Reisebericht Süd-Amerika und Antarktis Januar 2025 - Kreuzfahrt / HAL / Oosterdam 06.01. bis 28.01.2025
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Früher gab es bei HAL sogenannte „Formal Nights“. Wir haben sie 2016 auf unserer Reise mit der Eurodam noch kennengelernt. Da wurde seitens HAL tatsächlich noch für den Abend um gehobene Abendgarderobe gebeten.
Das kennen wir such noch von 2011. damals gab es zwei formelle Abende pro Woche. Es gaben dich damals schon viele nicht daran gehalten. Im Gegenteil, im Restaurant sind die Amerikaner im Jogginganzug erschienen, haben das tolle Essen mit Ketchup versaut und dann stehengelassen.
Es gab damals sogar die Möglichkeit, sich Cocktailkleider, Röcke, Blusen, Smokings usw. auf dem Schiff zu leihen für diese Abende. -
Oh, bei Deinem Bericht köcheln so viele schöne Erinnerungen hoch -das Schiff, Südamerika, die Antarktis.... Leider sind diese Reisen aus Alters- und Gesundheitsgründen für uns nunmehr fraglich. Umso schön ist es, mitfahren zu dürfen, nochmals

Freue mich täglich auf ein neues Stück Bericht.Kleine Anmerkung zu den Fragebögen nach der Reise: die sind für die Angestellten z.B. auf den Schiffen der RCL- oder Carnivalgroup wirklich wichtig, weil sie bei (natürlich eben bei verdientem Lob, manche baggern auch unverdient um die 10er Bewertung) für Beförderungen, Belobigungen, Auswahl für neue Kontrakte, Auswahl zum Mitarbeiter des Monats usw. herangezogen werden. Besonders stark fiel mir das bei RCL, Celebrity , Azamara und HAL auf, weniger eigentlich bei Cunard.
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Wirklich klasse, dass du in deinem Bericht sooo viele Informationen zur Reederei gibst. Das find ich total interessant.
Liebe Grüße
Anette
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ich auch



Ebenso


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Mara88 Super, vielen Dank für Deine Beschreibung der 'Dressy Day' Kleiderordnung.
Nun komme ich doch ins grübeln und denke noch einmal über die verworfene Idee einer KF mit HAL nach. 
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08.01.2025 Puerto Montt, Chile - Teil 1
Liegezeit: 08:00 bis 17:00
Manchmal muss man einfach nur ein bisschen Geduld haben …
Willkommen im Süden von Chile
Willkommen in Puerto Montt
Diese Region ist geprägt von unendlich vielen Vulkanen, einer wunderschönen Seenlandschaft, tollen Wasserfällen, grünen Wäldern und Feldern. Diese Region wurde stark von Deutschen, Schweizern und Österreichern Mitte des 19. Jahrhunderts besiedelt. Ihnen wurden damals Landflächen von der chilenischen Regierung kostenfrei zugeteilt, wenn sie diese roden und die Gegend urbanisieren.
Diesen besonderen „deutschen“ Charme, vielleicht besser „alpenländischen Charme“, findet man auch heute noch an vielen Stellen. Wenn man hier eine Bäckerei besucht, findet man bestimmt auch eine „Schwarzwälderkirsch-Torte“
Fast alle Kreuzfahrer die hierher kommen, wollen natürlich die tolle Landschaft entdecken, aber eigentlich will jeder nur das „eine“ Foto machen.
Den bekanntesten Vulkan der Region, den Osorno mit seiner schneebedeckten Kuppe, fotografieren. Das ist vergleichbar mit „dem“ Foto vom Berg Fuji in Japan.Wir hatten heute bei Denis eine Kleingruppen-Tour, extra für Kreuzfahrer, gebucht. Dieser Ausflug ist einfach super. Einige von Euch, die bereits die Südamerika Runde gedreht haben, kennen die Tour und Denis ja bereits.
Allen anderen kann ich sie nur empfehlen.Unsere Tour fand heute auf Englisch statt. Wenn Denis genug Anmeldungen für eine deutschsprachige Tour hat, bietet er diese auch in Deutsch an. Er selber spricht übrigens auch lieber Deutsch als Englisch.
Wettertechnisch waren wir inzwischen weiter unten im Süden angekommen. Statt der 30 Grad in den letzten Tagen, war die gefühlte Temperatur heute so um die 20 Grad.
Kurze Anmerkung: Mein Mann war die ganze Reise über immer wieder total fasziniert davon, dass die Sonne „falsch rum“ steht. Mittags steht sie im Norden. Daher bedeutet Richtung Süden es wird kühler, und nicht wärmer. Natürlich ist der Mond für uns hier auch falsch rum. So merkt man hier jeden Tag wirklich, dass man auf der anderen Seite der Weltkugel ist.
Allerdings fand ich dieses Thema heute nicht ganz so spannend. Es war bewölkt und die Aussichten auf blauen Himmel sehr gering. Ich wollte aber doch so gerne mein eigenes Foto vom Osorno Vulkan machen.
Unser erster Stopp war ein Aussichtspunkt oberhalb von Puerto Montt. Hier hatten wir erst mal einen tollen Blick auf die Stadt. (einmal nach rechts, einmal nach links)
Hier konnten wir auch schon die ersten „deutschen“ Spuren entdecken.
Jetzt fuhren wir erstmal eine längere Strecke mit dem Kleinbus. Dennis erzählte uns viel zu „Land und Leuten“ und gab uns viele Informationen zur Region.
Bei unserem nächsten Halt legten wir einen kleinen Spaziergang ein. Mitten durch eine Art Regenwald ging es zunächst zur grünen Lagune, Laguna Verde.
Allerdings hatte es inzwischen auch noch angefangen zu regnen. Als wir am Lago „Todos los Santos“ angekommen waren, teilte uns Denis mit, dass man an Tagen mit schöner Sicht hier einen tollen Blick auf den Osorno hätte. Aber heute….?
Ganz ehrlich? Ich war schon ziemlich enttäuscht. Aber gut, am Wetter kann man halt nichts machen. Dann werden wir den Osorno wohl nicht sehen. Ich hatte bereits vorher gelesen, dass das öfter passieren kann.
Dafür gab es auf dem Parkplatz frischgebackenen „deutschen“ Streuselkuchen, den ich natürlich probieren musste.
Weiter ging unsere Tour in das Naturschutzgebiet vom Vicente Perez Rosales National Park.
Wir stoppten kurz am Fluss und stellten erleichtert fest: Der Regen lässt langsam nach.
Gleich geht es weiter. Wir kommen zu den bekannten Petrohue Wasserfällen …
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08.01.2025 Puerto Montt, Chile - Teil 2
Jetzt waren wir an den Saltos del Petrohue, den bekannten Wasserfällen angekommen. Hier ist es immer recht voll. Aber wir hatten Glück, Denis hatte unsere Ankunftszeit gut geplant. Ein ganzer Pulk an großen Bussen stand zur Abfahrt bereit.
Hier hat sich jeder sein Ticket für den Park-Eintritt per Kreditkarte selber gekauft. Ich glaube es waren 7800 CLP, ca. 7,80 Euro für 2 Personen.
Und los geht es. Einmal über die Brücke wandern und man ist mitten im Vulkangebiet. Man ist umgeben von sprudelnden Wasserläufen, brodelnden Wassermengen. Man hört das Tosen der Wassermassen und spürt die Gischt im Gesicht.
So weit, so gut. Inzwischen hatte der Regen aufgehört, aber der Himmel war immer noch grau in grau. Auf meine Frage, ob man von hier normalerweise den Osorno sehen könnte, zückte Dennis mit leicht entschuldigendem Lächeln sein Handy:
Tja, so hätte es sein können. Aber die Wolkendecke blieb dicht.
Bei unserem nächsten Stopp wurde es zwar heller, der Himmel riss ein bisschen auf und wir konnten das erste Mal die tolle Landschaft mit ihren Vulkanbergen im Hintergrund sehen und erleben.
Als wir uns dann aber in die andere Richtung umdrehten, sahen wir eine Felskette im Wolkendunst. Und wenn man ganz genau guckte, konnte man ihn ganz leicht erahnen. Der Osorno war schemenhaft erkennen.
Jetzt hatte ich ja erst mal wenigstens ein Foto von ihm. Ob wir ihn heute noch besser zu Gesicht bekommen würden?
Gleich geht es weiter – Es ist Lunch Time ….
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08.01.2025 Puerto Montt, Chile - Teil 3
Doch jetzt war erst mal Lunch Time. Wir fuhren zu einem kleinen, landestypischen Lokal, das auch viel von Einheimischen besucht wird. Uns hat es hier richtig gut gefallen. Natürlich konnte man hier auch wieder Empanadas kaufen. Ich habe heute einen überbackenen Maisauflauf – ein wohl sehr typisches Gericht für die Region- probiert. Lecker.
Danach ging unsere Fahrt weiter. Wir verließen das Vulkangebiet und fuhren entlang des großen Sees, der hier die gesamte Region dominiert: Der Lagos Llanquihue.
Die Landschaft wurde immer grüner, viele Felder waren zusehen. Die Häuser hier erinnern wirklich in vielen Fällen an die bekannten Häuser, die man im Schwarzwald findet.
Inzwischen hatten sich die Wolken fast verzogen, man konnte immer mehr blauen Himmel entdecken.
Als wir die hübsche Stadt Varas erreichten, schien sogar die Sonne. Hier gibt es viele Geschäfte und Hotels, die in dem bekannten „Schweizer Chalet Stil“ gebaut sind. Beim Bummel durch den beschaulichen Ort fühlte man sich eher wie in einem Skiort in den Alpen und denkt nicht, dass man sich langsam dem „Ende der Welt“ nähert. Auch hier entdeckt man immer wieder „deutsche“ Spuren der Einwanderer. Von der vorgelagerten Uferpromenade hat man einen wunderschönen Blick über den See.
Und dann war er da. Mein ganz persönlicher Moment mit dem Osorno.
Natürlich haben wir auch unser eigenes „privates Foto“ mit ihm zu Dritt.

Schöner und besser hätte dieser Tag nicht verlaufen können.
Jetzt ging es wieder zurück nach Puerto Montt. Nach einem letzten Stopp an den Markthallen, die man sich auch einfach hätte sparen können, ging es zurück zum Hafen.
Hier haben die Seelöwen von Puerto Montt unsere Liegezeit genutzt und ein gemütliches Schläfchen in der Sonne auf der Bugwulst der Oosterdam gemacht.
Eigentlich sollten so viele Bilder ja für einen Tag reichen, oder?
Aber ich kann es Euch nicht „ersparen“. Wir treffen uns gleich noch zum „Sun Downer – Spaziergang“ auf dem Promenaden Deck …
Bis gleich ….
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08.01.2025 Puerto Montt, Chile - Teil 4
Abendspaziergang auf Deck 3, dem Promenadendeck
Der Beginn einer großen Liebe …
In den ersten Berichten vom Schiff habe ich Euch ja schon das schöne Promenadendeck gezeigt. An diesem Abend hat eines unserer liebgewordenen „Oosterdam –Rituale“ begonnen. Unsere täglichen Runden über das Promenadendeck.

An Seetagen ist es vormittags zwischen 10:00 und 12:00 immer recht gut besucht, d.h. es sind vielleicht 30 bis 50 andere Gäste hier. Dann „laufen“ hier viele pflichtbewusst hier „Bewegungsrunden“.
Abends trifft man – erstaunlicherweise – hier nur sehr wenige Menschen. Die aber regelmäßig, immer wieder. So hatte sich nach ein paar wenigen Tagen eine kleine Gemeinschaft gebildet. Man redet nicht groß, stört den anderen nicht beim Genießen der besonderen Stimmung, aber man grüßt sich jeden Abend mit einem vertrauten Lächeln.
Und dann gibt sie ja immer wieder mal
diese ganz besonderen Sonnenuntergänge,
die man so nur auf einem Schiff erlebt,
die unvergesslich bleiben,
und die einen tief berühren.
Ich wünsche Euch beim Betrachten dieser Bilder einen besonders schönen „Lese-Guck-Moment“

und sage Tschüss, bis morgen.
Wir sehen uns dann zum nächsten Landgang in Chacabuco.
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Ach Mara was soll ich sagen, sehr selten packt mich ein Reisebericht so wie dieser hier.
Der letzte war übrigens der von Verena Bremerin , die ja auch in der Ecke unterwegs war.Ich komme aus dem Träumen gar nicht mehr raus. Südamerika hat mich schon immer sehr fasziniert.
Dein Schreibstil ist großartig, ich bin echt hin und weg.
Schon jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung morgen.LG Kaline
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Liebe Mara88
Deine Fotos sind atemberaubend schön, soviel Glück mit dem Orsono und dann noch dieser wunderschöne Sonnenuntergang, traumhaft



Deine Schreibweise, wie du den Spannugsbogen aufbaust, genial



Ich bin wie gefesselt, kann nicht aufhören zu lesen

Danke für den tollen Reisebericht
LG Andrea

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Mara88 ,
Nun ist es fast genau 1 Jahr her, dass wir diesen traumhaft schönen Ausflug mit Denis auch gemacht haben. Und ich kann Dir in allem, was Du geschrieben hast, nur zustimmen: die Landschaft ist einfach traumhaft, und ich freue mich sehr mit Dir, dass Du den Osorno noch ohne Wolken sehen konntest. Hier ist auch noch ein Foto von unserem letztjährigen Ausflug für Dich.
Viele GrüßeVerena
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Mara88 Der Sonnenuntergang

Einfach nur wow. Und die Seelöwen 
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Einen ganz wunderbaren und sehr atmosphärischen Reisebericht bietest Du uns hier, liebe Mara88 - in jeder Zeile spüre ich die Freude, die Dich vor Ort erfüllt hat. Und deine Bilder vom wolkenverhangenen Osorno finde ich ganz großartig! Ich freu mich auf jede Fortsetzung!!
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Bremerin Ganz lieben Dank, echt cool
Dein Bild ist glaube ich von der Stelle fotografiert, wo wir ihn das erste Mal erahnen konnten.
Auf jeden Fall super, jetzt können ihn alle auch komplett sehen, bei uns hat ja oben ein bisschen die Spitze gefehlt.
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Liebe Mara88 !
Beim Blick auf unseren Kalender werde ich in diesem Monat täglich an unseren wunderschönen Ausflug mit Denis im letzten Jahr erinnert. Vielen Dank, dass du mich jetzt mit deinen tollen Fotos und der ausführlichen Ausflugsbeschreibung erneut mit nach Puerto Montt und Umgebung genommen hast. Die Landschaften dort sind traumhaft
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wow, einfach genial Dein Reisebericht Mara88
Alle Deine Aufnahmen von Puerto Mont befinden sich auch in meinem Herzen von unserer Südamerika-Kreuzfahrt 2014 , nur eine einzige fehlte uns dann doch. Der Osorno hatte sich leider komplett versteckt, trotz mehrfacher Standortwechsel, nicht aufzufinden. Wir waren damals nur allein mit der deutschsprachigen Liliana unterwegs, die wir im Internet als Guide gefunden hatten.
Deutsche Spuren haben wir auch überall entdeckt.
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Bei uns war er in Wolken verhüllt und es regnete. Als wir dann oben an der Seilbahnstation waren, konnte man unten den See in der Sonne sehen.
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Hallo Mara88, ich bin ganz hin und weg von den Fotos deiner Reise. Erinnert es mich doch an unsere Reise rund um Südamerika 2013/2014, die wirklich grandios war. Danke für deinen ausführlichen Reisebericht!

Bärle
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