Für den Anfang mal ein paar Begriffe aus der Sprache der Inuit:
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…dem kann ich mich nur anschließen
Danke nochmals Sven CosmoST
Total faszinierend, Dein Bericht, lieber Sven CosmoST , und toll auch die vielen interessanten Informationen!
ich bin auch total geflasht CosmoST und geschaut habe ich auch schon auf den entsprechenden Seiten. Da werden wir noch ein wenig sparen, vorher ein paar Mal in der Sonne urlauben und dann kann ich meinen Göga hoffentlich von der Arktis überzeugen.
Auch in der heutigen Nacht wurde die Uhr um eine weitere Stunde zurückgestellt. Am Morgen (ca. 08:00 Uhr) erreichten wir Pond Inlet, unseren ersten Halt in Kanada. Von nun an würden wir uns komplett in Nunavut bewegen, einem Territorium in Kanada mit besonderen Rechten für die dort lebenden Inuit. Gegründet wurde dieses Territorium erst 1999. Die Fläche ist ca. 6mal so groß wie Deutschland, es leben aber lediglich rund 40.000 Einwohner in Nunavut, die meisten davon sind Inuit. Es gibt also viel Fläche für wenig Einwohner, größte Teile des Territoriums sind unbewohnt, v.a. die Inseln im Norden. Einige von ihnen würden wir im Laufe der Reise noch besuchen.
Pond Inlet ist eine der größeren Städte/Siedlungen, hier leben ca. 1.900 Menschen. Für Expeditionsschiffe hat Pond Inlet größere Bedeutung, da hier meist der erste Halt in Kanada stattfindet und somit die Einklarierung. So wie auch für uns.
Die kanadischen Behörden werden per Zodiac abgeholt und führen die Einklarierung auf dem Schiff durch, zugleich wird das Schiff diversen (Sicherheits-) Überprüfungen unterzogen. Die Reisepässe wurden übrigens schon beim Start der Reise eingezogen, so dass die Passkontrolle ohne die Gäste selbst stattfinden konnte – evtl. musste man für stichprobenartige Kontrollen zur Verfügung stehen. Danach mussten die Behörden das Schiff dann noch zum Landgang freigeben, bevor es losgehen konnte. Und das Ganze sollte ein wenig dauern …
Heute war auch gleichzeitig ein besonderer Tag. Nicht nur der erste Halt in Kanada, sondern auch mein Geburtstag. Ich hatte schon öfter Geburtstag auf Reisen, inkl. auf Schiffen, Sommerzeit ist nun mal Urlaubszeit. Da gab es mal eine Flasche Sekt oder Wein auf das Hotel-Zimmer oder die Kabine. Mal sehen, wie es hier werden würde …
Nach dem Frühstück kam die Durchsage, dass die Sicherheitsprüfung noch im Gange sei. Also gingen wir aufs Pooldeck und genossen ein wenig die Sonne. Wir hatten nämlich bestes Wetter! Und wie wir da so saßen, kam der General Expeditionsmanager vorbei, schaute kurz, kam zurück. Reichte mir die Hand. „Gutem Morgen Herr Tw. … Alles Gute zum Geburtstag!“ usw. Da waren wir erst mal baff! „Danke schön! Aber woher wissen Sie denn das?“ – Antwort mit Augenzwinkern: „Wir wissen so etwas!!!“. Klar, die haben mein Foto (für die Bordkarte) und auch meine Daten. Aber man muss ja die Person auf dem Schiff auch ausfindig machen, ich bin ja nicht direkt hingelaufen.
Die nächsten Durchsagen kamen, die Überprüfung an Bord war erfolgreich abgeschlossen, der Landgang war aber immer noch nicht freigegeben. Das dauerte noch ein wenig, also auf die Kabine. Dort wartete dann das nächste Geburtstagspräsent, eine (große) Flasche Champagner! Mit Grüßen vom Kapitän und Expeditions- und Hotel-Chef.
OK, wir hatten ja noch nicht mal unseren Begrüßungschampagner ausgetrunken (der wartete noch im Kühlschrank), aber den würden wir heute nach dem Landgang köpfen – so der Plan. Dann kam endlich die Durchsage, dass der Landgang jetzt freigeben war. Die Informationen für die Verzögerung waren, dass Jäger-Verbände den Landgang verweigern wollten, da sie der Meinung waren, dass sich das Schiff auf vergangenen Reisen nicht korrekt verhalten hatte und z.B. Gebiete befahren hatte, die verboten waren. Dieses Missverständnis konnte aber zum Glück ausgeräumt werden (es war nicht unser Schiff), so dass letztendlich doch noch an Land konnten. Was man nicht alles so erlebt …
Die Gummistiefel konnten heute erneut zu Hause – also im Gummistiefelraum – bleiben. Obwohl es keine Pier in Pond Inlet gibt, gibt es neuerdings einen kleinen Steg für Fischerboote. Und da kann ein Zodiac auch anlegen. Man kommt also trockenen Fußes an Land. Der blaue Parka hätte theoretisch auch auf der Kabine bleiben können – heute war mit 12 Grad der wärmste Tag der Tour. Aber sicher ist sicher …
So ging es runter in die Zodiacs. Vor dem Auschecken gratulierte mir dann auch noch die Guest Relationship Managerin zum Geburtstag. OK, wenn der Expeditionsmanager das weiß, weiß sie das auch. Wohlgemerkt, bevor ich mich per Bordkarte ausgecheckt habe – ein Lämpchen, dass ich heute ein VIP sein sollte, blinkte nämlich nicht. ![]()
Mit dem Zodiac ging es also nach Pond Inlet, die Zodiac-Rettungsweste konnte am Strand abgegeben werden, wir mussten also nicht mit der Weste, die man bei Fahrten ja immer anlegen muss, durch den Ort.
In Pond Inlet durfte man sich nicht frei bewegen, sondern es ging in Gruppen mit einem lokalen Guide und einem unserer Experten in jeder Gruppe durch den Ort. Doch bevor es losging, noch ein kleines Geburtstagsständchen!!!
Halt, dieses Mal aber NICHT für mich! Eine der Guides hatte Geburtstag und für sie war das Ständchen. Es hätte mich auch etwas gewundert, wenn die anderen Gäste und die Guides über meinen VIP-Status an diesem Tag Kenntnis hatten ![]()
Der Landgang hatte sich zwar verschoben, aber das Ende wurde auch ein wenig nach hinten gesetzt, so dass wir annähernd die volle Zeit zur Verfügung hatten. Los ging es mit unserem Rundgang in Pond Inlet …
VG Sven
Die Stadt bzw. die Siedlung Pond Inlet ist natürlich sehr viel anders als das, was man aus unseren Regionen gewohnt ist. Andererseits gibt es hier aber auch keine Iglus (logisch, ist ja Sommer!!!) oder Qarmaqs. Die Bevölkerung – zum größten Teil Inuit – lebt inzwischen natürlich in normalen Häusern.
Asphaltierte Straßen gibt es aber zum Beispiel keine. Straßen sind hier mehr oder weniger staubige Wege. Wenn es mal zu trocken wird, werden die Straßen mit Öl/Fett „gewässert“ und dann staubt es nicht mehr ganz so doll.
Die Straßen und Wege werden größtenteils von Geländewagen und Quads befahren. Klar, man muss sich damit ja auch außerhalb der Ortschaft bewegen können. Es gibt keine Warm-/Kaltwasseranschlüsse für die Wohnungen. Jedes Haus besitzt mehrere Tanks für Frischwasser, Abwasser und Öl. Diese werden wöchentlich (zumindest Wasser/Abwasser) mittels Tankwagen beliefert.
Auch hier gibt es wie in Grönland die Schlitten – im Sommer natürlich geparkt und nicht im Einsatz. Auf einigen der Schlitten sind kleine Hütten aufmontiert, dadurch muss man dann auf der Jagd keine Jagdhütten/Iglus mehr bauen, sondern hat sein Haus quasi immer dabei. Aber es gibt wenig Hunde. Die Schlitten werden in Kanada eher von motorisierten Fahrzeugen gezogen. Hunde sind somit hier auch mehr Haus- als Nutztiere und kommen nicht in dem Umfang vor, wie wir sie in Sisimiut gesehen hatten.
Ca. zwei- bis dreimal pro Jahr legt ein Versorgungsschiff an, um die Bevölkerung zu beliefern. Wohlgemerkt nur im Sommer (Ende Juni bis Mitte September) im Winter geht das wegen des Eises nicht. Ansonsten werden manche Güter über den Luftweg transportiert – dann aber zu horrenden Preisen. Die Menschen müssen also mit ihren Vorräten gut haushalten, um über das Jahr zu kommen. Klar, im Supermarkt gibt es viele der benötigten Dinge, die Waren können aber schon mal extrem teuer werden, so kostet eine Dose Cola dann gleich mal 8 Dollar! Eigentlich bleibt für die Inuit somit nichts anderes, als sich über die Jagd mehr oder weniger selbst zu versorgen. Die Preise im Supermarkt kann man sich größtenteils nicht leisten (Löhne sind niedrig und Arbeit gibt es nicht viel). Landwirtschaft ist wegen des Klimas schwer möglich. Die Unterstützung durch die kanadische Regierung ist nicht in so großem Umfang vorhanden, wie man sich das vielleicht wünschen würde. So wurde z.B. bei Gründung von Nunavut zugesagt, hier einen Hafen zu bauen. Das ist bis heute nicht geschehen! Klar, theoretisch gibt es die Belieferung per Flugzeug, aber die kostet. Und wenn sich die Bevölkerung das alles kaum leisten kann, bringt das auch nicht so viel. Aber gut, ich will den RB jetzt nicht mit politischen Diskussionen voll frachten, wollte nur mal kurz auf die Probleme hinweisen …
Aktuell lag eines dieser Versorgungsschiffe vor Pond Inlet auf Reede. Dieses wird dann über mehrere Tage mit kleinen Booten entladen.
Die Straßenschilder sind alle zweisprachig. Zum einen in Englisch, zum anderen in Inuktitut, der Silbensprache der Inuit.
Die einzelnen Siedlungen in Nunavut liegen weit auseinander. Das kann man ja an den Einwohnern je Fläche sehen. Zwischen den Orten gibt es keine Straßen, d.h. man muss durch das Gelände, auf dem Seeweg oder per Flugzeug reisen, letzteres zu extremen Preisen. Als Ergebnis dessen, reisen die meisten Menschen hier eher nicht, kommen also eher selten aus ihrer Siedlung heraus. Dafür kennt hier jeder Jeden.
Von den ca. 1.900 Einwohnern sind ca. 700 Kinder! Eine große Zahl, wie wir finden.
Das und vieles mehr erfuhren wir auf unserem Rundgang von unserer Inuit-Guide und unserem Experten in der Gruppe, der bei uns „zufällig“ auch der Ethnologe war, also sich mit der Materie bestens auskannte …
VG Sven
Was gab es während unseres Rundganges sonst noch so zu sehen?
Es gibt eine Restaurierung eines Grassodenhauses, also eines Qarmaqs. Leider ist aktuell diese Restaurierung aufgrund Materialmangels nicht so weit fortgeschritten. Die Mauer besteht aus Torf-/Grassoden, darauf wird dann normalerweise ein Gerüst aus Walknochen gelegt und darüber Robbenhaut bespannt. Holz gibt es in dem Maße nicht, es gibt ja keine großen Bäume, daher muss man auf Materialien, die es gibt (Knochen) ausweichen.
Hier ist auch vermehrt eine Art Wollgras zu finden.
Die Inuit haben dafür einen sehr schönen Namen, der in der Übersetzung „Blume, die so aussieht wie das Hinterteil des Schneehasen“ heißt.
Ist das nicht toll? ![]()
Wenn man das so betrachtet, auf jeden Fall passend! Und eine wunderschöne Umschreibung!
Weiter ging es über die mit Wollgras und arktischen Weiden bewachsenen Flächen zum Nattinnak-Besucherzentrum.
Im Innern befinden sich Gegenstände der Inuit sowie einzelne ausgetopfte Tiere und Kunstobjekte. Wie immer hier keine Fotos aus Museen/Ausstellungen.
Gleich daneben befindet sich die Schule von Pond Inlet. Dort arbeitet unter anderem auch unser Guide als Lehrerin.
Hier hält z.B. auch ein Schulbus. Dieser sammelt aber die Kinder nur innerhalb des Ortes ein, Verbindungen zu anderen Siedlungen gibt es, wie schon vorher beschrieben, keine.
Wir bewegten uns in der Gruppe weiter durch die Straßen des Ortes. Obwohl wir vorher gebrieft worden waren, uns nur auf einer Straßenseite zu bewegen – man läuft ja auch nicht einfach mitten auf der Straße, oder??? – war es für die meisten Gäste wohl nicht möglich, dass auch einzuhalten
Warum auch immer, auch mehrmaliges Ansprechen durch Guide oder Experten stieß auf taube Ohren. Wahrscheinlich gut, dass man sich nur in der Gruppe bewegen durfte, sonst wäre mancher Gast vielleicht direkt in der Inuit-Behausung gelandet – „die Tür stand ja offen“ …
Schön, wie wir finden, ist auch die Landschaft drum herum mit den Bergen im Hintergrund. Insbesondere bei solch einem Wetter!
Weiter führte uns der Weg zum Kulturzentrum. Dort gab es eine Vorführung der Inuit.
Auch hier keine Bilder, nur eine kurze Beschreibung (Fotos mit Menschen im Detail ohne die Menschen zu zeigen zu dürfen, das wird schwierig
)
Gezeigt wurden u.a.
Die Vorführung war interessant und für uns auch sehr lustig.
Wichtig für die Inuit ist der Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Dies ist natürlich wichtig, um als Gemeinschaft zu überleben. Man versucht, Konflikte stets auf friedlichem und spielerischem Weg zu lösen. Und die Inuit sind stolz, dass sie seit 1999 ein eigenes Territorium innerhalb Kanadas besitzen, also auch gewisse Rechte haben. Natürlich ist das Leben hier in Kanada für die Inuit sehr hart …
Vom Kulturzentrum ging es mehr oder weniger direkt durch den Ort zurück zum Hafen und damit zurück zu unserem Schiff.
Ein wie ich finde, interessanter Ausflug, auch wenn es dieses Mal eher wenig Natur gab. Aber dafür einen Einblick in die Inuit, sowohl in den Aufbau ihrer Siedlungen der modernen Zeit als auch ein kleiner Einblick in ihre Kultur und Rituale durch die Vorführung. Schön! ![]()
VG Sven
Zurück auf dem Schiff ging es auf die Kabine zum Umziehen und Wegbringen der Zodiacweste. Unterwegs wurden wir aber nochmal aufgehalten vom Barkeeper. Der musste mir natürlich auch zum Geburtstag gratulieren. ![]()
Hier sieht man dann schon einen Unterschied in der Gästebetreuung zu einem großen Schiff. Das ist eben auch möglich, weil es nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Gästen gibt. Aber die Crew muss für so etwas natürlich auch den Blick haben. Nicht jeder weiß, wie wer aussieht. Es sind ja trotzdem ca. 200 Gäste an Bord. Und bisher waren wir ja nicht abends stundenlang an der Bar versackt, so dass wir hier schon bekannt wären ![]()
Heute gab es zum Mittagsessen auf dem Pooldeck einen Pølser-Lunch. Mit leckeren Hotdogs (so richtig klassisch mit allem drum and dran), Gulaschsuppe, Fish & Chips und Kaiserschmarrn als Nachtisch. Dazu alkoholische und nicht-alkoholische Getränke frei Haus. Der eine oder andere Hotdog sowie das eine oder andere Glas Wein war unser!!! Lecker!!! So etwas könnte es ruhig öfter geben, zumal wir heute wie bereits beschrieben Bombenwetter hatten. Wir verließen Pond Inlet.
Danach holten wir den Geburtstagschampagner aus der Kabine und machten es uns auf dem Sonnendeck gemütlich. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir diesen speziellen Nachmittag.
(Teilweise lag Nebel auf dem Meer)
Allerdings wurden wir auch hier noch mal kurz unterbrochen. Der Restaurant-Chef kam vorbei, gratulierte mir (natürlich auch) zum Geburtstag. Und „Frau K., Herr Tw. Ich freue mich Sie heute Abend zum Dinner im Hamptons begrüßen zu dürfen!“ Tja, wie der uns wohl erkannt hat, wir waren ja mit Sonnenbrille und Mütze mehr oder weniger inkognito unterwegs? Aber die Leute haben hier ein geschultes Auge für solche Sachen …
Am späten Nachmittag gab es einen Experten-Vortrag zum Thema „Arktische Seevögel“. Den einen oder anderen Seevogel hatten wir ja bereits gesehen (verschiedene Möwenarten und Eissturmvögel). Mal sehen, was uns sonst noch so erwartet. Und gleich danach das Recap zum Thema Pond Inlet und das Precap zu unserem nächsten Halt, Croker Bay.
Vor dem Abendessen mussten wir nochmal kurz hoch auf das Sonndendeck. Ein sehr großer, schöner Eisberg war per Durchsage angekündigt worden und den wollten wir noch in Augenschein nehmen.
Die Zeit reichte aber nicht aus, um den Eisberg noch weiter zu verfolgen, wir mussten ja ins Hamptons, das Spezialitätenrestaurant auf der HANSEATIC nature. Das Thema hier ist amerikanische Ostküsten-Küche. Anlässlich meines Geburtstages war auch extra eingedeckt und es gab erstmal ein Glas Champagner aufs Haus!
Die restlichen Getränke mussten wir dann aber bezahlen ![]()
Im Hamptons gibt es eine Karte, die jede Woche wechselt. Warme und kalte Vorspeisen entspringen größtenteils der Ostküsten-Küche (Lobster-Sandwich, Clam Chowder, Crab Cake, …). Als Hauptgänge gibt es diverse Steak-Sorten mit vielen Beilagen (die gibt es wochenübergreifend, also quasi immer) sowie auch entsprechende Ostküsten-Gerichte (z.B. Hummer), die pro Woche wechseln. Das alles ist im Reisepreis enthalten, nur die Getränke bezahlt man extra – wie überall an Bord.
Wir entschieden uns für ein 5-Gang-Menü mit jeweils 2 Vorspeisen, einem Tequila-Limetten-Sorbet dazwischen, Steak mit diversen Beilagen und Nachtisch.
Während des Essens trieb an unserem Fenster der bereits gesehene Eisberg vorbei, hier aus einer anderen Perspektive. Der musste (natürlich) erneut fotografiert werden, auch wenn es nur durch die Scheibe war.
Das Essen war super lecker! Insbesondere das Steak auch auf den Punkt gegart – für uns also medium-rare. Das hatten wir in der Vergangenheit in Steakhäusern schon mal anders erlebt. Aber hier haben sie es toll hinbekommen. Wir waren rund herum zufrieden. In der nächsten Woche (mit veränderter Karte) würden wir hier nochmal essen.
Nach dem Essen ging es aufs Pool- bzw. Sonnendeck, den Abend und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Vorbei an Bylot Island, die sich nördlich von Baffin Island befindet und begleitet von Eisbergen. Ein malerischer Anblick!
Ein sehr schöner Abschluss für einen sehr schönen Tag! Auf einen Cocktail verzichteten wir, über den Tag hatten wir ja schon diverse Champagner und Weine konsumiert
…
VG Sven
Was für ein toller Tag und spezieller Geburtstag CosmoST dazu diese Klarheit auf deinen Fotos.
Absolut sensationell
Sven
Eigentlich grätsche ich ja nicht so gerne in Reiseberichte rein, aber hier muss ich mal eine Ausnahme machen: ich bin begeistert, Sven, CosmoST, dass Du uns mit so viel Hintergrundwissen versorgst. Davon kann ich gar nicht genug bekommen, denn gerade bei solch entlegenen Zielen hilft es sehr, sich einen Eindruck zu verschaffen. Danke dafür.
VG Verena
Grandios!!
Wundervolle Bilder , traumhafte Landschaft… ich glaube , ich schrieb es schon mal :
Ich liebe Eisberge ![]()
Danke für den total interessanten Bericht !
Ja, traumhafte Bilder
ich finde es richtig gut, dass Du auch etwas von Land und Leuten schreibst, einschließlich Politik, denn das macht das Land aus.
Einfach nur WOW…geniale Aufnahmen und sehr interessante Beschreibung eurer Ziele ![]()
(Und deinen Geburtstag kann ich mir prima merken
…ist unser Hochzeitstag)
Freue mich schon auf die weitere Reise…
LG, Astrid
Bei der Beschreibung des Essens im Hamptons lief mir das Wasser im Mund zusammen! Und danke für die tollen Fotos!
Wow, das war auf jeden Fall ein Geburtstag, der dauerhaft in Erinnerung bleibt.
Die Bilder und deine Beschreibungen sind erste Sahne und mega interessant. Vielen Dank dafür.
LG Susanne
Phantastische Beschreibungen, grandiose Bilder und ein unvergessener Geburtstag - besser gehts nicht
Einfach nur WOW ![]()
Was für eine außergewöhnliche Reise... vielen vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns deine wundervollen Fotos zu zeigen und uns diese, mir gänzlich unbekannte, Welt durch deine interessanten Erklärungen näher zu bringen. Freue mich sehr auf die Fortsetzung.
Devon Island liegt nördlich von Baffin Island und ist durch den Lancaster Sound von dieser Insel getrennt. Der Lancaster Sound, der am frühen Morgen durchfahren wurde, ist gleichzeitig der Eingang zur legendären Nordwestpassage. Devon Island ist mit über 55.000 km2 die größte unbewohnte Insel der Erde. Der östliche Teil der Insel, ca. ein Drittel der Gesamtfläche, ist mit einer bis zu 600m dicken Eiskappe bedeckt. Bekannt ist die Insel u.a. durch das Mars-Habitat. Hiermit sollen bemannte Mars-Missionen vorbereitet werden. Die Bedingungen auf dem Mars und in der kanadischen Wildnis auf dieser Insel müssen sich also recht nahe sein.
Unser Ziel war jedoch nicht der Mars, sondern die Croker Bay. Diese Bucht befindet sich an der Südküste von Devon Island und ist ein Seitenarm des Lancaster Sounds. Benannt wurde die Bucht zu Ehren von John Wilson Croker, einem englischen Parlamentsredner, Dichter und Journalisten. Am Ende der Bucht befindet sich eine große Gletscherzunge, diese stellte unser heutiges Tagesziel dar.
Der Tag begann – wie immer eigentlich – recht früh. Nach dem ausgiebigen Frühstück stand auch schon um 10:00 Uhr der erste Vortrag des Tages an. Thema „Iglu, Kajak, Hundeschlitten: Überlebenstechniken der Inuit im Ewigen Eis“. Es war der zweite Teil der Inuit-Reihe von unserem Ethnologen an Bord. Eine gute Möglichkeit, das Gesehene bei den bisherigen Stationen der Reise zu vertiefen und noch ein paar weitere, interessante Informationen zu sammeln.
Kurz danach stand eigentlich ein weiterer Vortrag an („Wie entsteht unser Wetter?“). Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit, die Vorträge live im Hanseatrium anzuschauen, wollten wir diesen später im TV nachholen. Stattdessen wollten wir lieber oben auf dem Sonnendeck die Fahrt durch die Croker Bay bis zum Gletscher verfolgen. Also warm anziehen und Kamera und Fernglas bereithalten. Am Morgen war es noch etwas trüb und stark bewölkt …
Eine bemannte Eisscholle näherte sich dem Schiff. Auf ihr lag eine Bartrobbe und ließ sich treiben.
Auch diverse Seevögel kreuzten unseren Weg, u.a. Gryllteisten.
Dann gab es Aufregung an Bord. Ein Eisbär wurde gesichtet!
Allerdings in weiter Entfernung – die Experten meinten, dass es min. 2km gewesen sind. Da gibt es logischerweise keine detaillierten Foto-Aufnahmen. Man muss sich schon sehr anstrengen, um ihn mit bloßem Auge sehen zu können. Das Problem ist anfangs auch, ihn überhaupt erstmal zu entdecken in der großen, weiten Landschaft. Wenn man die Position aber einmal hat, lässt er sich auch gut verfolgen.
Aber immerhin: wir haben einen Eisbären in freier Wildbahn gesehen! Einen Punkt auf der Bucket-List der Reise können wir abhaken ![]()
Übrigens: Der Vortrag im Hanseatrium wurde bei der Ansage „Eisbär voraus!!!“ abgebrochen. Tiersichtungen gehen (teilweise) eben vor! Der Vortrag sollte im Laufe der Reise aber wiederholt werden. Wir haben also nichts verpasst. Der Eisbär bewegte sich zielstrebig immer in eine Richtung, ließ sich auch von Anstiegen und Geröll nicht aufhalten und war dann irgendwann verschwunden ...
VG Sven