Ich bin auch sehr gespannt auf eure Erfahrungen und Empfindungen!
Danke dir, dass du sie mit uns teilst!
Ich bin auch sehr gespannt auf eure Erfahrungen und Empfindungen!
Danke dir, dass du sie mit uns teilst!
Reiseberichte lese ich gerne egal ob von Vielfahrern oder von Ersttätern. Unsere erste Kreuzfahrt 2011 war total spontan und vollkommen unvorbereitet und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb super schön. Und in 4 Wochen steht die 7. an.
Ich bin sehr gespannt, was Du zu erzählen hast, liebe frau_shrimp , Dein Schreibstil gefällt mir schon jetzt.
Gruß Joni
ich bin ebenfalls gespannt ![]()
AHOI frau_shrimp
Ich freue mich sehr auf deinen Erfahrungsbericht Teil 1. ![]()
Ich schätze mal Teil 2 folgt dann in ca. 2 Jahren? ![]()
LG Kay
Hallo Ihr Lieben und einen schönen 1. Mai ![]()
Vielen Dank für Euer zahlreiches positives Feedback, macht das Schreiben gleich viel mehr Spaß. Es gibt also gleich einen ersten Bericht ![]()
AHOI frau_shrimp
Ich freue mich sehr auf deinen Erfahrungsbericht Teil 1.
Ich schätze mal Teil 2 folgt dann in ca. 2 Jahren?
LG Kay
Richtig, Teil 2 dreht sich dann um Fernost
Jetzt ist es allerdings nur noch ein Jahr Wartezeit ![]()
Ich bin auch ganz gespannt auf deinen RB.
Der erste Eindruck und gute Vorsätze
Unser Flieger ging recht früh morgens, um nicht zu sagen, halb in der Nacht. So waren Dieter und ich dann schon gegen halb neun auf Mallorca. Der Rest der Familie flog ab einem anderen Flughafen und sollte erst gegen 18 Uhr am Schiff eintreffen. Wir hatten also quasi noch einen ganzen Tag für uns. Da wir uns für die individuelle An- und Abreise entschieden hatten, konnten wir erst gegen 15 Uhr aufs Schiff. Daher hatten wir geplant, dass Gepäck im Terminal abzugeben und auf eigene Faust nach Palma zu fahren, durch die Stadt zu bummeln und in der Markthalle einzukehren. Für die 70 Euro, die uns der Earl Check in gekostet hätte, dachten wir, könnten wir es uns in der Markthalle auch ordentlich gutgehen lassen.
Wir kamen also mit dem Taxi am Hafenterminal an und sahen das Schiff endlich aus nächster Nähe und in voller Pracht – WOW!! Was für ein Anblick!! Wir kamen uns recht klein vor und freuten uns trotzdem wie Bolle, diesen Riesenkahn in den nächsten Tagen für uns entdecken zu können.
Natürlich hatte ich schon seit Inbetriebnahme der Relax hier im Forum und auf Y..tube sämtliche Infos und Videos zum Schiff aufgesogen. Aber grau ist alle Theorie. Vor der Relax zu stehen, den Kopf in den Nacken legen zu müssen, um bis zum letzten Deck blicken zu können, das war etwas ganz anderes. Wir brauchten uns tatsächlich nicht mehr abzusprechen, wir dachen beide das gleiche: wir lassen Palma heute Palma sein und entern das Schiff. Schei… auf die 70 Euro, hier gehen wir doch jetzt nicht mehr weg!
Also rein ins Terminal, das dann gleich viel weniger prächtig wirkte… Flughafenterminals haben ja meist schon geringen Charme, aber Hafenterminals haben im Vergleich dazu überhaupt keinen. Egal, wir freuten uns aufs Schiff und stellten uns brav in die Schlange. Zum Glück mussten wir nicht lange warten, es ging hier eindeutig schneller als am Flughafen-Check In. Lediglich als das Foto aufgenommen wurde, habe ich mich kurz gefragt, ob ich mich nicht vorher etwas frisch hätte machen sollen. Meine Nacht war immerhin um 03:00 Uhr vorbei gewesen, ich hatte einen Flug in einer Sardinenbüchse hinter mir und habe den Hafenwind von Palma de Mallorca zu spüren bekommen. Egal, es war ohnehin zu spät und so wurde mein ramponiertes Äußeres auf meiner Bordkarte hinterlegt. Im Verlaufe der Reise kam es übrigens nie zu Rückfragen, ob ich tatsächlich die Person auf dem Bild sei, selbst als ich mich zurecht geputzt hatte. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das deuten soll…
Wir betraten also das Schiff und ich kam mir schon etwas erhaben vor; das profane Hafenterminal hinter uns lassend, betraten wir an der Rezeption eine neue Welt, die sich uns sehr stylish, offen und lichtdurchflutet präsentierte. Noch einmal WOW!!!
Wir wussten kaum, wohin wir uns nun wenden sollten, alles sah einfach zu gut aus. Allerdings auch ziemlich voll. Neuankömmlinge wie wir mischten sich zwischen Abreisende der Taufreise und alles wuselte ordentlich durcheinander…
In solchen Fällen ist es gut, erst einmal zu frühstücken und ein Käffchen zu trinken. Mein guter Vorsatz, den ich schon zuhause gefällte hatte, nämlich auf dem Schiff nur die Treppen zu nehmen, um wenigstens ein bisschen was vom guten Essen wieder loszuwerden, hielt nur bis zum Blick auf das Schild am Fahrstuhl: wir waren auf Deck 3, der Harbour Market auf Deck 16. Ich sollte also nach einer sehr kurzen Nacht, einer langen Anreise und ohne Kaffee 15 Etagen nach oben laufen??? Mein guter Vorsatz hielt kürzer als die Wartezeit auf den Fahrstuhl, den Dieter bereits gerufen hatte. Na gut, sagte ich mir, keiner kann von mir verlangen, dass ich mich permanent diverse Etagen nach oben quäle, schließlich habe ich Urlaub. Dann nutze ich die Treppen eben nur zum runterlaufen (und ja, das glaubte ich mir in dem Moment wirklich…)
Im Harbour Market angekommen, war es ebenfalls proppenvoll. Einen freien und abgeräumten Tisch zu ergattern, war trotz mehrmaligen Hin- und Herlaufens nicht möglich. Das fängt ja gut an, dachte ich mir. Dann bemerkten wir, dass an einem Tisch am Fenster sich zwei Frauen bereitmachten, aufzustehen und sie hatten jeweils nur eine Tasse vor sich stehen gehabt. Damit konnten wir leben. Wir fragten höflich, ob der Tisch frei werden würde, was sie bejahten. In dem Moment erkannte ich eine der Damen wieder. Es war die Cocktail-Weltmeisterin Linh Nugyen, die ich vorher schon in diversen Videos über die Captains Bar gesehen hatte. Natürlich musste ich sie (typisch Tourist) ansprechen, dass ich sie in den Videos gesehen habe und schon ganz gespannt auf die Cocktails in der Captains Bar bin. Wir kamen kurz ins Gespräch, aber dann musste sie auch schon los.
Der Wiedererkennungswert auf dem Schiff fing jedenfalls schon mal gut an ![]()
Nach einem opulenten Frühstück (mit Sekt zum Anstoßen – man gönnt sich ja sonst nix), gingen wir los, das Schiff zu erkunden. Wir arbeiteten uns tatsächlich Deck für Deck nach unten und ließen nichts aus. Kurz bevor wir mit Deck 3 fertig waren, bekamen wir die SMS, dass unsere Kabine bezugsfertig sei. Das passte ja wie die Faust aufs Auge ![]()
Vor der Kabine stand dann allerdings bislang nur Dieters Koffer, aber da wir beide abgegeben hatten, war ich zuversichtlich, dass auch beide ankommen würden. Also rein in die Kabine, die wir sogleich inspizierten. Sie sah tatsächlich so gut aus, wie in den Videos, uns gefiel das Design und das Ambiente auf Anhieb. Krönung war natürlich der Balkon mit den bequem neuen Stühlen und der neuen eleganten Optik. Allerdings war es ziemlich kalt, da wir auf der Schattenseite lagen und der Wind ordentlich pfiff.
Stauraum war reichlich vorhanden, wir haben nicht mal alle Schubläden und Schrankflächen ausgenutzt. Die Betten sehr bequem, nicht zu weich, nicht zu hart für unseren Geschmack. Lediglich die Bewegungsfläche im Bad und die neue Designlampe an der Wand hatte ich mir größer vorgestellt. Sie wirken in den Videos größer als sie tatsächlich sind. Und das Sofa war selbst zum sitzen so unbequem hart, dass wir ausschließlich als Ablagefläche für diverse Klamotten genutzt haben.
Noch während wir inspizierten wurde auch mein Koffer angeliefert und wir gingen direkt ans auspacken. Anschließend gingen wir zur Bar 17 um dort ein leckeres Kaltgetränk zu bestellen und schön zu sitzen mit Blick aufs Meer. Allerdings war es am Anreisetag recht kühl und es kamen immer wieder leichte Schauer, so dass wir beschlossen, die Zeit bis zur Ankunft meiner Familie mit lesen zu verbringen.
Dieter, dem das Gewusel auf dem Schiff schon zu viel war, zog sich dick eingepackt auf unseren Balkon zurück. Das war mir zu kalt und ich erinnerte mich an die Blaue Flora von unserem Rundgang und beschloss, dort zu lesen und was heißes zu trinken. Tatsächlich war es dort menschenleer und ich machte es mir am Fenster mit meinem Buch gemütlich. Recht schnell fand ich allerdings heraus, warum es dort so leer war: die Bar hatte noch nicht geöffnet und ich saß auf dem Trockenen (ok, schlechter Wortwitz auf einem Schiff…).
Nach einem kurzen Umzug ins Chalet, konnte ich in einigermaßener Ruhe bei einem Heißgetränk mein Buch genießen, bis schließlich meine Familie sich per What’s App meldete, sie seien in 30 Minuten am Schiff. Natürlich wollten wir sie direkt begrüßen. Dieter und ich sind daher in die Barista Bar gegangen, die just in dem Moment Free-Aperol-Varianten anbot. Das haben wir natürlich gleich genutzt und haben uns vor die Riesenfenster gesetzt, von denen wir direkt auf die Ausgangstür des Hafenterminals blicken konnten. Es dauerte nicht lange und der Rest der Mannschaft kam heraus, wobei meine kleine Nichte mich direkt entdeckte und wild winkte. Nach einer ausführlichen Begrüßung einigten wir uns darauf, dass wir nach einem kurzen Frischmachen gemeinsam zum Abendessen ins Harbour Market gehen.
Natürlich fanden wir zur Abendessenzeit keinen Tisch für 8 Personen, dies sollte sich während der gesamten Reise als äußert schwierig herausstellen. Aber nach einigem Suchen fanden wir zwei Vierertische in der Nähe.
An dieser Stelle verfestigte sich für Dieter und mich der Eindruck vom Harbour Market, den wir schon den ganzen Tag über hatten und während der Reise auch nicht revidieren konnten: Die Speisen war zwar sehr lecker und von beeindruckender Vielfalt. Aber die Menschenmassen haben uns extrem gestört bzw. sogar genervt. Immer stand jemand im Weg, blockierte die Auslage, weil noch nicht entschieden, was man denn nu nimmt, Kinderwägen wurden zwischen den Tischen abgestellt und blockierten die Wege, das Personal kam mit dem abräumen kaum hinterher, Berge von Essen wurde auf die Teller gehäuft, aber vieles davon einfach liegen gelassen usw. usf.
Sprich all das, was uns Buffetangebote in großen Anlagen stets verleidet…
Irgendwann waren wir dann alle satt und ließen den Abend noch ein wenig im Chalet ausklingen. Dieter und ich gingen früh ins Bett, weil unser Tag so lang war, der Rest wollte sich auf den Kabinen einkramen und dann ebenfalls schlafen gehen.
Wir verabredeten uns noch zum Frühstück am nächsten Morgen (natürlich wieder im Harbour Market) und so ging unser erster Tag an Bord zu Ende. Voller Eindrücke und mit einem leichten Schwips ![]()
Erkenntnis des ersten Tages: gute Vorsätze hat man nicht zum umsetzen. Und es sind fast 8km Laufstrecke, wenn man jedes Passagierdeck einmal umrundet.
Jetzt musste ich sehr lachen mit dem Vorsatz
Mein guter Vorsatz, den ich schon zuhause gefällte hatte, nämlich auf dem Schiff nur die Treppen zu nehmen, um wenigstens ein bisschen was vom guten Essen wieder loszuwerden, hielt nur bis zum Blick auf das Schild am Fahrstuhl
denn diesen revidierte zuletzt unsere Freundin auch im Februar 25 auch ziemlich genau so wie Du. Ich nehme mir diesen Vorsatz gar nicht erst so streng vor (wobei wir natürlich schon auch so manche Decks Treppen hoch- und runtergehen).
Freue mich schon wie es weitergeht.
Ehrlich gesagt, wir nehmen IMMER den Fahrstuhl. Ist das bei Seegang nicht auch sicherer? ![]()
Auf jeden Fall stimme ich da zu 100 % zu ![]()
Sehr schöner Schreibstil frau_shrimp , freu mich schon auf die Fortsetzungen!
Fängt super an, bin schon gespannt wie es weitergeht.
frau_shrimp ich muss jetzt kurz Löwenzahn stechen, danach würde ich mich gerne weiter Deinen Reise Eskapaden widmen. Ich hoffe doch auf ein halbwegs akzeptables Happy End für Dieter und Dich.![]()
Ich freu mich auch. Waren wir doch auf dieser Reise auch dabei. ![]()
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Für die Nachreisenden: im AussenBereich des Harbourmarket gab es auf dieser Reise immer genügend Platz. Man kann dann auch Getränke aus der Agorabar holen.
Ich lese gerne mit , kann mich noch sehr gut an meine ersten „Schiffsemotionen“ erinnern
Ich bin auch gerne dabei, finde es auch nach vielen Kreuzfahrten immer wieder bewegend auf ein Schiff zu kommen. Und es gibt immer wieder was neues zu entdecken.
Bin sehr auf dein Bericht gespannt
Familienreisen sind immer was ganz besonderes und ich freue mich auf die Fortsetzung deines Berichtes.
Wann schreibst du dein erstes Buch frau_shrimp? Ich gehöre auf alle Fälle zu denen, die sofort eins kaufen würden. Toll geschrieben, dein Reisebericht. Ich bin unbedingt weiterhin dabei.