Beiträge von Blu51

    Hallo Urlaubsgirl


    schöner Bericht mit tollen Bildern. Wir nehmen aus Deinem Reisebericht zwei Erkenntnisse mit:

    1. Es gibt in den Niederlanden und in Belgien immer noch Häfen, die wir noch nicht kennen. Also sollten wir uns diese Region noch einmal vornehmen.

    2. Die Anna Katharina sieht schon sehr schick aus. Da können wir uns auf die Adora im Dezember freuen; ist ja auch ein Neubau.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende.


    Peter

    Hallo Angela Isuledda99


    vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht und die vielen tollen Fotos. Nachdem wir jetzt Deinen und uschisiggi Berichte über Fahrten rund um Großbritannien gelesen haben, könnten wir fast schon wieder losfahren.

    Nach Deinem Fazit wäre die Columbus wohl nichts für uns; unser Schulenglisch weist doch erhebliche Lücken auf. Ist halt schon ewig her.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Foris,


    das war mein Bericht über unsere Reise mit der Sonata. Danke an alle, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Vielen Dank auch für die Likes und die netten Kommentare.

    Noch ein Wort zu den sich weigernden GöGa. Ich kann deren Skepsis durchaus nachvollziehen. Die war bei mir anfangs auch vorhanden; inzwischen bin ich aber ein Fan dieser Reiseform. Sicherlich ist das Durchschnittsalter bei Flussreisen höher als bei Hochseekreuzfahrten. Aber wir haben auch in diesem Kreis viele nette Bekanntschaften gemacht. Die Landschaft auf dem Sonnendeck vorbeigleiten sehen, das trägt zur Entschleunigung bei. Nur an der Abendunterhaltung müsste noch gearbeitet werden. Diesen Alleinunterhaltern kann man ja auch nicht entkommen, weil es eben nur die eine Lounge an Bord gibt. Aber das nehmen wir dann halt in Kauf.

    Im Dezember geht es noch auf eine Weihnachtsmarkttour mit der Adora von Phoenix. Ihr werdet also noch einmal von mir hören.


    Viele Grüße

    Peter

    Fazit

    Die WT Sonata wurde 2010 als TUI Sonata gebaut. Sie ist ein sog. Twincruiser, d.h. die Antriebseinheit ist vom Fahrgastschiff getrennt. Dadurch soll die Übertragung von Geräuschen und Vibrationen weitestgehend vermieden werden.


    Nachdem sich TUI Ende 2014 aus dem Segment „Flusskreuzfahrten“ zurückgezogen hatte, hat der niedersächsische Reiseveranstalter die Sonata für 5 Jahre vom Betreiber gechartert. Der Chartervertrag läuft somit Ende des Jahres aus und wird nicht verlängert. Die Sonata fehlt bereits im Katalog 2020. Nach Aussage eines Reiseleiters waren überhöhte Forderungen des Betreibers der Grund dafür, dass es zu keiner Verlängerung des Vertrages kam.


    Die Sonata ist ein schönes Schiff mit ansprechender Innenausstattung. Die Kabinen sind geschmackvoll eingerichtet; Stauraum ist ausreichend vorhanden. Wir hatten eine Komfortkabine auf dem Mitteldeck mit einem Doppelbett; die Kabinen auf dem Hauptdeck und einige Kabinen auf dem Mitteldeck verfügen über ein Sofa- und ein Wandbett. Alle Kabinen auf dem Mittel- und dem Oberdeck haben Panoramafenster und einen frz. Balkon; die Kabinen auf dem Hauptdeck haben Bullaugen.





    Das Bad ist ausreichend groß und hat ebenfalls genug Stauraum; die Dusche verfügt über eine Tür. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Milchglasscheibe als Abtrennung zur Kabine. Das erklärt die Bezeichnung im Katalog: Bad mit Tageslicht.


    Im Bugbereich des Oberdecks befindet sich die Lounge mit Bar; das Restaurant ist im Heckbereich und erstreckt sich über zwei Decks.

    Zu Beginn der Kreuzfahrt erhält man einen festen Tisch für die gesamte Reise und alle Mahlzeiten. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten; Mittag- und Abendessen werden am Platz serviert. Das Frühstücksbuffet war sehr reichhaltig und ließ keine Wünsche offen. Zum Mittagessen gab es eine Vorspeise oder eine Suppe, ein Hauptgericht und ein Dessert; abends gab es eine Vorspeise, eine Suppe, ein Hauptgericht und ein Dessert. Dabei konnte man aus zwei Vorspeisen und vier Hauptgerichten wählen. Die Auswahl für mittags und abends wurde beim Frühstück vom Kellner aufgenommen. Die Speisen waren schmackhaft; bei unserer ersten Reise hat es uns aber besser geschmeckt. Das ist sicherlich auch vom Koch abhängig. Wohlgemerkt, das Essen war nicht schlecht; insbesondere die Fisch- und Fleischgerichte waren immer ansprechend angerichtet und mundeten auch gut. Bei den vegetarischen Varianten gab es allerdings einige Kuriositäten. So habe ich noch nie Frühlingsrollen mit Kartoffelbrei als Einlage gegessen.




    Bier, Wein und Softgetränke zum Essen waren inkludiert; es wurde immer fleißig nachgeschenkt.


    Die Nebenkosten bewegten sich auf normalem Niveau. Ein 0,4 Bier in der Lounge kostete z.B. 3,70 €. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen; abends zeitweise einen Late Night Snack. Wenn es den allerdings gab, musste man den Kuchen (der dann „Feines aus der Schiffsbäckerei“ hieß) nachmittags bezahlen. Das kannten wir von der ersten Reise nicht.


    Ein Wort zur Abendunterhaltung. Der Bordmusiker gab zwar sein Bestes, hatte auch eigentlich eine gute Stimme, sein Gesang in Deutsch war aber, ich will es einmal vornehm ausdrücken, sehr gewöhnungsbedürftig. In einer Bewertung habe ich mal gelesen, die Veranstalter sollten mehr unternehmen, um jüngere Leute an Bord zu locken. Mit solchen Alleinunterhaltern, deren Repertoire sich meistens auf Schlager aus den 50igern und 60igern beschränkt, wird das bestimmt nicht gelingen. Auch auf dieser Reise lag der Altersdurchschnitt bei 70+.


    Die meist aus Osteuropa stammende Crew war durchweg sehr freundlich und hilfsbereit und das trotz der bestimmt nicht einfachen Arbeitsbedingungen.


    Für wen die Sonata in den nächsten Jahren auch fahren wird, wie können sie jedenfalls empfehlen.


    Zum Schluss noch etwas zur Route. Die Ziele auf unserer Reise waren alle sehenswert. Weil auch das Wetter mitspielte, war von dieser Seite alles in Ordnung. Was etwas nervte, waren die 52 (!) Schleusen auf der Strecke, auch wenn wir die meisten wohl in der Nacht passiert haben. Insofern gilt unsere Hochachtung der Nautik-Crew, die während der Reise bestimmt wenig Schlaf bekommen hat.

    Rüdesheim (17.09.2019), sonnig mit Wolken, 21 Grad

    Rüdesheim hatten wir lt. Tagesprogramm schon um Mitternacht erreicht; wir lagen am Morgen an der städt. Anlegestelle Nr. O, der am weitesten entfernten. Drei weitere Kreuzfahrtschiffe leisteten uns Gesellschaft.


    Nach dem Frühstück spazierten wir die Uferpromenade entlang Richtung Zentrum, ein Fußweg von etwa 15 Minuten. Weil wir schon zweimal in Rüdesheim waren, machten einen kleinen Bummel durch die Gassen und fuhren dann mit der Kabinenseilbahn hoch zum Niederwalddenkmal.




    Anlass zum Bau dieses Denkmals war der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Reiches am 18.01.1871. Die gesamte Anlage ragt 38,18 m in die Höhe und wiegt in der Gesamtheit etwa 75 Tonnen. Der auffälligste und gleichzeitig größte Teil ist die auf den oberen Sockel gestellte und weithin sichtbare Germania, die es allein auf 12,5 m Höhe und ein Gewicht von rd. 32 Tonnen bringt.



    Wir genossen den wunderbaren Blick in das Tal und wanderten etwa 30 Minuten durch den angrenzenden Wald. Im Anschluss ging es mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal. Vor der Rückkehr zum Schiff durfte ein Gang durch die berühmte Drosselgasse natürlich nicht fehlen.







    Um 12.30 Uhr verließen wir unseren letzten Hafen auf dieser Reise. Sowohl im Katalog als auch in den Reiseunterlagen war für den heutigen Tag noch ein weiterer Aufenthalt in Königswinter angegeben (von 18.00 bis 21.00 Uhr). Das Tagesprogramm erwähnte diesen Halt nicht; die Reiseleitung sprach in ihrer morgendlichen Durchsage von einem technischen Stopp, weil der Kapitän gewisse Ruhezeiten einhalten müsse. Dieser Stopp könne aber entfallen, weil wir seit Frankfurt einen neuen Kapitän an Bord hätten. Uns kam diese Aussage sehr seltsam vor; von einem technischen Stopp wegen einzuhaltender Ruhezeiten haben wir auf unseren bisherigen Kreuzfahrten noch nie etwas gehört. Schließlich gibt es doch einen 2. Kapitän an Bord.


    Am Nachmittag überwog zwar der Sonnenschein; auf dem Sonnendeck war es aber sehr windig und dadurch auch recht kühl, so dass nur wenige Gäste die Fahrt durch das Mittelrheintal von dort verfolgten.


    Nach dem Abschiedssekt in der Lounge, bei der der Hotelmanager (fast) alle Crew-Mitglieder vorstellte, ging es zum Gala-Abendessen ins Restaurant. Bei der Vorstellung fehlte die Nautik-Crew, die sich nach den Worten des Hotelmanagers ausruhen solle, weil sie in den vergangenen Tagen wegen der vielen Schleusen Schwerstarbeit zu verrichten gehabt hätte.


    Den Abschluss des Gala-Abendessens bildete die obligatorische Eisparade. Von unseren Tischnachbarn bekamen wir noch einen Drink spendiert, weil sie am Tag zuvor 58. Hochzeitstag hatten.


    In der Lounge wurden später noch die Gewinner einer Tombola ermittelt. Auch wir hatten drei Lose erworben; einen Preis konnten wir jedoch nicht ergattern.


    Wegen des ausgefallenen Halts in Königswinter erreichten wir Köln schon gegen 21.00 Uhr. Ob man hier noch von Bord gehen konnte, wissen wir nicht. Kommuniziert wurde es jedenfalls nicht.



    Köln, Ausschiffung und Heimreise (18.09.2019), bewölkt, 18 Grad

    Die Koffer sollten am Morgen bis 07.00 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden. Die Crew beförderte sie dann an Land.

    Nach dem letzten Frühstück verabschiedeten wir uns von unseren Tischnachbarn und weiteren Mitreisenden, suchten noch einmal die Kabine auf und verließen die Sonata gegen 08.30 Uhr. Wir machten uns zu Fuß auf Richtung Bahnhof; ein Weg von einer halben Stunde.

    Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges um 11.15 Uhr verbrachten wir in der DB-Lounge. Um 13.00 Uhr waren wieder zu Hause.

    Frankfurt (16.09.2019), bewölkt, 23 Grad

    Heute klappte es wieder nicht mit der Pünktlichkeit. Statt wie geplant um 08.30 Uhr kamen wir erst um 10.15 Uhr in Frankfurt an. Grund war wieder ein Stau vor einer Schleuse infolge hohen Aufkommens von Frachtschiffen.


    Unser gebuchter Ausflug „Stadtrundgang Frankfurt“, der bereits um 10.00 Uhr beginnen sollte, verzögerte sich um eine knappe Stunde. Die fehlende Zeit wurde von der Reiseleitung aber nicht hinten drangehängt; der ursprünglich 3stündige Ausflug dauerte nur noch zwei Stunden. Viel Verständnis hatten die Passagiere dafür nicht, lagen wir doch bis 17.00 Uhr in Frankfurt.


    Der örtliche Stadtführer empfing uns direkt am Schiff, das an Liegeplatz 5 der Nizza Werft festgemacht hatte; nur rd. 10 Gehminuten vom Römerberg entfernt. Zunächst gingen wir Richtung Finanzviertel, wo wir auch die Euro-Skulptur bewundern konnten. Sie steht auf dem Willy-Brandt-Platz; dort befand sich früher auch die Europäische Zentralbank. Nach deren Umzug in den Neubau im Stadtteil Ostend wurde von verschiedenen Seiten gefordert, die Skulptur ebenfalls zu versetzen.





    Nächstes Ziel war ein ehemaliges Karmeliter-Kloster, das heute Sitz des Instituts für Stadtgeschichte und des Archäologischen Museums ist. Den Kreuzgang des früheren Klosters schmücken Wandgemälde von Jörg Rathgeb aus dem 16. Jahrhundert. Sie zeigen etwa 40 Szenen der christlichen Heilsgeschichte.


    Dann führte uns unser Weg zum Römerberg, dem Rathausplatz Frankfurts und seit dem Hochmittelalter Zentrum der Altstadt. Die historische Bebauung des Römerbergs wurde bei Luftangriffen 1944 weitgehend zerstört. Das heutige Bild ist das Ergebnis von äußerlich originalgetreuen Rekonstruktionen und Neubauten der 1950er und 1980er Jahre. Blickfang ist natürlich das historische Rathaus und Wahrzeichen Frankfurts, der Römer. An der Südseite des Platzes dominiert die Alte Nikolaikirche,





    Zwischen Römer und Dom ist seit Mai 2018 der Nachbau der „neuesten Altstadt der Welt“ abgeschlossen. In sechs Jahren wurden 35 Häuser mit „historischem Gesicht“ renoviert oder gebaut. Glanzstück ist das Haus der Goldenen Waage.



    Ein Kurzbesuch des Kaiserdoms St. Bartholomäus beendete diesen sehr informativen Rundgang.


    Nach dem Mittagessen machten wir uns noch einmal auf zum Römerberg und vertieften die Eindrücke des Vormittags. Der Rückweg führte uns durch den Nizza-Park, der seinen Namen von seinem milden Mikroklima hat, welches von seiner windgeschützten Südlage, der günstigen Sonneneinstrahlung und dem Wärmespeicher des Flusses herrührt. Dadurch gedeihen hier zahlreiche Pflanzen der mediterranen Flora.





    Als untrügliches Zeichen, dass sich unsere Reise dem Ende näherte, gab es um 16.30 Uhr Informationen zur Ausschiffung in der Lounge. Um 17.00 Uhr wurden die Leinen gelöst.


    Nach dem Abendessen fand in der Lounge eine „Crew Show“ statt, bei der Crew-Mitglieder ihre Talente bei einigen Sketchen zeigten. Das war ganz gut gemacht, reichte aber natürlich nicht an die Shows der Crew auf den Hochseeschiffen heran. Das kann man bei gerade einmal 40 Mitarbeitern aber auch nicht erwarten.



    Fortsetzung folgt

    Wertheim (15.09.2019), sonnig, 26 Grad

    Wertheim, die romantische und mittelalterliche Stadt an Main und Tauber war uns als einziges Ziel dieser Reise unbekannt. Gehört hatten wir nur vom Outlet-Center Wertheim Village außerhalb der Stadt.


    Die Ankunft in Wertheim war im Tagesprogramm mit 12.00 Uhr angegeben. Zwar waren wir auch heute wieder gut durchgekommen und hätten rund 1 Stunde früher festmachen können; ein anderes Flusskreuzfahrtschiff blockierte aber noch unseren Liegeplatz. So schlichen wir im Schneckentempo dahin und erreichten Wertheim zur geplanten Zeit.


    Heute hatten wir unseren ersten organisierten Ausflug „Stadtrundfahrt Wertheim mit Burg“ gebucht, der jedoch erst um 15.15 starten sollte. Wir hatten uns bereits beim Frühstück vom Mittagessen abgemeldet und verließen das Schiff, um uns die Altstadt von Wertheim anzusehen. Vom Anleger bis dorthin waren es keine 10 Minuten zu Fuß.








    Am langgestreckten historischen Marktplatz mit seinen gut erhaltenen Fachwerkhäusern, die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen, legten wir eine Rast ein und gönnten uns ein leckeres Kellerbier.


    Unser Ausflug führte uns mit dem „Burgbähnle“ zunächst zweimal durch die Altstadt und dann hinauf zur Burg. Die Burg Wertheim ist eine der größten Steinburgruinen Süddeutschlands. Bei einem geführten Rundgang erfuhren wir einiges zur Geschichte der Burg, die 1183 erstmals urkundlich erwähnt wird. Seit dem 30jährigen Krieg liegt sie in Trümmern.






    Nach dem Rundgang brachte uns das Bähnle zurück in die Stadt.

    Um 18.00 Uhr verließen wir Wertheim.


    Heute Abend stand noch ein besonderes Event an, das Piratenabendessen. Am Eingang zum Restaurant konnten die Passagiere Piratenbowle erhalten, natürlich gegen Bezahlung. Das Servicepersonal war entsprechend kostümiert und auch auf den Tischen war die sonst übliche Ordnung, z.B. des Bestecks, aufgehoben. Bei diesem Spaß machten sogar einige Gäste mit, die mehr oder weniger ebenfalls verkleidet erschienen.


    Um 21.00 Uhr fand ein Interview mit dem Hotelmanager in der Lounge statt. Er beantwortete auch zahlreiche Fragen der Gäste.

    Bamberg (13.09.2019), bewölkt mit Aufheiterungen, 23 Grad

    Freitag, der 13. Der heutige Tag sollte seinem Ruf mehr als gerecht werden. Als ich frühmorgens aus dem Fenster schaute, sah ich, dass wir festgemacht hatten, aber nicht in Bamberg, wo wir lt. Tagesprogramm um 08.00 Uhr ankommen sollten, sondern abseits von jeglicher Bebauung im Grünen. Der Grund dafür wurde wenig später verkündet: die nächste Schleuse sei defekt; eine Reparatur bis 09.00 Uhr angekündigt. Vor Mittag würden wir Bamberg auf keinen Fall erreichen. Dort sollte es aber um 13.00 Uhr schon wieder weiter gehen.


    Während des Frühstücks kam dann die Information, dass die Teilnehmer des Ausflugs „Stadtrundgang Bamberg“ in Kürze von den beiden Bussen, die die Sonata die ganze Reise über begleiteten, abgeholt und nach Bamberg gefahren würden; einer der Busse käme dann nach rd. einer Stunde zurück und würde die Passagiere, die Bamberg auf eigene Faust besuchen wollten, ebenfalls dorthin bringen.


    Die Ausflügler verließen dann auch bald das Schiff. Wir bereiteten uns derweil auf die Rückkehr des zweiten Busses um 10.00 Uhr vor. Dann kam eine weitere Durchsage der Reiseleitung: Der Kapitän habe entschieden, jetzt die Fahrt fortzusetzen. Die Schleuse sei repariert und er wolle nicht noch mehr Zeit verlieren. Unter den verbliebenen Passagieren machte sich Unmut breit; sollten wir Bamberg etwa gar nicht zu Gesicht bekommen?


    In Abstimmung mit dem Kapitän und der Wasserschutzpolizei (so die Aussage der Reiseleitung) wurde dann ein Halt vor der besagten Schleuse vereinbart; dort würde der Bus auf uns warten. Diesen Halt würden wir allerdings erst zwischen 10.30 Uhr und 11.00 Uhr erreichen. Gleichzeitig verteilte die Reiseleitung Tickets, weil im Bus nicht für alle Gäste, die jetzt noch an Bord waren, Platz zur Verfügung stünde.


    Als wir die Schleuse erreichten, zeigte die Uhr schon 10.45 Uhr. Schnell in den Bus und ab ging die Fahrt nach Bamberg, wo wir um 11.15 Uhr ausstiegen. Als Treffpunkt für die Rückfahrt zum Schiff war für alle Passagiere, also auch für die Ausflugsteilnehmer, 12.30 Uhr vorgegeben. Viel Zeit blieb uns da wirklich nicht.


    Im Schweinsgalopp eilten wir durch das malerische Fischerviertel, auch Klein-Venedig, genannt Richtung Inselstadt. Das ist der Stadtteil, der zwischen rechtem und linkem Arm der Regnitz liegt. Der rechte Arm wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut. Am Hafen von Bamberg beginnt die Kilometerzählung dieses Kanals.




    Nach einem Abstecher zum Alten Rathaus und einem kurzen Bummel durch weitere Gassen, war es schon an der Zeit, sich auf den Rückweg zum Treffpunkt zu machen. Das Alte Rathaus ist eines der bedeutendsten Bauwerke, das die Innenstadt prägt. Es wurde in die Regnitz gebaut und beherbergt im Inneren die Porzellansammlung Ludwig, eine der größten ihrer Art in Europa.







    Pünktlich am Treffpunkt angekommen, war weit und breit noch kein Bus zu sehen. Als eine Viertelstunde später immer noch nichts passiert war, haben wohl mehrere Passagiere die Sonata telefonisch zu erreichen versucht. Sie haben von der an Bord verbliebenen Reiseleiterin dann die Auskunft erhalten, dass die Busse erst um 13.30 Uhr kommen werden, weil die Sonata noch gar nicht in Bamberg angekommen sei.


    Jetzt waren alle Wartenden deutlich verärgert, zumal ein zweiter Reiseleiter die Ausflügler begleitet hatte. Dieser hätte die Verspätung doch schon früher bekanntgeben können, dann hätte man sich auch nicht so hetzen müssen. Allerdings blieb er für den Rest des Tages unsichtbar.

    Die Busse trafen dann mit 50 minütiger Verspätung ein und brachten uns zur Sonata. Dass sich die Fahrer dabei auch noch verfuhren und uns erst in Sichtweite des Schiffes aus- und dann wieder einsteigen ließen, um uns letztlich wenige Meter weiter abzusetzen, passte zu diesem Tag.

    Die Reiseleiterin, die uns vor dem Schiff in Empfang nahm, musste sich so einiges anhören. Eine richtige Entschuldigung kam ihr aber nicht über die Lippen.


    Während des Mittagessens rief unser Bekannter aus Nürnberg an und wollte wissen, wo wir denn bleiben. Er hatte gestern sein Handy abgeschaltet und unsere SMS erst heute morgen gelesen. Daher war er davon ausgegangen, dass wir heute in Nürnberg seien. Dieses Missverständnis konnten wir dann aufklären. Vielleicht klappt ein Treffen ja im Dezember, wenn unsere Weihnachtsmarktreise in Nürnberg beginnt und endet.


    Vor dem Abendessen gab es immer Informationen über den nächsten Reisetag in der Lounge. Heute ging es dabei hauptsächlich um die fehlende Kommunikation in Bamberg. Immerhin entschuldigte sich die Reiseleiterin für die Unannehmlichkeiten; die Emotionen kochten trotzdem hoch. Das war wirklich kein Glanzstück der Reiseleitung.

    Zum Abendessen hatten sich die Gemüter dann etwas beruhigt.



    Würzburg (14.09.2019), sonnig, 24 Grad

    In der Nacht hatte es diesmal wohl besser mit den Schleusendurchfahrten geklappt; jedenfalls konnten wir eines der Wahrzeichen Würzburgs, die Festung Marienberg, schon kurz nach dem Frühstück sehen; im Tagesprogramm war die Ankunft mit 13.00 Uhr angegeben.

    Die Festung liegt oberhalb von Würzburg auf der linken Seite des Mains etwa 100 m über dem Fluss. Wir hatten sie bereits anlässlich eines mehrtägigen Aufenthalts in Würzburg besichtigt.




    Nachdem die Sonata um 10.00 Uhr festgemacht hatte, machten wir einen ersten Spaziergang zur Alten Mainbrücke. Sie wird von vielen Statuen gesäumt und gilt als eine der ältesten Brücken über den Main, erbaut 1473 bis 1543.



    Die Sonata lag heute neben einem weiteren Schiff; wir mussten über unser Sonnendeck hinüber und gelangten durch das andere Schiff an Land. Vom Anleger bis zur Mainbrücke waren es etwa 10 Minuten zu Fuß.


    In Würzburg war an diesem Wochenende Stadtfest, entsprechend war trotz der noch frühen Stunde schon einiges los in der Stadt.

    Den um 10.30 Uhr in der Lounge angebotenen Federweißer mit Zwiebellauchkuchen (klein 2,00 €, groß 3,80 €) ließen wir sausen; Federweißer ist eh nicht so unser Ding.


    Nach dem Mittagessen gingen wir wieder Richtung Mainbrücke und von dort in die Altstadt. Hier gab es zahlreiche Stände für das leibliche Wohl, auch Live-Musik fand an vielen Stellen statt. Am Marktplatz beeindruckten uns das Falkenhaus und die spätgotische Marienkapelle. Das Falkenhaus diente ab 1338 zur Beherbergung des Dompfarrers. Es wurde 1735 von einem Gastwirt erworben, der dort das Gasthaus „Zum Falken“ betrieb. Im zweiten Weltkrieg brannte das Haus bei einem Bombenangriff vollständig aus und Teile der Fassade stürzten ein. Anfang der 1950er Jahre erfolgte der Wiederaufbau. Heute sind die Touristeninformation und die zentrale Stadtbücherei dort untergebracht.



    Die Marienkapelle steht an der Stelle, an der 1349 eine jüdische Synagoge niedergebrannt wurde, weil man den Juden die Schuld am Ausbruch der Pest gab.



    Vorbei am Würzburger St. Kilians Dom ging es zur Residenz der Fürstbischöfe am Rande der Innenstadt. Der 1744 vollendete Barockpalast gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.




    Im Anschluss schlenderten wir zurück zum Main und gönnten uns in einem Biergarten am Alten Kranen eine Erfrischung. Der Alte Kranen ist ein barocker Kran mit Doppelausleger aus dem Jahre 1773. Ein rundum gelungener Tag neigte sich langsam dem Ende entgegen.


    Die Sonata verließ Würzburg um 21.00 Uhr.

    Regensburg (11.09.2019), erst Wolken, dann sonnig, 23 Grad

    Während des Frühstücks erfuhren wir, dass sich die Ankunft in Regensburg, die im Tagesprogramm mit 09.00 Uhr angegeben war, um 3 Stunden verschieben werde; Grund sei die lange Wartezeit an einer Schleuse. Das hatte zur Folge, dass zwar beide in Regensburg vorgesehenen Ausflüge stattfinden konnten, allerdings beide am Nachmittag. Der „Stadtrundgang Regensburg“ sollte ursprünglich bereits um 09.30 Uhr starten, während die „Schifffahrt durch den Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg“ nach dem Mittagessen beginnen sollte. Passagiere, die beide Ausflüge gebucht hatten, mussten sich jetzt für einen der beiden entscheiden.


    Uns betraf das allerdings nicht, weil wir auf eigene Faust los wollten. Schon beim Frühstück hatten wir uns vom Mittagessen abgemeldet, so dass wir gleich nach dem Festmachen gegen 12.00 Uhr, das Schiff verließen. Die Anlegestelle „Donaulände“ ist nur rd. 10 Gehminuten von der Altstadt entfernt. Die MS Beatrice und die Viking Var leisteten uns Gesellschaft; letztere war bei unserer Rückkehr schon weiter gefahren, ein anderes Schiff von Viking hatte ihren Platz eingenommen.


    Unser erstes Ziel war die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert, die älteste erhaltene Brücke Deutschlands. Nach ihrer Erbauung war sie die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien. Sie verbindet die Altstadt von Regensburg mit dem Stadtteil Stadtamhof auf der nördlichen Seite der Donau. In der Nähe der Brücke soll die Wurstkuchl die älteste Bratwurststube der Welt sein. Der Brückturm als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlagen steht am Südende der Steinernen Brücke und beherbergt ein Museum. In den einzelnen Stockwerken werden die verschiedenen Aspekte der Brücke gezeigt.




    Ein Bummel durch die Altstadt schloss sich an. Das alte Rathaus mit historischem Gewölbe und Folterkeller sowie der Dom mit den 105 m hohen Türmen lagen dabei auf unserem Weg. Den Dom besichtigten wir auch von innen. Mitten in der Altstadt befindet sich der Neupfarrplatz mit der Neupfarrkirche.





    Nach so viel Geschichte machte sich ein leichter Hunger bemerkbar. In einem Biergarten abseits des Trubels nahmen wir eine Kleinigkeit zu uns. Danach machten wir uns langsam auf den Rückweg zur Sonata.


    Die für 17.00 Uhr vorgesehene Abfahrt verzögerte sich um 45 Minuten, weil die Ausflügler zum Donaudurchbruch noch nicht wieder zurück waren. Aus diesem Grunde wurde die Sicherheitsübung ein weiteres Mal auf den morgigen Tag verschoben.


    Nach dem Abendessen gab es in der Lounge ein Musikquiz. Bordmusiker Jan spielte einige Lieder an und die Gäste mussten dazu Fragen, z.B. nach dem Interpreten, beantworten. Vier Gäste, darunter auch wir, hatten die gleiche Punktzahl erreicht. Im Stechen war aber ein anderer Passagier schneller; für ihn gab es zwei Cocktail-Gutscheine.



    Nürnberg (12.09.2019), teils Wolken, teils Sonne, 23 Grad

    Heute hatten wir uns eigentlich mit unseren Tischnachbarn von der Reise mit der Saxonia über die Oder verabredet, die in Nürnberg wohnen. Unsere Versuche, sie telefonisch zu erreichen, schlugen jedoch fehl. Schließlich informierten wir sie per SMS über unsere vorgesehene Ankunft um 14.00 Uhr und hofften auf Rückmeldung.


    Am Vormittag fand dann die Sicherheitsübung in der Lounge statt. Neben Informationen für den Fall der Fälle demonstrierte ein Crew-Mitglied das Anlegen der Rettungsweste. Nach wenigen Minuten war die Übung beendet.


    Später gab es in der Lounge heiße Schokolade mit Rum oder Asbach für 4,50 €. Da haben wir auch zugeschlagen.


    Wir erreichten Nürnberg relativ pünktlich. Der Hafen, in dem heute 7 Schiffe lagen, befindet sich etwa 6 km von der Innenstadt entfernt. Leider hatten sich unsere Bekannten noch nicht gemeldet; auch der Versuch, über die Rezeption ein Taxi zu bestellen, schlug mehrmals fehl. Letztendlich haben wir uns dann zu Fuß aufgemacht. Irgendwie sind wir dabei vom rechten Weg abgekommen; wir haben Nürnberg zwar erreicht, aber nicht dort, wo wir eigentlich hin wollten. Wegen der fortgeschrittenen Zeit, um 18.00 Uhr sollte es schon weiter gehen, fuhren wir mit einem Taxi zurück zum Anleger.


    Fotos aus Nürnberg gibt es aus den genannten Gründen daher leider nicht.



    Fortsetzung folgt

    Einschiffung in Passau und Abfahrt (10.09.2019), erst Nebel, dann sonnig, 28 Grad

    Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute, hatte die Sonata ihren Liegeplatz schon erreicht. Wir gingen zunächst frühstücken und machten uns, jetzt bei bestem Wetter, zu einem weiteren Spaziergang durch Passau auf. Weil der Beginn der Einschiffung auf 15.00 Uhr terminiert war, ließen wir das Gepäck vorerst im Hotel.





    Nach einer mittäglichen Erfrischung in einem Biergarten gingen wir um 14.30 Uhr zurück zum Hotel, holten unser Gepäck und brachten es zum Schiff, wo es uns bereits abgenommen wurde. Die Einschiffung begann pünktlich um 15.00 Uhr und war schnell abgehakt, was auch dem Umstand geschuldet war, dass die meisten Passagiere, die mit zwei Bussen des Reiseunternehmens unterwegs waren, noch nicht eingetroffen waren.


    Schnell wurden die Koffer ausgepackt, dann machten wir es uns auf dem Sonnendeck gemütlich. Auf die Einschiffungssuppe im Wiener Cafe verzichteten wir.


    Weil sich die Ankunft des zweiten Busses verzögerte, begannen die Bordinformation und die Vorstellung der Landausflüge etwas später als vorgesehen. Von unseren Tischnachbarn erfuhren wir am Abend, dass der Busfahrer zunächst Passau-Lindau angesteuert hatte, weil die Sonata dort doch immer liege.


    Um 18.00 Uhr wurden die Leinen gelöst und die Sonata machte sich auf den Weg nach Regensburg. Sicherheitsinformation und -übung mit dem Kapitän wurde wegen der fortgeschrittenen Zeit auf den morgigen Tag verschoben. Der Kapitän, der Hotelmanager und die Reiseleiter begrüßten die Gäste um 19.00 Uhr in der Lounge bei einem Glas Sekt.


    Anschließend wurde das Abendessen im Restaurant serviert. Auf der Sonata haben die Passagiere während der gesamten Reise feste Tische; die Tischnummer erfährt man bei der Einschiffung.


    Wir hatten einen 4-er Tisch, den wir uns mit einem netten Ehepaar aus Annaburg (Sachsen-Anhalt) teilten. Wir hatten während der Tischzeiten immer viel Gesprächsstoff.


    Nach dem Abendessen ging es für das ein oder andere Getränk in die Lounge.

    Hallo Foris,


    wie versprochen will ich heute mit meinem Bericht über unsere Reise mit der WT Sonata von Passau nach Köln beginnen. WT sind die Anfangsbuchstaben des niedersächsischen Reiseveranstalters, der die Sonata gechartert hat.



    Die Sonata hatten wir bereits bei unserer ersten längeren Donaukreuzfahrt im August 2016 kennengelernt. Wir waren damals von diesem Schiff begeistert, so dass wir uns eine weitere Kreuzfahrt auf der Sonata gut vorstellen konnten. Von daher weckte die im Katalog angebotene Reise „Vater Rhein und blaue Donau“ unser Interesse. Es handelte sich dabei um eine Reise, die bei Hochseeschiffen als sog. Transreisen bezeichnet werden. Das Schiff wird dabei in ein neues Fahrtgebiet überführt, in diesem Fall von der Donau zum Rhein.

    Weil auch der Termin in unsere Reiseplanungen passte, buchten wir eine Kabine mit frz. Balkon auf dem Hauptdeck und zwar die gleiche, die wir bereits 2016 bewohnt hatten. Wegen der großen Entfernung zwischen unserem Wohnort und dem Abfahrtshafen Passau wollten wir einen Tag früher anreisen und suchten uns für die Zwischenübernachtung das Hotel „Am Paulusbogen“ aus. Die Bahnfahrkarten für Hin- und Rückreise sowie zwei Ausflüge während der Reise waren ebenfalls schnell gebucht. Vierzehn Tage nach unserer Rückkehr von der Mein Schiff Herz ging es also schon wieder los.



    Anreise nach Passau (09.09.2019), bedeckt und kühl, 15 Grad

    Während es am Sonntag noch geregnet hatte, war es heute morgen zwar recht kühl, aber trocken. Mit einer Regionalbahn fuhren wir zunächst nach Essen, von dort mit einem ICE nach Nürnberg; dort stiegen wir mit einem Zeitpuffer von einer knappen halben Stunde in einen weiteren ICE Richtung Wien, den wir gegen 16.30 Uhr in Passau verließen. Alle Züge waren pünktlich, so dass die Anreise durchaus entspannt verlief.


    Wir checkten im Hotel ein und machten dann noch einen kleinen Bummel durch Passau. Zwischendurch gönnten wir uns in einem Cafe einen leckeren Zwetschgenstrudel.

    Den Aushängen an der Uferpromenade entnahmen wir, dass die Sonata morgen direkt unterhalb unseres Hotels liegen würde; das war schon einmal sehr erfreulich; für die bisherigen Abfahrten ab Passau mussten wir immer nach Passau-Lindau, etwa vier Kilometer außerhalb gelegen.

    Das Abendessen nahmen wir im Restaurant unseres Hotels ein, wo es auch noch einen Absacker gab.

    Hallo zusammen,


    den Ausflug "Zauberhaftes Oia", den wir am 23.08.2019 unternommen haben (Preis 49 € pro Person) habe ich bereits in meinem Reisebericht beschrieben. Ich wurde darum gebeten, ihn auch hier einzustellen, auch um erneut auf die Situation der Esel aufmerksam zu machen. Der Bitte komme ich gerne nach.


    Weil wir wussten, das es vom Tenderhafen nur drei Möglichkeiten gibt, hoch nach Thira, dem Hauptort der Insel, zu kommen (Seilbahn, zu Fuß oder per Esel) und der Ritt auf einem Esel für uns nicht in Frage kam, hatten wir den Ausflug „Zauberhaftes Oia“ gebucht, bei dem wir von einem anderen Hafen mit dem Bus nach oben befördert wurden.


    Übrigens äußerte sich auch die Hafeninformation von TUI Cruises kritisch zu den Esel- und Maultierausflügen; man solle sich vergewissern, dass die Tiere genügend Wasser und einen Unterstand haben, sie gut behandelt werden, keine Verletzungen haben oder gezwungen werden, unangemessene Lasten zu tragen.


    Treffpunkt war heute schon um 07.15 Uhr, also noch zeitiger als gestern. Um kurz nach 06.00 Uhr saßen wir deshalb schon beim Frühstück im Anckelmannsplatz. In der Morgendämmerung sahen wir zwei weitere Schiffe vor Anker liegen; die Celebrity Edge und ein kleineres Schiff von Celestyal Cruises.


    Im Theater erhielten wir später sog. Tenderkarten, die einen Ländernamen trugen; in unserem Fall „England“. Sobald das Tenderboot bereit stand, wurde der Ländername aufgerufen und die Passagiere konnten sich zur Tenderluke auf Deck 3 begeben. Das Tendern übernahmen örtliche Boote; die Rettungsboote der Mein Schiff Herz mussten nicht zu Wasser gelassen werden.


    In rd. 15 minütiger Fahrt brachte uns das Boot zum Hafen von Athinios, unterhalb von Pyrgos gelegen. Hier legen alle Fähren und Frachtschiffe an; während die Kreuzfahrtschiffe eben unterhalb von Thira liegen. Im Hafen warteten bereits zahlreiche Ausflugsbusse auf uns. Mit diesen fuhren wir über eine Serpentinenstraße nach oben.


    Unsere heutige einheimische Reiseleiterin sprach englisch, deshalb begleitete uns Anni vom Ausflugsteam und übersetzte. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Witzigerweise stammt sie aus Hattingen; ganz in der Nähe unserer Heimatstadt. Auch sie wies noch einmal auf die Situation der Esel und Maultiere hin und bat uns, bei der Rückkehr zum Schiff im Interesse der Tiere auf einen Transport mit ihnen zu verzichten.


    Unser erstes Ziel war der Profitis Ilias, mit seinen 567 Metern die höchste Erhebung Santorins. Auf dem Gipfel befindet sich eine militärische Radaranlage. Man hat von dort oben einen schönen Blick über die Insel.


    Weiter ging es über eine relativ neue Küstenstraße nach Oia (gesprochen: Ia). Auf dem Weg vom Busparkplatz ins Städtchen sahen wir ein weiteres Kreuzfahrtschiff Richtung Thira schippern. Lt. unserer Reiseleiterin war das ein türkisches Schiff, auch nicht allzu groß.


    In Oia hatten wir dann Freizeit für eigene Erkundungen dieses spektakulär am Kraterrand gelegenen Ortes. Bei unserem ersten Besuch hatten wir mit zahlreichen anderen Touristen den angeblich schönsten Sonnenuntergang der Kykladen bewundert. Davon waren wir heute natürlich noch weit entfernt. Aber auch ohne Sonnenuntergang verzaubert einen dieser Ort. Kein Wunder, dass wir ein Hochzeitspaar sahen, dass sich später sogar auf einer Kirche ablichten ließ. Vielleicht handelte es sich aber auch um Werbeaufnahmen.


    Nachdem wir uns sattgesehen und nebenbei auch noch Ansichtskarten für die Lieben daheim erworben hatten, brachte uns der Bus nach Thira, den kleinen Hauptort der Insel (ca, 2.000 Einwohner). Hier endete der Ausflug. Wir bekamen Karten für die Seilbahn ausgehändigt und hatten dann Zeit für eigene Unternehmungen.


    Wir schlenderten durch die Gassen und langsam machte sich ein kleiner Hunger bemerkbar. Das Frühstück zu nachtschlafender Zeit war nämlich nicht allzu üppig ausgefallen. Also suchten wir uns ein Restaurant mit tollem Blick auf das Meer und die unter uns liegenden Schiffe. Diesen Blick muss man aber auch mitbezahlen. So kostete z.B. ein kleines Bier stolze 8 €.

    Gut gestärkt machten wir uns langsam auf den Rückweg. Die Schlange vor der Seilbahnstation war zwar schon ziemlich lang; lange warten mussten wir aber nicht. Die sechs Seilbahngondeln (jede hat Platz für 6 Personen) fahren im Abstand von 3 Minuten. Unten angekommen erschien auch bald ein Tenderboot. Diesmal dauerte das Tendern nur wenige Minuten.


    Hier noch ein kleines Fazit des Ausfluges (im Reisebericht nicht enthalten): Oia und Thira waren zwar mit Touristen gut gefüllt, aber nicht überlaufen. Das mag daran gelegen haben, dass "nur" vier Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen; davon zwei kleinere. Beide Orte sind wunderschön und bieten traumhafte Ausblicke.

    Für den Rückweg zum Schiff haben wir, wie beschrieben, die Seilbahn genutzt, obwohl wir beide nicht gerade begeisterte Seilbahnfahrer sind. So habe ich mich z.B. während meiner Berufstätigkeit bei einem Betriebsausflug nach Boppard am Rhein standhaft geweigert, den Sessellift zum Aussichtspunkt "Vierseenblick" auch für den Rückweg zu wählen, nachdem ich mit zitternden Knien oben angekommen war. Eine Kollegin und ich sind dann zu Fuß hinunter, trotz der Tatsache, dass ihr Schuhwerk dafür eigentlich nicht geeignet war.

    In Thira ist es aber kein Lift, sondern eine Gondel und die Fahrt dauert auch nur 2 - 3 Minuten.

    Wir haben auch mit Passagieren gesprochen, die den Eselsweg zu Fuß gegangen sind. Sie beschrieben den Abstieg zwar als anspruchsvoll aber machbar. Achten sollte man auf die Esel, die von hinten oder vorn kommen und deren Hinterlassenschaften.

    Ich würde gerne einen Reisebericht über eure Flusskreuzfahrt lesen.

    Hallo zusammen,


    weil sich auch andere Foris für Flusskreuzfahrten interessieren und meine Frau mich ebenfalls zu einem Bericht drängt, kann ich schlecht nein sagen.

    Die erste Reise startet bereits am kommenden Dienstag in Passau und endet am 18.09. in Köln. Wir fahren mit der Sonata, die von einem niedersächsischen Unternehmen gechartert wurde. Nach Rückkehr von dieser Tour hört ihr von mir.

    Die Weihnachtsmarkttour ist im Dezember mit der Adora von Phoenix. Dies ist eine "Leserreise" unserer Zeitung, d.h. der Bustransfer nach Nürnberg und zurück ist ein Geschenk der Tageszeitung.


    Nochmals vielen Dank für euer Interesse an meinem Reisebericht und die vielen netten Kommentare.



    Schönes Wochenende


    Peter

    Rückreise (26.08.)

    Zum zweiten Mal auf dieser Reise saßen wir um kurz nach 06.00 Uhr im Anckelmannsplatz und gönnten uns ein bescheidenes Frühstück, weil wir beide zu so früher Stunde noch nichts runter bekommen. Das Restaurant hatte schon seit 04.00 Uhr geöffnet, weil der erste Transfer zum Flughafen bereits um 05.00 Uhr angesetzt war.


    Wir waren um 07.15 Uhr an der Reihe. Am Flughafen angekommen, ging das Einchecken zügig vonstatten. Wir hatten uns die gleichen XL Sitze wie auf dem Hinflug reserviert.


    Der Condor Flieger, der uns zurück nach Düsseldorf bringen sollte, landete mit einer Verspätung von einer halben Stunde. Später erklärte der Kapitän, dass dies mit einzuhaltenden Ruhezeiten für ihn und den Co-Piloten zusammen hänge.


    Nach ruhigem Flug landeten wir gegen 13.30 Uhr in Düsseldorf. Das Auto war schnell abgeholt und gegen 17.00 Uhr waren wir wieder daheim.



    Fazit

    Weil wir schon dreimal mit der Mein Schiff Herz (damals noch Mein Schiff 2) unterwegs gewesen sind, wussten wir, was uns erwartet. Insgesamt war dies die siebte Kreuzfahrt mit TUI Cruises (zwei mit der alten Mein Schiff 1, eine mit der Mein Schiff 3).


    Wieder haben wir uns an Bord sehr wohl gefühlt. Unsere Balkonkabine 8223 lag strategisch günstig nahe des Treppenhauses C, so dass sowohl der Weg zum Atlantik Restaurant nach unten als auch zum Anckelmannsplatz nach oben nicht weit war.


    Maschinen- oder sonstige Geräusche haben wir nicht wahrgenommen. In der Nacht blieb die Balkontür immer auf. Mit Meeresrauschen im Hintergrund lässt es sich halt prima einschlafen.


    Das Schiff war wegen der Ferienzeit sehr gut ausgelastet. Das merkte man in erster Linie an den Seetagen auf dem Pooldeck; dort war es dann recht voll. Aber wir hatten ja unseren Balkon als Ausweichmöglichkeit.


    Zum Frühstück waren wir immer im Anckelmannsplatz; einen Platz haben wir stets gefunden. Dass wir auf dieser Reise zum Abendessen nur ins Atlantik gegangen sind, lag zum einen daran, dass wir dort immer etwas nach unserem Geschmack gefunden haben, zum anderen natürlich auch an der netten Gesellschaft, die wir dort jeden Abend hatten. Auf diesem Wege noch mal schöne Grüße an Nicole und Christian und ihre Kids.


    Die Route können wir nur jedem ans Herz legen. Es ist natürlich von Vorteil, wenn die Ankunft auf Malta schon am Vormittag erfolgt; so kann man La Valletta noch ausgiebig erkunden.


    Die Akropolis sollte man vielleicht bei Regen im November besuchen, da sind dann bestimmt weniger Menschenmassen unterwegs.

    Highlight war eindeutig Santorin. Hier reiht sich ein Postkartenmotiv an das nächste. Einfach traumhaft.


    Beim nächsten Mal würden wir diese Reise möglicherweise eher im Mai oder September machen; dann ist es vielleicht nicht so heiß.


    Für uns war das die letzte Hochseekreuzfahrt in diesem Jahr. Allerdings warten noch zwei Flusskreuzfahrten auf uns. Bald schon geht es von Passau aus über den Main-Donau-Kanal nach Köln; im Dezember dann für ein paar Tage ab Nürnberg zu Weihnachtsmärkten entlang dieses Kanals. Bei Interesse würde ich von diesen beiden Touren ebenfalls berichten.


    Nächstes Jahr wartet dann das Traumschiff auf uns; es geht als Teilabschnitt der Weltreise mit der Amadea von San Francisco nach Miami.


    So, das war es von mir. Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Reise gefolgt sind; danke auch für die netten Kommentare.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende.


    Peter

    2. Seetag (24.08.), sonnig, 28 Grad

    Den heutigen 2. Seetag gingen wir ganz gemächlich mit einem ausgiebigen Frühstück im Anckelmannsplatz an. Dort gab es später dann auch eine Kleinigkeit zum Mittagessen.


    Unsere Stammgäste-Gutscheine über jeweils 2 Pralinen und einen Champagner lösten wir im Verlaufe des Nachmittags ebenfalls ein.

    Ansonsten genossen wir wieder das tolle Wetter auf unserem Balkon. Abendessen gab es in bewährter Runde im Atlantik.


    Der heutige Zimmergenosse war deutlich niedlicher als der gestrige.




    Catania, Sizilien, Italien (25.08.), Sonne, 32 Grad

    Weil Catania Neuland für uns war, hatten wir uns hier für einen Ausflug „Catania zu Fuß mit sizilianischer Erfrischungspause“ entschieden. Um 09.00 Uhr sollte es losgehen; endlich einmal eine zivile Zeit.


    Bereits beim Einlaufen in den Hafen um kurz vor 08.00 Uhr sahen wir in der Ferne den Ätna, umgeben von einer kleinen Rauchwolke.



    Gestärkt vom Frühstück versammelten wir uns um 09.00 Uhr vor dem Terminal; dort trafen wir auf unsere einheimische Reiseleiterin. Wir erhielten von einer Mitarbeiterin Audio Guides und verließen per Pedes den Hafenbereich.


    Das erste Ziel war der Piazza del Duomo, das Herzstück der Altstadt Catanias. In der Mitte des Domplatzes erhebt sich Giovanni Battista Vaccarinis Elefantenbrunnen. Er zeigt einen aus schwarzer Lava geschnitzten Elefanten, der von einem ägyptischen Obelisken überragt wird. Das Rathaus und die Kathedrale Catanias befinden sich ebenfalls am Domplatz.








    Weil die Kathedrale wegen eines Gottesdienstes noch nicht betreten werden konnte, legten wir in einem Cafe am Rande des Domplatzes unsere Erfrischungspause ein. Zunächst konnten wir uns an Mineralwasser bedienen, dann gab es eine Brioche und dazu Granita. Das ist eine gefrorene sizilianische Süßspeise mit einer Sorbet-ähnlichen Konsistenz. Sehr schmackhaft.


    Nach dieser Erfrischung war auch der Gottesdienst beendet und wir gingen zur Kathedrale. Die Außenfassade ist aus weißem Marmor; sie ist der hl. Agatha gewidmet, einer jungen Frau, die der Legende nach gefoltert wurde, weil sie die amourösen Annäherungsversuche eines römischen Präfekten abgelehnt hatte. Eine Innenbesichtigung schloss sich an. Im Inneren befindet sich u.a. das Grab von Vincenzo Bellini, dem berühmten klassischen Komponisten. Geboren 1801 in Catania ist er Autor zahlreicher Opern, darunter Norma, sein Meisterwerk.




    Hinter dem Domplatz befindet sich der Fischmarkt (Pescheria). Weil heute Sonntag war, sahen wir nur den Ort, nicht jedoch die feilgebotenen Waren. Ansonsten findet der Markt jeden Morgen an Wochentagen statt.


    Letztes Ziel war der Universitätsplatz (Piazza dell´Universita). Er ist von zwei prächtigen Palästen umgeben, die sich gegenüber liegen. Beide Paläste haben schöne Fassaden und reizende Innenhöfe.








    Zurück am Domplatz endete der Ausflug. Die Reiseleiterin bot an, nach einer Freizeit von etwa einer Stunde die Gruppe zurück zum Schiff zu führen; die meisten gaben aber ihre Audio Guides ab und wollten später auf eigene Faust zum Schiff. So auch wir.

    Nachdem wir noch einige Gassen durchstreift hatten, spazierten wir langsam zur Mein Schiff Herz zurück. Dort gab es eine Kleinigkeit im Anckelmannsplatz. Anschließend war relaxen auf dem Balkon angesagt.


    Im Laufe des Nachmittags mussten dann die Koffer gepackt werden. Die Reise neigte sich unweigerlich dem Ende entgegen. Abreiseinformationen hatten wir gestern schon erhalten.


    Um 19.00 Uhr erklang zum letzten Mal der Auslaufsong von Unheilig und wir verabschiedeten uns von Catania.


    Nach dem Abendessen im Atlantik trafen wir uns später mit unseren netten Tischnachbarn in der Schau Bar auf einen Abschiedsdrink. Bald rief dann auch die Koje; unser Transfer zum Flughafen sollte um 07.15 Uhr starten. Noch früher, nämlich um 05.45 Uhr, waren unsere Tischnachbarn an der Reihe.




    Morgen folgen Rückreise und Fazit