Reisebericht: Frühlingserwachen im östlichen Mittelmeer mit der Artania vom 15.05. bis 02.06.2022

  • Hallo zusammen,


    bald ist es schon 14 Tage her seit wir die Artania verlassen haben. Inzwischen waren wir schon wieder auf Tour; aber nur 3 Tage mit dem Bus zur Floriade in Almere. Da wird es Zeit, dass ich mit meinem Reisebericht beginne. Also los geht`s:



    Im April 2021, als wir diese Kreuzfahrt buchten, lautete das Motto der Reise noch „Frühlingserwachen im Schwarzen Meer“ und sollte die Passagiere u.a. nach Nessebar, Konstanza und Odessa bringen. Hauptsächlich wegen dieser Ziele hatten wir uns für diese Kreuzfahrt entschieden; das Schwarze Meer war nämlich Neuland für uns. Wir wählten die Kabine 5608 auf dem Oriondeck; für die An- und Abreise nach Genua bzw. von Triest nahmen wir den Buszubringer über Phoenix.


    Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges war bald klar, dass es mit dem Abstecher in das Schwarze Meer nichts werden würde. So kam die Mail von Phoenix am 11.03.2022, in der wegen der politischen Situation in Russland und der Ukraine eine Anpassung des Routenverlaufs angekündigt wurde, nicht unerwartet. Die drei Anläufe im Schwarzen Meer wurden gestrichen; als Alternativen waren Kavala, Piräus, Santorin, Souda Bay und Katakolon genannt. Wir überlegten kurz, ob wir die Reise stornieren sollten, entschlossen uns aber rasch, sie dennoch anzutreten. Die Sehnsucht nach fast drei Wochen auf dem Meer war einfach zu groß.


    Kurz vor Reisebeginn informierte uns Phoenix, dass die Einschiffung nicht in Genua sondern in La Spezia stattfände, weil in Genua kein Liegeplatz zur Verfügung stünde; außerdem brauche das uns bereits übersandte Einreiseformular für Italien nicht mehr ausgefüllt zu werden.



    Anreise 1. Tag (14.05.2022), sonnig, 20 Grad

    Am Vortag hatten wir noch den erforderlichen Antigen-Schnelltest mit negativem Ergebnis absolviert.


    Der heutige Tag begann dann mit einiger Aufregung. Das für 05.50 Uhr vorbestellte Taxi, das uns nach Dortmund bringen sollte, erschien nicht. Als es um 06.00 Uhr immer noch nicht da war, rief ich bei der Taxizentrale an und erfuhr, dass der Fahrer unsere Hausnummer nicht finden könne. Weil er aber glücklicherweise noch in der Nähe war, konnte ich ihn per Telefon zu uns lotsen. Er schaffte es dann, die Strecke bis zum Ziel in Rekordzeit zu fahren; um 06.25 Uhr kamen wir in Dortmund an. Der Phoenix-Bus stand bereits dort; die Koffer waren schnell verladen und die Testergebnisse kontrolliert. Mit vier weiteren Mitreisenden ging es um 06.30 Uhr los.


    Weitere Gäste stiegen in Essen, Düsseldorf, Leverkusen, Köln und Bonn zu; der Bus war jetzt fast voll. Der Fahrer musste noch einen Anhänger zum Haltepunkt Leverkusen ordern, weil der Gepäckraum im Bus wohl nicht ausreichen würde.


    Während der Fahrt konnte man Getränke bekommen; ferner gab es beim Stopp um die Mittagszeit Bockwürstchen (auch mit Kartoffelsalat) und Frikadellen.

    Etwa alle zwei bis zweieinhalb Stunden legten wir 20 bis 30 minütige Pausen an Autobahnraststätten ein. Dort konnten wir uns die Füße vertreten oder die Sanitärabteilung aufsuchen.


    Ohne Staus erreichten wir unser heutiges Ziel, Weil am Rhein, gegen 18.00 Uhr. Wir checkten im Hotel Carat ein. Das Hotel liegt direkt an der Autobahnabfahrt; machte auf uns von außen eher einen nicht so einladenden Eindruck, war aber sauber und auch die Zimmer waren in Ordnung. Zum Abendessen gab es Geschnetzeltes mit Reis mit Vorsuppe und Nachtisch. Während des Essen entwickelten sich natürlich Gespräche mit den Mitreisenden; dabei stellte sich heraus, dass ein Ehepaar im März 2020 mit an Bord der Amadea war. Damals sind wir uns nicht begegnet; jetzt gab es natürlich viel zu erzählen über diese wegen Corona abgebrochene Reise.


    Weil es in die Innenstadt fußläufig zu weit war, verbrachten wir noch etwas Zeit in der Hotelbar, wo wir mit weiteren Gästen aus dem 2. Phoenix-Bus, der etwa eine halbe Stunde nach uns eingetroffen war, ins Gespräch kamen. So wurden die ersten Kontakte bereits geknüpft, bevor wir das Schiff überhaupt erreicht hatten.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Anreise 2. Tag (15.05.2022) sonnig 20 Grad

    Nach dem Frühstück ging die Fahrt um 08.00 Uhr weiter. Durch die Schweiz, wo wir noch einige schneebedeckte Gipfel bestaunen konnten, erreichten wir Italien. Auch heute wurde wieder ein Mittagsimbiss angeboten. Wieder machten die meisten Gäste von diesem Angebot Gebrauch.




    Mit den obligatorischen Pausen kamen wir gegen 16.00 Uhr in La Spezia an. Wir verabschiedeten uns vom Busfahrer Jörg und Theo, der für die Getränke und die Speisen zuständig war; die beiden waren ein gutes Team und Theo hatte immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Kein Wunder, dass der Hut, den ein Mitreisender herum gehen ließ, mit Scheinen gut gefüllt war.


    Im Terminal erfolgte eine Sicherheitskontrolle durch die italienischen Beamten; dann ging es direkt auf das Schiff zum Check-In in der Atlantik Show Lounge. Am Eingang wurden wir mit einem Glas Sekt begrüßt. Am Ausgang der Lounge kontrollierten Phoenix-Mitarbeiter den Impfnachweis und das Schnelltestergebnis. Letzteres durfte höchstens 24 Stunden alt sein, mit Ausnahme der mit dem Bus Angereisten; hier betrug die Frist 48 Stunden. Ein Crew-Mitglied brachte uns danach zu unserer Kabine.


    Weil unsere Koffer noch nicht da waren, gönnten wir uns zunächst einen Drink in Harry`s Bar. Später packten wir die inzwischen eingetroffenen Koffer aus und begaben uns zum ersten Abendessen in das Artania Restaurant.


    Um 20.45 Uhr fand die SNRÜ statt. Mit noch nicht angelegten Rettungswesten begaben wir uns zu unserer Musterstation, dem Artania Restaurant. Schon hier fiel uns die geringe Zahl der versammelten Passagiere auf. Die Übung war schnell beendet; Besatzungsmitglieder demonstrierten das Anlegen der Rettungsweste. Wir selbst mussten sie nicht anlegen.


    Im Anschluss an die Übung fragte ich die aus dem Fernsehen bekannte Phoenix-Mitarbeiterin Kiona, wie viele Gäste denn an Bord seien. 480 habe sie gehört, lautete ihre Antwort. Sie glaube aber, es seien weniger. Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer nannte am nächsten Tag die Zahl 424.


    Zum Ablegen um 21.30 Uhr versammelten sich viele Gäste an der Phoenix-Bar. Bei einem oder auch mehreren Gläsern Sekt verließen wir La Spezia vorbei an einem auf Reede liegenden Costa Schiff über dem der Vollmond leuchtete.


  • Seetag (16.05.2022) sonnig 20 Grad

    Nach einem ausgiebigen Frühstück im Lido Restaurant verbrachten wir den Tag überwiegend mit Faulenzen und Lesen in der Sonne. Das Frühstück im Lido wurde übrigens in Buffet-Form angeboten, wobei man sich aber nicht selbst bediente sondern seine Wünsche den an den einzelnen Stationen stehenden Mitarbeitern äußerte, die dann einen Teller entsprechend befüllten.


    Der Maritime Frühschoppen von 11.00 bis 12.00 Uhr an der Kopernikus-Bar fiel für uns aus. Die an gleicher Stelle um 15.30 Uhr stattfindende Waffel-Auszeit (frische Waffeln mit Eis) ließen wir uns aber nicht entgehen.


    Vor dem Begrüßungs-Empfang durch Kapitän Jarle Flatebo und Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer meldeten wir uns für den „Wiener Schnitzel Abend“ am 18.05. in der Bodega Bar an.


    Nach dem Empfang, natürlich wieder mit Sekt, bei dem der Kapitän seine Offiziere und der Kreuzfahrtdirektor das Phoenix-Team vorstellten, ging es zum Gala-Abendessen ins Restaurant Artania. Das Entrecote Double war ein Gedicht!


    Um 21.00 Uhr zog es uns in die Atlantik Lounge zum Auftritt des deutsch-schweizerischen Comedian Peter Löhmann. Bei einem Swimming Pool (Tagescocktail) verfolgten wir seine wirklich sehr gute Show. Wir haben jedenfalls viel gelacht und nahmen erfreut zur Kenntnis, dass es während der Reise eine 2. Show geben wird.


    Den Abend ließen wir in Harry´s Bar ausklingen. Dort sahen wir einen Kellner, der auch auf der Amadea Reise 2020 an Bord war. Wir sprachen ihn an und er erkannte uns auch sofort wieder. Eine freudige Begrüßung schloss sich an.



    Lipari, Italien (17.05.2022), Liegezeit: 08.00-17.00 Uhr, sonnig, 19-20 Grad

    Vor dem Erreichen unseres ersten Zieles, der Insel Lipari, war für die Zeit zwischen 05.45-06.15 Uhr die Passage der Insel Stromboli mit dem gleichnamigen, aktiven Vulkan auf der Backbordseite angekündigt. Unsere Kabine lag zwar auf der Backbordseite, wir sind aber zu spät wach geworden, so dass wir den Stromboli verpasst haben.


    Wenig später konnten wir die Insel Lipari auch schon ausmachen. Sie gehört mit den Nachbarinseln Stromboli, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen Inseln im Tyrrhenischen Meer. Etwa 15.000 Einwohner sind auf dem Archipel zuhause, das politisch zu Sizilien gehört.



    Die Artania lag vor Lipari auf Reede, so dass die schiffseigenen Tenderboote zum Einsatz kamen. Ausflüge wurden hier nicht angeboten; deshalb ließen wir uns Zeit, frühstückten in aller Ruhe im Lido Restaurant, machten uns danach fertig und ließen uns gegen 11.00 Uhr in rund 10 Minuten zur Insel bringen.


    Von der Tenderpier unweit der Piazza Ugo di Sant` Onofrio schlenderten wir zur Kirche Anime del Purgatorio. Weiter ging es durch die engen Gassen der Altstadt zum Burgberg mit der Burganlage aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren des Mauerrings liegt auch die Kathedrale San Bartolomeo. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf das Städtchen und den Hafen. Unsere Artania hatte inzwischen Gesellschaft bekommen, die Scenic Eclipse schob sich gerade an ihr vorbei und warf in der Nähe den Anker.














    Nach dem gut 2-stündigen Rundgang tenderten wir zurück zur Artania. Bei der nachmittäglichen Kaffeestunde griffen wir zu den herzhaften Sachen.


    Zum Abendessen gingen wir wieder in das Restaurant Artania. Dies war im übrigen wegen der geringen Passagierzahl mittags immer geschlossen; beim Abendessen standen nur die Tische im oberen Kreis zur Verfügung; die etwas tiefer liegenden Tische innerhalb des Kreises waren nicht eingedeckt. Trotzdem war es nie ein Problem, einen Tisch zu bekommen.


    Die ABBA Show am Abend schenkten wir uns; die haben wir auf diversen Schiffen schon zigmal gesehen. So ließen wir den Tag in Harry`s Bar ausklingen. Dabei durchfuhr die Artania zwischen 20.30 und 21.30 die Straße von Messina. Diese Meerenge liegt zwischen Kalabrien auf dem italienischen Festland und der Insel Sizilien. Sie ist 32 km lang und zwischen 3 und 8 km breit.


    Für den morgigen Landgang bekamen eine Landgangskarte mit Barcode auf die Kabine, die wir in Syrakus mitnehmen mussten.

  • Syrakus, Sizilien, Italien (18.05.2022), Liegezeit: 08.00-20.00 Uhr, sonnig, 19-24 Grad

    Die Stadt Syrakus liegt an der Ostküste Siziliens im Mündungsgebiet der Flüsse Anapo und Cian. Sie hat rund 120.000 Einwohner.


    Aus dem Ausflugsprogramm hatten wir uns für Noto entschieden. Die Kleinstadt ist nur 35 km von Syrakus entfernt; sie liegt auf 159 m Höhe und ist von Olivenhainen und Mandelbäumen umgeben. 2002 von der UNESCO zum Welterbe erklärt, ist Noto ein Musterbeispiel spätbarocker Architektur. Die Stadt wurde nach einem Erdbeben 1693 ab 1703 komplett im sizilianischen Barock neu aufgebaut. Während eines etwa 2-stündigen Rundgangs konnten wir die aus hellem Kalktuff erbauten Paläste und Kirchen bestaunen, darunter den Palazzo Ducezio (das heutige Rathaus), den Palazzo Nicolaci mit beeindruckenden Balkonen sowie den Dom. Nach der Führung hatten wir noch etwas Freizeit für eigene Erkundungen.











    Zurück auf dem Schiff gönnten wir uns eine Kleinigkeit im Restaurant Vier Jahreszeiten. Danach machten wir uns auf den Weg in die Altstadt von Syrakus auf der Insel Ortygia. Der Piazza Archimedes ist der Mittelpunkt der Altstadt, umgeben von Palästen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Als einer der schönsten Plätze Italiens gilt der Piazza Duomo mit dem Dom Santa Maria delle Colonne, an dessen Eingangsportal noch die dorischen Säulen des einstigen Athenatempels zu sehen sind. An der Südspitze der Altstadt-Insel liegt das Castello Maniace aus dem Jahr 1240, eine Festung zum Schutz der Hafeneinfahrt. Bis dorthin sind wir aber nicht mehr vorgedrungen, weil uns allmählich die Füße qualmten und es auch sehr heiß war.










    Am Abend hatten wir eine Reservierung in der Bodega Bar. Es gab Alpen Tapas (Blutwursttascherl, Schinkenspeck, Räucherforelle und Kürbismus, Bergkäse), Jägersuppe (Steinpilzsuppe, Pfifferlinge, Speck-Backerbsen), Opern Spritzer (Cassis Sorbet, Sekt, Minze), Wiener Schnitzel (das Original vom Kalbs-Kaiserteil, Preiselbeeren, Rahmgurkensalat, Petersilienerdäpfel), Mehlspeise (Rigo Janesi, Apfelstrudel, Pistazieneis, Linzer Krapferl). Das Essen war lecker, aber nicht überragend. Einige Komponenten, wie etwa das Blutwursttascherl oder die frittierte Petersilie auf dem Schnitzel befremdeten nicht nur uns. Auf jeden Fall waren wir danach pappsatt.


    In der Phoenix-Bar wurde am Abend das Europa League Finale zwischen Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers übertragen. Uns zog es jedoch in die Show Lounge zu einer „Verrückt nach Meer“ Plauderstunde mit Kiona und Überraschungsgästen. Dies waren Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer und Reiseleiterin Caro. Wir fanden das Ganze etwas bemüht; so wirklich Neues gab es nicht zu erfahren.


    Weil für die Nacht Wind vorhergesagt war, nahm Gaby vorsorglich eine Reisetablette. In der Kabine konnten wir dann noch das Elfmeterschießen zwischen Frankfurt und Glasgow verfolgen.



    Fortsetzung folgt

  • Seetag (19.05.2022), etwas stürmisch, zeitweise Regen, später sonnig

    Der Seegang war in der Nacht dann doch nicht so stark wie befürchtet. Allerdings machte sich die Sonne am Vormittag noch rar, so dass wir uns auf Aktionen innerhalb des Schiffes, wie Einlesen der Kreditkarte und Abholen des Einschiffungsfotos beschränkten. Auch das für mittags an der Kopernikus-Bar geplante Riesen-Schaschlik musste wegen eines Gewitters und Regen nach innen verlegt werden.


    Zum Thema „Alles Schokolade“ schauten wir natürlich im Restaurant Vier Jahreszeiten vorbei, um anschließend der Einladung zum Cocktail für Gäste mit Gold- und Silber-Service in der Atlantik Show Lounge zu folgen. Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer, Caro vom Phoenix-Team sowie der Kapitän und der Hoteldirektor plauderten über ihren beruflichen Werdegang.


    Den heutigen Tagescocktail Mai Tai ließen wir uns auch nicht entgehen.


    Am Abend verfolgten wir dann mit anderen Fußball-Begeisterten das Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV in der Casablanca Bar. Kreuzfahrtdirektor Hofer hatte sich beim Cocktail als HSV-Fan geoutet; ist mit dem heutigen Ergebnis also bestimmt zufrieden gewesen. Beim Rückspiel triumphierte dann aber doch die Hertha.



    Patmos, Griechenland (20.05.2022), Liegezeit 09.45-23.00 Uhr, bedeckt, 16-20 Grad

    Unser heutiges Ziel war uns bis dahin völlig unbekannt. Die 34 qkm große Insel, die geografisch zu den Südlichen Sporaden und politisch zur Inselgruppe des Dodekanes in der Ost-Ägäis gehört, gilt als heilige Insel, weil hier der Evangelist Johannes in den Jahren 95/96 seine Vision der Apokalypse hatte, die als „Offenbarung des Johannes“ die Grundlage für das letzte Buch im Neuen Testament bildete.




    Folgerichtig hatten wir den Ausflug „Rundfahrt mit Grotte und Kloster“ gebucht, der erst am Nachmittag startete. So konnten wir den Vormittag noch mit Lesen in der Sonne verbringen.


    Nach einer Kleinigkeit zum Mittag im Lido-Restaurant fanden wir uns am Ausflugstreffpunkt ein. Die Artania lag vor Patmos auf Reede; den Transfer zum Hafen von Skala übernahmen lokale Tenderboote.


    Mit dem Bus ging es zunächst in wenigen Minuten zur Johannesgrotte, zwischen Skala und dem historischen Hauptort Chora gelegen. Hier soll Johannes seine Offenbarung gehabt haben. In der Grotte gibt es einige schöne Fresken zu bestaunen.






    Der Bus brachte uns danach in den Ort Chora zum Johanneskloster, seit 1999 Weltkulturerbe der UNESCO. Im Klostermuseum sind eine Sammlung von Ikonen, wertvolle Kelche, Kruzifixe, Gewänder und eine bedeutende Bibliothek mit alten Manuskripten ausgestellt. Während wir im Museum waren, ging ein kurzer Regenschauer nieder.






    Nach der Besichtigung hatten wir noch etwas Freizeit, die wir zu einem Bummel durch die engen Gassen des Ortes nutzten. Jetzt war es wieder trocken; später kam sogar die Sonne wieder hervor.








    Zum Abschluss des Ausflugs machten wir eine kleine Rundfahrt über den südlichen Teil der Insel mit Stopp an einem schönen Strand.




    Weil uns die Swing und Dance Show, eine Reise in die goldene Zeit des Swing und Jazz, nicht so ansprach, verbrachten wir den Abend in der Casablanca Bar. Dort waren wir fast die einzigen Gäste. Eine Kellnerin, mit der wir ins Gespräch kamen, beklagte sich dann auch über die aufkommende Langeweile, weil eben kaum etwas zu tun sei und freute sich schon auf die nächste Reise bei der mehr als doppelt so viele Passagiere an Bord wären.

  • Kusadasi, Türkei (21.05.2022), Liegezeit 08.00-18.00 Uhr, sonnig, 17-28 Grad

    Und wieder eine Premiere für uns und das gleich in doppelter Hinsicht, denn dies war unseren ersten Schritte auf türkischem Boden.

    Kusadasi ist ein türkischer Badeort mit 100.000 Einwohnern an der Ägäisküste, 60 km südlich der Millionenstadt Izmir. In der Nähe der Stadt Selcuk befinden sich die Ruinen von Ephesus, eine der imposantesten Attraktionen in der Türkei; es ist die besterhaltene antike Stadt im östlichen Mittelmeer. Dorthin sollte uns der heutige Ausflug führen.



    Im Hafen leistete uns die Celestyal Olympia Gesellschaft.



    In rund 30-minütiger Fahrt erreichten wir die Ausgrabungsstätte. Dort hatten wir eine sachkundige Führung, die etwa 2 Stunden dauerte. Wir sahen u.a. den Hadrianstempel, die Celsus Bibliothek, die Kuretenstraße, das Odeon, den Marktplatz, die Scholastika-Thermen, die Hanghäuser, den Trajanbrunnen, die Siebenschläferhöhle, den Serapis-Tempel und das Freudenhaus (mit Toiletten). Den Abschluss bildete das römische Theater, das mit seinen 20.000 Sitzplätzen zu den bedeutendsten der Region gehörte. Die Ausgrabungen von Ephesus haben uns sehr beeindruckt; die hohen Temperaturen bei wenig Schatten verlangten uns aber Einiges ab.

















    Nach einer Stärkung im Restaurant Vier Jahreszeiten (es gab Currywurst mit Pommes) verließen wir die Artania und machten einen Abstecher zur kleinen Insel Güvercin Ada (Taubeninsel). Sie ist nicht weit vom Hafen entfernt; über einen 350m langen Damm gelangt man auf die reizvolle Insel. Von der einstigen genuesischen Burg aus dem 13. Jahrhundert ist nur noch der Turm erhalten; die um die Insel führende Mauer entstand zu Anfang des 19. Jahrhunderts.








    Der Jazz Cocktail mit Diva Tomasz in der Atlantik Show Lounge sagte uns nicht so zu; deshalb verbrachten wir den Abend in der Casablanca Bar. Heute waren wir wirklich die einzigen Gäste. An der Phoenix-Bar wurde übrigens das Pokalendspiel zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig übertragen.




    Fortsetzung folgt

  • Canakkale, Türkei (22.05.2022), Liegezeit 09.00-20.00 Uhr, sonnig, 18-27 Grad

    Die 180.000 Einwohnerstadt Canakkale ist Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten der Türkei. Die Provinz erstreckt sich über zwei Kontinente vom europäischen Thrakien über die Meerenge der Dardanellen bis hin zum asiatischen Kleinasien. Die Provinzhauptstadt Canakkale liegt auf der asiatischen Seite.



    Entgegen der Ankündigung in den Reiseunterlagen und im Prospekt lag die Artania nicht auf Reede, sondern machte im Kepez Port, etwa 9 km vom Stadtzentrum entfernt, fest. Es wurde ein kostenpflichtiger Shuttlebus dorthin angeboten.


    Weil unser Ausflug nach Troja erst um 13.30 Uhr angesetzt war, blieben wir vormittags an Bord und ließen uns von der Sonne bescheinen. Mittags wurde an der Kopernikus-Bar zu „Alles Pasta“ gebeten; das Küchenteam hatte köstliche Pasta mit einer Soßenauswahl zubereitet. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen.


    Die Fahrt zur antiken Ausgrabungsstätte von Troja, rd. 30 km östlich von Canakkale gelegen, dauerte etwa eine halbe Stunde. Dort konnten wir am Eingang des Geländes das hölzerne Pferd bewundern, mit dessen Hilfe die Stadt nach 10-jährigem Kampf erobert wurde. Natürlich war dieses Pferd eine Nachbildung. Die anschließende Führung endete nach 2 Stunden.











    Weiter ging es zum nicht weit entfernten Troja-Museum mit Ausstellungsstücken aus der Region. Hier hatten wir 1 ½ Stunden Zeit, das Ganze auf uns wirken zu lassen. Danach ging es zurück zum Schiff. Dieser Ausflug war zwar ebenfalls interessant, konnte unserer Meinung nach mit Ephesus aber nicht mithalten.




    Die heutige Abendshow „Celebration“ mit Hits der wilden 70er Jahre sahen wir uns an. Sie hat uns sehr gut gefallen. Zum Abschluss gab es noch einen Absacker in Harry`s Bar.


  • Istanbul, Türkei (23.05.2022), Liegezeit: 08.00-18.00 Uhr am 24.05., sonnig, 15-22 Grad

    Beim Einlaufen in die türkische Millionenmetropole standen wir natürlich schon auf dem Balkon und beobachteten fasziniert das rege Treiben auf dem Bosporus. Der Liegeplatz der Artania befand sich nahe der Altstadt. Auf der gegenüberliegenden Seite sahen wir die Costa Venezia, die sich am Abend von Istanbul verabschiedete.





    Der heutige Ausflug startete bereits um 08.30 Uhr, dementsprechend früh saßen wir im Lido-Restaurant und ließen uns das Frühstück schmecken.

    Für die Landgänge in Istanbul hatten wir gestern Abend eine persönliche türkische Landgangskarte mit Barcode auf die Kabine erhalten, die beim Verlassen und Betreten des Hafenterminals gescannt wurde.


    Erstes Ziel unseres Ausflugs war der Topkapi-Palast, jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches, heute eines der bedeutendsten Museen Istanbuls, in der Schätze aus dieser Zeit ausgestellt sind. Zu diesen Kostbarkeiten gehören u.a. Schmuck und Keramik, eine Waffensammlung und Reliquien des Propheten Mohammed.










    Nach der gut 2-stündigen Führung brachte uns der Bus zu einer Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften und Restaurants, die direkt am Großen Basar (Kapalicarsi) im Stadtteil Eminönü endete. Der Basar ist das Herz der Altstadt und erstreckt sich über eine Fläche von 32.000 qm. Das Labyrinth aus Gassen und Durchgängen bietet Platz für mehr als 4.000 Geschäfte. Der Basar ist nach Gewerben geordnet, jedes Handwerk hat sein eigenes Viertel. Wir hatten dort etwas über eine Stunde Zeit zur freien Verfügung. Uns war dort etwas zu viel Trubel, so dass wir das Gelände bald wieder verließen, um die Fußgängerzone näher zu erkunden.





    Zum Abschluss des Ausflugs ging es per Pedes vom Basar zum Hippodrom aus der römischen Periode, einst Schauplatz von Wagenrennen und Gladiatorenkämpfen. Sehenswert sind dort der ägyptische Obelisk, die Schlangensäule und der Deutsche Brunnen.




    Zurück auf der Artania gönnten wir uns eine Kleinigkeit im Restaurant Vier Jahreszeiten. Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen und Sonne tanken. Apropos tanken: Die Artania wollte in der kommenden Nacht Treibstoff aufnehmen. Dazu hätte sie evtl. die Pier gegen 23.00 Uhr verlassen müssen, weil die türkischen Behörden noch nicht bestätigt hatten, dass die Aufnahme auch an der Pier erfolgen darf. Um 09.00 Uhr am nächsten Morgen hätte sie dann an alter Stelle wieder festgemacht. Dies als Hinweis für die Gäste, die am Abend noch einmal in die Stadt wollten. Letztlich genehmigten die Behörden aber die Treibstoffaufnahme an der Pier.






    In Harry`s Bar gab es für uns am Abend den Tagescocktail Singapore Sling. Später ließen wir das Lichtermeer Istanbuls auf uns wirken.




  • Istanbul, Türkei (24.05.2022), sonnig 14-24 Grad

    Unser Ausflug am zweiten Tag begann um 09.00 Uhr. Als erstes ging es zur Blauen Moschee. Offiziell Sultanahmet-Moschee genannt, ist der beeindruckende Bau weltweit als Blaue Moschee bekannt, wegen der wunderbaren blauen Kacheln, die die Wände im Inneren schmücken. Die Moschee ist zur Zeit wegen Restaurierungsarbeiten teilweise eingerüstet. Im Vorfeld hatte es geheißen, dass wegen dieser Arbeiten auch ein Betreten der Moschee nicht möglich sei. Dies erwies sich aber als Fehlinformation. So konnten wir doch einen, wenn auch kurzen Blick in das Innere des Bauwerks werfen.




    Gleich gegenüber der Blauen Moschee liegt die Hagia Sophia, ein eindrucksvoller Bau mit wechselvoller Geschichte, ehemals Kirche und Moschee, dann Museum, heute wieder Moschee. Hier hatten wir genug Zeit für eine Innenbesichtigung. Bilder von dem beeindrucken Inneren kann ich hier ja nicht zeigen. Die Moschee darf nur ohne Schuhe betreten werden; dementsprechend hatten wir uns Socken mitgenommen. In einen weiteren Bereich darf man nur, wenn man keine Schuhe in der Hand hält. Unser Reiseleiter hatte vorher davon abgeraten, die Schuhe in den Regalen vor dem Eingang zu lassen, weil es hin und wieder vorgekommen ist, dass Schuhe vertauscht wurden. Man dürfe den zweiten Bereich aber betreten, wenn man eine Tasche oder einen Beutel hat, in den man die Schuhe verstaut. Weil Gaby immer einen Beutel dabei hat, war das Problem für uns gelöst.





    Letzter Stopp war wieder der Große Basar. Den kannten wir ja schon, so dass wir erst gar nicht hinein gingen; vielmehr zog es uns zur Konstantinssäule, eine spätrömische Monumentalsäule und in die Fußgängerzone.




    Mittags gab es eine Pizza im Restaurant Vier Jahreszeiten. Dann war wieder lesen und sonnen angesagt.


    Das Auslaufen aus Istanbul verfolgten wir von unserem Balkon aus. Ein etwas wehmütiger Blick ging dabei zur Bosporus Brücke, ursprünglich sollte es dort ja weiter ins Schwarze Meer gehen. Stattdessen machten wir uns jetzt schon auf den Rückweg.






    Den zweiten Gala-Abend haben wir dann auch unbeschadet überstanden. Die von den Tänzern und Artisten des Artania Showensembles präsentierte Tanzperformance „Bilder einer Ausstellung“ war sehr gut gemacht und fand viel Beifall.




    Fortsetzung folgt

  • Blu51

    Du legst ja ein Tempo vor :)

    Was für schöne Ziele ihr bisher angefahren habt. Ich lese gerne weiter mit und freue mich auf mehr.

    Liebe Grüße,

    Anette

    Wie schön, dass ich‘s erleben durfte :):


    WMM mit Barcelona, Okt. 20014, MS1
    Norwegen mit Nordkap und Trondheim, Aug. 2016, MS1
    Barbados trifft Mallorca, April 2017, MS5 (mit Reisebericht)

    Ägäis mit Kreta, Juli 2018, MS2

    Adria mit Dubrovnik, Juli 2019, MS6 (mit Reisebericht)

    Reisebericht: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Oktober 19

    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 2020

    Mittelmeer mit Andalusien III, MS3, Okt. 2021 (mit Reisebericht)

    Norwegen mit Ålesund, MS1, April 2022 (mit Reisebericht)

    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 2022



    Adria mit Korfu



    Transatlantik - von der Karibik nach Gran Canaria :love:

  • Kavala, Griechenland (25.05.2022), Liegezeit: 12.00-23.00 Uhr, sonnig, 18-24 Grad

    In der Nacht hatte die Artania wieder die Dardanellen durchfahren. Um ca. 01.30 Uhr war die Aufnahme des Lotsen geplant; gegen 04.00 Uhr hatte die Artania wieder das Mittelmeer erreicht. Davon haben wir aber nichts mitbekommen.


    Den Vormittag verbrachten wir wieder mit lesen und sonnen. Das Einlaufen in den Hafen beobachteten wir vom Sonnendeck aus.

    Kavala ist eine Handels- und Hafenstadt mit ca. 72.000 Einwohnern in der Verwaltungsregion Ostmakedonien & Thrakien, unmittelbar am Golf von Thasos gelegen.







    Von den zwei Ausflügen, die hier angeboten wurden, hatten wir uns für „Historische Stadt Xanthi“ entschieden. Bevor es los ging, gab es noch eine Kleinigkeit im Lido-Restaurant. Die an der Kopernikus-Bar angebotene gebratene Meerbrasse war nicht so unser Fall.


    Der Ausflug startete um 13.15 Uhr. Wir hatten gestern einen Gesundheitsfragebogen erhalten, der im Hafen eingesammelt wurde. Auf dem Fragebogen war auch das Ergebnis der Temperaturmessung vermerkt, der wir uns am Vormittag unterziehen mussten.


    Sage und schreibe 5 Busse machten sich auf den Weg nach Xanthi. Ein erster Stopp wurde im Flussdelta des Nestos eingelegt. Dieses Feucht-/Sumpfgebiet hat eine vielfältige Flora und Fauna zu bieten; so findet man hier über 250 Vogelarten. Wir hatten Gelegenheit, ein kurzes Stück eines Wanderweges entlang des Flusses zu erkunden.






    Nächstes Ziel war Xanthi; der Ort wurde im Ausflugsprogramm als „Stadt der tausend Farben“ beschrieben. Ein geführter Rundgang durch die Altstadt sollte uns die malerischen historischen Häuser und die schöne Architektur näher bringen. Problem dabei war aber, dass alle 5 Busse gleichzeitig zu diesem Rundgang starteten und dadurch an den Haltepunkten ein heilloses Durcheinander herrschte. Das hätte man organisatorisch sicher besser lösen können. Im übrigen hat uns die Altstadt auch nicht sonderlich überzeugt. Das ist natürlich unsere persönliche Meinung; andere Ausflugsteilnehmer äußerten sich jedoch ähnlich.











    Zum guten Schluss fuhren wir zu einer Taverne, wo uns Mezedes, kleine traditionelle Appetithappen und Ouzo gereicht wurden.Um 19.00 Uhr waren wir wieder an Bord.



    Dieser Ausflug war zwar nicht unbedingt ein Reinfall; empfehlen können wir ihn aber nicht wirklich. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, Kavala auf eigene Faust zu erkunden. In der Altstadt gibt es nämlich viele alte byzantinische Häuser und die aus dem 15. Jahrhundert stammende Akropolis von Kavala zu bewundern.


    Heute Abend hatte der Comedian Peter Löhmann seinen zweiten Auftritt. Wir haben wieder viel gelacht. Der Mann hat es einfach drauf.

  • Skiathos, Griechenland (26.05.2022), Liegezeit: 09.00-20.00 Uhr, sonnig, 20-22 Grad

    Skiathos ist eine Insel der Nördlichen Sporaden und bekannt für einige der schönsten Strände Griechenlands. Die Insel hat rund 6.000 Einwohner, die zum größten Teil im Hauptort Skiathos leben. Mit einer Größe von etwa 11x5 km ist Skiathos die viertgrößte Insel der Nördlichen Sporaden.





    Ausflüge wurden auf Skiathos nicht angeboten, so dass wir es ruhig angehen lassen konnten. Heute war Christi Himmelfahrt oder auch Vatertag. Aus diesem Anlass gab es an der Kopernikus-Bar ein Vatertags-Spezial. Das Küchenteam hatte eine Grillstation aufgebaut; es gab Bratwurst, Käsekrainer, Kartoffel- und Krautsalat und andere Leckereien. Klar, dass wir uns dort auch bedienten. Alle Väter erhielten darüber hinaus noch einen Schnaps.

    Später tenderten wir dann zur Insel. Die Artania lag hier nämlich wieder auf Reede; dieses Mal kamen wieder die schiffseigenen Tenderboote zum Einsatz.


    Etwa zwei Stunden bummelten wir durch den Inselhauptort; statteten auch der Hauptmeile, der Papadiamantis Straße und der Halbinsel Bourtzi einen Besuch ab. Zum krönenden Abschluss gönnten wir uns in einer Taverne am Meer ein leckeres Mythos Bier. Am Rande sei noch angemerkt, dass das Abba-Kino-Musical aus dem Jahr 2008 mit Meryl Streep und Pierce Brosnan in den Hauptrollen zu einem Teil auf Skiathos gedreht wurde.










    Die Abendshow „Lüsterarien“ mit Chansons von Otto Reuter, Friedrich Holländer, Karl Valentin und Georg Kreisler war nicht so unser Fall.




    Fortsetzung folgt

  • Schöner Bericht... denke auch gerne an unsere Istanbulbesuche zurück... einmaliges Flair.

    Und mit euch komme ich sogar noch an recht unbekannte Destinationen.

    Vielen lieben Dank dafür.

    LG Regina

  • Piräus, Griechenland (27.05.2022), Liegezeit: 08.00-20.30 Uhr, sonnig, 21-32 Grad

    Beim morgendlichen Einlaufen im Hafen von Piräus sah ich neben einigen Fähren von weitem auch ein Schiff der TUI-Flotte, konnte jedoch nicht erkennen, um welches es sich handelt. Später stellte sich dann heraus, dass es die Mein Schiff 5 war.




    Weil wir bei unserem ersten Aufenthalt 2019 mit der Mein Schiff Herz bereits die Akropolis besucht hatten, wollten wir heute die Altstadt (Plaka) erkunden. Der entsprechende Ausflug „Athen mit Plaka“ startete um 09.05 Uhr.


    Mit dem Bus fuhren wir zunächst zum Panathinaiko-Stadion. In diesem Stadion fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896 statt. Es wurde auf den Fundamenten eines antiken Stadions aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. errichtet.




    Den nächsten Fotostopp legten wir am Fuße der Akropolis ein. Hier war trotz der relativ frühen Uhrzeit schon eine Menge los. Unter den verschiedenen Ausflugsgruppen, die hinauf zur Akropolis strebten, befanden sich auch Passagiere der Mein Schiff 5.




    Ein geführter Rundgang durch die Altstadt schloss sich an. Etwas Freizeit für individuelle Erkundungen bekamen wir ebenfalls.










    Nach einem Mittagsimbiss im Lido-Restaurant wollten wir einen Spaziergang zum Yachthafen Zea Marina unternehmen. Dieses Vorhaben gaben wir aber nach einiger Zeit wegen der großen Hitze auf. Bis dahin waren wir bis zum Liegeplatz der Mein Schiff 5 gekommen; der Yachthafen war aber immer noch nicht in Sicht. Dort machten wir dann kehrt und traten den Rückweg an.





    Nach der Abendshow „We are the Champions“, einer tollen Hommage an die Rockgruppe Queen, trafen wir uns noch mit den Mitreisenden von der Amadea auf einen Drink in Harry`s Bar.

  • Santorin, Griechenland (28.05.2022), Liegezeit: 07.30-22.00 Uhr, sonnig, 19-31 Grad

    Heute stand unsere absolute Lieblingsinsel auf dem Programm. Zweimal waren wir schon hier; davon das erste Mal vor Jahrzehnten gleich 14 Tage Badeurlaub in Perissa, das zweite Mal 2019 mit der Mein Schiff Herz.





    Ein Schiff der TUI-Flotte war auch heute vor Ort; die uns schon bekannte Mein Schiff 5. Gegen Mittag gesellte sich noch die Norwegian Jade dazu.

    Einen Ausflug hatten wir nicht gebucht, so dass wir nach dem Frühstück im Laufe des Vormittags übersetzten. Alle Schiffe liegen hier nämlich auf Reede; das Tendern übernehmen lokale Tenderboote.


    Mit der Seilbahn fuhren wir hoch in den Hauptort Fira. Zu dieser Zeit ab es noch keine Wartezeiten an der Bahn. Oben angekommen machten wir zuerst einen Spaziergang durch den Ort. Der Weg führte uns dann weiter in die Nachbargemeinden Firostefani und Imerovigli.














    Zurück in Fira gönnten wir uns in einer Taverne am Kraterrand ein Bier; ich aß dazu noch einen Schinken Käse Toast. Für die zwei 0,3 l Bier und den Toast zahlten wir 24 €, der phantastische Blick war im Preis inbegriffen.


    Gegen 15.15 Uhr nahmen wir die Seilbahn zurück zum Tenderhafen; die Wartezeit betrug jetzt etwa 10 Minuten.



    Ab 18.00 Uhr fand an der Kopernikus-Bar ein Griechischer Grillabend statt. Es gab griechische Köstlichkeiten, wie Feta Käse, Salat, Tsatziki, gefüllte Weinblätter, Gyros, Zitronenhähnchen, Bratwurst, Rindersteak u.a. Als wir um 17.50 Uhr dort erschienen, waren schon alle Schattenplätze besetzt. In der Sonne war es zwar immer noch ganz schön heiß, davon ließen wir uns aber nicht beeindrucken. Zum Abschluss durfte ein Ouzo natürlich nicht fehlen.



    Weil die Artania heute vor 11 Jahren auf ihren jetzigen Namen getauft wurde, gab es von Phoenix ein Glas Sekt zum Anstoßen. So hatten wir am Ende Bier, Ouzo und Sekt auf dem Tisch stehen.




    Später genossen wir an der Phoenix-Bar die wunderschöne Aussicht. Um 23.00 Uhr wurde die Außenbeleuchtung auf Deck 9 am Artania Pool ausgeschaltet, um den Gästen einen unverstellbaren Blick auf den Sternenhimmel über der Ägäis zu ermöglichen. Ein würdiger Abschluss dieses tollen Tages.








    Fortsetzung folgt

  • Souda Bay, Kreta, Griechenland (29.05.2022), Liegezeit 08.00-18.00 Uhr, sonnig 13-27 Grad

    Für die Passagiere der Mein Schiff 5 endete heute die Kreuzfahrt auf Kreta; das hatten wir gestern in einem Gespräch während der Seilbahnfahrt vernommen. Auch die Artania steuerte Kreta an, wir hatten aber danach noch drei weitere Ziele vor uns. Außerdem machten wir nicht in Heraklion sondern in Souda Bay fest.


    Souda Bay ist einer der tiefsten natürlichen Häfen des Mittelmeeres und bildet einen wichtigen Fährhafen und Marinestützpunkt. Etwa 6 km vom Hafen entfernt liegt Chania, mit rd. 55.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel Kreta.


    Wir hatten in früheren Jahren zweimal Strandurlaub auf Kreta gemacht und kannten einige Sehenswürdigkeiten, wie Heraklion, die Omalos Hochebene, Knossos oder die Samaria Schlucht bereits. In Chania waren wir dagegen nur kurz, um den Markt zu besuchen.

    Deshalb hatten wir uns für den Ausflug „Agia Triada und Chania“ entschieden, der um 08.35 Uhr startete.


    Zunächst fuhren wir zu dem auf der Akrotiri-Halbinsel gelegenen griechisch-orthodoxen Kloster Agia Triada aus dem 16. Jahrhundert, das auch Olivenöl und Wein produziert. Das Kloster besichtigten wir nur von außen, drinnen fand gerade eine Messe statt. Die eindrucksvollen Gesänge waren auch draußen gut zu hören.









    In einem Park, in dem sich das Grabmal des Politikers Eleftherios Venizelos befindet, machten wir den zweiten Halt. Eine Freiheitsstatue steht dort ebenfalls; außerdem hat man einen schönen Blick auf das unterhalb gelegene Chania.






    Dorthin fuhren wir im Anschluss. Es folgte ein geführter Rundgang durch die Altstadt, dem sich eine Stunde Freizeit für eigene Erkundungen anschloss. Der alte Venezianische Hafen hatte es uns besonders angetan.









    Zurück auf der Artania gab es etwas auf die Gabel. Wir blieben dann auf dem Schiff; der Ort Souda Bay bietet keine großen Highlights, so auch die Landgangsinformationen, die man immer zusammen mit dem Tagesprogramm erhält.


    Am Abend besuchten wir die Musical Gala in der Atlantik Show Lounge. Das Artania Showensemble präsentierte berühmte Kompositionen aus der Feder von Sir Andrew Lloyd Webber. An dem Late-Night-Snack unter dem Motto „Alles Tatar“ konnten wir danach nicht vorbeigehen.

  • Katakolon, Griechenland (30.05.2022), Liegezeit: 10.00-19.00 Uhr, sonnig, 15-26 Grad

    Katakolon liegt im Norden des Peleponnes am Ionischen Meer und wird als „Tor zu Olympia“ bezeichnet, dem Austragungsort der olympischen Wettkämpfe des Altertums. Die olympische Ära begann im Jahr 776 vor Christus und endete mit dem Verbot der Spiele durch den römischen Kaiser Theodosius I. im Jahr 393 nach Christus.


    Wir waren 2016 mit der damaligen Mein Schiff 2 schon einmal hier und hatten damals natürlich auch die archäologische Stätte besucht. Andere Ausflüge wurden nicht angeboten, so dass wir erst um 13.30 Uhr das Schiff verließen. Wir bummelten einmal durch den kleinen Ort, der eigentlich nur aus drei Straßen besteht und ließen uns dann in einer Taverne direkt am Wasser nieder. Bei Gyros, Tsatziki und griechischem Salat konnte man es aushalten; ein einheimischer Gerstensaft durfte natürlich auch nicht fehlen.










    In den Restaurants erwartete die Gäste heute Abend ein philippinisches & indonesisches Abendessen; unserer Meinung nach immer ein Highlight auf den Phoenix-Schiffen. Als sich um 19.45 Uhr die Köche im Restaurant Artania vorstellten, bekamen sie wohlverdienten Applaus.






    Den gab es später auch für die Akteure der Crew-Show. Was die Crew-Mitglieder in ihrer knappen Freizeit da auf die Beine stellen, verdient höchsten Respekt. Natürlich durfte der Sister Act Auftritt der Phoenix Mitarbeiter nicht fehlen; Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer machte dabei eine ähnlich gute Figur wie Christoph Schädel auf der Amera im September letzten Jahres.




    Als Late Night Snack gab es heute Currywurst. Die passte gerade noch in den gut gefüllten Magen.




    Fortsetzung folgt

  • Kerkyra, Korfu, Griechenland (31.05.2022), Liegezeit: 08.00-17.30 Uhr, sonnig, 17-22 Grad

    Weil wir in jungen Jahren unsere Strandurlaube vorzugsweise auf spanischen oder griechischen Inseln verbracht haben, war uns auch Korfu nicht unbekannt. Deshalb hatten wir keinen Ausflug gebucht; wir wollten uns vielmehr auf eigene Faust in Kerkyra, der Hauptstadt der Insel umsehen. Die Stadt hat etwa 45.000 Einwohner und liegt an der Ostküste auf einer Halbinsel. Auf Korfu, der zweitgrößten der Ionischen Inseln, leben etwa eine Millionen Menschen.


    Bei unserer Ankunft begrüßte uns schon die Marella Explorer II, später gesellte sich die Norwegian Gem dazu.


    Beim morgendlichen Fönen verabschiedete sich das dafür notwendige Gerät mit einem lauten Knall und die Sicherungen sprangen heraus. Ein Anruf an der Rezeption, und 15 Minuten später war der Strom wieder da; ein neuer Fön wurde ebenfalls geliefert.


    Laut Landgangsinformationen war das Stadtzentrum ca. 3 km vom Hafen entfernt; es sollte auch ein Linienbus dorthin verkehren. Wir machten uns aber zu Fuß auf. Zunächst kamen wir an einer futuristisch aussehenden Luxusyacht vorbei, die nach Aussage des Kreuzfahrtdirektors einer amerikanischen Hedge-Fonds Managerin gehört und Touren im Mittelmeer anbietet.




    An der Neuen Festung angekommen, mussten wir feststellen, dass diese heute geschlossen war. Wir hatten sie allerdings schon 2016 besucht, so dass sich die Enttäuschung in Grenzen hielt.





    Weiter ging es in die italienisch-venezianisch geprägte Altstadt mit netten Gassen und Plätzen, die sich zwischen der Neuen und der Alten Festung erstreckt. Die Alte Festung aus dem 16. Jahrhundert erreicht man über eine kleine Brücke, die über den Kanal Contrafossa führt. Auch der Alten Festung hatten wir 2016 schon unsere Aufwartung gemacht.














    Auf dem Rückweg zur Artania legten wir eine Pause in einer Taverne am alten Hafen ein.



    Weil sich die Reise langsam aber sicher ihrem Ende näherte, fand heute die Verabschiedung durch den Kapitän und seine Offiziere sowie den Kreuzfahrtdirektor und sein Team statt. Dem schloss sich das dritte Gala-Dinner an.









    Die Show „Elements“ - die Elemente Wasser, Luft und Erde, dargestellt in Tanz, Gesang und Artistik war sehr gut gemacht. Danach saßen wir noch mit unseren Amadea-Leidensgenossen in Harry`s Bar zusammen.