Beiträge von Mara88

    Tiffy , ich denke, dass man im Prinzip an beiden Stränden gut baden kann. Der Lamai Beach ist ein richtiger Badestrand mit vielen Beach Bars, Strandliegen usw. Hier kann man sicher problemlos einmal ins Wasser springen.

    Das Ambiente vom Beach House ist sehr viel ruhiger und gediegener . Ich denke, dass der Strand-Abschnitt auch speziell zum Hotel-Komplex gehört, daher würde ich vorher anfragen, ob man als Gast des Beach Houses (Bar & Restaurant) auch den Strand / Badestrand nutzen kann. Wenn ja, dann würde ich wohl hier baden gehen, da es die letzte Station der Tour ist und man so das Timing ganz gut steuern kann. ;)

    Wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß auf Ko Samui!

    @ alle vielen Dank für Eure Rückmeldungen! Habe mich sehr gefreut !:) :thumbup:

    Dann hat sich ja die Mühe wieder gelohnt ... ;) DANKE!


    OT Nordfriesin , habe ich das richtig gelesen: Ihr fahrt nächstes Jahr mit Oceania nach Alaska?

    Das ist eine Hammer Tour! Wir haben die 2016 gemacht. (Ende Mai bis Anfang Juni), auch mit der Regatta.

    Falls Du Tipps brauchst, melde Dich einfach ( per PN ? ... wenn Du magst, aber es ist ja auch noch lange hin ...) ;)


    Viele Grüße

    Anke

    Bisher hatten wir viel von der Landschaft gesehen. Jetzt wollten wir einen der bekannten Strände von Ko Samui näher kennenlernen. Unser nächstes Ziel war der Lamai Beach.


    • Lamai Beach


    Wir bogen von der Hauptstraße ab und durchquerten den Touristen-Ort mit seinen vielen Kneipen, Restaurants und Shops. Noch waren diese recht leer, aber am Abend und in der Nacht soll hier ziemlich viel los sein …. .


    An einer kleinen Seitenstraße, mit direktem Zugang zum Strand, setzte uns Jo ab. Für unseren ersten Beach Besuch hatten wir gute 20 Minuten eingeplant. Wir wollten einen ersten Eindruck von den bekannten Ko Samui Stränden und seinem Strandleben bekommen. Hier am endlos langen weißen Strand mit hunderten von Palmen, reihte sich eine Beach Bar an die andere. Wir schlenderten ein bisschen an dem wunderbar türkisblauen Wasser entlang und schauten den Menschen beim Sonnenbaden zu.



    Pünktlich sammelte uns unser Fahrer wieder ein und weiter ging es.


    Gegen 13:45 erreichten wir den Aussichtspunkt


    • Lad Koh Aussichtspunkt


    Von hier hat man einen genialen Blick über die gesamte Bucht und den Chaweng Beach. Er ist der bekannteste und längste Strand von Ko Samui. Bei guter Sicht kann man von hier wohl auch den Big Buddha erkennen. Wir machten einen kurzen Spaziergang über die Treppenpromenade und genossen den Ausblick.



    Jetzt verließen wir die bekannte Rundstraße von Ko Samui und fuhren durch das Landesinnere Richtung Norden. Wir kamen durch mehrere Ortschaften, die eindeutig nicht mehr dem reinen Tourismus dienten. Es gab größere Supermärkte, Schulen und öffentliche Gebäude. Wir hatten den Eindruck, dass hier die Menschen wirklich leben und arbeiten.


    Unser Ziel war der Mae Nam Beach. Hier im Norden sollen die Strände etwas ruhiger, einsamer und weniger touristisch erschlossen sein.


    Gegen 14:15 erreichten wir die Hotelanlage Santiburi Beach Resort.


    • The Beach House (Santiburi Beach Resort)


    Im Vorfeld hatte ich lange nach einer Beach Bar gesucht. Bei unserer Routenplanung hatten wir ungefähr eine Stunde für den Besuch eingeplant. Aufgrund der knappen Zeit wollten wir nicht erst vor Ort nach etwas Passenden suchen. Solche „zwanghaft spontanen – wir finden –schon -etwas“ Suchaktionen enden bei uns oft nicht so erfolgreich … .


    Daher hatte ich im Vorfeld einen Tisch im „Beach House“ reserviert. Die Bilder im Web sahen ganz nett aus. Aber was nun kam, war schlicht und ergreifend für uns der Hammer.


    Als wir mit Jo durch das Tor der Anlage fuhren, sahen wir erstmal eine riesige, gepflegte Gartenanlage. Vor dem Hauptgebäude stoppte er und sprach kurz mit dem Portier. Keine zwei Minuten später fuhr ein Golf-Caddy (!) vor und wir wurden gebeten einzusteigen. Jetzt ging die Fahrt weiter über diese traumhaft schöne Anlage. Wir wurden direkt am Strand, dahinter das türkisblauen Meer, am „Beach House“ abgesetzt.




    Zur Begrüßung wurden uns feuchte Erfrischungstücher gereicht. Eine sehr nette thailändische Dame, im langen traditionellen Gewand, führte uns an unseren Tisch. Direkt am Wasser, auf dem Sand und unter Palmen!



    Wir konnten es gar nicht glauben. Das war einfach eine Hammer Location!



    Die Cocktails waren die besten, die wir auf der ganzen Reise getrunken haben. Die drei verschiedenen Vorspeisen, die wir uns geteilt haben, absolut lecker und der Service perfekt. Die Atmosphäre und das Ambiente waren einfach gigantisch.




    Wir können diese Anlage nur empfehlen.


    Gegen 15:30 verließen wir die Beach Bar, ein Caddy brachte uns wieder zum Haupteingang, wo Jo bereits auf uns wartete.


    Jetzt ging es die letzten Kilometer zurück nach Nathon. Als wir gegen 16:00 Uhr am Pier ankamen, war dieser angenehm menschenleer und so bestiegen wir direkt das wartende Tender-Boot. Um kurz vor 16:30 waren wir wieder sicher auf der „Mein Schiff 6“ zurück.


    Für uns war diese Rund-Tour klasse, weil wir so viel von Land und Leuten gesehen haben. Wir haben in der kurzen Zeit die Vielfalt von Ko Samui kennengelernt. Wir haben einen Eindruck davon bekommen, wie die Menschen hier Leben und wie einfach die Lebensumstände teilweise sind. Aber wir haben auch die „heile“ Welt der 4-5 Sterne Luxus-Hotels genießen können.


    Die gesamte Rundstrecke ist ca. 60 km lang. Als reine Fahrzeit für die gesamte Route hatte das Navi im Vorfeld der Planung 1:50 Stunde ermittelt. Und ziemlich genau so war es auch. An den ersten 4 Haltepunkten hatten wir jeweils bewusst eine kurze Verweildauer eingeplant, damit wir am Ende genug Zeit für den Besuch der Beach Bar haben. Für uns waren die vermeintlich kurzen Stopps am Anfang völlig ausreichend. Aber sicherlich kann man diese 4-Stunden Tour auch bequem um eine Stunde erweitern, wenn man z.B. am Lamai-Beach noch baden gehen möchte.


    Eigentlich wollte ich keinen Bericht von Ko Samui hier einstellen, denn es gibt ja schon diverse sehr gute Berichte. Aber als ich von der eventuellen Umroutung der aktuellen „Hong Kong Reise“ gelesen habe, dachte ich, es könnte vielleicht doch für den ein oder anderen Fori interessant sein, kurzfristig auf eine fertige Taxi-Route zurückgreifen zu können.


    Auf jeden Fall sage ich „Vielen Dank für Eure Lesezeit“ und freue mich, wenn der ein oder andere eine kleine Hilfe für seine persönliche Ko Samui Planung gefunden hat - oder ganz einfach beim Lesen ein bisschen Spaß hatte.


    Viele Grüße

    Anke

    Viewpoint Hopping auf Kosamui - einmal rund um die Insel mit dem Taxi / Privat-Tour mit Fahrer


    Super Ausblicke, faszinierende Felsformationen, tolle Strände und eine perfekte Beach Bar


    Liegezeit : 14.12.2019, 7:00 bis 18:00 Uhr

    Hafen: Ko Samui , Tender: reine Fahrzeit ca. 20 Minuten

    Wetter: 28 Grad, leicht bewölkt


    Rund-Tour mit Privat-Fahrer (4 Stunden):


    Giant Summit (Aussichtspunkt)

    • Grandfather & Grandmother Rock

    • Lamai Beach

    • Lad Koh (Aussichtspunkt)

    • Beach House Strand-Bar


    Durch unseren Roll-Call und dank der Berichte und Rückmeldungen von Euch, die bereits schon mal hier auf der Insel mit einem Kreuzfahrt-Schiff waren, wurde mir klar „Tendern & Mein Schiff“ sind zwei Dinge, die nicht so gut harmonieren. Vor allem, wenn man als „Indivduell-Traveller“ in den ersten 2-3 Stunden von Bord gehen möchte.


    Daher verwarf ich die Idee, an einer der organsierten Kleingruppen-Tour von lokalen Guides teilzunehmen. Nach wie vor glaube ich, dass die Touren super sind, aber wir wollten uns nicht schon morgens ab 7:30 in die Tender-Schlange stellen, um gegen 9:00 drüben auf der Insel zu sein.


    Wir entscheiden uns, für den hier schon oft beschriebenen Vorschlag, den Tag entspannt zu beginnen. Das war goldrichtig. Vielen Dank für den Tipp!


    Nach einem schönen Frühstück - draußen auf der Anckelmanns Terrasse mit super Blick auf die Bucht von Ko Samui, gingen wir gegen 10:00 Uhr zur Tender-Ticket Ausgabe. Mit unseren zugeteilten Länder-Karten „Brasilien“ machten wir uns auf den Weg zur Tender-Station und saßen kurz vor 10:30 in unserem Tender-Boot. Wir hatten das Glück, in einem der lokalen Boote zu sitzen und so begann unsere Anfahrt auf die Insel schon richtig stilecht.



    Wir hatten über das Portal „G …Y… G…“, wo man verschiedenste Tickets online kaufen kann, ein Privatauto mit Fahrer für 4 Stunden gemietet. (85,- Euro) Das ist etwas teurer, als wenn man vor Ort sich an der Pier ein Taxi aussucht. Für uns war es einfach bequemer, es im Vorfeld der Reise geregelt zu haben.


    Direkt an der Pier warten aber auch sehr viele Taxis. Die Fahrer machen schon beim Anlegen des Tenderbootes lautstark auf sich aufmerksam. Also, kein Problem auch vor Ort noch das passende Auto / Taxi zu finden.


    Wir hatten unser Privatauto erst für 12:00 gebucht. Daher hatten wir noch genügend Zeit, ein bisschen durch das Städtchen Nathon zu schlendern. Unser erstes Ziel war ein Geldautomat. Hier gibt es wirklich ziemlich viele Wechselstuben und Geldautomaten. Einfach der Pier folgen und geradeaus weitergehen und man ist mitten in der Stadt.


    Der Ort selber ist nicht wirklich schön und lohnt sich nur für einen kurzen Stopp. Nach Singapur war dies der erste „asiatische“ Hafen für uns. Daher war das trubelige Leben hier mit den verschiedensten Souvenir-Shops, Klamotten-Läden, Massage-Studios und Restaurants schon spannend – einschließlich der Strommasten und ihre spektakuläre Verkabelung.


    Wirklich gelohnt hat sich unser kurzer Abstecher oberhalb vom großen Parkplatz. Hier sind die lokalen Fischer und ihre kleinen Marktstände zu finden und der Anblick der vielen kleinen Fischerboote mit der Mein Schiff im Hintergrund, war ein schönes Foto-Motiv.



    Doch für uns ging es jetzt wieder zurück zur Pier, an den Ein- und Ausstiegspunkt der Tenderboote. Hier trafen wir unseren Fahrer Jo. Er war bereits 15 Minuten früher da und so konnten wir mehr als pünktlich starten. Sein Auto, ein geräumiger SUV, war sauber und gepflegt und seine Fahrweise sehr gut und umsichtig. Wir haben uns den ganzen Tag mit ihm sehr sicher gefühlt.


    Im Vorfeld hatte ich in Beurteilungen gelesen, dass die Fahrer teilweise nicht besonders gut Englisch sprechen. Daher hatten wir unsere Route bereits zu Hause geplant und die Highlights genau überlegt, die wir besuchen wollten. Diese Vorarbeit war mehr als sinnvoll, denn die englischen Sprachkenntnisse unseres Fahrers waren leider wirklich etwas überschaubar. Aber dank des ausgedruckten Routenplans war die Kommunikation kein Problem.


    Hier eine Übersicht unserer Route



    Wir beide sind keine großen Strand- und Sonnenanbeter. Wir sind zwar ausgesprochen gerne am Meer, mögen Wind und Wellen, aber wir sind keine reinen Beach-Urlauber. Deshalb wollten wir einen groben Überblick über die gesamte Insel bekommen. Uns war wichtig, die bekannten Aussichtspunkte zu besuchen, einen Eindruck von den verschiedenen Orten und Stränden zubekommen und am Ende in einer Beach-Bar direkt am Wasser sitzen. Da wir auf unserer weiteren Reise noch genug Tempel zu sehen bekommen würden, haben wir uns auf Ko Samui bewusst gegen den Besuch der zwei bekannten Tempel entschieden.


    Doch nun möchte ich Euch mitnehmen auf unsere Rundreise.


    Wir verließen Nathon richtig Süden und fuhren zunächst über die Hauptstraße. Nach ca. 20 Minuten bogen wir in eine Seitenstraße ab und schlängelten uns durch die dichtbewachsenden Berge hoch zu unserem ersten Stopp


    xxxAdminxxx gelöscht (bitte kein Kartenmaterial hochladen)


    • Giant Summit


    Von der Terrasse hat man einen gigantischen Blick über die Insel. Und ob Ihr es glaubt oder nicht, hier habe ich meine erste Kokosnuss getrunken. Richtig lecker und erfrischend!



    Das kleine Lokal liegt ziemlich versteckt mitten im Wald. Im Gartenbereich sind zwei kleine Schreine zu finden. Die Fahrt hier hoch,lohnt sich auf jeden Fall.



    Unterwegs haben wir sogar am Wegesrand Wasserbüffel gesehen.



    Jetzt ging es weiter zu den bekannten Felsformation


    • Felsformationen Hin Ta und Hin Yai


    Diese Felsen liegen im Süden von Ko Samui . Bekannt sind sie auch als „Grandfather and Grandmother“ Rock. Vor den eigentlichen Felsen befinden sich diverse kleine Stände mit Souvenirs und Speise-Angeboten. Geschickt schlängelte sich unser Fahrer durch dieses Gewirr. Direkt am Zugang zu den Felsformationen stiegen wir aus.



    Wir kletterten ein bisschen auf den Felsen herum, machten die bekannten Fotos und genossen den tollen Ausblick.



    Nach gut 10 Minuten verließen wir die Felsen wieder und weiter ging unsere Rund-Tour.



    gleich geht es weiter ...

    Und so machten wir uns zu unserer letzten Station auf. So langsam veränderten sich die Lichtverhältnisse. Die Strahlen der Nachmittagssonne tauchten die Ruinen in ein rötlich-oranges Licht. Kaum möglich, aber es war wirklich so, die Ruinen wirken jetzt noch schöner.


    • Wat Phra Mathathat


    Auf dieser großen Tempelanlage, auch sie gehörte damals zu den größten und bedeutsamsten Klosteranlagen, wurden viele sehr gut erhaltene Buddha Statuen gefunden.



    Viele von ihnen werden heute im Nationalmuseum ausgestellt. Trotzdem sind hier immer noch genügend vor Ort zu sehen.




    Hier auf diesem Areal ist auch das vielleicht bekannteste Fotomotiv Ayutthayas zu finden: der in einem Feigenbaum eingewachsene Kopf einer Buddha Statue.



    Bei Reiseberichten stellt sich ja immer die Frage, wie ehrlich soll man in seiner Darstellung sein? Wie viel Illusion soll erhalten bleiben?

    So sieht der Buddha-Kopf in seiner natürlichen Umgebung aus - ohne Zoom.



    Nach so viel beindruckenden Tempeln, Chedis, Stupas und Buddhas hieß es Abschied nehmen von Ayutthaya. Wir bewunderten noch einmal die tolle Szenerie und machten die letzten Fotos.



    Gegen 17:00 Uhr starteten wir unsere Rückreise zum Hafen nach Laem Chabang. Wir wurden wieder bestens mit gekühlten Frische-Tüchern und kalten Getränken versorgt. Gestern und auch heute Morgen waren die Überlandfahrten noch so sich richtig spannend gewesen. Es war so viel zu entdecken an Ungewohntem und Neuem: Straßen, Häuser, Marktstände und die vielen Moped-Fahrer. Doch jetzt fielen einem nach dem anderen die Augen zu und es wurde still im Auto.



    Am Stadtrand von Bangkok setzten wir Pia an einer Bahnstation ab. Wir bedankten uns nochmals ganz herzlich bei ihr für die zwei tollen Tage. Danach brachte unser Fahrer wieder gut und sicher zurück zum Schiff. Gegen 20:30 sahen wir dann die ersten Lichter der „Mein Schiff 6“ und wenig später konnten wir voller Eindrücke und Erinnerungen die Gangway betreten.



    Fazit:


    Für uns waren das zwei unvergessliche Tage. Wir haben so viel gesehen, erlebt und kennengelernt. Der erste Tag in Bangkok war schon mehr als beeindruckend. Aber der zweite Tag mit dem Besuch der Tempelanlagen von Ayutthaya, hat es eigentlich noch getoppt. Ohne ihn, wäre es für uns so, als würde man Rom ohne das Kolosseum oder Athen ohne die Akropolis besichtigen. Daher sind wir im Nachhinein mehr als froh, dass wir einen zwei Tages-Aufenthalt im Hafen von Laem Chabang hatten. Auch wenn er uns zu Beginn der Reiseplanung ziemliches Kopfzerbrechen bereitet hat.


    Unsere Entscheidung in Bangkok zu übernachten war goldrichtig. Wir konnten den ersten Tag viel entspannter verleben und die doch recht lange Fahrzeit ( zum / vom Hafen) gerecht auf zwei Tage aufteilen. Für uns war es das erste Mal, dass wir uns für eine Hotelübernachtung bei einem ON-Stopp entscheiden haben. Wir werden das in Zukunft sicherlich wieder machen, wenn ein Hafen „fern ab von allem“ ist.


    Wenn jemand von Euch noch Fragen zu dem Ausflug oder generell zu der Reise hat, könnt Ihr Euch gerne melden.


    Jetzt bedanke ich mich erstmal bei allen, die es bis hierher geschafft haben, mit einem großen DANKESCHÖN für Eure Lese-Geduld. Der Bericht ist doch ein bisschen länger geworden als geplant. Ich hoffe, dass er euch trotzdem gefallen hat.;)


    Viele Grüße

    Anke

    Gegen 15:00 erreichten wir den nächsten Tempel-Komplex.


    • Wat Phra Si Sanphet


    Der Wat Phra Si Sanphet ist im 15. Jahrhundert entstanden und wird auch Königstempel genannt. Er besteht aus drei großen Chedis, in denen die Asche verschiedener Könige verwahrt wird.



    Er gilt heute als das Wahrzeichen von Ayutthaya und soll einst der schönste und größte Tempel gewesen sein.




    Wir waren von den „Überresten“, die wir jetzt sahen, schon tief beeindruckt. Ich musste an die prachtvollen Bauten vom Vortag in Bangkok denken – wie gigantisch muss dieser Komplex erst vor 500 Jahren ausgesehen haben.




    Vor dem Areal bekamen wir die bekannten Elefanten von Ayutthaya zu Gesicht. Klar kann man darüber diskutieren, ob diese für Touristen veranstalteten Ausritte, in der heutigen Zeit noch zu vertreten sind. Aber ein Foto war der Anblick allemal wert.



    Nun setzten wir unsere Fahrt fort. Die Ansammlung an Tempel-Komplexen nahm wirklich kein Ende. Und so stoppten wir jetzt beim


    • Wat Phra Mongkon Bophit


    Hier in der Tempelhalle ist eine der größten Buddha Statuen Thailands zu sehen.




    Die jetzt glänzende Vergoldung des Buddhas wurde erst in den 1990 iger Jahren durch Blattgoldblättchen-Spenden fertig gestellt, u.a. auch durch eine sehr großzügige Spende des Königs Sirikit.


    Leider kann ich kein Bild von dem goldenen Buddha hier einstellen, aber der Anblick war imposant.


    So ganz langsam wurden wir ein bisschen „Tempel und Ruinen müde“. Doch nach einer kurzen Pause, gab Pia das Zeichen, dass es weiter geht. Unvergessen ist die Nachfrage von uns: „ … Was noch einen Tempel ?!?“ (Wird auch heute noch gerne in Erinnerung an diesen tollen Tag von uns zitiert.)

    Nun gingen wir zu Fuß zu einem kleinen Schiffsanleger und setzten unsere Sightseeing Tour mit einem Longtail Boot fort.



    Zunächst fuhren wir an kleinen Häusern und Booten vorbei, doch dann reihte sich wieder ein Tempel an den anderen.




    Zwischendrin ragten immer wieder Chedis und imposante Ruinengebilde hervor. Von wegen ein paar „olle Steinreste“. Wir waren begeistert.





    Nach einer halben Stunde legte unser Boot wieder an. Unser Fahrer sammelte uns wieder ein und weiter ging unser Ausflug.

    Gegen 13:00 erreichten wir nach einer kurzen Fahrt Ayutthaya.


    Ayutthaya – die alte Hauptstadt Siams (Thailands)


    Ayutthaya war über 400 Jahre das Macht- und Kulturzentrum des siamesischen Reiches. Gegründet wurde es 1350 und war einst die bedeutendste Metropole Asiens. In ihrer Blütezeit im 17. Jahrhundert hatte die Stadt mehr als 1 Millionen Einwohner. Sie wurde damals als die schönste Stadt der Welt bezeichnet und soll mehr als 400 Tempel, Paläste und Festungen gehabt haben. Ihr Spitzname war die „Goldene“.


    1767 wurde sie von Burmesen vollständig vernichtet und nie wieder aufgebaut. Stattdessen verlegte König Rama I seine Residenz 1782 nach Bangkok und ließ hier die Stadt nach dem Vorbild der alten Königsstadt Ayutthayas neu aufbauen.


    Bei der Vorbereitung auf unsere Reise hatte ich Bilder von Ayutthaya gesehen, die mich an Angkor Wat erinnerten. Mir war klar, dass die Ruinen von Ayutthaya sicherlich nicht so imposant sein können. Ich war mir nicht sicher, ob sich der Besuch schlußendlich wirklich lohnen würde. Es war schon recht mühselig gewesen, überhaupt gescheite Reiseberichte darüber zu finden. Ich zeigte meinem Mann damals meine Recherche-Funde und er stellte kurz und knapp fest, dass da vermutlich nur ein paar „olle“ Steine und ein paar total verfallene Ruinen zu sehen wären.“ Daher war ich schon ein wenig angespannt, als wir jetzt in die Stadt reinfuhren.


    Unser erster Stopp war die Anlage


    • Wat Yai Chai Mongkol


    Schon von weitem kann man den 80 m. hohen Chedi dieser sehr gut erhaltenen Tempelanlage erkennen. Sie gilt als eines der Wahrzeichen Ayutthayas.



    In einem sehr gepflegten Gartenareal sind mehrere imposante Denkmäler zu finden, u.a. der große liegende Mönch und die beindruckende Skulpturen-Reihe von sitzenden Buddhas. Auf dem Gelände befinden sich auch noch weitere kleinere Tempelgebäude mit kleineren vergoldeten Buddha Statuen.




    Beim Anblick dieser ersten Anlage, war meine Anspannung und eventuelle Zweifel verflogen. Der Besuch von Ayutthaya hatte sich schon jetzt mehr als gelohnt. Wir waren – wie sagt man so schön – total geflashed.



    Einen besonderen Moment erlebten wir, als wir in einem der kleinen Tempel zu fünft auf dem Boden saßen. Im vorderen Teil zündeten Gläubige Räucherstäbchen an, legten Gaben vor dem goldenen Buddha nieder. Pia erklärte uns mit leiser Stimme an Hand eines Wandbildes das Leben der Siamesen in früheren Jahrhunderten. Sie beschrieb die Bedeutung der Elefanten, welche Kleidung die Menschen trugen und veranschaulichte uns auch die Kampftechniken der damaligen Zeit.




    Nachdem wir ganz in Ruhe diese erste Tempelanlage besichtigt hatten, fuhren wir gegen 14:00 Uhr mit dem Auto weiter. An einem kleinen, urgemütlichen Lokal stoppten wir. Pia bestellte verschiedenste Teller-Gerichte, so dass wir nochmal die Vielfalt der thailändischen Küche genießen konnten.


    16. Dezember 2019


    Am nächsten Morgen konnten wir noch einmal den tollen Ausblick von unserem Hotelzimmer genießen.



    Pünktlich um 9:00 Uhr warteten Pia und unseren Fahrer vor dem Hotel auf uns. Wir fuhren wieder quer durch die Stadt und dieses Mal ging es Richtung Norden. Unser erstes Ziel war die königliche Sommerresidenz.


    • Bang Pa In - die Sommerresidenz des thailändischen Königs


    Diese Anlage liegt etwa 60 km von Bangkok entfernt. Nach gut über einer Stunde Fahrt kamen wir dort an. Sie stammt in ihren Grundzügen bereits aus dem 17. Jahrhundert und wurde später vom König Rama IV und seinem Sohn weiter ausgebaut. (Mitte des 19. Jahrhunderts)



    Auf dem riesigen Gartenareal befinden sich einzelne, historische Gebäude. Sie spiegeln in ihrer Bauweise verschiedene Epochen wieder und vereinen unterschiedlichste Stilrichtungen.




    Diese ausgesprochen gepflegte und liebliche Parkanlage ist eine Oase der Ruhe.



    Unglaublich viele tolle Pflanzen säumen den Weg. Es gibt immer wieder verspielte Brücken und Brunnen mit griechisch antik anmutenden Statuen. Mitten in einem kleinen See steht ein Wasserturm mit einer Aussichtsplattform. Daneben befindet sich ein Nachbau eines Tempels aus dem Königspalst. Auf dem Gelände verstreut stehen kleine Pavillons im Rokoko-Stil und auch ein chinesischer Tempelbau ist zu bestaunen.





    Pia erzählte uns zu allen Gebäuden die Hintergründe und machte uns auf kleine Besonderheiten aufmerksam. Sie erzählte uns Geschichten von König Rama IV und seine Bedeutung für Thailand. Beeindruckend war für uns zu erkennen, dass man auch hier im Park sein Interesse an der sogenannten „westlichen“ Welt erkennen konnte und wie weitblickend seine Denkweisen schon damals waren. So schloss er Handelsabkommen mit England, Frankreich und den USA ab. Er veranlasste u.a., dass die Kinder, der im Park errichteten Schule, in Englisch unterrichtet werden. Und sorgte maßgeblich dafür, dass die Siam unabhängig blieben und kein Kolonialstaat wurden.



    Nach all dem Trubel des gestrigen Tages war dieser Spaziergang in der königlichen Sommerresidenz so richtig schön und erholsam. Die Harmonie und Ruhe der Anlage hatte uns wirklich ein bisschen verzaubert.


    Jetzt ging es im Mini-Van zu unserem Hotel.


    Gegen 19:30 erreichten wir das „Millennium Hilton“ Hotel. Wir hatten es aufgrund seiner Lage, direkt am Fluss und seiner Roof Top-Bar ausgesucht. Die Zimmer sind inzwischen alle renoviert und wir können dieses Hotel einfach nur uneingeschränkt empfehlen. Die Zimmer sind angenehm groß, mit Klimaanlage und allem Komfort ausgestattet. (u.a. Kaffeemaschine, Mini-Bar, Pflegeprodukte im Bad).


    Der Blick aus dem Zimmer, direkt auf den Chao Phraya mit den beleuchteten Schiffen, und auch später oben von der Bar, ist einfach gigantisch.



    Gegen 20:30 trafen wir vier uns wieder. Frisch geduscht und wieder ein wenig erholt, machten wir uns auf den kurzen Weg zum „IconSiam“ Center, das direkt neben dem Hotel liegt. Es wurde Ende 2018 eröffnet und ist zur Zeit die modernste Shopping Mall Bangkoks. Hier kann man das „Who is Who“ aller bekannten Labels und Marken finden. Wir waren jetzt allerdings nicht mehr so am Shoppen interessiert, sondern freuten uns auf einen entspannten Abend. Wir schlenderten durch die weihnachtlich geschmückten Innenbereiche der Mall und suchten uns ein Restaurant aus, mit Sitzplätzen im Außenbereich, direkt am Chao Phraya.



    Dieses Areal ist etwas touristischer und kommerzieller. Dafür waren die Speisekarten auch auf Englisch und mit Bildern, was die Auswahl natürlich deutlich einfacher machte. Das Essen und unsere Cocktails waren wirklich lecker und wir konnten am Ende mit Kreditkarte bezahlen. Es war angenehm warm, geschätzt Mitte 20 Grad. Das gesamte Areal war komplett weihnachtlich geschmückt mit Lichtersternen und Ketten und die vertrauten englischen „Christmas-Songs“ wurden gespielt. Das Ganze war schon ein wenig surreal. Aber ich glaube, dass ist immer so, wenn man die Weihnachtszeit in südlichen Gegenden erlebt.



    Gegen 21:30 Uhr begannen dann auch noch die Wasserspiele mit Lichter-Show auf dem Fluss. Nicht so spektakulär wie in Dubai, aber trotzdem schön.



    Zum Abschluss sind wir dann noch auf die Roof-Top Bar des Hotels gegangen, ins „Three sixty“ mit rundum Blick über Bangkok. Perfekter kann ein Tag in dieser Stadt nicht enden.






    Als wir ins Bett fielen, stand für uns schon fest, dass die Entscheidung einen Overnight-Stop in Bangkok einzulegen absolut richtig war. Es war unglaublich, wie viele verschiedene Facetten wir von Bangkok kennengelernt haben.


    Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch Lust, uns nach Ayutthaya zu begleiten? Morgen geht es weiter ...


    Viele Grüße

    Anke

    Jetzt ging es gestärkt weiter zu unserem nächsten Ziel, das wir gegen 17:30 erreichten.


    • Blumenmarkt / Pak Klong Flower Market


    Er ist der größte und wichtigste Blumenmarkt in Bangkok. Die Stände werden zweimal täglich mit frischer Ware beliefert. Die Vielzahl an Blumen und vor allem Blüten ist einfach überwältigend. Es ist schier unglaublich, welche Massen hier zu bestaunen sind. Neben Schnittblumen und Gestecken gibt es Unmengen an Blumenketten, die hier vor Ort hergestellt werden. Wir waren echt sprachlos.




    Darüber hinaus gab es noch eine große Anzahl an Obst- und Gemüseständen. Auch hier machte uns Pia immer wieder auf besondere Spezialitäten oder Früchte aufmerksam, die wir so nicht kannten.



    Nachdem wir die Markthallen verlassen hatten, organisierte Pia zwei Tuk-Tuks. In rasanter Fahrt ging es nach China Town. Wir hatten an diesem Tag schon so viele Highlights erlebt, dass man denken könnte, man kann es nicht mehr steigern. Aber diese Fahrt war für mich einmalig. Wir waren mitten drin, erlebten die Quirligkeit der Stadt hautnah und konnten Bangkok mit all seinen Facetten spüren.



    • China Town


    In China Town angekommen, ging es zu Fuß weiter. Unser Ziel war die Yaowarat Street, wo am Abend nach Sonnenuntergang eine schier endlose Anzahl an Garküchen und kleinen Verkaufsshops am Straßenrand aufgebaut werden.



    Die Menschenmassen, die hier langlaufen sind unfassbar. Damit die Mengen überhaupt an den Ständen vorbeikommen, wird die rechte Spur der mehrspurigen Autostraße am Abend einfach zum Fußweg umgewandelt.


    Es war ein unglaubliches Gedränge. Wir wussten gar nicht so genau, wo wir jetzt überall hingucken sollten. Alles war so spannend und neu. Die Shops mit allen erdenklichen asiatischen Utensilien von Gewürzen, über Kleidung und Papiershops (für die gefalteten Tempelgaben aus Papier) und immer wieder kleine Stände an denen gekocht wurde. Es war eine beeindruckende Geräusch- und Geruchs-Kulisse. Überall blinkten Neon-Reklameschilder und alles war in rot-goldenes Licht getaucht. Ein echtes Erlebnis!





    Und die Stände mit der bekannten "Stinke-Frucht" waren auch zu bestaunen ....



    Am Ende legten wir noch einen kurzen Stopp an einem Tempel ein. Das war der wirklich optisch passende Abschluss für unseren „China-Town-Walk.“


    Nun ging unsere Tour weiter. Pia führte uns durch die angrenzenden Straßen zum großen Fluss von Bangkok, dem Maenam Chao Phraya. Hier, direkt am Wasser, befinden sich viele kleine Markthallen mit verschiedenen Handwerksläden, Lebensmittelständen und kleinen Garküchen. Hier haben wir mit Blick auf den Fluss zu Mittag gegessen.



    Danach holte uns unser Fahrer direkt an einer kleinen Seitenstraße mit dem Minivan ab. Er begrüßte uns mit gekühlten Erfrischungstüchern und Getränken. Diesen Service bekamen wir übrigens jedes Mal, wenn er uns wieder an einem Treffpunkt einsammelte. Das war gerade bei der Wärme immer wieder super angenehm.


    Wir setzten unsere Tour fort und kamen gegen 15:15 zum Wat Arun.


    • Wat Arun / Tempel der Morgenröte


    Er gilt als das Wahrzeichen Bangkoks mit seinem etwa 70 m hohen Prang (ein Chedi, dessen Turmspitze die Form eines Maiskolbens hat) und ist mit unendlich vielen Porzellanmosaiken verziert. Einfach toll.




    Dies war die 3. Tempelanlage des heutigen Tages. Trotzdem waren wir wieder aufs Neue fasziniert. Jede dieser Anlagen hat ihren ganz eigenen Reiz und Charakter und ich bin froh, dass wir alle drei gesehen haben. Obwohl wir jetzt – ganz ehrlich - so langsam genug von dieser ganzen Tempel-Pracht hatten. Aber sie sind absolut sehenswert und gehören zwingend zu einem Bangkok Besuch dazu!



    Nun ging Pia mit uns zu dem nahgelegenen Bootsanleger und es dauerte keine zwei Minuten und unser „privates“ Longtail-Boot legte am Steg an. Es war wirklich perfekt, wie Pia während der zwei gemeinsamen Tage, alles im Hintergrund organisierte.


    • Klong Fahrt


    Mit dem Boot ging es einmal quer über den großen Fluss Chao Phraya.



    Dann bogen wir in den ersten Kanal ein und unsere Klong-Fahrt durch die Kanäle Bangkoks begann. Zunächst mussten wir an einer Schleuse eine Weile warten. Doch nachdem wir diese passiert hatten, ging es in das Labyrinth der Wasserstraßen.



    Im gemächlichen Tempo kamen wir an alten Holzhäusern vorbei, die mal mehr, mal weniger verfallen waren. Man konnte in die teilweise offenen Wohnräume schauen, die Menschen beim Kochen beobachten und den Kinder beim Spielen oder Baden zu sehen. Immer wieder passierten wir kleinere Tempel oder Schreine, die direkt am Wasser lagen. Zwischendrin konnte man aber auch schon die ersten neuen Häuserbauten aus Stein erkennen, teilweise waren es schon richtig kleine prachtvolle Villen. Es ist sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch hier im „Venedig des Ostens“ der Immobilien Boom vortasten wird.





    Gegen 17:00 erreichten wir den Boots-Anleger von Yodpiman. Unser erst mal letzter Blick auf den Fluss.



    Im inzwischen gewohnt zügigen Schritt, ging unsere Tour durch die Einkaufspassage mit kleinen Shops weiter. Zum Glück entdeckten hier unsere zwei Mitfahrer den Starbucks-Coffee-Shop. Hier legten wir eine kleine, klimatisierte Pause ein. Der Kaffee erweckte unsere inzwischen etwas „müden Geister“ zu neuem Leben und wir waren bereit für die nächsten Entdeckungen.


    Mein ganz persönliches Highlight, neben dem Kaffee, waren aber die zwei buddhistischen Mönche, die in ihren orange-farbenen Gewändern mit ihren Smartphones in den Händen im Starbucks standen, sich die Auslagen betrachteten und dann einen Kaffee bestellten. Was für ein bizarres Bild der Gegensätze. Wir haben schon viele Starbucks Filialen auf dieser Welt gesehen, aber dieser Moment wird mir immer in Erinnerung bleiben.

    Zwei unvergessliche Tage in Bangkok und Ayutthaya - Besuch der neuen und alten Hauptstadt Thailands im Dezember 2019


    Liegezeit: vom 15.12. bis 16.12.2019 / Sonntag 8:00 bis Montag 23:00

    Hafen: Laem Chabang

    Wetter an beiden Tagen: ca. 30-32 Grad, teilweise leicht bewölkt


    Bangkok Highlights

    • Übernachtung in Bangkok

    • Königliche Sommerresidenz

    • Ayutthaya


    Wir haben im Dezember 2019 auf unserer Reise mit der Mein Schiff 6 von Singapur nach Hong Kong zwei wirklich unvergessliche Tage in Bangkok und Ayutthaya erlebt. Die beiden Tagesausflüge haben wir mit Bengi Tours unternommen und das Hotel in Bangkok haben wir in Eigenregie gebucht. Unser Guide war an beiden Tagen Pia.


    Wir können Bengi-Tours und Pia nur wärmstens empfehlen. Die Kommunikation mit Bengi per Mail und Whats-App ist einfach super: schnell und unkompliziert. Pias Deutschkenntnisse sind hervorragend und ihre Aussprache ist einfach perfekt.


    Wir haben pro Tag 120,- Euro p.P. bezahlt. Im Preis enthalten sind neben dem Guide, der Transfer, alle Eintritte und das Mittagessen (ohne Getränke). Die Bezahlung erfolgt am ersten Tag vor Ort.


    Doch bevor ich unsere beiden Tage im Detail beschreibe, gibt es erst mal die Vorgeschichte:


    Dies war unsere erste Asienreise und wir hatten im Vorfeld große Bedenken, wie wir die Hitze verkraften werden. Besondere Sorgen machte uns Bangkok. Hier im Forum hatte ich schon viel über die tollen Highlights der Stadt gelesen, aber auch davon, dass die Touren bei den hohen Temperaturen recht anstrengend sind. Zusätzlich liegt Bangkok vom Hafen Laem Chabang recht weit weg (mindestens 2 Stunden Fahrt pro Richtung).


    Daher haben wir im Vorfeld lange überlegt was wir an diesen beiden Tagen machen sollen. Unsere Idee war: Den ersten Tag fahren wir nach Bangkok und am zweiten Tag finden wir sicher etwas Spannendes in der Nähe des Hafens. Um es kurz zu machen, trotz intensiver Suche, es gibt nichts Interessantes in der Nähe. Auch stundenlanges Lesen in Foren hilft nicht ….


    Außer vielleicht Patthaya. Aber da wollte ich nicht hin und teilte das meinem Mann mit den Worten: „Ich flieg doch nicht ans andere Ende der Welt und guck mir dann das „Malle“ von Thailand an.“ Ganz am Anfang der Urlaubsvorbereitung hatte ich Bilder von Ayutthaya gesehen, die mich so fasziniert hatten, dass ich da unbedingt hin wollte. Doch dazu sagte mein Mann: „ Ich bin doch nicht bescheuert und hocke den einen Tag über 4 Stunden im Bus, um dann am nächsten Tag, wieder 5 Stunden Bus zu fahren.“


    Als im Sommer dann das TUI Ausflugsprogramm für unsere Reise rauskam, schauten wir nach den Bangkok Optionen. Aber das Portfolio an Ausflügen für den zweiten Tag war nicht besser geworden. Und dann schlug mein Mann vor: „Sag mal, wir können doch in Bangkok übernachten und dann von da aus nach Ayutthaya fahren. Dann haben wir die „lange Fahrerei vom Hafen“ nur einmal.“ Ich war begeistert! Ruckzuck war ein Hotelzimmer über eines der bekannten Buchungsportale mit kostenfreier Stornierung reserviert.


    Mit Bengi, bei dem wir bereits unseren Ausflug für den ersten Tag reserviert hatten, klärte ich die Optionen für eine Ausflugsverlängerung für den zweiten Tag und so stand innerhalb weniger Tage unser Programm.


    Unsere Mitfahrer hatte ich über das Pooldeck-Forum in unserem Roll Call gefunden. Wir waren eine kleine Gruppe von 2 Ehepaaren, die sich super gut verstanden haben.


    Und falls Ihr jetzt schon wissen wollt, wie es war:


    „Ja, Bangkok Stadt ist mit seiner Fülle an Highlights anstrengend, aber absolut lohnenswert. Ayutthaya und die königliche Sommerresidenz sind mehr als sehenswert. Die hohen Temperaturen haben wir erstaunlich gut verkraftet. Irgendwie fühlten sich die über 30 Grad ganz anders an als bei uns in Deutschland. Vielleicht auch Dank Pia, die uns perfekt durch die zwei Tage begleitet hat. Die Stunden mit ihr waren so spannend, kurzweilig und informativ, dass wir gar keine Zeit hatten, uns über die Hitze Gedanken zu machen.“


    Doch jetzt soll es endlich losgehen …


    15. Dezember 2019


    Die MS 6 legte pünktlich um 8:00 im Hafen von Laem Chabang an. Kurz nach dem Anlegen, machten sich die ersten individual Gruppen auf den Weg. Der Großteil der TUI Busse setzte sich gegen 8:30 in Bewegung. Wir hatten mit Bengi vereinbart, dass wir unseren Fahrer um 9:15 treffen. So war es auch. Pünktlich stand er mit einem Schild direkt an der Pier und wartete auf uns.


    Nach knapp 2 Stunden hatten wir Bangkok erreicht. Hier stieg Pia zu uns in den Mini-Van und weiter ging es einmal quer durch die Stadt. Wir kamen an beeindruckenden Hochhaus-Fronten und Bürogebäuden vorbei und gewannen einen ersten Eindruck von der Stadt und ihrem Verkehrsgetümmel. Je näher wir dem historischem Zentrum kamen, desto prachtvoller wurden die Straßen mit ihren königlichen Dekorationen und wir konnten schon die ersten großen Tempelanlagen mit ihren Türmen entdecken.


    • Wat Po – der liegende Buddha


    Unser erster Stopp war der Wat Po. Dies ist die älteste und größte Tempelanlage Bangkoks. Sie ist wirklich sehr beeindruckend mit ihren glänzenden und prunkvollen Gebäuden und Türmen.




    Zunächst besichtigten wir den Tempel mit dem liegenden Buddha. Also, Schuhe aus und mitgebrachte Socken überziehen und dann die 46m lange Statue bewundern, die so gerade eben noch in die Versammlungshalle passt. Pia lenkte uns geschickt an den Menschen Mengen vorbei. Stoppte immer wieder an Stellen, von denen man ein besonders gutes Foto machen konnte. Teilweise mussten wir einen kleinen Moment warten, bis das Buddha Foto ohne Menschen möglich war. Aber ich hatte es mir viel, viel voller vorgestellt. Leider kann ich kein Foto einstellen.


    Nachdem wir unser erstes „Wow“-Erlebnis hatten, weihte uns Pia in die thailändische Tempelarchitektur ein. Wir lernten was ein Wat, eine Pagode, ein Chedi oder eine Stupa ist. Pia wurde nicht müde, uns diese unbekannten Begrifflichkeiten zu erklären, sie uns an den einzelnen Bauwerken zu zeigen und uns mit der Glaubensphilosophie des Buddhismus und seiner Praktiken vertraut zu machen.



    Wir besichtigten auf dieser großen Klosteranlage noch weitere Bereiche und Gebäude, u.a. sahen wir die unendlichen Reihen mit vergoldeten Buddha-Statuen in unterschiedlichen Meditationshaltungen und sahen die Zeichnungen und Anleitungen der Schule für traditionelle Thai-Medizin und Massage.



    Nach gut einer Stunde verließen wir diesen Ort und setzten unsere Tour mit einem öffentlichen Bus fort. Das war richtig klasse, denn so konnten wir auch etwas vom „normalen“ Bangkok erleben.



    Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, sahen wir noch diesen beeindruckenden Baum, der mit Orchideen bepflanzt war.




    • Königspalast und Wat Phra Kaeo / Royal Grand Palace


    Gegen 13:00 erreichten wir den Königspalast. Dieses riesige Areal ist mit seinen goldglänzenden Pagoden und Chedis wirklich traumhaft. Sie gehören zum Wat Phra Kaeo.




    Hier im zentralen Heiligtum ist auch der Smaragd-Buddha / Emerald Buddha zu bestaunen. Er ist die am meisten verehrte Buddha-Statue Thailands. Er sitzt hoch oben auf einem goldenen Altar. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir diesen Buddha viel größer vorgestellt hatte. Vielleicht weil alles andere bisher auch so groß und riesig war. Er ist in der Tat nur ca. 66 cm groß, allerdings auch komplett aus Jade. Entsprechend der Jahreszeiten wird er dreimal im Jahr in einer prunkvollen Zeremonie in neue Gewänder gekleidet. Hier ein Bild, das uns vor dem Tempel gezeigt wurde und seine Jahres-Garderoben zeigt:



    Die Kombination aus siamesischer Architektur und die später dazugekommen Bauten mit britisch-kolonialen Einfluss sind wirklich faszinierend und ziehen viele Besucher an.

    Vielleicht könnt Ihr Euch denken, welche Posen wir direkt neben diesen Figuren gemacht haben?



    Fortsetzung folgt (gleich) ...

    Hallo Maulwurf ,

    vielen Dank für Deinen schönen Bericht. Da sind wieder viele tolle Erinnerungen wach geworden ... ;)

    Wir haben vor einigen Jahren auch über Sergej / hautnah unseren Ausflug in St. Petersburg gemacht und das war einfach genial. Unser Guide war damals übrigens Sofia. Also, ich kann nur allen empfehlen die Stadt mit einem lokalen Guide kennenzulernen. Bei uns wurde damals noch kein Abend Programm angeboten, aber die Bilder der nächtlichen Bootstour sind einfach beeindruckend.


    Viele Grüße

    Anke

    Gabi46 , Isuledda99 , Regina , uschisiggi , Beatrice , Saneck70


    Vielen Dank für Eure lieben Rückmeldungen.:thumbup:

    Habe mich sehr gefreut! :) und bin noch ganz erstaunt / begeistert, wie oft der Bericht schon angeklickt wurde ...

    (Motiviert ja für den ein oder anderen weiteren Bericht .... ;))


    Für alle Hong Kong Interessierten : TV Tipp: Mare TV Hong Kong / 3SAT / heute 17:45


    Wir gucken dieses Format immer sehr gerne, vielleicht auch für den ein oder anderen interessant?


    Viele Grüsse

    Anke

    5. Stopp: Victoria Peak


    Gegen 16:30 machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel. Wieder ging es durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend. Oben am Victoria Peak ließ uns der Busfahrer im Parkhaus raus und wir gingen die letzten Schritte zu Fuß. Da war unsere Auffahrt gestern mit der Tram schon cooler gewesen, aber so war es sehr praktisch.


    Hier oben konnten wir noch einmal den tollen Blick auf Hong Kong geniessen.



    Leider war heute die Sicht etwas diesig. Aber wir hatten ja gestern Abend unseren „super-wow“ Blick gehabt. Heute gingen wir, den für uns neuen, kleinen Weg an der Tram vorbei. Hier kommt man nach wenigen Metern zu einem weiteren kleinen Aussichtspunkt, wo sich auch der kleine asiatische Tempel-Schrein befindet.



    Mit einem letzten Blick auf Victoria Harbour und Aberdeen im Sonnenuntergang, verabschiedeten wir uns von Hong Kong.



    Hier ein Übersichtsbild der Skyline von Hong Kong. Der Punkt 21 ist das Cruise Terminal und ich denke, dass alle „Hong Kong –Neufahrer“ hier noch einmal einen guten Überblick über die Stadt und die Lage der Sehenswürdigkeiten bekommen.



    6. Stopp: Tsing-Ma-Brücke


    Gegen 18:00 setzten wir unsere Tour fort. Zunächst ging es bergab Richtung Innenstadt vorbei an super schicken Villen, sehr modernen Hochhaus-Komplexen mit noblen Eigentumswohnungen. In der untergehenden Sonne, konnten wir noch einmal den Blick auf die herannahende Skyline werfen, die uns inzwischen recht vertraut war. Sehr zu meiner Freude konnte ich während der Fahrt sogar noch einen Blick auf die beleuchtete Rennbahn werfen.



    Jetzt ging unsere Fahrt Richtung Flughafen weiter. Und wer glaubt, dass diese riesige Menge an Hochhäusern und Wohnkomplexen am vermeintlichen Stadtrand endet, wurde schwer getäuscht. Kilometer um Kilometer zogen sich die riesigen Wohnhaus-Siedlungen fort. Es war einfach unglaublich.


    Gegen 18:45 erreichten wir die Tsing-Ma-Brücke. Sie wurde 1997 fertiggestellt und gehört zu den längsten Hängebrücken der Welt. Hier legten wir noch einmal einen kurzen Stopp ein und konnten bei einem kurzen Spaziergang das Areal besuchen. Es war inzwischen recht kalt und windig geworden, trotzdem war es noch einmal gut die Beine zu vertreten und ein wenig frische Luft zu atmen, bevor der lange Rückflug losging.




    Während wir uns dem Flughafen näherten, erkundigte sich Roswita bei jedem nach seiner Flugverbindung, suchte das richtige Gate für jeden raus und erklärte uns wie die aktuellen Personen Kontrollen am Flughafen ablaufen. Momentan dürfen nur Passagiere mit einem gebuchten Flug das Terminal betreten. Daher wird jeder vor dem Betreten der Eingangshalle kontrolliert und muss seinen Pass und sein Rückflugticket vorzeigen. Dieser Ablauf ist perfekt organisiert und es kommt zu keinen großen Wartezeiten. Durch diese Maßnahmen ist das riesige Terminal angenehm leer und ruhig. Man kann sich entspannt und ohne Stress bewegen.


    Letze kleine Information für Raucher. Im Terminal hinter der Security gibt es oben in der 1. Etage eine kleine offene Terrasse und die Zigaretten im Duty Free sind günstig.


    Roswita unser Guide war einfach klasse, sehr kompetent und umsichtig. Für uns war der Tag sehr kurzweilig und abwechslungsreich, so dass wir diesen Ausflug mit Transfer einfach nur empfehlen können. Die Kombination aus Besichtigungen, Spaziergängen, Bootsfahrt und Freizeit ist sehr gut zusammen gestellt. Gerade durch die Fahrt nach Aberdeen und Stanley bekommt man noch einmal einen ganz anderen Eindruck von Hong Kong.


    Als unser Flugzeug dann kurz vor Mitternacht pünktlich abhob, gab es zur Belohnung noch einmal einen fantastischen Blick auf das beleuchtete Hong Kong und seinen Lichterglanz. Kein Wunder, dass wir nach so vielen Erlebnissen und Eindrücken fast den ganzen Flug verschlafen haben.


    Allen, die den Bericht bis hier her geschafft haben, sage ich vielen Dank für Euer Interesse. All denen, die dieses super Ziel noch vor sich haben, wünsche ich eine tolle Reise!


    Viele Grüße

    Anke

    26. Dezember 2019 (Abreisetag), wieder angenehme Temperaturen etwas über 20 Grad, etwas diesig


    • TUI Flughafentransfer mit Stadtrundfahrt durch Hong Kong (10 Stunden), Ankunft am Flughafen gegen 20:00 / Rückflug ab 23:00 Uhr

    119,- p.P. incl. Mittagessen und Getränk


    Auf dieser Tour werden 6 verschiedene Punkte angefahren, die sich über das gesamte Gebiet von Hong Kong erstrecken:


    Victoria Peak, Chi Lin Nunnery, Man Mo Tempel, Victoria Peak, Aberdeen, Stanley Market und Tsing-Ma-Brücke


    Wenn man die Ziele bei Tante G Maps eingibt, kann man gut erkennen, dass diese Tour die ideale Ergänzung zu ausgiebigen Erkundungstouren (zu Fuß, mit Bus oder Bahn oder Schiff) auf Hong Kong Island oder Kowloon vom Vortag ist.


    Treffpunkt war die Schau Bar um 9:30. Für uns war das perfekt. Wir konnten uns morgens in Ruhe fertig machen, die Kabine um 9:00 verlassen und hatten keine lange Wartezeit, bis unser letzter Ausflug auf dieser Reise starten sollte. Wieder bekamen wir das obligatorische Ausflugskärtchen (heute war es die Nummer 15) und gemeinsam verließen wir das Schiff. Im Erdgeschoss holte jeder seine Koffer im Gepäckbereich des Terminals ab – auch hier fanden wieder keine Kontrollen statt -und „rollerte“ mit seinem Gepäck zu den wartenden Bussen. Wieder war alles sehr gut organisiert.


    Obwohl es mindestens 6 Busse waren, die für diesen Transfer bereit standen, stellte sich während des Tages heraus, dass alle die genannten Ziele anfuhren, aber in unterschiedlicher Reihenfolge, so dass wir auch heute keine Groß-Gruppen-Treffs erlebten.


    Unsere Gruppe (wir waren etwas über 30 Personen) wurde von Roswita begleitet, die hervorragendes Englisch sprach und sehr gut zu verstehen war. Sie gab uns während des gesamten Tages sehr viele Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, der wirtschaftlichen und politischen Situation. Dank ihrer, zum Teil auch kritischen, Einordnung haben wir noch einmal einen tieferen Einblick in die Gegenwart und Vergangenheit Hong Kongs erfahren.


    Unser erster Stopp: Chi Lin Nunnery Garden (ca. 45 Minuten)


    Dieses buddhistische Nonnenkloster ist komplett anders als alle anderen Tempel und religiösen Stätten, die wir während unserer Reise gesehen haben. Kein Gold und Glanz, keine kitschig bunten Dekorationen, sondern man sieht den eher sachlichen, schlichten Einschlag der japanischen Klosterarchitektur, die eine wunderbare Ruhe ausstrahlt. Die Gartenanlage ist mit ihren vielen perfekt zurecht geschnittenen Bäumen (bonsai-artig), kleinen Teichanlagen und roten Brücken eine absolute Augenweide. Roswita ging mit uns über die gesamte Anlage, machte uns auf besondere Pflanzen aufmerksam, geleitete uns durch die einzelnen Tempelgebäude und Gedenkstätten. In der Haupthalle fand sogar während unseres Besuches eine religiöse Zeremonie statt und wir konnten dem Gesang der Mönche lauschen.

    Dieses Areal ist wirklich ein Ort der Erholung, der im krassen Gegensatz zu der Hochhaus-Skyline Hong Kongs steht, die sich hinter dem Park erhebt.




    Von hier ging unsere Fahrt weiter nach Hong Kong Island.


    2. Stopp Man Mo Tempel und Umgebung (ca. 60 Minuten)


    Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass dieser Tempel besonders bei Touristen eine beliebte Attraktion sei und hatte daher eher eine für Touristen hergerichtete, kommerzielle Gedenkstätte erwartet. Aber weit gefehlt! Dieser kleine Tempel, der zwischen den Wolkenkratzern eingequetscht liegt, wird von vielen Gläubigen besucht. Er ist einer der ältesten Tempel Hong Kongs und vor dem Eingang steht ein prächtig, blühender Baum, an dem die Gläubigen ihre Wunschbänder hinterlassen.




    Der Tempelraum an sich ist ziemlich klein. Er wirkt fast mystisch mit seiner gold-rot glänzenden Wanddekorationen, den göttlichen Figuren, den dargereichten Opfergaben aus Blumen und Obst. Durch den Raum zieht ein fast beissender Geruch von Räucherstäbchen und Weihrauchspiralen. In der kleinen Anlage gibt es mehrere Stände an denen Opfergaben, u.a. aus Papier erworben werden können, die dann gesegnet und im Vorraum verbrannt werden. Der Besuch war wirklich ein tolles Erlebnis! Leider kann ich kein Foto aus dem Innenraum einstellen … .


    Roswita führte uns durch die Anlage, machte uns immer wieder auf Kleinigkeiten aufmerksam und erklärte uns die religiösen Abläufe. Danach hatten wir noch ca 30. Minuten Zeit, die angrenzende Hollywood Street und ihre kleinen Seitenstrassen zu erkunden. Hier gibt es eine Vielzahl an Antiquitäten Geschäften, kleine Shops und Marktstände.


    3. Stopp: Aberdeen


    Gegen 13:00 ging es dann mit dem Bus weiter nach Aberdeen. Von einem kleinen Bootsanleger machten wir eine ca. 20 Minutige Sampan Tour durch das Hafengebiet von Aberdeen. Hier haben früher hunderte von Fischer-Familien auf ihren Booten gelebt. Doch inzwischen verringert sich ihre Anzahl von Jahr zu Jahr. Denn die Vermietung oder der Verkauf ihrer Liegeplätze an reiche Jacht-Boot Besitzer ist für viele Fischer inzwischen deutlich lukrativer geworden als das mühsame Leben auf dem Wasser. Es war ein super Erlebnis vorbei an den vielen kleinen Dschunken zu fahren, zu erleben, wie die Menschen hier auf ihren Booten wohnen und im Hintergrund die modernen Wolkenkratzer zusehen.



    Am Ende der Tour legte unser Boot direkt an dem schwimmenden Restaurant Schiff „Floating Jumbo“ an. Dieser Programmpunkt war für uns ein weiteres Highlight. Wir hatten zur Einstimmung auf unsere Reise den Film-Mehrteiler „Noble House“ gesehen und da spielte dieses schwimmende Restaurant-Schiff und der Hafen von Aberdeen eine ganz wesentliche Rolle. Und jetzt waren wir selber an diesem „geschichtsträchtigen“ Ort und es hätte mich nicht gewundert, wenn der Taipan gleich persönlich vorbeigekommen wäre.



    Während der Vorbereitung auf die Reise, hatte ich immer wieder von den Teehäusern und ihren Dimsums (gefüllte Teigtaschen) gelesen. Aber das war einer der Punkte, die ich auf einen eventuell zukünftigen Hong Kong Besuch verschoben hatte. Doch zum Mittagessen wurden tatsächlich verschiedenste Platten mit frittierten und gedünsteten Dimsums mit mehreren Saucen gereicht, die absolut lecker waren.


    Schon jetzt waren wir mit unserem Ausflug total zufrieden. Aber es ging ja noch weiter ...


    4.Stopp: Stanley


    Gegen 14:50 ging es dann weiter nach Stanley. Die Fahrt entlang der Küstenstrasse eröffnete viele schöne Ausblicke auf kleine Buchten, zerklüftete Strandabschnitte und tolle Villen in Bestlage. Jetzt wurde klar, warum Hong Kong nicht nur als Finanzmetropole bekannt ist, sondern auch zu Recht stolz auf seine Strände ist.


    In Aberdeen hatten wir noch einmal eine gute Stunde Freizeit. Das war ausreichend um über den Stanley Market zu schlendern, an der Promenade noch etwas zu trinken und ein letztes Mal auf das Südchinesische Meer zu blicken.




    Der Markt von Stanley hat uns sehr gut gefallen. Hier war alles etwas entspannter und wir hatten den Eindruck, dass das Warenangebot etwas vielfältiger war als an dem ein oder anderen Stand, den wir im Centrum gesehen haben. Roswita machte uns sogar auf einen Stand aufmerksam, wo man sich ein Bild mit seinem Namen oder speziellen Wünschen in kantonesischen Schriftzeichen direkt vor Ort anfertigen lassen kann. (mit Tinte gezeichnet) Wir waren inzwischen gut mit Mitbringseln versorgt, aber hier auf dem Markt kann man sicherlich das ein oder andere Erinnerungsstück gut erstehen.

    Gegen 14:00 Uhr waren wir wieder auf dem Schiff. Konnten eine Kleinigkeit essen und dann ging es um 15:30 weiter, Treffpunkt Schau Bar.


    • Nachmittagsspaziergang und Viktoria Peak am Abend (TUI / 42,- p.P. )


    Für den Ausflug hatten wir uns erst kurz vor der Reise entschieden. Aufgrund der angespannten Lage in Hong Kong, war ich mir nicht so sicher, ob es so schlau wäre, alleine durch Hong Kong zu laufen. Ich hatte einfach Sorge, im falschen Moment am falschen Ort zu sein. Und so haben wir die „sichere“ Ausflugs-Variante mit TUI gewählt.


    Allerdings konnte ich mir im Vorfeld nicht vorstellen, wie man mit einer ganzen Busgruppe einen Spaziergang durch Hong Kongs Geschäftsstraßen machen kann. Aber auf den Peak mit der Tram zu fahren, fanden wir einfach klasse und der Rest würde sich wohl irgendwie ergeben.


    Pünktlich ging es los mit Bus Nummer 46 und Grace, unserer englisch sprachigen Reiseleiterin. Begleitet wurden wir noch von einem TUI Tourguide, der teilweise die Informationen übersetzte. Grace war eine unglaublich lebhafte und authentische Person, die mit Händen und Füssen und vor allem mit akustischen Elementen ihre Ausführungen untermauerte. Ihr „Tack-Tack“ als Umschreibung für die Rolltreppe, das „Klick-Klick“ für schnelle Fotos und ihr „Yeah“ für etwas Besonderes, war einfach der Knaller. Bei Grace ging alles schnell, mit vollem Tempo und Einsatz. Es war einfach unglaublich. Ich habe selten so einen Power Guide, der mit so viel Herzblut seine Gruppe geführt hat, erlebt. Der Ausflug war einfach nur toll und unvergesslich!


    Unser Bus brachte uns nach Hong Kong Island. (Fahrzeit ca. 20 Minuten) Während der Fahrt erzählte Grace Einzelheiten zum Programm und gab uns weitere Informationen zu Hong Kong. Der Bus hielt in einer kleinen Seitenstraße und es ging ab jetzt zu Fuß weiter. Wir waren mitten im Zentrum von Central angekommen!




    Um uns rum unendlich viele Häuserschluchten, dichtbefahrende Straßen, Mengen an Passanten und natürlich die Doppeldecker-Straßenbahnen. Viel Zeit zum Staunen blieb uns nicht. Denn passend zu Graces Redegeschwindigkeit ging es „ruck-zuck“ weiter. Das Tempo, das sie vorlegte, war wirklich zackig und ich dachte schon, gleich beschweren sich die ersten. Aber weit gefehlt.


    Nach ca. 15. Minuten legten wir einen ersten kurzen Stopp am Tai Kwun Heritage Center ein (Kultur und Einkaufszentrum). Der Gebäude Komplex ist die ehemalige Polizeistation von Hong Kong und wurde in den letzten Jahren aufwendig renoviert. Hier konnte man den alten britisch-viktorianischen Kolonialstil sehr gut erkennen. Der weihnachtlich geschmückte Innenhof mit den Hochhäusern der Metropole im Hintergrund, verlieh dem Platz eine ganz besondere Atmosphäre.




    Während unseres Spaziergangs benutzten wir für Teilstücke immer wieder die Eskalators, bogen in ganz schmale Seitenstrassen ab, besuchten einen kleinen, versteckten Markt und sahen unendlich viele Geschäfte und Shops. Es war unglaublich erlebnisreich und spannend, das wusselige Treiben zu erleben, die Stimmung aufzusaugen und immer wieder den Blick in Höhe schweifen zu lassen, um all die schmalen Hochhäuser zu bestaunen und die Enge der Großstadt zu spüren.







    Nach gut einer Stunde erreichten wir die Li Yuen Street West und East an der Queens Road. Hier hatten wir ca. 45 Minuten zur freien Verfügung, um diese beiden kleinen Shopping Gassen mit ihren kleinen Marktständen zu erkunden. Hier gab es einfach alles an Souvenirs, T-Shirts, Taschen, Schuhe usw.. Wer wollte konnte aber auch in den umliegenden schicken Geschäften shoppen gehen oder einfach eine kleine Pause einlegen.


    Gegen 18:00 hatte sich unsere Gruppe wieder pünktlich und vollständig getroffen. Wir setzen unsere Tour zur Peak Tram Station fort. Es war inzwischen dunkel geworden und das Straßenbild hatte sich noch einmal geändert: Überall hellerleuchtete Schaufenster, blinkende Weihnachtsdekorationen und grelle Neonschilder.



    Als wir an der Tram-Station ankamen, rechnete ich mit der obligatorischen langen Wartezeit. Aber nichts da. Grace drückte jedem ein Ticket in die Hand, es ging direkt durchs Drehkreuz und wenige Minuten später saßen wir schon in der Bahn. Aufwärts ging es zum Victoria Peak. Für uns war die Fahrt ein ganz tolles Erlebnis.


    Oben angekommen führte uns Grace zielstrebig durch das Shopping Center und wir kamen oben auf dem Peak Plateu an. Hier hatte Grace einen super Tipp: Statt auf die kostenpflichtige Aussichtsplattform zu gehen, ging sie mit uns zum Aufzug der neugebauten kleinen Shopping Mall gegenüber. (hier ist u. a. Starbucks) Mit dem Aussenlift kann man auf das Dach des Einkaufszentrums (3.OG) fahren. Von der Dachterrasse hat man einen traumhaften Blick auf Victoria Harbour zur einen Seite und wenn man weiter nach hinten geht, zusätzlich noch einen tollen Blick Richtung Aberdeen.


    Dieser Ausblick auf Viktoria Harbour bei Nacht war einfach nur der Hammer! Ich denke, jeder kennt diesen Blick auf Hong Kong von Fotos oder Filmen. Aber wenn man selber da oben steht, ist es einfach unbeschreiblich. Ein echter „Gänsehaut“-Moment.




    Wir hatten hier oben noch einmal richtig viel freie Zeit (ca. 50 Minuten), so dass wir den tollen Ausblick ganz in Ruhe genießen konnten, unzählige Fotos gemacht haben und sogar noch kurz durch das kleine Shopping Center schlendern konnten.


    Gemeinsam ging dann unsere Gruppe in das anliegende Parkhaus, wo der Bus bereits auf uns wartete. Ein wenig erschöpft, aber voller toller Eindrücke und phantastischer Bilder im Kopf, ging es zurück zum Schiff. Das Grace während der Fahrt nach unten auch noch die Innenbeleuchtung des Busses ausschalten ließ, damit wir einen besseren Blick auf die beleuchtete Bucht und die Skyline hatten, war das letzte i-Tüpfelchen, für einen wirklich gelungenen Ausflug.


    Absolut positiv fanden wir, dass der Touranbieter in Hong Kong bei der Organisation darauf geachtet hatte, dass die Ausflugsgruppen sich möglichst wenig oder gar nicht treffen. Obwohl sich mehrere Busse an dem Nachmittag auf den Weg gemacht hatten, haben wir bei unserem Spaziergang nur eine andere Gruppe im vorbeigehen gesehen und auch oben am Peak, kann ich mich nur an eine andere Gruppe erinnern. Die gleiche Erfahrung haben wir auch am nächsten Tag gemacht!


    Am Abend trat um 20:00 eine chinesische Folklore Gruppe im Theater auf. Wir selber haben die Show nicht gesehen, aber ich fand es toll, das TUI so etwas angeboten hat. Kurze Beschreibung aus dem Tagesprogramm: „ Freuen Sie sich auf ein chinesisches Quartett mit Kompositionen, die so traditionsreich wie alt sind und sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen. Anschließend folgt der traditionelle Löwentanz. Freuen Sie sich auf einen ganz besonderen, kulturellen Einblick.“


    Für uns hieß es jetzt erst mal die letzten Sachen einpacken und die Koffer vor die Kabine stellen, bevor wir vom oberen Deck noch einmal den tollen Ausblick vom Schiff auf die Skyline genießen konnten.



    Zwei Tage Hong Kong (25. und 26. Dezember 2019 / MS6)


    Während unserer „Singapur-Hong Kong“ Reise mit der Mein Schiff 6 waren wir am 25. und 26. Dezember 2019 in Hong Kong. Folgende Ausflüge haben wir unternommen:


    • Harbour Cruise (in Eigenregie)


    • Nachmittagsspaziergang mit Victoria Peak am Abend (mit TUI)


    • Flughafentransfer mit Stadtbesichtigung, 10 Stunden (mit TUI)


    Bevor ich von unsere beiden Tagen berichte, will ich kurz die Zwei-Standard Fragen beantworten, die nach unserer Rückkehr immer gestellt wurden:


    „Wie war Hong Kong?“ –

    „Einfach nur beindruckend, einzigartig und unvergleichlich. Wir haben noch nie so viele Hochhäuser auf so einem engen Raum in solch einer riesigen Anzahl gesehen. Einfach unglaublich.“


    „Habt Ihr etwas von den Unruhen und Demonstrationen mitbekommen?“ –

    „Nein. Wir haben uns die ganze Zeit sicher gefühlt. Aber wir haben unser Ausflugsprogramm auch etwas an die uns im Vorfeld bekannte Situation angepasst.“


    (Anmerkung: Man kann auch sagen, dass die letzten Wochen / Monate vor unserer Abreise etwas an meinen Nerven gezehrt haben. Dafür kenne ich jetzt alle gängigen Web-Seiten mit aktuellen Infos zur Lage in Hong Kong. Als im November die Unruhen eskalierten und uns die Sicherheitslage wirklich als etwas brenzlig erschien, haben wir unsere Pläne für den ersten Tag auch noch komplett umgestellt, einen weiteren TUI-Ausflug gebucht und uns mit dem Joke getröstet: „ …dann bleiben wir halt auf dem Schiff …“.)


    Aber am Ende war alles super – und wir haben zwei mega tolle Tage erlebt!


    Unsere Flüge haben wir im Februar in Eigenregie gebucht. Der Rückflug mit Lufthansa war am 25.12. gegen 23:45, so dass wir zwei komplette Tage für Hong Kong hatten. Unsere Idee war, den ersten Tag in Eigenregie zu gestalten und am 2. Tag einen Ausflug mit Flughafentransfer von TUI zu buchen. Da es die erste „Mein Schiff Reise“ mit Check-Out in Hong Kong war, konnte ich im Vorfeld keine Informationen über mögliche Ausflugsoptionen einschließlich Transfer finden und musste mich bis zum Sommer gedulden. Trotzdem las ich natürlich schon fleißig alle Berichte der Erst-Hong-Kong-Fahrer aus dem Forum. An dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank für Eure Infos, tolle Tipps und Ideen!


    Doch jetzt soll es endlich losgehen:


    25. Dezember 2019, sonnig, angenehme Temperaturen etwas über 20 Grad


    • Hafenrundfahrt / Viktoria Harbour


    • TUI: Nachmittagsspaziergang & Victoria Peak am Abend


    Eigentlich sollte die Mein Schiff 6 morgens um 7:00 anlegen. Zum Glück hatten wir die Idee, die Einfahrt morgens nach Hong Kong zu beobachten, am Abend vorher verworfen. Unsere Idee war 1 bis 1,5 Stunden vorher aufzustehen und dieses ganz besondere Erlebnis zu verfolgen. Doch unser Kapitän hatte auf der ganzen Reise alle Häfen immer mehr als überpünktlich angefahren. Und so war es auch dieses Mal. Bereits um 5:45 war das Anlege-Manöver schon fast abgeschlossen.


    Pünktlich um 7:00 wurden wir dann von vom „Hong Kongner Begrüßungs-Show-Ensemble“ aus dem Schlaf gerissen. Mit einer riesigen und unglaublich lauten Trommel- und Tanz-Einlage wurde das Schiff an der Pier begrüßt. Diese Vorführung fand u.a. direkt unter unserem Balkon statt und ich saß senkrecht im Bett. Eigentlich wollten wir unseren letzter kompletter Schiffstag etwas entspannter angehen und hatten unseren Wecker auf später gestellt … .



    Das Kai Tak Cruise Terminal liegt zwar nicht wirklich zentral, so dass man für alle Aktivitäten ein Fortbewegungsmittel (Auto, Bus oder Shuttle) braucht. Aber der erste Blick vom Schiff über Hong Kong mit den Stadtteilen Hong Kong Island und Kowloon ist wirklich überwältigend.



    Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse vom Ankelmanns machten wir uns gegen 10:30 auf den Weg. Nachdem wir von Singapur schon das umständliche Einreise Prozedere kannten, erwarteten wir hier ähnliche Kontrollen. Aber weit gefehlt. Wir konnten einfach von Bord gehen – ohne jegliche Passkontrolle etc. Es reichte die Bordkarte. Wir hatten wie empfohlen auch noch eine Kopie des Reisepasses dabei. Die Pässe selber konnte man dann am Abend zwischen 18:00 und 22:00 auf Deck 4 abholen. Das Terminal selber ist recht weitläufig, da es ja das ehemalige Flughafen Terminal ist, aber es ist sehr sauber, gut ausgeschildert und überall freundliche Mitarbeiter, die einem den Weg weisen.


    Wir hatten für 11:00 einen Transfer-Service gebucht, der uns nach Hong Kong Island bringen sollte. Im Vorfeld hatte ich mehrere Berichte gelesen, dass am Cruise Terminal nicht immer genug Taxis vorhanden sind. Ob diese Vorsorgemaßnahme wirklich nötig war, weiß ich nicht genau. Sie war auf jeden Fall sehr praktisch, sicher und angenehm. Per Whats App hatten wir mit unserem Fahrer schon im Vorfeld Kontakt, er sprach gut Englisch und die Limousine war sehr sauber. Er fuhr mit uns noch eine kleine Sightseeing Runde durch Kowloon und es gab für jeden eine Flasche Wasser.


    Unser Ziel war die Pier 7 auf Hong Kong Island, an der die Schiffe der Star Ferry an- und ablegen. Von hier bietet der Betreiber auch einstündige Hafenrundfahrten mit einem alten restaurierten Schiff an, der „Shining Star“. Wir hatten uns im Vorfeld über die Buchungsplattform der Star Ferry, Tickets für Tour um 12:15 besorgt. (ca. 15,- Euro) Das war rückblickend nicht wirklich nötig, denn mit uns waren vielleicht 10 bis 15 andere Passagiere an Bord. Der Ticket Counter befindet sich direkt am vorderen Eingang zur Pier 7.



    Da alles so perfekt mit unserem Transfer geklappt hatte, waren wir sehr früh am Anleger und hatten noch genügend Zeit die neu gestaltete Hafenpromenade zu erkunden, das große Riesenrad zu bestaunen und den Anblick der Skyline von Central zu genießen.




    Pünktlich um 12:15 ging dann unsere Hafenrundfahrt los. Zuerst fuhren wir an der Seite von Hong Kong Island Richtung Causeway Bay, am Ende der Bucht gab es einen Blick auf die Mein Schiff 6, später ging es dann vorbei an Kowloon und seiner Skyline, der Hafen-Promenade und dem Star Ferry Anleger Tsim Sha Tsui. Hier stoppte die Tour kurz, um weitere Gäste mitzunehmen. Weiter ging es dann noch am alten Cruise Terminal und Hafengelände vorbei, bis wir schließlich wieder am Pier 7 anlegten. Zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten erhielten wir während der Fahrt immer wieder Informationen und Erklärungen (auf Englisch). Zusätzlich war im Ticket-Preis auch noch ein Getränk mit Gebäck enthalten.





    Für uns war das der perfekte Einstieg. Wir haben ganz in Ruhe die Bucht von Hong Kong mit ihrer fantastischen Skyline bewundern können, haben langsam die Größe und Faszination der Stadt erkennen können und haben eine perfekte Orientierung erhalten, die uns später gerade beim abendlichen Blick vom Victoria Peak geholfen hat.


    Direkt neben dem Pier 7 (am Wendehammer in der Man Kwong Str. ) ist ein offizieller Taxi-Stand mit vielen Taxis. Von hier ging es dann ganz problemlos zum Schiff zurück. Bezahlt haben wir mit HKD, die wir vorher in Deutschland besorgt hatten. Wichtig ist, dass man sein Ziel bzw. Adresse sowohl auf English als auch auf Kantonesisch dabei hat. Unser Taxi Fahrer sprach kaum bzw. kein Englisch. Aber dank der kleinen vorbereiteten Notizzettel mit der Adresse, ging alles ganz einfach.



    Die Hafenrundfahrt wird ab 12:00 stündlich angeboten und ist sicherlich auch ein tolles Erlebnis bei Sonnenuntergang oder am Abend. Abfahrtspunkt ist das Star Ferry Terminal Hong Kong Island oder auf der anderen Seite in Kowloon. Wir hatten uns aus „Sicherheitsgründen“ für Hong Kong Island entschieden.