Deutsch als Bordsprache - Pro und Contra ?

  • Ich habe kein Problem mit Englisch- allerdings habe ich in Irlands Westen kaum etwas verstanden =O!

    Alle unsere Kreuzfahrten bisher waren mit mein Schiff - es ist schon angenehm wenn die Bordsprache deutsch ist.

    Wir planen irgendwann Havila im Winter ( Polarlichter) - ich gehe davon aus das neben norwegisch dort auch englisch gesprochen wird.

    Havila bietet alle Informationen an Bord, egal ob digital oder auf Papier, dreisprachig an: Norwegisch, Englisch und Deutsch. Alle Mitarbeiter sind zumindest zweisprachig (Norwegisch und Englisch), viele sprechen zusätzlich Schwedisch, Deutsch, Spanisch oder Französisch. Auch die Infoabende gibt es auf Englisch und Deutsch.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Bisher hatten wir Bordsprache immer Deutsch, aber ich wäre schon bereit etwas Neues auszuprobieren. Mein Mann spricht leider weniger gut Englisch als ich und tut sich auch mit dem Verstehen schwer. Nächstes Jahr geht es für uns aber ohne Schiff nach Südamerika und hier werden wir teilweise englischsprachige Guides haben. Mal sehen, wie das funktioniert und dann eventuell mal auf ein Schiff mit anderen Bordsprachen. Zur Zeit lerne ich mit Duolingo ein wenig Spanisch, um zumindest ein paar grundlegende Sachen zu verstehen.

    LG Andrea

    Wir freuen uns auf:

    Mein Schiff RELAX - Zeitlose Ostsee - 04.-14. Oktober 2026

    Mein Schiff 6 - Südostasien und Vietnam ab Singapur bis Hongkong - 25.01.-08.02.2028

    Leider schon vorbei:

    Mein Schiff 6 - Adria mit Korfu - 16.-23. Juni 2019

    Mein Schiff 3 - Kanaren mit Lanzarote (und Agadir) - 16.-23. Februar 2020 (mit chaotischem Ende)

    MS Artania - Kurzurlaub & Schnuppertörn 18.-23.10.2021

    Mein Schiff 5 - Adria mit Korfu - 31.7. - 07.08.2022

    AIDA PRIMA - Norwegen ab Hamburg (Cruise Days) - 09.09.-16.09.2023

    Mein Schiff 2 - Karibische Inseln ab Bridgetown - 13.-27. Januar.2025

    Mein Schiff 7 - Kanaren mit Kapverdischen Inseln - 23.-30. März 2026

    Storniert wegen Corona:

    Costa Deliziosa - Venedig nach Griechenland – Oktober 2020

  • Ein interessantes Thema wie ich finde,

    Englisch ist für mich nur noch als "Schulenglisch" da, da ist nicht mehr viel. Mein Mann kann gar kein Englisch. Die Lust dranzubleiben war und ist nicht (mehr) vorhanden, weder beruflich oder jetzt privat. Wir sind beide über 60, sicherlich ist das auch ein Thema, warum man einfach vieles nicht mehr will.

    Daher auch von mir ein Daumen hoch für deutschsprachige Kreuzfahrtschiffe, Reisen und Länder, wo man gern mit Händen und Füssen und ein bisschen englisch zurecht kommt. Deshalb scheidet bei uns auch Amerika komplett aus, wir waren einmal in Florida vor Jahren, es war eine Katastrophe mit unserer Sprache. Wenn, dann nur in Reisegruppen deutschsprachig.

  • Deck8 Zu Deiner Frage nach deutschspraschigen Ausflügen: Bei Celebrity werden diese vereinzelt angeboten. Da wir aber immer auf die englischsprachigen gehen, wenn wir einen Ausflug buchen, kann ich zur Qualität nichts sagen. Wie bereits geschrieben, sind dort auch Tagesprogramme auf deutsch erhältlich, allerdings ist die Übersetzung manchmal etwas "abenteuerlich" und nicht so umfangreich wie in den englischen Ausgaben, sodass wir dann englisch bevorzugen.

    Ich meine auch bei NCL gab es deutsche Ausflugsangebote.

    LG Sabine

  • Übersetzungen sollten mit KI eigentlich besser werden.


    Edit: da muss man auch nicht traurig drüber sein. Gerade solche Routinearbeiten kann eine KI ganz hervorragend erledigen. Wir sind weit über die Qualität von Google translate vor fünf Jahren hinaus.

    10/2019 - Mein Schiff 1: Höhepunkte der USA Ostküste
    11/2024 - Mein Schiff 1: Best of Mittelamerika
    10/2025 - Mein Schiff 5: Östliches Mittelmeer intensiv
    10/2026 - Mein Schiff 6: Höhepunkte entlang Westafrikas Küste
    04/2027 - Mein Schiff 2: Auszeit auf dem Atlantik (ab Barbados)
    *MeinSchiff*

    Einmal editiert, zuletzt von Pandora (20. Oktober 2026 um 14:05)

  • Hallo Hundefreundin

    Ü60 ist doch kein Alter und schon gar nicht zu spät um Neues zu erlernen - dies besonders wenn es den Horizont erheblich erweitern könnte.

    Mit dem letzteren meine ich nicht nur das Bordleben, sondern auch ein weit intensiveres Erleben der Reiseziele.

  • Als wir mit den KF Schiffen angefangen haben, waren wir mit Aida unterwegs. Mein damaliger Mann sprach kein Englisch und auch das Angebot an Kreuzfahrten war insgesamt überschaubar. Nach der Trennung fiel meine Solo KF Karriere an und damit auch die Tests auf verschiedenen Schiffen, auch englischsprachigen. Mittlerweile fahre ich nur noch auf englischsprachigen, also US Schiffen oder eben auf internationalen wie MSC. Weder Aida noch TUI oder Phoenix sind eine Option für mich.

    Das hat auch was mit dem Schiffspublikum zu tun, denn wie hier mehrfach geschrieben, die Atmosphäre ist dort einfach eine andere, viel lockerer und fröhlicher. Wenn mal jemand etwas zu spät zum Ausflugsbus kommt, ist auf deutschsprachigen Ausflügen das Gemeckere gross. Von besetzten Sitzen im Bus, die man meint gekauft zu haben, nicht zu reden....mich strengt das unheimlich an, denn ich habe Urlaub....in englischsprachigen Bussen gibt es nicht mal einen Kommentar zu solchen Vorfällen.

    An Bord ist es nicht anders. Deswegen, wenn ich auf MSC unterwegs bin, die üblicherweise die deutschsprachigen Gäste an einem Essenstisch zusammensetzen, ist mein erster Gang zum Restaurantmanager um einen englischsprachigen Tisch zu bekommen.

    Mein Englisch ist genauso gut wie mein Deutsch, da ich über 30 Jahre in einem amerikanischen Unternehmen auf europäischen Positionen, mit Vorgesetzten und Mitarbeitern im Ausland gearbeitet habe. Ich bin jetzt schon einige Jahre aus dem Beruf, aber ich will mir die Sprache erhalten, deswegen sind z.B. Urlaubsreisen bzw Schiffsreisen auch immer willkommen, zusätzlich zum täglichen Lesen der englischen Publikationen, Netflix Serien im Original etc. Wenn man das nicht macht, fängt langsam das Vergessen an.....andere in der Jugend erlernte Sprachen sind passiv vorhanden und natürlich auch meine eigene Muttersprache (nicht Deutsch).

    Meine Kinder leben im Ausland und ihr Leben spielt sich auch auf Englisch ab. Wenn wir uns mal zusammensetzen und uns fällt ein Wort in einer Sprache nicht ein, dann wird so lange in anderen Sprachen probiert, bis man das richtige Wort gefunden hat. Die Kids (Ü30^^) beherrschen auch teilweise richtig exotische Sprachen, da kann ich nicht mithalten....:D

  • Das hat auch was mit dem Schiffspublikum zu tun, denn wie hier mehrfach geschrieben, die Atmosphäre ist dort einfach eine andere, viel lockerer und fröhlicher. Wenn mal jemand etwas zu spät zum Ausflugsbus kommt, ist auf deutschsprachigen Ausflügen das Gemeckere gross. Von besetzten Sitzen im Bus, die man meint gekauft zu haben, nicht zu reden....mich strengt das unheimlich an, denn ich habe Urlaub....in englischsprachigen Bussen gibt es nicht mal einen Kommentar zu solchen Vorfällen.

    Haben wir bei Ausflügen nie erlebt.

    Aber tui oder Phoenix bist du noch nicht gefahren?

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Mir ist es eigentlich egal, ob eine Reise in Deutsch oder Englisch stattfindet und meinen Mann auch, da er lange in England gearbeitet hat ist er fast perfekt. Manchmal bemerke ich gar nicht was grad gesprochen wird. Aber nervig fand ich, das auf unser englisch sprachigen Afrika Reise nur 4 Leute englisch sprachlich waren. Ein weiteres (junges) Paar hatte keine Probleme mit Englisch, aber 2 ältere Paare sprachen (und verstanden) kaum ein Wort Englisch. Warum macht man dann eine „Englische Reise“? Wir haben also fast 4 Wochen Erklärungen übersetzt, dafür gesorgt das die pünktlich waren, nicht verloren gingen…war ja auch für uns und das gelingen der Reise wichtig. Ersatzreiseleiter sozusagen… und sehr anstrengend (vor allem wenn auch noch Beschwerden kamen). In dem Ausmaß möchte ich das nicht nochmal machen.

  • Ja, gerade bei Aida war das häufig der Fall. Phoenix und TC bin ich noch nicht gefahren. Wird auch nicht mehr kommen.

    Ist ja auch ok, so hat jeder seine Vorlieben. Mich stört an US Redereien nicht unbedingt die Sprache, sondern Trinkgeld und service cgarge Konzept.

    Ich finde es nur schade, wenn man alle pauschal über einen Kamm scherrt.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Flavia Respekt. Sowas kann man nicht verstehen, was hätten die 4 denn gemacht, wenn ihr nicht dabei gewesen wärt?
    So krass hatten wir es zum Glück noch nicht nicht. Wir haben bei MSC mal an einem Tisch mit einem Dänen und 2 Deutschen gesessen, der Däne konnte kein Deutsch und die Deutschen kein Englisch ... das empfand ich schon als recht anstrengend und das waren »nur« ca. 2 Stunden am Tag.

    User123 ist doch egal ob man das Trinkgeld mit dem Reisepreis bezahlt, oder eben dazu rechnet ... Ergebnis ist das Gleiche.
    Davon ab, wird es bei einigen Reedereien nicht mehr extra berechnet. Bei Princess haben die Freunde das vorab bezahlte Geld wiederbekommen (ohne etwas zu sagen) und Celebrity wollte erst keines von uns haben.
    Nachtrag: User123 nur wenn du kein Getränkepaket hast ... du hast recht es ist OT

  • ist doch egal ob man das Trinkgeld mit dem Reisepreis bezahlt, oder eben dazu rechnet ... Ergebnis ist das Gleiche.
    Davon ab, wird es bei einigen Reedereien nicht mehr extra berechnet. Bei Princess haben die Freunde das vorab bezahlte Geld wiederbekommen (ohne etwas zu sagen) und Celebrity wollte erst keines von uns haben.

    Ich finde es nicht so egal, vor allem wenn es bei jedem einzelnen Getränk. Aber das ist schon wieder OT. Hat ja nix mit der Bordsprache zu tun.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Ich finde es nicht so egal, vor allem wenn es bei jedem einzelnen Getränk. Aber das ist schon wieder OT. Hat ja nix mit der Bordsprache zu tun.

    Und auch da zählt dann einfach der Gesamtpreis, da die Servicecharge ja automatisch berechnet wird.

    Ist wie beim shoppen in den USA, da muss man die Tax immer noch draufrechnen und in den Restaurants den Tip.
    Am Ende zählt der Endpreis. Und wenn der mir für die Getränke am Bord zu hoch ist, dann buche ich ein Getränkepaket oder nehme eine andere Reederei. Aber das gilt dann auch für AIDA, Phoenix, MSC etc. und ist kein spezielles „Problem“ der US- Reedereien.

    So und nun zurück zum Thema!

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  • Mir fällt auf, dass viele von denen hier im Faden, die gut englisch sprechen, entweder eine Zeitlang in einem englischsprachigen Land gelebt haben oder von vornherein zweisprachig aufgewachsen sind oder aber mindestens durch ihre Arbeit an englische Umgangssprache in Betrieb/Konzern/Company gewöhnt sind. Allein vom Schulenglisch kommt das kaum bei jemanden.

    Vielleicht sollte sich deshalb niemand überheben und herabschauen auf Leute, die keinen solchen Hintergrund haben.

    Eine Folge des allgegenwärtigen Englisch ist nämlich eine gewisse Form der Ausgrenzung. Ich bin seit vielen Jahren aktiv in einem nationalen Verband, der sich mit einer seltenen Krebserkrankung befasst. Und natürlich gibt es auch internationale Strukturen, an denen wir teilnehmen. Für uns als Europäer funktioniert das noch halbwegs, doch gegenüber den zahlenstarken mittel- und suedamerikanischen Verbänden (erst recht bei den Afrikanern) dominieren die USA dermaßen, weil alle Entschlüsse und Forderungen ganz selbstverständlich in englischer Sprache abgefasst werden. Mangels Sprachkenntnissen der anderen setzen sich die US-Amerikaner hier fast immer durch und sind wenig bereit, abweichende Auffassungen auch nur zuzulassen.

    Klagen darüber, anderen mit Übersetzen behilflich gewesen zu sein, finde ich befremdlich, werde mir aber für die Zukunft merken, wie unangenehm das denjenigen ist.

    Ich wei nicht , was mir unsympathischer ist, solche Klagen oder das Meckern über Zuspaetkommer im Ausflugsbus.

  • Hallo Hundefreundin

    Ü60 ist doch kein Alter und schon gar nicht zu spät um Neues zu erlernen - dies besonders wenn es den Horizont erheblich erweitern könnte.

    Mit dem letzteren meine ich nicht nur das Bordleben, sondern auch ein weit intensiveres Erleben der Reiseziele.

    Naja, sollte ja nicht heissen, dass wir uns allen neuen ausschliessen. Jeder hat so seine Prioritäten im Leben, was dann noch wichtig ist.

  • Mir ist eigentlich eher noch aufgefallen, dass in manchen Ländern wie Deutschland oder Frankreich das Erlernen von Englisch als universell verfügbarer Kommunikationssprache eher abgelehnt wird als in anderen, z.B. skandinavischen oder asiatischen Ländern. Ich finde es eher praktisch, auch weil man über eine Fremdsprache auch viel leichter und schneller in die Denkweisen der Menschen "eintauchen" kann, z,B. durch das Erlernen von Spanisch in die Mentalität der Menschen aus Spanien, Argentinien...

  • Mir fällt auf, dass viele von denen hier im Faden, die gut englisch sprechen, entweder eine Zeitlang in einem englischsprachigen Land gelebt haben oder von vornherein zweisprachig aufgewachsen sind oder aber mindestens durch ihre Arbeit an englische Umgangssprache in Betrieb/Konzern/Company gewöhnt sind. Allein vom Schulenglisch kommt das kaum bei jemanden.

    Vielleicht sollte sich deshalb niemand überheben und herabschauen auf Leute, die keinen solchen Hintergrund haben.

    Eine Folge des allgegenwärtigen Englisch ist nämlich eine gewisse Form der Ausgrenzung. Ich bin seit vielen Jahren aktiv in einem nationalen Verband, der sich mit einer seltenen Krebserkrankung befasst. Und natürlich gibt es auch internationale Strukturen, an denen wir teilnehmen. Für uns als Europäer funktioniert das noch halbwegs, doch gegenüber den zahlenstarken mittel- und suedamerikanischen Verbänden (erst recht bei den Afrikanern) dominieren die USA dermaßen, weil alle Entschlüsse und Forderungen ganz selbstverständlich in englischer Sprache abgefasst werden. Mangels Sprachkenntnissen der anderen setzen sich die US-Amerikaner hier fast immer durch und sind wenig bereit, abweichende Auffassungen auch nur zuzulassen.

    Klagen darüber, anderen mit Übersetzen behilflich gewesen zu sein, finde ich befremdlich, werde mir aber für die Zukunft merken, wie unangenehm das denjenigen ist.

    Bei mir kommt es allein vom Schulenglisch - und da war ich noch nicht mal sonderlich gut.

    Ich habe mir das später selbst angeeignet, einfach aus Interesse und weil ich es nervig fand, dass ich im USA-Urlaub Verständigungsprobleme hatte.

    Einen Kurs o.ä. habe ich nicht gemacht, ich habe mir z.B. vor dem Urlauben Infomaterial der Reiseziele bewusst auf Englisch bestellt oder auch viel in englisch-sprachigen Foren gelesen.
    Das hat mir sehr geholfen!

    Spreche ich perfekt?
    Absolut nicht. Nicht ansatzweise.
    Hat das bei unseren Reisen jemals einen Muttersprachler gestört?
    Nein - ganz im Gegenteil!

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