Reisebericht: Silvesterkreuzfahrt mit Hindernissen

  • Hallo zusammen,

    zunächst einmal ein etwas verspätetes "Frohes Neues Jahr" allen Foris. Ich möchte euch heute von unserer Silvesterkreuzfahrt berichten, bei der wir während der Reise das Schiff wechseln mussten. Bei über 30 Hochsee- und Flusskreuzfahrten war das eine Premiere für uns.

    Los geht`s!


    Eine Flusskreuzfahrt über den Jahreswechsel war schon 2020/21 geplant und auch gebucht. Die Reise auf der VIVA Tiara mit Aufenthalt am 31.12. in Amsterdam fiel dann leider Corona zum Opfer.

    Einen erneuten Versuch starteten wir im Sommer 2021, als ein interessantes Angebot eines Reisebüros unser Interesse weckte. Mit der Rhein Melodie von Nicko Cruises sollte es vom 27.12.2021 bis 04.01.2022 in die Niederlande und Belgien gehen; wieder war die Silvesterfeier in Amsterdam Teil des Programms. Wir buchten eine Kabine auf dem Oberdeck mit französischem Balkon. Bei dem angebotenen Gruppentarif erfährt man die Kabinennummer erst bei der Einschiffung.

    Los gehen sollte es am 27.12.2021 in Duisburg. Die Reiseunterlagen trafen noch vor dem Lockdown in den Niederlanden ein. Als dieser dann verkündet wurde, dachten wir zunächst an eine weitere Absage. Am 22.12. erhielten wir dann aber die erfreuliche Nachricht, dass ein Ersatzfahrplan zusammengestellt worden sei (wie bei anderen Anbietern auch). Der Reiseverlauf jetzt: Duisburg, Cochem, Rüdesheim, Speyer, Frankfurt (Silvester), Mainz, Bingen, Koblenz, Duisburg.


    Anreise und Einschiffung (27.12.2021)

    Weil die Einschiffung erst um 15.00 Uhr beginnen sollte und Duisburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer guten Stunde von unserem Wohnort aus zu erreichen ist, hatten wir noch den Vormittag zur Verfügung um den geforderten tagesaktuellen Antigen-Schnelltest durchführen zu lassen.

    Mit einem einmaligen Umstieg in Dortmund erreichten wir Duisburg gegen 14.30 Uhr. Ein Taxi brachte uns vom Hauptbahnhof zum Anleger Mühlenweide. Die Einschiffung war bereits im Gange.

    Nachdem wir den Infektionsschutzfragebogen, den wir mit den Reiseunterlagen erhalten hatten, abgegeben sowie die negativen Schnelltestergebnisse und den Impfstatus nachgewiesen hatten, bekamen wir an der Rezeption unsere Kabinenkarte. Uns war die Kabine 307 zugeteilt worden.

    Nach einem Snack im Salon wurden die Koffer ausgepackt. Zeitgleich mit dem Ablegen um 17.00 Uhr erfolgten Sicherheitseinweisung und Bordinformation im Salon. Die Kreuzfahrtleiterin informierte über das Leben und die Sicherheit an Bord und gab im Anschluss Informationen zum Reiseverlauf und den Ausflugsmöglichkeiten. Weil der von uns vorgesehene Ausflug in Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett in Rüdesheim nicht mehr angeboten wurde, buchten wir keinen Ausflug. Später erfuhren wir, dass das Musikkabinett zur Zeit geschlossen ist.

    Nachdem wir erfahren und auch in der Barkarte gesehen hatten, dass im Getränkepaket jetzt auch die Cocktails und Longdrinks enthalten sind, buchten wir es an Bord nach.

    Kapitän, Hotelmanager und Kreuzfahrtleiterin begrüßten die Gäste um 18.30 Uhr bei einem Glas Sekt. Anschließend ging es zum Abendessen. Wir hatten einen 6-er Tisch. Unsere Tischnachbarn war eine Familie aus Thüringen.

    Den Rest des Abends verbrachten wir im Salon.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Cochem (28.12.2021)

    Die erste Nacht an Bord haben wir gut geschlafen. Als wir zum Frühstück gingen, bogen wir gerade in Koblenz in die Mosel ein. Später ließen wir uns im Salon nieder; vertieften uns in die mitgenommenen Bücher oder schauten in die Landschaft.

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    Kurz vor Cochem drehte der Kapitän das Schiff und steuerte das Ziel im Rückwärtsgang an. Ein solches Manöver ist in Cochem wohl nicht möglich, weil die Mosel dort zu schmal ist. Das Schwesterschiff, die Rhein Symphonie, passierte uns. Dieses Schiff wird für uns noch eine wichtige Rolle spielen.

    Nach dem Mittagessen legten wir in Cochem an. Wir verließen das Schiff und machten einen 2 stündigen Spaziergang durch Cochem und an der Mosel entlang. Bis auf ein paar Tropfen blieb es trocken. Uns fiel auf, dass sich viele Niederländer im Städtchen befanden. Zwei weitere Schiffe, die France und die River Diamond leisteten der Melodie Gesellschaft.

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    Bei Einbruch der Dämmerung setzte Dauerregen ein, so dass wir zum Schiff zurückkehrten.

    Eigentlich sollten wir lt. Tagesprogramm um 19.00 Uhr ablegen. Wir saßen um diese Zeit beim Abendessen; es tat sich aber nichts.

    Als dann der Kapitän und die Kreuzfahrtleiterin im Restaurant erschienen, schwante uns Böses. Und richtig, der Kapitän verkündete, dass es ein Problem mit einer Schraube gäbe. Es seien schon Taucher eingesetzt worden, die aber nichts gefunden hätten. Er habe nach Rücksprache mit der Reederei entschieden, dass es bei der Hochwasser führenden Mosel und der starken Strömung zu gefährlich sei, in der Dunkelheit los zu fahren. Deshalb bleiben wir über Nacht hier und setzen die Fahrt morgen früh fort. Er sei zuversichtlich, dass das Problem behoben werden könne und wir die Reise wie geplant fortsetzten können.

    Später im Salon drehten sich viele Gespräche um den Zwangsaufenthalt.

  • Cochem, Koblenz, Bingen (29.12.2021)

    Als wir beim Frühstück saßen, legte die Rhein Melodie tatsächlich ab und machte sich auf den Weg nach Rüdesheim, wo wir lt. Tagesprogramm um 20.00 Uhr eintreffen sollten.

    Als aber für 12.15 Uhr alle Passagiere in den Salon gebeten wurden, war allen klar, dass wohl wieder unangenehme Nachrichten auf uns warteten. Und so war es auch. Der Kapitän teilte uns mit, dass er die Fahrt nur mit einer Maschine habe bewältigen müssen; die zweite sei irreparabel beschädigt. Unter diesen Umständen sei eine Weiterfahrt nicht möglich; das Schiff müsse zur Reparatur in eine Werft.

    Nach dieser wenig erfreulichen Aussage verkündete die Kreuzfahrtleiterin, dass in Absprache mit Nicko Cruises die Reise dennoch fortgesetzt werden könne; alle Passagiere würden auf zwei andere Nicko Schiffe und zwar die Nicko Spirit und die Rhein Symphonie verteilt. Nach dem Mittagessen würden entsprechende Kofferbanderolen verteilt; der Bustransfer nach Bingen, wo beide Schiffe lägen, startet um 16.30 Uhr.

    Von diesem Schock mussten wir uns erst einmal erholen. Einige Gäste wollten sofort abreisen; ob das wirklich jemand umgesetzt hat, wissen wir nicht.

    Während des Mittagessens machte die Melodie in Koblenz fest. Anschließend holte ich die Kofferbanderolen ab und erfuhr, dass wir auf das Schwesterschiff, die Rhein Symphonie kämen. Unsere Tischnachbarn bekamen Kabinen auf der Nicko Spirit.

    Wir packten also wieder die Koffer und stellten sie vor die Kabinentür, von wo sie später direkt in die Transferbusse verladen wurden. Dann machten wir noch einen kurzen Spaziergang an Mosel und Rhein entlang.

    Insgesamt 3 Busse fuhren nach 16.00 Uhr vor. Wir waren im dritten, der sich um 16.45 Uhr auf den Weg machte. Inzwischen schüttete es aus Kübeln.

    Nach rd. 2 ½ Stunden erreichten wir Bingen. Die beiden Schiffe lagen im sog. Päckchen nebeneinander. Wir checkten ein, erhielten die Kabine 314 auf dem Oberdeck und konnten direkt zum Abendessen gehen. Dort hatten wir jetzt einen 8-er Tisch; natürlich alles Passagiere der Melodie. Wir stießen auf die erfolgreiche „Umsiedlung“ und eine hoffentlich störungsfreie Weiterfahrt an.

  • Bingen (30.12.2021)

    Nach dem Frühstück erkundeten wir Bingen. Wir gingen an der Rheinpromenade Richtung Nahemündung zur Innenstadt und erklommen die Burg Klopp, die 1282 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Den von uns dort vermuteten Burgherrn sahen wir jedoch nicht; wahrscheinlich weilte er in Liverpool.

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    Nach zwei Stunden waren wir zurück am Schiff.

    Während des Mittagessens legte die Symphonie ab und steuerte das gegenüberliegende Rüdesheim an. Dort war jedoch nur ein technischer Stopp; es wurde Abfall entladen und Proviant aufgenommen.

    Am Nachmittag verbrachten wir eine gute Stunde auf dem Sonnendeck bei 16 Grad.

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    Die Ankunft in Speyer sollte lt. Tagesprogramm um 01.00 Uhr in der Nacht sein. Davon haben wir aber nichts mitbekommen.

  • Speyer, Wiesbaden (31.12.2021)

    Weil wir Speyer schon im Juni mit der NickoVision besucht und dabei einen geführten Stadtrundgang gemacht hatten, kannten wir uns einigermaßen aus. So führte unser Weg uns vom Anleger zunächst zum Dom und in die sich anschließende Fußgängerzone. Dort bummelten wir auch durch die Seitenstraßen, wobei wir auf weitere Kirchengebäude trafen. Natürlich statteten wir auch dem Altpörtel, einem der höchsten Stadttore Deutschlands und der überlebensgroßen Bronzestatue eines Jakobspilgers einen Besuch ab.

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    xxxAdminxxx gelöscht


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    Zurück an Bord wollte unser neuer Kapitän dem alten wohl nacheifern und uns kurz vor dem Mittagessen mit einer schlechten Nachricht konfrontieren. Er erläuterte, dass die Symphonie wegen des Hochwassers des Mains nicht nach Frankfurt fahren könne. Wegen einiger niedriger Brücken sei dies leider nicht möglich. Stattdessen fahren wir nach Wiesbaden und bleiben dort bis zum 02.01.2022. Große Aufregung wegen dieser erneuten Routenänderung kam aber nicht auf.

    Um 12.00 Uhr legten wir ab. Am Nachmittag hielten wir uns bei schönem Wetter noch etwas auf dem Sonnendeck auf.

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    Gegen 17.00 Uhr erreichte die Symphonie Wiesbaden. Von Bord gingen wir heute nicht mehr. Nach dem Silvester-Gala-Abendessen setzten wir uns mit einem Ehepaar unserer Tischrunde in den Salon. Dort gab es zunächst ein Silvester-Quiz mit durchaus schweren Fragen aus der ganzen Welt rund um Silvester. Obwohl vorab darum gebeten wurde, nicht auf Dr. Google zurück zu greifen, hatte die Gewinnerin doch ihr Smartphone zu Rate gezogen, was sie auch noch zugab.

    Daran schloss sich ein lustiger Abend mit Geschichten zum Schmunzeln an, so jedenfalls das Tagesprogramm. Na ja, lustig geht meiner Meinung nach anders. Die Witze und Geschichten hatten alle ziemlich lange Bärte; wenn zwei Personen sie vortrugen, war die zweite wegen schlechter Tonqualität kaum zu verstehen. Aber auch das ging vorbei.

    Danach spielte der Bordmusiker zum Tanz auf. Einige regelmäßige Tänzer hatten wir schon an Bord.

    Um Mitternacht gab es ein Glas Sekt zum Anstoßen. Kartoffelsalat mit Würstchen, Linsensuppe und Berliner standen ebenfalls bereit. Gegen 02.00 Uhr suchten wir die Kabine auf.

  • Wiesbaden (01.01.2022)

    Am ersten Tag des neuen Jahres gab es Frühstück immerhin bis 10.00 Uhr (sonst 09.00 oder 09.30 Uhr). Dabei meldeten wir uns gleich vom Mittagessen ab, weil wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt machen wollten.

    Die Symphonie lag in Wiesbaden Biebrich, dem bevölkerungsmäßig größten Stadtteil Wiesbadens. Vorbei am Biebricher Schlosspark führte unser Weg immer geradeaus. Einen kurzen Abstecher zum Schloss machten wir natürlich auch. Auf dem weiteren Weg kamen wir an der Sektkellerei Henkell und dem Landesdenkmal vorbei. Das Denkmal wurde zu Ehren des nassauischen Herzogs Adolph errichtet.

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    Nach einer guten Stunde Fußmarsch hatten wir endlich die Innenstadt erreicht. Dort sahen wir u.a. den Landtag, die gegenüber liegende Marktkirche, die Staatskanzlei und das Staatstheater.

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    Zum Abschluss unserer Besichtigungstour statteten wir dem Warmwasserbrunnen und dem Einheitsmännchen, einer Figur, die aus Anlass des 25-jährigen Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung entstanden ist, einen Besuch ab.

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    Jetzt taten uns doch allmählich die Füße weh. So nahmen wir für den Rückweg zum Schiff einen Linienbus, der direkt am Anleger in Biebrich hielt.

    Den Nachmittag verbrachten wir wieder mit Lesen.

  • Wiesbaden (02.01.2022)

    Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang an der Rheinpromenade. Es war sehr neblig; die vorbeifahrenden Schiffe konnte man kaum sehen. Das ganze wirkte irgendwie mystisch. Später lichtete sich der Nebel. Wir suchten noch den Schlosspark auf, den wir gestern nur kurz gestreift hatten.

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    Auf einer Steinmauer am Rheinufer in der Nähe der Anlegestelle sitzt die „Froschkönigin“, eine Skulptur einer einheimischen Künstlerin.

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    Es gab heute noch einen Ausflug „Stadtrundfahrt Frankfurt“. Dabei passte es zu dieser Reise, dass der Ausflugsbus in einen Unfall verwickelt war. Keine große Sache; beim Ausparken hatte er ein anderes Auto erwischt. Weil die Polizei aber erst nach 45 Minuten eintraf, verkürzte sich die Stadtrundfahrt merklich. Vier unserer Tischrunde waren davon betroffen.

    Um 13.00 Uhr legten wir ab und machten uns auf den Weg nach Köln. Zeitweise kam jetzt die Sonne durch; so dass wir uns auf das Sonnendeck begaben. Die Passage der Loreley verfolgten wir noch von dort; da war es aber schon vorbei mit der Sonne. Es wurde windiger und kühler.

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    Weil die „alten“ Passagiere der Symphonie uns schon morgen in Köln verlassen werden, gab es heute schon den Abschiedssekt mit Vorstellung der Crew und daran anschließend ein weiteres Gala-Abendessen. Die dabei servierte Ente muss wohl nicht so doll gewesen sein. Eine am Nebentisch sitzende ältere Dame ließ den Koch kommen und meinte: Die Ente war unter aller S..! Dazu kann ich nichts sagen, weil ich kein Geflügel esse und deshalb eine andere Hauptspeise gewählt hatte. Bei denjenigen, die an unserem Tisch Ente hatten, waren die Meinungen geteilt. Zwei fanden sie gut, vier nicht so gut.

    Während wir später im Salon saßen, kam Köln schon in Sicht. Die Symphonie legte in der Nähe der Zoobrücke an.

  • Köln,Bonn (03.01.2022)

    Als wir heute morgen zum Frühstück gingen, war das Restaurant schon ziemlich verwaist. Die „alten“ Passagiere warteten zum größten Teil auf die Busse, die zum Bahnhof oder den Globus Garagen fahren sollten, bzw. auf die vorbestellten Taxis.

    Um 09.30 Uhr war die Ausschiffung beendet; die Symphonie nahm Kurs auf Bonn. Warum wir nicht in Köln blieben sondern wieder flussaufwärts fuhren und uns damit von Duisburg entfernten, kann ich nicht sagen. Vielleicht waren die Liegegebühren in Bonn niedriger?

    Die ehemalige Bundeshauptstadt erreichten wir zur Mittagszeit. Wir lagen unweit der Kennedybrücke. Von hier aus war es nicht weit bis in die Innenstadt. Dort sahen wir uns ein wenig um; verließen sie aber relativ schnell wieder, weil dort Maskenpflicht herrscht. Uns zog es deshalb an die Rheinpromenade.

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    Nach 2 Stunden waren wir wieder auf dem Schiff. Es hatte inzwischen zu regnen begonnen.

    Nach dem Abendessen ließ sich unsere komplette Gruppe im Salon nieder und so verging die Zeit bei angeregten Gesprächen.

    Um 21.00 Uhr verließ die Symphonie Bonn und steuerte Duisburg an. Nachdem sich unsere Runde aufgelöst hatte, packten wir noch unsere Koffer.


    Duisburg, Ausschiffung und Rückreise (04.01.2022)

    Die Koffer sollten bis 07.15 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden. Von dort wurden sie von der Crew an Land gebracht.

    Wir trafen uns zum letzten Frühstück, verabschiedeten uns dann herzlich von unseren Tischnachbarn und dem immer zu Scherzen aufgelegten Tischkellner aus Ägypten, der am 06.01. seinen verdienten Heimaturlaub angetreten hat.

    Das bestellte Taxi kam pünktlich und brachte uns zum Hauptbahnhof. Um 11.00 Uhr sind wir wohlbehalten in der Heimat angekommen.

  • Fazit

    Das war eine wirklich abwechslungsreiche Reise über den Jahreswechsel. Zwar hätten wir Silvester lieber in Amsterdam gefeiert, das war wegen des Lockdowns aber nicht möglich. So waren wir zufrieden, dass wir überhaupt eine Flusskreuzfahrt unternehmen konnten. Die Alternativroute war auch nicht schlecht.

    Die baugleichen Schiffe Rhein Melodie und Symphonie sind schon etwas älter; Indienststellung der Symphonie war 2002. Eine Renovierung erfolgte 2018; seitdem ist sie wohl auch für Nicko Cruises im Einsatz. Sie bietet Platz für 196 Passagiere; bei unserer Reise waren aber nur 129 Passagiere an Bord; auf der Rhein Melodie sogar nur 113.

    Die Symphonie verfügt über drei Passagierdecks. Die Kabinen auf dem Hauptdeck verfügen über nicht zu öffnende Fenster. Die größeren Fenster auf dem Mitteldeck lassen sich öffnen, während die Kabinen auf dem Oberdeck über französische Balkone verfügen. Die Kabinen sind lt. Prospekt ca. 14,5 qm groß.

    Wir hatten eine Kabine auf dem Oberdeck, ausgestattet mit einem Doppelbett, einem Tisch mit zwei Stühlen, einem Schrank und einer Art Kommode mit einem Hocker. Ablagemöglichkeiten waren ausreichend vorhanden. Die Klimaanlage ließ sich abstellen; Safe, Haartrockner und TV waren ebenfalls vorhanden. Auch im Bad konnten wir alles unterbringen. Die Dusche verfügte über einen Vorhang.

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    Im Bug des Schiffes befinden sich der Salon (Oberdeck) und das Restaurant (Mitteldeck). Eine kleine Bibliothek mit einigen Sitzmöglichkeiten ist im Heck auf dem Oberdeck.

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    Bei der Einschiffung bekam man für die Dauer der Reise einen festen Tisch im Restaurant zugeteilt.

    Das Frühstück wurde in Buffetform angeboten mit allem was man auch in einem guten Hotel erwartet. Man bediente sich selbst, wobei bereitstehende Einmalhandschuhe zu nutzen waren. Mittag- und Abendessen wurden am Platz serviert. Bei den Hauptspeisen hatte man die Auswahl zwischen Fisch, Fleisch oder vegetarisch. Die Auswahl für Mittags und Abends wurde bereits während des Frühstücks getroffen. Insgesamt war das Essen in Ordnung mit etwas Luft nach oben. Wirklich leckere Speisen wechselten sich mit merkwürdigen Zusammenstellungen ab. Außer der offensichtlich mißratenen Ente ist mir Fisch mit Grünkohl in Erinnerung geblieben; eine Kombination,die uns allen noch nie begegnet war. Zudem war der Grünkohl trocken wie Stroh.

    Das Getränkepaket hat sich für uns auf alle Fälle bezahlt gemacht, zumal auch zum Mittag- und Abendessen keine Getränke im Reisepreis inkludiert waren.

    Die Crewmitglieder waren durchweg freundlich und aufmerksam. Ein besonderes Lob gilt der Kreuzfahrtleiterin Maria aus St. Petersburg, die den Umzug von der Melodie auf die Spirit und die Symphonie wirklich toll gemanagt hat. Kritik musste sie sich von einem Gast anhören, der offensichtlich an allem etwas auszusetzen hatte. Ich stand beim Einchecken auf der Symphonie in seiner Nähe, als auf einen Schlag 40 Passagiere ihre Kabinenkarten haben wollten. Drei MitarbeiterInnen kümmerten sich darum, dass das zügig vonstatten ging. Dabei beschwerte er sich darüber, dass eine Mitarbeiterin keine Maske trug. Allerdings war der komplette Rezeptionsbereich mit Plastikwänden abgegrenzt. Trotzdem bestand er darauf, dass sie den Mund- Nasenschutz aufsetzt.

    Das gibt mir Gelegenheit, zum Abschluss noch etwas zu den Hygienemaßnahmen an Bord zu sagen. Wegen der geringen Auslastung war das Einhalten des Mindestabstandes kein Problem. Auch an den großen Tischen im Restaurant blieben noch Stühle frei, so auch an unserem, an dem statt 8 auch 12 Passagiere hätten sitzen können. Täglich wurde beim Betreten des Restaurant zum Mittagessen die Temperatur gemessen.

  • Das war mein Bericht über unsere erste Kreuzfahrt mit Schiffswechsel.

    Nach der Kreuzfahrt ist vor der Kreuzfahrt. Die Unterlagen sind schon da; am Samstag geht es mit dem Flieger nach Las Palmas und dort auf die Vasco da Gama von Nicko Cruises zu unserer Kreuzfahrt zu den Kapverdischen Inseln.

    So ganz wohl ist es uns dabei nicht, weil in letzter Zeit ja einige Schiffe Corona bedingte Probleme hatten.

    Drückt die Daumen, dass alles gut geht.

    Ich werde dann berichten, wie es uns auf der Vasco da Gama gefallen hat; sie ist Neuland für uns.

    Viele Grüße

    Peter

  • am Samstag geht es mit dem Flieger nach Las Palmas und dort auf die Vasco da Gama von Nicko Cruises zu unserer Kreuzfahrt zu den Kapverdischen Inseln.

    So ganz wohl ist es uns dabei nicht, weil in letzter Zeit ja einige Schiffe Corona bedingte Probleme hatten.

    Drückt die Daumen, dass alles gut geht.

    Ich werde dann berichten, wie es uns auf der Vasco da Gama gefallen hat; sie ist Neuland für uns.

    Wir hoffen euch am Sonntag folgen zu können und die Cruise auf der MS 4 antreten zu können. Es bleibt spannend. Auf eure Erfahrungen mit der Vasco da Gama bin ich gespannt-

    Dein Bericht über die Flußkreuzfahrt hat mir gut gefallen. Momentan muss man wohl einfach flexibel bleiben.

    LG Susanne

  • Hallo Blu51

    Schöner Bericht Hut ab das du so locker geblieben bist…..andere Tour okay wegen Corona (Niederlande) Schiffswechsel okay wegen Defekt …….und dann noch die Reise anderes wegen Hochwasser oje,oje ……hoffe das es bei der nächsten Reise besser läuft drück die Daumen……hab aber noch eine Frage du schreibst dusche war mit Vorhang??? …..hoffe das ich mich verlesen habe :/ sowas mag ich überhaupt nicht :(

  • Blu51 vielen Dank für diesen Bericht :)

    Und beide Daumen sind gedrückt, für eure bevorstehende Reise.

    Liebe Grüße

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Kaum begonnen schon wieder vorbei.. schon viele schlechte Nachrichten auf die paar Tage.. aber ihr habt auch die Laune offenbar nicht vermiesen lassen..

    Weiterhin schöne Reisen wünscht Kathrin

  • Blu51

    Lieber Peter,

    Herzlichen Dank für den erneut interessanten Reisebericht der Silvester Flusskreuzfahrt, die doch ein wenig anders verlief wie geplant, Ihr aber doch - trotz Umrouten und Schiffswechsel - genießen konntet.

    Auf jeden Fall halte ich die Daumen, dass auch die anstehende Reise gut verläuft und Ihr eine schöne Zeit an Bord erlebt.

    Sehr gerne reise ich virtuell mit Euch. Deine Reiseberichterstattung und die gezeigten Fotos gefallen mir stets sehr gut. Schon heute freue ich mich auf einen weiteren Reisebericht.

  • Blu51

    Aller (eigentlich guten) Dinge sind DREI.

    Da kam bei euch aber viel zusammen. Ich finde es schön, dass ihr doch gelassen die Zeit über den Jahreswechsel an Bord genießen konntet.

    Und kaum sind die Koffer ausgepackt und die Sachen gewaschen, finden sie erneut Platz im Koffer und ihr geht auf die nächste Reise.

    Ich wünsche viel Spaß mit weniger unangenehmen Überraschungen.

    Liebe Grüße

    Sabine