Reisebericht: Unsere Traumreise mit der Amadea oder wie ein Virus uns eine weitere Woche an Bord und 17 Seetage am Stück bescherte

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • uschisiggi

    Wo kommt denn der Film. Auf welchem Sender und vorallem wann?

    Lg. Monika


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  • derFilm ist dann aber auf der AMERA gedreht worden ( und nicht auf der kleineren AMADEA)

    Liebe Siegrid uschisiggi ,


    Ach so?!:| Da waren zwei unterwegs? Beide nach Bremerhaven?

    Ich hatte jetzt beides auf die Amadea bezogen. Aber ok. Hauptsache,

    beide sind gut angekommen...

    Wie ich gehört habe, ist die MS Artania wieder unterwegs. Zuerst nach

    Indonesien und die Phillipinen, die Besatzung nach Hause bringen, und

    dann durch den Suez-Kanal nach Bremerhaven. Da trifft sich scheint's

    die ganze Flotte.

    Na hoffen wir, dass sie bald alle wieder auf Reisen sind!

    Alles Gute

    J.-Christian

    "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen"
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Seetag (25.03.)

    Beim Frühstück hatte sich die Auswahl an Marmeladensorten halbiert. Aber zur Einordnung, vorher waren es acht, jetzt vier verschiedene Sorten, also keine wirkliche Einschränkung. Auch Orangensaft fehlte heute; der war an den folgenden Tagen aber wieder vorhanden.

    Heute Mittag wurde schon wieder an der Uhr gedreht; jetzt waren es nur noch zwei Stunden Unterschied zur Heimat.

    Die bestellten Medikamente konnten im Hospital abgeholt werden. Es waren zwar nicht die Originalpräparate aber solche mit identischen Wirkstoffen.

    Ab 15.30 Uhr gab es am Pool frische Waffeln und Eiscreme; da konnten wir nicht widerstehen.

    In seiner abendlichen Durchsage informierte Kreuzfahrtdirektor Steffen Spiegel darüber, dass der Kapitän entschieden habe, den Kurs zu ändern. Ursprünglich sollte die Amadea nördlich der Azoren gen Biskaya fahren, dort lag aber statt eines Azorenhochs ein umfangreiches Tiefdruckgebiet. Deshalb würden wir die Azoren jetzt südlich passieren. Dadurch kämen bis Bremerhaven allerdings auch einige Seemeilen hinzu. Außerdem wäre die Amadea zuletzt wegen des Seeganges mit verminderter Geschwindigkeit gefahren; all das führe dazu, dass unsere Ankunft in Bremerhaven jetzt auf den 02.04. terminiert sei.

    Habe ich schon erwähnt, dass ich in der zweiten Woche, als noch alles normal verlief, einen Termin bei der Bordfriseurin haben wollte? Damals konnte ich schon am nächsten Tag kommen, das hatte sich wegen der Nachrichten aus Deutschland (Friseurläden geschlossen) grundlegend geändert. Die Arme war bis zum Ende der Reise schon fast ausgebucht.

    Nach dem Abendessen (Hackbraten mit Zwiebelsoße, Rahmgemüse und Kartoffeln) präsentierte das Amadea-Showensemble unter dem Motto „Nur die Liebe zählt“ einen Liederabend im Zeichen der Liebe mit Ohrwürmern von Elton John, Whitney Houston, Phil Collins, den Beatles u.a.

  • Seetag (26.03.)

    Nach dem Frühstück strömten die Passagiere in die Atlantik-Lounge, dort waren nämlich um 10.00 Uhr Informationen zur Ausschiffung in Bremerhaven angekündigt. Dabei erfuhren wir folgendes

    • Beim Verlassen des Schiffes müssen Atemschutzmasken getragen werden. Zwei weitere Masken muss jeder Passagier mit sich führen. Dies wurde später korrigiert, es wurde nun nur noch eine Ersatzmaske gefordert.
    • Die Werkstatt an Bord der Amadea stellt einige hundert Staubschutzmasken zur Verfügung. Der Rest soll aus Servietten gebastelt werden; Passagiere, die dabei mitwirken wollen, können sich in eine Liste eintragen.
    • Die Behörden ordnen eine 14tägige häusliche Quarantäne für alle Passagiere an.
    • Phoenix stellt für die Heimreise Busse zur Verfügung, die unterschiedliche Ziele ansteuern. Es wird eine Liste mit den Zielorten auf die Kabinen gebracht, in die man sein Wunschziel eintragen soll.
    • Bei der Buchung von Flügen (ab Hamburg) oder Mietwagen ist die Reiseleitung behilflich.
    • Gäste, die individuell abreisen wollen, mögen sich ebenfalls bei der Reiseleitung melden.
    • Der Tefra Gepäckservice kann noch nachträglich gebucht werden.

    Zum Schluss seiner Ausführungen machte Steffen Spiegel auf die Situation der Artania, die zur Zeit vor Fremantle/Australien auf Reede liegt, aufmerksam und endete mit den emotionalen Worten: Wir denken an alle an Bord.

    Nach der Veranstaltung war natürlich genug Stoff für Gespräche vorhanden. Die meisten Passagiere äußerten ihren Unmut über die angeordnete Quarantäne. Schließlich hätten wir bei Ankunft in Bremerhaven 17 Tage ohne Landgang und damit verbundene Kontakte hinter uns; außerdem sei bisher kein Passagier am Coronavirus erkrankt.

    Am frühen Nachmittag war die Produktion der Masken bereits im vollem Gange. Zahlreiche Passagiere hatten sich in die Teilnehmerliste eingetragen, darunter auch die Kostümbildnerin der Traumschiff-Crew. Zwei Nähmaschinen standen zur Verfügung.

    Ein weiterer Versuch meinerseits, beim Bingo abzuräumen, blieb leider erfolglos.

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    Zum Abendessen wurde uns heute ein Rinderfilet am Stück gebraten, Kräuterbutter, Bohnen-Speck Gemüse und Röstkartoffeln serviert.


    Seetag (27.03.)

    Mit der Ankunft in Miami und dem Rückflug über Nacht nach Frankfurt wäre unsere Traumreise heute eigentlich zu Ende gegangen. Stattdessen näherten wir uns den Azoren und werden, den heutigen Tag eingerechnet, noch 6 Tage unterwegs sein.

    In seiner morgendlichen Durchsage verkündete Steffen Spiegel, dass er weiter in ständigem Kontakt mit den Behörden in Bremerhaven sei und auf jeden Fall wegen der häuslichen Quarantäne noch einmal nachfragen werde.

    Ansonsten verging der Tag mit Lesen und Spaziergängen auf dem Promenadendeck. Beim Abendessen entschieden wir uns für ein gegrilltes Rinderrückensteak mit Chili-Limonenbutter, gebackenen Bohnen und Kartoffel-Wedges.

    Um 21.15 Uhr öffnete in der Atlantik-Lounge die „Hamburger Haifischbar“ ihre Pforten. Die Showbühne hatte sich in eine Hafenspelunke verwandelt, deren Chef Kreuzfahrtdirektor Steffen Spiegel war. Ein Junggesellenabschied wurde gefeiert; Bauarbeiter, Bordsteinschwalben, Anbieter von Kieztouren tummelten sich vor der Bühne. Gesangseinlagen gab es natürlich auch; einer der Höhepunkte war dabei der Auftritt des Gästechors, dessen Mitglieder sich plötzlich von den Zuschauerbänken erhoben und auf der Bühne einige Seemannslieder intonierten. Viel Beifall und Zugabe-Rufe war der Lohn für diese Darbietung. Einige Schauspieler der Traumschiff-Crew hatten sich dem Chor ebenfalls angeschlossen.

    Den Zuschauern wurden während der Veranstaltung ein Schnaps und Fischbrötchen serviert. Die bildeten auch den Late-Night-Snack, nachzulesen im Tagesprogramm. Trotzdem wunderten sich einige Passagiere, dass am Asuka-Zeichen heute nichts Essbares aufgebaut war.

  • Seetag (28.03.)

    Nachdem die Uhren gestern wieder um eine Stunde vorgestellt worden waren, betrug der Zeitunterschied nur noch eine Stunde. Wenigstens der Jet-Lag beim Rückflug blieb uns also erspart.

    Erfreuliches wusste Steffen Spiegel zu verkünden. Nach Auskunft der Behörden in Bremerhaven sei die 14tägige Quarantäne keine Anordnung sondern nur eine Empfehlung. Entscheiden müsse das örtlich zuständige Gesundheitsamt.

    Als Mittagsspezial präsentierte das Küchenteam heute einen köstlichen Lammbraten. Wie fast immer blieben wir dem Mittagessen aus bekannten Gründen fern.

    Am frühen Nachmittag saßen wir in Harry`s Bar als plötzlich der Gästechor erschien und mit seinen Proben begann. Ansonsten probten sie immer in der Vista-Lounge. Wie wir dann erfuhren, war die Vista-Lounge gesperrt; eine Schauspielerin des Traumschiffs feierte dort ihren Geburtstag. Die Chormitglieder und auch der Leiter des Chores waren darüber nicht informiert worden. Ich lasse das mal unkommentiert.

    Bingo fiel heute aus weil in Harry`s Bar eine Abschiedsveranstaltung für die Weltenbummler (Genua-Bremerhaven) stattfand.

    Ein gebratenes Rotbarschfilet für Gaby und ein Rumpsteak für mich beendeten den Tag kulinarisch.


    Fortsetzung folgt

  • @blue51

    Jetzt bin ich neugierig, wie diese Situationen morgen bei der Doku im TV dargestellt werden. Ihr sicher auch;). Gut zu wissen,dass ihr inzwischen wohlbehalten zu Hause angekommen seid:).

    lg Christine

  • Wie wir dann erfuhren, war die Vista-Lounge gesperrt; eine Schauspielerin des Traumschiffs feierte dort ihren Geburtstag

    wie ich gestern oder heute bei uns in der Tageszeitung gelesen habe, hat es sich bei dem Geburtstagskind um Barbara Wussow, die am 28.3. ihren 59. Geburtstag an Bord feierte.

  • Seetag (29.03.)

    Auch heute wurde wieder an der Uhr gedreht, weil aber in Deutschland gleichzeitig die Sommerzeit begann, betrug der Zeitunterschied immer noch eine Stunde.

    Steffen Spiegel musste bei seiner morgendlichen Durchsage erneut Unangenehmes ankündigen; diesmal ging es aber ausnahmsweise nicht um das Corona-Virus sondern um die Wetterlage in der Biskaya. Dieses Seegebiet, das sich von Galicien bis zur Bretagne erstreckt, ist für schlechtes Wetter, starke Stürme und extremen Seegang bekannt. Er müsse uns darauf vorbereiten, dass die Seestärke im Laufe des Tages immer mehr zunehmen werde; am Abend würden wir voraussichtlich Seestärke 6, in der Nacht sogar 7 (hohe See, Wellenhöhe 7 – 10 m) erreichen. Die Außendecks werden gesperrt, man solle sich vorsichtig auf dem Schiff bewegen, am besten immer mit einer Hand irgendwo festhalten.

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    Beim Bingo am Nachmittag war es noch nicht ganz so schlimm; gewonnen haben allerdings andere. Richtig los ging es dann beim Abendessen. Die Wellen schienen von allen Seiten zu kommen. Wir griffen mehrfach zu unseren Weingläsern, weil zu befürchten war, dass sie sonst umkippen. Spontanen Applaus bekam ein Kellner, der, als die Amadea gerade von einem seitlichen Brecher getroffen wurde, trotzdem sein Tablett mit Weinkaraffen sicher zum Tisch brachte, ohne etwas zu verschütten.

    In der Atlantik-Lounge wurde später die Traumschiff-Folge „Marokko“ gezeigt, die im Fernsehen erst Ostern laufen wird. Das wollten wir uns dann doch nicht antun. Wir stimmten uns stattdessen in Harry`s Bar auf die stürmische Nacht ein. Als ich zufällig am Asuka-Zeichen vorbei kam und den heutigen Late Night Snack (Würstchen mit Kartoffelsalat) sah, war es um mich geschehen.

    In dieser Nacht haben wir nicht viel geschlafen. Die Amadea schien zum Spielball der Elemente geworden zu sein. Entweder sie stürzte in ein Wellental oder bekam schwere Schläge von der Seite. Dazu das ständige Knarren aus allen Ecken der Kabine. Es war schon ein Höllentrip. Unnötig zu erwähnen, dass in den Treppenhäusern die wohlbekannten Tüten hingen.

    Zu dem Tag passte es natürlich, dass das Fassbier jetzt wirklich aus war.


    Seetag (30.03.)

    Am Morgen hatte sich die See noch immer nicht beruhigt. Die Morgentoilette im Bad war bei dem Seegang schon eine Herausforderung, ebenso der Gang zum Frühstücksbüffet.

    Etwas Hoffnung machte die Ankündigung von Steffen Spiegel, dass der Seegang gegen Mitternacht nachlassen werde; dann hätten wir die Biskaya hinter uns.

    Im Laufe des Tages wurde es auch schon etwas besser; Seestärke 6 hatten wir aber immer noch.

    Beim Bingo war ich mal wieder bei den Gewinnern: großes Bingo! Dieses Mal waren wir nur zu Dritt und konnten uns jeder über 25 € freuen.

    Zwei Höhepunkte hielt der Abend noch für uns bereit: Das philippinische Abendessen und die Crew und Guests Show.

    Das von den philippinischen Köchen zubereite Essen mit Spezialitäten aus ihrer Heimat ist immer ein Genuss. Als Hauptgericht wählten wir Bistek Tagalog, Rinderfilet im Ganzen mit Soja-Zitronensoße, Karotten-Bohnengemüse, Knoblauchreis. Köstlich!! Zum Abschluss Mango Turon, gebackene Mango mit Sesam-Karamellsoße und Vanilleeis.

    Auch die Crew-Show war wieder eine Klasse für sich. Es verbergen sich doch viele Gesangs- und Tanztalente in den Reihen der Crew. Gäste mischte ebenfalls mit. So führte ein Paar z.B. einen Sketch von Loriot auf. Musikalische Einlagen gab es vom Staff-Kapitän und vom Schiffsarzt des Traumschiffs. Eine rundum gelungene Veranstaltung.

    Harry`s Bar war heute Abend für die Crew reserviert. Als Dankeschön für die geleistete Arbeit in der dieser außergewöhnlichen Situation fand dort eine Party für alle Crew-Mitglieder statt.


    Fortsetzung folgt

  • Blu51

    Ich habe zwar die Abfahrt verpasst - komme aber noch ganz schnell hinterhergeschwommen!

    Lg,

    Takis

  • Geburtstagskind um Barbara Wussow, die am 28.3. ihren 59. Geburtstag an Bord feierte.

    So ist es. Meine leichte Kritik bezieht sich nicht auf die Person, sondern auf den Umstand, dass hier offenbar ein Kommunikationsproblem vorlag. So ein Geburtstag kommt ja nicht aus heiterem Himmel; hätte man im Vorfeld (z.B. im Tagesprogramm) darauf hingewiesen, dass die Örtlichkeit wegen einer privaten Feier für X Stunden nicht zur Verfügung steht, wäre das doch in Ordnung gewesen.

    Ansonsten war die Traumschiff-Crew nämlich sehr umgänglich. Ich werde in meinem Fazit darauf noch näher eingehen; auch ob wir die Dreharbeiten als störend empfunden haben.

    LG und bleibt gesund

  • oh weh Blu51 , das mit dem Seegang in der Biscaya hört sich ja heftig an, ich glaube ich wäre 1000 Tode gestorben. Wir sind bei unserer Route rund um Westeuropa (Hamburg nach Mallorca)auch durch die Biscaya gefahren, da war der Seegang zum Glück nicht stärker als bei uns am Baggersee. Dafür hatten wir gleich am ersten Tag auf der Nordsee rauhe See, die einige Gesichter sehr blass aussehen ließ.

    Jetzt bist Du ja wirklich im Endspurt mit Deinem Bericht.

    Gruß Joni

    Leider schon vorbei:

    MSC Armonia Östliches Mittelmeer 06/2011
    Costa Pacifica Metropolen der Ostsee 08/2013
    Mein Schiff 1 alt Hamburg trifft Mallorca 09/2015
    Mein Schiff 3 Südnorwegen mit Kopenhagen 08/2017

    Mein Schiff 1 Hamburg nach New York 08-09/2022

    Mein Schiff 7 Kanaren mit Madeira 12/2024 - 01/2025

    MSC Preciosa Norwegen mit Nordkap 06/2025

    Traumreise ohne Schiff:

    Mit dem Wohnmobil durch den Westen Kanadas 08/2018

  • Kennen die Biscaya nur so: letztes Jahr am 11.05.

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    Fast "Ententeich".

    Servus und liebe Grüße aus dem Süden


    Helmut

    So a Urlaub auf See is fei scho schee !

    *MeinSchiff*

  • Seetag (31.03.)

    Wie vorhergesagt hatte sich die See spürbar beruhigt. Die Außenbereiche wurden wieder geöffnet.

    Wir gingen nach dem Frühstück noch einmal zu einem Vortrag von Dr. Pelka. Er stellte uns unter dem Titel „Englischer Humor unter der Lupe“ die wahre Geschichte von Miss Sophie und ihrem Butler James vor. Dabei zeigte er neben dem kompletten Silvester-Klassiker auch Ausschnitte aus einer kölschen Version mit Annette Frier und Ralf Schmitz und einer weiteren, die zum 60. Geburtstag des Komikers Otto, ebenfalls mit Ralf Schmitz, entstanden ist. Es gab also viel zu lachen.

    Um 12.00 Uhr ging uns noch einmal eine Stunde verloren. Jetzt hatten wir endlich wieder Übereinstimmung mit der Heimat.

    Der Gästechor hatte an der Rezeption seinen zweiten Auftritt. Die Zuhörer standen und saßen im Treppenhaus, so dass mit Fug und Recht von einem Treppenhauskonzert gesprochen werden kann.

    Am Nachmittag ließen wir uns in der Vista-Lounge ein „Feierabendbier“ aus der Flasche schmecken, als plötzlich Hektik aufkam. Tische wurden zusammengeschoben, Stühle gerückt, Laptops angeschlossen. Des Rätsels Lösung erfuhren wir vom Kreuzfahrtdirektor: Die Behörden in Bremerhaven hatten angeordnet, dass an zwei Tagen bei allen Passagieren und allen Crew-Mitgliedern die Temperatur gemessen werden muss.

    Das Ganze wurde in Windeseile organisiert und bald darauf ging es auch schon, nach Decks geordnet los. Trotz allem dauerte es natürlich, bis etwa 800 Messungen durchgeführt waren, so dass sich der weitere Ablauf des Abends um eine Stunde nach hinten verschob.

    Heute war nämlich wieder Gala-Abend. Bei einem Glas Sekt verabschiedeten sich der Kapitän, die Schiffs- und Hotelleitung sowie der Kreuzfahrtdirektor mit dem Phoenix-Team von den Gästen. Anschließend wartete in den Restaurants das Gala-Abendessen auf die Passagiere. Als Hauptgerichte wurden kanadischer Hummer (ausgelöst) und Rinderfilet, für uns wieder ohne Kalbsbries, gereicht. Die traditionelle Eisparade durfte am Ende des Dinners natürlich nicht fehlen.

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    Derart gesättigt begaben wir uns in die Atlantik-Lounge zum dritten Auftritt von Christian Meringolo unter dem Motto „Concerto Atlantico“.

    Zwei Anmerkungen zum Schluss:

    Wir befanden uns jetzt ja schon seit geraumer Zeit im Ärmelkanal, also waren auch wieder vermehrt Schiffe zu sehen. Sicherlich ein Lichtblick nach den Tagen, als wir scheinbar mutterseelenallein unterwegs waren.

    Neben dem Fassbier waren auch einige Spirituosen und Liköre nicht mehr vorrätig. Ich erinnere mich z.B. an Ouzo und Baileys.

  • Seetag (01.04.)

    Der letzte Seetag! Wir haben es tatsächlich bald geschafft. Der Tag begann mit zwei Durchsagen innerhalb von wenigen Minuten. Der Kreuzfahrtdirektor gab die Vorgaben der Behörden für die morgige Ausschiffung bekannt. Diese dürfe erst beginnen, wenn das komplette Gepäck entladen ist. In den Transferbussen müssen die Abstände eingehalten werden; die Sitzplätze, die belegt werden dürfen, sind entsprechend gekennzeichnet. Personen, die im gleichen Haushalt leben, dürfen nebeneinander Platz nehmen. So langsam reifte die Erkenntnis, dass wir bis jetzt augenscheinlich auf einer Insel der Glückseligen gelebt hatten.

    Weitere Informationen zur Ausschiffung folgten dann in der Atlantik-Lounge. Dort stellten die Phoenix-Mitarbeiter detailliert dar, wann welche Busse wohin abfahren werden. Das Ganze bekamen wir natürlich auch noch schriftlich.

    Die zweite Temperaturmessung war heute geteilt, die Decks 4 bis 7 waren vormittags an der Reihe, die Decks 8 bis 10 folgten am Nachmittag.

    Ein „Bayrischer Frühschoppen“ darf auf einem Phoenix Schiff nicht fehlen; Harry`s Bar war der Ort des Geschehens. Nur Freibier gab es heute nicht; das Fassbier war ja bereits ausgegangen und auch der Vorrat an Flaschenbier war merklich geschrumpft. Es wurde aber ein Glas Sekt gereicht. Während des Frühschoppens wurde die Seekarte dieser Reise verlost. Dabei war uns das Glück leider nicht hold.

    Der Termin zur Temperaturmessung und das Abschieds-Bingo kollidierten miteinander, so dass ich mein Glück leider nicht noch einmal versuchen konnte.

    Nach dem letzten Abendessen ging es in die Atlantik-Lounge. Best of Artists hieß es dort; alle Künstler dieser außergewöhnlichen Reise traten noch einmal auf.

    Danach stellten wir die gepackten Koffer, versehen mit den Tefra-Gepäckbanderolen, vor die Kabinentür und legten uns zum letzten Mal auf dieser Reise aufs Ohr.


    Fortsetzung folgt

  • Blu51


    vielen Dank für diesen besonderen Reise-/ Erlebnisbericht!


    Ich bin noch auf dein Fazit gespannt..


    Viele Grüße Katy

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    [/url]Adria intensiv mit der MS 4 vom 12.07.2026 - 26.07.2026

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    Unser großes Abenteuer- 24 Tage - Rundreise Südwesten USA - 4 Städte, 6 Nationalparks und so viel mehr


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    mit der MS 7 „Norwegen mit Nordkap und Spitzbergen“ vom 23.06. - 07.07.2024 :love:


    Fange den Wind in deinen Segeln.Forsche.Träume.Entdecke.

    schon vorbei:
    MS1 westl. Mittelmeer mit Barcelona 10/2013 :)
    MS1 Transatlantik Ost 03/2015 :love:
    MS 4 Mittelmeer mit Kanaren 10/2016 :thumbup:

    MS 4 Östliches Mittelmeer mit Athen 10/2018 8)<3

    MS5 Großbritannien mit Irland II 07/2019 <3:) :!:

    MS 4 Westeuropa mit Lissabon 08/2022 <3 :) <3  Reisebericht!!

    MS 7 Norwegen mit Nordfjordeid und Spitzbergen 06/24 :love: :!: 8)

    MS 7 Kanaren mit Madeira - eine Geburtstagsreise vom 23.02. - 02.03.2025 8)<3:) Reisebericht!