08.02.25: Zweiter Seetag in der Drake-Passage – Immer noch Drake like a lake
Auch an diesem zweiten Seetag zeigte sich die Drake-Passage von ihrer gnädigen Seite. Maximal 2m Wellen – es hätte uns schlimmer treffen können. Da das Wetter so bleiben sollte, würden wir gut vorankommen und bereits am Nachmittag in den Beagle-Kanal einfahren und am späten Abend Ushuaia erreichen.
Nachdem wir nochmal so richtig ausschlafen konnten – also bis kurz nach 08:00 Uhr
– ging es gemütlich zum Frühstück. Und danach begannen die letzten Vorträge dieser Reise.
„Die Bedeutung des Wetters in der und für die Literatur“ hatte mal wieder das Wetter zum Thema. Aber nicht aus wissenschaftlicher Sicht über das Wetter an sich, sondern seine Verwendung in Gedichten und anderen Schriftwerken. Was sind gute Beschreibungen für Wetter-Phänomene in der Literatur, was sind schlechte Beispiele. Wie sollte man als Autor eine gute Beschreibung für Wetter darstellen? Alles augenzwinkernd und aus der Sicht eines Wetterexperten vom Schweizer Fernsehen. Ein durchaus lustiger Vortrag, der eine oder andere Lacher war garantiert.
Ansonsten mussten wir die blauen Parkas abgegeben, die mussten ja für die folgende Reise wieder frisch präpariert werden. Und wir begannen damit, unsere Koffer zu packen – man will das ja nicht bis zum Abend hinauszögern. Alles, was schon mal erledigt ist, ist gut.
Unterbrochen wurden die Tätigkeiten vom Mittagessen. Am Nachmittag waren wir mit dem Fortschritt des Kofferpackens zufrieden, also gingen wir nochmal aufs Oberdeck, wir wollten noch ein paar Runden oben laufen, bevor wir dann im HanseAtrium den Videofilm der Reise komplett anschauen wollten (Ausschnitte davon gab es ja täglich auf dem Kabinen-Multimediasystem zu sehen, aber noch nicht das Komplett-Werk).
Also drehten wir bei recht schönem Wetter unsere Runden. Aber auch heute erreichten wir unser gesetztes Ziel nicht ganz. Wir trafen Gäste auf dem Oberdeck, mit denen wir uns recht gut verstanden hatten, und kamen ins Gespräch. Über die Tour, über zu Hause und Weiteres. Inzwischen waren wir in den Beagle-Kanal eingefahren. Und da sahen wir plötzlich Delfine im Wasser
Tja, eine Kamera hat man logischerweise nicht dabei, wenn man einfach ein paar Runden laufen will. Also konnten wir die Delfine nur beobachten, aber nicht fotografieren.
Aber sicherheitshalber mal schnell auf die Kabine gehen und die Kameras holen. Vielleicht würden wir noch weitere Tiere sehen. Da ist man besser vorbereitet.
Die Vorführung des Videofilms musste wohl ausfallen. Aber ok, wir hatten den (teuren) Film ja bereits bestellt und würden daher auf jeden Fall in den Genuss des kompletten Films kommen. Und Zurücktreten vom Kauf bei Nichtgefallen ginge eh nicht. Daher war die Vorführung jetzt nicht zwingend für uns.
VG Sven
PS: Wir haben den Film das erste Mal auf einer HL-Reise gekauft. Die Preise sind ja schon nicht ohne. Aber bei dieser besonderen Reise machten wir mal eine Ausnahme. Zu Hause bei den Eltern ist ein Film aussagekräftiger als eine lange Fotoshow und auch für uns ist dieser Film eine bleibende Erinnerung. Und professionell gemacht war er durchaus. Es hat sich am Ende auf jeden Fall gelohnt, der Film wurde schon einige Male in der Verwandtschaft oder bei Freunden gezeigt. Er dürfte aber trotzdem gerne etwas günstiger sein …
