Beiträge von Blu51

    Wie ist das mit einem Flussschiff?

    Man merkt schon, dass sich das Schiff nicht mehr auf einem Fluss befindet. Von Seegang will ich nicht unbedingt sprechen, aber wenn andere Schiffe nahe vorbei fahren, können die Wellen durchaus die Fenster auf dem unteren Deck "sauber waschen". Weil das Restaurant ja auf diesem Deck ist, haben wir beim Essen mehrfach gesehen, wie das Wasser gegen die Scheiben klatschte. Die Gäste, die direkt am Fenster saßen, haben sich beim ersten Mal echt erschrocken.

    LG

    Peter

    Ausschiffung und Heimreise (06.07.2022), leicht bewölkt 23 Grad

    Die Koffer waren bis um 08.00 Uhr vor die Kabinentür zu stellen. Etwa um diese Zeit machte die Elegant Lady in Düsseldorf fest. Die Koffer wurden dann von der Crew an Land gebracht.

    Gestärkt vom Frühstück schnappten wir uns unsere Koffer und gingen zur U-Bahn. Auch die Rückfahrt verlief, zumindest bei uns, ziemlich pünktlich. Regina und Helmut kamen mit etwas Verspätung zu Hause an, weil in Solingen alle Züge unpünktlich waren.


    Fazit

    Eine schöne Flusskreuzfahrt mit Zielen, die uns fast alle unbekannt waren. Die Niederlande scheinen in dieser Hinsicht noch einige Überraschungen parat zu haben. So fährt die Elegant Lady auch eine Tour hauptsächlich auf der Maas. Das wäre etwas für das nächste Jahr, zumal unsere Freunde von unserer Reise ebenfalls sehr angetan waren und uns durchaus noch einmal begleiten würden.

    Die Elegant Lady wurde 2003 in den Niederlanden gebaut und fährt für Dunav-Tours unter bulgarischer Flagge. Sie ist seit 2014 für Plantours im Einsatz. Im Jahr 2017 erfolgte eine Renovierung der Kabinen und das merkt man denen auch an. Das Schiff ist 110 m lang, 11 breit und hat einen Tiefgang von 1,40 m.

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    Es kann maximal 126 Passagiere aufnehmen und gehört damit zu den kleineren Flusskreuzern (auf unserer Reise waren 100 Gäste an Bord). 32 Besatzungsmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste. Auf dem Hauptdeck befindet sich das Restaurant im Bug sowie Passagier- und Crewkabinen. Die Fenster dieser Kabinen lassen sich nicht öffnen. Das Restaurant konnte ich leider nicht fotografieren; wenn es geöffnet hatte, waren merkwürdigerweise immer Passagiere anwesend.

    Auf dem Oberdeck findet man den Panorama-Salon im Bug, die Rezeption, eine kleine Bibliothek, eine Kaffee- und Teestation, an der man sich den ganzen Tag bedienen kann, den Reiseleitertisch sowie weitere Kabinen. Diese Kabinen haben französische Balkone.

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    Auf dem Sonnendeck befinden sich Liegen, Tische und Stühle, teils unter Sonnensegeln. Im vorderen Bereich des Sonnendecks ist die Skylounge, eine Räumlichkeit, in die man sich bei schlechtem Wetter zurückziehen kann. Haupt- und Oberdeck sind durch einen Lift verbunden. Zum Sonnendeck führt ein Treppenlift.

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    Wir hatten die Kabinen 209 und 210 auf dem Oberdeck. Die Größe wird mit 14 qm angegeben; ausgestattet mit einer Klimaanlage, die sich abstellen lässt, einem (kleinen) Fernseher, Safe, Telefon und Föhn. Der Kleiderschrank und eine Kommode mit einigen Schubladen bieten genügend Ablagemöglichkeiten. Die Betten stehen zusammen. Das Bad mit Dusche verfügt über einen Spiegelschrank, in dem wir alle Utensilien unterbringen konnten.

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    Zur Verpflegung: Frühstück gab es als Buffet mit Selbstbedienung. Brot, Brötchen, Croissants, Gebäck, Marmelade, Honig,Wurst, Käse, Eierspeisen, Säfte, Müsli, Obst usw. waren vorhanden. Kaffee oder Tee servierte der Tischkellner. Morgens traf man auch bereits die Auswahl für das Mittag- und Abendessen.

    Mittags gab es eine Vorspeise, eine Suppe, drei Hauptgerichte zur Wahl sowie ein Dessert; alles am Tisch serviert. Genau wie abends stand zum Dessert eine Obst- und Käseauswahl bereit.

    Am Nachmittag wurde im Panorama-Salon Kaffee und Kuchen serviert. Am Abend wiederholten sich die Gänge analog zum Mittagessen, also Vorspeise, Suppe, drei Hauptgerichte zur Wahl und Dessert. Den Tag beschloss ein Abendsnack im Panorama-Salon gegen 22.00 Uhr. Dieser bestand z.B. aus kleinen Sandwiches, Pizzastücken u.ä.

    Zusammenfassend können wir über die Speisen nicht meckern. Es hat uns immer gut geschmeckt; kleinere oder größere Portionen waren auf Wunsch möglich. Ein Lob an die Küche. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass man einen festen Tisch für die ganze Reise hat.

    Die Getränkepreise hielten sich im normalen Rahmen; z.B. 0,3 l Bier 3 €, 0,2 l Wein 4,30 €, Spirituosen ab 3,50 € (4cl), Cocktails 6,50 €. Wir bekamen bei der Buchung ein Getränkepaket geschenkt; es enthielt Tafelwein weiß und rot, Bier vom Fass, alkoholfreies Bier, alkoholfreie Getränke von 08.00 bis 24.00 Uhr. Bei separater Buchung kostet dieses Paket 15,00 € pro Person und Nacht.

    Von Corona war an Bord nicht mehr viel zu bemerken. Die Pflicht zum Tragen einer Maske bestand nicht mehr; vielmehr gab es eine Empfehlung dazu. Dieser Empfehlung ist aber kein Passagier gefolgt, zumal auch die Crew keine Masken mehr trug. Nach über 2 Jahren konnten wir mal wieder die Gesichter der Crew sehen!

    Ausflüge haben wir nicht gemacht, also können wir über deren Durchführung nichts sagen. Über die zwei Ausrutscher habe ich ja schon berichtet.

    Zum Schluss noch ein paar Worte zum Bordmusiker. Wir haben auf unseren Flussreisen ja schon einige erlebt und waren meist „not amused.“ Aber dieser Musiker war der beste, den wir je hatten. Sein Repertoire umfasste viele Titel aus der Beat- und Rock-Ära; dazu spielte er noch fantastisch Gitarre. Er hat sein Repertoire sogar noch erweitert; nachdem Helmut sich für mich „Sierra Madre“ gewünscht hat (kannte er nicht), spielte er diesen Titel (sehr zum Ärger meiner Frau, die ihn gar nicht mag; ich schon) am nächsten Abend. Danke, Krasimir!

    Alles in allem können wir die Elegant Lady uneingeschränkt weiter empfehlen.

    Deventer (05.07.2022) Liegezeit: 00.00 - 12.00 Uhr

    Zutphen (05.07.2022) Liegezeit 14.30 – 18.00 Uhr leicht bewölkt. 22 Grad

    Die ehemalige Hansestadt Deventer ist eine der ältesten Städte der Niederlande. Aus dem Jahr 806 stammt die erste Meldung in den Archiven über eine kleine Niederlassung an der Ijssel. Heute hat die Stadt knapp 100.000 Einwohner. Die malerische Altstadt soll zu den schönsten der Niederlande zählen.

    Diese war natürlich Ziel unseres Rundganges. Sehenswert sind u.a. die Stadtwaage aus dem Jahr 1531am Marktplatz, in der sich heute ein Museum befindet; die Lebuinuskirche am Grote Kerkhof (ihr Name geht auf einen angelsächsischen Missionar zurück) sowie die kleinen Gassen der Altstadt.

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    Um 12.00 Uhr verließen wir Deventer und fuhren auf der Ijssel dem nächsten Ziel, Zupthen, entgegen. Dort trafen wir schon um 13.30 Uhr, also wieder eine Stunde früher als geplant, ein.

    Zupthen bekam 1190 die Stadtrechte und war ab Ende des 14. Jahrhunderts ebenfalls Mitglied der Hanse. Die Stadt soll schon im Mittelalter als eigenwillige Hansestadt bekannt gewesen sein (was immer damit gemeint ist). Jedenfalls nennt man Zupthen auch die Stadt der Türme. Neben den großen Türmen, die man bereits aus der Ferne erblickt und die das Panorama der Stadt prägen, gibt es auch viele kleinere Türme. Im alten Stadtzentrum finden sich historische Packhäuser, Kaufmannshäuser, Kirchen, Straßen und Gassen, die die Atmosphäre der Stadt ausmachen.

    Während der Hansezeit zählte die Stadt noch vierzig Bierbrauereien, von denen heute noch eine übrig geblieben ist.

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    Nach einem 1 ½ stündigem Rundgang kehrten wir zum Schiff zurück. Dort stand das Koffer packen auf dem Programm. Anschließend ging es zum Abschiedssekt in den Panorama-Salon und danach zum letzten Abendessen in das Restaurant.

    Den Tanzwettbewerb im Salon verfolgten wir später nur als Zuschauer. Es beteiligten sich insgesamt 5 Paare, die drei Tänze zu absolvieren hatten. Punkte verteilten der Kreuzfahrtleiter, der Bordmusiker und ein Passagier. Für die Sieger und die Zweitplatzierten gab es Preise.

    Oudeschild/Texel (04.07.2022) Liegezeit: 08.30 – 12.30 Uhr, leicht bewölkt, 23 Grad

    Als wir aufwachten, befanden wir uns schon mitten auf dem (Watten)Meer. Laut Tagesprogramm hatten wir Harlingen um 05.00 Uhr in der Früh verlassen.

    Im Gegensatz zu den deutschen ostfriesischen Inseln, die wir alle schon häufig besucht haben, waren uns deren niederländische Pendants unbekannt. Wir hatten deshalb überlegt, den hier angebotenen Ausflug „Rundfahrt Texel und Seehundstation Ecomare“ zu buchen. Weil unsere Freunde aber schon häufig zum Campen auf Texel waren, entschlossen wir uns letztlich, zu viert etwas zu unternehmen. Eine weise Entscheidung, wie sich zeigen sollte.

    Oudeschild liegt am östlichen Ende der Insel und ist mit 1.200 Einwohnern der drittgrößte Ort der Insel. Hier befindet sich eine Marina mit 200 Liegeplätzen und ein Fischereihafen.

    Als wir nach dem Frühstück aus dem Fenster schauten, standen die zahlreichen Ausflugsteilnehmer immer noch vor dem Schiff und warteten auf den Bus. Einige Zeit später, wir waren inzwischen auch abmarschbereit, setzte sich der Trupp zu Fuß in Richtung Ortszentrum in Bewegung. Wie wir dann erfuhren, war der Bus nicht gekommen, so dass die Inselrundfahrt und der Besuch des Ecomare ausfallen mussten. Lediglich ein geführter Rundgang durch Oudeschild war möglich.

    Da waren wir eindeutig besser dran. Freunde von Regina und Helmut waren nämlich zur gleichen Zeit ebenfalls auf der Insel. Nachdem wir den netten kleinen Ort erkundet hatten, erschienen sie mit zwei Autos nebst Kindern und Hund, luden uns ein und fuhren mit uns zunächst zu einem schönen Strand. Nach einem kleinen Strandspaziergang ging die Fahrt weiter nach Den Burg, Hauptort und Verwaltungszentrum der Insel. Dort war am heutigen Montag gerade Markt und dementsprechend einiges los.

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    Um 12.00 Uhr waren wir zurück in Oudeschild. Dank Reginas und Helmuts Freunden haben wir einen kleinen Eindruck von der Insel bekommen.

    Plantours hat übrigens für die beiden verunglückten Ausflüge den kompletten Preis erstattet.

    Den Nachmittag verbrachten wir bei bestem Wetter auf dem Sonnendeck. Einige Zeit fuhren wir noch über das Ijsselmeer, das wir bei Kampen verließen um in den namensgebenden Fluss abzubiegen. Die Ijssel ist der nördlichste Mündungsarms des Rheins in die Nordsee und zweigt in der Nähe von Arnheim vom Nederrijn ab.

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    Um 17.00 Uhr fand die Ausschiffungsinformation im Panorama-Salon statt; im Anschluss verteilte der Kreuzfahrtleiter die Kofferbanderolen.

    Am Abend gab es ein weiteres Gala-Abendessen. Deventer, unser nächstes Ziel, erreichten wir um 23.00 Uhr und damit eine Stunde früher als geplant.

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    Das Foto des Sorbets entstand leider erst nach Verspeisen desselben. Sorry!

    Stavoren (03.07.2022) Liegezeit 08.30 – 12.30 Uhr

    Harlingen (03.07.2022) Liegezeit 16.00 über Nacht, sonnig, später wolkiger, 20 Grad

    Enkhuizen hatten wir um 06.30 Uhr verlassen und uns auf den Weg nach Stavoren gemacht. Stavoren liegt am Ostufer des Ijsselmeeres und war im Mittelalter aufgrund von Handelsbeziehungen zu England, Frankreich und Skandinavien sehr wohlhabend. Heute bildet der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen des Ortes. Am Ortsrand entstanden mehrere Yachthäfen.

    Stavoren wird auch als die „bunte Seestadt“ bezeichnet. Warum das so ist, erschloss sich uns bei unserem 2 stündigem Rundgang.

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    Am Mittag wurden die Leinen gelöst und weiter ging die Fahrt Richtung Nordsee. Harlingen liegt jenseits des Abschlussdammes, der die ehemalige Zuidersee gegen die Nordsee abriegelt. Er hat eine Länge von 32 km; auf ihm verlaufen eine Autobahn und ein Rad- und Gehweg.

    Harlingen ist eine echte Hafenstadt und nach wie vor unlösbar mit dem Meer verbunden. Der Hafen ist der einzige Seehafen Frieslands; von hier legen die Fähren nach Vlieland und Terschelling ab. Im Zentrum finden sich historische Lagerhäuser und Grachten. Am Hafen befindet sich ein Standbild des legendären Jungen, der seinen Finger in den Deich steckte und auf diese Weise verhinderte, dass die Stadt vom Meer überspült wurde.

    Unser Rundgang durch das schöne Städtchen dauerte wieder 2 Stunden.

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    Am Abend hieß es dann „Bühne frei für die Crew-Show“. Das Meiste davon kannten wir zwar schon von anderen Flussschiffen; es wurde aber mit viel Freude und Herz vorgetragen; wir haben viel gelacht. Der Mitbewohner hatte übrigens heute wieder eine neue Gestalt angenommen.

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    Fortsetzung folgt

    Amsterdam (02.07.2022) Liegezeit 02.30 – 12.30 Uhr

    Enkhuizen (02.07.2022) Liegezeit 16.30 über Nacht, sonnig, später wolkiger, 22 Grad

    Am nächsten Morgen lagen wir bereits in Amsterdam; viele weitere Flusskreuzfahrtschiffe ebenso, so z.B. die River Empress direkt neben uns. In einiger Entfernung konnten wir auch ein Hochseeschiff sehen, das sich beim späteren Auslaufen als „Jewel of the Seas“ entpuppte.

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    Weil wir schon mehrfach in Amsterdam waren, hatten wir keinen Ausflug gebucht, sondern starteten nach dem Frühstück zu einem rund 3-stündigen Rundgang durch die Stadt der Fahrräder und Grachten. Der Mitbewohner hatte sich im übrigen verwandelt.

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    Vom Liegeplatz bis zum Hauptbahnhof waren es nur 10 Gehminuten und schon waren wir mitten im Geschehen. Wir schlenderten durch viele Gassen; befolgten natürlich das Alkoholverbot, besuchten einen Blumenmarkt und warfen einen Blick in einen der zahlreichen Käseläden. Am Hafen stießen wir noch auf ein Projekt zur Versorgung der Schiffe mit Landstrom.

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    Zurück an Bord erfuhren wir von Mitreisenden, dass der heutige Ausflug „Bus- und Grachtenrundfahrt“ zum Teil ins Wasser gefallen ist, weil das Grachtenboot nicht kam. So beschränkte sich der Ausflug auf eine Stadtrundfahrt. Dies sollte nicht das einzige Ärgernis bei einem Ausflug bleiben; später mehr dazu.

    Zur Mittagszeit verabschiedeten wir uns von Amsterdam und fuhren unserem nächsten Ziel, Enkhuizen entgegen. Wieder führte uns die Route über das Markermeer; dieses Mal mehr in westliche Richtung.

    Bei Enkhuizen trennt der Houtribdijk (Deich) das Markermeer vom Ijsselmeer. Über ihn verläuft die Hauptstraße N302, die Enkhuizen mit Lelystad verbindet. Um in das Ijsselmeer zu gelangen, nutzte die Elegant Lady das Krabbersgat-Navidukt. Dabei handelt es sich um Aquädukt mit wasserhaltigen Schleusen im Wasserlauf. Unterhalb der Schleuse verläuft eine Autobahn.

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    Die alte Handelsstadt Enkhuizen wurde zwischen 1000 und 1200 gegründet. Man findet dort nicht weniger als 366 nationale Denkmäler, von denen wir einige bei unserem 1 ½ stündigem Rundgang gesehen haben. Bekannt ist z.B. das stattliche Wehrtor Drommedaris aus dem Jahr 1540, heute als Kulturzentrum genutzt. Aber auch die idyllische Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und Kirchen hat uns bezaubert. Der Besuch eines kleinen, aber feinen Parks rundete das Ganze ab.

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    Am Abend fand eine Tombola mit „tollen Preisen aus dem Bordshop“ (so im Tagesprogramm zu lesen) statt. Unsere Freunde, die 5 Lose erworben hatten, sahnten mit 4 Preisen so richtig ab. Es wären sogar 5 geworden, wenn die erschrockene Regina das von ihr gezogene Los (der jeweilige Gewinner musste das nächste Los ziehen) nicht wieder in den Lostopf geworfen und ein neues gezogen hätte. Gaby und ich hatten kein Losglück; vielleicht lag es daran, dass wir gar keine Lose gekauft hatten?

    Lelystad (01.07.2022), Liegezeit 13.00 – 23.30 Uhr, leicht bewölkt 20 Grad

    Nach dem gestrigen Gewitter hatte es sich erfreulicherweise abgekühlt. Den Vormittag verbrachten wir daher bei angenehmen Temperaturen auf dem Sonnendeck. Kurz vor Mittag zogen Wolken auf und es regnete etwas. Unsere Kabine mussten wir übrigens mit diesem Zeitgenossen teilen.

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    Lelystad ist eine noch relativ junge Stadt; sie wurde erst 1967 gegründet und hat heute rund 81.000 Einwohner. Die Hauptstadt der niederländischen Provinz Flevoland wurde auf einem Polder (dem Meer abgewonnenem Land) erbaut und liegt am Markermeer.

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    Plantours bot hier einen Ausflug zur Floriade in Almere (rund 30 km entfernt) an. Bei der Floriade handelt es sich um eine Weltgartenausstellung, die nur alle 10 Jahre stattfindet. Weil Gaby und ich diese aber schon im Rahmen einer Busreise besucht hatten, verzichteten unsere Freunde auf den Ausflug, so dass wir uns nach dem Mittagessen aufmachten, Lelystad zu erkunden.

    Inzwischen schien die Sonne wieder; es blies aber ein strammer Wind.

    Größere Sehenswürdigkeiten haben wir nicht entdeckt. Im Batavialand erfährt der Besucher alles über die Entstehungsgeschichte von Flevoland. Dort befindet sich auch eine Werft, in der historische Schiffe restauriert werden.


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    Ein Outlet-Center (Batavia Stad) lockt mit über 100 Geschäften Besucher aus Nah und Fern an.

    Schließlich entdeckten wir noch einen schön angelegten Park.

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    Durch seine Lage am Wasser ist Lelystad natürlich auch ein Eldorado für Wassersportler. Auf einem Wellenbrecher in der Nähe der Stadt sieht man eine Stahlkonstruktion des Künstlers Antony Gormley, den „hockenden Mann“, immerhin 26 m hoch. Wir hatten ihn schon beim Einlaufen bewundert; beim Untergang der Sonne wirkte er noch beeindruckender.

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    Das heutige Abendessen stand unter dem Motto: Bulgarien.

    Hallo zusammen,

    gut eine Woche nach Rückkehr von unserer Kreuzfahrt im Nachbarland möchte ich über diese schöne Tour kurz berichten. Los geht`s:


    Schon 2020 hatten wir mit Freunden, die sonst gerne campen, eine Flussreise in die Niederlande geplant und auch gebucht. Für sie wäre es die erste derartige Reise gewesen; aber Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir beließen die Anzahlung für die Reise beim Veranstalter und setzten unsere Hoffnungen auf das kommende Jahr.

    In 2021 wurde eine fast identische Reise angeboten, für die wir uns dann auch entschieden. Leider meldete der Veranstalter, der hauptsächlich Busreisen anbot, aber auch ein Flussschiff gechartert hatte, Insolvenz an. Unsere Anzahlung bekamen wir dank des Sicherungsscheins für Pauschalreisen nach einiger Zeit zurück; eine ähnliche Tour fanden wir für 2021 aber nicht.

    Im Katalog für 2022 von Plantours entdeckten wir dann eine interessante Reise mit für uns unbekannten Zielen (bis auf Amsterdam), bei der wir zuschlugen. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei!

    Los sollte es in Düsseldorf gehen; sowohl von uns als auch von unseren Freunden gut mit der Bahn zu erreichen. Im Vorfeld der Reise war bereits ein Gesundheitsfragebogen auszufüllen und an Plantours zu senden; Ausflüge buchten wir nicht, wir wollten alle Städte individuell erkunden.


    Anreise und Einschiffung (30.06.2022), heiß, über 30 Grad, abends Gewitter

    Den geforderten Antigen-Schnelltest hatten wir vier am Tag zuvor absolviert; alle mit negativem Ergebnis.

    Laut Reiseunterlagen begann die Einschiffung für unsere Kabinen um 16.30 Uhr, so dass wir den Tag ohne Hektik angehen konnten. Normalerweise fährt man von unserem Wohnort über Wuppertal, wo unsere Freunde zu Hause sind, nach Düsseldorf. In diesen Sommerferien behindert aber eine Baustelle der DB den Verkehr in Wuppertal; es werden ersatzweise Busse eingesetzt. Das wollten wir uns nicht antun; Gaby und ich nahmen deshalb die Strecke durch das Ruhrgebiet, während unsere Freunde über Solingen fuhren. Im Düsseldorfer Hauptbahnhof wollten wir uns dann treffen.

    Alle Züge waren pünktlich; in Zeiten des 9 Euro Tickets, das wir natürlich auch nutzten, nicht unbedingt zu erwarten. Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof waren es noch ein paar Stationen mit der U-Bahn und ein kurzer Fußmarsch zum Rhein, der bei der Hitze aber sehr schweißtreibend ausfiel. Um 16.15 Uhr erreichten wir die Elegant Lady.

    Wir konnten sofort einchecken; dafür benötigten wir neben unseren Personalausweisen das digitale EU Covid-19 Zertifikat mit QR-Code, den negativen Schnelltest und einen weiteren medizinischen Fragebogen mit tagesaktuellen Angaben. Die in den Reiseunterlagen genannte Kopie des Covid-19 Zertifikats wurde nicht verlangt; ebenso erfolgte keine Messung der Körpertemperatur, laut Unterlagen aber vorgesehen.

    Von 16.00 bis 17.00 Uhr gab es im Panorama-Salon Kaffee, Kuchen und Herzhaftes. Daran schloss sich eine Informationsveranstaltung über das Leben an Bord an.

    Zwischen Koffer auspacken und Abendessen war noch Zeit für den Begrüßungssekt im Panorama-Salon, bei dem sich auch der Kapitän vorstellte. Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir, dass die gesamte Besatzung aus Bulgarien kommt; dort hat die Reederei auch ihren Sitz. Einzig der Kreuzfahrtleiter von Plantours stammt nicht aus Bulgarien sondern aus Polen.

    Vor dem Abendessen zog ein Gewitter auf, das jedoch schnell wieder vorbei war. Andernorts hat es teilweise schwere Schäden verursacht. Die Abfahrt, vorgesehen für 19.00 Uhr, verzögerte sich etwas, weil einige Gäste aus Österreich wegen verspäteter Flüge erst danach eintrafen.

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    Hallo Siegrid uschisiggi

    Reise 1 mit der Amera vom 01.04.-26.04.2023 von Nassau (Bahamas) nach Bremerhaven (von Amerika über die Azoren in die "Alte Welt)"

    Reise 2 mit der Amera vom 24.06.-08.07.2023 auf den Spuren der Postschiffe bis zum Nordkap

    Reise 3 mit der Artania vom 21.04.-14.05.2024 von Dubai bis Genua (vom Persischen Golf bis zum Golf von Aqaba).


    LG

    Peter

    PS: Gleich gehts zum Zug nach Düsseldorf.

    Hallo Siegrid uschisiggi

    jetzt habe ich endlich auch Deinen Bericht gelesen und weis jetzt, was vor und nach unserer Reise auf der Artania passiert ist. Vielen Dank für den informativen Bericht und die phantastischen Bilder.

    Meiner Frau, die immer meint, wir würden viel zu viele Reisen (insbesondere Kreuzfahrten) machen, habe ich mal kurz aufgezählt, was ihr schon alles gebucht habt; da gingen ihr dann doch die Argumente aus.

    Ich muss allerdings gestehen, dass wir für 2023 auch schon zwei Reisen mit der Amera und für 2024 eine mit der Artania gebucht haben. Morgen geht es aber erst einmal auf den Fluss.

    LG

    Peter

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Likes und die netten Kommentare. Morgen geht es schon wieder los, diesmal aber "nur" auf den Fluss. In Düsseldorf erwartet uns die Elegant Lady von Plantours zu einer Reise in die Niederlande mit Orten, von denen wir fast alle noch nicht kennen. Gute Freunde begleiten uns; für sie ist es die erste Kreuzfahrt überhaupt. Sonst stehen sie eigentlich auf Camping. Wir sind schon gespannt, wie ihnen das Schiffsleben gefällt.

    Heute Abend haben wir uns testen lassen; alle vier mit negativem Ergebnis. Es kann also los gehen.

    Nach unserer Rückkehr werde ich kurz von unseren Eindrücken berichten.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Joean

    Dein genial geschriebener Bericht hat mich sprachlos gemacht; so kann man mit zahlenden Passagieren doch nicht umgehen!!! Andererseits hatte ich auch so manches DeJa Vu. Wir waren nämlich im Januar auf der Vasco da Gama mit Kurs auf die Kapverden unterwegs und eigentlich ganz zufrieden, so dass ich im Fazit zu meinem Bericht die Vasco da Gama auch weiterempfohlen habe.

    Dazu stehe ich auch nach wie vor, aber nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe, sehe ich einiges doch in einem anderen Licht.

    1. Die Flüge nach und von Gran Canaria von Düsseldorf, die wir ebenfalls über Nicko gebucht hatten, erwiesen sich auch bei uns als problematisch. Angeblich gab es für den Rückflug keinen Nonstop-Flug, so dass wir als Ziel Frankfurt wählten, weil eine Zwischenlandung in Lissabon für uns nicht in Frage kam. Auf dem Schiff erfuhren wir dann von Mitreisenden, dass es sehr wohl Nonstop-Flüge nach Düsseldorf gab.

    2. Wir sollten lt. Programm fünf kapverdische Inseln anlaufen; bei dreien musste getendert werden. Einmal wurde auch getendert; bei den beiden anderen Inseln war dies lt. Kapitän wegen des Seegangs nicht möglich. Statt 5 haben wir also nur 3 Inseln besucht.

    3. Bestandteil eines Ausflugs war der Besuch eines Restaurants. Das war bei unserer Ankunft geschlossen. so dass wir uns dort 45 Minuten lang die Zeit vertreiben mussten.

    4. Die fachliche Kompetenz der für die Ausflüge zuständigen Nicko-Mitarbeiter war nicht immer gegeben. So behauptete einer dieser Experten auf die Frage meiner Frau, ob er ihr wegen ihrer Rückenprobleme zu einer Jeep-Tour raten würde, das könne er nicht sagen, weil er eine solche noch nie mitgemacht habe. Bei einer Ausflugspräsentation einen Tag später sagte derselbe Mitarbeiter, er könne Jeep-Touren aus eigener Erfahrung auch Gästen empfehlen, die Probleme mit dem Rücken haben.

    Die aufgeführten Punkte sind natürlich nur Peanuts im Vergleich zu euren negativen Erfahrungen, aber Einiges scheint sich bei Nicko zu wiederholen. Trotzdem würden wir noch einmal eine Reise mit der Vasco da Gama riskieren; aber nie mehr zum Katalogpreis!!! Inzwischen wird man ja fast jede Woche mit Sonderangeboten zugeschüttet und auch bei unserer Reise wurden wir manchmal blass, wenn wir hörten, zu welchen Konditionen Mitreisende gebucht hatten.

    Für die Zukunft wünsche ich euch, dass ihr von solchen Erlebnissen möglichst verschont bleibt.

    LG

    Peter

    Und auch beim maritimen Frühschoppen, wenn Kiona zum Mitsingen und Mitklatschen auffordert, ist mir eher die Laune und der Appetit vergangen.

    Hallo Bremerin

    jetzt habe ich endlich Deinen informativen und toll bebilderten Bericht gelesen. Schließlich hast Du uns die Artania ja in La Spezia übergeben. Deinem Fazit kann ich in weiten Teilen zustimmen. Auf einer Wellenlänge sind wir auf alle Fälle beim maritimen Frühschoppen. Da haben wir auch schnell die Flucht angetreten.

    Auf unserer Reise hättest Du abends immer einen Tisch gefunden, eben weil wir nur knapp über 400 Passagiere waren. Aber Du hast Recht: Auf den Phoenix-Schiffen suchen sich die meisten Gäste einen Stammplatz zum Abendessen und sind ganz entrüstet, wenn dort schon jemand sitzt.

    LG

    Peter

    Fazit

    Diese Kreuzfahrt punktete mit einigen positiven Aspekten: ein nur zu einem guten Drittel belegtes Schiff (für Phoenix natürlich nicht so schön), ansprechende Ziele (von denen einige Neuland für uns waren), herrliches Wetter (zum Teil schon zu heiß für diese Jahreszeit), leckeres Essen, überaus freundliche Mitarbeiter.

    Dass wir nicht in das Schwarze Meer gekommen sind, ist selbstverständlich ein dicker Minuspunkt, den man aber nicht Phoenix-Reisen anlasten kann. Das hat ein anderer zu verantworten. Die Routenänderung führte aber wohl zu einer größeren Anzahl von Stornierungen; daher auch die geringe Auslastung.

    Über das Schiff ist ja von verschiedenen Forums-Mitgliedern, auch von mir schon Einiges geschrieben worden. Die Kabinen gefallen uns vom Zuschnitt immer noch nicht; daran wird sich auch nichts ändern. Andererseits hält man sich dort ja vorwiegend nur zum Schlafen auf. Damit bin ich auch gleich beim nächsten Kritikpunkt, der Klimaanlage. Die lässt sich nämlich nicht ausschalten; selbst wenn die Balkontür geöffnet wird, läuft sie weiter und bläst dem Schlafenden genau ins Gesicht. Folgerichtig hatte die Hälfte der Passagiere mit einer Erkältung zu kämpfen; überall hörte man Niesen und Husten. Gegen Ende der Reise hat es mich auch erwischt. Etwa drei Tage lang plagte mich ein trockener Husten.

    Erfreulich war, dass die Maskenpflicht in der Atlantik Show Lounge aufgehoben worden war, vielleicht wegen der geringen Passagierzahl? Damit fand dort auch wieder ein Getränkeservice statt. Ansonsten musste eine Maske getragen werden, wenn man sich auf dem Schiff bewegte und auch in den Ausflugsbussen. Nicht immer wurden Verweigerer auf das Versäumnis hingewiesen und wenn, dann meist von Offizieren. Dieses Mal waren es übrigens nicht nur „schreckliche alte Männer“ liebe Petra Tuffi65 sondern auch Vertreter des weiblichen Geschlechts, deren Masken ständig unter dem Kinn hingen, wo sie ja bekanntlich die beste Wirkung erzielen.

    Über das Essen habe ich mich ja schon mehrmals positiv geäußert. Gefrühstückt haben wir immer im Lido-Restaurant, weil man es sich hier eben selbst zusammen stellen konnte. Beim Abendessen fand man uns immer im Artania-Restaurant und dort in einer bestimmten Ecke an einem Zweier-Tisch. Die Crew dort war sehr aufmerksam und immer freundlich.

    Etwas Merkwürdiges noch zum Schluss: Die Kabine rechts neben uns war zu Beginn der Reise nicht belegt. Nach etwa einer Woche stand plötzlich ein Tisch vor der Tür, auf dem manchmal Reste von Mahlzeiten auf Abholung warteten. Das Ganze währte ein paar Tage lang, dann war der Tisch weg und die Kabine wurde schon für die nächste Reise vorbereitet. Hatte dort evtl. jemand seine Quarantäne verbringen müssen?

    Die nächste Hochseereise steht im Oktober an. Dann geht es mit der MS Hamburg auf die Großen Seen in Nordamerika. Zuvor schippern wir zweimal auf dem Rhein; zuerst mit der Elegant Lady von Düsseldorf Richtung Niederlande; dann mit der Andrea von Köln nach Basel und zurück.

    Triest, Italien (02.06.2022) und Rückreise (bis 03.06.2022) sonnig, 20-28 Grad

    Die Koffer hatten wir am Vorabend bereits vor die Kabinentür gestellt, versehen mit den Banderolen für die Busabreise.

    Um 07.30 Uhr gingen wir zum letzten Frühstück in das Lido-Restaurant. Zum Abschluss der Reise gab es von Phoenix-Reisen ein Glas Sekt.

    Nach Räumung unserer Kabine ließen wir uns in der Casablanca-Bar nieder. Gegen 10.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Gangway. Dort nahmen wir vom Kreuzfahrtdirektor das obligatorische Phoenix-Herz aus Schokolade in Empfang und wurden herzlich verabschiedet. Im Terminal suchten und fanden wir unsere Koffer, mit denen wir uns auf den Weg zum Phoenix-Bus 1 machten. Eine Zollkontrolle fand nicht statt; Zöllner waren nirgends zu sehen; vielleicht weil heute in Italien Nationalfeiertag war.

    Am Bus wurden wir mit großem Hallo von Jörg und Theo begrüßt, die uns auch auf der Hinreise ans Ziel gebracht hatten.

    Nachdem alle Koffer verstaut waren, machten wir uns gegen 11.00 Uhr auf den Weg.

    Unterwegs wurden 3 Pausen eingelegt. Das Speisen- und Getränkeangebot war identisch mit dem der Hinfahrt.

    Um 20.00 Uhr erreichten wir als erster von 3 Bussen Nürnberg, wo die Zwischenübernachtung im Novina Hotel Südwestpark stattfand. Es handelt sich dabei um ein gepflegtes Tagungshotel in Autobahnnähe, ca. 5 km vom Zentrum entfernt.

    Zum inkludierten Abendessen konnten wir uns an einem kalt-/warmen Buffet bedienen. Die Auswahl der angebotenen Speisen war beachtlich. Später saßen wir in der Hotelbar noch mit den Mitreisenden von der Amadea zusammen.

    Am nächsten Morgen erwartete uns ein ebenfalls reichliches Frühstücksbuffet. Um 08.00 Uhr ging die Fahrt dann weiter.

    Die ersten Gäste stiegen in Bonn aus. Weitere Stationen waren, wie auf der Hinfahrt, Köln, Leverkusen, Düsseldorf und Essen. Dort staute sich der Verkehr auf der A40 auf drei Fahrspuren; sicherlich für einen Freitagnachmittag nicht ungewöhnlich. Unser Fahrer umkurvte den Stau auf innerstädtischen Straßen, so dass wir den letzten Halt Dortmund um 18.00 Uhr erreichten. Ein Taxi brachte uns schließlich bis vor die Haustür.

    Dubrovnik, Kroatien (01.06.2022), Liegezeit: 07.00-12.00 Uhr, sonnig, 20-28 Grad

    Weil wir Dubrovnik ebenfalls schon kannten und seinerzeit auch die Stadtmauer erklommen hatten, wollten wir heute etwas vom Umland kennen lernen; der Ausflug „Dubrovnik und Cavtat“ schien uns dafür geeignet. Nachbar im Hafen war im übrigen die Seabourn Quest.

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    Auf dem Weg nach Cavtat legten wir einen Fotostopp an einem Aussichtspunkt ein; von dort hatte man einen schönen Blick auf die Altstadt und die kroatische Riviera.

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    Dann fuhren wir in das bei Yacht- und Segelfreunden beliebte Seebad Cavtat. Der Ort ist etwa 20 km von Dubrovnik entfernt. Nach einem kurzen geführten Rundgang hatten wir noch etwas Freizeit.

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    Danach ging es zurück nach Dubrovnik. Am Piletor begann die Führung durch die Altstadt, der sich ebenfalls eine knappe Stunde Zeit zur freien Verfügung anschloss.

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    Zurück auf der Artania wartete schon der Stadl-Frühschoppen auf die Passagiere. Neben vielen bayrischen Spezialitäten wurde das beliebteste Bier der Welt -Freibier- ausgeschenkt.

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    Fast nahtlos schloss sich am Nachmittag das Wiener Kaffeehaus an, mit feinen Kuchenspezialitäten aus Österreich. Phoenix tat am letzten Tag wirklich alles, um die ohnehin schon vorhandene Gewichtszunahme noch einmal zu steigern.

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    Danach war Kofferpacken angesagt. Vielleicht wurden dabei wenigstens ein paar Kalorien abgebaut.

    Beim Abendessen verabschiedete sich die Restaurant Crew musikalisch von den Gästen. Es gab großen Applaus und standing Ovations für diese Darbietung.

    Die Abendshow griff das leidige Thema Kofferpacken noch einmal auf. Unter dem Motto „Ich packe meinen Koffer“ wurde dem Publikum eine musikalische Suche nach den schönsten Urlaubsstädten der Welt geboten.

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    Fortsetzung folgt

    Kerkyra, Korfu, Griechenland (31.05.2022), Liegezeit: 08.00-17.30 Uhr, sonnig, 17-22 Grad

    Weil wir in jungen Jahren unsere Strandurlaube vorzugsweise auf spanischen oder griechischen Inseln verbracht haben, war uns auch Korfu nicht unbekannt. Deshalb hatten wir keinen Ausflug gebucht; wir wollten uns vielmehr auf eigene Faust in Kerkyra, der Hauptstadt der Insel umsehen. Die Stadt hat etwa 45.000 Einwohner und liegt an der Ostküste auf einer Halbinsel. Auf Korfu, der zweitgrößten der Ionischen Inseln, leben etwa eine Millionen Menschen.

    Bei unserer Ankunft begrüßte uns schon die Marella Explorer II, später gesellte sich die Norwegian Gem dazu.

    Beim morgendlichen Fönen verabschiedete sich das dafür notwendige Gerät mit einem lauten Knall und die Sicherungen sprangen heraus. Ein Anruf an der Rezeption, und 15 Minuten später war der Strom wieder da; ein neuer Fön wurde ebenfalls geliefert.

    Laut Landgangsinformationen war das Stadtzentrum ca. 3 km vom Hafen entfernt; es sollte auch ein Linienbus dorthin verkehren. Wir machten uns aber zu Fuß auf. Zunächst kamen wir an einer futuristisch aussehenden Luxusyacht vorbei, die nach Aussage des Kreuzfahrtdirektors einer amerikanischen Hedge-Fonds Managerin gehört und Touren im Mittelmeer anbietet.

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    An der Neuen Festung angekommen, mussten wir feststellen, dass diese heute geschlossen war. Wir hatten sie allerdings schon 2016 besucht, so dass sich die Enttäuschung in Grenzen hielt.

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    Weiter ging es in die italienisch-venezianisch geprägte Altstadt mit netten Gassen und Plätzen, die sich zwischen der Neuen und der Alten Festung erstreckt. Die Alte Festung aus dem 16. Jahrhundert erreicht man über eine kleine Brücke, die über den Kanal Contrafossa führt. Auch der Alten Festung hatten wir 2016 schon unsere Aufwartung gemacht.

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    Auf dem Rückweg zur Artania legten wir eine Pause in einer Taverne am alten Hafen ein.

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    Weil sich die Reise langsam aber sicher ihrem Ende näherte, fand heute die Verabschiedung durch den Kapitän und seine Offiziere sowie den Kreuzfahrtdirektor und sein Team statt. Dem schloss sich das dritte Gala-Dinner an.


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    Die Show „Elements“ - die Elemente Wasser, Luft und Erde, dargestellt in Tanz, Gesang und Artistik war sehr gut gemacht. Danach saßen wir noch mit unseren Amadea-Leidensgenossen in Harry`s Bar zusammen.

    Katakolon, Griechenland (30.05.2022), Liegezeit: 10.00-19.00 Uhr, sonnig, 15-26 Grad

    Katakolon liegt im Norden des Peleponnes am Ionischen Meer und wird als „Tor zu Olympia“ bezeichnet, dem Austragungsort der olympischen Wettkämpfe des Altertums. Die olympische Ära begann im Jahr 776 vor Christus und endete mit dem Verbot der Spiele durch den römischen Kaiser Theodosius I. im Jahr 393 nach Christus.

    Wir waren 2016 mit der damaligen Mein Schiff 2 schon einmal hier und hatten damals natürlich auch die archäologische Stätte besucht. Andere Ausflüge wurden nicht angeboten, so dass wir erst um 13.30 Uhr das Schiff verließen. Wir bummelten einmal durch den kleinen Ort, der eigentlich nur aus drei Straßen besteht und ließen uns dann in einer Taverne direkt am Wasser nieder. Bei Gyros, Tsatziki und griechischem Salat konnte man es aushalten; ein einheimischer Gerstensaft durfte natürlich auch nicht fehlen.

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    In den Restaurants erwartete die Gäste heute Abend ein philippinisches & indonesisches Abendessen; unserer Meinung nach immer ein Highlight auf den Phoenix-Schiffen. Als sich um 19.45 Uhr die Köche im Restaurant Artania vorstellten, bekamen sie wohlverdienten Applaus.

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    Den gab es später auch für die Akteure der Crew-Show. Was die Crew-Mitglieder in ihrer knappen Freizeit da auf die Beine stellen, verdient höchsten Respekt. Natürlich durfte der Sister Act Auftritt der Phoenix Mitarbeiter nicht fehlen; Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer machte dabei eine ähnlich gute Figur wie Christoph Schädel auf der Amera im September letzten Jahres.

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    Als Late Night Snack gab es heute Currywurst. Die passte gerade noch in den gut gefüllten Magen.


    Fortsetzung folgt

    Souda Bay, Kreta, Griechenland (29.05.2022), Liegezeit 08.00-18.00 Uhr, sonnig 13-27 Grad

    Für die Passagiere der Mein Schiff 5 endete heute die Kreuzfahrt auf Kreta; das hatten wir gestern in einem Gespräch während der Seilbahnfahrt vernommen. Auch die Artania steuerte Kreta an, wir hatten aber danach noch drei weitere Ziele vor uns. Außerdem machten wir nicht in Heraklion sondern in Souda Bay fest.

    Souda Bay ist einer der tiefsten natürlichen Häfen des Mittelmeeres und bildet einen wichtigen Fährhafen und Marinestützpunkt. Etwa 6 km vom Hafen entfernt liegt Chania, mit rd. 55.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel Kreta.

    Wir hatten in früheren Jahren zweimal Strandurlaub auf Kreta gemacht und kannten einige Sehenswürdigkeiten, wie Heraklion, die Omalos Hochebene, Knossos oder die Samaria Schlucht bereits. In Chania waren wir dagegen nur kurz, um den Markt zu besuchen.

    Deshalb hatten wir uns für den Ausflug „Agia Triada und Chania“ entschieden, der um 08.35 Uhr startete.

    Zunächst fuhren wir zu dem auf der Akrotiri-Halbinsel gelegenen griechisch-orthodoxen Kloster Agia Triada aus dem 16. Jahrhundert, das auch Olivenöl und Wein produziert. Das Kloster besichtigten wir nur von außen, drinnen fand gerade eine Messe statt. Die eindrucksvollen Gesänge waren auch draußen gut zu hören.

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    In einem Park, in dem sich das Grabmal des Politikers Eleftherios Venizelos befindet, machten wir den zweiten Halt. Eine Freiheitsstatue steht dort ebenfalls; außerdem hat man einen schönen Blick auf das unterhalb gelegene Chania.

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    Dorthin fuhren wir im Anschluss. Es folgte ein geführter Rundgang durch die Altstadt, dem sich eine Stunde Freizeit für eigene Erkundungen anschloss. Der alte Venezianische Hafen hatte es uns besonders angetan.

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    Zurück auf der Artania gab es etwas auf die Gabel. Wir blieben dann auf dem Schiff; der Ort Souda Bay bietet keine großen Highlights, so auch die Landgangsinformationen, die man immer zusammen mit dem Tagesprogramm erhält.

    Am Abend besuchten wir die Musical Gala in der Atlantik Show Lounge. Das Artania Showensemble präsentierte berühmte Kompositionen aus der Feder von Sir Andrew Lloyd Webber. An dem Late-Night-Snack unter dem Motto „Alles Tatar“ konnten wir danach nicht vorbeigehen.