11.9.2017 Sydney Kanada / Seetag
Der Wecker klingelte um 6 Uhr und riss mich aus den Träumen, wie üblich trank ich den ersten Kaffee auf dem Balkon
und war vom Wetter überhaupt nicht begeistert, hatten wir doch heute in Sydney eine Bootsfahrt auf dem
Bras-d´Or-See gebucht. Es sollte in Baddeck auf einen Segelschoner gehen. Mit Glück hätten wir Weißkopfseeadler in freier Natur gesehen und andere Wildtiere.
Nun ja, erst mal Frühstücken, das Wetter kann sich ja noch ändern. - Denkste -
Um kurz nach halb 8 Uhr in der Frühe
war auf dem ganzen Schiff ( incl. Kabinen ) die Durchsage vom Hans zu hören.
Wir können Sydney aufgrund von starken Winden nicht anlaufen. Es ist definitiv zu gefährlich ein Anlegemanöver zu riskieren. Na toll......und nun ???
Ganz traurig waren wir nicht über die Entscheidung, eine Bootsfahrt bei Wind und Regen macht garantiert keinen Spaß.
Es dauerte den halben Vormittag bis sich das Schiff, planmäßig Richtung Halifax auf den Weg machte.
Die Verzögerung lag daran, dass Kapitän AUS erst an Bord gelangen musste.
Ioannis Anastasiou befand sich im Urlaub als ihn die Nachricht erreicht für Kap. Todd Burgmann einzuspringen.
Seine Anreise nach Kanada war nicht die leichteste.
Flug von Athen nach Montreal, von Montreal weiter bis Halifax, von dort dann nach Sydney. Er staunte nicht schlecht als er sich morgens auf den Weg zum Schiff machen wollte, dieses aber noch gar nicht zu sehen war.
Ein paar Anrufe später war er schlauer und sein Agent fuhr ihn zum Lotsenboot, was ihn zum Schiff brachte. Patschnass kam er auf der MS 6 an, er hatte aber unglaublich viel Freude seit mehr als zwanzig Jahren mal wieder mit dem Lotsen fahren zu dürfen.
Was machten wir nun mit diesem angebrochen Tag???
Nix tun kann ich ja so gar nicht, okay Runde übers Schiff, vielleicht trifft man ja den einen oder anderen. Im Tagesprogramm war für den Vormittag auch nichts zu finden.
Wir trafen tatsächlich so einige Bekannte an der AAB. Läuft
Zusammen verbrachten wir dort ein paar sehr gesellige Stunden.
Mehrmals täglich erklang aus dem Lautsprecher die Durchsage, ( man sucht nach einem Ersatzhafen zum Ausweichen, die gebuchten Ausflüge werden storniert, Niemand muss deshalb extra zur Rezeption oder an den Landausflugsschalter kommen ). Okay, haben tatsächlich wohl nicht alle Passagiere auch nach der gefühlt 35 Durchsage verstanden. Immer wieder traf ich Mitreisende, mit Ausflugsabschnitten, die auf dem Weg zur Rezi waren und sich noch über die langen Schlangen dort aufregten. ![]()
Das Wetter wurde zunehmend schlechter, die Außendecks mussten gesperrt werden, der Wind pfiff ordentlich und der Regen peitschte bis an unserer Balkontür. ( Wir haben schon den langen Dachüberstand auf Deck 11
)
Spuktüten hingen auf dem Schiff und man hatte das Gefühl, die meisten Passagiere waren wohl in ihren Kabinen.
Der Seegang machte uns nichts aus, zum Glück. Bei uns machte sich nur irgendwann Langeweile breit.
Mein Mann hatte sich Nachmittags mit Bekannten verabredet, ich aber ging mal zum extra eingerichteten Skattreff in die Schaubar. Das Angebot nahmen einige Mitreisende war. Die 2 Stunden vergingen zu schnell, lustig war es.
Nur der Organisator nervte zwischendurch, er erzählte uns bestimmt 5x, TC findet garantiert keinen Ersatzhafen
Meine Laune sank dadurch merklich. Sollten wir doch nach Halifax morgen wieder 2 Seetage haben.
Um kurz vor 19 Uhr, wir saßen gerade im Atlantik zum Abendessen, erklang dann die Durchsage,
ES IST GESCHAFFT, SAINT JOHN IN NEW BRUNSWICK IST UNSER ERSATZHAFEN ![]()
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Wow TC, da habt ihr ganze Arbeit verrichtet, richtig, richtig gut ![]()
. Die Stimmung wurde schlagartig besser, was auch bei vielen Mitreisenden an den Nachbartischen zu sehen war.
Unser Abend führte uns heute ins Theater wo es die Crew Show zu sehen gab, klasse wie immer. Aschenblödel durfte natürlich nicht fehlen ![]()
Danach noch ein, zwei, drei Absacker in der Lumas Bar, schon war der Tag um.
Damit ihr ein bisschen was zu gucken habt, stelle ich noch ein paar Fotos vom Schiff ein.
ohne Worte ...
Morgen erwartet uns Halifax.
LG Kaline
- Fortsetzung folgt-
