Wir haben die Amadea im Hafen von Bremerhaven besichtigt, und ich möchte Euch kurz meine Eindrücke von diesem für mich bislang unbekannten Schiff mitteilen.
Zunächst ein paar kurze Anmerkungen zur Anfahrt zur Columbuskaje:
im Hafengebiet gibt es eine Stelle, an der es zwei rel. dicht beieinander liegende Brücken gibt, von denen meist eine für Schiffe geöffnet ist (also nicht überquert werden kann) und die andere für Autoverkehr offen ist. Welche der beiden Brücken für Autoverkehr freigegeben ist, wird mit Hilfe eines grünen Pfeils an einer Anzeigetafel gezeigt. Derzeit ist es meistens die 2. Brücke. Das ist wichtig zu wissen, weil Google Maps immer den Weg über die 1. Brücke anzeigt. Derzeit ist der durch eine Absperrung geschlossen, das ist aber nicht immer so. Deshalb der wichtige Hinweis, IMMER dem grünen Pfeil zu folgen. Die gesperrte Brücke ist mit einem X deutlich gekennzeichnet.
Und nun zu den Bauarbeiten an der Kaje. Wie ich neulich schon einmal geschrieben hatte, wird derzeit der mittlere Teil der Kaje saniert. Auf dem folgenden Foto ist das gut zu erkennen.
Der 1. Abschnitt, hier links unten im Foto ist fertiggestellt. Wenn das Schiff hier liegt, könnt Ihr bequem über die neue Gangway auf das Schiff gelangen (s. nächstes Foto)
Der mittlere Teil wird derzeit saniert, wie man auf dem 1. Foto gut erkennen kann. Der 3. Abschnitt der Kaje (oben rechts) ist noch nicht saniert. Er dient als Ausweichplatz, wenn gleichzeitig zwei Schiffe im Hafen liegen. Da man die Baustelle nicht zu Fuß durchqueren darf, kommt es dann zu dem hier im Forum schon öfter beschriebenen Transfer per Bus. Der derzeit im Bau befindliche Teil der Kaje soll im Herbst 23 fertiggestellt werden. Dann dürfte sich dieses Thema erledigen.
Und noch ein kurzer Hinweis zur Columbuskaje. Die alten Gebäude, die Ihr vom Schiff aus sehen könnt, dienten in der Zeit zwischen 1870 und 1960 Millionen Menschen als letzter Ort vor dem Aufbruch in die Neue Welt. Im Auswandererhaus werden einzelne Schicksale exemplarisch gut dargestellt. Wer Lust und Zeit hat sich mit dem Thema Auswanderung noch ein wenig eingehender zu beschäftigen, sollte mal auf den Spielplan der Gruppe 'Das letzte Kleinod' schauen. Diese Gruppe setzt das Thema immer wieder in Szene, häufig auch in dem alten Auswanderungsgebäude. Nur so ist eine Besichtigung heute noch möglich, und die Aufführungen sind wirklich zu empfehlen: man fühlt sich schnell in diese Zeit zurückversetzt.
