Ist die AIDA prima? Eine Kurzreise von Hamburg nach Zeebrügge und Le Havre
Es ist 1996, meine Freundin ist weg und … Moment, falscher Text. Es war allerdings tatsächlich 1996 als ich im Nachmittagsprogramm eine Werbung der AIDA sah. Urlaub auf einem Schiff! Wow! Ich hatte schon immer ein gewisses Fernweh und Schiffe fand ich sowieso toll. Das habe ich im Blut, Papa ist schließlich jahrelang zur See gefahren. Naja, bei meinen Eltern stieß der Vorschlag von Klein-Vanessa auf lachende Ohren.
„Eine Kreuzfahrt? Das können wir uns nicht leisten. Und du bist erst 10 Jahre alt, wenn wir jetzt schon eine Kreuzfahrt mit dir machen, wo soll denn da noch eine Steigerung sein? Wenn du erwachsen bist, kannst du alles machen was du dir leisten kannst.“
Grummel. War ja klar. Das Leben war schon hart, kein eigenes Pony, keine Flüge in die Karibik, keine Kreuzfahrt und das Taschengeld reichte auch nie für alles, was ich wollte.
2006 war ich 20 Jahre alt, hatte eine eigene kleine Wohnung, ein altes Auto und zusätzlich keine Zeit für Urlaub da ich Leistungssport im Team mit Wettkämpfen betrieb. Naja, und Kreuzfahrten waren mir immer noch zu teuer. Als ich den Leistungssport an den Nagel hängte und einige Jahre später mit Steffi zusammenkam begann die große Reiserei. Gerne individuell, wenn möglich etwas abseits vom Massentourismus und um Gottes Willen keine Kreuzfahrt! Furchtbar, wenn man nicht von Bord könnte, wenn man wollte. Brr. Nichts für uns.
2016 entschieden wir uns für unsere Hochzeitsreise für etwas, das wir beide noch nie gemacht hatten. Blieb fast nur die Kreuzfahrt. Nach etlichem Hin- und Her buchten wir die Mein Schiff. Und das bis heute tatsächlich schon achtmal.
2022 und ich unterbreche die schöne 6er Reihe, lagen wir eines schönen Abends im Baumhaushotel im Bett und beobachteten nachts mit dem Fernglas die großen Containerschiffe, die von Hamburg Richtung Cuxhaven die Elbe runterschipperten. Und auf einmal wurde ich ganz hibbelig. „Da ist ein Kreuzfahrtschiff! Ich glaube eine AIDA, guck mal genau!“
Steffi gab mir verdutzt das Fernglas und ich hatte sowas von Recht. Die AIDAprima dampfte an uns vorbei und wir freuten uns einen Keks. Schiffe sind schon was Schönes. Meine weltbeste Ehefrau sah ebenfalls durch das Fernglas, nahm ihr Glas Sekt vom Nachttisch und sprach die erlösenden Worte: „Wollen wir nicht auch mal mit der AIDA fahren?“ Jaaaaa, juhu, eigentlich wollten wir diese Art von Urlaub etwas hintenanstellen, aber ein neues Schiff ist schon erlaubt, oder?
Drei Wochen später, im Dezember 2022 checkten wir in einer Junior Suite auf der AIDAprima ein und für mich hieß es: „Ein Kindheitstraum wird wahr.“
Habt ihr Lust mitzukommen? Es ist noch jede Menge Platz, der Kahn ist nicht voll gebucht...
