17. Juli 2016 Reykjavik, Island
Die Hauptstadt Islands empfängt uns gegen halb zwei mit tiefliegenden Wolken und Nieselregen. Nach dem tollen Wetter beim Auslaufen gestern in Akureyri ist das ein leichter Schock, mal sehen was wird.
Heute Nachmittag wollen wir auf Fotosafari gehen. So wird der Ausflug bei TUI Cruises beschrieben:
Fangen Sie die besten Motive mit der Linse ein!
Nach einer ca. 45-minütigen Fahrt von Reykjavík erreichen Sie den Kleifarvatn-See. Dieser See wird von mächtigen Bergen und schroffen Felsen umrahmt und ist ein wunderschönes Fotomotiv. Anschließend geht es weiter in das Solfatarengebiet Krýsuvík, wo Sie die einmalige Gelegenheit haben, die dampfenden Erd löcher und heißen Quellen aus der Nähe abzulichten. Auf Ihrem Weg zu Reykjavíks Leuchtturm legen Sie noch einen Fotostopp am gewaltigen Vogelfelsen ein, wo Sie mit etwas Glück ein Foto von nistenden Vögeln schießen können. Nach einem Fotostopp an der Blauen Lagune geht es zur Ortschaft Hafnarfjordur, die ebenfalls ein fotogenes Highlight ist. Mit vielen einmaligen Bildern und Eindrücken kehren Sie zurück zum Schiff.
Die offizielle Beschreibung hörte sich schon mal gut an, aber die Tour war noch viel besser, es war ein Vorteil den Bordlektor, Herrn Kummerer, mit im Bus zu haben. So gab es den einen oder andern Extrahaltepunkt.
Leider hat sich das Wetter noch verschlechtert, es regnet mittlerweile stärker. Bald nach dem Start durchfahren wir Hafnarfjörður, eine Stadt südlich von Reykjavik. Hinter Hafnarfjörður bleiben wir stehen und nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die so typischen Gestelle zum Trocknen von Fisch. Es bietet sich ein obskurer Anblick, getrocknete Kabeljauköpfe, der Rest ist schon verkauft. Die Köpfe gehen dann nach Afrika wurde uns erklärt.
Die nächste Station ist der Kleifarvatnsee auf der Reykjanes Halbinsel. Er ist 4,7 km lang und ca. 2,5 km breit. Die maximale Tiefe beträgt 97 m. Die Gegend um den Kleifarvatn ist geprägt von den ihn umgebenden aktiven Vulkanen, er selbst liegt mitten im Gebiet des Vulkansystems von Krýsuvík. Das und die hier verlaufende Plattengrenze erklären die häufigen Erdbeben.
Die Landschaft ist karg und vulkanisch geprägt. Aber überall zwischen den Lavaformationen finden sich Plfanzen und Blumen. Hier ist ein etwas längerer Stopp zum fotografieren und entdecken.
Anschließend geht es weiter zum Solfaratengebiet bei Krýsuvík. Krýsuvík ist ein Weiler und gleichnamiges Vulkansystem auf der Reykjanes-Halbinsel in Island. Es liegt im Süden der Halbinsel zwischen den Städten Grindavík und Hafnarfjörður. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis die dampfenden Erdlöcher und heiße Quellen aus der Nähe zu fotografieren. Man muss gut aufpassen wo man hintritt, hier ist fast alles heiß. Das Wetter ist mittlerweile viel besser geworden, sogar die Sonne lugt ab und zu durch die Wolken. Nach einem geführten Rundgang geht es weiter zu einem weiteren Highlight der Fotosafari, der Steilklippe von Valahnúkur.
Der Weg führt uns zuerst nach Grindavik, einer 3000 Einwohner zählenden Stadt an der flachen Südküste Reykjanesskagi. Auf dem Weg dahin passieren wir einige Lavafelder. Die Kargheit der Landschaft fasziniert. In Grindavik selbst haben wir eine kurze Pause und können uns so den kleinen Fischerhafen anschauen. In Ferne sieht man schon das nächste Ziel, der Leuchtturm und der Vogelfelsen von Valahnúkur.
In Ferne sieht man schon das nächste Ziel, der Leuchtturm und der Vogelfelsen von Valahnúkur. Hier nisten viele Vögel. Man kann auf den Felsen hochklettern und hat einen tollen Rundblick auf die Umgebung. Oben auf dem Felsen sieht man auch eine Spalte wo die Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Auch der imposante Leuchturm Reykjanesviti ist ein tolles Fotomotiv. Er ist 31 m hoch und wurde 1929 in Betrieb genommen.
Das nächste Ziel sind die heißen Quellen von Gunnuhver. Der Vulkan Gunnuhver liegt im Südwesten Islands, westlich des Fischerortes Grindavík. Dabei handelt es sich um das zentrale Hochtemperaturgebiet des Vulkansystems Reykjanes, das auf der gleichnamigen Halbinsel liegt. Die Temperaturen unter den Quellen betragen über 300 °C und damit handelt es sich um eine der buchstäblich heißesten Stellen in Südwestisland. Im Hochtemperaturgebiet gibt es viele Schlammquellen und Fumarolen. Es stinkt im wahrsten Sinne des Wortes hier und man tut gut daran Abstand zu halten.
Das nächste, aber nicht im Programm vorgesehene Ziel, ist die Brücke zwischen Kontinenten. Die Brücke verbindet symbolisch die nordamerikanische Kontinentalplatte mit der eurasischen. Die Plattengrenzen verlaufen quer durch Island, was an vielen Stellen sichtbar ist. Die Platten driften pro Jahr etwa 2,5 cm auseinander. Die Brücke liegt ca. fünf Kilometer nördlich von Grindavik. Es ist schon ein seltsames Gefühl nur über die Brücke von Europa nach Amerika zu gehen.
Mittlerweile ist es schon acht Uhr Abends, aber es ist immer noch hell. Wir fahren weiter zur berühmten Blauen Lagune, die wir aber nur von außen sehen. Zum Baden ist keine Zeit, dazu sollte man einen extra Ausflug buchen.
Die Bláa Lónið ist ein Thermalfreibad bei Grindavík auf der Reykjanes-Halbinsel auf Island. Sie liegt nahe der Hauptstadt Reykjavík und dem internationalen Flughafen in Keflavík und ist eine Touristenattraktion in Südwest-Island.
Sie entstand als Abfallprodukt des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes von Swartsengi. Das Thermalwasser kommt aus einer Tiefe von 2000 Meter und ist zwischen 37 und 42 Grad warm. Die blaue Farbe von der Kieselsäure die im Wasser enthalten ist. In der Sonne wird die Farbe besonders schön reflektiert.
Es fängt mittlerweile langsam an zu dämmern, wir fahren nun nach Reykjavik zurück. In der Hauptstadt bleiben noch zwei Besichtigungspunkte, die Hallgrimskirkja und der Perlan, ein Warmwasserspeicher. Da wir den morgen auch nochmal sehen, folgt die Beschreibung dazu später. Ein Wahrzeichen der Stadt Reykjavik ist die Hallgrimskirkja. Die Hallgrímskirkja ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche der Isländischen Staatskirche in der Hauptstadt Reykjavík, das größte Kirchengebäude Islands und das zweithöchste Gebäude des Landes nach dem Smáratorg-Turm. Sie ist 74 m hoch und wurde 1986 fertiggestellt. Erbaut ist sie im Stil des Expressionismus.
Es folgt noch eine kurze Stadtrundfahrt und nach acht Stunden voller Erlebnisse und mit vielen Fotos sind wir wieder auf dem Schiff. Dieser Ausflug war definitiv ein grandioses Highlight.
Morgen geht es weiter mit dem goldenen Kreis, der Pflichtausflug in Island.
LG Elke
