Reisebericht: Auf der Suche nach dem Highländer (Schottland, Irland, England) mit der Mein Schiff 4 im Mai/Juni 2017

  • Endlich hat es wieder geklappt, TUI Cruises hatte ein für uns passendes Reiseangebot. Und es sollte wieder eine Fahrt mit der Mein Schiff 4 sein.
    Mit ihr waren wir fast genau vor einem Jahr schon einmal unterwegs, auch damals mit Kapitän Jens Troier.

    Die Route führte uns dieses Mal rund um Großbritannien mit Stopps in Schottland und Irland. Die Vorfreude war riesengroß, wir kannten diese
    Ziele nämlich noch nicht.

    Zunächst aber mussten wir aber erst einmal nach Bremerhaven kommen. Für uns eine irre lange Zugfahrt von ganz im Süden bis hoch in den Norden mit zweimal umsteigen. Wir sind daher bereits einen Tag früher angereist und haben eine Nacht in dem schicken "Nordseehotel" am Theodor-Heuss-Platz mitten in der Stadt verbracht. Es fand gerade das SeeStadtFest statt und dementsprechend war viel los. Direkt vor dem Hotel konnte man sich beim Street Food Festival durchfuttern und nach einigen Minuten Fußweg war rund um den Neuen Hafen ebenfalls einiges geboten.

    Von dem vielen Trubel haben wir aber in der Nacht so gut wie nichts mitbekommen und so wurde am nächsten Morgen gut ausgeschlafen erst einmal gemütlich gefrühstückt. Unserem Plan, Bremerhaven danach noch etwas weiter zu erkunden, machte leider ein heftiger Regen einen Strich durch die Rechnung.
    Also ließen wir uns ein Taxi rufen und zum Cruise Terminal Columbuskaje bringen. Dort warteten bereits hunderte Kreuzfahrer darauf, dass um 11 Uhr der Check-in beginnt. Wir reihten uns in die lange Schlange ein und bereits nach einer halben Stunde hatten wir unsere Bordkarten in der Hand. Noch einmal anstehen beim sehr peniblen Sicherheitscheck und endlich durften wir das Schiff betreten.

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    Mit dem Lift hoch auf Deck 12, je einen Liegestuhl geschnappt und die Eisbar gestürmt.

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    Pünktlich um 15 Uhr wurden die Kabinen frei gegeben. Die Koffer standen bereits da, also genug Zeit um auszupacken bis zur SNRÜ.
    Unsere Sammelstation war das Restaurant Hanami. Ratzfatz war die Übung durch und es ging zum ersten Abendessen in‘s Atlantik Klassik.
    Wir verpassten dadurch die Willkommensshow mit dem üblichen Sekt, dies war uns aber nicht so wichtig.

    Später sind wir gemütlich durch die Bars gebummelt, haben in der Waterkant Platz gefunden und den Abend bei dem einen und anderen
    Cocktail ausklingen lassen. In der Nacht wurden die Uhren bereits auf britische Zeit umgestellt, d.h. eine Stunde zurück, so dass wir am
    nächsten Tag lange ausschlafen konnten.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Guten Morgen @Augusta

    schön, ein neuer Reisebericht von dir, da bin ich doch gerne wieder mit an Bord. :thumbup:
    LG Kaline

  • @Augusta
    Auch ich bin gerne dabei. Eventuell steht Großbritannien nächstes Jahr auf dem Plan, falls wir eine Alternative zum Orient benötigen, oder aber hoffentlich spätestens 1 Jahr danach zum 20. Hochzeitstag.....

    LG
    Sandy

  • Hallo @Augusta

    da fahre ich doch gerne mit.
    Das weckt sicher schöne Erinnerung an unsere Reise letztes Jahr mit der MS1 - mit fast den gleichen Häfen.
    Bin gespannt, was ihr gemacht habt.

    Liebe Grüße
    Tanja


    Kommt noch: ^^

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    Islands Naturwunder


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    Mit der Amina auf der Donau


    Leider vorbei: :(

    2014 Kanaren – MS1
    2016 Großbritannien / Irland – MS1
    2017 Karibik / Mittelamerika – NCL Pearl
    Forenausflug nach Papenburg
    Schallwellen - Festival auf See - MS3

    Hurtigruten - die schönste Seereise der Welt! - MS Kong Harald

    2018 Kanaren mit Madeira - AIDA Sol

    2019 Queen Mary - Hamburg - Southampton

    2020 AIDAmar - von Mallorca nach Hamburg

    2021 Artania - Durch die Fjörde Norwegens

    Weihnachtsmärkte am Rhein mit MS Alena

    2022 Amera - Fjördnorwegens feinste Adressen

    Von Hamburg nach Mallorca mit der MS3

    Christmas Shopping in den Niederlande mit MS Asara

    2023 Rund um Irland mit der Norwegian Star

    Norwegen mit Schottland mit der MS3

    2024 Grönland extrem - MS Hamburg

    Kleine Auszeit im Advent mit der MS Artania

    2025 Alaska mit der Queen Elisabeth von Cunard

    2026 Großbritannien und Norwegen mit AIDA Sol

  • 1. Seetag – Auf dem Weg nach Schottland

    Wir sind mitten auf der Nordsee, sie zeigt sich sehr friedlich. Leider ist das schöne Sonnenwetter von gestern nicht mit uns
    gezogen, es ist trüb und wolkenverhangen und sehr kühl.
    Heute müssen alle Passagiere zum face-check, die britischen Zollbehörden sind bereits an Bord. Zur vorgegebenen Zeit sind
    wir dann in der Abtanzbar auf Deck 5 und zeigen unseren Pass sowie die Bordkarte vor. Ein kurzer Blick darauf, das war’s dann
    auch schon.

    Am späten Vormittag schauen wir bei der Ausflugspräsentation im Theater vorbei und sind erstaunt über das große Interesse.
    Am Nachmittag bummeln wir durchs Schiff, schauen mal auf dem Pooldeck, im Shop und bei der einen oder anderen Aktion vorbei.
    Nach dem Abendessen im Atlantik Mediterran sehen wir uns im Theater erst die Vorstellung der leitenden Offizieren durch den Kapitän
    an und danach die Musical-Gala „Wenn ich einmal reich wär“. Tolles Bühnenbild und fantasievolle Kostüme, auch die Künstler haben was
    drauf. Das hat uns angenehm überrascht, im Jahr zuvor konnte man nämlich die Vorstellungen im Theater kaum ansehen oder anhören.

    Den üblichen Schlummertrunk gab‘s dann wieder in der Waterkant-Bar und danach war Bettruhe angesagt.

    Invergordon / Schottland

    Das Schiff hat pünktlich im Hafen von Invergordon festgemacht. Da wir weder einen Ausflug zum Loch Ness machen noch eines der
    schottischen Schlösser in der Umgebung anschauen wollen, ziehen wir nach dem Frühstück alleine los.

    Der erste Eindruck ist nicht gerade besonders schön.

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    Am Hafenausgang gibt es eine kleine Touristen-Info und einen Souvenir-Shop sowie zahlreiche Taxis, die Rundfahrten nach Loch Ness
    oder Edinburgh anbieten.
    Wir laufen aber weiter in das kleine Städtchen, hier gibt es nicht viel zu sehen und so setzen wir uns kurzerhand in den öffentlichen
    Linienbus, der uns in die 20 km entfernte Hauptstadt der schottischen Highlands, nach Inverness bringen soll. Die Fahrt dauert
    ca. 45 min und führt durch eine wunderschöne Landschaft und kostete für uns drei hin und zurück 22,90 Pfund. Außerdem fuhr alle
    30 min. ein Bus wieder zurück.

    Das war schon individueller als der vom Schiff angebotene fast identische Ausflug, mit freiem (Zwangs)Aufenthalt von 5 Stunden
    in Inverness und vor allem mit Kosten in dreifacher Höhe.

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    (Karte entnommen aus Google)


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    Bei der Ankunft fängt es leider heftig an zu regnen und so flüchten wir uns bald in den nahe gelegenen Victorian Market, ein
    Indoor Market aus dem 19. Jahrhundert. Eine wunderschöne Architektur mit malerischen kleinen Geschäften in denen vor allem
    schottische Souvenirs verkauft werden.

    Inverness selbst hat zwar eine lange Geschichte, von dem Mittelaltercharme, den andere Städte haben, ist hier aber wenig zu
    spüren. Es wechseln sich alte Kirchen und Häuser mit hässlichen Betonklötzen ab. Viele alte Gebäude wurden nämlich um 1960
    im Sinne der „Modernisierung“ abgerissen – leider nicht zum Vorteil des Stadtbildes. Dies erzählte uns ein netter Schotte, mit dem
    wir bei einem anschließenden Pubbesuch ins Gespräch kamen.

    Eigentlich wollten wir noch hoch zum Inverness Castle, das ersparten wir uns aber, bei dem Regen machte das auch wenig Sinn.
    Wir bummelten stattdessen langsam wieder zur Farraline Park Bus Station und hatten Glück, ein Bus stand schon parat und bald
    waren wir wieder zurück beim Schiff.

    In Inverness habe ich kein einziges Foto gemacht, es hat einfach nicht geklappt mit Schirm und Kamera gleichzeitig zu hantieren.

    Bis auf dieses, ich habe ihn nämlich gefunden …… den Highländer ……..

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    Zum Abendessen ging es dieses Mal ins Ankelmanns, danach stand im Theater die Show „Lied der Gezeiten“ auf dem Programm. Ein tolles Technik-, Musik- und Tanzspektakel.

  • Da wir im August eine ähnliche Tour mit der MS1 ab Hamburg machen, sauge ich aktuell alles dazu an Informationen auf.

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  • 2. Seetag – auf nach Irland

    Ein wunderschöner Seetag lag vor uns. Das Schiff fuhr auf erstaunlich ruhiger See und bei strahlendem Sonnenschein
    zunächst um die Nordspitze von Schottland herum nach Westen und dann zwischen den äußeren und inneren Hebriden
    hindurch Richtung Irland.

    Immer wieder mal kamen wir nahe genug an eine der vielen Inseln heran um einen Blick auf die schroffe Landschaft mit
    ihren Steilküsten werfen zu können.

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    Es tat richtig gut, einfach mal die Seele baumeln lassen und nur den friedlichen Ausblick geniessen. Den Vortrag
    „Die Zauberharfe der Druiden“ wollten wir uns aber nicht entgehen lassen. Also machten wir uns zwischendurch
    auf ins Klanghaus und erfuhren einiges über die Elfen und andere Gestalten des irischen Volksglaubens.

    Als Abendprogramm wurde später im Theater die Deutschrock-Show "Ich mach mein Ding" aufgeführt. Eigentlich wollten
    wir da nur mal kurz reinschauen. Das Ganze war aber ganz nett anzuhören mit Liedern der Neuen deutschen Welle, also
    blieben wir bis zum Ende da sitzen.
    Danach ging's dann aber zügig ins Bett, am nächsten Tag hatten wir nämlich von Belfast aus einen TUI-Ausflug nach
    Giant's Causeway gebucht, und der sollte schon um 7.45 Uhr starten.

  • Hallo @Augusta

    schön das Du die Reise nochmal auffrischst.
    Wir waren auch dabei und gerade die Bilder von den Inseln sind toll. Den Leuchtturm haben wir fast identisch fotografiert ☺️
    Ich freue mich auf weitere Deiner Erlebnisse

    Viele Grüße,
    GreenSeaTurtle

  • Liebe @Augusta

    Freue mich schon auf Deinen Bericht vom Giant's Causeway, hat uns damals mächtig beeindruckt, reise gerne mit Dir

    LG Elke :Treffen:


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    Weihnachts und Silvesterreise Kanaren mit Lanzarote und Madeira mit der neuen MS1

  • Hallo @Augusta,
    auch wir, d.h. meine Frau und ich, waren auf dieser Reise mit dabei. Auch diesmal wieder mit Kapitän Jens Troier, der uns letztes Jahr auf unserer Südnorwegen-Tour wie eigentlich auch auf dieser Tour mit schönem Wetter versorgte (bis auf Bergen, wo es vormittags noch bewölkt war, hatten wir auf dem Rest der Fahrt das schönste Sonnenwetter). Er scheint wie eine Art Glücksbringer zu sein. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich noch ein paar Eindrücke hinzufügen, wenn du nichts dagegen hast.
    Liebe Grüße

  • @Augusta,

    diese Route hört sich wirklich sehr interessant an, ist für mich absolutes Neuland. Deswegen bin schon sehr gespannt wie es weitergeht und komme auch noch schnell mit. :)

    LG Andrea

  • Wie konnte ich das denn bisher übersehen? ?( Dabei warte ich doch schon so sehnsüchtig darauf, dass jemand von dieser Reise einen Bericht schreibt.
    Wir fahren nämlich ab 30.06 eine fast identische Route, ich hoffe daher noch auf viele Informationen und Anregungen. :)

    Ich sag also schon mal vorab herzlichen Dank und hoffe -gaaaanz uneigennützig- darauf, dass es hier schnell weitergeht. 8)

  • Belfast / Nordirland

    Es ist 6.30 Uhr und der Wecker klingelt. Wir machen uns rasch fertig und gehen zum Frühstück. Pünktlich um viertel vor acht
    sind wir dann im Theater, hier ist heute der Treffpunkt für unseren Ausflug zur Weltkulturstätte Giant’s Causeway. Eine Menge
    Leute haben sich eingefunden und wir werden auch gleich zu den wartenden Bussen geleitet. Wir haben Glück, die Reisebegleiterin
    in unserem Bus ist eine Deutsche, also bekommen wir alles schön in unserer Sprache erklärt.

    Der Himmel ist leider ziemlich bedeckt, trotzdem geniessen wir die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft von Antrim.
    Überall vor den verstreut liegenden, sehr gepflegten Anwesen blühen prächtige Rhododendronbüsche in allen Farben. Wir fahren
    vorbei an Dunluce Castle, einer der größten Ruinen einer mittelalterlichen Burg in Irland. Sie befindet sich auf einem Basaltfelsen
    an der stark zerklüfteten Nordküste der Insel. Da es inzwischen ziemlich stark zu regnen angefangen hat, ist das Foto von der
    Burgruine vom Bus heraus aufgenommen leider ziemlich verschwommen.

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    Die Fahrt geht weiter entlang der Küstenstraße und wir machen Halt bei der historischen Hängebrücke zur Insel Carrick-a-Rede,
    die einst als Zugang für die Fischer diente.

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    Schade, bei schönerem Wetter wäre es bestimmt eine herrliche Aussicht über die White Park Bay gewesen.

    Zwischendurch kommen wir immer wieder durch einen der vielen kleinen Orte, die mit der Serie Game of Thrones in Verbindung stehen.
    Dann aber haben wir unser heutiges Ziel, den Giant’s Causeway erreicht. Es regnet und stürmt heftig, trotzdem wollen wir uns den
    spektakulären Ort nicht entgehen lassen. Normalerweise wäre der Weg vom Besucherzentrum bis hinunter zum Damm des Riesen ein
    schöner Spaziergang. Nur einige wenige Besucher gehen aber bei dem Mistwetter zu Fuß, die meisten lassen sich mit dem kleinen Shuttlebus kutschieren. Dementsprechend lang sind dann auch die Warteschlangen.

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    Wir sind bald klatschnass und es ist gefährlich auf den rutschigen Steinen. Es macht keinen großen Spaß und nachdem vor uns
    eine ältere Dame böse gestürzt ist geben wir auf und lassen uns zurück zum Besucherzentrum fahren. Dort ist es wenigstens
    trocken und so können wir uns in aller Ruhe in den Ausstellungsräumen umsehen.

    Der Bus brachte uns anschließend ohne weiteren Stopp zurück zum Schiff, wo wir so gegen 14 Uhr ziemlich frustriert ankommen sind.
    Wir hatten uns so auf diesen Ausflug gefreut und nicht mit so grauseligem Wetter gerechnet.

    Eigentlich hatten wir geplant, uns am Nachmittag mit dem angebotenen Shuttleservice von Mein Schiff in die Innenstadt von Belfast
    fahren zu lassen um dort das eine oder andere zu besichtigen. Die Lust dazu war uns aber vergangen und so blieben wir auf dem Schiff.

    Bis zum Abendessen haben wir die Zeit mit Lesen verbracht und uns danach bald auf die Kabine zurück gezogen.
    Morgen sind wir noch einmal in Schottland, dort scheint hoffentlich wieder die Sonne.