Ich wusste gar nicht, dass man auf einem Frachtschiff verreisen kann. Wieder etwas dazugelernt. Danke Emmalotta
Bin schon gespannt wie es weitergeht.
Viele Grüße
Martina
Ich wusste gar nicht, dass man auf einem Frachtschiff verreisen kann. Wieder etwas dazugelernt. Danke Emmalotta
Bin schon gespannt wie es weitergeht.
Viele Grüße
Martina
Emmalotta Jutta, ein toller Bericht. Auch wenn so ne Reise nix für mich wäre, allein schon wegen der 70 Stufen
,,ich fahr gern mit dir mit. Einfach ne andere Welt!
Liebe Grüsse, Marion
Alles anzeigen"Preisfrage: Was hat der hier geladen???"
Was gibt's zu gewinnen?
Antwort : Rotorblätter für Windkraftanlagen!
Ich verfolge auch sehr gespannt deinen Bericht einer speziellen Reise.
LG Michi
Bingo, Michi, Du hast natürlich recht.![]()
![]()
Und der Preis? Ich geb Dir beim Forentreffen in Düsseldorf einen aus ![]()
LG,
Emma
Tolles Anenteuer! Hört sich interessant an! Freue mich auf die Fortsetzung!
Hallo Jutta Emmalotta,
Toller Reisebericht. Ich bin auch seit längerem an einer Frachtschiff Fahrt.
Habe es bis jetzt nur nie ganz getraut.
Bin also voll auf Deinen Bericht gespannt.
Die Katarina Schepers wäre auch mein Favorit.
Freue mich auf die Fortsetzung.
Grüßle
Hallo Jutta , habe dein Reisebericht jetzt erst gefunden.
Ist eine ganz besondere Schiffsreise - nicht jedermanns Sache.
Ich fahre auch gerne mit.
LG, Takis
Moin Jutta Emmalotta,
vielen lieben Dank für diesen tollen Reisebericht, mal was ganz anderes als AI Kreuzfahrt.
Fahre gerne weiter mit und bin gespannt was du noch so erlebst.
VG, Jürgen
Hallo Emmalotta
und wieviel "Gäste/Passagiere" waren da mit an Bord?
Ja, man muss so eine Reise mögen, aber einmal mitgemacht, da weiss man es dann.
Obwohl wenn ich drüber nachdenke, ich glaube so richtig wäre mir das denn nichts. Schon alleine wegen der Sprache.
Ich bin weiter mit dabei.
Wir waren nur zu zweit - aber nach uns kamen 4 Passagiere, da war dann jede Koje belegt. Ist von Schiff zu Schiff unterschiedlich, wie viele Paxe sie mitnehmen.
Hallo@Emmalotta,
schon seit April hab ich mich auf diesen Bericht gefreut! Vielen Dank dafür![]()
Liebe Grüße
Was für ein beeindruckender Reisebericht Emmalotta Es freut mich, dass du uns mit auf diese ungewöhnliche KF nimmst
Boooh so eine große Kabine ähm Kammer
![]()
Donnerstag, 5.Juli – Stipvisite im Doppelhafen
Wieder tief und fest geschlafen, trotz Vibration und Geklapper. Als um halb acht der Wecker rappelt, geht der erste Blick nach draußen: oh, sieht kühl aus. Und ist es auch, ca. 10 Grad weniger als am Tag zuvor. Dazu Fahrtwind an Deck … und tatsächlich ein bisschen Wellengang, der das Schiff zum Schaukeln bringt, wie man am leicht schiefen Horizont sieht...
Wir sind im Öresund, kurz vor Malmö, werden also ziemlich pünktlich anlegen. Unten gibt es Frühstück: diesmal Spiegeleier (gestern Rührei). Auf die obligatorische dicke Bratwurst dazu verzichte ich wie immer.
Zurück in der Kammer nutze ich die Zeit zum Haare waschen,
was schwierig ist. Also, das Waschen unter der Dusche nicht, aber das Fönen - keine
Steckdose im Bad, die nächstgelegene ist im Schlafzimmer, aber soweit weg, dass
die Schnur vom Fön nicht bis vor den Spiegel reicht
.Die Herren hier werden
sagen „Na und?“, die Damen „Oh Gott!“. Stylen ist zwar nicht nötig, aber wie
ein Mop, der kurz mal in der Steckdose
war, möchte ich auch nicht aussehen.
Naja, was soll’s, mit derlei muss
man sich auf einem Arbeitsschiff eben arrangieren. Ich föne also auswendig.
Hinterher hab ich zwar nicht die Haare schön, aber immerhin frisch.
Damit’s nicht so auffällt, geh ich nach draußen (da weht es
tüchtig) und schau mich ein bisschen auf dem Poopdeck um, ganz unten also. Das
Poopdeck hat nichts damit zu tun, dass man etwa dahin zu gehen hat, wenn es gilt, Flatulenzen zu entsorgen
– es wird
auch nur in der Bordsprache Englisch so ausgesprochen, in Deutsch dagegen mit
langem o.
Das Poopdeck liegt immer am Heck, daher der Name, der entliehen ist vom französischen „la poupe“ für Heck. Es ist etwas erhöhter als das Vorschiff, das in unserem Fall mit Containern beladen ist. Dort befinden sich außen die hinteren Leinen für’s Festmachen oder für die Verbindung zum Schlepper.
Apropos Schlepper – wir brauchen sie in jedem Hafen. Sie ziehen das Schiff zum Kai oder vom Kai weg, sie drehen es bei der Ein- oder Ausfahrt, und sie halten am Heck dagegen, wenn wir in eine Schleusenkammer fahren.
Innen im Decksaufbau sind auf dem Poopdeck die Messe, die Kombüse und das Ladebüro. In letzterem sitzt der 1.Offizier, der dafür verantwortlich ist, dass nicht nur alle Container, die auf dem Plan stehen, be- und entladen werden, sondern dass das auch so geschieht, dass das Schiff in Balance bleibt. Vor jedem Hafen geht die Rechnerei von neuem los. Mit Ballastwasser wird dann zusätzlich ausgeglichen.
Nach dem Mittagessen lese ich, dick eingepackt, ein bisschen an Deck, und dann ergreift mich eine bleierne Müdigkeit, ich
muss unbedingt eine Runde in die Heia (schließlich hab ich ja letzte Nacht nur
neun Stunden geschlafen …
)
Geht gleich weiter
Schlaf gut Emmalotta
und dann geht's ausgeruht weiter ![]()
LG Susanne
Deine Erzählungen, Deine Fotos - so etwas von interessant, so ganz eine andere Art von Seereisen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich der ein oder andere von dieser Reiseart anstecken lässt und es dann mehrere solche Foto-Reiseberichte gibt.
Danke, vielen Dank.
In Malmö ...
... sind wir nicht von Bord gegangen, denn der
Containerhafen lag viel zu weit weg von der Stadt, und am frühen Nachmittag
legte die Lantau Arrow auch schon wieder ab mit Ziel Kopenhagen. Ein Katzensprung
über den Öresund und eigentlich keine neue Destination. Denn die Industriehäfen
beider Städte sind den Verbund
Copenhagen Malmö Port (CMP) eingegangen. Macht Sinn, denn sie liegen sich genau
gegenüber am Eingang und Ausgang des Öresunds. Angesichts des harten Wettkampfs auf dem Frachtschiffsektor ist das Bündeln von Kompetenzen und Ressoucen sicher gut.
So ist es auch nur ein kurzer Trip rüber, unter der Öresundbrücke durch.
Gegen 17 Uhr legen wir in Kopenhagen an. Weil wir hier nicht vor Mitternacht ablegen, gehen wir von Bord, auf
einen Abendspaziergang und ein paar Biere in Nyhaven:
Freitag, 6.Juli – runter vom Schiff und gleich wieder drauf
Vom Laden bis Mitternacht und vom Ablegen hab ich in Morpheus Armen wieder mal nichts mitbekommen. Gut so, denn heute ist volles Programm: Schon um 10 Uhr legen wir in Helsingborg an, Schwedens zweitgrößtem Hafen.
Nicht wundern - ein holländischer Schlepper in Helsingborg. Amthilfe? Schwedische Schlepper kaputt?? Oder hat er sich verfahren???? Wir haben es nicht rausgekriegt.
Der Shuttle lässt diesmal ein bisschen auf sich warten, aber wir haben ja viiiiel Zeit. Er schmeißt uns am Hafenpförtner raus, und wir laufen zu Fuß weiter zum Fährhafen. Wir wollen nach Helsingör in Dänemark, nur 4 km über den Sund entfernt. 70 Kronen kostet der Spaß hin und zurück, und er lohnt sich. Denn Helsingör ist ein richtig hübsches Städtchen.
Viele, viele Schweden sind an Bord, etliche mit Sackkarren:
sie decken sich drüben kistenweise mit Bier und auch mit Schnaps ein, offenbar
ein Schnäppchen im Vergleich mit den schwedischen Preisen für Alkohol ![]()
Zurück in Helsingborg gehen wir nur kurz in die Stadt...
....und dann geht's auf
geradem, aber sehr langem Weg zurück zum Schiff (gefühlte fünf Kilometer) bei
ordentlicher Hitze. Wir schaffen es gerade
noch so zum Dinner, das wie immer aus Paprikasalat, gewürfelten Karotten und einem totgebratenen
Fleisch besteht
.
Anschließend beobachte ich wieder mal das Be- und Entladen. Da kann man stundenlang zugucken und entdeckt erstaunliche Dinge (wenigstens für Laien): Hier gibt es keine führerlosen, selbstfahrenden Transporter, sondern normale Zugmaschinen. Im Minutentakt fahren sie unter die Containerbrücken, von denen sie direkt beladen werden. Und die dicken Brummer werden auch von zarter Hand gesteuert:
Ganz erstaunlich ist auch, welche Lasten die relativ klein anmutenden Spreader-Fahrzeuge einfach so in die Luft heben, um sie zu LKW zu bringen und aufzuladen (Spreader = der Ausleger, mit dem der Container aufgenommen wird. Gibts auch bei den Containerbrücken)
Man denkt, sie müssten vorn überkippen, wenn sie einen 50-Fuß-Conteiner anlupfen. Offenbar sind sie aber wohl selber extrem schwer.
Irgendwann fallen mir fast die Augen zu - schon wieder zieht der Bettzipfel .... ![]()
Fortsetzung folgt
Hallo Jutta - wir würden so eine Schiffreise wohl nicht mitmachen - dann lieber einen alten Segler ohne Komfort - haben wir schon mehrfach gemacht ab Kiel für eine Woche - Koch gibt es nicht an Bord (aber eine Kombüse) - Lebensmittel werden gemeinsam mit Mitsegler eingekauft) und alle müssen mithelfen wenn Segel hochgezogen werden ( keine Winde!) - Kapitän und Bootsmann geben Anweisungen - insgesamt ca. 20-25 Passagiere .
Kabinen (2 Personen) sehr klein - WC und Duschen nicht auf Zimmer - auch kein Waschbecken- sondern für Männer /Frauen getrennt (ähnlich Campingplatz)-
Feste Häfen gibt es nicht - vom Wind abhängig- und Passagiere dürfen auch mal ans Steuer (wenn nicht zu viel Wind)
Trotzdem ist dein Reisebericht sehr interessant - bin auf den Rest gespannt!
LG
Takis
Wie kommt man an solche Segeltörns ran?
Verlinkungen sind hier nicht erlaubt - gib bei Google europesailing und nl ein - wir waren 3x mit der Luciana unterwegs - mit Freunde/Familie etc. - hatten immer ca. 20 Personen zusammenbekommen und ganze Schiff gechartert
LG
Takis
Wer eine Reise macht, der hat was zu erzählen....
Sehr interessant und lehrreich! ![]()
![]()
Toll.
Hallo Emmalotta,
ich finde es sehr toll, dass du dich auf dieses Abenteuer eingelassen und durchgezogen hast! ![]()
Bin sehr auf dein Fazit gespannt (was war gut, was nicht, würde ich es wieder machen) ...
Deine Kabine, quatsch Kammer (muss man sich erst dran gewöhnen), fand ich schon mal sehr geräumig, super modern muss nicht unbedingt sein.
Selbst der Umstand mit dem "Fön" würde mich jetzt nicht stören, kommt natürlich auf das Haar an.
Ich hätte mit etwas ganz anderem meine Probleme: Ich glaube, ich würde mich ziemlich einsam fühlen und auch das Essen...???
Warst du die einzige Frau an Bord?
LG Zwergnase