Beiträge von uschisiggi

    Und ehe noch jemand nach einem Foto vom Balkon fragt, hier gleich die Info: kaum zu glauben, aber wir haben tatsächlich keines gemacht. Keine Ahnung warum. Vielleicht weil es sich um einen ganz normalen Balkon gehandelt hat, möbliert mit zwei verstellbaren Hochlehnerstühlen und einem kleinen Tischchen.

    Die Balkone der Suiten (ab Deck 10) sind nicht tiefer, aber entsprechend der Kabinengröße breiter. Dort gibt es dann zusätzlich noch eine Liege auf dem Balkon.


    Hier aber schon mal ein erstes Foto der AMERA, aufgenommen in Syrakus am 24.10.19. Da kommen wir ja noch hin.

    Unser Deck 9, das Apollodeck, liegt über den Rettungsbooten. Unter diesen erkennt man dann Deck 7 mit dem Rundumlauf.


    Und hier die wichtigsten Schiffsdaten: MS Amera ex HAL Prinsendam, seit 8/2018 bei Phoenix Reisen:

    39.051 BRT – Bj 1988 – 205m lang – 29m breit – 835 Passagiere – 440 Crewmitglieder

    2019-10-22 Dienstag Hamburg – Nizza tatsächliche Abfahrt 18.30h

    In wenigen Stunden (der Wecker ist auf unchristliche 3 h gestellt) geht's los. Pünktlich um vier steht unser Freund Günther vor der Haustür, um uns zum Flughafen Hamburg zu fahren. Um diese Zeit verkehrstechnisch kein Problem, 30 Minuten später stehen wir bereits am Abflugschalter von Brussels Airlines. So weit so gut!




    Unser Gepäck werden wir auch sofort los.


    Bei Übergabe der Bordkarten (wir erhalten gleich auch die für den Anschlussflug Brüssel – Nizza) erfahren wir eher beiläufig, dass der erste Flug zwar nicht gestrichen ist, aber sich um 2 Stunden und 5 Minuten verspäten und erst um 9.05h starten wird. Das musste jetzt wirklich nicht sein.


    Und warum das Ganze?

    Die Mannschaft ist erst gestern Abend spät in Hamburg eingetroffen und muss ihre Ruhezeiten einhalten. Leider hat uns dies niemand mitgeteilt, es Anmeldung im Netz mit Flugcode war durch die Gruppenbuchung leider nicht möglich gewesen. Immerhin bekommen wir auf Wunsch zwei Ganzplätze auf beiden Flügen.

    Wir überbrücken die lange Wartezeit mit einem zweiten Frühstück und irgendwann beginnt dann auch das ersehnte Boarding. Noch während des Fluges hören wir dann immerhin, dass unser Anschlussflug auf uns warten wird. Die eigentliche Umsteigezeit tendiert nämlich gen NULL Minuten. Nach knapp einer Stunde Flug landen wir in Brüssel, die Maschine rollt an einen freien Rüssel, und wir flitzen durchs Terminal zum Flugsteig A36, wo das Boarding bereits begonnen hat. Mit knapp 25 Minuten Verspätung geht es auf den Flug nach Nizza. Flugzeit 1.45h. Geschafft!!! Hoffentlich ist auch unser Gepäck an Bord.

    Noch Infos zu beiden Flügen:

    Der Sitzabstand zum Vordersitz ist erstaunlich großzügig.


    Roland verweist u.a. auf die dünneren Rückenlehnen der Sitze. An Verpflegung gibt es NICHTS kostenlos. Ein Becher Wasser, Tee oder Kaffee kostet 3 €. Nein danke, da verzichten wir, haben ja aber auch bereits im Terminal gefrühstückt.

    Mit ein paar wenigen Minuten Verspätung noch landen wir in Nizza und freuen uns dann doch, das Gepäck vollständig in Empfang nehmen zu können. Einige Damen des Phoenix Teams erwarten uns schon und weisen den Weg zu den Bussen. Sobald einer besetzt ist, geht es dann auch gleich los und keine 15 Minuten später sind wir bereits im Hafen und sehen die AMERA an uns bekannter Pier (aus 2018 mit der AMADEA) liegen.


    Es ist sonnig und noch sehr warm mit über 24 Grad.


    In einem Zelt vor dem Schiff werden wir mit Sekt begrüßt, erhalten gegen Vorlage unseres Reisepasses unseren vorläufigen Zugang und dürfen wenig später aufs Schiff, wo die „richtige“ Einschiffung in der Atlantik Show Lounge zügig erfolgt.

    Durch die Besichtigung des Schiffs vor gerade mal drei Wochen ist es dann anschließend kein Problem, unsere Kabine 926 auf dem Apollodeck zu finden, so dass wir die vorgesehene Begleitung durch ein Crewmitglied nicht benötigen.

    Unsere Kabine liegt mittschiffs mit Kabine über und unter uns. Lt. Katalog ist sie inklusive Balkon 24 qm groß und verfügt über ein klassisches Doppelbett mit kleinen Nachtschränken.

    Ein großer Flach TV befindet sich direkt gegenüber dem Bett an der Wand. Neu für Phoenix: man kann u.a. jetzt auch seine Bordrechnung online einsehen, aber natürlich neben Bordprogrammen, TV-Sendern und Radioprogrammen auch Spielfilme anschauen und z.B. nautische Informationen abrufen.

    Das Bad verschwindet hinter einer Schiebtür, ist nicht riesig, aber ausreichend. Mehr Ablageflächen wären nett, auch ein Rasierspiegel fehlt leider noch. Immerhin gibt es eine Klobürste. Das ist insofern interessant, als es diese auf dem Schiff bis letztes Jahr, als es noch als Prinsendam unterwegs war, eben nicht gab. Verstehe einer, warum nicht.










    Was gibt es noch Besonderes?

    Zwei Bademäntel mit Hotelschlappen liegen auf dem Bett, dazu zwei wirklich große Badehandtücher, die bei Bedarf gerne gewechselt werden. Ein Blümchen steht in der Vase, leckere Pralinen laden zum Verzehr ein, auch eine Flasche Sekt steht parat, die wir aber erst einmal in der Minibar unserer Kabine kaltstellen.

    Der Obstkorb ist noch nicht gefüllt, kann aber individuell mittels Formular mit gewünschten Früchten gefüllt werden. Wir ordern Äpfel und Orangen, was problemlos am kommenden Tag klappt.

    Es gibt darüber hinaus wieder die obligatorischen Phoenix Taschen, mit denen wir bereits gut bestückt sind und die wir daher am Ende der Reise einfach unausgepackt in der Kabine zurücklassen. Zwei Sitzkissen für unterwegs dürfen ebenfalls mitgenommen werden.

    Persönliche Kopfhörer und Lanyards liegen ebenfalls auf dem Bett. Diese finden Verwendung zusammen mit einem Empfangsgerät auf fast allen Touren.

    Da ein Koffer bereits vor der Tür steht, fangen wir auch gleich mit dem Auspacken an, dabei erfreut uns der in allen Kabinen verfügbare begehbare Kleiderschrank. Ein Träumchen mit viel übersichtlichem Platz.


    Danach dann ein erster Blick ins Tagesprogramm. Hier fällt mir erstmals auf (habe vorher allerdings auch nie darauf geachtet), dass wir persönlich mit Namen „willkommen an Bord – Willkommen zu Hause“ begrüßt werden. Und hier erfahren wir auch gleich, dass mit Jens Thorn ein langjähriger Phoenix Kapitän an Bord ist. Kreuzfahrtdirektor Christoph Schädel kennen wir noch nicht (er erweist sich während der Reise als guter KD und entpuppt sich als außerordentlich sportlicher Mensch während der Crew Show). Unser Hoteldirektor auf dieser Reise ist Andreas Vespermann.

    Blick vom Schiff auf den Yachthafen von Nizza





    Der restliche Nachmittag verläuft unspektakulär. Wir gehen zur Kaffeestunde,


    packen weiter aus und später zur SNRÜ mit Rettungsweste. Nach einer kurzen Info in der Musterstation geht es gesammelt noch an Deck zu dem jeweiligen Rettungsboot.

    Zu Abend essen wir im Wintergarten des Lido-Restaurants und anschließend in Harrys Bar zu einem Absacker. Zu Beginn der Reise hätte es auch noch das eine oder andere kostenlose Glas Sekt an Deck zur Abfahrt aus Nizza gegeben.

    Ohne uns – wir sind zu ko.

    Wer kommt mit nach Odessa?

    Ich starte jetzt mit meinem (ausführlichen) Reisebericht, nachdem ich mich ja auch bereits schon von unterwegs immer mal kurz live gemeldet hatte.



    Unsere Reiseroute an Bord der AMERA / Phoenix Reisen:

    Di 22.10.19 Nizza / Frankreich 18:00

    Mi 23.10.19 Auf See

    Do 24.10.19 Straße von Messina (Passage) / Italien

    Syrakus (Sizilien) / Italien 08:00 bis 19:00

    Fr 25.10.19 Auf See

    Sa 26.10.19 Piräus (Athen) / Griechenland 08:00 bis 18:00

    So 27.10.19 Auf See

    Kreuzen in den Dardanellen / Türkei

    Passage Istanbul / Türkei

    Passage des Bosporus / Türkei

    Mo 28.10.19 Nessebar* / Bulgarien 08:00 bis 18:00

    Di 29.10.19 Constanza / Rumänien 08:00 bis 18:00

    Mi 30.10.19 Odessa / Ukraine 08:00 bis 18:00

    Do 31.10.19 Auf See

    Passage des Bosporus / Türkei
    Istanbul / Türkei 17:00 OVERNIGHT

    Fr 01.11.19 Istanbul / Türkei 18:00

    Kreuzen in den Dardanellen / Türkei

    Sa 02.11.19 Cesme / Türkei 13:00 bis 20:00

    So 03.11.19 Santorin* / Griechenland 08:00 bis 15:00

    Mo 04.11.19 Auf See
    Di 05.11.19 Durres / Albanien 08:00 bis 17:00

    Mi 06.11.19 Split / Kroatien 09:00 bis 17:00

    Do 07.11.19 Triest / Italien 09:00

     

    *) Schiff auf Reede, Ausbooten wetterabhängig

     

     

     

    Wie alles begann:

    Sollen wir oder sollen wir nicht buchen? Wir schreiben Ende August 2018. Wir werden doch 2019 schon auf Ostseetour gehen und auch Großbritannien ist längst gebucht, aber den neuen kleinen Katalog, der die Prinsendam als neue Amera von Phoenix vorstellt, den kann ich einfach nicht aus der Hand legen. Zwei Wochen blättere ich in den ersten angebotenen Routen 2019 und stoppe immer wieder auf der einen Seite, auf der ich eine Kreuzfahrt entdeckt habe, die zumindest zeitlich noch passen würde.

    Und wie verkaufe ich jetzt diese weitere Kreuzfahrt? Noch zögere ich, aber dann kann ich bei Roland u.a. damit punkten, dass wir nicht nur ein neues Schiff kennenlernen werden, sondern mit Albanien, Bulgarien und der Ukraine drei neue, uns unbekannte Länder besuchen können. Und Konstanza am Schwarzen Meer wiederzusehen, das hätte doch was, denn dort verbrachten wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub in den frühen 70ger Jahren. Ein Gläschen Wein später ist der Vorschlag auf dem Tisch, diskutiert und für machbar befunden.

     

    2019-10-08 Dienstag - noch daheim

    14 Tage vor der geplanten Anreise sind wir dann plötzlich gar nicht mehr so sicher, überhaupt nach Nizza und damit auch auf die AMERA kommen. Dazu hat man uns ja auf den Brussels Airlines Flug SN2630 ab Hamburg gebucht. Und dieser Flug scheint leider nicht ganz so regelmäßig stattzufinden wie geplant. Nachdem mich neulich eine liebe Mitfahrerin, die Bärbel, darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Flug gestrichen war, beobachte ich seit gut zwei Wochen jeden Morgen den Start ab HH. Und .... heute Morgen stand da schon wieder auf der Anzeigetafel kommentarlos "gestrichen". Schon das dritte Mal innerhalb von kurzer Zeit - das verunsichert dann doch ein wenig.

     

    2019-10-19 Samstag – noch daheim

    Grrrh heute Morgen ist der Brussels Airlines Flug schon wieder ausgefallen, das erzähle ich Roland besser gar nicht erst. Wir lesen schon alle News zu den am Sonntag geplanten Streiks der UFO. Das Fliegen wird immer nerviger.

    mcgee wenn ich das richtig verstehe, kann man aber durchaus sein Tempo kaufen und muss nicht zwingend bei seiner Gruppe bleiben?

    Gibt es auf dem Weg Möglichkeit, sich mal hin zu setzen?

    Liebe Grüsse, Marion

    Wir sind ja im Frühling 2018 dort gewesen. Eine Möglichkeit sich hinzusetzen habe ich leider nicht entdeckt.

    Meine Empfehlung :alleine im eigenen Tempo loslaufen, auf die Uhr schauen und rechtzeitig umkehren. Reichlich Wasser mitnehmen.

    Ja, auf jeden Fall.

    Damals (1984) konnten wir uns eigentlich wegen anderweitiger Verpflichtungen finanziell keinen Urlaub leisten. Ich habe dann entgegen jeglicher Vernunft doch eine extrem günstige Unterkunft gebucht, bloß um"rauszukommen". Die Ernüchterung war groß.


    Man kann auch daheim prima urlauben, haben wir dann festgestellt. Es kommt immer auf die Einstellung an.

    Ein einziges Mal in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten auf Reisen haben wir einen persönlichen Fehlgriff mit der Buchung einer Unterkunft getan, von der wir eigentlich schon im Vorfeld hätten wissen müssen, dass sie nicht unseren Vorstellungen entsprechen würde.

    Wir brauchen auch auf Reisen, ein Ambiente, das zu uns passt.


    Damals haben wir dann nach 3 von 14 Tagen die Reissleine gezogen und sind nach Hause zurück gekehrt, eine einmalige Aktion, von der wir manchmal noch heute sprechen.

    Vielen Dank für den genialen Reisebericht Schnufkel . St. IVES haben wir letztes Jahr kennengelernt, dieses Jahr dann weitere Orte wie Marizion, Lands End und mehr. Alles "nur" im Rahmen von Kreuzfahrt Ausflügen, aber das, was wir damit von Cornwall gesehen haben, hat uns genauso begeistert wie Euch.


    Deine Fotos sind besonders gelungen und bestens von Dir präsentiert.

    Mich würde interessieren, war so rein zufällig ein Fori bei diesem Reiseabschnitt dabei

    wir nicht, aber zwei befreundete Paare und die können sich gar nicht mehr so genau daran erinnern, jetzt aktuell danach befragt.


    Wir haben gerade aktuelle Infos von der Amera, die wir ja letzte Woche in Triest verlassen haben.

    Auf der Weiterfahrt sind Bekannte an Bord, die von einem ähnlichen Sturm letztes Wochenende zwischen Korfu und Malta berichten. Windstärke 10 und viel Bruch an Bord.