Anreise und Aufenthalt in Palma vom 14.-17.05.2017
Da es bis zu unserer großen Trans-Reise im November noch so lange dauert, gönnten wir uns zur Verkürzung der Wartezeit eine kleine Trans-Reise vorweg. Dieses Mal buchten wir kein TUI-rundum-sorglos-Paket sondern Flug, Hotel und Schiffsreise separat. Wegen der höheren Freigepäck-Grenze entschieden wir uns für Air-Berlin ab Paderborn. Das erwies sich schon im Vorfeld als nicht so gute Idee. Die Air-Berlin-Flüge wurden in Niki-Air-Flüge geändert mit der Folge, dass unser Flieger statt um 11.20 Uhr erst um 14.15 Uhr starten sollte. Na ja, wenigstens das Freigepäck war weiterhin großzügig bemessen. Wenn es also keinen erneuten Anruf des Reisebüros mit geänderter Flugzeit geben sollte, war alles gut. Ein neuer Anruf kam nicht! Bei Ankunft am Flughafen blinkte es aber so merkwürdig auf der Anzeigetafel der Abflugdaten. Und da war sie - die nicht gewollte Nachricht - "DELAYED"! Unser Flieger kam in Paderborn schon verspätet an. Na ja, keine Panik. Unser Schiff mussten wir ja heute nicht mehr pünktlich erreichen. Durch die Verspätung konnten wir das Landen der Air-Berlin Maschine (außen Air-Berlin - innen Niki-Air) in vollem Umfang verfolgen.
Um 15.45 Uhr ging es dann endlich los. Wir genossen einen ruhigen Flug - unterbrochen durch ein paar Trinkgesänge eines Herren-Kegelclubs, die die längere Verweildauer am Paderborner Flughafen wohl ausgiebig gefeiert hatten. Die Schulklasse und die vielen Kleinkinder an Bord waren auf jeden Fall wesentlich ruhiger. Aber es war alles gut zu ertragen! Service gab es natürlich nur gegen Bezahlung. Aber bei einem Flug von gut zwei Stunden kommt man auch ohne Essen klar.
Um 17.55 Uhr landeten wir in Palma. Da der Fußweg bis zum Gepäckband ziemlich weit war, warteten die ersten Koffer schon auf ihre Abholer. Auch unser Gepäck war relativ schnell da. Am Flughafenausgang standen zahlreiche Taxis. Unser Taxifahrer brachte uns in ca. 10 Minuten zu unserem Hotel Tryp Bellver, das direkt am Yachthafen von Palma liegt. Man hätte auch bis dahin mit der Buslinie 1 fahren können, aber nach der Flugverspätung wollten wir einfach nur noch ankommen. Ich denke, der Preis für die Taxifahrt in Höhe von 21,00 € war auch ok.
Das Hotel Tryp Bellver hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten ein Zimmer mit Meerblick in der 11. Etage mit direkten Blick auf den Yachthafen und auf den Kreuzfahrt-Terminal, aber nur auf die Schiffe, die ziemlich weit links liegen. Besser wäre ein Zimmer im vorderen Haustrakt gewesen. Dann hätte man den ganzen Kreuzfahrt-Terminal und die Kathedrale im Blick gehabt. Aber die Mein Schiff 1 tat uns den Gefallen und legte sozusagen direkt vor unserem Balkon an. Also war alles gut. Das Hotel hatte einen schönen Poolbereich mit Sonnenliegen, der allerdings ab ca. 16.00 Uhr komplett im Schatten lag. Badehandtücher wurden übrigens gestellt. Das Frühstücksbuffet war sehr gut. Einziger Nachteil war, dass das Hotel an einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße lag und es daher am Pool sehr laut war. Auch im Zimmer konnte man den Verkehr noch gut hören. Uns hat es aber nicht gestört. Für einen dreitägigen Aufenthalt war es wegen seiner zentralen Lage einfach nur toll. In ca. 20 Fuß-Minuten konnte man von dort die Kathedrale und somit das Stadtzentrum erreichen. Das Tryp Bellver liegt übrigens neben dem Hotel Costa Azul, das hier im Forum auch schon empfohlen wurde (Danke ebenezer! Die Lage war wirklich top!
) und in der Nähe des Hard Rock Cafés.
Wir verbrachten unsere drei Tage Vor-Aufenthalt mit ausgiebigen Sightseeing-Touren in Palma. Unsere Highlights waren dabei eindeutig die Kathedrale La Seu, die Markthalle "Mercat de l'Olivar" (dort kann man bei einem Glas Wein leckeren Schinken und Käse probieren) und das Castell de Bellver (der Aufstieg erfolgt über die Hauptstraße Passeig Maritim am Yachthafen durch den kleinen Park Sa Cuarentena über die Carrer del Reial Patrmoni und Überquerung der Avinguda Joan Miro und nach links abbiegen in die Carrer de Bellver in ca. einer Stunde zu Fuß). Vom Castell hat man sagenhafte Blicke über Palma und den Hafen. Wem der Aufstieg zu anstrengend ist, kann das Castell auch über eine Straße mit dem Bus oder dem Taxi erreichen. Auf dem Rückweg vom Castell machten wir noch einen Stopp in der Markthalle Santa Catalina. Ich lasse dann einfach mal die Fotos sprechen:
Zwei Restaurants haben uns besonders gut gefallen: das Prosecco in Portixol, in dem man draußen auf Barhockern mit Blick aufs Meer sitzt und das Restaurant Darsena im Yachthafen von Palma, schräg gegenüber dem Hotel Tryp Bellver, auf dessen Terrasse man einen tollen Blick auf die Yachten und die Kathedrale hat. Das Essen (Fisch und Paella) war jeweils hervorragend! Nach Portixol kann man mit dem Bus fahren. Wir haben jedoch einen ausgiebigen Abendspaziergang am Meer entlang gemacht (ca. eine Stunde). Eine schöne Ecke, um in Palma draußen zu speisen, ist der Platz an der Seehandelsbörse (Sa Llotja). Dort sind mehrere Restaurants, in denen man gut essen kann, insbesondere gibt es dort Tagesangebote für gemischte Tapas und Paella.
An unserem letzten Tag in Palma ging morgens erstmal der Blick von unserem Balkon direkt Richtung Kreuzfahrt-Terminal. Und da lag sie endlich, die Mein Schiff 1! Fotos vom Einlaufen kann ich euch leider nicht präsentieren, da ich mich einfach nicht aufraffen konnte, so früh aufzustehen. So wunderschöne Bilder präsentiert uns ja zum Glück immer @meinschiff2712 . Vielen Dank Fabio
!
Unser Zimmer mussten wir erst um 12.00 Uhr räumen. Also machten wir noch einmal einen letzten Rundgang durch die Stadt und besichtigten das arabische Bad "Banys Arabs" und das ehemalige Franziskanerkloster "Basilica de Sant Francesc".
Pünktlich um 12.00 Uhr checkten wir aus und nahmen uns ein Taxi zum Kreuzfahrt-Terminal. Der Fußweg wäre nämlich mit Gepäck eindeutig zu weit gewesen. Der Taxifahrer beförderte uns für 11,00 € direkt bis zum Eingang des Terminals. Dort wurden uns von einer Mitarbeiterin von TUI Cruises sofort die Koffer abgenommen und wir konnten ohne Wartezeiten direkt einchecken. 10 Minuten später standen wir schon an Bord der Mein Schiff 1. So schnell waren wir noch nie auf dem Schiff. Hat also auch einen Vorteil, nicht mit dem TUI Shuttle und außerhalb der Stoßzeiten anzukommen. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt kein Bordfotograf für das obligatorische Routenfoto parat. Der machte anscheinend grad Mittagspause bis der nächste Bus angerauscht kam
. Na ja, dann muss ich das Fotobuch dieses Mal halt anders beginnen! Bis die Kabinen freigegeben wurden, vertrieben wir uns die Zeit in der Außenalster Bar und auf dem Pooldeck in der Sonne und bemitleideten alle übermüdeten Gäste, die sich aufgrund ihres frühen Fluges die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Für uns war es das erste Mal alles total entspannt. Pünktlich um 15.00 Uhr erfolgte die Kabinen-Freigabe. Sogar unsere Koffer standen schon vor der Tür. Wir hatten dieses Mal eine Familien-Innenkabine auf Deck 8 am Heck, die einen separaten Raum mit Sofa hat und dadurch ein bisschen größer ist. Allerdings steht das Doppelbett direkt an der Wand und ist nur ca. 1,40 m breit.
Am ersten Abend speisten wir im Gosch und waren pünktlich zur Seenotrettungsübung um 21.15 Uhr fertig. Auch die Seenotrettungsübung war dieses Mal ganz entspannt und dauerte nur 15 Minuten. Das war ein neuer zeitlicher Rekord. Ein Highlight des Tages war dann natürlich das Auslaufen aus Palma um 22.00 Uhr mit Blick auf die beleuchtete Kathedrale La Seu.
1. Seetag am Donnerstag,18.05.2017
Der 1. Seetag an Bord begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Aufgrund des kühlen Fahrtwindes musste man sich jedoch einen windgeschützten Bereich suchen, um sich in Badesachen ohne Gänsehaut-Feeling zu sonnen. Wir relaxten den ganzen Tag an der frischen Seeluft und betätigten uns ein bisschen sportlich mit Schwimmen, Joggen und Indoor-Cycling.
Abends stellte der Kapitän Rolf Johannes Noack die leitenden Offiziere im Theater vor. Ein weiteres Highlight war für uns, dass wir in dieser Nacht durch die Straße von Gibraltar fuhren. Deshalb wollten wir natürlich unbedingt das Passieren des Fels von Gibraltar miterleben. Schade, dass Gibraltar bei dieser Reise nicht als Hafen mit auf dem Programm stand. Aber wir kommen im November noch einmal wieder und dann können wir uns die Fahrt durch die Meerenge bei Tageslicht ansehen und Gibraltar erkunden.
