Was für ein wunderschöner Bericht mit klasse Fotos, herzlichen Dank. Meine Reisewunschliste wird immer länger.
Mit dem Schiff und Rad durch Nord-Holland vom 30.05. bis 08.06.2024 - Reisebericht
-
-
Wirklich ganz tolle Fotos Muesi !
Ganz ehrlich und liebe Holland-Fans , bitte steinigt mich nicht :
ich hätte nicht gedacht, dass die Orte dort sooo hübsch, niedlich, farbenfroh, abwechslungsreich, romantisch, pittoresk….sind. Da muss ich / wir dann doch demnächst auf jeden Fall mal hin !!!
Danke für die interessanten Eindrücke deines Berichts und die aussagekräftigen Fotos, hat mich alles absolut überzeugt!
LG Marina
-
Ich kann mich nur anschließen und finde deine Aufnahmen wunderschön

-
Hmmmmmm, mir läuft das Wasser im Mund zusammen.....

Ich muss dringend zu den Nachbarn, Bitterballen essen

So, erledigt Muesi
Heute mal eben nach Venlo zum Kaffee kaufen gefahren und NATÜRLICH Pommes gegessen.

Statt Bitterballen gab's Kaassoufflé.
Liebe Grüße
-
Die holländischen Käsköpfe essen doch Patat Oorlog also mit Pindasaus und Zwiebel oder Bitterballen mit scharfem Mostert.
Pommes weis, rot oder rot-weis typisch deutsch.
VG
Caribbean
-
-
Meine Reisewunschliste wird immer länger.
Durch die vielen tollen Berichte hier im Forum kommt man immer auf neue Reiseideen. Meine Wunschliste ist auch schon sehr lang
.Ganz ehrlich und liebe Holland-Fans , bitte steinigt mich nicht :
ich hätte nicht gedacht, dass die Orte dort sooo hübsch, niedlich, farbenfroh, abwechslungsreich, romantisch, pittoresk….sind. Da muss ich / wir dann doch demnächst auf jeden Fall mal hin !!!
Holland ist wirklich wunderschön
. Wir haben dieses tolle Land auch erst im letzten Jahr für unsere Radurlaube entdeckt.So, erledigt Muesi
Heute mal eben nach Venlo zum Kaffee kaufen gefahren und NATÜRLICH Pommes gegessen.

Statt Bitterballen gab's Kaassoufflé.
Ich kriege grad richtig Hunger auf Bitterballen und holländische Pommes. Schade, dass der Weg zu weit ist, um mal eben zum Essen rüberzufahren
. -
Und jetzt geht es endlich weiter mit dem Bericht. Ich will euch ja nicht den letzten Reisetag vorenthalten!
Enkhuizen - Volendam - Marken - Amsterdam am 07.06.2024
An diesem Morgen hieß es wieder früh aufstehen. Unser Kapitän verließ den Hafen von Enkhuizen bereits um 5.55 Uhr. Ich stand pünktlich auf dem Außendeck, um mich von Enkhuizen zu verabschieden.
10 Minuten später erreichten wir das Krabbersgat-Navidukt, das das erste Navidukt der Welt ist und das IJsselmeer mit dem Markermeer verbindet. Dieses Navidukt ist ein Aquädukt mit einer Schleuse im Wasserlauf. Unter der Schleuse befindet sich die Autobahn. Für diese spektakuläre Schleuse stand dann auch mein GöGa pünktlich draußen
. Es war echt interessant, wie wir sozusagen mit dem Schiff über eine Brücke fuhren und die Autos unter uns über die Straße rollten.Bereits nach 10 Minuten verließen wir die Schleuse und setzten unsere Fahrt über das Markermeer fort.
-
An diesem Morgen habe ich es dann auch mal geschafft, für euch das Frühstücksbuffet zu fotografieren.
Um 8.30 Uhr erreichten wir den Hafen von Volendam. Am Liegeplatz war es so eng, dass die Räder von der Crew über kleine Rampen auf den Anleger gehoben bzw. geschoben wurden und wir unsere Räder erst an Land in Empfang nahmen. Hinzu kam, dass ein weiteres Schiff der Boat-Bike-Touren, die „Sarah“ direkt an der De Willemstad fest machte und die Crew die ca. 25 Fahrräder der Sarah über unser Schiff an Land bringen musste. Hierbei halfen alle Crew-Mitglieder, selbst der Kapitän, kräftig mit.
-
Unsere letzte Radtour startete um 9.00 Uhr im einstigen Fischerdorf Volendam südöstlich von Edam am Markermeer. Als Programm wurde vom Reiseveranstalter kurz hinter Volendam der Besuch eines Henri-Willig-Käsebetriebes angeboten. Im letzten Jahr hatten wir bereits an einer Hofführung mit Verkostung in einem anderen holländischen Betrieb teilgenommen. Außerdem haben wir unseren Käseeinkauf schon in Enkhuizen erledigt. Daher verzichteten wir auf diesen Programmpunkt und radelten über Monnickendam weiter bis zur Halbinsel Marken, die über einem Damm mit dem Festland verbunden ist.
Marken ist eine ehemalige IJsselmeerinsel, die 1164 durch eine Flut vom Festland getrennt wurde und seit 1957 durch einen 2 km langen Deich mit der Landzunge Nes verbunden ist. Wir schauten uns den idyllischen Ort mit seinen schönen grünen Holzhäusern mit weißen Fensterrahmen an, besichtigten die Kirche, tranken im Hafen einen Kaffee und genossen die Ruhe und Stille des Ortes.
-
Diese Stille hielt leider nur eine halbe Stunde an, denn dann rollten plötzlich Reisebusse mit asiatischen Gästen in den niedlichen Ort. Schnell schnappten wir unsere Räder und fuhren zum östlichsten Punkt mit dem Wahrzeichen der Insel, dem wunderschönen Leuchtturm „Paard van Marken“. Schade, dass dieser Leuchtturm Privatbesitz ist und nicht besichtigt werden kann. Aber er hat es trotzdem in die Liste „Mein Leuchtturm“
geschafft. Da stimmst du mir doch bestimmt zu Tuffi65
, oder?Vom Leuchtturm aus ging es dann über die Insel und den Damm zurück bis Monnickendam und dann weiter durch die Region Waterland mit zahllosen kleinen Seen, Gräben und Kanälen bis nach Amsterdam.
Schaut mal auf dem Schild, wie günstig die Fährüberfahrt war
. -
Wir erreichten die niederländische Hauptstadt gegen 12.00 Uhr. Da unser Schiff den Liegeplatz erst gegen 13.00 Uhr erreichen sollte, machten wir kurz vor der Fähre zum Hauptbahnhof in einem gemütlichen Restaurant eine längere Mittagspause und ich genoss ein letztes Mal die leckeren Bitterballen.
Um 13.30 Uhr fuhren wir mit der kostenlosen Fähre bis zum Hauptbahnhof und radelten von dort die letzten 4 km bis zum Liegeplatz Minervahaven. Die Fahrradtour hatte am letzten Tag unserer Boat-Bike-Tour eine Gesamtlänge von 48 km. Unsere Fahrräder wurden dann nicht mehr an Bord geschoben. Sämtliche Privaträder verblieben neben dem Schiff und wurden dort von der Crew mit einem langen Draht zusammengeschlossen, damit sie am nächsten Morgen zur Abreise nicht alle erst wieder an Land gebracht werden mussten. Wir brachten zusätzlich unsere Schlösser an. Da der Liegeplatz weit außerhalb des Stadtzentrums liegt und die Fahrräder versteckt an der Pier zwischen den beiden Schiffen De Willemstad und De Amsterdam standen, hatten wir da auch keinerlei Bedenken.
-
Wir machten uns kurz in der Kabine frisch und dann stand natürlich für uns bei dem tollen Wetter noch eine Tour durch Amsterdam auf dem Programm. In der Nähe des Liegeplatzes befindet sich die Bushaltestelle Koivistokade. Dort nahmen wir den Bus Nr. 48, der uns in 15 Minuten bis zur Centraal Station fuhr. Zum Bezahlen wird einfach die Kreditkarte beim Ein- und Aussteigen vor den Scanner gehalten. Wichtig ist, dass jede Person eine eigene EC- oder Kreditkarte besitzt. Für die einfache Fahrt haben wir pro Person 1,80 € gezahlt. Wir stiegen also am Hauptbahnhof aus und starteten unsere Rundtour, die ich vorher per Komoot geplant hatte. Wir waren bereits das dritte Mal in Amsterdam und dieses Mal sollte es ein Spaziergang durch die Stadt werden mit bereits bekannten und ein paar neuen Zielen. So sahen wir neben vielen wunderschönen Grachten den He Hua Tempel in Chinatown, die Waage bzw. das frühere Stadttor (das leider eingerüstet war), die Magere Brug (hölzerne Zugbrücke), das Rijksmuseum, das Hard Rock Café, das Stadttheater, den Bloemenmarkt und den Königlichen Palast mit der Nieuwe Kerk. Zurück ging es dann durch das Rotlichtviertel bis zum Bahnhof. Ich lasse dann einfach mal die Fotos sprechen:
-
-
Nach unserer Radtour sind wir dann noch zusätzlich 8 km durch Amsterdam gelaufen. Die Stadt ist wirklich wunderschön
, aber auch lebhaft und voll. Daher reichten uns drei Stunden Großstadterlebnis völlig aus und wir waren froh, als wir mit dem Bus den Liegeplatz unseres Schiffes in Minervahaven erreichten. Nach einer schnellen Dusche stand dann schon um 18.30 Uhr das Abschiedsessen mit Verabschiedung der Crew auf dem Programm. Wir haben den letzten Abend an Bord noch einmal genossen und vor dem Schlafengehen mussten dann noch die Koffer gepackt werden.Abreise am 08.06.2024
Wir frühstückten noch in Ruhe, denn die Kabine mussten wir bis spätestens 9.00 Uhr räumen. Die Koffer wurden von der Crew an Land gebracht. Unser Auto stand auch schon parat und die Übergabe erfolgte von Central Parking ohne Probleme. Unser Auto hatten wir schnell gepackt und so konnten wir zeitig den Rückweg antreten.
Fazit:
Von unserem Urlaub im Nachbarland waren wir wieder sehr begeistert
. Wir hatten Glück mit dem Wetter und sind auf keiner unserer Radtouren nass geworden. Die Kombination aus Schiff und Rad ist für uns perfekt, um das Land zu erkunden. Aufgrund der Länge der täglichen Touren von ca. 45 bis max. 60 km bleibt ausreichend Zeit für Stadtbesichtigungen. Die Touren werden durch die täglichen Besprechungen gut erläutert und sind mit den zur Verfügung gestellten Karten, Tourzetteln mit Knotenpunkten und der Navigations-App ohne Probleme zu fahren. Das Schiff De Willemstad verfügt über 49 Kabinen für max. 96 Passagiere. Man kann es nicht mit den Schiffen der normalen Flusskreuzfahrten vergleichen. Es ist alles ein bisschen einfacher und rustikaler. Insbesondere waren wir von unserem Bad sehr enttäuscht, vor allem war es extrem eng und hatte wenig Ablageflächen. Das Fenster der Kabine klemmte und ließ sich nur mit großem Kraftaufwand nach unten schieben. Komplett verschließen konnte man es auch nicht, was zur Folge hatte, dass die Klimaanlage nicht richtig funktionierte
. Da auf unserer Reise draußen eher etwas kühlere Temperaturen herrschten, war es nicht so schlimm, dass die Klimaanlage ausfiel. Wir hatten allerdings auch die einfachste Kabinenkategorie „im Keller“ (Unterdeck) gebucht. Es gibt auch ein paar Suiten mit französischem Balkon, zu öffnender Schiebetür, zwei zusammenstehenden Einzelbetten und einer kleinen Sitzecke. Ob hier das Bad größer ist und ob die Ausstattung den hohen Aufpreis rechtfertigt, weiß ich leider nicht
, da wir nicht die Möglichkeit hatten, uns eine solche Kabine anzusehen. Unsere Tischnachbarn hatten eine normale Kabine auf dem Oberdeck, die genauso zugeschnitten war wie unsere Kellerkabine und fast dieselben Mängel aufwies
. Erst dachte ich, das ist dann wohl die letzte Reise in solch einer Schiffskategorie. Aber jetzt nach ein bisschen Abstand sind wir davon überzeugt, dass wir wieder irgendwann Boat-Bike buchen werden, da das Gesamtpaket für uns passt und wir uns bei dieser Reise sowieso nur Nachts in der Kabine aufhalten. Die Crew war sehr freundlich und immer hilfsbereit und alles war gut durchorganisiert
. Ich habe tatsächlich schon zwei schöne neue Reiserouten im Auge
. Mal sehen, wann wir wieder im wunderschönen Nachbarland Urlaub machen. Hoffentlich muss ich nicht so lange warten, denn ich hätte schon jetzt wieder Appetit auf leckere Kibbelinge und Bitterballen
.Ich bedanke mich bei euch fürs Mitlesen, eure positiven Feedbacks und die vielen Likes! Wenn ich auch nicht jeden fürs Radfahren begeistern konnte, dann ist es mir aber hoffentlich gelungen, Werbung für Urlaub in den Niederlanden zu machen
.Für uns geht es im September noch einmal auf Flusskreuzfahrt, aber dann ohne Fahrräder! Wir sind schon ganz gespannt, wie es uns in Portugal auf dem Douro gefällt und freuen uns schon riesig auf die Reise
.Herzliche Grüße
Silke
-
Liebe Silke,
das Interesse hast du schon beim letzten Mal geweckt und irgendwann wird es bestimmt auch bei uns mal solch eine Reise. Einen Link zu deinem Bericht habe ich meiner Tochter geschickt, die nächsten Monat eine Radtour in Holland geplant hat. Die Bilder sind einfach zu schön.

Jetzt muss ich aber doch mal fragen: Was genau sind den die erwähnten Bitterballen?
LG Susanne
-
Liebe Susanne Susi66 ,
das freut mich, dass ich dich für eine Radreise durch Holland begeistern konnte und deiner Tochter wünsche ich ganz viel Spaß auf ihrer Radtour.
Bitterballen sind frittierte Fleischkroketten mit einem Ragout aus Rind- oder Kalbsfleisch. Sie sind außen knusprig und innen heiß und werden mit Senf gegessen.
LG Silke
-
Vielen lieben Dank Silke Muesi für deinen tollen , interessanten Bericht mit den wunderschönen begleitenden Fotos.
Das hat mich alles wirklich überrascht und dann überzeugt, dort mal Urlaub zu machen ! Ob es nur eine Fluss-Kreuzfahrt mit Spazierengehen wird oder ich mir doch noch ein eBike anschaffe , steht noch in den Sternen… So ein Kauf ist ja nicht ganz günstig, und zu Hause reicht mir eigentlich mein normales Rad …Mal schaun…
Wie schon mal geschrieben, ich wusste bisher tatsächlich nicht , wir hübsch die Holländischen Örtchen sind ! Danke für diese neue Erkenntnis.
LG Marina
-
Liebe Marina Tosehama ,
wir waren selbst überrascht über die vielen schönen Städte in den Niederlanden
und werden auf jeden Fall irgendwann wieder dort Urlaub machen. Es gibt noch so viel zu entdecken. Generell kann man die Fahrradtouren auch mit einem normalen Fahrrad schaffen, da es in den Niederlanden sehr flach ist, außer man fährt durch eine Dünenlandschaft. Aber statt Berge gibt es Wind und der kann in Nordholland auch mal heftiger sein. Da ist das Fahren mit dem E-Bike viel entspannter.LG Silke
-
Liebe Silke Muesi
Einiges kenne ich selbst von eurer schönen Tour. Wir fahren ja auch so gerne bri den Nachbarn Rad.
Mit euren Schiffen könnte ich mich eher nicht anfreunden. Sorry... Aber dafür lieben wir die schönen B&B, die wir bisher so oft in Holland gefunden haben. Jedenfalls hast du uns schon einige schöne Routenempfehlungen gezeigt.
Es war wieder sehr schön mit euch zu reisen!
LG Conny
-
