Hallo Foris,
heute will ich endlich mit meinem Reisebericht beginnen und von der außergewöhnlichsten Kreuzfahrt berichten, die wir bis jetzt unternommen haben. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.
Frohe Ostern an alle und bleibt gesund.
San Francisco und insbesondere die Golden Gate Bridge war schon lange das Ziel unserer Träume. Bereits in jungen Jahren verkündete meine bessere Hälfte: „Bis ich 50 bin, habe ich auf der Golden Gate Bridge gestanden“. Nun, das hat nicht ganz geklappt. Das Dorf gleichen Namens, das ich ihr in den 80igern auf Formentera zeigte, konnte nicht als Ersatz her halten; ebenso wenig wie die Brücke des 25. April in Lissabon, die wir während einer Kreuzfahrt mit der alten Mein Schiff 1 im Jahr 2014 bewundern durften.
Weil wir den Aufenthalt in San Francisco mit einer Kreuzfahrt verbinden wollten, dauerte es dann doch noch einige Zeit, bis wir unseren Traum verwirklichen konnten. Die Anbieter, mit denen wir in den ersten Jahren unserer Kreuzfahrt-Karriere unterwegs waren (AIDA und TUI Cruises) haben San Francisco nämlich nicht im Programm und auf ein amerikanisches Schiff wollten wir nicht. Erst als wir 2017 zum ersten Mal mit einem Phoenix Schiff, der Artania, unterwegs waren und die entsprechenden Prospekte studierten, sahen wir, dass die Phoenix Schiffe im Rahmen der jährlichen Weltreisen zum Teil auch die Stadt unserer Träume anlaufen.
Der Prospekt für 2019/2020 enthielt dann eine Etappe der Weltreise mit der Amadea, die perfekt zu uns passte. Die Reise startete in San Francisco, wobei ein Vorprogramm mit zwei Übernachtungen zubuchbar war und endete nach knapp vier Wochen in Miami. Mexiko, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Panama (mit Passage des Panama-Kanals), Kolumbien, Jamaika und die Cayman Islands waren weitere Stationen.
Wir brauchten nicht lange zu überlegen und buchten eine Balkonkabine auf dem Lido-Deck (829). Das Vorprogramm war ebenfalls Bestandteil der Buchung. Einige Wochen später erhielten wir von Phoenix eine Mail, dass während unserer Reise Dreharbeiten für das Traumschiff stattfänden. Wir haben ernsthaft überlegt, ob wir die Reise stornieren, weil wir befürchteten, dass dies zu nicht unerheblichen Einschränkungen für die Passagiere führen könnte. Erst als diese Befürchtungen u.a. auch hier im Forum zerstreut werden konnten, nahmen wir von einer Stornierung Abstand.
Als die Ausflüge gebucht werden konnten, machten wir davon rege Gebrauch. In San Francisco wollten wir uns allerdings nach den guten Erfahrungen in New York 2018 einem privaten Guide anvertrauen, den wir mit Hilfe unserer New Yorker Stadtführerin auch fanden.
Wenig später standen die Flugzeiten fest; der Hinflug sollte um 10.05 Uhr ab Frankfurt starten (LH 454), der Rückflug um 17.40 Uhr ab Miami (LH 463). Weil es von unserem Heimatort bis nach Frankfurt über 200 km sind, entschlossen wir uns, einen Tag früher mit der Bahn anzureisen und direkt am Flughafen zu übernachten. Dafür wählten das Hilton Garden Inn, direkt oberhalb des Frankfurter Flughafenbahnhofes gelegen. Wegen der langen Flugzeit von 12 Stunden buchten wir über Phoenix zwei Plätze in der Premium Economy Class. Unsere zwei großen Koffer vertrauten wir dem Tefra-Gepäckservice an. Sie wurden am 25.02. abgeholt; am Frankfurter Flughafen sollten sie uns wieder übergeben werden.
