Reisebericht von Hamburg bis Mallorca mit der Mein Schiff 3 vom 18. bis 29.9.2017

  • Vorbemerkung: Irgendwas hatte ich wohl an meiner kleinen Kamera verstellt, jedenfalls waren alle Fotos nicht so, wie ich erwartet habe. Musste alle bearbeiten… :S Deshalb gibt es diesmal nur eher wenige Bilder

    Auf geht’s jetzt aber:

    18.9. Anreise und Einschiffung

    Nach mehr als zehn Monaten Wartezeit konnte es nun endlich losgehen: mit der Mein Schiff 3 immer entlang der Westküste Europas gen Süden. Wettertechnisch also vom allzu frühen Frühherbst in den Spätsommer. Uff - ein Packproblem! Zumal unser über TC gebuchter Rückflug mit Tuifly nur 20 kg Freigepäck erlaubte. Echt wenig …

    Für mich ein neues Erlebnis: zum ersten Mal war ich nicht allein auf Kreuzfahrt, sondern mit Bruder und Schwägerin, allerdings in jeweils separaten Balkonkabinen. Sehr weit hinten, ich am Heck, die beiden fünf Türen weiter backbords. Meine erste Heckkabine und ein gemischtes Erlebnis, aber davon später mehr.Erstmal ging es mit Bus und Straßenbahn zum Hauptbahnhof – die Koffer hatte wir zum Glück Tefra anvertraut – und dann mit dem IC ohne Umstieg nach Hamburg. Der schaffte es trotzdem, eine Stunde Verspätung auf der Strecke anzuhäufen, und wir genossen die Fahrt in vollen Zügen (ist wörtlich zu nehmen). Keine Ahnung, wo wir da noch Koffer hätten unterbringen sollen …. Geht die Bahn eigentlich davon aus, dass alle Reisenden nur ein Aktenköfferchen oder Handtäschchen dabei haben??

    Kurz von 14 Uhr kamen wir endlich an, sahen am Bahnhofsvorplatz eine lange Schlange am Shuttlebus und den Gepäck-Sprintern und nahmen lieber ein Taxi nach Steinwerder. 28 Euro inkl. Trinkgeld, für die relativ weite Fahrt erstaunlich preiswert. Steinwerder ist wirklich irgendwo im nirgendwo, und meine geliebte Geburtsstadt Hamburg tut wirklich nix, um Passagiere dieses neuen Terminals kommod dahin zu befördern. Wieso gibt es keine städtischen Shuttleverbindungen vom Hauptbahnhof (oder Flughafen) dorthin? Das Tor zur Welt… ist manchmal ganz schön provinziell.

    Irgendwo im Nirgendwo betraten wir dann den Cruiseterminal und schluckten erstmal: Menschenmassen in mehreren Reihen, wie im Securitycheck am Flughafen durch Bandabsperrungen im Zickzack geleitet. Rund ein Dutzend Schalter waren besetzt, aber die Hälfte davon mit TC-Mitarbeitern, die untätig in die Menge blickten. Wir rätselten, ob bei denen vielleicht das System am PC abgestürzt war oder was sonst die Ursache sein könnte. Nach 30 Minuten kamen die Mädels und Jungs dann aber auch in Schwung, und so dauerte es „nur“ eine gute Stunde, bis wir eingecheckt waren. So hatte ich das bei TC noch nie erlebt – aber wir waren noch gut dran: Foris, die später kamen, brauchten zwei Stunden für die gleiche Prozedur.Eingecheckt hieß aber noch nicht geboardet, denn danach kam die Security. Also wieder Schlange stehen vorm Durchleuchten, nochmal eine halbe Stunde.

    Ein Gutes hatte das wenigstens: als wir kurz nach drei endlich an Bord waren, konnten wir gleich in unsere Kabinen. Meine am Heck (7186) war Standard, hatte aber einen deutlich längeren und breiteren Balkon. Was allerdings keinen Vorteil brachte, denn außer den beiden Stühlen und dem kleinen Tisch gab es keine weiteren Möbel (Liege?), die dort durchaus Platz gehabt hätten. Nach einem Imbiss im Anckelmanns und einem ersten Cocktail in der AAB ging es dann ans Koffer auspacken, danach zur SNRÜ und um 19 Uhr kam das erste Auslaufen – für uns auf Deck 5 vor der Schaubar, schön leer und mit Sektnachschub in der Nähe. Leider begann es schon, zu dunkeln. Trotzdem war es sehr schön, aus unserer Stadt die Elbe hinunter Richtung Nordsee zu fahren.

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    Um acht gingen wir essen, wieder im Anckelmanns, danach noch in die Schaubar, weil es an Deck einfach zu schattig war. Und nach dem langen Tag war relativ früh Bubu angesagt – aber nicht, ohne noch mit einem Cocktail auf das Schraubenwasser zu gucken


  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • @Emmalotta

    Da melde ich mich doch gleich mal zur Mitreise an. War ja gerade selbst auf einem Teil deiner Route unterwegs.

    LG Susanne

  • Bin auch dabei Jutta @Emmalotta
    machen wir doch im nächsten September fast die gleiche Cruise.
    LG Kaline

  • 19.9.17 – Seetag
    Sonnenaufgang 7:20 (im Bett verschlafen), 14 Grad, wolkig mit Schauern (die gab es nicht!), frische Brise aus nördlicher Richtung (also auch auf dem Heckbalkon)

    Frühstück wieder im Atlantik Med, schön entspannt im Bedienbereich. Haben wir aber dann nicht mehr gemacht – denn man muss schon vom Servierwagen aus alles ordern, ohne zu wissen, wie viel man tatsächlich essen möchte (und kann). Da bleibt dann zu viel auf den Tellern und wird vernichtet. Buffet macht mehr Sinn, also gingen wir von da an immer ins Atlantik Klassik.

    Um 11 Uhr dann Forumstreffen an der AAB mit immer hin 19 (!) Teilnehmern!

    Meine Reisebegleiter waren in dieser Zeit sporteln und schwimmen. Nach einem Mittagsimbiss gut eingepackt lesen an der AAB oder Siesta auf der Kabine, abends dann Essen im Atlantik Klassik – nicht ganz so entspannt, wie erhofft: Wir waren bewusst erst um 20 Uhr dort, um die Rushhour zu meiden. Bedient wurden wir im Schnelltempo (5 Gänge plus Espresso und Brandy in knapp 60 Minuten), Punkt 21 Uhr begann der Service dann, überall um uns herum die Tische abzuräumen (nicht wirklich diskret), und Besteck wurde mit fast demonstrativer Lautstärke in die Schubladen geworfen … ziemlich ungemütlich, kam uns vor wie ein „Rausschmiss“. Der Espresso übrigens war schlicht ungenießbar. War deshalb für uns auch der erste und letzte Abend im Klassik.

    Fortsetzung folgt...

  • 20.9.17 Le Havre

    Wolkig, sonnig, 19 Grad

    Um 7 Uhr wurde ich buchstäblich wachgerüttelt: vom Schiff, das heftig vibrierte! Huch, was war das?? Tja, die Heckstrahlruder, die mich von diesem Tag an in jedem Hafen zuverlässig aus dem Tiefschlaf holten X/ Deshalb werde ich künstig wohl von einer Heckkabine Abstand nehmen.

    Wir haben uns nach einem schönen Frühstück im Atlantik Klassik dann mutig in die Stadt aufgemacht, obwohl sie von Bord aus schon nicht so wirklich einladend aussah. Der Eindruck verstärkte sich, und so waren wir ziemlich bald wieder an Bord. Mit dem Taxi von der Innenstadt aus 7 Euro, also sehr preiswert.

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    Sind dann lieber schwimmen gegangen (Wasser hatte 23 Grad), haben gelesen, genossen, gechillt. Tapas an der AAB, Abendessen im Anckelmanns, Absacker in der Schaubar, relativ früh in die Heia. Wir waren uns einig, dass man auf diese Destination eigentlich gut verzichten kann und den eingesparten Tag später auf der Reise gut hätte gebrauchen können …

    Fortsetzung folgt

  • @Emmalotta

    Schade, dass ihr den Tag in Le Havre nicht für einen Ausflug nach Honfleur genutzt habt. Das ist wirklich zauberhaft.

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  • Wir waren uns einig, dass man auf diese Destination eigentlich gut verzichten kann und den eingesparten Tag später auf der Reise gut hätte gebrauchen können …

    Du weßt aber schon, dass es nette Ausflüge ab Hafen Le Havre nicht nur nach Paris ( das wäre mir auch zu weit) aber z.B. nach Honfleur, Deauville oder auch zum Mont St. Michel, den u.a. @silvanna so toll beschrieben hat, gibt. Hattet Ihr keine Meinung zu einer Tour?

    LG
    Siegrid

  • 21.9.2017 Southhampton

    Vormittags Sonne, nachmittags Wolken (ja, Pustekuchen – jedenfalls in Southampton), 17 Grad. Uhr um 1 Stunde zurückgestellt.

    Ich hatte an diesem Tag ein Goodie für die kleine Monarchieanhängerin in mir gebucht: TC-Ausflug nach Windsor Castle!! Sehr moderat ging es erst um 9:15 zum Treffpunkt ins Theater.Dann mit dem Bus knapp 1,5 Stunden weiter, sehr unterhaltsam durch eine deutsche Reiseführerin, die seit über 20 Jahren in Southampton lebt. Und jetzt nicht weiß, ob sie nach vollzogenem Brexit womöglich ausgewiesen wird oder (im besten Fall) alle zwei Jahre erneut eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung beantragen muss… Sie erzählte, dass schon jetzt viele Fachkräfte die Insel verlassen hätten, voriwegend im Medizin- und Pflegebereich. Was dazu führt, dass man als Patient im Krankenhaus an die 6 Stunden auf dem Flur warten muss, bis sich jemand kümmern kann …

    Nach einer Stunde Autobahn ging es über Land weiter mit sehr schönen Aussichten, u.a. auf Ascot – sehr gepflegt, sehr edel, sehr upper class auch ohne PublikumUnd dann das riesige Windsor Castle, das übrigens ständig bewohnt ist – nicht von der nur gelegentlich vorbeikommenden Königsfamilie, sondern von einer Heerschar Angestellter. Echt schöne Wohnlage, außer der Lärmbelästigung durch die ständig tief drüber weg fliegenden Jets. Heathrow ist nicht weit entfernt …Wir wurden alle mit Eintrittsbändchen und Audioguides ausgestattet (nicht ohne vorher eine Security absolviert zu haben) und konnten das Schloss und das entzückende Städtchen auf eigene Faust erkunden. Zeit von 11 bis 15:30 Uhr, sehr angenehm und absolut ausreichend.

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    Diese Queen war wenigstens vor Ort ...

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    Lampenputzer

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    Kleiner Wachwechsel - großes Kino gibt es nur 2x pro Woche

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    Nach rund 2,5 Stunden war mein Monarchiebedürfnis gestillt und ich erkundete die kleine Stadt, die direkt ums Schloß herum liegt. Und fand eine Fußgängerzone, in der es - oh Wunder! - weder Douglas noch H&M noch Starbucks oder ähnliche Ketten gab, sondern nur lauter kleine Geschäftchen. Und wenige Touristen, dafür jede Menge Einheimischer!

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    geht sofort noch weiter ...

  • Hallo Jutta @Emmalotta

    super, die Reise nochmal nachzulesen.
    Schon interessant wie die gleiche Reise mir anderen Augen gesehen (beschrieben) wird. Danke schonmal :thumbup:

    Viele Grüße
    Markus

    "Ihre nächsten beruflichen Ziele?" "Freitag"
    "Und längerfristig?" "Wochenende"

    Viele Grüße
    Markus

  • Southampton, Teil 2

    Als der mittägliche Hunger kam, ging ich auf die Suche nach einem Pub und - na was wohl? - Fish'n Chips. Und wurde hier fündig:

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    Was mir dann serviert wurde, verschlug mit echt die Sprache:

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    Ich bin wirklich ein guter Esser, aber diesen Trümmer hab ich nicht geschafft, obwohl er äußerst lecker war! Kostete mich übrigens samt einem Pint of Ale und Trinkgeld 18 Euro. Für England echt ein Schnäppchen :rolleyes:

    Am Nebentisch drei betagte englische Ladies, die ihren Einkaufsbummel mit einem Lunch krönten.

    Danach war ein Verdauungsspaziergan nötig und auch möglich, hatte noch eine gute Stunde Zeit bis zum Treffen am Bus. Also ging ich mal runter zur Themse, an der ich trotz diverser Englandbesuche noch nie war...

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    Links von dieser Brücke liegt übrigens Eton - ich wusste nicht, dass es so nach an Windsor ist.

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    Damit hätte ich auch fahren können, wenn ich's vorher gewusst hätte

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    Englische Gartenkunst am Busbahnhof

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    Fünf Minuten vor dem Wiedereinstieg in den Bus fing es an zu nieseln - in Southampton hatte es den ganzen Tag geschifft - und bei der Rückkkehr zum Schiff schien wieder die Sonne. ein rundum gelungener, sehr schöner Tag!

    Fortsetzung folgt...

  • @alle, die mir folgen - ich freue mich, dass Ihr mit mir auf diese Tour geht, dankeschön!!

    Du weßt aber schon, dass es nette Ausflüge ab Hafen Le Havre nicht nur nach Paris ( das wäre mir auch zu weit) aber z.B. nach Honfleur, Deauville oder auch zum Mont St. Michel, den u.a. silvanna so toll beschrieben hat, gibt. Hattet Ihr keine Meinung zu einer Tour?

    Jo, Siegrid, diese Möglichkeiten kannte ich, aber Paris oder Mont St.Michel war mit zu weit, und Honfleur war nicht so gut zu erreichen - den TC Ausflug für 49 Euronen (nur Transfer!) fand ich zu teuer. Außerdem kannte meine französische Schwägerin sowohl Deauville als auch Honfleur und riet ab (weil sehr touristisch und wenig authentisch)... Wir wollten nach dem ersten Seetag auch noch weiter das Schiff genießen und keine größeren Touren machen.

    LG,
    Emma

  • Hallo @Emmalotta
    fahre dann auch noch gerne mit, bin gespannt da wir im August bis Lissabon die gleiche Tour gemacht haben.
    LG Elke

    :) Die Verlinkungen zu den Fotos sind ja leider weg, aber man findet mich bei Flickr trotzdem noch unter MayerElke
    :) Diashows von unseren Reisen findet man auf You T im Kanal von Elke Mayer :)

  • @Emmalotta,
    da fahr ich gleich noch mit.

    Und fand eine Fußgängerzone, in der es - oh Wunder! - weder Douglas noch H&M noch Starbucks oder ähnliche Ketten gab, sondern nur lauter kleine Geschäftchen.


    Das würde mir auch mal sehr gut gefallen.Sonst gibt es immer,überall das Gleiche,egal in welcher Stadt man ist.
    LG
    Sandra

  • 22.9.17 Seetag

    Teils sonnig, teils bewölkt, 17 Grad. Mäßige Brise (haha - war wohl nix!) aus südlicher Richtung. Zeit wird 1 Stunde vorgestellt.

    Seetag, da gibt es nichts Besonderes zu berichten. Außer, dass es sehr windig ist (von wegen Brise) und das Schiff merklich rollt. Wir nähern uns der Biskaya, mal sehen, was da so abgeht ...

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    Hab trotzdem Shuffleboard gespielt, war richtig klasse! Und abends gab es ein formidables Menu im Atlantik Mediterran. Sehr schöne Atmosphäre, total toller Service, dort waren wir dann für den Rest der Reise nur noch.

    Bald geht es weiter, jetzt brauch ich erstmal eine kleine Pause.

  • Ich springe auch mit auf, weil ich sowohl die Route aus 2015, sowie das Schiff aus 2017 kenne und mich sehr darüber freue, in Berichten Dinge und Orte wiederzuerkennen!

    Vielleicht seid Ihr im Mediterran bei Kristin und ihrem Team gelandet. Wir haben ihren tollen Service schon 2015 auf der MS1 zu schätzen gelernt und haben uns sehr gefreut, sie auf der MS3 wieder zu treffen. Leider haben wir es nicht immer in ihren Bereich geschafft und mussten leider feststellen, dass auch im Mediterran der Service von sehr unterschiedlicher Qualität ist.

    Gruß Joni

    Leider schon vorbei:

    MSC Armonia Östliches Mittelmeer 06/2011
    Costa Pacifica Metropolen der Ostsee 08/2013
    Mein Schiff 1 alt Hamburg trifft Mallorca 09/2015
    Mein Schiff 3 Südnorwegen mit Kopenhagen 08/2017

    Mein Schiff 1 Hamburg nach New York 08-09/2022

    Mein Schiff 7 Kanaren mit Madeira 12/2024 - 01/2025

    MSC Preciosa Norwegen mit Nordkap 06/2025

    Traumreise ohne Schiff:

    Mit dem Wohnmobil durch den Westen Kanadas 08/2018