Griaß Eich,
waida gehts.
Wie Ihr Euch vielleicht erinnert,
stehen wir gerade direkt vor dem Schatzhaus in PETRA.
Das Gebäude wird seinem Namen aber nicht gerecht, denn es ist - wie viele erhaltene Gebäude - ein Grabmonument. Das haben Archäologen herausgefunden, als sie zwei Grabkammern unter dem Schatzhaus fanden.
Rechts am Schatzhaus vorbei öffnen sich die hohen, schluchtartigen Felsen langsam und man gelangt am Theater vorbei
in einen weiten Talkessel, in dem das Zentrum der nabatäischen Stadt stand. Auf der rechten Seite sieht man die Königswand, in der sich einige große Grabmonumente befinden.
Auf der anderen Seite findet man unzählige kleine Grabhöhlen, aber auch etliche unfertige und weniger gut erhaltene Bauten.
Die Maserungen und die Vielfarbigkeit des roten Sandsteines kommen hier besonders deutlich zur Geltung.
In das eigentliche Zentrum der verfallenen Stadt
sind wir aus Zeitgründen nicht mehr vorgestoßen. Dort wurde u.a. ein riesiger Tempel ausgegraben und letzthin sogar die Anlage eines künstlichen Sees. Dafür fand ich ein paar Wildtulpen, die aus dem steinigen Boden sprießten.![]()
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Kamele gab es aber weitaus mehr.![]()
Hier noch ein paar auf dem Rückweg aufgenommene Bildchen aus dem Siq, auf denen man schön die Wasserleitungen sehen kann, die das Zentrum mit dem kostbaren Nass versorgten. Man fand offene Leitungen, aber auch Tonrohre, d.h. geschlossene Leitungen.
Apropos Wasser: Die Nabatäer verstanden es blendend, eine effektive und leistungfähige Wasserversorgung in den kargen, trockenen Bergen aufzubauen und zu unterhalten. Sie wußten auch von der Gefährlichkeit des Wassers im Siq und bändigten es durch Dämme und Kanäle.![]()
Unser Reiseführer erzählte uns, dass vor einigen Jahren eine französische, erinnerlich aus 26 Frauen bestehende Reisegruppe wegen eines plötzlichen Wassereinbruchs in den Siq zu Tode kam und lediglich eine Frau überlebte.![]()
Nicht nur das. Wir erfuhren zwei Tage später, dass am Tage nach unserem Besuch, also am 09.11.2018, PETRA wegen zahlloser und heftiger Wolkenbrüche in den Bergen gesperrt und über 3.500 Touris evakuiert werden mußte/n. Verletzte und sogar Tote, wie in anderen Gebieten Jordaniens, gab es in PETRA glücklicherweise nicht.
Zum Schluß habe ich noch ein Bildchen, welches vielleicht ein wenig meinen Zustand anläßlich dieses Besuches zeigt: Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und stand baff vor dem Schatzhaus, als sich die schmale Rinne des Siq öffnete.![]()
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Fortsetzung folgt .........hier.

