05.06.23: Zwischen Seydisfjördur und Bakkagerdi – Wale, Wale, Wale
Zunächst raus auf den Spirit Walk (Deck 6). Und dort konnten wir sie sehen und auch hören, die Giganten der Meere.
Eine größere Gruppe von Buckelwalen befand sich vor dem Schiff bzw. auf beiden Seiten des Schiffes.
Sie hatten sich in mehrere Einzelgruppen geteilt und waren mit Fressen beschäftigt. Buckelwale gehören zu den Bartenwalen und ernähren sich hauptsächlich von Krill und Plankton. Ab und an gibt es aber auch mal den einen oder anderen, kleineren Fisch. Sie nehmen Krill mit viel Wasser auf, filtern die Nahrung heraus und geben das Wasser dann durch den Blas wieder ab. Deshalb brechen die Bartenwale auch immer wieder bei der Nahrungsaufnahme durch das Wasser.
Wir dümpelten mit unserem Schiff zwischen den Walen, seitens der Crew natürlich darauf bedacht, die Tiere nicht zu stören. Immer wieder durchbrachen die Wale die Wasseroberfläche und zeigten ihre Finne und brachten beim Abtauchen ihre Fluke schon zur Geltung. Für diesen Anblick sind Buckelwale ja auch bekannt.
Da es sehr ruhig war, konnte man sehr gut die Geräusche der Wale vernehmen. Sei es das Schnaufen oder das Herausblasen des Wassers. Wunderschön!!!
![]()
Wir wechselten dann auch den Standort vom Spirit Walk zum Oberdeck. Oben ist man zwar etwas weiter von der Wasseroberfläche entfernt, hat aber mehr Überblick, besonders zu den Seiten hin.
Ein majestätischer Anblick, diesen Giganten der Meere zuzuschauen. Obwohl Buckelwale mit einer durchschnittlichen Länge von 12-13m eher zu den kleineren Bartenwalen gehören, ist klein hier auch ein sehr relativer Begriff. So ein Buckelwal kann bis zu 18m lang werden und immerhin stolze 25-30 Tonnen an Gewicht auf die Waage bringen.
Natürlich kann man sich das stundenlang anschauen und genießen. Aber wir mussten dann doch wieder Fahrt aufnehmen. Zum einen will man die Tiere nicht unnötig lange stören. Zum anderen hatten wir noch ein Tagesziel vor uns. Und dort sollten wir vielleicht ja auch wieder Tiere beobachten können.
Dies Walbeobachtung war für uns schon ein sehr schönes Highlight. So nah und intensiv haben wir bisher noch keine Wale zu Gesicht bekommen ![]()
Durch die Begegnung mit den Walen erreichten wir Hafnarholmi, den Hafen von Bakkagerdi, ein kleines bisschen später als geplant. Hier würden wie die letzte Zodiac-Anlandung dieser Tour haben. Die Anlandung würde uns direkt zum Puffin-Felsen bringen. Im Gegensatz zu Fair Isle auf den Shetland Inseln war dort der Zutritt reglementiert. Laut Expeditionsteam war der Zutritt auf den Holztreppen und Plattformen immer nur einer bestimmten Anzahl von Gästen gestattet. Nach einer gewissen Zeit musste man dann wieder runter, um auch anderen die Chance zu geben. Das wurde uns gestern beim Precap und heute nochmal kurz vor der Anlandung erläutert.
Für uns stellte sich naheliegend die Frage, ob wir dieses Mal mehr Glück als in Fair Isle haben werden und noch ein weiteres Mal auf dieser Tour Puffins sehen könnten. Vielleicht ja auch in etwas größerer Zahl …
VG Sven
