Reisebericht Großbritannien mit Irland vom 04.05. bis 16.05.2018

  • Das war doch mal ein entspanntes Kofferpacken ohne Kofferwaage und ewigem Überlegen, welche Teile packe ich wieder aus, damit endlich das von der Airline festgesetzte Höchstgewicht nicht überschritten wird. Unsere Reise startete und endete in Bremerhaven und so konnten wir mit dem eigenen Pkw an- und abreisen.


    Und das war unsere Reiseroute:


    Anreise: Bremerhaven, Abfahrt: 19.00 Uhr

    1. Tag: Seetag

    2. Tag: Invergordon (Schottland), Ankunft: 7.30 Uhr, Abfahrt: 19.00 Uhr

    3. Tag: Seetag

    4. Tag: Greenock (Schottland), Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 19.00 Uhr

    5. Tag: Belfast (Nordirland), Ankunft: 8.00 Uhr, Abfahrt: 19.00 Uhr

    6. Tag: Dublin (Irland), Ankunft: 8.00 Uhr, Abfahrt: 22.30 Uhr

    7. Tag: Holyhead (Wales), Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 18.00 Uhr

    8. Tag: Cobh (Irland), Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 18.00 Uhr

    9. Tag: Seetag

    10. Tag: Southampton (England), Ankunft: 7.00 Uhr, Abfahrt: 20.00 Uhr

    11. Tag: Seetag

    12. Tag: Bremerhaven, Ankunft: 5.30 Uhr


    Am Vortag unserer Reise warfen wir einen Blick auf die Webcam der Mein Schiff 3 und stellten fest, dass sie gegen Mittag immer noch im Hafen von Southampton lag. Eigentlich hätte sie schon längst auf dem Weg nach Bremerhaven sein müssen. Dank Internet erfuhren wir, dass sich aufgrund eines Todesfalles an Bord und Reparaturarbeiten an einem Wassertank das Auslaufen verzögerte und die Mein Schiff 3 auf keinen Fall Bremerhaven pünktlich erreichen würde. Wir wurden am späten Nachmittag von TUI Cruises per Mail über die verspätete Ankunft des Schiffes gegen 17.00 Uhr informiert. Der Check-in wurde von 13.00 Uhr auf ca. 18.30 Uhr verschoben und bis spätestens 22.00 Uhr sollten wir uns beim Check-in einfinden. Von der Firma Kühne und Nagel, bei der wir den Parkservice gebucht hatten, erhielten wir die Nachricht, dass die Abgabe des Fahrzeuges trotzdem ab 11.00 Uhr möglich wäre.


    Da wir den Anreisetag noch in Bremerhaven verbringen wollten, änderten wir unseren Zeitplan nicht und erreichten kurz vor 12.00 Uhr den Columbus Cruise Center. Die Entgegennahme unseres Autos erfolgte schnell und unkompliziert. Unser Gepäck konnten wir sofort im Terminal abgeben und ab 12.00 Uhr stand von TUI Cruises ein kostenloser Bus-Shuttle zu den Havenwelten zur Verfügung, den wir dann auch gleich nutzten. Wir verbrachten einen schönen sonnigen Tag in Bremerhaven. Neben einem ausgiebigen Spaziergang durch die Havenwelten und die Fußgängerzone genossen wir den tollen Ausblick vom Panoramadach des Atlantic Sail Hotels und besuchten den Zoo am Meer.







    Gegen 16.00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum Cruise Center. Dieses mal ging es bei dem herrlichen Wetter auf dem Deich zu Fuß zurück und wir erreichten nach ca. 25 Minuten den Kreuzfahrt-Terminal. Und die Mein Schiff 3 war tatsächlich gerade dabei anzulegen.




    Im Kreuzfahrt-Terminal hatte sich zwischenzeitlich schon eine ganz schöne Menge an Menschen angesammelt. Es war kaum noch ein Sitzplatz frei und die Gastronomie im Terminal war heillos überfordert und schon fast leer gekauft. Daher beschlossen wir, lieber noch ein bisschen Zeit an der frischen Luft in der Sonne zu verbringen und spazierten Richtung Überseehäfen bis zum Container-Aussichtsturm. Ein Cafe oder eine Gaststätte konnten wir leider nirgendwo entdecken. In den Überseehäfen liegen viele Containerschiffe. Wir stiegen also erst einmal auf den Aussichtsturm und hatten von dort einen weiten Blick über das Hafengelände. Die Mein Schiff 3 konnten wir nicht so gut sehen, aber wir entdeckten etwas anderes von oben, ein Gebäude mit einer schönen Gartenanlage. Ob man dort wohl etwas zu trinken bekommt? Und ihr werdet es nicht glauben. Dieses Gebäude war die Seemannsmission. Na ja, bei der bevorstehenden 7. Kreuzfahrt kann man sich doch wohl als kleiner Seemann fühlen oder? Wir hatten Glück. Die Seemannsmission war für die Öffentlichkeit zugänglich und so ergatterten wir dort im Garten einen gemütlichen Strandkorbplatz mit kühlen Getränken zu sehr günstigen Preisen. Gegen 19.00 Uhr traten wir den Rückweg zum Kreuzfahrtterminal an und erschraken, dass sich die Menschenschlangen vor den Check-in Schaltern bis nach draußen auf die Parkplätze ausdehnten. Also verweilten wir erst mal eine Stunde auf dem Außenbereich des Terminals mit Blick auf die Mein Schiff 3 und schauten beim Beladen des Schiffes zu.





    Da sich gegen 20.00 Uhr die Situation im Terminal nicht verbessert hatte, beschlossen wir, uns nicht an den Check-in-Schaltern anzustellen sondern stattdessen noch ein bisschen Zeit in der Seemannsmission zu verbringen. Dort war es wenigstens nicht so überfüllt. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, dass viele Seeleute unterschiedlicher Nationen dort freundschaftlich ihre Freizeit zusammen verbrachten, gemeinsam musizierten, spielten oder auch nur gemütlich bei einem Getränk oder Snack zusammen saßen. Die Atmosphäre war auf jeden Fall viel harmonischer als im Cruise Center. Als wir dort um 21.45 Uhr erneut eintrafen, konnten wir zum Glück keine Schlange mehr auf dem Parkplatz erblicken. Die Reihe der Wartenden vor den Schaltern war noch immer ziemlich lang. Aber irgendwann mussten auch wir uns mal anstellen. Als erstes wurde mein „I love Mein Schiff“-T-Shirt, das ich an diesem Tag trug, von einigen abgenervten Gästen belächelt und es kamen schon Sprüche wie „Jetzt bestimmt nicht mehr“. Solche Aussagen konnte ich nicht bestätigen. Ich war immer noch entspannt und freute mich auf die Reise. Uns war im Vorfeld klar, dass der Anreisetag dieses Mal bei ca. 2.500 anreisenden und gleichzeitig ca. 2.500 abreisenden Gästen mit langen Wartezeiten verbunden war. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und hatten einen wunderschönen Tag in Bremerhaven. Nur die schlechte Stimmung der Leute nervte gewaltig! Ein Herr vor uns in der Schlange war nur noch am rumnörgeln, dass er so etwas bei AIDA noch nie erlebt hätte und wollte einfach nicht verstehen, warum der Check-in nicht vor Ankunft des Schiffes durchgeführt werden konnte. Die belegten Schnittchen, die von der Crew an die noch wartenden Gäste verteilt wurden, haben ihm – obwohl er sie erst aus Trotz verweigerte – dann aber anscheinend doch geschmeckt. Mit vollem Mund konnte er wenigstens nicht weiter rummeckern.

    Klar, es hätte einiges vielleicht ein bisschen besser organisiert werden können, insbesondere die überforderte Gastronomie im Terminalbereich. Es fehlten Getränke und Personal, sodass die von TUI verteilten Verzehrgutscheine wohl gar nicht alle eingelöst werden konnten. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass diese von TUI nicht im Vorfeld informiert wurden. Außerdem wurde wohl erst sehr spät an die Wartenden in den langen Schlangen Essen verteilt. Das haben wir aber alles erst aus den Erzählungen einiger Mitreisender entnommen, da wir selber nur ca. zwei Stunden im Terminal verbracht hatten. Bei machen Gästen blieb der Anreisetag leider das Hauptgesprächsthema der ganzen Reise. Das schlimmste war wohl der Mangel an Sitzplätzen im Terminal. Die abreisenden Gäste mussten zum Teil ja auch noch auf Shuttle bzw. auf neu organisierte Rückreisen per Bus oder Flug warten, sodass der Terminal völlig überfüllt war. Gut, dass wir dem ganzen entflohen sind. Die ¾-Stunde Restwartezeit in der Schlange vor dem Check-in wurde uns mit belegten Schnittchen versüßt, sodass wir auf dem Begrüßungsfoto immer noch lächelten und gegen 23.00 Uhr auf dem Schiff waren. Wir aßen noch schnell etwas im Anckelmannsplatz und machten uns dann erstmal auf den Weg zur Kabine, wo wir von unseren Koffern begrüßt wurden. Nach dem Kofferauspacken liefen wir noch ein bisschen über das Schiff, tranken noch etwas und verschwanden dann doch recht schnell in unsere Kabine. Auf’s Auslaufen um 3.00 Uhr wollten wir nicht mehr warten. Dafür waren wir dann doch zu kaputt. Die Seenotrettungsübung fand zum Glück erst am nächsten Morgen um 10.00 Uhr statt. Kurz nach 3.00 Uhr wurden wir dann noch einmal wach und hatten das Gefühl, dass sich das Schiff immer noch nicht bewegte. Da wir eine Innenkabine hatten, schauten wir mal schnell auf dem Fernseher nach und die Außenkameras zeigten immer noch die gleichen Bilder von Bremerhaven. In der Nacht träumte ich dann, dass wir am Morgen wieder in Bremerhaven wach werden und die Kreuzfahrt ausfällt…???

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • 1. Seetag am 05.05.2018


    Aber wir hatten Glück. Beim ersten Blick auf die Bilder der Außenkameras sahen wir nur noch Wasser um uns herum. Wie wir später erfuhren, hat die Mein Schiff 3 gegen 4.00 Uhr Bremerhaven verlassen. Unser Urlaub konnte jetzt also richtig beginnen. Neben Entspannen und Wohlfühlen standen heute noch zwei Pflichttermine auf dem Programm. Um 10.00 Uhr fand zunächst die Seenotrettungsübung statt und wir fanden, dass diese am Morgen nach dem Frühstück viel entspannter abläuft als am Abend vor dem Auslaufen. Die Gäste sind alle ausgeschlafen und viel besser gelaunt als bei einer Abendübung. Der zweite Pflichttermin an diesem Tag war die Einreisekontrolle durch die britischen Behörden. In der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr musste sich hierzu jeder mit seinem Pass in der Abtanz Bar vorstellen. Nach Decks aufgeteilt wurde sämtlichen Gäste vorab ein genauer Kontroll-Zeitraum mitgeteilt. Wir waren in der Zeit von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr dran und stellten uns auch ziemlich pünktlich in der lange Schlange, die sich vor dem Eingang der Abtanz Bar gebildet hatte, mit unseren Pässen an. Einige Mitreisende machten schon wieder lange Gesichter, da sie wohl sofort wieder die Check-in Wartezeiten vom Vortag vor Augen hatten. Aber dieses Mal konnte sich wirklich keiner beschweren. Innerhalb von 10 Minuten war die ganze Kontrolle erledigt. TUI-Mitarbeiter erfassten die Anwesenheit der Gäste anhand der Bordkarten und die britischen Beamten warfen einen kurzen Blick in die Pässe, alles ganz unkompliziert und schnell. Ansonsten kann ich euch zu unserem ersten Seetag nur noch berichten, dass wir bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 15 °C einen herrlichen Tag hatten, den wir hauptsächlich auf dem Sonnendeck und in der Himmel & Meer Lounge verbracht haben. Abends ging’s dann noch ins Klanghaus zum Ozeania Streichquartett, die Stücke aus Film und Broadway spielten. Wie schon bei unserer letzten Reise auf der Mein Schiff 3 haben uns die Konzerte im Klanghaus immer sehr gut gefallen und gehörten schon fast zu unserem abendlichen Pflichtprogramm.



  • Hallo Silke Muesi

    sehr schön, dass du uns wieder mit einem Reisebericht beglückst.😊

    Mit euch bin ich immer sehr gerne unterwegs.👍🏻

    LG Kaline

  • Muesi , dann komme ich mal mit Dir an Bord, bevor ich an Bord gehe ;)

  • Muesi


    Chapeau, da habt ihr echt das Beste aus der Situation gemacht!

    Bin gerne weiter dabei. So sehe ich schon mal ein bisschen von unserem nächsten Schiff:)


    LG Susanne

  • Hallo Muesi , wir waren dabei und sind auf Deinen Bericht gespannt

    10/2013 AIDA DIVA östl. Mittelmeer

    04/2014 Mein Schiff 1 Kanaren

    11/2014 AIDA DIVA Suez Kanal

    04/2015 Mein Schiff 1 westl. Mittelmeer

    09/2016 Mein Schiff 5 GB und Irland

    05/2017 Mein Schiff 5 Antalya trifft Mallorca

    10/2017 Mein Schiff 5 westl. Mittelmeer

    01/2018 AIDA Prima Kanaren mit Madeira

    05/2018 Mein Schiff 3 GB mit Irland I

    12/2018 Mein Schiff 4 Dubai mit Katar

    05/2019 Mein Schiff 3 Von Mallorca nach Bremerhaven

    07/2019 Mein Schiff 3 Norwegen mit Nordkap IV

  • Ich bin auch dabei!:)


    Da freue ich mich schon so lange drauf, dass Ihr jetzt von diesen tollen Großbritannien Reisen berichten könnt und damit meine Vorfreude auf nächstes Jahr steigert :)


    Vielen Dank für deine Mühe und die ausführliche Berichterstattung :thumbup:


    Und ich finde, Ihr habt das am Anreisetag genau richtig gemacht, habt das Beste aus der Situation gemacht und euch damit einen schönen Tag beschert, anstatt sich nur auf das Dilemma zu konzentrieren und rumzunörgeln ..

    es passieren eben manchmal unvorhergesehene Ereignisse und hinterher kann man es immer besser machen.


    Grüße Katy

  • Muesi


    Hallo Silke,


    Danke für deinen Bericht von der Tour, über die wir auch immer mal wieder nachdenken. Wir sind echt gespannt auf eure Erlebnisse und Eindrücke.


    Übrigens: gut dass du nicht geträumt hast, mit dem Nörgler eine Innenkabine teilen zu müssen 8|


    Eure Einstellung bei der Anreise finden wir klasse, was nicht zu ändern ist, ist halt so. Schön, dass ihr trotz allem so entspannt eure Reise beginnen konntet.


    LG

    Harald

  • Muesi


    oh wie schön, ich bin gerne mit dabei. Bald geht es auch für uns ab Bremerhaven los, ich freue mich schon sehr auf diese Stadt.

    Die Kollagen sind mal wieder klasse, da steigt die Vorfreude.:love:


    Euer Anreisetag zeigt, dass es immer auf einen selbst ankommt, ob man etwas negativ oder positiv erlebt. Schön, was ihr aus diesem Tag gemacht habt, eure Einstellung finde ich klasse.


    LG Andrea

  • Hallo Muesi ,


    auch ich komme gern mit auf deine Reise und freue mich über den RB.

    Sicherlich bekomme ich wieder einige Informationen und Tips für unsere Reise im kommenden Mai.

    Für unseren Aufenthalt in Lissabon in diesem Jahr hatte ich mir auch einiges aus einem Bericht von dir notiert.

    Bei deinen Bildern von Bremerhaven werden bei uns Erinnerungen wach, wir finden besonders die Havenwelten mit allem, was dazu gehört, sehr schön.

    Prima, das ihr den Tag so gut genutzt habt und dem Stress entflohen seit.

  • Schön, dass so viele meinen Reisebericht lesen :)!


    Kaline

    Ich bin ebenfalls sehr gerne mit euch unterwegs und freue mich schon auf deinen nächsten Reisebericht (statt Westeuropa jetzt Amerika? ;))


    Tina28   Katy Nitsrek8

    Auf die Reise rund um Großbritannien könnt ihr euch wirklich freuen. Wir würden sie jederzeit wiederholen!


    Susi66

    Wir sind jetzt das zweite Mal mit der Mein Schiff 3 gefahren und es hat uns wieder sehr gut gefallen. Unsere Lieblingsbar ist die Himmel & Meer Lounge und wir finden das Klanghaus total genial.


    diego2013

    Dann sind wir uns während der Cruise bestimmt irgendwo einmal über den Weg gelaufen. So groß ist das Schiff ja nicht ;)!


    NiHa

    Nörgler haben auf so einer tollen Reise in unserer Innenkabine nichts zu suchen ;)!


    andreaO

    Ich bin schon ganz gespannt, wie euch die Route Bremerhaven-Mallorca gefällt. Ich wünsche euch eine unvergessliche Kreuzfahrt!


    Isuledda99   Susi66   Katy   NiHa   andreaO   Nitsrek8

    Dank des schönen Wetters, der Havenwelten und insbesondere der Seemannsmission war es überhaupt kein Problem, die Wartezeiten zu überbrücken.


    Dann werde ich jetzt mal weiter berichten:

  • Invergordon (Schottland) am 06.05.2018


    Eine Stunde vor der geplanten Ankunft (7.30 Uhr) in Invergordon machten wir uns auf den Weg zum Pooldeck, da wir das Einlaufen in den Meeresarm des Moray Firth live miterleben wollten. Das Wetter konnte uns noch nicht wirklich begeistern. Es war ziemlich diesig und frisch. Trotzdem war es sehr interessant durch die von Ölindustrie geprägte Landschaft zu fahren.




    Wir hatten für diesen Tag einen Ganztagesausflug über TUI gebucht, der aber erst um 9.30 Uhr startete. Nach dem Anlegen hatten wir also noch ausreichend Zeit, in Ruhe zu frühstücken. Treffpunkt für unsere Ausflüge war bei dieser Reise immer die Schau Bar. Nachdem der Ausflug dort aufgerufen wurde, holten wir uns bei den Reiseleitern gegen Vorlage der Ausflugstickets unsere Busnummern ab und konnten selbstständig zum Bus gehen. Dieses neue Verfahren finden wir viel praktischer als die Variante, bei der sämtliche Ausflugsteilnehmer hinter dem Reiseleiter durchs Treppenhaus hinaus bis zum Bus strömen. Die Tour startete pünktlich und der Bus brachte uns zunächst zum ca. 25 km entfernten Schloss Cawdor Castle, das inmitten der idyllischen, schottischen Highlands liegt. In diesem Schloss soll sich einst Shakespeares berühmte Tragödie Macbeth zugetragen haben. Wir wurden von einem Dudelsack-Spieler begrüßt und hatten ausreichend Zeit (ca. 90 Minuten) das Schloss von innen und den gesamten Park und Garten in Eigenregie zu besichtigen. Es hat uns dort sehr gut gefallen.






    Anschließend ging es nach Inverness. Die Stadt liegt ca. 35 km von Invergordon entfernt und ist mit 65.000 Einwohnern die größte Stadt Nordschottlands. Der Bus hielt an der St. Andrew’s Cathedral. Wir bekamen einen Stadtplan ausgehändigt und hatten wieder ca. 90 Minuten Freizeit. Sehr beeindruckend fanden wir dort das Inverness Castle, das auf einem Hügel oberhalb des Flusses Ness liegt. Wir stiegen auf den Burgturm und hatten einen schönen Blick über die Stadt. Es folgte noch ein kleiner Spaziergang und eigentlich wollten wir auch noch eine Kleinigkeit essen. Aber dazu reichte die Zeit leider nicht aus. Der Aufenthalt in dieser schönen Stadt war aus unserer Sicht leider zu kurz. Hier hätten wir es noch ein bisschen länger ausgehalten, zumal das Wetter von Stunde zu Stunde besser wurde.







    Von Inverness aus brachte uns der Bus zum eigentlichen Highlight dieses Ausfluges, dem berühmten Süßwassersee Loch Ness, der etwa 50 km von Invergordon entfernt liegt. Mit einer Länge von 37 km, einer Breite von 1,5 km und einer Fläche von ca. 55 km² ist er der zweitgrößte See Schottlands. Nessie haben wir leider nicht entdeckt. Schade, dass wir nicht Haribo Color-Rado dabei hatten. Dann hätten wir durch das ausgefallene Mittagessen nicht nur unseren Hunger gestillt sondern hätten vielleicht auch noch ein Lockmittel für das Seeungeheuer gehabt ;). Auf jeden Fall hatte sich der Besuch auch ohne Nessie gelohnt. Die Seelandschaft mit dem Urquhart Castle im Vordergrund war grandios, besonders bei dem tollen Wetter. Die Zeit von ca. 90 Minuten zur freien Verfügung war zur Erkundung des Sees und des Schlosses ausreichend.





    An diesem Ausflug hat uns besonders gut gefallen, dass wir vor Ort immer alles in Eigenregie machen konnten. Ausreichende Informationen erhielten wir von einer deutsch sprechenden Reiseleiterin im Bus. Es war alles gut durchorganisiert und wir können die Tour uneingeschränkt weiterempfehlen. Nach diesem Ganztagesausflug verblieb keine Zeit mehr, die Hafenstadt Invergordon zu erkunden. Lt. Tagesprogramm fand um 17.45 Uhr auf dem Pooldeck eine schottische Showeinlage mit einer lokalen Folklore-Gruppe statt. Das haben wir durch den Ausflug leider verpasst. Pünktlich um 19.00 Uhr legten wir ab und eine Gruppe von Dudelsack-Spielern verabschiedete uns.




    Am Abend stand für uns ein Besuch des Theaters auf dem Programm. Dort fand eine Show der Artisten statt, die uns sehr gut gefallen hat. Nach der Show tranken wir noch einen Absacker in der Meerleben Bar und konnten dort das Ende des Konzertes des Ozeania Streichquartetts genießen. Es war ein rundum gelungener Tag.

    In unserer Kabine stand an diesem Abend eine mit Schokolade gefüllte Mein Schiff-Tasse. In einem beigefügten Schreiben entschuldigte sich die Mein Schiff Crew für die Unannehmlichkeiten während der Anreise und wünschte uns eine wunderschöne Kreuzfahrt. Eine sehr nette Geste!



    2. Seetag am 07.05.2018


    Unser zweiter Entspannungstag auf See begann mit kühlem und diesigem Wetter, sodass wir den Vormittag hauptsächlich an meinem Lieblingsplatz, der Himmel & Meer Lounge verbrachten. Am Nachmittag hatten wir dann wieder einen strahlend blauen Himmel, aber für ein Sonnenbad auf dem Pooldeck war es einfach zu kalt (max. 11 °C). Wie immer an Seetagen stand für uns Entspannen im Vordergrund. Einziger Programmpunkt am Abend war für uns der Besuch des Konzertes „Tango & more“ des Ozeania Streichquartetts im Kanghaus.



  • Muesi

    da springe ich doch schnell mit auf und freue mich auf deinen Bericht. Es fängt ja schon mal spannend an.

    Ich hoffe ich habe euch das Schiff sauber übergeben;).

    Da habt ihr ja das Beste in Bremerhaven draus gemacht. Wir waren mit der Abwicklung von unserer Seite sehr zufrieden. Wir sind auch sehr spät vom Schiff runter...erst als bereits so 2000 Passagiere das Schiff verlassen haben. Wer hören kann- ist klar im Vorteil. Immer wieder kamen bei uns Durchsagen, man sollte sich noch etwas gönnen und sich Zeit lassen- die Busse warten...von unserer Seite aus war es eine Glanzleistung..

    Was habt ihr als Entschädigung bekommen? Nur die Tasse?

    Sebastian Fitzek....so so...bei meiner Reise habe ich grade Passagier 23 gelesen als wir in lag Southampton lagen- was für ein mieses Karma und ich war auch auf Deck 9.;(;(;(

    Welches Programm nutzt du für die Collagen? Pip? Sie kommen sehr gut rüber. Meine Lieblingsapp für Collagen ist Photowonder aber da ist immer die Werbung drauf. Denke mal auch schlecht...Ich suche jetzt noch eine ohne Werbung.

    Deine Bilder sind auch größer wie meine. Fügst du diese so ein oder noch mit picr? Muss bei mir noch dran feilen, wenn ich wieder Berichte einstelle.

    Dein Bild mit dem Teich und den Bäumen :thumbup::thumbup::thumbup:wow...diese Farben und Kontraste. Überhaupt die Mischung aus Bildern und Collagen gefällt mir sehr.

    Liebe Grüße Sylvi

  • Liebe Susanne Susi66 !

    Mit dem Wetter hatten wir auf der Reise ziemlich Glück, obwohl es oft bedeckt war. Richtig verregnet war eigentlich nur der Nachmittag in Belfast. Ich glaube, bei einer Großbritannien-Kreuzfahrt kann man im Vorfeld gar nicht so genau sagen, welcher Monat wohl die beste Reisezeit ist. Regenkleidung und vor allem auch wärmere Kleidung sollte man immer mit einpacken. Es war auf jeden Fall keine Badereise. Bei trockenem Wetter kann man es auf dem Pooldeck aber auch sehr gut mit einer Wolldecke auf der Liege aushalten.


    Liebe Sylvi Morgensonne !

    du hast das Schiff sauber, aber ein bisschen spät übergeben ;)! Wie ich bereits in deinem Reisebericht gelesen habe, war der Ablauf für die abreisenden Gäste wohl besser organisiert als für die neu Anreisenden. Aber wir haben uns ja davon nicht negativ beeinflussen lassen. Vielleicht hätten wir einen Beschwerde-Brief zu TUI schicken müssen, um neben der Tasse noch eine zusätzliche Entschädigung zu bekommen. Aber warum sollen wir uns beschweren, wenn wir es gar nicht als so schlimm empfunden haben? Wir haben sogar die Verzehr-Gutscheine verpasst, da wir uns im Cruise Center kaum aufgehalten haben.

    Sebastian Fitzek gehört im Augenblick zu meinen Lieblingsautoren. Aber da gehört schon Mut zu, Passagier 23 auf einer Kreuzfahrt zu lesen :D!

    Meine Collagen erstelle ich am iPad mit MOLDIV und die Fotos übertrage ich weiterhin mit picr mit der empfohlenen Bildgröße von 1024 Pixel.


    Das freut mich natürlich sehr, dass ihr meine Collagen gut findet. Mal sehen, ob ich weiterhin genügend Fotos ohne Personen für neue Collagen finde.


    LG Silke

  • Danke liriel für dein positives Feedback! Dass es auf dieser Reiseroute öfters mal von oben nass werden kann, muss man halt einkalkulieren ;)!

  • Greenock (Schottland) am 08.05.2018


    Eigentlich hätte es sich ja gelohnt, auch an diesem Morgen früh aufzustehen, um die Anfahrt über den Fjord Firth Clyde mitzuerleben. Aber irgendwie konnten wir uns nicht dazu aufraffen, schon vor dem Anlegen (gegen 7.00 Uhr) unsere Kabine zu verlassen. Außerdem übertrugen uns die Außenkameras auch nicht grad einladendes Wetter auf den Bildschirm unseres Fernsehers. Dann folgten wir mal ausnahmsweise dem Spruch unserer Freunde nach dem verpassten Einlaufen in die Bucht von Kotor: „Wir stehen doch nicht frühmorgens auf, um uns das Einlaufen anzusehen. Am Abend geht es doch auf dem gleichen Weg zurück. Wir konnten während des Abendessens alles gut durchs Fenster sehen.“ :/ Das Auslaufen am Abend durchs Fenster ansehen, kam für uns natürlich nicht in Frage. Aber wir haben schon in so manchem Hafen gestaunt, wie viele Gäste lieber pünktlich Abendessen gehen und dafür das Ablegen verpassen. Das kommt für uns ja überhaupt nicht in Frage. Das Auslaufen ist für mich immer Gänsehautfeeling pur.

    Also gingen wir nach dem Frühstück pünktlich zum Treffpunkt in die Schau Bar und holten uns um 9.15 Uhr die Busnummern für unseren Ausflug „Glasgow auf eigene Faust erkunden“ ab. Eigentlich hätte uns die schottische Hauptstadt Edinburgh zwar mehr gereizt, aber wegen der längeren Anfahrt haben wir uns dann doch vorrangig für Glasgow entschieden. Nach einem Bustransfer von ca. 45 Minuten konnten wir an einem zentralen Punkt (in der Nähe des George Square) aussteigen und uns blieben rund fünf Stunden Zeit, die schottische Metropole in Eigenregie zu erkunden. Wir hatten uns zu Hause bereits einen Stadtplan organisiert und einen Stadtrundgang ausgearbeitet. Zunächst sahen wir uns den George Square an und besichtigten das Rathaus von innen. An dem imposanten Gebäude lässt sich noch der Reichtum der Stadt Ende des 19. Jahrhunderts erkennen. Die Treppenaufgänge wurden mit italienischem Marmor verziert.





    Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Glasgow Cathedral. Der Stadtpatron, der hl. Mungo, gründete 543 Glasgow und errichtete auf dem Platz der Kathedrale eine erste Kirche. Sehenswert ist vor allem der auf einem Hügel neben der Kathedrale liegende Friedhof. Prachtvolle Grabsteine und Mausoleen ehren die Verstorbenen der vergangenen Jahrhunderte. Von dort hat man auch einen schönen Blick auf die Kathedrale.





    Bei leichtem Nieselregen schlenderten wir durch die Stadt und bestaunten die gewaltigen Graffitis an einigen Häusern. Als wir an der St. Andrews Cathedral am River Clyde ankamen, wurde der Regen heftiger und wir beschlossen, in der Einkaufsstraße Buchanan Street nach dem Eingang vom Lighthouse (11 Mitchell Lane) zu suchen. An dem Museum (freier Eintritt) interessierte uns hauptsächlich der Aufstieg zum Tower im 3. Stock, wo man angeblich einen 360°-Blick über die Stadt hat. Na ja, ganz so spektakulär war der Ausblick dann doch nicht.




    Weiter ging es mit dem Regenschirm in der Hand zum Royal Exchange Square, wo sich die Gallery of Modern Art mit der Reiterstatue des Duke of Wellington befindet. In der Regel sieht man das Haupt der Statue mit einer Pylone verdeckt. Ordnungsdienste entfernen wohl regelmäßig diese Kopfbedeckung, aber Unbekannte setzen sie stets wieder auf.


    Bei dem Wetter und der vielen Lauferei war nun endlich die Mittagspause fällig und da ich ja sowieso noch ins Hard Rock Cafe wollte, speisten wir dort auch gleich. Unsere gemischte Fingerfood-Platte schmeckte uns richtig gut.




    Nach einer ausgiebigen Pause und natürlich dem Kauf eines Hard Rock Cafe T-Shirts schlenderten wir noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen und gingen pünktlich zum Treffpunkt für unsere Rückfahrt. Um 15.00 Uhr startete der Bus und nach 45 Minuten Fahrtzeit erreichten wir die Mein Schiff 3. Nach einer kurzen Pause und einem kühlen Getränk auf dem Schiff überlegten wir uns dann doch noch einmal von Bord zu gehen, um das Hafenstädtchen Greenock zu erkunden. Wir spazierten bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt mit ihren vielen Kirchen und am Wasser entlang zurück zum Schiff.





    Bei bestem Wetter legten wir pünktlich um 19.00 Uhr ab und wurden wieder von einer Gruppe von Dudelsack-Spielern verabschiedet. Bei dem tollen Wetter verbrachten wir noch einige Zeit draußen am Pooldeck und genossen die herrliche Ausfahrt durch den Meeresarm Firth of Clyde.






    Neben einem tollen Sonnenuntergang erlebten wir an diesem Abend auch noch ein schönes Solokonzert (Klavier und Gesang) im Klanghaus. Im Theater wurde die Show des externen Künstlers Marcel Kösling (Comedy, Kabarett, Musik) veranstaltet. Lt. Auskunft an der Rezeption sollte auf dieser Reise jedoch noch ein weiterer Showtermin folgen, sodass wir auf einen Theaterbesuch verzichteten. Wir wollten ja schließlich keinen Terminstress im Urlaub!