Reisebericht: Spanien & Italien mit der AIDAaura im Juli 2017
Nachdem uns unsere letzten drei Seereisen in nördlichere Gegenden mit eher kühlem und regnerischem Wetter geführt hatten, wollten wir endlich
mal wieder Sonne satt. Also wurde kurzfristig eine weitere Reise gebucht, es sollte für meinen Mann und mich mit der AIDAaura für eine Woche übers Mittelmeer gehen. Dieses Mal konnte uns aber unsere Tochter leider nicht begleiten.
Start war in Mallorca und trotz der kurzen Zeit haben wir bei Easy Jet wieder einen sehr preisgünstigen Flug gefunden. Wie immer, Anreise schon
einen Tag früher und für die Vorübernachtung haben wir uns das Hotel Tryp Bellver direkt an der Bucht von Palma ausgesucht. Dort sind wir gegen
Mittag angekommen und bekamen zunächst ein Zimmer mit Meerblick im 9. Stock zugeteilt. Allerdings mussten wir dann, als wir mit unserer
Zimmerkarte die Tür öffnen wollten, feststellen, in diesem Zimmer wohnt schon jemand. Friedlich schlafend lag da ein Pärchen im Bett.
Oh Gott wie peinlich. Ich war glaube ich noch nie so schnell wieder zurück an der Rezeption. Dem jungen Mann dort war ein Fehler unterlaufen,
es sollte für uns zwar dasselbe Zimmer sein, allerdings zwei Stockwerke höher. Naja, im zweiten Anlauf hat es dann auch geklappt.
Blick von unserem Hotelbalkon
Es war sehr, sehr heiß in Palma, deshalb verbrachten wir den Nachmittag nur am Hotelpool. Am Abend suchten wir uns dann an der Promenade
ein nettes Lokal zum Abendessen und bummelten noch etwas in Richtung Kathedrale.
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, nach dem Frühstück am nächsten Morgen zu Fuß Richtung Altstadt zu laufen. Aber dazu war es uns einfach zu heiß. Später haben wir gehört, es hatte an diesem Tag knapp 40 Grad in Palma. Zwei Minuten vom Hotel entfernt gab es eine Haltestelle vom Ho-Ho-Bus, also haben wir uns kurzerhand für eine solche Rundfahrt entschieden.
Die Sightseeing-Tour führte uns zur Kathedrale, durch die engen Gassen und entlang der alten Gebäude im Zentrum von Palma, hoch zum Castillo de Bellver und abschließend noch zum Kreuzfahrthafen, wo wir einen ersten Blick auf die Aura werfen konnten.
Danach sind wir zurück zum Hotel, haben unser Gepäck geholt und sind mit dem Taxi zum Cruise Terminal gefahren. Das Einchecken ging ratzfatz und wir konnten auch direkt auf die Kabine gehen.
Super, trotz Vario-Buchung eine Kabine auf Deck 7, mittschiffs auf der Steuerbordseite und direkt bei den Aufzügen erwischt. Von diesen hat man im übrigen überhaupt nichts gehört. Später dann Koffer auspacken, Abendessen im Markt Restaurant und um 21.15 war SNRÜ. Pünktlich um 22 Uhr startete dann unsere Reise mit dem Auslaufen, vorbei an der hell erleuchteten Kathedrale von Palma, immer wieder ein wunderschönes Erlebnis.
1. Seetag – Richtung Insel Elba
Vor uns liegen 485 Seemeilen. Das Meer ist teilweise spiegelglatt, die Sonne scheint und es hat so um die 25 Grad. Obwohl wir wissen, dass wir die kommenden Ausflüge alle in eigener Regie durchführen werden, schauen wir am Vormittag doch bei der Ausflugspräsentation vorbei. Vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Tipp für uns. Den Rest des Tages verbringen wir zunächst auf dem Pooldeck und danach auf unserem Kabinenbalkon. Von dort aus sehen wir sogar einen Walfisch, der gerade seine Schwanzflosse in die Höhe streckt.
Nach dem Abendessen sind wir im Theater bei der Kapitäns- und Crewvorstellung sowie bei der anschließenden Show „Aida Stars“ dabei.
Später noch auf einen Absacker in die Aida-Bar und schon ist der erste Tag rum.
Portoferraio – Insel Elba
Heute wird getendert denn die Aura liegt in der Bucht von Portoferraio auf Reede. Am gestrigen Abend wurden dazu ab 16.00 Uhr Tendertickets ausgegeben. Doch bereits nach einer halben Stunde danach hieß es, alle Tickets schon vergeben, man könne aber ab 10.30 Uhr ohne Tickets von Bord.
Auch gut, brauchen wir uns mit dem Frühstück nicht beeilen.
Die Durchsage, es können nun alle Gäste von Bord, kam aber schon eine Stunde früher als vorgesehen und nun stürmte alles zum Ausgang. Was für ein Chaos, das Treppenhaus total überfüllt und es dauerte über eine Stunde bis man endlich im Tenderboot saß. Hier muss sich AIDA dringend ein anderes Ablaufszenario einfallen lassen oder mehr Tenderboote einsetzen. Sowas geht gar nicht.
Dafür wurden wir während der Überfahrt entschädigt mit einem herrlichen Blick auf die Stadt mit ihren mächtigen Stadtmauern und Befestigungsanlagen.
Direkt beim Hafenausgang startet eine kleine Bimmelbahn, mit ihr kann man eine Rundfahrt durch die Altstadt bis hinauf zur Villa Mulini, der ehemaligen Winterresidenz von Napoleon machen.
Naja, diese Fahrt hätte man sich eigentlich sparen können, sie gibt nicht viel her. Eine nette Abwechslung mehr aber nicht, zumal die Bimmelbahn nirgendwo anhält.
Anschließend sind wir zu Fuß die Hafenpromenade entlang geschlendert und dabei wurde natürlich auch in die eine oder andere der zahlreichen Boutiquen rein geschaut. Gekauft haben wir aber nix, die Angebote waren entweder zu kitschig oder zu teuer.
Am späten Nachmittag sind wir dann zurück auf’s Schiff und nach dem Abendessen haben wir den Tag gemütlich auf unserem Kabinenbalkon ausklingen lassen.
Im Nachhinein waren mein Mann und ich uns aber einig, hier auf dieser Insel hätten wir besser einen der angebotenen Ausflüge über die Insel mitgemacht. Portoferraio war doch nicht so interessant wie zuvor angenommen.
