05.10. La Coruña
Wie so oft bin ich morgens durch das Drosseln der Motoren wach geworden, so dass ich mich schnell in Klamotten geworfen habe und das Einlaufen genossen habe. Vorher schon konnte ich einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern.
Ein paar Minuten stand die Sonne so, dass es aussah als käme sie aus einem Krater aus dem Berg gekrochen, einfach herrlich.
Beim Mails checken sah ich eine von Hercules Tours (HT im weiteren Bericht, eine gute Empfehlung von andreaO ), die Tour sei verschoben auf 11.30h. So haben wir in Ruhe gefrühstückt und sind dann raus. Der Treffpunkt, an dem wir sofort von sehr freundlichen Mitarbeiterinnen von HT empfangen wurden, liegt direkt am Platz vor dem Pier. Da wir die einzigen Gäste waren, die online gebucht hatten, und damit statt 17 nur 15 Euro bezahlt haben, war die erste Reihe für uns reserviert... wieder kamen wir uns wie VIPs vor🤣.
Es ging vorbei am recht neuen Seekontrollzentrum.
Anfang der 90er havarierte vor der Küste la Coruñas ein Öltanker mit der Folge einer großen Umweltkatastrophe. Als Lehre daraus wurde der Turm gebaut, von dem aus der Seeverkehr überwacht wird.
Der erste Stopp (10 Minuten) kam gleich danach, am Castello San Anton aus den 16. Jahrhundert, das heute als archäologisches Museum genutzt wird. Früher wurde es als Verteidigung la Coruñas genutzt und später als Gefängnis und danach als Krankenhaus für Seeleute.
Weiter ging es parallel zur Strandpromenade (mit 13 km die längste Europas) entlang zum Hercules Turm (30 Minuten). Es ist der älteste, heute noch in Betrieb befindliche, Leuchtturm der Welt und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Er stammt aus dem 2. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert restauriert und hat seine heutige klassizistische Form erhalten. Er ist 55m hoch. Als wir abends ausliefen, konnten wir ihn super erkennen.
Unsere Reiseführerin im Bus war Maria, die solch hübsche Wörter wie "parkieren" und "velo" als Schweizerin entlarvte😍. Sie hat uns viel Interessantes erzählt, wovon ich mir wieder nur recht wenig merken konnte (... ein Gedächtnis wie ein Sieb).
Die Küste um la Coruña nennt man auch Costa de la morta wegen der vielen gesunkenen Schiffe dort. Es befinden sich zahlreiche Felsen im Wasser, die gefährlich für die Schiffe sind.
La Coruña lebt von der Fisch- und Muschelindustrie, von Ölraffinerie und von Textilien (Zara).
Der nächste Halt war am "el pulpo", einer Skulptur des Nationalgerichtes. Etwas oberhalb steht das Gebäude einer Kita mit einer zum Meer hin offenen Fensterfront, genial.
