und weiter geht's
01. April 2017, Mumbai, Indien
Asien, Indien, Mumbai. Ich vermeine den Herzschlag der Stadt zu hören, laut und
schnell hämmert der Rhythmus in mein Hirn. Panjabi MC mit Mundian to Bach Ke!4
Die Welt dreht sich um mich, die Tanzszene einer Bollywood Produktion spielt
sich vor meinen Augen ab. Anmutige, asiatische Tänzerinnen, Inderinnen(?), mit
mandelförmigen Augen, zierlich an Gestallt, gehüllt in bunte Gewänder,
verzaubern, wiegen sich im Takt der Musik. Schnell, schneller, noch schneller –
ich wache schweißgebadet auf, in meinem Kopf hämmert Panjabi MC.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Die beste Ehefrau aller und ich haben einen privaten Ausflug mit Manas gebucht.
Manas ist seines Zeichens gebürtiger Inder, spricht aber perfekt deutsch. Der
Ausflug mit ihm und seiner Frau soll so sechs bis sieben Stunden dauern und
klingt spannend. Doch bevor es losgeht haben die Götter den Schweiß gesetzt!
Schon im Vorfeld der Reise hatten wir kontrovers diskutiert, aus mehreren
Gründen. Das Visum für Indien ist nicht gerade ein Schnäppchen, es schlägt mit
mehr als 100 Euro zu buche, weiterhin waren wir ein wenig unsicher was uns hier
erwarten würde. Das Schreckgespenst: Indien = schmutzig & Kulturschock,
geisterte in unseren Köpfen herum. Nach längerer Überlegung waren wir uns eins,
so schnell sehen wir das nicht wieder. Schlussfolgerung: Das simmer dabei!
Frühes Aufstehen ist von Nöten, unsere Pässe harren der Abholung, andere Hindernisse
sind zu überwinden. Zum Landgang gibt es am Vortag schon eine Kopie des
Reisepasses, ein schnuckeliges gelbes Kärtchen auf dem ein jeder seinen Namen
und diverse andere Angaben machen muss, abgerundet mit dem blauen Nachweis, dass
der Reisepass hinterlegt ist. Puh, bloss nichts vergessen! So gerüstet zogen
wir los. Allerdings fand sich dann doch das zuletzt erwähnte blaue Kärtchen
nicht auf, kein Problem die beste Ehefrau aller ist schon auf dem Weg es zu
holen. Nach kaum einer halben Stunde Wartezeit beginnt die Fleischbeschauung,
der indische Verwaltungsapparat ist angelaufen. Die anwesenden Beamten gucken
zwar böse, aber die wollen nur spielen. Spielen im Sinne von Stempel in den
Pass und auf die gelbe Karte zu donnern. Die erste Hürde ist genommen, wir
beschließen ein reichhaltiges Frühstück zu nehmen, wer weiß wann es das nächste
gibt.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Durch die Bord- und danach indische Kontrolle erreichen wir den Ausgang des Terminals,
Manas erwartet uns hier.
Nach kurzer Zeit ist unsere Kreuzigungsgruppe, jeder nur ein Kreuz, bitte rechts halten, vollständig.
Es könnte losgehen. Wirmüssen uns jedoch mit dem Shuttle bis zum Hafenausgang fahren lassen, die
Behörden erlauben keine Fußgänger im Hafenbereich. Noch eine Kontrolle, dann
dürfen wir uns im großen gecharterten Bus niederlassen. Unsere Gruppe umfasste
16 Wissensdurstige, der Preis des Ausflugs mit Manus (GEMS OF MUMBAI) war mit
120 Euro beziffert, davon 60 Euro Vorkasse. Erster Stop: Gateway to India
In meinem Kopf noch immer Punjabi MC beobachte ich das treiben um mich herum. Der
Verkehr ist dicht und ziemlich chaotisch aber gar nicht sooo chaotisch. Die
jigelnde Tumbi der Bhangra-Gesänge gepaart mit fetten Beats rückt in den
Hintergrund. Vor mir eröffnet sich eine leise vor sich hin modernde Stadt mit
dem Flair britischen Kolonialismus des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Hier und
da strahlt die Moderne durch, doch das Empire ist noch allgegenwärtig.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Vorbei an langsam verfallenden ehemaligen Gebäuden die dem Glanz der vergangenen Tage nachtrauern,erreichen
wir das Gateway to India.
Sollte ich es in zwei Worten beschreiben müssen, würde ich behaupten: Einfach Monumental! Manas macht uns den
Erklärbär,er macht das richtig gut und hat auf jede Frage eine Antwort. Die beste Ehefraualler stürzt sich, den Fotoapparat
gezückt, ins Getümmel und auch ich begebemich auf Motiv jagt. Manas hat genug Zeit für unsere Bildersession eingeplant,
Daumen hoch für ihn.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Ganz in der Nähe ist im Übrigen das altehrwürdige Taj Mahal Hotel. Es gibt sicherlich 1 Mio. Geschichten
zu diesem Bauwerk. Uns hat eine besonders gut gefallen:
"Es war einmal ein reicher Inder, der war soooo reich aber auch sooo verärgert. Warum wird sich ein jeder fragen,
warum nur war er so verärgert? Weil die bösen alten Kolonialherren, die sprachen im Übrigen Englisch, ein noch viel
böseres Schild an die Haustür des Taj Mahal Hotels geschraubt hatten, auf dem stand: Hier dürfen alle rein, außer Hunde
und Inder! Das verärgerte unseren Mäzen so sehr, dass er gleich nebenan das neue Taj Mahal Hotel baute an dessen
Eingangstür auch ein Schild zu finden ist: Hier dürfen alle rein, außer Hunde und Engländer.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Weiter geht’s zum Cricketfeld.
Cricket, deutsch Kricket, ist eine Sportart ähnlich dem amerikanischen Baseball. So
nebenbei ist Kricket der Lieblingssport von Indien. Wir erfahren das dieses von
uns besuchte Cricketfeld nicht immer eines war.
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
xxxAdmin(Sophie)xxx (Bitte keine Bilder von erkennbaren Personen einstellen.)
Vielmehr gehörte der Platz zur Universität die, wie könnte es anders sein, im typisch englischen Stil erbaut,
hinter uns lauert. Das Gebäude hat gewisse Ähnlichkeit mit einem sehr bekannten
in London, viel Erfolg beim herausfinden.
Morgen geht's weiter...
