermalt mit klassischer Musik, ließen uns noch einmal in die Tierwelt und die Landschaften, die wir in den letzten Wochen so genossen hatten, eintauchen.
Wir kauften uns Lose für die abendliche Seekarten-Verlosung. Vielleicht gewinnen wir was, hat am Vortag ja auch schon geklappt. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Die Erlöse kommen zu 70% den Crewmitgliedern zugute und außerdem wird auch der South Georgia Heritage Trust unterstützt. Da macht man mit dem Loskauf auf jeden Fall nichts falsch! Fotografiert hatten wir das Objekt der Begierde schon mal:
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Dann war erstmal Mittagessen angesagt, heute gab es als Special Langusten Croissants, die waren übrigens richtig gut und größer als man vielleicht vermuten würde. Mittags ist es im Lido immer recht voll, zum Frühstück und Mittag essen die meisten im Buffet-Restaurant, abends dagegen im Bedienrestaurant. Steffie und ich sitzen dann meist zu zweit an Vierertischen und mittags setzen sich dann halt Leute hinzu. Da ergeben sich dann oft auch schöne Gespräche. Heute gaben sich Reinhold Messner und seine Ehefrau die Ehre und setzen sich zu uns an den Tisch. Wir hatten eine nette Unterhaltung zu verschiedenen Themen, nicht abgehoben, kein Promigehabe. Sehr schön und natürlich!
Nach dem Mittagessen wollte ich ein paar Runden auf dem oberen Deck walken, so ca. 5km (wären 40 Runden auf dem kleinen Schiff) hatte ich mir vorgenommen. Steffie wollte lieber ein kleines Mittagsschläfchen machen. Man konnte oben recht gut laufen, musste bei den Schiffsbewegungen nur ein wenig aufpassen, dass man nicht aus dem Tritt kommt oder über die Reling abrollt Leider konnte ich mein Pensum nicht ganz abspulen. Die Guest Relationship Managerin rief zum Shuffleboard. Und das Board befindet sich genau in der Wegstrecke. Also hieß es halt, ein bisschen Shuffleboard zu spielen, Männer gegen Frauen. Hat Spaß gemacht, und durch die Schiffsbewegungen kam auch eine taktische Komponente ins Spiel – schießt man lieber bergauf oder bergab, alles musste einkalkuliert werden. Gewonnen haben übrigens die …
Um 16:00 Uhr ging es dann mit den Vorträgen weiter. „Nanga Parbat Sein größter Erfolg, seine schlimmste Tragödie“ - Reinhold Messner erzählte über seine Erlebnisse am Nanga Parbat 1970. Eine Gipfelbesteigung, bei der sein Bruder Günther ums Leben kam. Und Reinhold Messner sieben Zehen aufgrund von Erfrierungen amputiert werden mussten. Es war sein Schicksalsberg, der erste Achttausender, der von ihm bestiegen wurde, aber auch verbunden mit viel Drama und Leid. Ein spannender Vortrag.
Im Anschluss daran stellte die Bordfotografin die schönsten (Tier)Fotos dieser Reise vor, mit passender Begleitung durch den Bordpianisten. Schön, nochmal die ganze Reise komplett und chronologisch verfolgen zu können. Einiges hatte man aufgrund der Fülle von den Eindrücken, die jeden Tag auf uns einströmten, schon fast wieder vergessen.
Zum Abendessen gab es bereits heute das Farewell-Dinner, sowohl im Lido als auch im Hanseatic Restaurant. Dieses wurde nicht auf den letzten Tag gelegt, da die Gäste dann vielleicht eher mit Kofferpacken beschäftigt sein würden. Besonders erlesene Speisen und Gänge werden bei dieser Gelegenheit serviert, u.a. Hummer. Für uns muss es aber nicht unbedingt Hummer sein, daher reichte uns auch heute das Lido aus. Das Essen ist auch dort sehr lecker, man hat seine Ruhe – und theoretisch kann man auch hier Hummer bekommen, wenn man denn unbedingt will.
Am Abend gab es noch ein letztes Highlight: Kapitän Alexander Rabe-Bär lud zum traditionellen Farewell-Abend ins HanseAtrium ein. Bei dem einen oder anderen Gläschen Champagner wurde die Reise aus nautischer Sicht rekapituliert. Außerdem wurde – wie schon angekündigt – die Seekarte verlost. Spannung, Trommelwirbel. Leider knapp vorbei. Die Karte ging an einen anderen Gast. Aber eine unserer Losnummern wurde trotzdem gezogen, wir nahmen den dritten Preis in Empfang, eine Crew-Mütze der HANSEATIC nature mit Pinguin-Emblem. Eine schöne Erinnerung an die Reise. Mensch, zweimal was gewonnen, das sind wir gar nicht gewohnt. Wir sollten wohl mal langsam Lotto spielen …
Zusammen mit dem Shanty Chor der HANSEATIC nature ließen die Gäste den Abend musikalisch ausklingen, schwungvoll und laut ging es bei Klassikern wie „Auf der Reeperbahn“ oder „Madagaskar“ zu. Nur beim philippinischen Liebeslied mussten die Gäste passen, das sang der Chor allein. Hier hätten die Texthefte, die verteilt wurden, wahrscheinlich auch nicht geholfen.
Damit war der erste Tag in der Drake-Passage auch schon wieder vorbei …
06.02.25: Neko Harbour (Antarktis): Ein letzter Besuch in einer Pinguin-Kolonie (Teil 4)
Steffie und ich nutzten die letzten Minuten unseres 90-minütgen Aufenthalts auf dem antarktischen Kontinent, um einen letzten Blick auf die Eselspinguine und die anderen Tiere zu werfen.
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Einen letzten Blick auf die Pinguine hier in der Antarktis bzw. der Subantarktis, die wir in den letzten Wochen in vielfältiger Form gesehen hatten. Beeindruckende und einzigartige Tiere.
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Die Zodiacs erwarteten uns für eine letzte Überfahrt. Zuvor wurde von einem Gast noch die Zodiacweste ausprobiert. Eine Frau stürzte im Wasser vor dem Einsteigen ins Zodiac. Und die Weste blähte sich beim Kontakt mit so viel Wasser auf. Test bestanden würde ich mal sagen, die Weste hat funktioniert Also Ersatzweste angezogen – ohne Weste oder gar mit ausgelöster Weste darf man natürlich nicht fahren – und dann hinein ins Zodiac. Steffie und ich blieben von solchen Experimenten glücklicherweise verschont. Auch die letzte Zodiacfahrt konnte unfallfrei von unserer Seite gestaltet werden.
Ein bisschen Wehmut schwang dann schon mit, als wir so im Zodiac saßen. Das war sie also, die letzte Zodiac-Fahrt unserer Reise. Tschüss, Antarktis.
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Zurück an Bord hieß es ein letztes Mal die Stiefel reinigen und danach auf die Kabine. Unsere Kabinenstewardess war schon ganz aufgeregt „Sie haben was gewonnen! Da steht was für Sie in der Kabine“. Und tatsächlich, wir hatten mal etwas gewonnen. Der gestrige Einkauf der Mütze führte dazu, dass wir ausgelost worden waren und noch ein Parfum mit nach Hause nehmen konnten. Sehr schön! Hat sich der Einkauf gestern doch gleich doppelt gelohnt. Es handelte sich beim Parfum übrigens nicht um Eau-de-Paulet, nicht dass das jetzt jemand denkt. Also kein Pinguin-Duft in Flaschen, sondern durchaus wohlriechender Duft
Zum Abendessen stand heute im Lido „Seafood Buffet“ auf der Speisekarte. Und das war mal wieder richtig lecker und abwechslungsreich. Verschiedene Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte standen als Vorspeisen und warme Hauptspeisen zur Auswahl, u.a. eine reichhaltige Muschelsuppe.
Nach dem Abendessen gingen wir ins HanseAtrium. Ein leckerer Cocktail auf den schönen Tag und außerdem präsentierte Reinhold Messner seinen Film „Still alive – Das Drama am Mount Kenya“. Ein fesselndes Dokudrama, dass die Besteigung und die darauffolgende legendäre Rettungsaktion 1970 am afrikanischen Mount Kenya Revue passieren ließ. Dabei wurde nicht mit expliziten Szenen gegeizt – so eine Sturz aus mehreren Metern Höhe auf dem harten Felsen und Knochenbrüche in Nahaufnahme und Slow-Motion ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Ich muss bei solchen Szenen jedenfalls immer wegschauen. Aber interessant und durchaus spannend war der Film trotzdem. Am Ende des Films diskutierte Reinhold Messner noch mit den Gästen und beantwortete einige Fragen.
Für uns war es jetzt Zeit, ins Bett zu gehen. Unser letzter Tag in der Antarktis neigte sich seinem Ende zu. Ab der Nacht würden wir dann die legendäre und berüchtigte Drake-Passage befahren. Die Frage lautete: „Drake like a lake“ oder “Drake like a shake”?
Die beiden folgenden Tage werden diese Frage jedenfalls beantworten …
Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
Antarktischer Seebär (Pelzrobbe)
Buckelwal
Eselspinguin
Dominikanermöwe
Braune Skua (Raubmöwe)
Kapsturmvogel
Antarktische Seeschwalbe
VG Sven
PS: An diesem letzten Tag hatten wir unseren Fuß auf den antarktischen Kontinent gesetzt. Das mochte vielleicht eher symbolischer Natur sein – schließlich waren wir in den Tagen zuvor durchaus in der Antarktis gewesen, die Inseln gehören ja auch dazu. Worauf es aber wirklich ankommt: Wir hatten erneut einen wunderschönen Tag gehabt, der durch den Schnee anders als die vorherigen war. Darauf kam es hauptsächlich an. Die Sache mit dem Kontinent ist da nur ein zusätzliches Rädchen im Getriebe …
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Der untere Strand musste dann entsprechend geräumt werden, da solche Vorgänge in der Regel mit größeren Wellen einhergehen. Und Sicherheit geht schließlich vor, da achtet das Expeditionsteam schon drauf. Ich hatte während meiner Wanderung einige Funksprüche diesbezüglich vom Expeditionsteam auf dem Berg mitbekommen. Von oben hatte man aber kaum was gesehen, nur das Grollen gehört. Unten waren Steffie und die anderen Gäste aber schon nahe dran. So nahe, dass es für schöne Fotos einer Gletscherkalbung gereicht hat. Zum Glück nicht nah genug, damit es gefährlich werden würde.
Ansonsten nutze Steffie die Zeit, um den Eselspinguinen bei ihrem täglichen Brutgeschäft zuzuschauen. Füttern der Küken, Wärmen der Küken, Nahrungssuche, Vertreiben von Raubmöwen (Skuas), Nestbau (inkl. dem Diebstahl von Steinen aus dem Nest des Nachbarn), Pflege des Gefieders sowie die Stärkung der Paarbindung. All das gehört zu den täglichen Aufgaben eines erwachsenen Eselspinguins.
06.02.25: Neko Harbour (Antarktis): Atemberaubende Aussichten (Teil 2)
Auf dem Weg nach oben blieb ich immer wieder stehen. Eigentlich, um mich auszuruhen, Der steile Anstieg im Schnee und die kalte Luft war doch recht anstrengend. Angenehmer Nebeneffekt: Man konnte schöne Fotos mit einem wunderschönen Panorama machen.
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Die schneebedeckten Hänge, auf denen wir liefen, die Berge, ebenfalls mit Schnee und Eis bedeckt, die Gletscher sowie die Felsen mit der Pinguin-Kolonie darauf gaben schon ein großartiges Bild. Und nicht zu vergessen, das Meer mit den Eisschollen und Eisbergen und unserem Schiff darin, welches daraus ein Gesamtkunstwerk formte.
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Schließlich erreichten wir den angekündigten Aussichtspunkt. Zeit für ein Selfie oder ein professionelles Foto durch die Bordfotografin vor dieser beeindruckenden Kulisse. Oder auch Zeit, um in sich zu gehen, und einfach den Augenblick zu genießen.
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Da ich auch noch die Pinguin-Kolonie aus der Nähe betrachten wollte, blieb nicht viel Zeit, um hier oben zu verweilen. Also begann ich den Abstieg. War der Aufstieg körperlich anstrengend, forderte der Abstieg ebenfalls einiges ab, wenn auch auf anderem Gebiet. Zum einen muss man im Schnee schon aufpassen, nicht auszurutschen, zum Glück leisten die Gummistiefel hier als Wanderschuh-Ersatz ganz gute Dienste. Zum anderen gab es nur den einen schmalen Weg, der rauf und runter benutzt wird. Einer – meist derjenige, der bergab ging - musste also immer zur Seite treten und aufpassen, nicht im tiefen Schnee bzw. gar in einem Loch zu versinken. Wir wollten doch nicht so enden, wie der Pinguin heute am Vormittag.
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Also immer schön vorsichtig nach unten. Nachdem ich die Pinguin-Kolonie erreicht hatte, galt das auch weiterhin. Die Felsen waren rutschig, es gab viel Matsch und Guano zwischen den Felsen. Da wollte man sich nicht hinlegen! Ein kleines Missgeschick unterlief mir sogar, im tiefen Schnee neben dem Weg ein Loch erwischt und schon steckte ich drin. Aber zum Glück habe ich mir nichts getan, Kleidung und Kamera waren auch noch sauber. Manch andere Gäste hatten nicht so viel Glück und landeten komplett im Match und Guano.
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Von hier hatte man im Wesentlichen zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer 1 lag darin, den Strand zu verlassen und sich den verschneiten, teilweise steilen Berg hinauf zu kämpfen, um oben einen wunderschönen Ausblick zu genießen. Sofern einem der Nebel, der ja immer wieder kam und ging, keinen Strich durch die Rechnung machte. Und als zweite Option konnte man in der Nähe des Strandes bleiben und die Eselspinguin-Kolonie besuchen. Oder halt beides miteinander kombinieren.
Ich hatte mir vorgenommen, den Berg zu besteigen und oben hoffentlich eine wunderschöne Aussicht zu genießen. Steffie war von dieser Idee nicht so überzeugt, hinzu kam, dass sie aufgrund längst vergangener Begebenheiten steile Berge eher meidet. Daher trennten sich hier unsere Wege. Ich lief mit einer Kamera und dem kleinem Objektiv den schneebedeckten Berg hinauf, Steffie schnappte sich die andere Kamera mit dem Teleobjektiv, um Pinguine abzulichten …
Nachdem man den Strand verlassen hatte, war man sogleich in der weißen Weite, rundherum Schnee. Deutlich waren die von den Pinguinen mühsam angelegten Pinguin-Highways zu erkennen. Wegen des Schnees konnte man sie hier besser ausmachen als bei den anderen Anlandungen. Auf diesen Highways herrschte ein reges Treiben. Schmutzige Pinguine watschelten auf ihnen von der Brutkolonie zum Meer, saubere Pinguine kamen vom Meer zurück und liefen ihnen entgegen.
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Wie immer hatten die Pinguine auch hier Vorfahrt, insbesondere wenn der für uns ausgeflaggte Weg die Pinguin-Highways kreuzte. Auf einer dieser Kreuzungen zwischen dem Menschen-Weg und dem Pinguin-Highway standen nun zwei Eselspinguine. Daher bleib ich, der gerade an der Spitze einer Gruppe lief, stehen. Die Pinguine haben schließlich Vorfahrt. OK, sie bewegten sich erstmal nicht und schienen zu überlegen, was jetzt zu tun sei. Welchen Weg sollte man nehmen? Den bekannten Pinguin-Highway? Oder lieber den schönen, breiten Menschen-Highway? Die Wahl fiel nach reiflicher Überlegung schließlich auf unseren Weg
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Also watschelten die beiden mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Menschen-Pfad entlang. Mit den ausgebreiteten Flügeln, die typisch für den Gang der Langschwanzpinguine sind, regulieren die Pinguine die Wärmezufuhr.
Nachdem sich die Pinguine auf den Weg gemacht hatten, konnte ich meinen dann fortsetzen, also liefen ich und die folgenden Gäste immer hinter den beiden Pinguinen mit einem gewissen Abstand her. Überholen wollten wir nicht und die Pinguine auch nicht durch zu nahes Herangehen stören. Lieber stattdessen ein paar schöne Fotos machen.
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Die zwei Eselspinguine folgten dem für sie unbekannten Pfad geradlinig, ohne anzuhalten. Dabei wurden auch Kurven im Pfad wie selbstverständlich genommen. So als ob sie nichts anderes als sonst machten. Mussten wir anfangs noch innehalten, um nicht zu nahe an die Tiere zu kommen, drehte sich das Bild alsbald. Der Weg wurde steiler, wir Menschen wurden langsamer und schnauften, ob der Anstrengung. Die Pinguine liefen dagegen immer im selben Tempo weiter.
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Irgendwann hielten die beiden wieder an und überlegten sich, wie es nun weitergehen soll. Entweder waren sie in der Nähe ihres Ziels angekommen oder hatte sich komplett verlaufen Jedenfalls stiegen beide aus dem Pfad aus und führten ihren Weg im tiefen Schnee fort, einer zu Fuß, der andere ließ sich auf den Bauch fallen und schob mit den Füssen an.
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Eine sehr schöne Begegnung mit den Eselspinguinen, wie ich finde. Diese Geschichte kann man zu Hause am Lagerfeuer erzählen. Faszinierend wie die Tiere ihren Weg finden, auch wenn sie unterwegs mal andere, unbekannte Pfade beschreiten. Und faszinierend auch, wie schnell und sicher die kleinen Tiere mit ihren kleinen Patsche-Füßen sich doch fortbewegen können. Im Wasser sind sie ja in ihrem Element – wie Torpedos ziehen sie durchs kühle Nass. Aber auch an Land sind sie nicht unbedingt so langsam unterwegs.
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Unser Weg führte nah am oberen Rand der Eselspinguin-Kolonie vorbei. Dort wollten die beiden Pinguine wahrscheinlich auch hin. Hier gab es einen kleinen Rundweg um die Kolonie herum.
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Für mich ging es jedoch noch weiter steil nach oben, der Aussichtspunkt war mitnichten erreicht. Bis dahin war es noch ein kleines, anstrengendes Stück …
06.02.25: Überfahrt von Damoy Point nach Neko Harbour
Was fehlte eigentlich noch auf unserer Antarktis-Tour? Wir hatten bislang viele unterschiedliche Landgänge sowie interessante und auch mystische Zodiac-Rundfahrten unternommen. Wir hatten viele unterschiedliche Tiere gesehen – man denke nur an die vielen Pinguinarten, an Robben und Wale. Aber alle Landgänge waren bisher auf Inseln gewesen. Wir hatten nie unseren Fuß auf den antarktischen Kontinent gesetzt. Das sollten wir nun nachholen, Neko Harbour war unser Ziel. Nun mag manch einer natürlich denken: Das ist doch egal, man war in der Antarktis. Im Prinzip ist das auch so. Aber es wäre doch schön, wenn man sagen kann, dass man seinen Fuß auf den südlichsten Kontinent gesetzt hat, oder?
Neko Harbour liegt an der Westküste der antarktischen Halbinsel in der Andvord-Bucht. Nicht so weit entfernt von der Paradise Bay, die wir am gestrigen Tag besucht hatten.
Also fuhren wir erneut durch den schon bekannten Neumayer-Kanal. Nach einem Mittagsimbiss im Lido wollten wir auf den Außendecks ein wenig an der Fahrt teilhaben.
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Neko Harbour ist nach dem Walfangschiff „Neko“ benannt, das Anfang des 20. Jahrhunderts oftmals in dieser Region operierte. Das Wetter stellte sich leider recht unbeständig dar, Wolken und Nebel wechseln sich permanent mit Momenten ab, an denen der Himmel aufriss. Mal schauen, wie das Wetter bei unserem Landgang sein würde, wir hatten ja noch etwas Zeit, da wir erneut in der zweiten Gruppe waren.
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Wer hier einen Wal sieht, muss etwas genauer hinschauen. Es handelte sich um eine täuschend echt aussehende Eisscholle, die vom Sediment schwarz gefärbt war …
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Frisches, dünnes Meereis
Im klaren Wasser konnten wir zahlreiche Gruppen von Eselspinguinen beobachten, die auf Beutezug waren. Wobei es schien, dass nicht alle Pinguine bei der Sache waren, einige planschten auf dem Rücken liegend nur herum
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Auch Buckelwale tauchten vor unserem Balkon auf. Diese ließen sich aber nur kurz blicken und verschwanden in der Tiefe, als ihnen die Zodiacs zu Nahe kamen.
Außerdem war es jetzt Zeit, sich für den letzten Landgang dieser Expedition bereitzumachen. Vom Schiff aus hatten wir die andere Gruppe bei ihrem Landgang aus der Ferne betrachten können, gerade war die Sicht doch recht gut.