Einfach nur WOW Mara88 ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Reisebericht Süd-Amerika und Antarktis Januar 2025 - Kreuzfahrt / HAL / Oosterdam 06.01. bis 28.01.2025
-
-
17.01.2025 Antarktis - Tag 2 – Teil 4
Wale – Wenn Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen
Heute hatten wir bereits mehrfach Wale gesehen. Es war unglaublich. Zumal ich zu dieser Jahreszeit überhaupt nicht mit so vielen Walsichtungen gerechnet hatte.
An diesem Nachmittag erlebten wir ein ganz besonderes Schauspiel. Eine Wal-Mutter und ihr Junges zogen in aller Ruhe ihre Bahnen rund um die Oosterdam. Es war wieder grau und diesig geworden. Zusätzlich hatte es jetzt auch noch angefangen zu schneien. Über Lautsprecher waren wir wieder informiert worden „Wale in Sicht“.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wohl viele Gäste schon genug gesehen für den heutigen Tag. Aber ein kleiner Kreis von echten Wal Fans erlebte nun hautnah wie eine Wal-Mutter mit ihrem Kind im Wasser spielte. Zunächst sah man nur die Beiden wie sie ihre Bahnen zogen. Sie schwammen dicht beieinander. Hielten sich erstaunlich lange immer an der Oberfläche des Wassers auf.
Es war ganz ruhig auf den Außendecks geworden. Jeder war fasziniert von dieser unglaublichen Einheit zwischen Mutter und Kind.
Zeitweise hatte man den Eindruck die Beiden wollen sich die Oosterdam mal ein bisschen genauer ansehen. Mal tauchten sie auf der rechten Seite des Schiffes, mal auf der linken. Die beiden sind tatsächlich unterhalb unseres Schiffes durchgeschwommen.
Alle waren ganz gebannt. Die Kälte und den Schneefall nahm keiner mehr zur Kenntnis. Alle warteten und hofften, dass die Mutter vielleicht doch ihre große, markante Schwanzflosse zeigen würde.
Bevor Buckelwale abtauchen, krümmen sie sozusagen ihren „Rücken“, machen einen kleinen Buckel. Wenn dieser ziemlich rund ist, tauchen sie senkrecht nach unten ab und dann kommt dieser Moment – auf den wir Zuschauer immer warten – die Schwanzflosse geht – hoffentlich – nach oben. Letzteres machen sie aber halt nicht immer.

Nach gut einer dreiviertel Stunde hatten wir alle das Gefühl, die beiden bevorzugen heute das gemeinsame Schwimmen. Spektakuläre Tauchgänge standen heute wohl nicht auf dem Programm.
Aber dann hatte man auf einmal das Gefühl, das Kleine hat den Schwimm-Takt übernommen. Nicht die Mutter krümmte ihren Rücken, sondern das Kleine. Sie blieb ganz ruhig neben ihm. Das Jungtier bog seinen Rücken noch stärker, tauchte vor seiner Mutter ab und streckte jetzt seine Schwanzflosse Richtung Himmel.
Die Mutter folgte ihrem Kleinen einen kurzen Moment später. Allerdings ohne einen spektakulären Heckflossen-Auftritt. Diese Show hat sie heute ihrem Jungen überlassen.
Diese Stunde und der besondere Tauchgang waren für alle Beteiligten unvergesslich.

Dass wir solche besonderen Momente so intensiv erleben konnten, haben wir unserem Kapitän und seinem Navigationsteam zu verdanken. Sie hatten ein unglaubliches Fingerspitzengefühl für besondere Situationen.
Bei allen „live“ Naturerlebnissen wurde uns Gästen ausreichend Zeit gelassen. Wenn etwas Besonderes eintrat, wurde es über die Borddurchsage mitgeteilt und man konnte es in Ruhe genießen. Die Fahrtgeschwindigkeit wurde gedrosselt. Jetzt war nur der Moment wichtig.
Es gab während dieser Tage hier in der Antarktis keinen Stress, keine Panik. Nach dem Motto, wenn ich jetzt nicht losrenne, verpasse ich etwas. Ich kann etwas nicht sehen, weil wir gleich daran vorbeigefahren sind und für viele noch wichtiger, ich konnte mein spezielles Foto nicht machen. Diese umsichtige Vorgehensweise hat sicherlich dazu beigetragen, dass in dieser Zeit auf dem Schiff eine ganz besondere Atmosphäre herrschte.
Gegen Mitternacht begann es wieder zu schneien. Ich war schon im Bett – und träumte vermutlich von Walen und Pinguinen.
Der Kapitän hatte ja gesagt, der 2.Tag, also heute, könnte der beste Tag hier in der Antarktis werden. Dem war aber nicht so. Das, was wir am folgenden Tag erlebt haben, war einfach unfassbar.

Aber wir haben halt auch so unfassbar viele Bilder gemacht,
dass der Bericht erst übermorgen fertig sein wird.Daher freut Euch auf Donnerstag, dann geht es hier weiter.
Wir starten mit neuem Schnee auf dem Pooldeck und dann gibt es ein besonderes Naturspektakel. Ich verrate mal so viel, mein Traum vom Pinguin auf einer Eisscholle könnte wahr werden …

Viele Grüße, vielen Dank und bis übermorgen!
Anke
-
Das ist wirklich unfassbar schön. Ich kann es so gut nachvollziehen, wie beeindruckt und gerührt man in solchen Augenblicken ist.
Danke dir nochmals für diesen schönen Reisebericht.Liebe Grüße
Anette
-
Zwischendurch mal wieder ein riesengroßes DANKE Anke Mara88
So eine faszinierenden Reise, einfach unglaublich. Täglich ein neues Highlight. Du machst mir Süd-Amerika und die Antarktis wirklich sehr schmackhaft.
Bis Donnerstag, ich freue mich drauf.
LG Kaline
-
Ach Anke Mara88 - ich hab immer, bei jedem Reisebericht aus dem Eis, gesagt, dass ich niemals eine Kreuzfahrt machen würde, bei der ich es an Deck nur im dicksten Wintermantel aushalten könnte. Aber nun, bei deinem Bericht und diesen unglaublichen Bildern… Danke für dieses wunderbare Erlebnis!
-
Wow - einfach unbeschreiblich, Anke Mara88

Bei den Bildern des 2. Tages in der Antarktis hätte man meinen können, das ist nicht mehr zu toppen; aber Du machst es spannend und von daher bin ich schon sehr gespannt auf Donnerstag, was Du berichten wirst!

-
Einfach nur







Mara88 Ich habe keine Worte! -
Liebe Anke Mara88 ! Was für ein toller Bericht! Dein dies und das ist eine Superidee! Vielen Dank!
Freu mich schon auf die Fortsetzung!

Liebe Grüsse, Marion -
Mara88
Auch ich finde deinen Bericht toll!
Ich schwelge in Erinnerung

-
Liebe Mara88 ,
vielen Dank für deine Mühe und Zeit, die du hier investierst. Ich kann dir schreiben, es lohnt sich! Dein Bericht ist großartig
! Die Reise an sich ist ja schon außergewöhnlich, aber wie du es rüberbringst ist fantastisch.Wie du die Stimmung auf dem Schiff beschreibst bei eurer Walbeobachtung ist überwältigend. Ich kann es fühlen. Gänsehaut.
-
18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 1
Wenn es selbst den Antarktis Experten die Sprache verschlägt …
Der heutige Morgen begann ziemlich grau, verhangen und mit Schneegeriesel. Irgendwie war ich schon ein wenig enttäuscht. So richtiges Wetterglück haben wir hier bisher nicht. Hatte der Kapitän nicht gesagt, dass es besser werden sollte?

In der Nacht hatten wir einen Großteil der Bransfield Strait Richtung Norden passiert. Diese ca. 120 km lange Meeresstraße ist bekannt für ihre Vielzahl an Eisbergformationen. Als wir am Morgen vom Balkon blickten, konnten wir bereits die ersten erahnen. Wir fuhren an unzähligen Eisbergen vorbei. Sie waren wie auf einer Perlenkette aufgereiht.
Wenn man an der Reling stand, konnte man erst ihre wahre Größe begreifen. Sie waren richtig groß. Aber halt alle im Dunst und teilweise sogar noch im Nebel verhüllt.
Jeglicher „Nebel-Frust“ verflog aber sofort, wenn man die aufgeregten Crew Mitglieder auf den Außendecks im Schnee sah. Leuchtende Augen, Hände mit Pulverschnee überzogen und immer einen Kollegen im Schlepptau für das Handy-Bild „Der Schnee und ich“. Es hat so viel Freude gemacht, sie zu beobachten. Für viele war es ihr erstes großes Schnee- und Eis-Erlebnis. Selbst die Küchen Crew hat einen Blick auf die eisige Landschaft geworfen.
Langsam zogen wir an den Eisbergen vorbei. Langsam wurde es heller. Wir passierten den Antarctic Sund.
Die Wolkendecke wurde immer dünner, man konnte das faszinierende Farbspiel der Gletscher immer besser erkennen.
Geht gleich weiter ….
-
Ich komme noch schnell hinterher !
-
18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 2
Jetzt erreichten wir die Hope Bay. Es war noch einmal heller geworden und die weiße Schneelandschaft begann zu Strahlen – und wir auch.
Langsam bogen wir immer tiefer in die Bucht ein. Hier befindet sich zum einen die Base Antartica Esperanza, eine große argentinische Forschungsstation. Zum anderen lebt in dieser Bucht eine der größten Pinguin Kolonien der Antarktis. Hier halten sich teilweise bis zu 100.000 Pinguine auf.
Während wir noch vertieft auf die weiße Kulisse schauten, erkannten wir auf einmal beim genaueren Hinsehen, dass auf den Eisschollen Pinguine stehen!

Und dann begriffen wir, was hier los war.
In dieser Bucht tummelten sich an diesem Tag 1000ende (!) Pinguine. Entweder auf einer Eisscholle, sie sprangen gerade herunter oder sie schwammen im Wasser.
Mehrere Wale hatten hier Krill Schwärme entdeckt, die sie jetzt jagten. Immer wieder tauchten sie auf und ab und wirbelten mit ihren Bewegungen den Krill nach oben. Bei genauerem Hinsehen, hatte man das Gefühl das Meer würde leicht beben. Hier war gerade das „Krill-Open-End-Buffet“ eröffnet.
Es war unglaublich. Unzählige größere und kleinere Eisberge drifteten an unserem Schiff vorbei. Mal waren an die 50 oder mehr Pinguine auf einem zusehen, manchmal war es eine ganz kleine Scholle mit 5 bís 10 Pinguinen.
Geht gleich weiter …
-
18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 3
Man konnte sich sozusagen seine eigene Pinguin Gruppe aussuchen, die man über einen längeren Zeitraum verfolgen wollte. Und hatte man „keinen Bock“ mehr auf diese Gruppe“, drehte man sich leicht zur Seite und schon kam die nächste Pinguin Truppe vorbei.
Überall sah man das „Vibrieren“ des Meeres. Tausende Pinguine schwammen im Wasser. Einige standen gerade noch auf der Eisscholle, dann setzten sie zum Sprung an und folgten ihren Kameraden ins Wasser.
Geht gleich weiter …
-
Oh wie großartig!!!!








-
18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 4
Parallel zu den ganzen Pinguinen zogen die Buckelwale kreuz und quer durch die Bucht. Tauchten immer mal wieder kurz auf, um im nächsten Moment wieder tief ins Meer zugleiten. Die Jagd nach dem Krill ging weiter. Direkt neben ihnen waren immer unzählige Pinguine, die dieses Schauspiel begleiteten. Es war eine unglaubliche Co-Existenz von beiden Seiten, die wir hier gerade beobachten durften.
Mein ganz persönliches „Highlight Bild“ sind diese beiden Pinguine, die den Wal von einer Eisscholle aus beobachten. Für mich ist es eine ganz besondere Momentaufnahme.
Geht gleich weiter …
-
Der helle Wahnsinn bzw. das Wahrwerden eines Antarktistraums


!!!!! -
Fantastisch, wow





-
18.01.2025 Antarktis - Tag 3 – Teil 5
Das Spektakel über dem Wasser war an sich schon faszinierend genug. Aber man konnte die Pinguine auch ganz nah auf dem Wasser und direkt unter der Wasseroberfläche beobachten. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, welche exzellenten Schwimmer sie sind. Sie bewegten sich mit einer unglaublichen Schnelligkeit und Eleganz im Wasser. Nicht ohne Grund zählen sie zu den besten Schwimmern der Meere.

Wir waren über zwei Stunden hier in der Bucht. Es war eine unglaubliche, magische Stimmung. Alle auf dem Schiff waren während dieser Zeit völlig in den Bann der Natur gezogen. Es herrschte ein absolute Stille und Ruhe an Bord.
Es ist einfach nicht mit Worten zu beschreiben, was wir hier gerade erlebt haben.
Unsere drei Antarktis Experten waren ebenfalls völlig geflashed. So ein besonderes Naturspektakel hatten sie wohl auch noch nicht gesehen. Wie sagte Adrian, immer noch tief bewegt, am nächsten Tag: „This was a true „once in a life time moment“. I will never forget.”
Die argentinische Forschungsstation Esperanza hatten wir an diesem Tag nur mit einem kurzen Blick gewürdigt. Direkt neben der Station leben Teile dieser riesigen Pinguin Kolonien. Beides möchte ich Euch noch zeigen, auch wenn diese beiden Aufnahmen nicht in der gewünschten Qualität entstanden sind. Unsere Fotografier-Prioritäten lagen an dem Tag halt auf dem Wasser und nicht dahinter.

Obwohl dieses Erlebnis schon als Tages Event mehr als ausgereicht hätte, ging unsere Fahrt weiter.
Geht gleich weiter ….
-
Ich platze ja nicht gerne dazwischen. Aber der Tag und was ihr da erlebt habt Mara88 ! Unglaublich!



-
