[Reisebericht] Wildes Schottland und Island (inkl. Nachprogramm) – 27.05.-10.06.2023 – HANSEATIC spirit

  • 05.06.23: Zwischen Seydisfjördur und Bakkagerdi – Wale, Wale, Wale

    Zunächst raus auf den Spirit Walk (Deck 6). Und dort konnten wir sie sehen und auch hören, die Giganten der Meere.

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    Eine größere Gruppe von Buckelwalen befand sich vor dem Schiff bzw. auf beiden Seiten des Schiffes.

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    Sie hatten sich in mehrere Einzelgruppen geteilt und waren mit Fressen beschäftigt. Buckelwale gehören zu den Bartenwalen und ernähren sich hauptsächlich von Krill und Plankton. Ab und an gibt es aber auch mal den einen oder anderen, kleineren Fisch. Sie nehmen Krill mit viel Wasser auf, filtern die Nahrung heraus und geben das Wasser dann durch den Blas wieder ab. Deshalb brechen die Bartenwale auch immer wieder bei der Nahrungsaufnahme durch das Wasser.

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    Wir dümpelten mit unserem Schiff zwischen den Walen, seitens der Crew natürlich darauf bedacht, die Tiere nicht zu stören. Immer wieder durchbrachen die Wale die Wasseroberfläche und zeigten ihre Finne und brachten beim Abtauchen ihre Fluke schon zur Geltung. Für diesen Anblick sind Buckelwale ja auch bekannt.

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    Da es sehr ruhig war, konnte man sehr gut die Geräusche der Wale vernehmen. Sei es das Schnaufen oder das Herausblasen des Wassers. Wunderschön!!! :) :thumbup:

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    Wir wechselten dann auch den Standort vom Spirit Walk zum Oberdeck. Oben ist man zwar etwas weiter von der Wasseroberfläche entfernt, hat aber mehr Überblick, besonders zu den Seiten hin.

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    Ein majestätischer Anblick, diesen Giganten der Meere zuzuschauen. Obwohl Buckelwale mit einer durchschnittlichen Länge von 12-13m eher zu den kleineren Bartenwalen gehören, ist klein hier auch ein sehr relativer Begriff. So ein Buckelwal kann bis zu 18m lang werden und immerhin stolze 25-30 Tonnen an Gewicht auf die Waage bringen.

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    Natürlich kann man sich das stundenlang anschauen und genießen. Aber wir mussten dann doch wieder Fahrt aufnehmen. Zum einen will man die Tiere nicht unnötig lange stören. Zum anderen hatten wir noch ein Tagesziel vor uns. Und dort sollten wir vielleicht ja auch wieder Tiere beobachten können.

    Dies Walbeobachtung war für uns schon ein sehr schönes Highlight. So nah und intensiv haben wir bisher noch keine Wale zu Gesicht bekommen :love:

    Durch die Begegnung mit den Walen erreichten wir Hafnarholmi, den Hafen von Bakkagerdi, ein kleines bisschen später als geplant. Hier würden wie die letzte Zodiac-Anlandung dieser Tour haben. Die Anlandung würde uns direkt zum Puffin-Felsen bringen. Im Gegensatz zu Fair Isle auf den Shetland Inseln war dort der Zutritt reglementiert. Laut Expeditionsteam war der Zutritt auf den Holztreppen und Plattformen immer nur einer bestimmten Anzahl von Gästen gestattet. Nach einer gewissen Zeit musste man dann wieder runter, um auch anderen die Chance zu geben. Das wurde uns gestern beim Precap und heute nochmal kurz vor der Anlandung erläutert.

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    Für uns stellte sich naheliegend die Frage, ob wir dieses Mal mehr Glück als in Fair Isle haben werden und noch ein weiteres Mal auf dieser Tour Puffins sehen könnten. Vielleicht ja auch in etwas größerer Zahl …


    VG Sven

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • 05.06.23: Hafnarholmi (Bakkagerdi) – Vogelbeobachtung am Puffin-Felsen (Teil 1)

    Kurz vor 17:00 Uhr starteten die ersten Zodiac-Gruppen mit der Ausbootung. Unsere Farbgruppe war genau in der Mitte ansässig. Dann waren auch wir an der Reihe und setzten über.

    Da wir eher die Puffins sehen wollten, gingen wir auch gleich zum Aufgang, der zum Puffin-Felsen führte. Die Wanderung nach Bakkagerdi konnten wir später ja immer noch machen, wenn sich kein Puffin blicken ließ, was wir doch mal nicht hoffen wollten.

    Unten am Aufgang mussten wir ein wenig warten, da vor uns bereits zu viele Leute oben waren. Es gab auch gleich mal gute Nachrichten, das erste Exemplar lugte am Berghang bereits hervor.

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    Dann konnten wir hoch. Nach oben führten Holztreppen mit Aussichtsplattformen an unterschiedlichen Stellen sowie einem Häuschen, wo man geschützt die Vögel beobachten konnte. Im Gegensatz zu Fair Isle lief man auch nicht direkt auf dem Boden, sondern die Treppen und Plattformen schwebten über dem Boden.

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    Und so konnte man auch bereits die Puffins in Großaufnahme sehen, die unter der Treppe durchhuschten oder am Rand vor ihren Höhlen standen.

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    So schön nah konnte man die Tiere beobachten und es sah auch so aus, dass sie sich nicht groß gestört fühlten. Zumindest gingen sie unbeeindruckt ihrem Tagwerk nach.

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    Unten auf dem Wasser befanden sich weitere Puffins, richtig gehend Unmengen von ihnen. Der eine Elternteil ist den halben Tag auf dem Wasser, um zu fischen. Der andere in der Bruthöhle beim Brüten oder der Aufzucht der Jungen. Und dann wird gewechselt. Jetzt am späten Nachmittag war schon einiges los.

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    Neben den Puffins waren auch viele Eiderenten auf dem Wasser auszumachen bzw. brüteten auf einem Plateau hier oben. Dieses wurde übrigens extra für die Enten eingerichtet (und von den Eiderenten auch angenommen). Nach Ende der Brutzeit kann man so relativ einfach die weichen und begehrten Federn „ernten“. Schließlich weiß man ja, wo die Nester waren.

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    Außerdem gab es noch weitere Vögel, die hier brüteten. Zum Beispiel waren die schon bekannten Eissturmvögel wieder in großer Zahl anzutreffen.

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    Aber auch Dreizehenmöwen findet man hier.

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    Auf der oberen Beobachtungsplattform war unsere Zeit dann erstmal abgelaufen. Wir machten Platz für die nächsten Gäste. Und gingen dann zur unteren Plattform. Auch hier konnte man die Puffins recht nahe beobachten und den einen oder anderen Fotografieren. Toll! :)

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    Neben den Gästen vom Schiff, die man anhand der blauen Parkas gut erkennen konnte, hielt sich auch der eine oder andere Tourist, der auf anderem Wege angereist war, am Felsen auf. Die meisten beschäftigt mit fotografieren oder filmen.

    Wir hatten übrigens Glück, nach dem der erste Ansturm von Gästen abgeebbt war, waren gar nicht mehr so viele Schaulustige vorhanden, so dass wir wieder die kompletten Plattformen nutzen konnten. Die anderen Passagiere waren wohl nach einer kurzen Besichtigung der Vögel auf die Wanderung nach Bakkagerdi gegangen. Gut für uns, somit konnten wir eigentlich die gesamte Zeit hier am Puffin-Felsen verbringen :thumbup: …


    VG Sven

  • 05.06.23: Hafnarholmi (Bakkagerdi) – Vogelbeobachtung am Puffin-Felsen (Teil 2)

    Die meisten der putzigen Vögel verfolgen ein festes „Ritual“. Aus der Höhle herausgehen.

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    Und dann erstmal links und rechts gucken, was die Umgebung so sagt.

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    Danach das Gefieder auflockern, ein paar Flügelschläge als Trockenübung machen.

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    Tja, und dann entweder wieder zurück in die Bruthöhle. Oder Richtung Felsrand gehen. Und sich vielleicht für den Start zum Wasser fertigmachen.

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    Oder man dreht sich am Rand nur um, lässt hinten was herunterfallen und geht wieder. In der eigenen Höhle verrichtet man sein Geschäft ja keineswegs, muss alles sauber bleiben. Wenn man beim Geschäft jemanden unten erwischt, hat der Pech gehabt, nur ganz oben ist man König :D

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    Wir wollten einen der Puffins beim Starten ablichten. Aber das war gar nicht so einfach. Oft wurde der Abflug nur angetäuscht und dann doch noch mal am Gefieder gezupft.

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    Und meist flog dann der los, den man nicht im Fokus hatte. Starten und auch Landen geschieht eh in einer recht hohen Geschwindigkeit. Insbesondere die Flügel werden mit hoher Frequenz geschlagen, das hört man auch richtig, wenn man in der Nähe ist.

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    Aber auch ohne hochwertiges Start- und Landefoto sind doch einige sehr schöne Schnappschüsse gelungen. Wir hatten jedenfalls viel Spaß an diesem Puffin-Felsen. Und das entschädigte auch für den Reinfall auf Fair Isle :)

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    Einige der Vögel waren mit Sammeln von Nistmaterial oder dem Verschönern der Bruthöhle beschäftigt.

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    Ab und an kommen die Puffins auch etwas tollpatschig herüber. Da kommt man beim Laufen schonmal ins Straucheln. Aber schnell wieder aufrappeln und weitergehen. Hat ja keiner was gesehen!

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    Nach etwas mehr als 2 Stunden verließen wir dann den Puffin-Beobachtungsposten. Voll mit Eindrücken. Puffins beobachten macht irgendwie glücklich :love:

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    Es ging mit den Zodiacs zurück zum Schiff. Danach stand noch das Abendessen an. Gegen 22:00 Uhr verließen wir unsere Ankerposition und machten uns auf den Weg nach Djupivogur. Bei einem Cocktail ließen wir den Tag ausklingen …


    Was für ein Tag!!! Ein Highlight jagte das andere! Die morgendliche Fahrt durch den Fjord, die (anstrengende, aber trotzdem schöne) Wanderung in Seydisfjördur, die Buchung einer Antarktisreise. Und als absolute Highlights des Tages natürlich die Beobachtung der Buckelwale und der vielen Puffins am Vogelfelsen! Außergewöhnlich :thumbup: Und wahrscheinlich in den nächsten Tagen schwer zu toppen …


    Gelaufene/gewanderte Strecke an diesem Tag: ca. 8km


    Tiersichtungen an diesem Tag:

    • Buckelwal
    • Puffin
    • Eiderente
    • Eissturmvogel
    • Dreizehenmöwe
    • Küstenseeschwalbe


    VG Sven

  • Eure Fotos angucken macht auch glücklich. :love: :love: Was für ein unfassbares Wal-Erlebnis - bin völlig geflasht. <3 Und diese herrlichen Puffins. :love: :love: Wir waren dieses Jahr einfach 1 - 2 Wochen zu früh in diesem Paradies...

    LG Petra

    2008 Westliches Mittelmeer AIDAdiva

    2012 Transbrasilien AIDAcara

    2012 Kanaren AIDAsol

    2013 Östliches Mittelmeer AIDAdiva

    2014 Nordland mit Spitzbergen AIDAcara, Ostsee AIDAmar

    2015 Panamakanal Norwegian Jewel, Premierenfahrt Norwegian Escape

    2016 Orient Indien AIDAaura, Kiel - New York AIDAluna

    2017 Mittelmeer mit Lissabon Mein Schiff 3

    2018 Hongkong Singapur Celebrity Millenium, Rund um Großbritannien AIDAaura

    2019 Kanaren Azoren AIDAcara, Spitzbergen Island Grönland MS Hamburg - Reisebericht, Mittelmeer mit Andalusien Mein Schiff 4 - Reisebericht

    2020 Rhein südwärts AMAstella

    2021 Große Freiheit Schwedische Küste MS 6, Azoren MS Amera

    2022 Wintertraum Norwegen MS Amera, Kreta - Mallorca AIDAblu

    2023 Norwegen bis Hamburg AIDAprima, New York - DomRep MS6

    2024 Vietnam & Kambodscha Lan Diep (RB), Holland + Flandern MS Alina

  • Was für irre schöne Fotos!!!!! Danke für‘s Teilen :*

  • Ich bin total hin und weg :love: , Sven.

    Mit was für einer Kamera hast du die Puffinbilder gemacht und wie nah war das tatsächlich?

    LG Susanne

  • Hallo Susanne Susi66 ,

    erstmal Danke :)

    Hast Du die Bilder noch normal gesehen, oder hast Du jedes einzelne mühsam angeklickt?

    Nun zur Frage:

    Die Puffin-Fotos sind entstanden mit einer Nikon D750 und einem 500mm Teleobjektiv.

    Die Entfernung war im Schnitt 2-10m würde ich mal sagen (kann man beim so einem Berg/Felsen ja immer schlecht abschätzen).

    Ein paar waren aber auch näher, die konnte man aber dann mit der Konfiguration nicht mehr (komplett) ablichten - da sind 500mm zu viel. Z.B. das letzte Foto. Da habe ich den Puffin nicht komplett ins Bild bekommen, der war zu nah ;)

    Und ein paar waren natürlich auch weiter weg - z.B. die auf dem Meer schwammen.

    Zoomen war übrigens nicht möglich - die 500mm sind eine Festbrennweite.

    Und: Die Fotos sind nicht nachbearbeitet (weder in der Kamera, noch am Rechner).

    VG Sven

  • Hast Du die Bilder noch normal gesehen, oder hast Du jedes einzelne mühsam angeklickt

    Ich habe mir die Mühe gemacht und es nicht bereut. Die Bilder sind wirklich spitze.

    Ich bin ja mehr der Knipser als der Fotograf und muss leider sagen, dass meine Lumix FZ 1000 bei schönem Wetter tolle Bilder mit dem Automatikprogramm macht, aber bei bedecktem Himmel sind mir die Farben oft zu schwach. Die ganzen anderen Einstellungen sind mir zu kompliziert. Um so mehr freue ich mich, wenn dann mal ein besonders schönes Bild dabei herauskommt.

  • Moin zusammen,

    das war es natürlich noch nicht mit meinem Bericht - wäre ja auch ein jähes Ende.

    Beruflich bedingt war ich die letzten Tage aber nicht in der Lage, hier weiterzumachen.

    An alle, die den Bericht verfolgen: Es geht demnächst auch wieder weiter!

    Und es gibt durchaus noch das eine oder andere zu sehen ...

    VG Sven

  • Vielen Dank für die tollen Puffin-Fotos; wir lieben die possierlicher Vögel einfach und konnten uns gerade in Norwegen gar nicht dran satt sehen.

    Ist Dir auch das Besondere an einem Puffinfelsen im Vergleich zu einem anderen Vogelfelsen aufgefallen ? ;)

  • Ist Dir auch das Besondere an einem Puffinfelsen im Vergleich zu einem anderen Vogelfelsen aufgefallen ? ;)

    Hmmm ...

    An dem einen gibt es Puffins in großer Zahl, an dem anderen nicht? ^^

    Der Puffin-Felsen ist grüner und weicher, damit die Puffins die Höhlen besser graben können?

    Oben sind die Puffin-Felsen nicht so schroff wie die anderen?

    Oben ist nicht so viel Kot auf einem Puffin-Felsen? (Die Puffins erledigen ihr Geschäft ja nicht an Ort und Stelle, sondern rückwärtig den Felsen hinunter)

    VG Sven

  • 06.06.23: Djupivogur – Strandwanderung (Teil 1)

    Bereits am frühen Morgen hatten wir Djupivogur erreicht, der Anker wurde herabgelassen – was man in der Kabine vorne auf Deck 4 natürlich auch mitbekam. Und dann waren wir auch wach. Was aber nicht so schlimm war, unser Ausflug startete eh um 09:00 Uhr.

    Djúpivogur heißt übersetzt so etwas wie tiefer Fjord. Interessant, denn der Hafen ist eher klein, das Wasser sehr flach, so dass wir hier tendern müssen. Und weit eingeschnitten ist der Fjord, um zum Hafen zu kommen, auch nicht. Mit ca. 400 Einwohnern ist Djupivogur auch eher ein kleiner Ort – wie am gestrigen Tag bereits beschrieben - bildet der Ort zusammen mit Seydisfjördur und 2 weiteren Orten eine größere Gemeinde. Früher war Fischfang der Hauptwirtschaftszweig, inzwischen ging die Fischerei jedoch merklich zurück. Heute sind Landwirtschaft und Tourismus neben dem noch vorhandenen Fischfang die hauptsächlichen Einnahmequellen.

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    Nach dem Frühstück verließen wir auch gleich per Tenderboot das Schiff. Im Hafen angekommen sammelten wir uns am Treffpunkt für den Ausflug.

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    Wir hatten die „Strandwanderung“ gebucht. Laut Beschreibung sollte es durch den Ort gehen und dann hinaus in die Natur. Bis zum schwarzen Strand. Und dann am Meer wieder zurück. Mal sehen, ob diese Beschreibung besser zum Ausflug passt als die Wanderung in Inverewe Garden.

    Mit dem schwarzen Strand ist natürlich nicht der berühmte Diamond Beach gemeint. Der befindet sich an einer anderen Stelle in Island. Hier gibt es einfach einen schwarzen Strand. Kann aber vielleicht auch ganz schön sein.

    Wir bekamen kleine Kopfhörer nebst Empfangsgerät ausgehändigt, die man sich über ein Ohr klemmen konnte. Eine gute Idee, so kann man die Erläuterungen unserer Wanderführerin auch gut verstehen, wenn man etwas weiter entfernt ist. Und eines vorweg: das hat auch sehr gut geklappt.

    Unsere Wanderführerin war eine Studentin, die aus Djupivogur stammt und in den Ferien immer mal wieder hier vorbeikommt. Sie kannte sich hier also sehr gut aus.

    Zunächst einmal ging es durch den kleinen Ort.

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    An der Schule war mächtig was los. Es handelte sich nämlich um den letzten Schultag. Also ging es hinaus, zum Fußballspielen oder zu ähnlichen; spaßigen Aktivitäten. Ab morgen würden dann Ferien sein. Für so einen kleinen Ort sind hier sehr viele Kinder in der Schule anzutreffen. Aktuell gibt es wohl ca. 100 Schüler.

    Damit verließen wir den Ort und es ging hinaus in die freie Natur. Zunächst einen kleinen Berg hinauf, zu einem kleinen Aussichtspunkt.

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    Hier befindet sich auch ein Steinturm. Von denen gibt es mehrere in der Gegend. Im 17. Jahrhundert landeten nordafrikanische Piraten und verschleppten viele Einwohner als Sklaven. Über die genaue Bedeutung dieser Säulen/Türme ist man sich im Unklaren. Ob die als Signal für die Einheimischen da waren, dass Piraten kommen? Oder ein Signal für die Piraten?

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    Dieser kleine Berg war auch gleichzeitig der größte Anstieg während unserer gesamten Wanderung. Von nun an ging es entweder leicht bergab oder auf ebenem Geläuf. Dieses Mal also tatsächlich eine leichte Wanderung. Auch hier sind die Alaska-Lupinen in großer Zahl vorhanden. Ihre Blüte ist aber noch nicht so weit fortgeschritten wie in Seydisfjördur, was nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Hier herrschen also etwas andere Wetterbedingungen.

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    Über den Tag gesehen wurde das Wetter auch immer besser, die Sonne kam ab und an durch. Während sich die Gäste mehr und mehr ihrer Kleidung entledigten, war es bei unserer Wanderführerin genau andersherum, da wurde immer mehr angezogen: Mütze, Schal, Handschuhe usw. Tja, jeder hat ein anderes Temperaturempfinden.

    Wir erreichten der Flughafen von Djupivogur. Ich wollte schon immer mal einfach so auf dem Rollfeld laufen :D

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    Es handelt sich natürlich nicht um einen großen International Airport. Sondern um ein Rollfeld, über das z.B. Krankentransporte in größere Städte verlegt werden können. Also eher ein Not-Flughafen oder besser eine Not-Landebahn. Denn irgendwelche Gebäude sucht man hier auch vergebens.

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    Daneben in der Ferne der Ort Djupivogur mit den hohen Bergen dahinter. Eine schöne Szenerie.

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    Hinter dem Ort ragt ein hoher Berg auf, der eine Pyramidenform aufweist. Der Bulanstindur ist ca. 1000m hoch und ein beliebtes Wanderziel der Einheimischen. Diese Wanderung dürfte dann aber etwas schwieriger sein. Wir hatten Glück und sahen der Berg in seiner ganzen Pracht, ohne Wolken oder Dunst auf der Spitze.

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    Neben dem Rollfeld befindet sich ein kleiner See. Darin waren Singschwäne und der Rothalstaucher auszumachen. Der Rothalstaucher ist der Signature-Vogel der Gegend. Von letzterem haben wir leider kein schönes Foto, da wir die großen Objektive nicht dabeihatten und die Vögel nicht nah genug waren.

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    Auch wenn keine Flugzeuge zu sehen waren, kam eine Gruppe von Singschwänen in die Nähe des Rollfeldes. Vielleicht nutzen diese ja die Start- und Landebahn ebenfalls?

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    Daneben sahen wir Küstenseeschwalben, die mit lautem Geschrei angriffslustig ihr Revier verteidigten, sowie Uferschnepfen. Und kleine Vögel mit rotem Kopf, die sich auf dem Wasser befanden. Dabei handelt es sich wohl um das Odinshühnchen.

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    Auch die arktischen Weiden, im letzten Jahr in der Arktis noch die größten Bäume, waren hier zu finden. Aktuell blühten sie sogar. Sie sind hier nicht unbedingt größer als in der Arktis, es gibt aber hier durchaus größere Gewächse.

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    Am Ende der Landebahn bogen wir ab und erreichten den schwarzen Strand …


    VG Sven

  • ;) es ist sooooo leise bei Puffins....Puffins machen fast keine Geräusche. Wir fanden es so ungewöhnlich, wenn man da mal an Möwen oder ähnliche Vögel denkt. Bei unserer Tour war es richtig erstaunlich - tausende Puffins in der Luft und auf dem Wasser und kein einziges Geräusch