RB Was verbindet im Jahr 2005 "Der Tod auf dem Nil" mit der Rose von der Elbe ?

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • uschisiggi vielen Dank für die neuen Eindrücke, dieser Teil von Ägypten fehlt mir noch. Eine Flusstour könnte ich mir auch gut vorstellen.

    Ich glaube das passt auf den ganzen Kontinent, wenn man sich darauf einlässt :love:. Es ist eine komplett andere Welt, mit anderen Wertvorstellungen. Wenn man es die ganze Zeit mit dem eigenen Land vergleicht, sollte man es lieber sein lassen.

    Ich war 2x in Gambia, Marokko, Tunesien und 4x in Ägypten, schon ewig her aber unvergessen.

  • Liebe Siegrid, uschisiggi

    ich habe heute morgen alles in einem Rutsch gelesen, herrlich . . .

    Vielen Dank bis hierher, auch für die vielen Fotos.

    Gerade eben habe ich meinen RB Suezkanal mit der Serenade of the Seas aus 2013 ausgegraben.

    Wir hatten seinerzeit 3 deutschsprachige !! Landausflüge über RCCL direkt an Bord gebucht

    - von Safaga nach Luxor und das Tal der Könige, Karnak etc.

    - von Sharm el Sheik zum St. Catherine's Monastery / Sinai

    - von Alexandria nach Kairo, Nil-Panoramafahrt, Alabastermoschee und Giza mit Pyramiden und Sphinx

    Unsere Reiseleiterin Sabah war phantastisch und unser junger schicker Sicherheitsbegleiter sah unglaublich gut aus und schlief sofort ein, als sich unser Bus in Bewegung setzte 8)

    Deine Schilderungen lassen alles gerade wieder sehr lebendig werden, was für Eindrücke, man kann es nicht alles in Worte fassen. Vieles muss man einfach selber gesehen, gerochen, gehört haben . . . viele unserer Mitreisenden schliefen im Bus permanent ein - ich habe das nie verstanden. Schlafen kann ich doch zuhause!!

    Und Ja, unsere amerikanischen Mitreisenden haben auch wir sofort erkannt, Flip Flops und möglichst wenig Kleidung war sehr angesagt, ist ja auch sehr heiß da ^^

    Als wir damals bei den Pyramiden an den Händlern vorbeigingen, sagte ich so zu Volker "alles aus China".

    Du meine Güte, die Jungs hatten aber gute Ohren und fingen sofort lauthals an mich zu beschimpfen, alles Handarbeit aus Kairo, alles . . alles . .

    Was wünsche ich mir? Eine Nilkreuzfahrt, ich möchte mehr sehen, irgendwann, ob dieser Wunsch noch in Erfüllung gehen wird ?:/

    Danke und herzliche Grüße

    Nane

  • Erst einmal Dank für Deinen netten Kommentar liebe Renate Nane . Mal sehen, ob es heute noch weitergeht.

    Ein bisschen was ist ja noch zu berichten, auch ist die Titelfrage dieses Threads ja noch nicht beantwortet.

    Ok, die Rose der Elbe, das bin ich, aber der Rest... kommt noch.

    Unsere Reiseleiterin Sabah war phantastisch und unser junger schicker Sicherheitsbegleiter sah unglaublich gut aus und schlief sofort ein, als sich unser Bus in Bewegung setzte

    solche schicken Sicherheitsbegleiter hatten wir natürlich auch bei fast jedem Ausflug dabei. Die waren immer schick gekleidet, ziemlich jung und ganz stolz auf ihre blankgeputzten Gewehre. Rolands Kommentar: das sind wahrscheinlich die ersten, die ihre Haut retten, sollte es zu einem Angriff / Überfall kommen.


    Als wir damals bei den Pyramiden an den Händlern vorbeigingen, sagte ich so zu Volker "alles aus China".

    Du meine Güte, die Jungs hatten aber gute Ohren und fingen sofort lauthals an mich zu beschimpfen, alles Handarbeit aus Kairo, alles . . alles . .

    da muss man wirklich aufpassen, auf der ganzen Welt haben die Händler spitze Ohren.

    Das erinnert mich gerade an eine kleine Begebenheit in den USA. Wo genau, kann ich gerade nicht abrufen.

    Ich interessiere mich für einen blauen, kitschigen, mundgeblasenen Pfau mit Pailletten für meinen Weihnachtsbaum daheim. Mehr Kitsch ging nicht, aber gerade darum wollte ich das Tier gerne haben. Der Händler erkennt mein Interesse, Roland nervt, ich möge es sein lassen, der Händler lockt "American Style, home made, single piece" und ich kaufe schließlich mit "Zertifikat", das ich allerdings erst daheim wirklich näher betrachte.

    Von wegen single piece und home made, höchstens American style passt noch. Der Paradiesvogel wurde in good old Germany produziert von Käthe Wohlfahrt.

    Den Vogel habe ich übrigens noch immer und wertschätze ihn auch.

    Was wünsche ich mir? Eine Nilkreuzfahrt, ich möchte mehr sehen, irgendwann, ob dieser Wunsch noch in Erfüllung gehen wird ?

    Wenn der Bericht zu Ende ist, wirst Du Dir sicherlich das Komplettprogramm, also mit Nassersee wünschen und ich drücke Dir schon jetzt beide Daumen, dass dieser Wunsch dann auch irgendwann in Erfüllung gehen wird.

    LG
    Siegrid

  • Rolands Kommentar: das sind wahrscheinlich die ersten, die ihre Haut retten, sollte es zu einem Angriff / Überfall kommen.

    :D:D:D:D

    so ähnlich hatte es Volker seinerzeit auch kommentiert und schon mal ganz vorsichtig geguckt, wo und wie er denn seine Waffe/n trägt . . . so für alle Fälle . . .

  • solche schicken Sicherheitsbegleiter hatten wir natürlich auch bei fast jedem Ausflug dabei.

    Rolands Kommentar: das sind wahrscheinlich die ersten, die ihre Haut retten, sollte es zu einem Angriff / Überfall kommen.

    wie sich die Aussagen gleichen liebe Siegrid uschisiggi

    Das haben wir auch schon das eine oder andere Mal genauso gesagt - nicht nur in Ägypten.

    Auch wir waren damals von der Möglichkeit Eurer zweiten Etappe sehr angetan. Auf den Bericht freue ich mich sehr.

    Wer weiß, ob wir nicht wieder mal nach Ägypten reisen und eine Reise ab Assuan planen mit anschließendem Strandaufenthalt. Schnorcheln im Roten Meer war immer fantastisch. Besonders gerne denke ich an Sharm el Sheik und unser damaliges Hotel Rixos. Aber auch El Gouna und Nähe Hurghada die Makadi Bay gefielen uns sehr gut.

  • Montag, 11. April 2005

    Heute dürfen wir direkt einmal länger schlafen. Erst um 7 Uhr frühstücken wir, und um 8 Uhr beginnt das Programm. Direkt neben dem Schiff steigen wir in ein arabisches Segelboot ein, in Ägypten Feluke genannt.

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    Unser Ziel liegt knapp 20 Minuten Fahrzeit entfernt: die Kitchener Insel mit ihrem berühmten botanischen Garten.

    Der Name Kitchener Island stammt von dem englischen Gouverneur, Lord Kitchener, der genauso erfolgreich wie brutal gegen die damals im Sudan aufständischen Anhänger des Mahdi vorging.

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    Die Kitchener-Insel ist ein einziger Botanischer Garten mit allen möglichen Bäumen des gesamten afrikanischen Kontinents, ein angenehmer Park für den morgendlichen Spaziergang, dazu ein Refugium von Kuhreihern, die hier zu hunderten vor allem auf den Bäumen am Ufer ihre Nester bauen und deren lautes Geschnatter an das Gequake von Fröschen erinnert.

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    Auf einer Anhöhe am westlichen Nilufer liegt das Mausoleum des Aga Khan. Der 1957 gestorbene religiöse Führer der Ismailiten, der sich von seinen Anhängern in Gold aufwiegen ließ, ist hier beigesetzt.

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    LG
    Siegrid

  • Zurück auf der MS Hamees heißt es Abschied nehmen vom Nil. Unser Gepäck wird im Bus verladen, und wir steuern anschließend das berühmte Hotel „Old Cataract“ an.

    Erschwerte Sicherheitsvorrichtungen verhindern zunächst den Zutritt, erst als Herr K. seine Reiseführerlizenz beim Wachpersonal abgibt, dürfen wir passieren.

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    Das Hotel, in dem einst Agatha Christie ihren berühmten Roman „Der Tod auf dem Nil“ schrieb, erweist sich alt und ehrwürdig. Wir machen einige Fotos und dürfen dann im Garten auf einer Terrasse direkt hoch über dem Nil unsere tea-time einlegen.

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    Tee wollen wir aber gar nicht trinken, und so werden Mokka, Bier, Wasser und diverse Cocktails serviert.

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    Herr K. liest anschließend nicht nur aus dem Kaffeesatz….

    LG
    Siegrid

  • ... sondern er schreibt mir auch in das eigens von zu Hause mitgebrachte Buch von Agatha Christie „Der Tod auf dem Nil“ eine wunderbare persönliche Widmung:

    „Aus dem Anlass unseres Daseins hier im Old Cataract am Montag, 11. von April 2005, ich wünsche Dir Gesundheit, Glück, Liebe im Leben. Möge der liebe Gott aus allen ihren Tagen einen ewigen Frühling machen, Königin von Hamburg, Tochter von der Elbe. Mit den besten Glückwünschen Sobhi K.“

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    Darüber freue ich mich riesig, während die anderen Gäste sich ein wenig ärgern, dass sie nicht selbst auf so eine Idee gekommen sind.

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    Und jetzt wisst Ihr auch, was die Rose der Elbe mit dem Tod auf dem Nil für immer verbindet!

    Vorbei am alten und über den neuen Staudamm geht es jetzt zur Anlegestelle der MS Nubean Sea am Nasser See, natürlich nicht ohne einen kurzen Stopp einzulegen beim Denkmal des Staudamms und auf dem Staudamm selbst.

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    Der 1971 fertig gestellte neue Assuan Staudamm, der den Nil südlich von Assuan zum Nasser-Stausee mit einer Länge von 510 km und einer Breite von bis zu 35 km aufstaut, ist ein technisch beeindruckendes Bauwerk. Seitdem ist Ägypten nicht mehr von der jährlichen Nilüberschwemmung abhängig, aber die Hoffnungen, die man mit dem Bau des Staudamms seinerzeit verband, haben sich alle nicht erfüllt. Dutzende bedrohte Denkmäler mussten von der UNESCO vor den steigenden Fluten des Nils gerettet werden.

    LG
    Siegrid

  • Wir fahren durch ein Zollgebiet zum Anleger und können dabei die Beladung einer großen Fähre beobachten. Einmal die Woche, immer montags, fährt die Fähre voll beladen mit Waren aller Art in den südlich gelegenen Sudan. Es wuselt hier nur so vor Menschen, Karren und Säcken. Man kann kaum glauben, dass alles an Bord passt.

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    Nach dem Check-in werden uns die Kabinen zugewiesen. Zwei Familien sind im Unterdeck untergebracht, zwei im Mitteldeck. Wir erwischen das Mitteldeck. Die Kabinen sind zwar deutlich kleiner als auf der MS Hamees und als auf dem Unterdeck, dafür aber lässt sich hier das Fenster öffnen, was Roland ganz besonders wichtig ist.

    Alles in allem ist die Ausstattung auch schlichter als auf der MS Hamees, dafür verspricht das Essen aber (noch) besser zu sein.

    Lt. Herrn K. sollen alle Kabinen gleichgroß sein, aber das stimmt nicht. Wir sind am Ende des Ganges untergebracht und diese Kabinen sind eben doch deutlich kleiner als der Rest auf dem Flur, wovon wir uns durch einen Blick in geöffnete Kabinen überzeugen können.Da wir aber bei Meiers keine bestimmte Kategorie buchen konnten, besteht kein Grund zur Beschwerde, und letztendlich haben wir uns außer zum Schlafen auch kaum dort aufgehalten.

    Auch hier haben wir Vollpension gebucht, wobei die Getränkepreise deutlich höher als auf dem Nil ausfallen. Ein großes Bier schlägt hier mit 33 Pfund = 4,50 Euro zu Buch, eine große Flasche Wasser mit 8 Pfund.

    Für heute haben wir frei.

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    Wir richten uns erst einmal in unserer Kabine ein, gehen zum Mittagessen, später zur tea-time mit small-talk und gegen 20 Uhr zum internationalen Büfett.

    Die übrige Zeit verbringen wir auf dem Oberdeck. Auch hier gibt es einen (größeren) Pool, den wir im Verlauf der viertägigen Reise täglich zwecks Abkühlung mehrmals benutzen.

    LG
    Siegrid

  • Was für eine liebevolle Widmung, Siegrid . Wieder eine Erinnerung fürs Leben. :love:

    LG Susanne

  • Was für eine liebevolle Widmung, Siegrid . Wieder eine Erinnerung fürs Leben. :love:

    LG Susanne

    Das stimmt wohl liebe Susanne Susi66

    Ich hatte gerade neulich das Buch mal wieder zur Hand gehabt und mich dabei zurückgeträumt nach Ägypten. Und wenn Roland mich manchmal necken will, spricht er mich als Rose der Elbe an

    Wir gehören beide eher zu den nüchteren Menschentypen, waren dann überraschenderweise aber doch von der blumigen Ansprache durch Herrn K. ganz angetan.

    LG
    Siegrid

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    .

    Das in der Tat ordentliche, einheimische, ägyptische Bier der Marke

    STELLA

    wurde im Jahre 2002 von der Heineken Brauerei in den Niederlanden übernommen. Wobei das Stella Bier auch weiter in Ägypten gebraut wird.

    Bis heute glauben viele Touristen immer noch, es wäre ein rein ägyptisches Bier.

    Stella Bier ist bei den Touristen sehr beliebt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wupperschiff (20. Januar 2021 um 12:28)

  • Dienstag, 12. April 2005

    Heute dürfen wir schon wieder länger schlafen. Erst um 7 Uhr frühstücken wir, und um 8 Uhr starten wir zu unserer Besichtigung der Tempelanlage von Kalabsha und von Beit el-Wali.

    Die MS Nubian Sea hat frühmorgens schon ihre Position gewechselt, nun werden wir ausgebootet und von bewaffneter Touristenpolizei eskortiert an Land gebracht.

    Die beiden Tempelanlagen sind zu Fuß erreichbar.

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    Der Tempel von Kalabsha, der heute auf einer Granitkuppe unweit des Neuen Assuan-Staudamms liegt, befand sich bis 1963 etwa 40 km weiter südlich. Auch dieser Tempel wäre in den Fluten des Nasser-Sees versunken, hätte man ihn nicht abgetragen und neu aufgebaut. Der Neuaufbau wurde übrigens von Deutschland finanziert und von deutschen Technikern durchgeführt.

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    Der Kalabsha-Tempel ist relativ jung, d.h. er entstand um die Zeitenwende und war der nubischen Gottheit Mandulis gewidmet. Der Felsentempel vom Beit el Wali zeigt in vielen Reliefdetails die siegreichen Kriege König Ramses II gegen die Afrikaner.

    Zurück an Bord beginnt unsere „Kreuzfahrt“ auf dem Nubischen Meer wie der Nasser-Stausee auch genannt wird und führt durch faszinierende Landschaft des ägyptischen Nubiens. Entlang unzähliger Dünen und pyramidenförmiger Berge gelangt man am Ende des Stausees zum Tempel von Abu Simbel, dem berühmten Felsentempel von Ramses II.

    Wir verbringen einen wunderbaren, erholsamen Tag an Deck (und wie ich gerade festgestellt habe, ganz ohne Fotoapparat, da müsst Ihr einfach die Augen schließen und ebenfalls träumen), unterbrochen von einem Grill-Mittagessen auf dem Mitteldeck, einer Tea-time, einem Schiffsempfang um 19 h mit anschließendem Galadinner.

    Einfach traumhaft schön bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad.

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    LG
    Siegrid

  • Mittwoch, 13. April 2005

    Heute dürfen wir fast ausschlafen. Nach dem Frühstück besuchen wir die um 2 Kilometer landeinwärts versetzten Tempelruinen von Ramses II in Wadi el-Sebua und den Tempel von Ed-Dakka.

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    Das Wadi El Sebua, das Tal der Löwen, ist nur zu Schiff erreichbar. Den dorthin nach dem Bau des Stausees versetzten Tempel weihte Ramses II. den Göttern Amun und Re-Harachte. Am selben Ort wiederaufgebaut wurden der Tempel von Ed-Dakka aus hellenistischer Zeit.

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    Ganz beeindruckt sind wir hier von der Libyschen Wüste, ihren kargen Pflanzen und der glühenden Hitze. Schatten gibt es keinen.

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    Zurück auf dem Schiff hüpfen wir deshalb erst einmal in den Pool.In unserer Abwesenheit wurden wie immer die Kabinen aufgeräumt. Heute erwarten uns viele Handtuchtiere, einige sogar schon auf dem Kabinengang.

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    Nach dem Mittagessen gibt es gegen 15 Uhr noch einen weiteren Programmpunkt: Besuch des Tempels von Amada. Thutmosis III. und sein Sohn, Amenophis II. erbauten diesen Tempel gemeinsam und widmeten ihn Amun-Re und Re-Harachte. Ursprünglich führte eine längere Ziegel-Rampe vom Nilufer zum Tempel. 1964 wurde er auf Schienen etwa 3 km weit auf ein 65 m höher gelegenes Plateau verschoben.

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    In seiner wechselvollen Geschichte wurde der Tempel mehrfach umgebaut und erweitert, schließlich sogar in eine christliche Kirche mit Kuppeldach über der Säulenhalle. Die "heidnischen" Bilder überdeckte man mit christlicher Malerei.

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    Roland schaut auf die Uhr und kann einen neuen Hitzerekord vermelden. 42,5 Grad. Vor uns taucht plötzlich ein Ägypter auf mit einem Reptil in den Händen.

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    Er reicht es gleich ungefragt an unseren Guide weiter, für Fotos mit Reptil soll dann aber bezahlt werden. Wir verzichten dankend und laufen durch die Wüste zurück zum Schiff.

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    Mit Abu Simbel erwartet uns morgen ein weiterer Höhepunkt dieser eindrucksvollen Reise.

    LG
    Siegrid

  • Fantastische Ausblicke gewährst du uns liebe Siegrid uschisiggi

    Ich bin mehr als begeistert. Dazu die unendliche Weite der Wüste; da mag man sich fast wie auf den Spuren von Howard Carter fühlen - grandios. Dieser Teil - südlich von Assuan ist mir völlig unbekannt. Und nun freue ich mich auf Abu Simbel.

  • Und nun freue ich mich auf Abu Simbel.

    Und ich erst:!: Von einem Besuch dort träume ich schon seit ich die Bücher von Christian Jacq gelesen -oder soll ich besser sagen verschlungen - habe.

    LG Susanne

  • Donnerstag, 14. April 2005

    Noch vor dem Frühstück passieren wir vom Wasser aus die Ruinen von Qasr Ibrim, die man nicht mehr besichtigen kann.

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    Ganz langsam nähern wir uns dann im Laufe des Vormittags einem weiteren Höhepunkt der Reise: den Felsentempeln von Abu Simbel (UNESCO Weltkulturerbe), deren Rettung von den Fluten des Nils eine technische Meisterleistung darstellt.

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    Wir stehen alle andächtig auf dem Oberdeck, in der einen Hand ein Glas Sekt, in der anderen den Fotoapparat. Aus den Lautsprechern ertönt der bekannte Triumphmarsch aus der Oper Aida. Wie passend, denn AIDA, eine der bekanntesten Opern Verdis, spielt in Ägypten zu Zeit der Pharaonen. So entsteht Gänsehautfeeling pur, während sich die Nubian Sea ganz langsam der Tempelanlage nähert.

    Schon vom Wasser aus hat man einen genialen Blick auf die vier sitzenden 20 Meter hohen Kolossalstatuen von Ramses II.

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    Erst nach dem Mittagessen - die Nubian Sea liegt inzwischen in einer Felsennische vor Anker – soll es hinauf zu einer ersten Besichtigung gehen.

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    Später am Abend werden wir dann noch einmal eine wunderschöne Licht- und Tonshow (60 Pfund pro Person, im Reisepreis incl.) vor der Tempelanlage erleben.

    LG
    Siegrid

  • Der Felsentempel von Abu Simbel ist den Hauptgöttern Ober- und Unterägyptens, Amun-Re und Re-Harachte sowie dem vergötterten Pharao selbst geweiht. Zusammen mit dem kleinen Nebentempel Nefertari, ist er in einer großartigen, 20 Jahre dauernden Rettungsaktion ab 1964 vor den ansteigenden Fluten des aufgestauten Nasser Sees gerettet worden.

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    Die vier Kolossal-Statuen Ramses II. wurden alle aus dem Sandstein herausgeschlagen. Die Achse des großen Tempels ist exakt nach Osten ausgerichtet, so dass am 21. Februar und am 21. Oktober die Sonnenstrahlen bei Sonnenaufgang das Allerheiligste beleuchten.

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    Unser Guide berichtet ausführlich von der Entstehungsgeschichte dieser grandiosen Tempelanlage. Das Zuhören und Behalten nur weniger wichtiger Details fällt uns aber mehr als schwer, denn die Hitze ist unerträglich. Immerhin ziert meinen Kopf inzwischen auch ein arabischer weißer Baumwollschal, der tatsächlich für etwas Abkühlung sorgt.

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    Die Licht- und Tonshow am Abend ist dann schon sehr beeindruckend, zumal wir dank Herrn K. „Meiers, kommen Sie“ ein weiteres Mal die ersten beim Einlass sind und so aus der vorderen Sitzreihe mit Kopfhörern versehen und atemberaubende Darstellung genießen.

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    Nach dem gemütlichen Abendessen verabreden wir uns alle auf dem Oberdeck. Herr K. lässt die gesamte Reise noch einmal Revue passieren, wobei er nicht das kleinste Programm-Detail vergisst. Unglaublich, was wir alles gesehen und erlebt haben. Dann erläutert er uns den morgigen Abschlusstag. Irgendwie sind wir aber alle damit unzufrieden, dass wir nach nur 30 Minuten Flug von Abu Simbel nach Assuan dort über 6 (!!!) Stunden auf den Weiterflug nach Kairo warten sollen. Auch der angebotene Privatausflug nach Assuan für 4 Stunden in den Garten eines schönen Hotels findet nicht die allgemeine Zustimmung. Herr K. will sehen, was sich machen lässt.

    LG
    Siegrid