Mit Tallinn konnte ich bisher noch nicht viel anfangen. Es scheint aber wirklich sehr schön zu sein.
Bin schon gespannt auf St. Petersburg.
Danke für den tollen Bericht.
Mit Tallinn konnte ich bisher noch nicht viel anfangen. Es scheint aber wirklich sehr schön zu sein.
Bin schon gespannt auf St. Petersburg.
Danke für den tollen Bericht.
Schöne Bilder! So sieht Tallin also aus wenn die Sonne scheint 😎 - wir haben es leider nur mit Regen kennen gelernt... Ich freu mich schon auf den nächsten Hafen! Lese gerne mit, danke für den Bericht!
LG Maryilis
Ich hüpfe auch noch schnell auf - bei uns geht es in 2 Wochen auf die MS1 "Ostsee mit St. Petersburg & Kopenhagen I". 
Verdammt gutes Wetterchen hattet Ihr ja - hoffentlich noch ein paar Sonnenstrahlen übrig gelassen für uns ![]()
Nächste Reisen:
2019-07 NMeinSchiff1 Ostsee mit St. Petersburg & Kopenhagen
2020-07 MeinSchiff Herz Griechenland mit Zypern
2020-10 MeinSchiff Herz Griechenland ab Malta
Leider schon vorbei:
2018-12 NMeinSchiff1 Kanaren mit Madeira
2018-03 MeinSchiff2 Mittelmeer mit Kanaren
2017-07 MeinSchiff1 Nordkap mit Trondheim
2016-08 MeinSchiff5 Kopenhagen mit Kristiansand
2015-10 MeinSchiff2 Mittelmeer mit Ibiza
2013-12 MeinSchiff1 Kanaren und Madeira
1995-12 Maxim Gorkiy von Bremerhaven zu Kanaren mit Madeira
Nachmittags saßen Bonny und ich mal wieder in der Hoheluft Bar, ich schickte wieder Bilder, auch an sandy , als danke, weil sie mich auch immer versorgte und abends gingen wir erneut zusammen in den Fischmarkt. Wir vier verstanden uns so großartig, dass ich mich schon fragte, wann denn der große Knall kam, es konnte doch nicht wirklich alles so rund laufen?
Und da habe ich mich auch wahnsinnig drüber gefreut![]()
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Kaline Vielen lieben Dank für die Grüße![]()
LG
Sandy
23. Mai 2019 – St. Petersburg – Extra für uns öffnet der Katharinenpalast…
Um Viertel nach Sieben sollte die Treffzeit für unseren Ausflug „Eine Reise ins Land der Zaren sein“. Wir holten Bonny und Papa an deren Kabine ab, da wir uns sicher waren, wahrscheinlich am Theater den Überblick zu verlieren. Es ging aber tatsächlich vom Andrang her und so saßen wir immerhin recht schnell und warteten, dass unser Bus aufgerufen wurde.
Bis dahin durften wir uns etwa sieben Mal anhören, was wir eigentlich brauchten für den Ausflug: Unseren Reisepass, die Bustickets, die Bordkarte und ganz wichtig: Den Abschnitt vom Ausflug und zwar unseren eigenen. Bonny hatte sich extra für diese Reise einen Pass beantragt und hoffte jetzt sehr auf ihren ersten Stempel.
Weil uns die Zeit etwas lang wurde, erzählten wir meinen Eltern, dass wir nicht vom Wecker wach wurden, sondern vom Anlegemanöver. Da unsere Kabine ganz vorne war, waren wir recht nah am Bugstrahlruder und das musste ganz schön arbeiten wegen des Seitenwindes. Leider klapperte unser Kabinenpräsent vom Reisebüro, eine noch nicht getrunkene Flasche Weißwein, in ihrem Bottich und das ganze Bett vibrierte. Ich glaube, so bewusst hatten wir das Anlegen noch nicht mitbekommen.
Die Einreise dauerte etwas, weil die Damen an der Grenzkontrolle ziemlich genau auf alles guckten (keine Ahnung auf was genau) und nicht einmal eine kleine Regung im Gesicht zeigten, aber wir bekamen den Stempel. Bonny konnte sich gar nicht daran sattsehen und Papa war etwas gnatschig, weil erstmal außerhalb des Gebäudes Rauchverbot war. Er schaffte es trotzdem noch eine zu qualmen und dann ab in unseren Reisebus.
Olga erzählte eine Menge zu St. Petersburg, zur Entstehung, darüber, dass Wohnungen hier relativ günstig waren, dass die meisten Eigenheim hatten und was wir jetzt demnächst alles zu sehen bekamen. Die Fahrt nach Puschkin wurde somit recht kurzweilig. Leider hatte ich in Geschichte ganz offensichtlich nicht ausreichend aufgepasst, weil mir fast alles recht neu war, was sie über die Zarenzeit und die überwiegend weiblichen Herrscher erzählte, aber ich war gewillt, es zu Hause noch einmal nachzulesen. Zugegeben, in der Schulzeit war Geschichte nicht gerade mein Lieblingsfach, ich war zwar ziemlich gut darin, aber ich schätze ich lernte es immer nur für die jeweilige Klausur auswendig und vergaß dann alles wieder.
Die ersten Eindrücke in St. Petersburg...
Zurück nach Puschkin. Wir stiegen aus dem Bus aus und tigerten die letzten 200 Meter zum Katharinenpalast, dessen Prunk wir schon erahnen konnten, als wir näher dran waren. Mir war schon klar, dass dort jede Menge los sein würde, aber so viel! In der Ausflugsbeschreibung hieß es „extra für Sie öffnet der Katharinenpalast früher seine Pforten“ was übersetzt so viel hieß wie „extra für Sie und alle anderen Kreuzfahrer und alle anderen touristischen Monstergruppen die irgendwie angemeldet sind dürfen Sie eine Stunde vor Individualtouristen rein.“
Also Augen zu uns durch. Wir sind alle kein Fan von großen Menschenansammlungen, ich bekomme regelrecht Platzangst, aber das wollten wir alle so sehr sehen, dass es schon irgendwie ging. Im Eingangsbereich bekamen wir schicke Museumstreter an und dann ging es Gruppe für Gruppe in den Palast. Da jeder einen kleinen Empfänger am Ohr hatte, konnte man gut lauschen und der allgemeine Geräuschpegel war nicht allzu laut. Jede Gruppe musste diese Walkie-Talkies tragen, was es insgesamt recht angenehm machte.
Auch wenn unheimlich viele Menschen da waren fand ich es völlig in Ordnung, die Zeit die wir zum Gucken hatten, nämlich so viel, wie Olga erzählte, reichte im Großen und Ganzen meist aus. Klar, am liebsten hätten wir noch viel mehr gehört und mehr Zeit zum Gucken gehabt, aber für die erste Hälfte des Ausfluges fand ich das schon recht angemessen. Außerdem war es wirklich viel Input, alles konnte man nicht aufsaugen.
Die Bilder die ich habe, sind wirklich der Hammer. So viel Prunk, Protz und Gold, ganz und gar nicht meine Welt und doch wunderschön anzusehen! Wie viel Handarbeit und Zeit in die Verzierungen der Decke, jeder einzelnen Wand und Kronleuchter gesteckt wurde, muss der Wahnsinn gewesen sein. Auf neudeutsch: Wir waren regelrecht geflasht davon.
Danach ging es in den Garten, in dem unser Spaziergang leider nicht ganz so lange und üppig ausfällt, hier hätte ich es gut und gerne noch etwas länger ausgehalten. Wirklich wunderschön angelegt. Man hat damals wohl versucht Teile davon wie einen kleinen Wald aussehen zu lassen, mit See und allem was dazugehört. Leider war es echt schrecklich kalt und windig und wir waren doch froh, als es zurück zum Bus ging.
Ein Mittagessen war inkludiert, was wir für unseren Teil nicht gebraucht hätten, aber es war essbar. Ein Salat, eine Suppe, Reis, Hühnerfleisch und eine Kugel Eis zum Nachtisch. Okay, das Fleisch hab ich liegen gelassen, was mir komische Blicke am Tisch einbrachte und den Sekt und den Wodka dazu haben sowohl Steffi als auch ich an meine Eltern abgeschoben. Beides war süß, brrr…
Danach ging es zum Schloss Peterhof, das schreibe ich dann in einem zweiten Teil, das sprengt sonst den Rahmen… Auf jeden Fall war die Fahrt dorthin noch mal ganz nett, weil Olga nicht müde wurde von Russland zu erzählen. Auch wenn Russland als solches nie ein Ziel wäre, das wir bewusst ansteuern würden (Gay-Travel-Index und so) waren wir doch von der Schönheit positiv überrascht. Dazu im nächsten Bericht mehr.
Ganz liebe Grüße, eure Nelly
Danke für die ersten Infos zu Sankt Petersburg liebe Nelly. Nur noch wenige Tage, dann folge ich Deinen Spuren, deshalb mein gaaanz großes Interesse
Nelly Das Foto mit den sexy Puschen hab ich auch![]()
Nelly „extra für Sie öffnet der Katharinenpalast früher seine Pforten“ was übersetzt so viel hieß wie „extra für Sie und alle anderen Kreuzfahrer und alle anderen touristischen Monstergruppen die irgendwie angemeldet sind dürfen Sie eine Stunde vor Individualtouristen rein.“
DAS hab ich auch gedacht- Pustekuchen
Ich war aber trotzdem genauso wie du total geflasht und tief beeindruckt...
Danke für die ersten Infos zu Sankt Petersburg liebe Nelly. Nur noch wenige Tage, dann folge ich Deinen Spuren, deshalb mein gaaanz großes Interesse
Oha, dann muss ich wohl mal beeilen, dass ich noch vorher fertig werde... hihi...
Wow das ist ja wahnsinnig viel Prunk. Das hört man ja immer von St. Petersburg.
Liegt ihr zwei Tage dort?
Wow das ist ja wahnsinnig viel Prunk. Das hört man ja immer von St. Petersburg.
Liegt ihr zwei Tage dort?
Ja, das war auch gut so, es gab sooooo viel zu sehen!
das mit den vielen, vielen Gruppen war auch bei uns 2011 schon so, genauso wie im Peterspalast und in der Eremitage.
Trotzdem würde ich sie mir immer wieder anschauen wollen.![]()
Ich war auch so beeindruckt wie du. Bei uns war es zudem noch 35 Grad heiß, da hat man dann das Bad in der Menge ganz besonders genossen.![]()
Ich freue mich schon sehr auf deine Fortsetzung.
LG Andrea
Nelly :
Ich würde unheimlich gerne wissen, wie die Familienkreuzfahrt weitergegangen ist, welche tollen Erlebnisse ihr noch hattet und ob der Kreuzfahrtvirus auch den Rest der Familie erwischt hat.
LG Brigitte
Ich mich auch, liebe Nelly ![]()
Oh je... Sorry, die letzten Wochen brachten bei mir leider ein paar Nachrichten, die mich ganz schön aus der Bahn geworfen haben, ich war alles andere als kreativ... ist keine besonders gute Entschuldigung, aber jetzt geht's bergauf...
Und es geht weiter!
Liebe Grüße, eure Nelly
23. Mai 2019 – St. Petersburg Teil 2 – Der Peterhofpalast und die Gärten
Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Peterhof. Olga zählte noch einmal alle durch und stellte entsetzt fest „da fehlt doch jemand!“ Papa gab ziemlich zerknirscht zu „ja, meine Frau“ und Steffi und ich kicherten in uns hinein. Ausgerechnet auf einem geführten Ausflug ging Bonny verschütt. Naja, eigentlich hatte sie nur beim Essen und dem Ruf der Natur getrödelt, aber das wusste Olga natürlich nicht.
Der Peterhof war nicht annährend so voll wie der Katharinenpalast sondern, viel, viel schlimmer! Wir wurden wieder in Museumstreter gesteckt, mussten Jacken und Rucksäcke abgeben, da waren die unglaublich streng und durften dann wieder hinter Olga hinterherwatscheln und uns spannende Geschichten anhören. Die Zarenzeit war eine Zeit, in der die Frauen das Sagen hatten. Katharina die Erste hatte 15.000 Kleider, von denen sie jedes nur ein einziges Mal trug. Und es muss Ewigkeiten gedauert haben, bis sie endlich in einem steckte, alleine konnte sie die auf jeden Fall nicht anziehen. Wow. Papa knuffte mich in die Seite „na, das ist nichts für dich, oder?“ Nein, definitiv nicht. Er zog mich manchmal damit auf, dass ich nur so wenige Klamotten besitze. Aber, ich gebe es zu, ich hätte gerne mal so ein Kleid aus der damaligen Zeit angezogen.
Wieder erzählte Olga anschaulich und in ausreichender Menge, es machte meist Spaß ihr zuzuhören, auch wenn ich es manchmal etwas schwierig fand, den Anschluss an die ganzen Familienkonstrukte zu halten.
Der Peterhof war eine ziemlich spannende Angelegenheit, kaum vorstellbar, dass hier tatsächlich jemand gelebt hatte, mir ist so viel Protz und Raum immer unheimlich. Das Bernsteinzimmer war übrigens der einzige Raum, in dem man nicht fotografieren darf. Ich habe gefragt, warum das so ist: Das Blitzlicht schadet den Farben des Bernsteins, also hat man es sicherheitshalber gleich ganz verboten.
An jedem Zimmerdurchgang sitzen übrigens grimmig blickende Frauen, die aufpassen, dass man auch weitergeht und nicht mit dem Handy oder Fotoapparat über die Absperrbänder hinausgeht. Wer die Blicke ignoriert, wird mit einer Alarmanlage bestraft, die ziemlich oft anging.
Nach der Führung ging es in die Gärten. So was unglaublich schönes! Die Springbrunnen, die Liebe, mit der alles angelegt wurde, so viele schöne Pflanzen, so viel grün und bunt, ach, wir konnten uns gar nicht sattsehen! Wie das wohl bei Sonnenschein aussah? Wir sahen leider nicht alles, da hätte man Stunden zu gebraucht, aber es war auf alle Fälle ein wundervolles Erlebnis! Zum Glück verliefen sich die vielen Touristen dort auch wieder, sodass wieder etwas mehr Luft und Raum zum Atmen blieb.
Übrigens funktionieren die Springbrunnen noch immer mit der Technik von "damals".
Nur die Sonne wollte sich nicht zeigen und der Wind vom Finnischen Meerbusen pfiff uns ganz schön um die Ohren. Olga fragte, ob wir noch mal schnell zum Wasser gucken wollten, oder weiter in die Gärten. Die ziemlich einstimmige Meinung war: Weiter in die Gärten, also tigerten wir los bis nach ein paar Metern Papa fragte, wo denn seine Frau sei. Steffi und ich nur gleichzeitig: „Am Meer“. Papa grummelte und tatsächlich stand Bonny ein paar Minuten später wieder neben uns und schwärmte von der aufgewühlten See. Ach, was lieben wir sie für ihre unbeschwerte Art! (Ehrlich, sie ist toll…)
Das Ende läutete sich so langsam ein und um ein Klischee mal nicht zu bedienen: Die Japaner sind uns alles andere rücksichtsvoll begegnet. Wir hatten noch etwa eine halbe Stunde Zeit für Biopause und Rucksäcke holen und zurück zum Bus, und wenn ich nicht irgendwann meine Hände in die Hüfte gestemmt hätte um mich ein klein wenig breiter zu machen, wäre ich jetzt noch inmitten von drängelnden Asiaten gefangen, die alle zuerst vor und zurück wollten.
Am Parkplatz tauschte Papa mit einem Geigenspieler noch ein paar Euro gegen Rubel, damit Bonny sich ihren Kühlschrankmagneten kaufen konnte und dann ging es auch schon zurück zum Schiff.
Was für ein Tag! Der Ausflug war zwar etwas arg voll mit Menschen, aber er hat sich auf jeden Fall gelohnt! Alles, was wir gesehen haben war unglaublich, wir waren alle vier begeistert und ich hätte mich nachträglich in den Allerwertesten gebissen, wenn ich das nicht gesehen hätte.
Zurück auf dem Schiff entschieden wir uns für ein kleines Abendessen im Anckelmannsplatz, keiner hatte mehr große Lust auf bedient werden und ließen dann den Abend in der Lumas Bar zu viert ausklingen.
Steffi und ich hatten seit Ewigkeiten nicht mehr so viel Zeit mit den gleichen Menschen verbracht und wir waren uns einig: Mit den beiden jederzeit wieder! Da Steffi den Katalog schon wieder zur Hälfte auswendig gelernt hatte, bequatschten wir Papa und Bonny, kamen aber noch zu keinem Ergebnis.
Stattdessen freuten wir uns auf den nächsten Tag in St. Petersburg.
Liebe Nelly ich hoffe sehr, dass es dir gut geht und freue mich sehr über die Fortsetzung deines Berichtes. Mach dir keinen Stress...
Ich war eben während des Lesens schon wieder sehr am schmunzeln ![]()
Ganz lieben Dank Nelly, dass Du Deinen wunderbaren Reisebericht fortsetzt. Wie schade, dass Dich negative Ereignisse am weiterschreiben gehindert hatten....jetzt wünsche ich mir für Dich, dass sich die Wogen wieder geglättet haben.