RB im Detail: Meerbusen? Und dann noch bottnisch? Kennen wir nicht, da wollen wir hin... Ostsee-Revivalcruise 2019

  • Auch von mir nochmal ein Dankeschön, dass Du Dir die Mühe mit dem ausführlichen Reisebericht machst. Es wäre doch viel zu schade, wenn Du uns nur so wenig Bilder zeigen würdest und die passenden Geschichten dazu konntest Du in Deinem Livebericht ja auch noch nicht erzählen.

    Und dass Du schon wieder fast die Koffer für die nächste Kreuzfahrt packst- Respekt!!!

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Sa 29.06.19 Oulu / Finnland 08:00 20:00

    Irgendwie verwirren uns die Zeitumstellungen. Laut Reiseplan ist die Ankunft in Oulu erst um 9h vorgesehen, aber jetzt liegen wir bereits vor 8h an der Pier.

    Wenn es Schären gegeben haben sollte, wir haben sie nicht gesehen, sondern selig verschlafen. Jetzt aber sind wir wach, denn unsere Kabine liegt ja am Heck der Artania und da wacht man durch entsprechende Geräusche spätestens beim Anlegemanöver auf, ob man will oder nicht.

    Schon ab 8.30h gibt es den ersten kostenlosen Shuttlebus der Stadt Oulu in das 4 km entfernte Stadtzentrum. Die finnische Hafenstadt hat immerhin 132.000 Einwohner. Da wir keinen Ausflug gebucht haben, steht jetzt erst einmal einem gemütlichen Frühstück nichts im Wege.

    Aber dann nehmen wir doch einen der ersten Shuttlebusse ins Stadtzentrum, denn noch ist es nur bedeckt, regnet aber noch nicht. Im Bus gibt es kostenlose deutschsprachige Broschüren der Touristeninfo mit Stadtplan. Da kann ja nichts mehr schief gehen.

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    Und wohin soll es gehen? Ich möchte den stadtbekannten dicken Touristenpolizisten aufs Foto bannen, dann sehen wir weiter.

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    Hier sieht man das Größenverhältnis prima

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    Der Toripolliisi steht direkt vor der historischen Alten Markthalle, die aber leider wegen Bauschäden seit 1.1.2019 geschlossen wurde.

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    Ein kleiner Markt befindet sich jetzt auf der Freifläche vor der Markthalle. Es wird Obst und Gemüse angeboten. Bei den Preisangaben erstaunt uns die Angabe Euro pro Liter. Aber es ist so, die meisten Waren werden Literweise verkauft.


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    Ich erwerbe ein handgewebtes Geschirrtuch aus Leinen und einen Einkaufsbeutel mit dem Motiv des Toripolliisi. Für Roland soll es noch ein neues Cap sein.

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    LG
    Siegrid

  • Eigentlich haben wir noch den Besuch eines bekannten Freilichtmuseums vorgesehen, aber im Gespräch mit zurückkehrenden Gästen erfahren wir eher zufällig, dass es dort vor (Stech)-Mücken nur so wimmelt, da erfährt unser Plan eine sofortige Änderung.

    Wir wollen uns lieber die Parkanlagen am Rand des Stadtkerns ansehen. Auf dem Weg dorthin am Wasser entlang laufen wir zunächst am Garten des prächtigen Rathauses, einem auffälligen Bau im Stil der Neorenaissance, vorbei und hier an "Ajan kulku", was so viel bedeutet wie „Verlauf der Zeit“. Die bronzenen Figuren beschreiben die Entwicklung von Oulu vom 17.Jahrhundert bis zur Gegenwart.

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    Danach erkunden wir ein wenig die Parkanlagen, platzieren Roland passend neben andere "Sonnenanbeter"

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    und laufen schließlich zurück in die Stadt.

    Im netten Einkaufszentrum nutzen wir die Örtlichkeiten, kaufen Wasserflaschen, entdecken noch, dass die Touristinfo nur unter der Woche geöffnet hat und entschließen uns irgendwann zur Rückfahrt zum Schiff. Der Shuttlebus fährt ja durchgehend.

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    Hier sieht man übrigens die Lage unserer Kabine bzw. den deutlich größeren Balkon.

    Eine Tasse Kaffee ergattern wir noch, dann zieht es uns auch schon in die Outdoor Phoenix Bar auf ein erstes Feierabend Bier.

    Das Wetter hat sich übrigens total anders entwickelt als prognostiziert. Statt Regen reißt der Himmel auf, die Sonne kommt zum Vorschein und gefühlt sind es über 20 Grad, aber nur in windgeschützten Ecken. Das Thermometer ist nämlich nur auf etwa 15 Grad gestiegen. Aber der blaue Himmel entschädigt natürlich.

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    Den beeindruckenden Dom von Oulu aus 1771 konnten wir wegen einer stattfindenden Hochzeit leider nicht mehr besichtigen.

    Um 20h laufen wir pünktlich aus, immer wieder begleitet von kleinen Schären, die meisten allerdings unbewohnt.

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    Eine weitere weiße Nacht liegt vor uns wo weit oben im Norden Europas. Die Sonne ist heute um 2.45h aufgegangen, um 0. 18h morgen früh wird sie erst untergehen.

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    Und das ist er jetzt gewesen, unser durchaus interessanter Abstecher mit eher ungewöhnlichen Zielen im Bottnischen Meerbusen.

    Mit Tallinn, Sankt Petersburg, Helsinki und Co. erwarten uns natürlich weitere interessante Häfen, die aber auch von anderen Kreuzfahrschiffen angelaufen werden. Halt, stopp nicht ganz, wir haben noch das finnische Kotka im Programm, davon später mehr.

    Jetzt freuen wir uns erst einmal auf einen Seetag und dann, am Montag(mittag), sollen wir Tallinn erreichen. Die Wetteraussichten sind prima. 20 Grad, sonnig.

    LG
    Siegrid

  • So 30.06.19 Seetag Kreuzen im Bottnischen Meer auf dem Weg nach Tallinn

    Die Nacht wird ein weiteres Mal kurz, der Tag lang. Die Sonne geht bereits um 2.55h auf und erst um 23.12h unter. Den Sonnenaufgang haben wir doch tatsächlich verschlafen, obwohl es nicht wirklich richtig dunkel geworden ist. Aber um den Aufgang auch mitzuerleben, hätte man kurz an Deck gemusst, da dieser nur auf der Backbordseite zu sehen gewesen wäre.

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    Trotzdem sind wir bereits um 8h beim Frühstück im Vierjahreszeiten Restaurant, anschließend am Tresen des Bordreisebüros, um einen Transferbus (Start 14h) in die Oberstadt von Tallinn zu buchen und um unseren Transfer Danzig (von Gydnia aus) in einen Vormittagstransfer für 15 € pro Person zu tauschen.

    Danach hören wir uns einen geschichtlich interessanten Vortrag über Sankt Petersburg an, lauschen ein paar Minuten dem Jazz Frühschoppen und suchen uns dann ein geschütztes Plätzchen zum großen Räucherfischbüfett präsentiert von Küchenchef Martin Jordan und seinem Team.

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    Am Nachmittag wird zur Kaffeestunde finnischer Marzipanblechkuchen mit Vanilleeis angeboten, den müssen wir natürlich probieren und drehen anschließend einige Runden auf Deck 4 um das Schiff.

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    Am Abend wird das Programm in der Atlantik Show Lounge sogar vorgezogen, um interessierten Gästen anschließend zu ermöglichen, dort gemeinsam auf großer Leinwand das U21 Fußball-EM-Finale Deutschland : Spanien live miterleben zu können. Gewonnen haben die (besseren) Spanier.

    LG
    Siegrid

  • Mo 01.07.19 Tallinn / Estland 12:00 23:00

    Die Sonne scheint, wir frühstücken bereits um 8h im Vierjahreszeiten Restaurant und entdecken dann auf der Kabine, dass das estländische Mobilfunknetz bereits zwei Stunden vor Ankunft in Tallinn stabil ist. Lt. unserer Tagesinformation gibt es auch in Tallinn im gesamten Stadtgebiet kostenloses WLAN. Für Estland wohl ganz selbstverständlich.

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    Wir sind vor 10 Jahren schon einmal im Rahmen einer Kreuzfahrt in Tallinn gewesen und liegen heute recht zentral an der Pier im Old City Harbour.

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    Phoenix bietet jede Menge Touren an, aber wir haben nur einen gemütlichen Stadtbummel geplant, auch vor dem Hintergrund des anstehenden zweitägigen Besuchs von Sankt Petersburg. Eigentlich können wir direkt zu Fuß loslaufen, aber wir haben uns für den angebotenen Shuttlebus (7,50 € p.P.) in die Oberstadt entschieden und können dann individuell entscheiden, ob wir selbigen auch zurück nehmen oder nicht.

    Unser Plan: Von der Oberstadt hinunter zur Unterstadt schlendern. Leider zunächst noch ohne Stadtplan, den vorzufinden, wir im Bus erhofft hatten. Aber dem ist nicht so, vielmehr fährt der doch recht mundfaule Fahrer direkt in die Oberstadt (nicht nur wir hatten an einen ersten Stopp in der Unterstadt gehofft, um zu wissen, von wo wir ggfls. auch per Bus zurückfahren können – im Phoenix-Plan steht nur „Haltestelle Mere BLVD ohne Hausnummer!!! was wir leider erst unterwegs bemerken)

    Auf dem Domberg bzw. auf dem Schlossplatz zwischen der deutschen Botschaft und dem estnischen Parlament kann man sie einfach nicht verfehlen, die Alexandre Nevskij Kathedrale, deren goldene Turmkreuze in der Sonne glänzen. Im Jahr 1900 als russisch-orthodoxe Kirche errichtet, erinnert sie an den russischen Heiligen Alexandre Jaroslawitsch Nevskij.

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    Es ist äußerst schwierig, die Kathedrale aufs Foto zu bannen, denn sie ist von Menschenmassen nur so umzingelt. Da sie aber geöffnet ist, schauen wir natürlich kurz hinein. Nicht wie erwartet dunkel, sondern eigentlich recht hell macht das Innere einen freundlichen Eindruck auf uns. Drei Altäre, einige großflächige Mosaike und die mit Ikonen geschmückten Wände beeindrucken. Wir halten uns übrigens an das Fotografierverbot, das machen aber längst nicht alle Touristen, von denen es auch im Inneren der Kathedrale nur so wimmelt.

    In einem Souvenirgeschäft in der Nähe der Kathedrale finden wir endlich auch einen (kostenlosen) Stadtplan, so dass wir jetzt auch den Fußweg „Lühike jalg“ hinter der Kathedrale durch ein markantes Tor über viele Treppenstufen nach unten finden.

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    Die Altstadt Tallinns gehört seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe und spiegelt in der Tat immer noch eine mittelalterliche Hanse- und Handelsstadt wider. Wir bestaunen guterhaltene, zum Teil natürlich restaurierte Häuserfassaden, Türme und Stadtmauern. Unser Ziel: der historische große Marktplatz am Rathaus.

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    Wenn man durch die Altstadt von Tallinn schlendert, kommt man irgendwie zwangsläufig immer wieder zum Rathausmarktplatz, denn hier enden nicht weniger als acht (!!) Straßen auf dem Platz mit dem großen, um 1404 errichteten Rathaus. Im Mittelalter fanden auf dem großen Platz viele Ereignisse - nicht nur Märkte, sondern auch Prozessionen und Turniere sowie Strafprozesse - statt. Heute und hier Fotos zu machen, das verkneifen wir uns schnell, denn vor lauter Menschen, die die Außencafés bevölkern, sieht man kaum noch etwas von den wunderschönen Außenfassaden der Häuser.

    Nicht nur ca. 7.000 Gäste der Explorer of the Seas und der Aidaprima, sondern auffallend viele Asiaten, nicht nur Japaner, ziehen gruppenweise durch die engen Gassen, vielfach ohne Rücksicht auf die anderen Gäste oder gar die Einwohner der Stadt.

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    Uns zieht es auch nur kurz in den einen oder anderen Souvenirladen. Vor 10 Jahren habe ich hier in der Stadt noch eine wunderschöne Leinentischdecke und Handtücher erworben, die ich sehr in Ehren halte, heute findet sich die Qualität von 2009 leider nicht mehr, auch wenn mit Leinen geworben wird. Auf Nachfrage erfahre ich, die angebotenen Waren haben (noch) einen Leinenanteil von 30 %. Nein danke, da kaufe ich nichts.

    Nicht nur die Stadt hat sich verändert, auch die Preise an sich haben kräftig angezogen. In Nähe des Marktplatzes verlangt man ohne Speisekarte beachtliche 6 € für ein kleines Bier. Wir verzichten, finden ein paar Straßen abseits des Trubels dann doch noch ein bezahlbares local beer (0,5 l für 4,60 €) .

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    Wir raffen uns nach der Verschnaufpause noch einmal auf, laufen auf der Suche nach Fotomotiven die eine oder andere Querstraße zur langen Straße PIKK entlang, aber nach gefühlten fünf Stunden machen sich auch unsere Füße bemerkbar, so dass wir entlang der gewaltigen Stadtmauer uns Richtung Hafen orientieren auf der Suche nach der Shuttlebus-Haltestelle.

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    Einfach ist die Suche nicht, aber irgendwie packen wir die Situation, will heißen, wir finden zusammen mit anderen Gästen der Artania die Haltestelle und damit den entspannten Weg zurück zum Schiff, der sich irgendwie in die Länge zieht.

    Tallinn hat uns ein wenig enttäuscht oder seinen Charme eingebüßt. Ein Besuch ist sicherlich immer noch lohnenswert, aber am besten außerhalb der Saison. Wir kamen uns ein wenig wie die Heringe in der Dose vor. Auch eine Führung hätte nicht wirklich etwas gebracht.

    Die Zeit vor dem Abendessen nutze ich zum Postkartenschreiben. Morgen Abend ist auf dem Schiff Abgabeschluss für Karten, die aus Sankt Petersburg versandt werden sollen.

    Pünktlich um 23h heißt es Leinen los. Die Artania verlässt die estnische Hauptstadt mit Ziel Kotka / Finnland.

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    LG
    Siegrid

  • Liebe Siegrid,

    du machst immer so schöne Bilder. Hast du mal überlegt, deine Postkarten selbst zu gestalten? Es gibt eine App (mypostcard punkt de). Einfach Bilder hochladen, Text schreiben, Adresse vorgeben und hochladen. Die Karten werden dann in Deutschland gedruckt und verschickt. So erreichen sie den Empfänger innerhalb ein paar Tagen und sind total individuell. Ich mache das seit letztem Jahr und bin sehr zufrieden. Es gibt immer wieder Angebote, so dass eine Karte inklusiv Porto nur etwa 1,50€ kostet.

    LG Susanne

  • Susi66 susi66die Kartenapp ist super und so einfach in der Handhabung

    uschisiggi vielen Dank für die tollen Impressionen aus Tallinn Sigrid. Jetzt freue ich mich sehr auf nächsten Juni und unsere KF.

    LG

    Bina

  • Danke Susi66 liebe Susanne für den Tipp. Ich habe schon verschiedene Postkartenapps ausprobiert, nutze aber auch gerne mal den Service an Bord, weil die Karten dann eben noch Briefmarken und Stempel aus dem Ausland haben.

    LG
    Siegrid

  • Stimmt, mit dem Stempel können die Apps natürlich nicht dienen. ;)

    LG Susanne

  • Tallinn hat uns ein wenig enttäuscht oder seinen Charme eingebüßt. Ein Besuch ist sicherlich immer noch lohnenswert, aber am besten außerhalb der Saison. Wir kamen uns ein wenig wie die Heringe in der Dose vor. Auch eine Führung hätte nicht wirklich etwas gebracht.

    Hallo Sigrid, schöne Erinnerung haben wir von Tallin, aber haben es auch so empfunden, dass diese schöne Stadt einfach zu viele Touristen

    gleichzeitig aufnehmen muss. Auf dem "Dackel" habe ich auch gesessen. ;)

    Danke dir für den Ausführlichen Reisebericht.

    Liebe Grüße

    Wiltraud

  • Di 02.07.19 Kotka / Finnland 08:00 19:00

    Ohne eine Ausflugsbuchung, also auch ohne Termindruck, schlafen wir erst einmal aus, bestücken auf dem Weg zum Frühstück im Wäschecenter eine Waschmaschine (3 €) und nutzen nach dem Frühstück dann den kostenlosen Trockner.

    An der Pier von Kotka, dem finnischen Wort für Adler, tut sich inzwischen etwas.

    Eine Damenkapelle hat sich vor dem Schiff positioniert und spielt fröhliche Weisen unterstützt von einigen Cheerleadern. Der Durchsage von Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß entnehmen wir, dass die Artania das erste Kreuzfahrtschiff hier in Kotka wäre.

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    Wir planen, individuell an Land zu gehen und freuen uns darüber, dass es auf Deck 2 beim Ausgang einen großen Infostand der örtlichen Touristeninformation gibt. Freundliche Damen und Herren man verteilen u.a. Stadtpläne mit empfohlenen Rundwegen, beraten aber auch über Bus- und Bahnverbindungen in die nähere Umgebung.

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    Es ist wettertechnisch noch ein wenig frisch, aber der Himmel ist blau. Unser vorab bereits erkundeter Weg deckt sich in etwa mit dem empfohlenen Rundweg, also spazieren wir los. Alles ist gut ausgeschildert. Für uns sogar auf Deutsch.

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    Und wer nicht gut zu Fuß ist, kann auch dieses Fahrzeug nutzen

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    Am kleinen, aber feinen Sibeliuspark, der direkt in der Stadtmitte liegt und bereits in den 1930er Jahren entworfen worden ist, legen wir einen ersten kurzen Stopp ein. Ganz zentral im Park steht ein Springbrunnen, der mit einer Adlerstatue, also einem Kotka, gekrönt ist.

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    Danach geht es entlang der Keskuskatu unter schattigen Bäumen schnurgerade Richtung Haukkavuori, dem 72m hohen Aussichtsturm der Stadt. Die etwa 800m lange Keskuskatu wird auch Lindenallee der Skulpturen genannt. Erste Bäume wurden bereits um 1800 gepflanzt und im Laufe der Jahre kamen Skulpturen finnischer Künstler dazu.

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    Der am Ende der Straße liegende Turm will eigentlich erklommen werden, aber er ist heute leider geschlossen. Ruhetag!


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    Wir genießen daher nur den weiten Blick aufs Meer und laufen bald weiter an sehr unterschiedlichen Skulpturen vorbei Richtung Sapokka Park und Wassergarten.

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    Das sind Straßennamen oder?

    Entstanden einst aus einer alten Meeresbucht, hat die Stadt hier eine wunderschöne Parkanlage im Laufe der Jahre geschaffen. Wasser ist überall gegenwärtig. Es gibt kleine Bäche, Teiche und sogar einen über 20m hohen Wasserfall. In der Dunkelheit ist der Park erleuchtet, aber auch hier und jetzt erfreuen viele Pflanzen und Skulpturen das Auge. Einfach nur schön.


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    Der Sapokka-Park hat bereits einige Auszeichnungen erhalten, u. a. 1993 und 1996 als bester Park Finnlands. Wir machen irgendwann kehrt und laufen durch den Isopuisto Park mit seiner orthodoxen Kirche St. Nicholas (leider verschlossen, bzw. erst nachmittags zugänglich) zurück zur Artania.

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    Dort zieht es uns zum Mittagessen und danach zu einer kleinen Mittagspause. Dann wollen wir eigentlich ein weiteres Mal starten, aber kräftigere Regenschauer stoppen unser Vorhaben.

    Auch gut, ganz so viel hätte man jetzt direkt vor Ort gar nicht mehr erkunden können, dazu hätte es denn doch eines Ausflugs bedurft. Ich schreibe also noch ein paar Ansichtskarten, die man bequem an der Rezeption abgeben kann. Dafür berappt man pauschal 2,50 € pro Karte, muss sich aber eben auch nicht um Briefmarken und

    Postkasten kümmern. Der Service wird gut angenommen.

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    Pünktlich um 19h heißt es Leinen los, die Artania verabschiedet sich von Kotka und ihren freundlichen Einwohnern, von denen so mancher am Quai steht und uns Fähnchen schwingend verabschiedet.

    Inzwischen scheint auch wieder die Sonne.



    LG
    Siegrid

  • Danke Bella.

    Es sind für uns inzwischen ja mehr die kleinen unbekannten Häfen, die uns viel Freude bereiten. Und Kotka zählte da unbedingt dazu. Alles entspannt, freundlich.

    Ich habe ganz vergessen, noch zu erwähnen, dass gerade in diesem Hafen auch viele Menschen uns verabschiedet haben zum Teil mit finnischen Fahnen lange winkend. Da kam es - selbst an Bord an der Reling stehend - auf, das Gefühl "auf große Fahrt" zu gehen. Gänsehaut pur zusammen mit der Abschiedsmelodie der Artania.

    LG
    Siegrid

  • uschisiggi Liebe Siegrid

    Jetzt bin ich auch hier mit auf dem laufenden...

    Was für wunderschöne kleine Häfen ihr auf dieser Reise hattet. Wirklich sehenswert.

    Vielen Dank für deine Mühe und liebe Grüße

    Anette


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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4 MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund MS1, April 22
    Kurzreise Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu MS5, Juli 22
    Metropolen Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira AidaCosma, März 26
    Adria u. Italien MS4, Okt.26

  • Mi 03.07.19 St. Petersburg / Russland Tag 1 08:00 overnight

    Nach einem gemütlichen Frühstück verlassen wir gegen 9.20h die Artania, und in der Tat, die Schiffs-Ausflügler haben bereits alle die Einreisekontrollen durchlaufen, wir stehen jetzt ganz allein vor leeren Schaltern, in denen Beamte sitzen, die keinerlei Miene verziehen, weder abweisend noch freundlich.

    Wir legen unsere von Petersburg-hautnah per email erhaltenen Excursions-Tickets zusammen mit unserem Reisepass vor. Den Tickets wird allerdings keinerlei Beachtung geschenkt, nur der Pass entgegengenommen, umgehend gestempelt und mit einer Einreisekarte versehen.

    Keine 2 Minuten später dürfen wir „einreisen“, sprich in den Shopbereich wechseln. Hier gibt es nicht nur Matroschkas ohne Ende

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    und viele andere Souvenirs, sondern auch noch jede Menge „Aufpasser“, die wohl verhindern sollen, dass man jetzt ohne russischen Guide einfach loszieht.

    Pünktlich um 10h erscheinen zwei junge Damen, die einmal 6 Personen und einmal nur vier, nämlich Roland und mich sowie zwei weitere Gäste der Artania auf ihrer jeweiligen Liste stehen haben. Unsere sympathische Tourguide stellt sich als Olga vor, der Fahrer als Andrej.

    Olga schildert mit uns die augenblickliche Wetterlage (bedeckt, aber trocken) und macht entsprechende Vorschläge zur Gestaltung des ersten Tages. Wir überlassen ihr gerne die Entscheidung, sind wir doch alle vier schon einmal in Sankt Petersburg gewesen, wenn auch länger her.

    Also geht es zunächst in einem modernen Mercedes Sprinter Richtung Katharinenpalast und Peterhof, beide etwa 30km auswärts gelegen.

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    Die Artania liegt übrigens zusammen mit der Costa Magica und der Sea Princess im Marine Facade Kreuzfahrthafen, etwas 10km vom Stadtzentrum entfernt. Dort lagen wir vor 10 Jahren auch schon mit der Costa Magica. In Erinnerung ging es damals über Landstraßen recht langsam und unbequem ins Stadtzentrum. Das sieht heute ganz anders aus.

    Die Stadt hat investiert, nicht nur in ein schickes Fußballstadium anlässlich der WM 2018,

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    sondern auch in Straßenbau.

    Eine moderne vierspurige Schnellstraße führt über eine kilometerlange elegante Brücke mit dem Aussehen eines Walgerippes jetzt ins Zentrum.

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    Die Straße ist mautpflichtig, aber auch so was von sehenswert, ein echtes Schmuckstück, am Abend zusätzlich grandios beleuchtet, verkündet Olga stolz. „Energie ist günstig, wir können es uns leisten“ sagt Olga, die selbst nur 9 € monatlich an Energiekosten für ihre kleine Wohnung zahlt.

    Und apropos Energie. Wir staunen nicht schlecht, als wir das von einem britischen Architekturbüro entworfene Lakhta-Center mit seinem 462m hohen Wolkenkratzer, sehen.

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    Diesen höchsten Turm Europas bezeichnet Olga als „Schröder-Tower“, es handelt sich aber um die nagelneue Firmenzentrale des Gaskonzerns Gasprom, erst 2019 fertiggestellt. Neben Büroräumen gibt es im Lakhta Center Tower auch eine 360 m hohe Aussichtsplattform sowie ein Restaurant mit Panoramablick.

    Olga war noch nicht dort, erzählt aber, dass die Anlage ursprünglich an einer anderen exponierten Stelle mitten im Stadtkern erbaut werden sollte. Sogar ein voreilig errichtetes Fundament musste nach deutlichen Protesten der Bevölkerung wieder abgerissen werden.

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (29. Juli 2019 um 17:18)

  • Unsere Tour führt uns zunächst zu einer "echten" russischen Kirche, der Feodorovskiy Gosudarev Kathedrale oder auch Theodorkirche, im Stadtteil Puschkin unweit des Alexanderpalastes gelegen.

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    Das Gotteshaus wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und soll an russische Klöster des 17. Jahrhunderts erinnern. Sie war die Hauskirche vom letzten Zaren Nikolaus II, der diese regelmäßig besuchte. Zerstört im 2. Weltkrieg wurde die Kirche wiederaufgebaut und strahlt heute in alter Schönheit. Schon von weitem sind wir begeistert. Keine Menschenmengen weit und breit, nur wir vor Ort. Weil drinnen ein Gottesdienst gefeiert wird, können wir die Kathedrale nur von außen besichtigen, aber schon das ist ein wahrer Augenschmaus.

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    Unsere Fahrt geht weiter zum Katharinenpalast, der Sommerresidenz der russischen Zaren in Puschkin.

    Und was verbindet man mit dem Palast? Natürlich das berühmte Bernsteinzimmer!

    Von Katharina I (zweite Ehefrau von Peter dem Großen) in 1717 als Sommerresidenz errichtet, wurde der Palast später von Elisabeth I. (Zarin von Russland und Tochter Peter des Großen) prunkvoll ausgebaut. Kaiserin Katharina II (die Große) ließ den Katharinenpalast später erneut nach ihren Vorstellungen umgestalten.

    Olga hat vorab Tickets reserviert, so dass wir durch einen Seiteneingang sofort in den großen Palast gelangen.

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    Aber auch schon von außen wirkt die Palastanlage mit ihren goldenen Zwiebeltürmen und den weißen, mit goldenen Elementen verzierten Säulen und Fensterrahmen auf der 300 Meter langen barocken, in blau gehaltenen Fassade beeindruckend.

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    Über ein mit weißem Marmor ausgekleidetes Treppenhaus erreicht man gleich einen der prächtigsten Räume der Palastanlage, den 800 qm großen Spiegelsaal, der zu den größten und prunkvollsten Ballsälen Europas zählt. Der goldene Glanz des Raumes überstrahlt alles bisher Dagewesene.

    Es folgen Speisesäle der Zarenfamilie mit kunstvoll gedeckten Tafeln und Kachelöfen an den Wänden sowie einige Privaträume wie Schlafgemächer und Arbeitszimmer.

    Höhepunkt ist natürlich das berühmte Bernsteinzimmer, in dem man weder fotografieren noch filmen darf, obwohl es sich hierbei nur um eine Nachbildung des echten Bernsteinzimmers handelt.

    Das Original, 1941 von der NS geraubt, gilt immer noch als verschollen. Der eher kleine Raum ist von oben bis unten mit 500.000 Bernsteinteilen verkleidet, die in golden-bräunlichen Farbtönen schimmern und bis heute - auch als „Achtes Weltwunder” bezeichnet - den Glanz des Russischen Zarenreichs symbolisieren.

    Zurück am Ausgang erschlagen uns Menschenschlangen, die hier freiwillig vier Stunden und mehr Schlange stehen, um den Palast zu besichtigen. Unglaublich!!!

    LG
    Siegrid

  • Für uns geht es jetzt erst einmal weiter in ein klitzekleines russisches Restaurant, im dem nicht nur russisches Bier, sondern auch Borschtsch, Soljanka, Teigtaschen, pikant gefüllte Pfannkuchen, aber auch süße Pfannkuchen u. a. mit Bananen und Schokolade gefüllt, serviert werden.

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    Pappsatt und sehr zufrieden verlassen wir nach 45 Minuten wieder das Restaurant und machen uns nach Wetterrecherche auf in den berühmten Peterhofpark, etwa 45 Autominuten entfernt.

    Kurz vor dem Ziel passieren wir den 1720 im Barockstil erbauten Konstantinpalast, heute Wohnsitz von Wladimir Putin, der in Sankt Petersburg geboren ist und neben Moskau auch hier gerne lebt und Staatsgäste betreut.

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    Wir dürfen nur kurz anhalten, aber nicht aussteigen (ist verboten). Zur 300-Jahr-Feier von Sankt Petersburg wurde der Palast 2001–2003 komplett renoviert, 2006 fand dann der G8-Gipfel hier statt.

    Angekommen im Peterhof freuen wir uns über einen strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Es hat wohl gerade erst wieder aufgehört zu regnen.

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    Da wir den Palast selbst bereits 2009 besichtigt hatten, zieht es uns heute in die berühmten Parkanlagen, die bis ans Ostseeufer der Newa reichen.

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    Oft als das Versailles Russlands bezeichnet, gehört der Peterhof, von Peter dem Großen im Jahr 1704 erbaut, zu den schönsten Anlagen weltweit. Die Schlossanlage wurde stets erweitert, die Parkanlage verschönert mit einzigartigen Gärten, in denen sich viele Fontänen und Kaskaden befinden. Da im Peterhof das Wasser schon immer eine Hauptrolle spielte, verbindet auch ein Seekanal, in den sich unterhalb des Schlosses das Wasser der Kaskaden ergießt, den Großen Palast mit der Ostsee. Zahlreiche vergoldete Bronzestatuen stehen links und rechts der beiden Kaskadentreppen und vervollständigen das Gesamtensemble. Peter der Große reiste öfters von St. Petersburg aus mit einem Schiff zum Peterhof, weil eine Reise per Kutsche zu anstrengend war.

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    Wir genießen es ungemein, an die 2 1/2 Stunden durch die grandiosen Parkanlagen zu schlendern und immer wieder Olga zu lauschen, die anschaulich so einiges über die Zarenfamilien zu berichten weiß.

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    Später zieht sich der Himmel plötzlich wieder zu, schwarze Wolken ziehen auf, und wir erreichen gerade noch trocken unser Fahrzeug.

    Es geht dann direkt zurück zum Schiff, wobei wir nicht nur eine Autobahn (Tempo 110 erlaubt, bei 130 km/h zahlt man noch keine Strafe) nutzen, sondern auch wieder die ganz moderne, erst drei Jahre alte futuristische Schnellstraße, die die Fahrzeit zwischen Hafen und Zentrum erheblich verkürzt.

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    Inzwischen regnet es kräftig und wir sind froh, wieder am Terminal abgesetzt zu werden. Morgen um 10h geht es weiter. Erst wird jetzt unser Gepäck durchleuchtet, dann geht es durch die Passkontrolle. Die junge Dame verzieht nicht die geringste Miene bei der Bearbeitung des Rücklaufs.

    Ach so - auf Grund der eher unbeständigen Wetterlage haben wir auf den angebotenen Abendausflug mit Bootsfahrt auf der Newa verzichtet. So eine Tour hatten wir bereits 2009 gemacht.

    Auf der Artania soll es ab 21.15h in der Pazifik Lounge einen russischen Folklore-Abend geben. Wir schauen nur kurz vorbei, von klassischer Folklore hören wir in dem Moment nicht allzu viel. Also wird es ein Absacker-Cocktail in einer anderen Bar. Zurück auf der Kabine schaffe ich es gerade noch, Tagesnotizen zu machen, dann fallen aber bald die Augen zu.

    LG
    Siegrid