RB:AIDAluna Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen

  • Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen

    AIDAluna 11. - 18.Mai 2013


    Reiseroute:


    Hamburg - Bergen - Ulvik/ Eidfjord - Stavanger - Oslo - Hamburg


    Diese Reise liegt nun schon einige Zeit zurück, meine erste wirkliche Kreuzfahrt.


    Damit war so eine unglaubliche Vorfreude und Neugier auf das Schiff, die Art des Reisens und natürlich auch auf Norwegen verbunden, dass ich es kaum erwarten konnte.


    Damals schlug er unbarmherzig zu, der Kreuzfahrtvirus in Verbindung mit dem Nordlandvirus.


    Eine ganz hartnäckige Verbindung. 8o


    Da halfen nur entschiedene Maßnahmen und 2016 gingen mein Mann und ich an Bord der MS4..
    Leider war da das Wetter ein ziemlicher Reinfall. Schön war´s trotzdem.



    Rückblickend kann ich nicht wirklich sagen, welche Kreuzfahrt nach Norwegen die schönere war .
    Beide waren sehr besonders , jede auf ihre Art.


    Nun lade ich Euch auf eine kleine Zeitreise und das ganz andere Reisegefühl auf einer Mutter-Tochterreise ein.
    Ach so, in dem Falle war ich die Tochter... :love:


    Nochwas, die Bilder sind vom Originalreisebericht per Bildschirmfoto kopiert,
    der Text ist weitestgehend der Originaltext kurz nach der Reise 2013 und wurde nur geringfügig von mir bearbeitet.
    Ich hoffe ihr seid mit der Qualität trotzdem zufrieden.


    Lg ücki

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen Teil1


    AIDAluna 11. - 18.Mai 2013


    Manchmal werden Träume wahr - mal etwas früher, mal etwas später, aber irgendwann ist der richtige Zeitpunkt da. Diese wehmütige Sehnsucht nach den großen und beeindruckenden Fjorden Norwegens schlummerte schon lange, eigentlich seit Kindheitstagen in mir. Vielleicht war es ein wunderbares Kinderbuch, das über Umwegen den Weg zu mir fand und im Hohen Norden, in Lappland spielte und so die Grundlage legte. Was aber sind Bilder und Berichte, mögen diese noch so lebendig geschrieben und noch so beeindruckend die Landschaft wiedergeben, gegen das eigene Erleben.



    Nun dieses Jahr war es endlich soweit. Da Vorfreude bekanntlich, die schönste ist, begann eine spannende Vorbereitungsphase. Karten studieren, Reiseberichte lesen, Ausflugsprogramm zusammenstellen, und an all die Kleinigkeiten denken, die auf einer Kreuzfahrt wichtig sind. Der letzte Impuls zu dieser Reise ergab sich, als ich den lange unterdrückten Wunsch meiner Mutter nach einer richtigen Fernreise erfuhr.


    Die Reise rückte immer näher, die Reise gebucht, die Bahnfahrkarten gekauft - und, Mutti lag im Krankenhaus . Was wird werden??? Nun, was soll ich sagen, es ging alles gut aus, und das ärztliche OK gab es auch. Da hatten wir doch echtes Glück gehabt.


    Jetzt sitzen wir im ICE von Leipzig nach Hamburg und lassen die Frühlingslandschaft, nach diesem langem Winter, an uns vorbei flitzen. Heute Morgen fuhren wir mit unserem "Privattaxi" zum Parkhaus im Leipziger Hauptbahnhof direkt zum ehemaligen Gleis 26. Gleich nebenan ist eine kleine sehenswerte Museumsausstellung verschiedener Eisenbahnfahrzeuge: E-loks, Dampfloks. Sogar der fliegende Hamburger, ein Schnellzugtriebwagen aus den 30er Jahren ist zu bestaunen.


    Auf der Anreise bis Hamburg begleitet uns mein Mann, und das aus gutem Grund. Der Hamburger Hafen feiert eines der weltweit größten Hafenfeste, seinen Hafengeburtstag. Bereits gegen 10 Uhr erreichen wir Hamburg - Hauptbahnhof. Die Koffer geben wir beim AIDA Gepäckservice ab. Für die Shuttlebusse ist es noch zu zeitig, also holen wir uns beim HVV (Hamburgerverkehrverbund) eine 9-Uhr-Gruppenkarte (gilt auch für die Hafenfähren) und fahren mit der U-Bahn bis zum Hafen. Was uns dort an Gewimmel zu Wasser und zu Lande erwartet, erschlägt uns beinahe.




    Also gehen wir erst mal zur Kehrwiederspitze, vorbei an den Ständen Liguriens, der diesjährigen Partnerregion. Hier lassen wir unsere Blicke über das bunte Treiben schweifen, genießen den Moment, saugen das maritime Flair regelrecht in uns auf. [Woher kommt nur diese ständige Sehnsucht nach dem Meer, Schiffen und allem was nach weiter Welt riecht? Nicht umsonst hieß ein Aussichtspunkt in Saßnitz, zu den Schwedenfähren "Sachsenblick". Damals regelrecht illusorisch, selbst einmal eine solche Reise unternehmen zu können. Der Fährhafen Mukran wurde erst Mitte der 80er Jahre gebaut]


    Die Atmosphäre um uns herum ist einfach unwiderstehlich: Barkassen die zur Hafenrundfahrt in die Speicherstadt aufbrechen, Schiffe aller Klassen und Typen, Feuerschiffe, Schlepper, natürlich die vielen Segelschiffe , die Großsegler, letztlich die Hafenfähren, sowie vorbeifahrende Containerschiffe, denn der normale Hafenbetrieb geht weiter. Hamburg hat uns wieder, und zieht uns in einen riesigen Trubel, in dem wir bald mitschwimmen und eintauchen. Unüberschaubar sind all die Masten, Leinen, lustig bunten Fähnchen, doch ein Punkt zieht uns magisch an. Noch weit in der Ferne, fast als ob sie sich noch vor uns verstecken wollte, sehe ich sie - unser Schiff und Zuhause für die nächsten Tage die - AIDAluna - weiß, stolz und schön in der Sonne blinken. Meine Bauchschmetterlinge beginnen zu starten.




    Vorerst geht unserer Weg noch nicht zum Schiff. Zunächst laufen wir die Hafenmeile entlang, was gibt es da nicht alles zu entdecken. Im Fischerdorf lassen wir uns leckeren goldbraun gebackenen Backfisch schmecken. Hhm, war das gut. Frisch gestärkt geht´s zu den Landungsbrücken. Wir wollen zur Fähre nach Finkenwerder. Die Massen stehen dichter als dicht an der Anlegestelle. Dennoch können wir auf der gerade anlegenden Fähre mitfahren, und bekommen Platz auf dem Oberdeck. Für Mutti findet sich ein Sitzplatz mit Aussicht. Bei den milden Frühlingstemperaturen stört uns der frische Fahrtwind nicht.




    Die Fähre fährt am polnischen Großsegler "Dar Młodziezy", dem russischen Segelschulschiff "MIR" (übrigens einer der schnellsten Segler weltweit) und weiteren Schiffen vorbei zum Anlieger des Fischmarktes.




    Immer näher kommen wir der AIDAluna und staunen immer mehr über ihre Größe. Fest vertäut liegt sie im Altona Cruise Center und wartet darauf, mit uns heute Abend in See zu stechen.








    Unsere Fähre legt zu dem nächsten Haltepunkt in Richtung Finkenwerder ab. Die Vorbeifahrt ist ein echtes Highlight. Am Traditionshafen steht alles im Zeichen der guten alten Seefahrt. So dampft es aus allen Rohren, stampfende Motorengeräusche dringen zu uns herüber und in der Luft liegt der Geruch von schweren Schiffsdiesel. Auf der Fahrt nach Finkenwerder begegnen wir noch weiteren Seglern, riesigen Containerschiffen oder kleineren Jachten. An der Lotsenstation Finkenwerder gleitet das ebenfalls weiße Kreuzfahrtschiff "MS ARTANIA" in den Hamburger Hafen.




  • Langsam aber sicher kribbelt bei mir eine ganze Ameisenarmee vor Aufregung. Ich will auf´s Schiff. Gut, dass die Fähre wieder in Richtung Landungsbrücken ablegt. Diesmal steigen wir am Cruise Center in Altona aus. Die Spannung steigt, denn in wenigen Minuten ist es soweit das Schiff zu entern - oder ist es doch besser ordentlich einzuchecken? Wir entscheiden uns für die 2. Möglichkeit. Gut so, ob wir wohl sonst so freundlich an Bord willkommen geheißen worden wären? Es ist nun an der Zeit unseren Reisebegleiter zu verabschieden. Was werden wir wohl alles zu berichten haben, wenn wir uns wiedersehen?




    Nun stehen wir vor der nächsten Herausforderung: die lange Warteschlange. Nach Rücksprache mit einer AIDAmitarbeiterin dürfen wir an einen der nächsten freien Schalter. Nun, Mutti ist sichtlich froh, denn so lange hätte sie wirklich nicht stehen können. Schneller als erwartet kamen wir nun an Bord. Ein Lächeln für unsere jeweilige Bordkarte und eins für das Willkommensfoto, dann betreten wir zum ersten Mal auf Deck 5 die AIDAluna. Wunderbar. Denn unsere Kabine liegt auf Deck 5, im hinteren Teil, also im Heck. Mit unserer nigelnagelneuen Bordkarte öffnen wir unser Zuhause auf Zeit und freuen uns über unsere schöne Kabine. Die Koffer standen bereits vor der Tür. So hatten wir einen herrlichen gepäckfreien Tag in Hamburg extra.


    Die Lage der Kabine wird sich im Laufe der Woche als sehr praktisch erweisen, kurze Wege zu den Restaurants, zur Rezeption oder auch zum Deck 3, auf dem bei den meisten Anläufen die Gangway liegt. Außerdem liegt sie ruhig, da sich kaum jemand hierher verläuft. Im Übrigen hat sie einen sehr schönen geräumigen Balkon, wo wir auch bei schlechtem Wetter geschützt sein werden. Ja - es ist ein Stahlbalkon, aber all die anderen Vorteile haben uns schnell darüber hinweg getröstet. Jedenfalls haben wir es immer mehr genossen, gerade auf diese Kabine gebucht worden zu sein. Natürlich, von einem schicken Glasbalkon träume ich immer noch. Na, vielleicht ein andermal?


    Was folgte an diesem Tag ist wohl klar, nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen, folgen die ersten Rundgänge zur Erkundung des Schiffes. Ganz schön groß auf so einem Schiff, na zum Glück gibt es ja auch genug Sitzmöglichkeiten für eine kurze Pause. Unterwegs schließen wir uns einer Führung für Schiffsneulinge an. Die Guides verbreiten fröhlich lockere Stimmung und stellen einige Bereiche und die dazugehörigen Mitarbeiter vor. Es ist doch gut zu wissen, wo es das leckerste Essen gibt!!!




    Ein weiteres Neuland ist für uns der Ablauf einer Seenotrettungsübung. Nur gut, dass wir uns die Rettungswesten schon mal vorher anschauten. Denn irgendetwas schien mit Muttis Weste nicht zu stimmen. Hhm, aber was? Als wir´s raus hatten, konnten wir einfach nicht anders, wir mussten einfach darüber lachen. So schlank meine Mutti auch ist, aber die Kinderweste kann einfach nicht passen! So, dass hätten wir also auch geklärt. Die SNRÜ ist bekanntlich Pflicht vor Ablegen eines Kreuzfahrtschiffes, aber auf den normalen Skandinavienfähren nach Schweden und selbst bei ColorLine zwischen Kiel und Oslo gibt es die SNRÜ nicht, und so bin auch ich zum Ersten Mal dabei. Nun auch das wäre geschafft.


    Auf geht´s zu unserer ersten gemeinsamen Kreuzfahrt!




    Bevor es richtig losgeht, erfolgt auf dem Pooldeck die Begrüßung und die Eröffungsshow. Ein großartiger Höhepunkt und damit auch Beginn unserer Reise ist das Ablegen und die Einfahrt in den Hamburger Hafen bis zu den Landungsbrücken.




    Vom Heck der Luna erleben wir die beeindruckende Einfahrt in den Hamburger Hafen. An die Reling gelehnt, schauen wir zu den in der Dämmerung festlich beleuchteten Schiffen. Entlang der Hafenmeile sind unzählige Menschenmassen, dicht gedrängt. Nach Einsetzen der Dunkelheit beginnt die Lasershow und danach ein wahrhaft gigantisches Feuerwerk. Es ist atemberaubend schön. Zuletzt werden wir in einen wahren Goldregen getaucht.











    Bald darauf ertönt das Typhon-3 mal laut und durchdringend. Die Luna schiebt sich, das Heck voraus, rückwärts aus dem engeren Hafenbereich hinaus und dreht an einer passenden Stelle. Inzwischen erklingen die beiden ergreifenden Auslaufmelodien über dem Deck und wir verlassen Hamburg in Richtung Norwegen. Mittlerweile ist es fast Mitternacht und ein außergewöhnlicher Tag geht zu Ende.

  • AIDAluna Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen Teil 2


    11. - 18.Mai 2013


    Zwischen Fata Morgana und Waterloo (1.Seetag)


    Dieser Tag auf See wird ein richtiger Erholungstag zum Wohlfühlen und Genießen. Im Laufe des Tages werden aus uns beiden "Landratten" nach und nach Kreuzfahrer. Die erste Nacht auf See konnten wir gut schlafen. Die ständige Bewegung des Schiffes erinnerte mich an endlos lange Zugfahrten im Schlafwagenabteil auf vergangenen Reisen. Was fehlt ist das rhythmische Rollen der Räder, das Quietschen der Bremsen oder das Rütteln an den Weichen. Dafür werden wir in einem ebenmäßigen Rhythmus sanft hin - und her gewiegt. Unser "Abteil" ist eine schöne Kabine mit eigenem Bad und Balkon, und wir sind dabei noch an Bord eines echten Wohlfühlschiffes. - Also was wollen wir mehr. Die angenehme Atmosphäre ermöglicht es jedem seine Träume wahr werden zu lassen. Unser Traum ist es auf jedem Fall eine großartige Natur kennenzulernen.


    Hinter den Vorhängen wird es langsam hell. Wie gut, dass da auch die Tür zum Balkon liegt. Schnell eine warme Jacke übergeworfen und erst mal die Nase in den Wind hängen und "gaaanz" tief Luft holen. Seeluft - frisch, rein, salzig und ganz schön kalt. Herrlich, wie die Gischt am Bug aufschäumt, die Bugwellen sich in der Weite des Meeres verlieren. Das Meer öffnet nicht nur unseren Blick, sondern auch unser Inneres. Hier und jetzt zu sein und einer inneren Sehnsucht Raum geben zu können, ist ein Moment der mich bis ins tiefste Innere erfüllt.


    Im Osten schiebt sich offenbar die Sonne immer weiter über den Horizont. Nun also nichts wie raus auf´s Promenadendeck. Nur gut, dass der Weg dahin nur wenige Schritte ausmacht - Gang vor und im hinteren Treppenhaus durch die Türen raus ins Freie. Ich hab´ zum Glück in meinem morgendlichen Entdeckerlook keinen erschrecken brauchen. Das Promenadendeck liegt menschenleer vor mir. Die Reling mit dem frisch gestrichenen Holzlauf , Rettungsboote und nicht zuletzt der Rettungsring verbreiten einen Hauch von traditionellen maritimen Flair und erinnern an Kreuzfahrtromantik vergangener Zeiten. Ein wunderschöner Platz um den Gedanken Raum zu verschaffen und dem Trubel auf den oberen Decks zu entfliehen.




    Mein Blick schweift über die ruhige See. Stahlblau gefärbt vom kühlen, noch grauen Himmel tanzen die Wellenkämme über der Tiefe des Meeres. Doch dann stockt mein Blick und bleibt an einem dunklen länglichem Etwas in der Ferne hänge. Eine Fata Morgana im Morgengrauen? Land in Sicht. Ich komme mir wie die Entdecker auf alten Segelschiffen vor, die nach endlos langer Reise im Nebel endlich Land sichteten. Schnell versuche mir unsere Position auf einer Landkarte vorzustellen. Oder besser sollte ich wohl sagen Seekarte. Was könnte, dass wohl sein? Mir fällt nur Helgoland ein. Obwohl ich noch nie auf Helgoland war, vergleiche ich die Formation vor mir mit bekannten Aufnahmen der Insel. Eindeutig da liegt Helgoland, und ich hab´s entdeckt! Nach dieser aufregenden Entdeckung zieht es mich nun doch zurück in meine Koje unter die warme Bettdecke.




    Unser ausgiebiges Frühstück im Marktrestaurant wurde noch mit einem Glas Sekt gekrönt, der perfekte Einstieg in unseren Erhohlungstag. Im Vorfeld habe ich einen Besuch in der Wellnessoase gebucht und Mutti damit überrascht. Die angenehme Atmosphäre lädt zum Träumen und relaxen ein. Ich habe das Gefühl weder an Land, noch an Bord eines Schiffes zu sein. Unter Palmen, wenn auch künstlichen zu liegen, dem Rauschen - nein nicht des Meeres, sondern des Whirlpools zu lauschen, bringt uns in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen. Mag draußen auch kalter Wind pusten und Nebelschwaden um unsrer Schiff treiben, hier ist es angenehm warm und lässt uns vergessen, dass wir uns an Bord eines Schiffes befinden.


    Zum Mittagessen geht´s heute in die Pizzeria Mare. Heute wollen wir uns nicht ins Gedränge werfen. Das schöne südliche Ambiente und die leckeren Pizzastücke verbreiten einen Hauch von Dolce Vita. So vergeht der Tag auf angenehme Art.


    Am Abend finden wir uns im Theatrium ein. Zuerst entführen uns die Künstler in die maritime Welt. Die "Blaue Nacht am Hafen" ist ein Standardprogramm. Dodo bringt etwas Lockerung in die Menge. Leider kann der Schelm nicht länger bleiben. Schade, es fing gerade an etwas Stimmung und gute Laune sich auszubreiten. Der Höhepunkt des Abends ist die Kapitäns- und Offiziersvorstellung. Alle Offiziere tragen Galauniform. Mit Kapitän Lutz Leitzsch haben wir einen ruhigen und eher zurückhaltenden Kapitän. Getreu seinem Motto "In der Ruhe liegt die Kraft" vermittelt er uns das Gefühl, hier mit einem erfahrenen und besonnenen Seemann unterwegs zu sein.


    Während ich mich noch zum Pooldeck begebe, zieht sich Mutti auf die Kabine zurück. Der Abendhimmel färbt sich leicht rosa und lädt zu einem schönen Abendspaziergang an Deck ein. Es ist bedeutend länger hell und das Licht des Nordens zieht mich mehr und mehr in seinen Bann. Beschwingt durch die Klänge der ABBA-Show schlendere ich übers Deck. Dancing Queen und natürlich Waterloo sind einfach Ohrwürmer der vier Schweden und stimmen mich wunderbar auf Skandinavien ein. Währenddessen zieht unser Schiff immer weiter nordwärts seine Bahn. Was werden wir die nächsten Tage auf unserer Reise erleben? Ich bin gespannt.



  • @nordwind
    So schön geschrieben ^^ ich lese gerne weiter mit.
    LG Anette

    ]

    Mittelmeer mit Andalusien


    Wir freuen uns auf: „Von Gletschern zu Blüten“ mit der Regatta (von Vancouver nach Seattle) am 21.06.2021


    Leider vorbei:
    WMM mit Barcelona, Okt. 20014, MS1
    Norwegen mit Nordkap und Trondheim, Aug. 2016, MS1
    Barbados trifft Mallorca, April 2017, MS5 (mit Reisebericht)

    Ägäis mit Kreta, Juli 2018, MS2

    Adria mit Dubrovnik, Juli 2019, MS6 (mit Reisebericht)

  • Schön, dass wieder so viele Mitfahrer an Bord sind.


    Es gibt auf dieser Reise wieder viel von Norwegens Schönheit zu sehen, aber auch das Schiff selbst ist eine Augenweide.
    Kein Wunder, dass die Luna mit der Sonne um die Wette blinzelte...


    Eurer Interesse beflügelt, Eure Likes sind das Salz in der Suppe und Eure netten Kommentare das Sahnehäubchen :love:

    Wer Fragen oder Anmerkungen hat - Gerne.
    Wie gesagt diese Reise ist 5 Jahre her, da hat sich dieses oder jenes geändert. Diesbezügliche Notizen von mir mache ich kenntlich, sofern ich es ergänze.


    Zur hoffentlich allgemeinen Freude, habe ich den Fotoordner aus dem Archiv geholt und kann mit weiteren Fotos ergänzen.
    Bleibe aber bei der angefangenen Darstellung.


    Weiter gehts - Nordwärts nach Norwegen :)



    Lg ücki

  • Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen Teil 3


    AIDAluna 11. - 18.Mai 2013


    Bergen mit großer Busrundfahrt entlang des Hardangerfjordes - Ein Tag wie im April


    An diesem Tag hatten wir rein kalendarisch fast Mitte Mai, aber der Winter 2013 ließ sich nicht so schnell vertreiben, schon gar nicht hier in Norwegen. Da kam nicht mal der Golfstrom dagegen an. Wir - das sind eine skandinaviensüchtige Tochter mit ihrer reisefreudigen Mutter im fortgeschrittenen Seniorenalter auf großer Fahrt. Bei der heutigen Tour haben wir im Vorfeld länger überlegt, immerhin ist es ein recht langer Tag und die Frage stand, ob es Mutti doch zu viel wird. Andererseits bedeutete es auch die meiste Zeit im Bus sitzen zu können und keine weiten Strecken laufen zu müssen. Die Kurzbeschreibung versprach jedoch einen ereignisreichen Tag im Hinterland des Hardangerfjordes. Genau das war ja unser Ziel, etwas mehr als nur die Küstenlinie zu sehen.

    Doch erst mal zurück auf Anfang des heutigen Tages.


    Heute erreichen wir nach dem gestrigen Seetag endlich Norwegen. Wir laufen mit Bergen unseren nördlichsten Hafen an. Kurz vor 6 Uhr wage ich wieder einen Blick aus der Kabine. Das Wetter hatte sich über Nacht merklich verschlechtert. Dicke graue Wolken bedecken den Himmel und es weht ein ziemlich rauer Wind, so dass die Wellenkäme weiße Krönchen tragen. Doch backbord voraus erblicke ich die Küstenlinie Norwegens. Die vorgelagerten Schären werden von den Felsmassiven des Festlandes überragt. Aufgefädelt wie auf einer Perlenschnur reihen sich die schneebedeckten Gipfel Fjordnorwegens der Region rund um Bergen aneinander. Wir befinden uns in der Provinz Hordaland. Bergen gilt als regenreichste Stadt Norwegens, sogar Europas und wie es scheint, will sie uns ihren Namen entsprechend "würdig" empfangen.


    Auf einer der Schäreninseln leuchtet ein rot - weiß gestreifter Leuchtturm aus dem allgemeinen Einheitsgrau heraus und markiert so den sicheren Seeweg nach Bergen. Gleich darauf löst sich noch einen Farbklecks ab, und kommt in rascher Fahrt auf unser Schiff im eleganten Bogen heran gebraust. Das orangefarbene Lotsenbot bringt den Lotsen zu unserem Schiff. Das Anlegemanöver und den wagehalsigen, aber geübten Sprung des Lotsen beobachte ich mit Spannung von unserem Balkon. Wieder einmal bin ich von unserer Kabinenlage auf Deck 5 begeistert, denn so bekomme ich dieses Ereignis besonders gut vor meine Kamera.




    Nun wird es aber Zeit sich für das Frühstück und den Landgang fertig zu machen. Heute Morgen geht es schon sehr zeitig los, denn die Busrundfahrt dauert immerhin 8 Stunden. Von Bergen bekommen wir erst mal wenig mit. Von unserem Balkon aus können wir auf einige restaurierte alte Speichergebäude, die entweder von Firmen genutzt werden oder in Wohnungen umgebaut wurden, blicken. Dahinter reihen sich eng aneinander geklammerte Häuser an einer großen Felswand. Gespannt und erwartungsvoll, mit einer klitzekleinen Spur Skepsis, so nach dem Motto - was wird mich in diesem großem fremden Land erwarten?- blickt Mutti auf die Hafengebäude.




    Auf dem Weg zum Treffpunkt im Theatrium schaue ich noch auf die Steuerbordseite des Promenadendecks und komme gerade noch rechtzeitig, um das Anlegemanöver der AIDAcara beobachten zu können. Irgendwie klappt mein Timing.




    So gesehen, scheint sich die Wolke über dem Hafen es besonders gut mit uns zu meinen, als sie ihre ganze Ladung in einem großen Guss über uns ergießt. Hätte es nicht wenigstens Zeit gehabt bis wir trocken im Bus saßen? Nach diesem etwas sehr feuchten Empfang in Bergen fährt unser Bus die entgegengesetzte Route als ausgeschrieben. Klar bei der Anzahl der Busse von Luna und Cara zusammen, wird ein wenig Verteilung der Gäste nötig.


    Auf dem Weg durch die nordwestliche Stadt kommen wir an einer großen Straßenbaustelle mit neuen Tunnelröhren vorbei. Im Laufe des Tages und auch später, z.B. in Oslo stelle ich fest, das Norwegen in Sachen Straßenbau sehr viel investiert, es aber auch äußert dringend notwendig hat. Die Anforderungen der modernen Mobilität erfordert auch hier eine leistungsfähige Infrastruktur, soll heißen der Weg zur Arbeit muss trotz weiter Wege in immer kürzerer Zeit, bei immer mehr Verkehr bewältigt werden.


  • Inzwischen durchfahren wir ein grünes Tal in dem bereits die ersten Tiere auf der Weide sind, froh endlich aus dem Winterquartier raus ins Freie zu können. Entlang des Sorfjorden fahren wir an der Osterøybrücke zur Insel Osterøy vorbei. In Wikipedia kann man folgendes über die Insel lesen: "Mit einer Fläche von 328 km² ist die Insel Osterøy die größte nicht direkt im offenen Meer liegende Insel Norwegens."


    Unser Weg führt nach Tysse entlang der Reichsstraße 7 Richtung Norheimsund. Die Landschaft wird immer gewaltiger. Am Ende eines rauen und gewaltigen Tales legen wir einen Minifotostopp ein. Es regnet immer noch. Doch der Ausblick lohnt sich auf jeden Fall. Auf dem schmalen Randstreifen teilen wir den Ausblick auf den Fossenbratte, manchmal auch als Brattefoss bezeichnet, mit weiteren Bustouristen. Die Wassermassen stürzen 80 Meter in die Tiefe. Der Anblick erinnert an einen Brautschleier daher auch sein Name. In diesem Tal gab es aber nicht nur friedliche Zeiten. Etwas unterhalb, auf der alten Reichstraße 7 soll es eine Infotafel zum norwegischen Widerstand während des II. Weltkrieges geben.







    Die Straße verschwindet nun im Tunnel. Die dahinterliegende Gemeinde Eikedalen empfängt uns mit dem "lang vermissten" Winter. Ach, mal ehrlich es gibt erhebendere Aussichten als vom Winter ausgelaugte Wiesen, mit Schneekrusten bedeckte Berghänge und regennasses trübes Aprilwetter! Dafür gibt es gleich noch mal den Winter in seiner vollen Pracht. Bei Kvamskogen liegt die weiße Pracht noch winterlich dick und fest über dem Land. Sogar ein großer See ist noch zugefroren. Kein Wunder, wir befinden uns im Skigebiet für Bergens Skifans.


    Weiter geht´s zum nächsten Wasserfall. Der Steinsdalfossen ist etwas ganz Besonderes - ein begehbarer Wasserfall. Ganz ehrlich? Wer hat jetzt an einen begehbaren Kleiderschrank gedacht? ;)






    Bin ich nun vom Regen nass oder vom Wasserstaub den die Wassermassen verteilen? Diese Frage ist irgendwie hinfällig. Mit meiner "Großen" gelingen wunderschöne Schleierfotos vom Inneren des Steinsdalfossen. Ich bin zum Glück nicht die Letzte, und so fotografieren wir uns gegenseitig. Mutti sah sich den Wasserfall lieber von unten an. Für einen geruhsamen Spaziergang waren die angesetzten 20 min doch zu kurz. ( Mittlerweile wurden Weg und Aussichtspunkt neu gestaltet.)


    Wenn ich mir jetzt diesen wunderbaren Anblick bei Sonnenschein vorstelle, wo am Fuße des Wasserfalls ein Regenbogen in der Gischt erstrahlt, könnte ich wirklich trübsinnig werden. Was würde das bringen?


    Also bleibe ich bei meinem Motto für diese Reise: Die Situationen nehmen wie sie sind und diese so intensiv wie möglich mit allen Sinnen wahrnehmen.


    Bei der Abfahrt des Busses begegnen wir einen kleinen Zwergenausflug. Die Kleinen sind gut mit den leuchtenden Warnwesten erkennbar. Eine wirklich sinnvolle Sache. Aber die Werbung für eine Eistüte ist nun wirklich nicht zu übersehen. Schnell mal ein Eis gekauft und schon hast Du ein Diplom(eis) in der Tasche bzw. Tüte. Es geht also ganz einfach, nur mein Bus fährt weiter, also wird damit heute nichts.


  • Rechtzeitig erreichen wir zur Mittagszeit Øystese und damit den Hardangerfjord. Den Reisebussen entsteigen die Fahrgäste und wir folgen zum "Hardangerfjord - Hotel". Die Hotellobby ist richtig gemütlich mit Kaminecke und einer kleiner Kaffeear.






    An schön gedeckten Tischen finden wir einen Platz in Fensternähe. Angesichts der riesengroße Traube vor dem Buffet beschließe ich die Gelegenheit zu nutzen und auf die Terrasse zu gehen. Dort begrüßen mich leuchtendgelbe Narzissen.




    Ein wirklich schöner Anblick an diesem regentrüben Tag im Mai. Durch den anschließenden Garten gelange ich an das Ufer des Fjordes. Leider hängen die Wolken sehr tief in den gegenüberliegenden Bergen. Aber dieser Moment gehört mir.






    Zurück sehe ich, dass ich die Zeit wirklich gut genutzt habe. Gemeinsam gehen wir nun ans Buffet und stehen vor der Qual der Wahl. Ich entscheide mich für´s kalte Fischbuffet, während Mutti lieber etwas Warmes speist. Die Auswahl ist hervorragend. Fisch und Meeresfrüchte in verschiedener Art von Zubereitung verlocken zum Genießen. Natürlich gehört eine ordentliche Portion Lachs auf meinen Speiseplan. Empfehlen kann ich auch einmal den eingelegten Hering zu probieren. Norwegischer Sil ist für jeden, der dieses nordische Gericht nicht kennt, sicher eine geschmackliche Entdeckung.






    Mein Blick richtet sich wieder nach draußen. Mittlerweile hat der Nieselregen aufgehört. Automatisch greife ich wieder zu meiner Großen und mach mich wieder auf den Weg.




    Werde ich nun die gegenüberlegenden Berge und den Folgefongletscher sehen?


  • Ach Ücki....
    Auch hier war der Wettergott ja nicht unbedingt mit dabei.
    Gerne Reise ich wieder mit dir nach Norwegen. Bzw. ich bleibe einfach hier in Oslo, warte auf die Luna und steige dann zu. ;-)


    Lg Conny
    -die tatsächlich Kaiserwetter in Norwegen hat- :-) :-)

  • Hey und Hallo nach Norwegen @Cobupu,


    Kaiserwetter in Norwegen - das gönne ich Dir! :thumbup:


    Schön, dass Du das Land bei jetzt bei Sonnenschein kennenlernst.


    Wünsch Euch noch eine schöne Zeit !


    Übrigens der schlimmste Teil mit Regen ist jetzt durch... ;)
    Hab doch angekündigt, dass dieser Tag wie im April war.


    Darfst Dir also schonmal die Sonnenbrille für die Ausfahrt aus Bergen rausholen und Dir die Auslaufmelodie ins Ohr legen...


    Genau, da treffen wir uns in Oslo. Die Luna wird vor der Festung anlegen...


    Lg ücki

  • Nordwärts - auf Stippvisite in Fjordnorwegen Teil 3


    AIDAluna 11. - 18.Mai 2013


    Bergen mit großer Busrundfahrt entlang des Hardangerfjordes - Ein Tag wie im April

    Der Regen hat vorerst aufgehört und es klart endlich etwas auf. Die Wolken bilden nach wie vor eine dichte Wolkendecke. Die Lichtstimmung ist dennoch eine ganz andere. Das ewige trübgrau hat sich in lichtgrau und stahlblau verwandelt. Nur wo ist jetzt der Folgefongletscher? Rätselraten auch bei den beiden Begleitern von AIDA. Für diese beiden gilt es ebenfalls Neuland zu entdecken.


    Kurzzeitig reißt die Wolkendecke auf. Und tatsächlich für Sekunden kann ich wie durch ein Guckloch einen Blick auf den in der Sonne gleißenden Gletscher werfen. Leider dauert dieser Anblick viel zu kurz.




    Unsere Reisebegleiter von AIDA nutzen ebenfalls diese ruhigen Minuten. Tja, und auf einmal habe ich mein ganz privates Fotoshooting. Perfekte Lokation, ein Topfotograf und ein Model im aktuellen Strubbellook. Da verblasst doch die ganze Hochglanzreklame zu einem seelenlosen Abbild einer schönen Scheinwelt. Das hier ist echt und ziemlich real. Leider sind weder Spiegel noch Kamm in der Nähe. Ein bisschen eitel ist ja wohl jede Frau. Was soll´s. Das strahlende Lachen auf dem Foto spricht eine andere Sprache. Als Dankeschön und zur Erinnerung für die beiden an ihren ersten Aufenthalt am Hardangerfjord fotografiere ich sie ebenfalls.


  • Unser Weg führt nun entlang des Hardangerfjordes bis zum nächsten Stopp in Mundheim.




    Die kleinen Orte liegen sehr idyllisch am Ufer. Glücklicherweise zieht es immer mehr auf. Zwischen den Wolken blitzen immer wieder kurz ein paar Sonnenstrahlen hervor. Die Straße schlängelt sich in vielen Kurven entlang des Ufers. Durch die kahlen Äste der Bäume ist der Blick auf den Fjord viel freier als im Sommer.









    Dieses Jahr beginnt die Obstbaumblüte bedeutend später als üblich. Überhaupt sind die Äcker und Wiesen noch sehr von der Schneeschmelze aufgeweicht.







    Am Ufer gibt es immer wieder kleine idyllische Plätze. Am liebsten würde ich sofort den Bus stoppen um ein wenig am Ufer entlang zulaufen, oder gleich eine der netten Ferienhütten beziehen.




    Doch unserer Bus fährt zügig weiter. Im Hardangerfjord wird auch eifrig Fischzucht betrieben und so sehen wir öfters diverse Fischzuchtanlagen. Zwischenzeitlich tröpfelt es wieder aus den oberen Etagen.






  • Während unserer kurzen Rast am Ufer des Hardangerfjordes vertreibt die Sonne die dicksten Wolken und zeigt uns den Fjord in seiner beeindruckenden Schönheit.







    Die ersten Blattknospen und blühende Weidekätzchen belegen eindeutig, dass auch hier nun endlich der Frühling Einzug hält.




    In Mundheim verlassen wir den Hardangerfjord. Über Eikelandsosen erreichen wir die Fähre bei Hatvik. Die Fähre bringt uns über den Samnangerfjord. Dicke dunkle Wolken hängen in den Bergen, aber es ist trocken. An Deck weht der kalte Wind die meisten Fährgäste zurück in das warme Innere der Fähre. Lang dauert die Fahrt ohnehin nicht.




    Die engen und kurvenreichen Straßen sind an manchen Stellen so schmal, dass Bus und Gegenverkehr nur sehr vorsichtig aneinander vorbeikommen. Die Landschaft wird öfters von kleineren Fjorden durchbrochen, an deren Hängen die schönen roten oder weißen Holzhäuser wie Schwalbennester kleben. An einer Bushaltestelle entdecke ich ein nettes Beispiel für das allgemeinübliche Sammelsurium von Briefkästen an zentralen Punkten. Dieses System hat unbedingt Vorteile für die Postfahrer.




    Kurz vor Bergen erreichen wir das Lysekloster. Leider gibt es nur einen kurzen Halt zum Schauen. Dennoch ist die kleine Anlage aus dem 12.Jahrhundert gut vom Bus aus einsehbar. Schade ist es trotzdem. Nun sind es nur noch reichlich 20 Kilometer bis Bergen.





  • Doch wie verwandelt ist die gesamte Szenerie im Vergleich zu heute Morgen mit seinem recht feuchten Empfang.




    Die letzten Wolken verschwinden hinter dem Berg Ulriken.




    Mittlerweile hat sich der Sonnenschein durchgesetzt und wir fahren auf der Schnellstraße nach Bergen im schönsten Frühlingswetter zurück. Das Edvard-Grieg-Museum Troldhaugen ist kurz zwischen Lärmschutzwänden erkennbar. Die Stadtrundfahrt zeigt uns noch verschiedene Stadtteile, insbesondere die Altstadt, gepflegte Parkanlagen, oder die königliche Villa. Ein sehr auffälliges rotes und zugleich rundes Gebäude entpuppt sich als Altersheim. Pragmatisch wie die Skandinavier im allgemeinen wohl sind, befindet sich gleich daneben der Friedhof. Das dies keinesfalls nur Zufall ist erfahren wir von unserer kompetenten und erfahrenen Reiseleiterin, die uns auf der ganzen Reise mit sehr viel Informationen versorgt hat. (Vielleicht manchmal sogar zu viel, aber das ist wohl Ansichtssache. )


    Hhm, das war sehr vorsichtig formuliert. Weniger Lexikonfakten, dafür mehr Ruhe oder schöne norwegische Musik zum Geniessen der Landschaft hätte mir wirklich besser gefallen. Andererseits half die Dame mir sehr freundlich, als es Mutti nicht so gut ging. Die Busfahrt mit den vielen Kurven war schon eine Herausforderung.

    Vorbei am Fischmarkt und Bryggen, dem alten Hanseviertel erreichen wir vollgepackt mit vielen neuen Eindrücken unser Zuhause auf Zeit- unsere AIDAluna.






    Es war echt schade damals nicht mehr Zeit für die Stadt gehabt zu haben, doch die Rundfahrt um den Hardangerfjord dauerte entsprechend lang und alles ist halt nicht zu schaffen. Im Jahr 2016 war ich wieder in Bergen, diesmal mit meinem Mann. Das Wetter war leider gegen uns. So hatten wir eine sehr schöne und beeindruckende Führung durch das Hanseatische Museum. Wer etwas über das Leben im alten Hanseviertel lesen möchte, kann dies hier .