RB Traumziele im Indischen Ozean oder 7.500 Seemeilen von Dubai nach Kapstadt unterwegs mit der Nautica

  • Montag, 21. November 2011

    Hamburg, Deutschland

    Wetter: trüb 10 Grad

    Sonnenaufgang: 8.02h Sonnenuntergang: 16.08h

    Die Koffer sind seit Tagen gepackt, es kann also losgehen auf unsere Traumkreuzfahrt. Ein Freund holt uns um 12.15h ab und bringt uns zum Hamburger Flughafen.

    Wir hatten bei Emirates individuell gebucht und bereits online eingecheckt, müssen aber trotzdem warten, weil ganz viel los ist. 58 kg verteilen sich auf drei Gepäckstücke, wir haben eine Punktlandung hinbekommen. Im Nachhinein stellt man natürlich wieder einmal fest, dass man viel zu viel eingepackt hat, aber die Beschränkung fällt - zumindest uns - im Vorfeld ja immer schwer. Roland kauft im Dutyfree noch schnell eine Flasche Wodka (die wir 5 Wochen später originalverpackt in der Kabine zurücklassen werden, aber das ahnen wir natürlich heute noch nicht), dann geht es auch schon fast los.

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    Der sechsstündige Emirates-Flug EK60 Hamburg – Dubai ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Wie immer verläuft er aber sehr angenehm und auch die Verpflegung ist recht ordentlich. Mit drei Stunden Zeitverschiebung landen wir um Mitternacht pünktlich in Dubai und überlegen kurz, wohin wir uns jetzt zunächst orientieren sollen. Schon nach wenigen Metern wird uns die Entscheidung abgenommen, denn zu Füßen einer Rolltreppe erkennt Roland einen Herrn im roten Jackett, der ein Schild mit unserem Namen hochhält: Wir werden erwartet und sind begeistert, das lässt sich gut an.

    Wir bekommen eine kurze Einweisung, sollen eine Willkommensbroschüre abholen, durch die Passkontrolle mit Einreisevisa gehen, unser Gepäck einsammeln und uns dann zum Arabian Adventure Schalter wegen Transfer zum Rotana Hotel begeben.

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    Auf dem Weg dorthin wollen wir uns noch mit Dirham vorsorgen, aber der vorhandene ATM scheint zu streiken, also bleibt uns nur die Möglichkeit 100€ bar in 470 Dirham zu tauschen. 30 Dirham Gebühr (ca. 6 Euro) werden allerdings auch hier abgezogen.

    Ein Privattransfer bringt uns schließlich in 15 Minuten zum gebuchten Rotana Towers Hotel in der zentralen Sheikh Zayed Road gelegen. Nach einem kurzen Check-in beziehen wir für eine Nacht ein schönes Doppelzimmer im 22. Stock.

    LG
    Siegrid

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Bin auch sehr gerne dabei, liebe Siegrid uschisiggi

    Neuland zu bereisen ist immer spannend, auch wenn es nur virtuell und nicht ganz so aktuell ist.

    Wer weiß so ein „ Retro“ Reisebericht kann ja richtig trendig sein. :)

    LG Gudrun

  • Klasse, liebe Siegrid uschisiggi - und natürlich hab ich sofort abonniert!!

  • Dienstag, 22. November 2011

    Dubai, VAE

    Wetter: sonnig 31 Grad

    Sonnenaufgang: 6.40h Sonnenuntergang: 17.27h

    Wir haben nur ein paar Stunden geschlafen, aber das ist schon ok. Nach einem recht ordentlichen Frühstück checken wir schon wieder aus und nehmen uns ein Taxi zum Port Rashid. 25 Dirham kostet uns das, gerade mal 5 €. Zum Vergleich: der Taxi-Service von Oceania Cruises vom Flugplatz zum Hafen wird mit rd. 100 US$ pro Person (!!!) berechnet.

    Vor dem Kreuzfahrtterminal stehen schon jede Menge Helfer, die unser Gepäck in Empfang nehmen. Nur noch mit dem privaten Handgepäck werden wir zum Schiff geleitet, können erste Fotoaufnahmen machen.

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    und werden dann zum Check-in gebeten. Dort gibt es trotz der noch frühen Vormittagsstunde bereits Schlangen, auch bei der Concierge-Klasse. Wir nutzen die Gelegenheit zu ersten Kontakten mit Mitreisenden. Der eigentliche Check-in verläuft dann ganz professionell. Niemand fragt nach der erforderlichen Gelbfieberimpfung, dafür werden aber unsere Pässe gleich eingezogen. Danach werden wir auf Deck 9 zum Lunch gebeten, denn noch sind unsere Kabinen nicht bezugsbereit.

    Der erste Eindruck vom Schiff und eines seiner Restaurants ist sehr positiv. Die angebotenen Speisen sind lecker, die alkoholfreien Getränke – Diet Coke, Wasser und Icetea – kostenfrei.

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    Nach einer knappen Stunde verkündet eine Stimme durch den Lautsprecher, dass alle Penthouse- und Concierge-Kabinen jetzt bezogen werden können. Also nichts wie hin. Unsere Kabine 7047 befindet sich mittschiffs auf Deck 7 auf der Steuerbordseite. Sie macht sofort einen sehr gepflegten Eindruck auf uns. Zur Begrüßung gibt es zudem eine Flasche Champagner im Eiskübel. Sehr nobel!

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    Die Kabine ist zusammen mit dem Balkon etwa 20qm groß. Die nächste Kategorie „Penthouse“ ist 10qm größer, kostet aber auch knapp 1.000€ mehr pro Person. Wir sind mit unserer Entscheidung zufrieden. Der Schrankplatz ist ausreichend, das Bett macht einen perfekten ersten Eindruck, das Bad ist klein, aber gut ausgestattet (Bulgari – Toilettenserie) und erscheint völlig ausreichend.

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    Damals (2011) gab es nur eine Dusche mit Duschvorhang. Leider sah ich zunächst nur einen der üblichen Schlauchföne und war schon leicht verärgert, weil ich am Schreibtisch keinen weiteren entdeckte. Das Problem erledigte sich aber rasch durch das herbeigerufene Zimmermädchen, die einen „normalen“ Fön vorbeibrachte. Alles andere war in Ordnung.

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    Lediglich die Tresoranweisung schien nicht ganz zu stimmen. Aber auch das war schnell geklärt. Und nun? Ich schickte Roland auf Gepäcksuche, denn es stapelten sich im Gang auf Deck 7 bereits zahlreiche Koffer. Bevor diese abschließend den jeweiligen Kabinentüren zugeordnet wurden, hatte Roland unsere Eastpaks bereits ausfindig gemacht. Und schon eine Stunde später hatte ich den Inhalt der drei Gepäckstücke in die Schränke verteilt und die leeren Koffer unter das große Bett geschoben.

    Fortsetzung folgt

    LG
    Siegrid

  • Hey Siegrid uschisiggi , ich bin auch gerne mit dabei. Indischer Ozean geht immer!!!

  • uschisiggi

    Natürlich bin ich auch dabei - welche Frage!! :love:

    Liebe Grüße
    Tanja


    Kommt noch: ^^

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    Islands Naturwunder


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    Mit der Amina auf der Donau


    Leider vorbei: :(

    2014 Kanaren – MS1
    2016 Großbritannien / Irland – MS1
    2017 Karibik / Mittelamerika – NCL Pearl
    Forenausflug nach Papenburg
    Schallwellen - Festival auf See - MS3

    Hurtigruten - die schönste Seereise der Welt! - MS Kong Harald

    2018 Kanaren mit Madeira - AIDA Sol

    2019 Queen Mary - Hamburg - Southampton

    2020 AIDAmar - von Mallorca nach Hamburg

    2021 Artania - Durch die Fjörde Norwegens

    Weihnachtsmärkte am Rhein mit MS Alena

    2022 Amera - Fjördnorwegens feinste Adressen

    Von Hamburg nach Mallorca mit der MS3

    Christmas Shopping in den Niederlande mit MS Asara

    2023 Rund um Irland mit der Norwegian Star

    Norwegen mit Schottland mit der MS3

    2024 Grönland extrem - MS Hamburg

    Kleine Auszeit im Advent mit der MS Artania

    2025 Alaska mit der Queen Elisabeth von Cunard

    2026 Großbritannien und Norwegen mit AIDA Sol

  • Auch von mir ein herzliches Dankeschön, dass Du Dir die Mühe machst, den Reisebericht nochmal neu zu schreiben. Ich freue mich sehr, Tag für Tag diese Reise mit Dir und Roland erleben zu dürfen....

  • Heute Nacht liegt die Nautica noch im Hafen, erst morgen gegen 18h verlässt sie Dubai mit Ziel Fujairah / VAE.

    Da unsere vier deutschsprechenden Mitreisenden (die wir bislang nur über ein Forum kennen) erst heute Nacht eintreffen werden, beschließen wir, individuell an Land zu gehen. Taxis gibt es genug, allerdings haben sie alle bereits ein Startgeld von 20 Dirham auf dem Taxameter. Wir lassen uns in ca. 20 Minuten zur Dubai-Mall fahren und zahlen dafür 45 Dirham. Dass es auch hier einen kostenlosen Shuttle-Bus zur Mall gegeben hätte, haben wir noch nicht mitbekommen.

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    In der Mall fällt eine Orientierung zunächst nicht leicht. Hier sind unter einem Dach 1.200 Geschäfte angesiedelt, dazu ein riesiges Aquarium und weitere Unternehmen für Freizeitaktivitäten aller Art.

    Im Kellergeschoss finden wir den Schalter vom „At the Top“ Burj Khalifa. Dort können wir bereits heute unsere Internetbuchung gegen Vorlage unserer Pass-Kopie (immer gut, so eine dabei zu haben, denn der Originalpass wird ja im Nautica-Office verwahrt) in für morgen um 11.30h gültige Tickets eintauschen.

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    Anschließend machen wir uns noch ein wenig mit der Umgebung vertraut und suchen auch einen Geldautomaten, den wir schließlich im Tiefgeschoss finden. Die Temperatur ist mit vielleicht 25 Grad angenehm, das Licht ist perfekt. Es gelingen einige schöne Fotos vom Burj Khalifa, dem aktuell höchsten Gebäude der Welt mit 828m. Wir überlegen kurz, ob wir auf den Start der berühmten Wasserspiele warten wollen, beschließen dann aber doch, wieder per Taxi zur Nautica zurückzufahren.

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    Die letzte Nacht war doch sehr kurz, und wir sind außerdem gespannt auf unser erstes Abendessen an Bord.

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    Um 19h begeben wir uns zum Grand Dining Room, wo uns ein Zweiertisch zugewiesen wird. Vom auch bereits belegten Nachbartisch kommen vertraute Laute in Deutsch. Da lernen wir gleich am ersten Abend zwei der weiteren siebzehn deutschen Gäste kennen.

    Die Speisekarte ist übersichtlich, aber nur in englischer Sprache erhältlich. Man entscheidet sich für ein bis drei Vorspeisen, ein von vier Hauptgerichten und ein von vier Desserts. Die dazugehörigen Getränke sind kostenfrei, sofern sie keinen Alkohol enthalten.

    Wir entscheiden uns für San Pellegrino (Wasser) und lassen es uns schmecken. Zum Abschluss dann noch einen doppelten Espresso, auch dieser ist inklusive. Fotos vom Abendessen habe ich am ersten Tag nicht gemacht.

    Und das Publikum bzw. der Dresscode an Bord: Gepflegt, aber immer ohne "Schlips und Kragen", für uns die perfekte Art zu cruisen.

    Danach besuchen wir die Martini-Bar auf ein Bier (6 US$ plus 18%) und einen Martini (9,75 US$ plus 18%). Heute gibt es noch keinen Cocktail of the day, der ab morgen dann deutlich günstiger angeboten wird mit 4,75 US$ plus18 %. Es geht dann sogar noch günstiger zur happy hour um 17h. Dann gibt es zwei Cocktails zum Preis von einem!

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    Was liegt morgen an? Ausschlafen, Frühstück, Burj Khalifa, Kennenlernen unserer bislang nur virtuellen Mitreisenden, Nautica Rettungsübung und schließlich das Ablegen.

    LG
    Siegrid

  • Mittwoch, 23. November 2011

    Dubai, VAE

    Wetter: sonnig 27 Grad

    Sonnenaufgang: 6.40h Sonnenuntergang: 17.27h

    Am Morgen erwacht Roland mit leichtem Frösteln. Ist eine Erkältung im Anmarsch verursacht durch die Klimaanlagen? Wir haben eigentlich ganz gut geschlafen und freuen uns jetzt erst einmal auf unser Frühstück auf Deck 9 im Restaurant Terrace. Es ist zwar im Prinzip Selbstbedienung, aber trotzdem hat der Gast keine Möglichkeit, in den Töpfen zu rühren, vielmehr wendet man sich an das Personal, das einem wunschgemäß den Teller füllt.

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    Mir fallen gleich die vielen frischen Früchte auf: Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Ananas, Mangos, Kiwis und vieles mehr. Da fällt die Auswahl schwer. Roland entscheidet sich eher für die frisch gebratenen Rühreier. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Amerikaner scheinen auch Deftiges zu lieben, denn es gibt eigentlich jeden Morgen auch Heringsbissen und Rollmöpse.

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    Wir frühstücken an Deck auf der Terrasse. Die Alternative ist das doch stark klimatisierte Restaurant oder aber der Grand Dining Room, in dem man sein Frühstück von der Karte bestellt und dann serviert bekommt. Das haben wir allerdings auf der gesamten Reise selten gemacht.

    So langsam machen wir uns dann auch auf zur Dubai Mall. Das Taxi hat wieder 20 Dirham auf dem Taxameter. Wir treffen rechtzeitig dort ein, die Geschäfte öffnen gerade erst. In einer Geschäftsauslage sehe ich eine Armbanduhr, die mich sofort anzieht. Wir haben noch etwas Zeit, also lasse ich sie mir zeigen, überlege kurz und erwerbe diese dann. Perfekt.

    Pünktlich sind wir dann beim Zugang zum Burj Khalifa. Es geht durch mehrere Sicherheitskontrollen und Gänge entlang zum Fahrstuhl, der einen in nur 60 Sekunden in den 124sten Stock auf 452m Höhe beamt.

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    Die Aussichtplattform „At the Top“ ist unspektakulär. Es gibt nur einen kleinen Souvenirshop und ansonsten ist hier oben alles kahl, keine Sitzplätze o.ä.. Die Außenwände sind verglast, sodass es auf den Fotos sicherlich Spiegelungen geben wird.Natürlich hat man einen guten Ausblick, der noch besser wäre, wenn es nicht so dunstig wäre.

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    Aber auf das jeweilige Wetter hat man keinen Einfluss. Und wenn man kurzfristig Eintrittskarten haben möchte, weil man dies z.B. wetterabhängig macht, kosten diese mit rd. 100 € pro Person das vierfache des Internetpreises. Wir genießen natürlich trotzdem den Ausblick und meinen, man müsste hier einmal gewesen sein. In der Ferne entdecken wir sogar unsere Nautica im Kreuzfahrt-Hafen

    Da wir Dubai ansonsten schon von früheren Besuchen her kennen, beschließen wir, wieder zum Schiff zurück zu fahren und dort zu Mittag zu essen. Um 17h müssen alle Gäste an Bord sein und sind es wohl auch, denn es kommen keine Suchdurchsagen durch die Lautsprecher.

    Bevor die Nautica heute um 18h Richtung Fujairah ablegt (Entfernung nur 206 Seemeilen) findet um 17.15h die obligtorische Rettungsübung in der Nautica-Lounge und in der Musterstation A statt, an der wir natürlich auch teilnehmen. Wir verabreden uns mit inzwischen eingetroffenen deutschen Gästen zum Abendessen im Grand Dining Room und beschnuppern uns ein wenig. Leider ist Rolands Appetit stark eingeschränkt, denn er kämpft wohl wirklich mit einer Erkältung. Nach einem Cocktail of the day verziehen wir uns deshalb auch bald auf unsere Kabine.

    LG
    Siegrid

  • Donnerstag, 24. November 2011

    Fujairah, VAE

    Wetter: sonnig 27 Grad

    Sonnenaufgang: 6.37h Sonnenuntergang: 17.24h

    Die Nautica legt erst gegen 9h am Dock von Fujairah / VAE an.

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    Wir haben also keine Eile. Nach dem Frühstück beschließt Roland, lieber an Bord zu bleiben, um seine Erkältung auszukurieren und ein Sonnenbad an Deck zu nehmen. Ich entscheide mich dafür, ein deutsches Ehepaar zu begleiten. Sie wollen in ein Strandhotel. Dafür müssen wir zunächst einmal den kostenlosen Shuttle Bus vom Pier zur Lulu Shopping Mall nehmen. Zwei Wasserflaschen und ein schönes flauschiges Handtuch nehmen wir auch noch mit. Die Fahrt dauert einige Minuten und führt durch karges Land mit wenig Besiedlung. Menschen auf der Straße sind Fehlanzeige.

    Keine Ahnung, was man hier unternehmen könnte, mal abgesehen von organisierten Ausflügen, die aber mit durchschnittlich 155 US$ pro Person für 4 Stunden Safari nicht gerade günstig ausfallen. Einige andere Gäste, die auch den Shuttle Bus genommen haben, steigen bei der Mall aus, wollen sich ein wenig umsehen und berichten am Abend, dass sie bereits 30 Minuten später zurück aufs Schiff gefahren sind.

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    Uns erwarten hier zahlreiche Taxifahrer, die alle gerne auf Euro/US$ Basis einen Ausflug anbieten wollen, aber ohne das Taxameter einzuschalten. Auf Basis Dirham will uns niemand fahren. Wir suchen weiter und finden dann doch noch einen willigen Taxifahrer, der das Taxameter einschaltet.


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    Unser genanntes Ziel, das Hotel „Radisson blue“ scheint er nicht zu kennen, wir lotsen ihn trotzdem erst einmal die Küste entlang Richtung Dibbah.

    Nach gut einer Stunde Fahrt finden wir das gesuchte Hotel und können dort einen Daypass für 100 Dirham pro Person erwerben. Das Taxi kostet uns 90 Dirham. Eigentlich möchte der Fahrer sogar warten, verlangt aber dafür eine Standgebühr, die uns zu hoch erscheint. Deshalb schicken wir ihn zurück.

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    Wir genießen den feinen, weißen Hotelstrand, die bequemen Liegen und Badehandtücher. Ein Bad im Meer ist sehr erfrischend. Um 16Uhr geht es mit einem Hotelshuttle direkt zurück zur Nautica. Dafür zahlen wir dann allerdings auch 150 Dirham.

    Die Landschaft ist wenig reizvoll. Fujairah soll angeblich nur als Tankstation angelaufen werden. Das kann durchaus stimmen.

    Das Wetter war durchgehend schön, das Meer angenehm. Im Hotel wurden wir auch nach unserem Pass gefragt. Gut, dass wir wenigstens wieder eine Ausweiskopie dabei hatten. Schade, dass es schon gegen 18h stockdunkel wird.

    Um 19h sind wir wieder im Grand Dining Room (GDR) zum gemeinsamen Abendessen verabredet. Roland fühlt sich leider immer noch sehr angegriffen. Da zieht es uns erneut nach kurzer Zeit wieder auf die Kabine, wo schon die amerikanische Hauspost „Oceania Cruises CURRENTS“ wartet zusammen mit mehreren Formularen für den kommenden Indien Besuch. Lästig dieses Ausfüllen!


    Freitag, 25. November 2011

    Muscat, Oman

    Wetter: sonnig 26 Grad

    Sonnenaufgang: 6.26h Sonnenuntergang: 17.18h

    Heute erreichen wir unser Tagesziel schon kurz nach Sonnenaufgang. Wir legen bereits gegen 7h im Containerhafen an und bleiben hier in Muscat, der Hauptstadt des Oman, bis 20h.

    Jeden Abend enthalten die Oceania Cruises Currents ( das gedruckte Tagesprogramm) auch Informationen über den nächsten Hafen.

    Hier werden praktische Infos bekannt gegeben wie Name des Docks, Entfernung zur Stadt, Taxiverfügbarkeit, öffentliche Busse, Geldwechselmöglichkeiten, Tourist-Information, Dress-Code, Öffnungszeiten wichtiger Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Das nenne ich Service!

    Unser Frühstück fällt heute kurz aus, wir sind irgendwie verspätet, obwohl es erst 8h ist. Und Roland ist immer noch nicht wieder „der Alte“.

    Oceania hat diverse interessante Ausflüge im Programm, aber wir verzichten auch hier darauf vor dem Hintergrund, dass heute Freitag / Feiertag und deshalb viele Sehenswürdigkeiten geschlossen sind. Wir nehmen deshalb zunächst den Shuttle-Bus zum Mutrah Souq, der ca. 3 km vom Hafen entfernt ist.

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    Der Bazar zählt zu den interessantesten der Golf Staaten und bietet eine große Auswahl von arabischen Antiquitäten, Textilien, Gold- und Silberschmuck an. Pashmina-Schals sollen hier sehr günstig zu erwerben sein. Aber heute ist Freitag! Nur wenige Shops haben – vorwiegend wohl für die erwarteten Kreuzfahrtgäste – geöffnet, die meisten Omani zieht es in die Moscheen.

    Wir machen einige schöne Fotos. Die Frauen zeigen sich auch hier nur verschleiert, die Männer tragen sowohl weiße Kaftans als auch westliche Kleidung. Auffallend schön sind deren weiße, kunstvoll bestickte „Käppis“. Wir haben keine Landeswährung eingetauscht und können daher nur schauen, aber wirklich shoppen wollen wir auch gar nicht.

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    Beim Bummel durch den Souq treffen wir auf unsere Mitreisenden und lassen uns von einem Bekannten, der über Omani Rials verfügt, auf einen Tee einladen. Eigentlich hat der Restaurantbesitzer ja beteuert, über kostenloses wifi zu verfügen, aber mein Smartphone reagiert nicht. Vielleicht mögen auch Omanis – wie viele andere Asiaten - nicht „Nein“ sagen? Ein paar Meter weiter finden wir dann aber ein Internet-Café, in dem wir die aktuellsten Emails abrufen.

    Für einen Ausflug mit einem Taxi können wir uns eigentlich nicht so recht erwärmen, da hätten wir wohl gleich morgens durchstarten müssen.

    Deshalb beschließen wir, zum Mittagessen den Shuttle-Bus zurück an Bord zu nehmen, denn die wenigen geöffneten Läden im Souq machen zwischen 12h und 16h auch noch eine ausgiebige Mittagspause.

    Der indische Papierkram will noch erledigt werden, Wäsche soll vielleicht gewaschen werden (Chips für Waschmaschine und Trockner gibt es für je 2 US$ an der Rezeption) und außerdem wollen wir auch noch Innenaufnahmen von der Nautica machen.

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    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (17. Februar 2023 um 16:22)

  • Beim Mittagessen erhalten wir vom Personal spontan eine Einladung ins Toscana-Spezialitäten-Restaurant zum Abendessen. Es scheint noch nicht ausgebucht zu sein. Wir sagen zu und haben später auch eine schriftliche Bestätigung in unserer Kabine vorliegen. Die Organisation an Bord klappt perfekt.

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    Überhaupt haben wir uns auch wieder über die kostenlose Mitnahmemöglichkeit von Wasserflaschen gefreut. Und auch die superflauschigen Badetücher kann man jederzeit mit von Bord nehmen ohne dafür eine Unterschrift leisten zu müssen. Das scheint auf anderen Schiffen unvorstellbar.

    Um 16h wird die „teatime“ im Horizons eingeläutet. Da müssen wir hin, sagt Roland, der bereits gestern dieses Event getestet hat.

    Wir werden mit Livemusik vom Dominanta String Quartett - vier junge Geigerinnen spielen klassische Musik – empfangen. Die Tische sind nett eingedeckt, die Ober tragen weiße Handschuhe und bieten eine große Auswahl an Teesorten an. Dazu werden Teekannen mit heißem Wasser aus dem Samowar gereicht.

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    Mehrere andere dienstbare Geister bieten kleine Kanapees und leckere Sandwiches an. Aber Roland freut sich ganz besonders auf die Rollwagen mit dem Teegebäck. Auf vier Ebenen gibt es Köstlichkeiten aller Art, da fällt die Auswahl mehr als schwer.

    Um 17h schließt sich gleich die Happy Hour – hier und im Martinis – an. Da gibt es alle Getränke doppelt zum Preis von einem. Wir testen auch dieses Angebot und begeben uns anschließend in den Computerraum auf Deck 9. Hier befinden sich ca. 30 PC und Igor, ein nicht so ganz freundlicher Internet-Offizier. Vielleicht scheint es auch nur so, denn er nuschelt kräftig und antwortet eigentlich immer nur mit „sure“. Schnell finden wir heraus, dass man nur hier im PC-Raum an den dort angeschlossenen Geräten seine an die jeweilige cruisemail-Adresse weitergeleiteten Emails kostenlos abrufen kann. Will man seinen eigenen Laptop nutzen, geht dies leider nur kostenpflichtig.

    Das war die Kommunikations-Situation 2011, heute sieht das Ganze mit Sicherheit anders aus.

    Was könnte man sonst so noch an Bord machen, wenn man nicht an Land gehen möchte?

    Sich an der Rezeption Rätsel abholen und lösen,

    Indoor Golf-Abschläge üben,

    Tischtennis,

    Bridge oder

    Shuffleboard spielen.

    Oder natürlich auf dem Sonnendeck 9 eine der wunderbar weichen Liegen benutzen, lesen, dösen,

    den kleinen Swimmingpool oder die beiden whirlpools testen.

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    Dann gibt es noch ein Fitness-Studio,

    einen kleinen Fitness-Parcours und

    nicht zu vergessen das CanyonRanch Spa.

    Ach ja, ferner gibt es noch zwei Shops auf Deck 5 mit Kleidung, Kosmetika und Schmuck sowie ein Casino und eine gut sortierte Bibliothek. Langeweile sollte da nicht aufkommen.

    LG
    Siegrid

  • oh, Siegrid, ich glaube, Du hast uns den Donnerstag unterschlagen ;)

  • Danke für die Mühe und auch für die Motivation über eine länger vergangene Reise nochmal einen Reisebericht zu schreiben! <3

    Mich interessiert neben den Destinationen (die uns teilweise bekannt sind) auch sehr das Schiff. Über Oceania liest man (ich) ja nicht so oft.

    relativ neu hier im Forum, aber nicht in der Kreuzfahrtwelt ;)

  • oh, Siegrid, ich glaube, Du hast uns den Donnerstag unterschlagen ;)

    Tatsächlich, gut aufgepasst liebe Michaela Romisija

    Das kommt davon, wenn man zwischendurch abgelenkt wird mit so Lappalien wie Hausarbeit. Damit das aber chronologisch bleibt, ergänze ich doch einfach den obigen thread # 33


    Ist jetzt sogar auch schon erledigt, also oben ergänzt. Ich hatte keine Kamera dabei, nur mein damaliges einfaches Smartphone von Blackbarry und deshalb auch nur ganz wenige Aufnahmen gemacht.

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (17. Februar 2023 um 16:26)

  • Du wolltest doch nur testen, ob wir auch aufmerksam mitlesen :S . Ganz toll Dein Bericht bisher :)

  • Heute Aufnahmen vom Abendessen im Toscana Spezialitäten-Restaurant. Kostenlos, aber (zum Teil auch schon vorab von zu Hause) Reservierung notwendig.

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    Gegen 21.30h findet dann eigentlich immer eine einstündige Abendveranstaltung mit wechselnden Künstlern in der Nautica Lounge statt. Heute steht „Showstoppers“ auf dem Programm, eine musikalische Reise durch 50 Jahre Broadway Musicals mit den vier Nautica-Sängern Margaret Lynn, Amanda Smith, George Papas und Jonathan Juarbe. Anschließend hat man noch die Gelegenheit den Rest des Abends im Horizon zu verbringen.

    Heute Nacht müssen wir die Uhren eine weitere Stunde vorstellen. Diese Information hatten wir bereits in der aktuellen Bordinfo gelesen, zusätzlich liegt jetzt aber auch noch ein Reminder auf dem Bett als wir vom Abendessen zurückkommen.

    Fortsetzung folgt...

    LG
    Siegrid