Mit Schnufkels kurz mal weg - KURZBERICHT zur KURZREISE - Mein Schiff 1 ab Kiel 23.10.2020 - 25.10.2020

  • Zur kurzen Reise ein kurzer Bericht!

    Beklagen wollen wir uns nicht. Urlaub in 2020 läuft zwar gänzlich anders als geplant, nichts was ursprünglich geplant war findet statt, und doch hätte es schlimmer kommen können. Wir haben die Alpen besucht (Oberstaufen und Interlaken), haben unsere erste Flusskreuzfahrt unternommen und gleich im Anschluss noch eine Premiere bei Hapag-Lloyd erlebt. Eigentlich sind sämtliche Aktivitäten damit abgeschlossen…

    in diesem Bericht wird es oft Bemerkungen geben die sich auf erlebtes bei unseren beiden Fahrten zuvor beziehen. Gerne vorher lesen! Sonst kann man sicher wenig anfangen mit vielen Bemerkungen (HIER ZUM FLUSS, HIER ZUM MEER)

    Als Herr Schnufkel am 21.10.2020 ein Angebot für eine Kurzreise mit der Mein Schiff 1 ab Kiel entdeckt schreckt er auf. Nach kurzer Rücksprache mit Frau Schnufkel wird das Angebot wie folgt klassifiziert: Das ist günstiger als das Wochenende zuhause zu verbringen!

    Die Reise wird gebucht, der Koffer gepackt und 2 Tage später geht es nach Kiel. Der grundsätzlich positive Umgang mit dem Thema Corona auf dem Fluss mit der MS Inspire als auch auf dem Meer mit der HANSEATIC inspiration im Anschluss wecken bei uns Vertrauen. Vertrauen das Reisen in der Form sicher sind, das Gäste die Konzepte ernst nehmen und sich an die Regeln halten.

    Eigentlich wollte Herr Schnufkel sich nach der Reise mit der HANSEATIC inspiration etwas Zeit lassen mit weiteren Schiffsreisen - der Grund: über alles hinweg empfand Familie Schnufkel das Produkt inspiration derart hochwertig das es kaum möglich ist das Niveau zu halten geschweige zu toppen.

    Trotzdem sind wir am 23.10.2020 um kurz vor 17 Uhr in Kiel am Bahnhof. Angereist zwar mit dem Auto, doch das dem Bahnhof anschließende Parkhaus bietet sehr günstige Tarife und TUI einen kostenlosen Bus Shuttle zum Ostseekai. Außerdem denkt Herr Schnufkel kurz zurück: Nach der Anreise in Kiel zur Reise mit der inspiration, die in diesem Fall mit der Bahn erfolgte, war Herr Schnufkel etwas Ratlos ob des Taxifahrers der mit dem Kreuzfahrtterminal nichts anfangen konnte. TUI Cruises scheint dieser Umstand bekannt zu sein und organisiert deshalb vorsorglich einen Bus Shuttle.

    Der große Bus fährt exklusiv Familie Schnufkel und 2 Damen. Herr Schnufkel denkt: Yeah, keiner im Bus, da wird ja nicht viel los sein.

    Am Terminal raus geworfen und schnell die Koffer abgegeben. Herr Schnufkel ist ein Fuchs: die TUI Kofferanhänger zum selber ausdrucken sind selbstverständlich am Gepäck, steht ja auch so beschrieben. An gleicher Stelle 3 Wochen zuvor machen wir uns noch zum Klops... müssen unsere Hapag-Lloyd Koffer Anhänger vor versammelter Mannschaft aus dem Koffer wühlen...

    Ein paar Meter weiter sehen wir eine lange Menschenreihe vor dem Terminal. Puh, wo wollen die alle hin fragt sich Herr Schnufkel. Und schon werden wir von eine Mitarbeiterin von TUI Cruises angesprochen. Es wird dauern! Gehen sie weg! Trinken sie Kaffee. Kommen sie später wieder!

    Herr Schnufkel ist geschockt, yeah, keiner da… ist nicht!

    Im direkten Umfeld trinken wir Espresso und Cappuccino und genießen einfach die schöne Luft.

    Mit Blick auf die Mein Schiff 1 vergeht die Zeit recht schnell und als wir um 18 Uhr zum Terminal zurück kommen gibt es vor dem Terminal keine Schlange mehr. Na, dann geht es jetzt ja sicher schnell denkt Herr Schnufkel sich.

    Und wie das mit dem denken manchmal so ist: man sollte weniger voraus denken. Auch nicht Minuten. Die Schlange befindet sich nun im Terminal. Die dort wartenden Menschen wirken im Vergleich von 3 Wochen zuvor so normal, so Bodenständig. Ohne Rimowa, Neverfull und Submariner. Zum Glück, haben wir diesmal auch zuhause gelassen.

    Das folgende im Terminal kurz zusammengefasst:

    Warten in der Schlange, Stäbchen in Nase und Rachen, Treppe nach oben, Warten in der Schlange, rauf auf die Mein Schiff 1.

    Herr Schnufkel vermisst die Begleitung die einem bei einem netten Gespräch auf die Kabine begleitet.

    Um 19 Uhr sind wir in der Kabine. Deck 9. Alles schick. Was fehlt ist der Begrüßungschampagner! Irgendwas ist ja immer denkt sich Her Schnufkel.

    Kurze Zeit später besuchen wir unsere Sicherheitsunterweisung am Heck der Mein Schiff 1 im Diamanten. Die Unterweisung ist extrem kurz, mit uns zusammen vor Ort die beiden Damen aus dem Bus. Das ganze dauert keine 5 Minuten und ist extrem angenehm. Herr Schnufkel denkt sich so geht es! Klasse! Also so grundsätzlich. Auch gerne nach der Pandemie. Und es geht scheinbar anders als 50 Minuten in schlecht belüfteten Räumen mit Rettungsweste zu sitzen um das anlegen einer Rettungsweste erklärt zu bekommen.

    Nach der Unterweisung bleiben wir direkt vor Ort und trinken im Außenbereich der Diamantbar ein Bier. Schon bei unserer Kurzreise mit der Mein Schiff 1 im Mai 2019 lernten wir die Ruhe im Diamanten zu schätzen. Mit im Gepäck damals Herr und Frau Schnufkel Senior. Beiden gefiel es dort ebenfalls sehr.

    Abgesprochen war ein kurzes Treffen mit Jürgen ( tauchtwas). Wir schnacken zusammen im Außenbereich und haben unabhängig von einander im Cucimare reserviert für 20 Uhr! Allerdings setzen wir uns zusammen und sabbeln zu dritt fleißig vor uns hin. Die Bedienung schicken wir immer wieder weg weil wir es vor lauter sabbeln nicht schaffen in die Karte zu schauen.

    Später nach dem essen sollte es eigentlich noch daran gehen mit Jürgen eine Flasche Champagner zu leeren. Leider sind Herr und Frau Schnufkel derart müde das es dazu nicht kommt. Der Tag begann um 4:30 Uhr und irgendwann ist der Akku leer. Wir trennen uns und verabreden uns irgendwie lose zum nächsten Tag. Leider folgenschwer... ;(

    Fortsetzung folgt HIER!

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnufkel (28. Oktober 2020 um 18:38)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Ich fahre so gerne mit den Schnufkels wech - aber bin wohl nicht Upper Class genug; Submariner musste ich auch wieder nachschauen ^^^^^^

  • Ich fahre so gerne mit den Schnufkels wech - aber bin wohl nicht Upper Class genug; Submariner musste ich auch wieder nachschauen ^^^^^^

    Hier ist niemand Upper Class! Hier ist Schnufkel Class! Freu mich das du dabei bist!

  • ..und schwupps, bin ich auch hier dabei. Herrlich der Anfang. Begrüßung mit eisgekühltem Champagner, ja das hätte schon was, aber welche Steigerungen müsste sich dann noch HLC ausdenken?

    Wobei, der Jürgen tauchtwas , der hatte doch Schampus dabei - aus seiner Vielfahrerkabine?

    LG
    Siegrid

  • Moin Herr @Schnufkel

    Ich freu mich, auch von dir etwas zu der Kurzreise zu lesen und schließe mich Maulwurf an. Gerne noch mehr Berichte dazu. Jeder hat es sicher anders erlebt.

    Aber jetzt erstmal hier so schön weiter :)

    Liebe Grüße

    Anette


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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4 MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund MS1, April 22
    Kurzreise Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu MS5, Juli 22
    Metropolen Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira AidaCosma, März 26
    Adria u. Italien MS4, Okt.26

  • So....noch schnell Submariner googeln und dann bin ich auch gerne mit dabei :)!

    Das ist nicht nötig! Hier sollte nur der Vergleich des Klientel auf der inspiration dargestellt werden!

  • Wer braucht schon Rolex wenn er virtuell mit Schnufkels mitfahren kann:)

    LG Susanne

  • Begrüßung mit eisgekühltem Champagner, ja das hätte schon was, aber welche Steigerungen müsste sich dann noch HLC ausdenken?

    Zumindest könnte man sich daran gewöhnen :love:

    Nötig ist es aber natürlich nicht 8)

  • Ein Tag Mein Schiff 1! Teil 1

    Ein fremdes Bett und die erste Nacht: wir schlafen schlecht! Die ganze Nacht drehen wir uns von links nach rechts, sind vor dem Wecker wach. Gefühlt kaum geschlafen.

    Kein Fan von Frühstück in Bedienungsform und dem Grund geschuldet noch viel vom Schiff erleben zu wollen findet das Frühstück im Anckelmannsplatz statt. Dort kann das schließlich auf möglichst Effiziente Art erledigt werden.

    Und das ganze ist extrem effizient. Im Anckelmannsplatz geht es zu wie im Taubenschlag. Ein kommen und gehen. Ein unendliches Gewusel. Schlüssig wirkt das Aufgebaute für Herrn Schnufkel nicht. Was es wo gibt, warum es manches doppelt gibt und manches nicht. Warum gibt es Brötchen vorne in der Backstube und nur an einer Stelle am Buffet. Ein Croissant findet Herr Schnufkel in der Backstube und nicht an der anderen Stelle am Buffet wo es Brot und Brötchen gibt. In der Backstube gibt es süße Gebäck Teilchen. Um diese zu sehen muss man aber eigentlich wieder aus dem Bereich des Einlass vom Anckelmannsplatz raus. Und dort steht das grimmige Personal das einen barsch nach der Kabinennummer fragt. Da darf man dann erneut seine Hände waschen und desinfizieren nur weil man einen Blick auf das Gebäck werfen will.

    Positiv zu begrüßen ist das am Buffet nur das auf dem Teller landet was man will. Negativ anzumerken das man weniger Abstand bekommt als man will. Das klappt bei einigen Mitreisenden nicht so gut. Wer hier 1,5 Meter will bekommt teilweise nicht mal 0,5 Meter. Die Leute nehmen keine Rücksicht und drängen sich überall vorbei wo die kleinste Lücke ist. Herr Schnufkel macht einen Fehler gleich mehrfach: Er bleibt stehen um anderen ein vorbeigehen mit Abstand zu ermöglichen. Leider nutzen andere die Lücke um sich dann dort noch zusätzlich vorbei zu drängeln.

    Kaffeeähnliche Heißgetränke gibt es zur selbstabholung aber nicht zum selbstbedienen. Zwei tapfere Einzelkämpfer arbeiten an 2 Getränkestationen mit jeweils 2 Kaffeeautomaten fleißig die Schlange der wartenden Kaffeejunkies ab. Herr Schnufkel wird bei dem Kaffee allerdings eher zum Teetrinker. Das Kaffeeähnliche Getränk ist stark Verbesserungsbedürftig. Mit Rum und Sahne könnte es gehen! Aber dann nennt man es bei uns im Norden Pharisäer. Sorgt am Morgen aber für mehr Stimmung!

    Nach dem schnellen Frühstück geht es zum Temperaturmessen in die Abtanzbar. Selten wird der Platz der Abtanzbar auf einem TUI Schiff so sinnvoll genutzt wie hier. In Zweierreihen geht es rein und auf der anderen Seite wieder raus. Herr Schnufkel hat mal wieder Glück, enormes Glück: die Dame die die Bordkarte scannt hat scheinbar genau so schlecht geschlafen wie Herr Schnufkel. Ohne jeden Charme, ohne einen Hauch von Freundlichkeit wird gesagt was zu tun ist. Herr Schnufkel gehorcht und tut. Mit 36.3 geht es dann am Ende der Abtanzbar wieder raus. Häufiger solche Menschen im Gästebereich mit Kundenkontakt und bei Herrn Schnufkel steigt zum Glück nur der Puls und nicht die Temperatur. Auf der MS Inspire im September war ein witziges Ärzteduo jeden morgen zugegen die die Scherze vom Vortag noch weiter führten. Außerdem haben die gelacht… Herr Schnufkel sieht das auch mit Maske!

    Wir biegen dann nach links ab in Richtung Theater. Zum Vortrag von Herrn Kummerer zur Geschichte über die Kreuzfahrt.

    Wie im Anckelmannsplatz wird hier grimmig die Kabinennummer erfragt. Zuerst vermutet Herr Schnufkel einfach es sei vielleicht der gleiche Mitarbeiter, aber es ist ein anderer. Scheint also eher System zu sein.

    Dann werden wir an von einer winkenden Dame in einer Sitzreihe im Theater platziert. Immer mit 2-3 Plätzen Abstand zu anderen Gästen neben einem. Vor einem allerdings sitzen auch Menschen. Also nicht direkt, aber direkt schräg versetzt. Als der Vortrag von Herrn Kummerer anfängt blickt Herr Schnufkel sich um. Und was er sieht gefällt ihm gar nicht. Es sind vielleicht 40 Leute im Theater. Und die werden alle platziert auf 4 Reihen direkt hintereinander mit jeweils 2-3 Plätzen abstand nebeneinander. Bei einem erwarteten Andrang von mehr als 400 Leuten - OK! Bei einer maximalen Platzzahl von 100 im Theater - OK! Beides traf hier aber nicht zu und Herr Schnufkel fand das überhaupt nicht gut. Hier müßte man die Leute in der jetzigen Zeit viel großzügiger Verteilen. Der Platz ist ja vorhanden!

    Herr Kummerer macht das ganze sehr witzig und unterhaltsam, springt aber leider sehr viel hin und her. Jahre, Schiffe, Zahlen, Namen von Werften & Reeder fliegen nur so durch die Luft. Hier müsste es fast noch einen Vor-Vortrag geben der einem Grundwissen näher bringt. Das ändert aber nichts an der wirklich unterhaltsamen Art mit der Herr Kummerer präsentiert. Klasse der Witz und Charme! Leider ist das ganze zu schnell vorbei…

    Nach dem Vortrag stöbern wir durch die Galerie bei der Lumas Bar. Ein weiteres Bild kaufen wir diesmal nicht, aber 2-3 Motive sind vorgemerkt. Mit einem Getränk verbummeln wird dort ein wenig die Zeit und vergessen komplett Bornholm.

    Als Bornholm wieder in unseren Gedanken und auch auf der Landkarte auftaucht sammeln wir schnell unsere Jacken auf der Kabine und besuchen die Außenbereiche der Mein Schiff 1. Bornholm ist zu sehen, aber weit weit weg. Da wir aber gar nicht fahren schließen wir daraus das wir gar nicht näher dran waren. Da Herr Schnufkel vor langer Zeit dem mitschleppen von Digitalkameras abgeschworen hat läßt sich Bornholm leider nicht bildlich festhalten. Das iPhone 11 Pro stößt mit seiner Kamera bei der Entfernung dann doch an seinen Grenzen. Ansonsten reicht es für ein paar Bilder immer sehr gut!

    Es bläst zwar ein ordentlich kalter Wind aber viele spazieren wie wir außen umher und genießen die Sonnenstrahlen.

    Herr Schnufkel wünscht sich ein Getränk und bekommt diesen Wunsch am Heck, an der Außenalster Bar nicht erfüllt. Diese ist geschlossen. Ebenfalls geschlossen die Hoheluft Bar, aber komplett belegt mit Gästen. Die versorgen sich selber mit Getränken.

    Keine Getränke aber einen der rar vorhandenen Strandkörbe können wir ergattern. Etwas zurecht gedreht und in Decken eingewickelt schauen wir in die Ferne! Traumhaft!

    Der Getränke Wunsch besteht aber weiterhin bei Herrn Schnufkel, bleibt aber auch nach einem Besuch an der nahen Unverzichtbar unbefriedigt. Geschlossen. Herr Schnufkel wittert aber die Chance auf Getränke bei der Menschentraube an der Überschaubar.

    Eine Endlose Menschenschlange holt sich die Getränke dort an der Bar selber. Dort darf man zwar nicht am Tresen sitzen aber stehen scheinbar schon. Während Herr Schnufkel in der Schlange wartet fällt ihm auf das sich nur eine Person um die große Menge an Gästen kümmert die sämtliche Stühle an der Überschaubar in beschlag haben. Hier sitzen fleißig große Gruppen zusammen, hier wird gefeiert, gelacht. Die Welt scheint dort in Ordnung zu sein.

    Seinen Wunsch nach Mojito und Aperol Spritz bekommt Herr Schnufkel erfüllt. Die beiden Barkeeper scheinen ob der riesigen Schlange an Menschen aber sichtbar genervt. Die nicht vorhanden Freundlichkeit entschuldigt Herr Schnufkel einfach mit der Situation. Beim servieren der Getränke am Tresen spritzt es nur so umher, der Strohalm wird grob rein geworfen. Der erste landet irgendwo aber nicht im Glas.

    Im Strandkorb schlürfen wir unsere Getränke. Wir sitzen eine halbe Stunde und es fällt Herrn Schnufkel auf das es keine Getränkeservice gibt. Zumindest haben wir diesen in Erinnerung von vorherigen Fahrten. Ebenfalls in Erinnerung bei Herrn Schnufkel der Getränkeservice auf dem Fluss mit der MS Inspire. Dort bestand die Gefahr in wenigen Tagen zum Alkoholiker zu werden so sehr wurden dort die All-Incl. Getränke offeriert. Da der Wind aber stärker wird und Herr Schnufkel kein Interesse hat erneut die Übervolle Überschaubar selbst zu besuchen verlassen wir unseren Strandkorb und besuchen für einen kleinen Snack das Tag und Nacht Bistro.

    Einen Burger später geht es auf die Kabine und dort machen wir es uns ein wenig auf dem Balkon gemütlich. Die Kaffeemaschine spendiert einen Kaffee und mit Decke ist es dort dann richtig gemütlich. Zeit zum nichts tun ist eigentlich nicht, es sind Pläne gemacht: Kaffeestunde im Esszimmer, Bier-Probierbrett in der Ebbe und Flut Bar, Signature Cocktail an der Diamant Bar, Essen im Surf & Turf, durch die Shops an Bord schmökern und Champagner trinken mit Jürgen!

    Fortsetzung folgt!

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnufkel (28. Oktober 2020 um 18:53)

  • Ein Tag Mein Schiff 1! Teil 2

    Weiter geht es nun mit einem straffen Programm für diesen einen Seetag!

    Es geht zur Kaffeestunde ins Esszimmer. Dort ist es so schön Ruhig mit Blick auf das Schraubenwasser… nur wir die Ruhe hier gestört durch die Musik vom Flügel. Der Kollege haut so kräftig auf die Tasten das er glatt die ganze Große Freiheit beschallt. Inhaltlich ist die Musik aber gut! Nach Blick auf die Demokuchenstücke am Eingang vom Esszimmer und der folgenden Bestellung folgt die Lieferung prompt! Der Kuchen steht sofort bereit. Der bestellte Schokoladenkäsekuchen von Herrn Schnufkel ist in der Größe allerdings bescheiden. Extrem bescheiden. Oder auch winzig! Eigentlich wäre das nicht weiter schlimm und an sich kaum eine Erwähnung wert, doch es besteht sehr viel Zeit dieses winzige Kuchenstück zu betrachten. Die bestellten Getränke dauern fast 20 Minuten und so steht der Kuchen die ganze Zeit wartend vor uns. Hier fehlt Herrn Schnufkel eindeutig etwas Feinschliff im Service. Kaffee und Kuchen müssen ja nicht zeitgleich serviert werden, aber versetzt mit 20 Minuten Abstand erscheint auch ungünstig. Der Kuchen schmeckt Herrn Schnufkel natürlich trotzdem. Frau Schnufkel hat einen anderen Kuchen der ebenfalls schmeckt, allerdings ein größeres Stück. Herr Schnufkel denkt sich: Mist, falsche Wahl! So entsteht Futterneid…

    Nach der Kaffeestunde gilt es kurz das geplante noch mal in Erinnerung zu rufen:

    Bier-Probierbrett in der Ebbe und Flut Bar, Signature Cocktail im Diamanten schlürfen, Champagner schlürfen mit Jürgen, die Shops an Bord besuchen, Abendessen im Surf & Turf und irgendwo in der Reihe wird noch Rügen vorkommen.

    Das spontane vorhaben nach dem Kaffee trinken Bier zu trinken entfällt: Die Ebbe und Flut Bar öffnet erst um 19 Uhr. Gut, später! Aber schon mal räumlich vor Ort schlendern wir durch die Shops an Bord. Kauflaune entsteht aber irgendwie nicht bei Schnufkels. Kaufanreiz schaffen durch das vorhandene Personal geschieht aber auch nicht. Im Juwelier Mein Glanz wird Herr Schnufkel gar nicht beachtet. Da kann er noch so um die Luxusuhren herum schmökern. Mit entsprechendem Einsatz könnte das durchaus klappen bei Herrn Schnufkel mit einer neuen Uhr. Die 3 Personale im Shop die in ein Gespräch vertieft sind schauen nicht mal auf. Beim verlassen vom Shop empfiehlt Herr Schnufkel das die 3 sich nicht stören lassen sollen… es gibt irritierte Blicke zurück.

    Erneut holen wir unsere Jacken aus der Kabine und begeben uns auf die Außendecks. Wir sind kurz vor Rügen. Es füllt sich sehr schnell mit Menschen und Abstände können hier nicht mehr überall eingehalten werden. Irgendwo finden wir einen Platz der nicht so überfüllt ist und schauen gegen die tief stehen Sonne auf die Kreidefelsen am Königsstuhl. Die Mein Schiff 1 dreht sich dort dann um 360 Grad so das wirklich jeder die Kreidefelsen sehen sollte. Ein tolles Erlebnis das doch sicher auch nach der Pandemie in Reisen auf der Ostsee eingebaut werden könnte.

    Die Kreidefelsen verschwinden langsam in der Ferne und wir kümmern uns um einen weiteren Punkt der geplant war: Signature Cocktail in der Diamant Bar. Dazu sitzen wir draußen in der Diamant Bar. Und hier sitzt man oft alleine. Zumindest erleben wir das bei dieser Reise so und bei einer Reise zuvor. Hier verirrt sich kaum mal einer hin.

    Heute verirrt sich aber ein Pärchen. Zumindest haben die sich wohl mit dem Sitzplatz verirrt. Sie geht immer für Getränke in die TUI Bar. Herrn Schnufkel wäre der Weg ja zu weit!

    Wir hingegen trinken Altes Land und Sternschanze. Schmeckt! Lecker! Mehr davon!

    In der Ferne ziehen die Reste von Rügen und später Hiddensee vorbei. Windgeschützt und trotzdem luftig, Heizstrahler von oben… hier kann man es aushalten! Nach einem weiteren Bellini verlassen wir die Diamant Bar an dieser Stelle und machen uns auf der Kabine frisch für das Abendessen im Surf & Turf.

    Völlig unter geht an der Stelle das Handy im Offlinemodus von Herrn Schnufkel. Und so kommt es wie es kommt: wir vergessen eine weitere Absprache per SMS mit Jürgen & Rabe ( tauchtwas). Während wir dann um 20 Uhr zum Essen im Surf & Turf sitzen wartet der Rabe leider scheinbar vergeblich auf uns. Das tut uns auch jetzt im Nachhinein noch immer total leid!

    Das Essen im Surf & Turf ist wie immer 1a! Bei der Frage nach Wein und oder Aperitif antworten Herr und Frau Schnufkel zeitgleich Bier! Die Weingläser sind sofort verschwunden. Gereicht wird die Speisenkarte. Und wenig später kommt ein Bier. Eigentlich war die Frage Wein und oder Aperitif und unsere Antwort Bier auf das grundsätzliche gemünzt. Und keine Bestellung für ein Bitburger. Wir hätten gerne eins der Ratsherrn Biere bestellt aber es dann beim Bitburger das bereits serviert war belassen. Die Frage welches Messer gewünscht wird beantwortet Herr Schnufkel schnippisch mit „ein scharfes“. Ob der Griff nun aus Rosenholz, Eiche oder Granit ist, gelb, grün oder blau lackiert wurde spielt kaum eine Rolle wenn das bestellte Rinderfilet (400 Gramm, Herr Schnufkel muss seinen Futterneid vom Kuchen wieder wett machen) in medium rare als well done serviert wird. Aber hier ist alles 1a und das Kasperltheater mit dem Messer gehört ja scheinbar dazu.

    Wir essen ganz entspannt, werden aufmerksam umsorgt und was Herrn Schnufkel dabei so auffällt: wie am Vorabend ist das Surf & Turf gut gefüllt. Nichts los hingegen ist auf der anderen Seite im Cucimare. Scheinbar kommt das Konzept nicht so gut an. Uns gefällt das Cucimare hingegen ausgezeichnet. Bei unserer ersten Reise 2019 mit der Mein Schiff 1 ist uns das ebenfalls aufgefallen, auch dort war das Cucimare schlecht besucht. Extrem gut gefällt uns das Surf & Turf und es ist jedesmal Pflichtprogramm.

    Nach dem Essen entscheiden wir uns gegen weiteres Abendprogramm. Keine Getränke mehr!

    Beim Gang durch die Schaubar erspäht Herr Schnufkel keine freien Plätze. Die Bude ist voll!

    Frei sind dagegen die Plätze im Bett. Kurz im TV geschaut und dann geht das Licht aus. Ein kurzer aber schöner Tag auf der Mein Schiff 1!

    Am nächsten Tag haben wir das Check Out Fenster für 9 Uhr gebucht. Frühstück erledigen wir recht früh im Anckelmannsplatz. Dort geht es noch hektischer zu als am morgen zuvor. Nach dem Hände wasche und desinfizieren steht an diesem morgen ein anderer Mitarbeiter am Einlass. Mit barschem Befehlston wird man zum Händewaschen aufgefordert und die Kabinennummer erfragt. Herr Schnufkel hat gleich am morgen schon wieder Puls. Herr Schnufkel denkt sich er hat doch gerade genau vor dessen Nase die Hände gewaschen und desinfiziert! Die Erfahrungen vom Vortag nutzend bewegen wir uns sehr effizient durch das Buffet. Nach nichtmal 20 Minuten sind wir wieder raus aus dem Ameisenhaufen Anckelmannsplatz.

    Auf der Kabine kurz die sieben Sachen gepackt und bereits um 9:10 Uhr steigen wir am Bahnhof in Kiel ins Auto. Um 11 Uhr sind wir bereits zuhause und trauern schon der Zeit auf der Mein Schiff 1 hinterher.

    Eine kurze aber schöne Reise!

    Fazit HIER!

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnufkel (29. Oktober 2020 um 13:07)