Von Lissabon nach Valparaiso mit vielen Sehnsuchtszielen im November / Dezember 2014

  • das ist aber ein straffes Programm.. =O

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • 21. November 2014 (Freitag)

    Rio de Janeiro / Brasilien

    Sonnenaufgang 6:01h – Sonnenuntergang 19:17h

    Wetter Sonne pur um 30 Grad alle Mann an Bord 17:00h, Abfahrt 18:00h

    Der Tag beginnt schon heiß, sehr heiß! Da wir bisher kaum Zeit noch Gelegenheit zum shoppen hatten, verlassen wir die Marina schon eine halbe Stunde früher, um Havaianas im Kreuzfahrtterminal zu kaufen. Wir entscheiden uns zügig und bringen die Einkäufe noch zurück auf die Kabine.

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    Kurz nach 9:00h (mit nur fünf Minuten Verspätung heute) treffen wir Isabell und Jeremy. Und bevor es zum berühmten Zuckerhut geht und anschließend zur Favela suchen wir ein Postamt. Postkarten haben wir gestern am Corcovado gekauft, Briefmarken dazu gab es nicht. Die suchen wir also und werden schließlich beim noblen Hauptpostamt fündig. Aber zunächst schauen wir im benachbarten Bankgebäude in dessen Vorhalle hinein und staunen... Es rieselt Gold in Form von Blättern aus der gläsernen Deckenkuppel und landet sanft auf dem Granitboden. Wow!

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    Im Postamt werden wir von bewaffnetem Wachpersonal in einen Nebenraum verwiesen. Dort gibt es einen einzigen Schreibtisch, an dem eine Dame Dienst tut. Auf unsere Frage nach Briefmarken (wir haben unsere Karten bereits fertig beschriftet) ist sie zunächst irritiert, holt dann aber ein Buch unter dem Tisch hervor und schneidet mit einer Schere pro Karte zwei Marken heraus. Unsicher fragen wir nach. „Doch alles in Ordnung“ signalisiert sie uns und knöpft uns pro Karte 2,95 Reals (ungefähr 1 €) ab. Wir kleben die Marken drauf, ich mache noch ein Erinnerungsfoto, dann geben wir ihr die frankierten Karten zurück. Ob diese wohl jemals ankommen? Zwei Wochen Laufzeit sollen wir kalkulieren, verdeutlicht sie uns.

    Draußen am Gebäude gibt es einen historischen Briefkasten. Hätten wir lieber diesen benutzen sollen? Warten wir es ab.

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    Später wieder zu Hause in Deutschland erfahren wir dieser Tage, dass alle Karten Anfang des neuen Jahr 2015 zugestellt worden sind. Immerhin!

    Jetzt also geht die Autofahrt mit Anderson und Isabell zum Zuckerhut, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt RIO. Es geht durch die Innenstadt von Rio, vorbei am Stadtmuseum, am Cinelândia-Platz mit seinen historischen Gebäuden, am Teatro Municipal und am Museu Nacional de Belas Artes. Nach einer Fahrt durch den Aterro do Flamengo, den größten Palmen bewachsenen Park in Rio de Janeiro, erreichen wir schließlich die Halbinsel Urca.

    Hier befindet sich der Zuckerhut - ein 395 m hoher, steilwandiger Glockenberg - am westlichen Eingang zur Baia de Guanabara. Auf den Zuckerhut führt eine Seilbahn, deren Seiten vollverglast sind. Bereits 1912 wurde der erste Streckenabschnitt fertiggestellt; ein Jahr später folgte der zweite Abschnitt, der bis auf den Gipfel des Zuckerhuts führt.

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    Wir sind sehr früh dran. Das ist perfekt, denn es haben sich noch keine Schlangen gebildet. Und hurra, hier gibt es wieder Seniorenrabatt. Mit 31 Reals pro Person und damit 50 % Nachlass geht es über eine Mittelstation – auf 215m Höhe - in zweimal 3 Minuten Fahrt in einer Großraumgondel auf die Spitze des Zuckerhuts.

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    Schon auf der Mittelstation hat man einen herrlichen Ausblick nördlich auf die Bucht von Guanabara und ihre zahlreichen Inseln, die Rio-Niteró-Brücke und den Corcovado mit der Cristo Statue.

    Südlich und westlich schaut man auf berühmte Strände Leider ist die Sicht heute nicht ganz so klar wie gestern, aber immer noch gut.

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    Oben auf der Spitze ist eine Menge los. Zunächst einmal gibt es jede Menge Gastronomie und Souvenirshops, aber auch der südamerikanische Edeljuwelier Stern ist vertreten! Wer kauft hier oben schon Juwelen? Amerikaner vielleicht? Ich erwerbe immerhin eine brasilianische Eule im Souvenirshop bevor es nach vielen Fotos wieder nach unten geht.

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    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (24. April 2019 um 09:48)

  • Anderson wartet zuverlässig auf uns. Schnell wird noch ein Knirps mit Rio-Motiven als schönes, aber auch nützliches Souvenir gekauft, dann steuern wir unser letztes Ziel an, die Favela Cantagalo. Der Verkehr hat drastisch zugenommen und wir bewundern unseren Fahrer, wie geschickt er die Spuren wechselt, um voranzukommen.

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    Wie fange ich das Thema am besten an? Also, wir halten zunächst am „Complexo Rubem Braga“ Er besteht aus zwei Türmen, dem Aussichtsturm Mirante da Paz, und einem - kostenlosen - Fahrstuhl, der auch eine U-Bahn-Station mit der Spitze des Hügels Morro verbindet. Wir benutzen den Fahrstuhl und laufen dann weitere Stufen hoch zur Aussichtsplattform. Hier versucht Isabell, die ja selbst seit einigen Jahren in einer benachbarten Favela lebt und sich dort ein Haus geschaffen hat (nach eigenen Angaben 13 qm groß mit Aufstockungsmöglichkeit), uns mit der Geschichte der Favelas vertraut zu machen.

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    Es fällt uns zunächst schwer, ihr gedanklich zu folgen, denn man schaut von hier oben nicht nur auf einen Berg, an dem kleine Wohnhäuser zu kleben scheinen, sondern leider auch auf unbeschreiblich viel Müll und Dreck. Ohne vorhandene öffentliche Müllentsorgung fliegt eben alles den Hang hinunter. Stichwort „Taube ohne Flügel“, was so viel bedeutet wie Zeitungspapier ausbreiten, „großes Geschäft“ darauf erledigen, zusammenklappen und über die Schulter nach hinten den Hang hinab schleudern.

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    Cantagalo gehört zu einem Komplex mehrerer Favelas zwischen den zentralen Stadtvierteln Copacabana und Ipanema auf den Berghügeln. Die Favelas sind unverändert illegale Ansiedlungen mit hoher Armuts- und Arbeitslosenrate, in denen aktuell bis zu 40.000 Menschen leben. Die meisten ihrer Bewohner sind afrobrasilianischer Abstammung. Aufgrund seiner exponierten Lage und Nähe zum Ozean gehört das Gebiet mittlerweile zu einer der „privilegiertesten Gegenden“ der Stadt und ist auch für Grundstückspekulanten von Interesse.

    Drogenhandel galt lange Zeit als einzige Einkommensquelle. Zahlreiche Einschusslöcher an den Häuserwänden erinnern noch an Feuergefechte rivalisierender Gangs. Immer wieder wird versucht, die Favelas zu befrieden. Unterstützt von Lehrern und der Polizei bieten Schulen neben dem eigentlichen Unterricht auch zahlreiche Workshops für Capoeira oder Boxtraining an, um die Kinder und Jugendlichen von der Straße zu bekommen.

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    Seit 2007 gibt es erste einfache Pensionen, die „bed and breakfast“ anbieten. Für 50 Reals pro Übernachtung bekommt man ein Frühstück mit Orangensaft, Papaya und Croissant und hat so die Möglichkeit, das Leben in einer Favela hautnah kennenzulernen.

    Jetzt laufen wir aber erst einmal los. Isabell weist uns darauf hin, dass wir hier alles fotografieren dürfen bis auf die Menschen, die hier leben. Über steile Treppenstufen geht es entlang farbenfroher Häuserwände, die die Geschichte der Favela erzählen.

    In Cantagalo gab es weder Straßen, Strom noch Wasser. Hinzu kamen immer wieder Auseinandersetzungen über den Grund und Boden, auf dem die Häuser errichtet wurden. Aus Angst vor jederzeitigem Abriss machten die Bewohner 2008 ihre Favela kurzerhand zu einem Freilichtmuseum, dem "Museu de Favela".

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    Hauptattraktion des MUF sind die sogenannten "Casa Telas" - 25 Graffiti-Bilder, die Geschichten aus dem Favela-Leben erzählen. Es geht um Religion, Politik und Ausbeutung, aber auch um Samba und Karneval. Eine Hauswand zeigt z.B. Bemalungen aus der Zeit, als es noch keine Wasserversorgung in der Favela gab. Die Bewohner mussten für jeden Tropfen Wasser den steilen Abhang zu Fuß hoch und wieder runter. „Seit einigen Jahren gibt es inzwischen Wasser aus einer großen Zisterne, leider aber immer noch nicht regelmäßig und ausreichend“ weiß Isabell zu berichten. Hier zu leben, ist für uns nicht denkbar, stellen wir ernüchternd fest.

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    Eine kleine Verschnaufpause legen wir auf einer Restaurant-Terrasse ein. Die an den Nebentischen servierten Speisen sehen durchaus ansprechend aus, trotzdem können wir uns nicht entschließen, hier zu essen. Isabell ist enttäuscht, denn durch eine Bestellung würde ein Mitglied der Gemeinschaft wieder etwas verdienen, aber wir bestellen lediglich Softdrinks. Roland fragt nach einem WC und kommt wenig später leicht irritiert zurück. Außer „mitten in der Küche, keine Tür“ erfahren wir nicht viel. Wenig später brechen wir auch auf.


    Isabell konnte ihren Sprössling inzwischen bei dessen Vater abgeben, so dass wir etwas zügiger vorankommen. Dass sie sich hier bestens auskennt, spürt man auf Schritt und Tritt. Auch unsicher oder gar bedroht fühlen wir uns keinen Moment. Und doch sind wir in einer so ganz anderen Welt, die schnell bewusst macht, wie gut und komfortabel wir in Deutschland leben.

    Über viele Treppenstufen geht es zurück, bis wir eine „normale“ Straße erreichen. Dort wartet unser Fahrer bereits auf uns und bringt uns schnell und zuverlässig zum Kreuzfahrtterminal zurück. Mit einem großzügigen Trinkgeld verabschieden wir ihn und bedanken uns für die umsichtige und zuverlässige Betreuung.

    Unsere Honorar-Kosten für die drei Tage belaufen sich auf 320€ pro Paar, dazu kommen die vereinbarten Mehrkosten von 50€ für Fahrer und Fahrzeug.

    Nach einer leicht verspäteten Rettungsübung verlassen wir mit vielen neuen Eindrücken in der ersten Abenddämmerung Rio de Janeiro. Und nach dem Abendessen im Terrace Café mache ich mich daran, Tagebuchnotizen des heutigen Tages zu erstellen, eine nicht ganz einfache Aufgabe, die aber konsequent zu erledigen ist, ansonsten.....

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    Rio de Janeiro/Brasilien – Buzios/Brasilien 152 Seemeilen

    LG
    Siegrid

  • Vielen Dank für Deine Eindrücke. Besonders von Brasilien. Nur mal so eins zur Info:

    auf Trockeneis ausgebreitet.

    Das auf dem Fischmarkt war eindeutig normales Wassereis. Bei Trockeneis in dem Klima hättet ihr vor lauter Nebel den Fisch nicht sehen können.

    So. Jetzt stelle ich den Erbsenzähler aber wieder weg. Versprochen.

  • Wow, liebe Siegrid uschisiggi , was für beeindruckende Bilder aus Rio de Janeiro. Mit dem Wetter habt Ihr ja mal wieder Glück habt, bei Sonne und klarer Sicht wirkt eine Stadt natürlich umso schöner. Immer wieder bin ich begeistert, was Ihr schon von der Welt gesehen habt und mit wieviel Mut Ihr Euch in fremde Länder und Kulturen stürzt. Jetzt freue ich mich schon auf Argentinien....

  • Liebe Siegrid uschisiggi

    Wieder unglaublich schöne Bilder eurer Reise.

    Und auch, wenn du schreibst ihr hättet euch in der Favela sicher gefühlt, find ich euch schon mutig! Aber ich freue mich über den Einblick, den ich auf diese Art erhalte :)

    Liebe Grüße

    Anette


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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4 MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund MS1, April 22
    Kurzreise Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu MS5, Juli 22
    Metropolen Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira AidaCosma, März 26
    Adria u. Italien MS4, Okt.26

  • So viele Erinnerungen werden gerade wieder aufgefrischt :love:

    Da wir ja in Rio von Bord "mussten", freue ich mich auf die kommenden Ziele, die natürlich auch meiner mittlerweile endlosen Liste stehen ^^

    2010 AIDAcara - Nordsee mit NOK

    2011 AIDAsol - Kanaren

    2013 AIDAblu - Rotes Meer

    2014 AIDAmar - Ostsee

    2015 AIDAdiva - Transamerika (HH - NY)

    2016 MS4 - Mittelamerika

    2017 MS5 - Dubai mit Oman

    2018 MS Marina - Atlantic Expedition (Lissabon - Rio de Janeiro)

    2019 Prinzessin Isabella - Donauquartett (Passau - Budapest)

    2019 Uganda - Gorilla- und Schimpansentracking

    Next Year: Chilenische Fjorde und Antarktis (MS Hamburg)

  • Liebe Siegrid uschisiggi

    zwar kannte ich Deinen wunderbaren Reisebericht schon, aber jetzt mit den vielen tollen Bildern, ist es noch einmal ein ganz besonderer Genuss! :thumbup::love:

    Ich freue mich schon auf die kommenden Reiseabschnitte, bei denen bestimmt Erinnerungen an meine letzte Cruise wach werden!

    Vielen Dank für den schönen Bericht und liebe Grüße

    Elisabeth

  • 22. November 2014 (Samstag)

    Buzios / Brasilien

    Sonnenaufgang 5:55h – Sonnenuntergang 19:12h

    Wetter Sonne pur um 30 Grad - Tenderhafen - Liegezeit 8:00h – 17:00h

    Armação dos Búzios oder kurz Búzios ist einer der berühmtesten Badeorte von Bra­si­lien, liegt auf einer Halbinsel von 8km Länge, umgeben von malerischen Inseln und weißen Stränden. Wir haben keinen individuellen Ausflug gebucht, sondern wollen nach drei anstrengenden Tagen in Rio de Janeiro nur etwas Shopping mit einem Stadt/Strandbummel verbinden.

    Also überlassen wir gerne den organisierten Ausflüglern die ersten Tenderboote und starten später gegen 9:00h. Dazu holen wir uns in der Marina-Lounge spezielle Individual-Tenderboot-Tickets ab und warten ein paar Minuten, bis die entsprechende Farbe aufgerufen wird. Danach gehen wir durchs Treppenhaus ein Stockwerk tiefer auf Deck 4, geben unser Tenderboot-Ticket wieder ab und können nach der Ausgangskontrolle das bereitstehende Tenderboot mit Hilfe von zwei Crewmitgliedern betreten.

    Nur 10 Minuten dauert die Fahrt, schon sind wir an Land. Die Orientierung fällt leicht, denn es gibt nur eine längere Promenade direkt am Wasser, die ins alte Dorf führt und einen Shoppingbereich, der sich auf mehrere Stichstraßen verteilt, die auf den Atlantik treffen.

    Früher ein kleines Fischerdorf - heute ein charmanter, internationaler Treffpunkt mit Ateliers, kleinen Pensionen, eleganten Cafés und rustikalen Restaurants, das ist BUZIOS.

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    Bekannt wurde es in den 60ger Jahren, als Brigitte Bardot auf der Flucht vor Reportern aus Rio de Janeiro hier Zuflucht fand. Und viel länger blieb als vorgesehen, was in der Folge Künstler und Prominenz aus der ganzen Welt anzog.

    Es ist ausgesprochen heiß - schon jetzt am frühen Vormittag, und so schlendern wir zunächst am Wasser entlang Richtung altem Dorfkern. Hier vom Ufer aus lassen sich auch erstmals wunderbare Aufnahmen von der Marina aus der richtigen Entfernung machen. Fischerboote und Wasservögel (Geier?) geben nette Motive ab – auch die drei Fischerfiguren, die gerade ihre Netze an Land ziehen, machen sich gut.

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    Und natürlich posieren wir auch neben der Bronzestatue der jugendlichen Brigitte Bardot. (Kann ich nicht zeigen, ist bestimmt durch DSV verboten.)

    Die Restaurants haben alle noch geschlossen. Es ist gar nicht einfach, nur etwas zu trinken zu bekommen. Aber wir haben Durst! Als dieser endlich gestillt ist, laufen wir weiter durch kleine Seitenstraßen mit teuren Geschäften, mondänen Galerien und teuren Juwelieren.

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    Schuhe gibt es natürlich auch in Form von Havianas an jeder Straßenecke. An einem Paar mit Strandmotiv komme ich nicht vorbei. Ok, die Flipflops wiegen ja fast nichts.

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    Um an die wirklich schönen Badestrände zu gelangen, muss man wohl ein (Wasser)-Taxi bemühen, aber dazu können wir uns heute so gar nicht mehr aufraffen.

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    Da nutzen wir doch lieber das Pooldeck der Marina. Und Hunger haben wir auch. Also zurück mit dem Tenderboot und relaxen.

    Um 17:30h heißt es dann wieder „Captain’s Cocktail Celebration“ verbunden mit zwei Stunden kostenlosen Getränken.

    Anschließend geht es ins Jacques, dem französischen Restaurant an Bord. Das hier auf der Speisekarte stehende Pfefferfiletsteak, ist das Beste, was man an Bord bekommen kann. Wir bestellen es wieder als Hauptgang und werden nicht enttäuscht.

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    Und als Dessert empfiehlt sich Crèpe Suzette, immer eine Sünde wert.

    Leider nie fotografiert.

    Buzios/Brasilien – Paraty/Brasilien 175 Seemeilen

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (26. April 2019 um 23:06)

  • uschisiggi ,

    wow, danke für die schönen Erinnerungen an Brasilien. :love:

    Ganz besonders habe ich mich über die Fotos vom Zuckerhut gefreut. Ohne euch (das Forum), hätte ich mich nie da hoch gewagt. Aber ich stand ja unter Zugzwang8o und habe es nicht bereut - im Gegenteil.:)

    Ich werde dich natürlich mit großem Interesse auch auf der weiteren Reise begleiten.

    LG Andrea

  • 23. November 2014 (Sonntag)

    Paraty / Brasilien

    Sonnenaufgang 6:06h – Sonnenuntergang 19:24h

    Wetter sonnig mit Regenschauern 29 Grad - Tenderhafen - Liegezeit 7:00h bis 17:00h

    Der heutige Hafen Paraty ist während der Kreuzfahrtplanung erst vor wenigen Wochen als Ersatz für Ilha Grande dazugekommen, worüber wir uns allerdings gefreut haben, denn Parati bedeutet statt Strand eine historische Altstadt.

    Die Marina muss aufgrund der unterschiedlichen Meerestiefen weit vor der eigentlichen Küste ankern, so dass die Tenderboote eine längere Strecke zu bewältigen haben. 45 Minuten Fahrzeit werden schon mal in der Marina-Lounge genannt, wo wir uns die Tickets besorgen. Und dann heißt es warten, denn die ersten Boote sind – wie immer - für die Oceania Ausflügler reserviert.

    Neben geführten Altstadttouren hätte man alternativ eine touristische Schonertour buchen können. Nicht unser Ding!

    Die Ausbootung dauert dann auch wirklich so lange, aber die Fahrt lohnt sich. Das Wetter ist leicht bedeckt, es werden sogar Schauer erwartet, trotzdem ist es sehr warm.

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    Paratys historische Altstadt aus dem Jahr 1667 steht seit 1958 unter Denkmalschutz.

    Die Innenstadt, die durch ihre fast vollständig erhaltene historische Architektur besticht, ist für den Verkehr gesperrt.

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    Also machen wie uns zu Fuß auf, die Stadt zu entdecken.

    Die Ausmaße sind dabei übersichtlich, alles kein Problem. Uns fällt auf, dass wirklich alle Häuser weiß gestrichen sind. Die Fenster- und Türumrandungen sind auffällig in unterschiedlichen kräftigen Farben gestrichen. Alle Straßen haben als Belag nur ein grobes Kopfsteinpflaster, das von Sklaven verlegt wurde.

    Die Kantsteine der Bürgersteige liegen sehr hoch, denn bei Hochwasser strömt die Flut immer noch in die Gassen. In einem Laden finden wir Fotos, die genau dieses Phänomen abbilden.

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    Der Tourismus ist natürlich längst eingezogen, aber man vermarktet Paraty mit Bedacht. Es gibt keinerlei Werbeplakate an den Häusern oder an den Straßenzügen, vielmehr sind kleine Bars, Geschäfte oder Restaurants geschickt in den alten Mauern integriert. Mangels Autoverkehr traben Pferde mit Kutschen durch die Straßen. Alles sehr authentisch.

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    Meine Eulensammlung bekommt gleich zweimal Zuwachs in Form einer kleinen Holzeule und eines kleinen Rings. Dazu gesellt sich noch ein Eulenbier, das wir nur fotografieren und später an Bord genüsslich vertilgen.

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    Wir laufen durch kleine Parkanlagen, erfreuen uns an blühenden Pflanzen und legen dann eine kleine Kaffeepause ein.

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    Der Cappuccino ist auch hier sehr süß und eine unbekannte Mischung aus Schokolade, Espresso und Milchschaum.

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    Ein kleiner Regenschauer überrascht uns dann auch noch, so dass wir uns wieder auf den Rückweg machen. Ganz schön anstrengend so ein Kopfsteinpflaster, zumindest wenn man – wie doch einige Touristen – Flipflops trägt.

    Zurück am Steg erwischen wir noch ein Tenderboot, das gerade ablegen will. Glück gehabt, denn es dauert auch wieder eine 3/4 Stunde bis wir zurück an Bord sind.

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    Paraty/Brasilien – Santos (Sao Paulo) / Brasilien 155 Seemeilen

    LG
    Siegrid

    3 Mal editiert, zuletzt von uschisiggi (26. April 2019 um 23:03)

  • 24. November 2014 (Montag)

    Santos/ Brasilien

    Sonnenaufgang 6:11h – Sonnenuntergang 19:33h

    Wetter Sonne 29 Grad Liegezeit 8:00h bis 16:00h

    Als wir am Morgen gegen 7:00h früh aus dem Fenster gucken, begrüßt uns ein riesiger Industriehafen, bezogen auf den Warenumschlag der größte Lateinamerikas, lese ich gerade nach.

    Der Himmel ist noch bedeckt, aber warm ist es schon. Wir haben im Vorfeld recherchiert, was man in Santos (Großstadt mit 400.00 Einwohnern) unternehmen könnte und sind zu dem Ergebnis gekommen: Nichts!!!


    Es gibt da wohl ein kleines unbedeutendes Kaffeemuseum und auch eine Touristenstraßenbahn, die ein paar Kilometer durch öde Straßenzüge fährt. Das war es dann aber schon.

    Auch Oceania wirbt hier eigentlich nur mit Sao Paulo und bietet dementsprechend Touren dorthin an. Das ist uns aber zu weit, zu umständlich, zu teuer und zu wenig attraktiv. Dass wir hier recht haben, bestätigen am Abend diverse Rückkehrer von Ausflügen nach Sao Paulo.

    Was bleibt also?

    Ein Seetag an Deck oder der Besuch eines Shoppingcenters. Wir entscheiden uns für den Landgang. Vielleicht verpasst man ja sonst doch irgendetwas?

    Zunächst müssen wir den offiziellen Hafenbus nehmen, der uns direkt von der Gangway der Marina zum Hafenterminal bringt. Von dort aus fahren kostenlose Shuttlebusse im Stundentakt ins knapp 20 Minuten entfernte moderne Einkaufszentrum PRAIAMAR.

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    Das Shoppingangebot ist vielfältig, jeder dritte Laden verkauft Flip Flops oder Sportschuhe. Die Weihnachtsdekoration kann sich sehen lassen, alles sehr gepflegt, aber – noch – wenig besucht.

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    In der Auslage eines Juweliers entdecke ich ein kleines Charm, das auf mein Pandora-Armband passen könnte: den Zuckerhut von Rio mit kleiner Gondel und den Buchstaben ILRJ. Und jetzt wird es kompliziert. Die jungen Damen im Laden verstehen kein Wort englisch, deutsch hätte ich sowieso nicht erwartet. Da ich das Armband nicht dabei habe, muss ich mit Hand und Fuß reden. Schließlich merke ich, dass wenigstens der Name PANDORA nicht unbekannt ist und man signalisiert mir, dass speziell dieses Silberteilchen passen würde. Also ok, ich nehme es und will mit VISA bezahlen. Die Damen hätten gerne (m)eine Geheimnummer, die ich nicht dabei habe, denn normalerweise zahle ich mit Unterschrift. 4 Angestellte sind schließlich nötig, um einvernehmlich meine Zahlung auch ohne Geheimnummer abzusegnen.

    Mit einer attraktiven Tragetasche (Frauen wissen jetzt, was ich meine) geht es anschließend per Shuttle- und Hafenbus zurück zur Marina, wo wir den Nachmittag gemütlich auf dem Pooldeck verbringen.

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    Und das Teilchen passt natürlich perfekt an das Armband. Glück gehabt!

    Am Abend geht es dann ins Asiatische Restaurant Red Ginger – ein Gaumenschmaus!!!

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    Santos (Sao Paulo) / Brasilien – Porto Belo /Brasilien 222 Seemeilen

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (27. April 2019 um 15:35)

  • 25. November 2014 (Dienstag)

    Porto Belo / Brasilien

    Sonnenaufgang 6:13h – Sonnenuntergang 19:49h

    Wetter sonnig mit Regenschauern 28 Grad - Tenderhafen - Liegezeit 9:00h bis 19:00h

    „Heute geht es endlich einmal an den Strand“, denken wir, stehen zeitig auf und frühstücken auf der Terrasse des Terrace Café bei herrlichem Sonnenschein. Innerhalb weniger Minuten ändert sich das Wetter aber Zusehens.

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    Als wir Porto Belo gegen 9:00h anlaufen, sehen wir vor lauter Seenebel kein Land mehr vor Augen, dazu hat ein kräftiger Wind eingesetzt. Wenig später erkunden gleich zwei Tenderboote die Lage.

    Und dann meldet sich der Kapitän und verkündet, dass das Tendern um eine Stunde verschoben wird. Leider bessert sich das Wetter in dieser Stunde keinesfalls, und so verwundert es nicht, den Kapitän erneut zu hören. Seine Nachricht ist unerfreulich. Porto Belo wird wetterbedingt ausfallen. Keine Chance, die Boote sicher anzulanden.

    Wir hatten uns informiert: „Die Strände sind sie Hauptattraktion in Porto Belo. Die Stadt hat eine sehr gute Infrastruktur und empfängt über 60.000 Besucher in den Sommermonaten. Die Hafenanlage, Jet-Ski Ausleihstationen, Motor- und Segelboote tragen dazu bei, dass die nautischen Aktivitäten attraktiver sind als die des Festlandes. Porto Belo ist als eine der schönsten Regionen der brasilianischen Küste angesehen und ist Haltepunkt für 90% der Kreuzfahrtschiffe, die weiter in die südlichen Gewässer fahren.“ Wir leider nicht.

    Gegen 11:00h drehen wir sogar vorzeitig ab und setzen die Fahrt fort. Inzwischen regnet es auch kräftig, so dass niemand allzu traurig ist. Genießen wir eben zwei Seetage, einen mehr als nur den morgigen, und machen das Beste draus.

    Im Laufe des Tages stellt sich das schöne Sommerwetter wieder ein, und wir genießen den verbleibenden Tag auf dem Pooldeck.

    Am Nachmittag wird wieder etwas besonderes für den Gaumen angeboten

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    Am Abend wird es fischig

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    Porto Belo /Brasilien – Rio Grande / Brasilien 416 Seemeilen


    26. November 2014 (Mittwoch)

    Seetag auf dem Weg nach Rio Grande / Brasilien

    Sonnenaufgang 6:08h – Sonnenuntergang 20:03h

    Wetter Hochsommer 30 Grad

    Keine besonderen Ereignisse, sondern einfach nur ein Genusstag auf See! Und am Abend gibt es in der Marina Lounge ein Highlight. Die Pampas Devils treten auf, ein argentinisches Tanzpaar mit seiner absolut sehenswerten Show.

    LG
    Siegrid

  • uschisiggi

    Beeindruckende Bilder:thumbup::thumbup::thumbup:! Bericht lesen werde ich morgen anfangen :love:, jetzt zu :sleeping: .

    Viele Grüße Nicky

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    DER GRAF LIVE- endlich!

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    Meine Reiseberichte

    Nicky75
    24. September 2022 um 14:57


    Erinnerungen im Herzen…

    Nordeuropa 07/2016 MS5 Vorfreudenfahrt

    Mittelmeer mit Ibiza 08/2017 MS5

    Westeuropa mit Lissabon 08/2019 MS3

    Mittelmeer mit Andalusien II 10/2019 MS2

    BLAUE REISE 2 07/2020 MS 2

    Blaue Reise PANORAMAFAHRT 4 09/2020 MS 1

    Blaue Reise - Kanarische Inseln 1 & 2 03-04/2021 MS2

    Blaue Reise ab KIEL 06/2021 MS 6

    Blaue Reise- Schwedische Küste 3 07/2021 MS 1

    Kanaren mit Azoren II 04/2022 MS 4

    Karibik mit Mittelamerika I 12/2022-01/2023 MS 1

    Norwegen mit Schottland 09/2023 MS 3

    Taufreise MS 7 06/2024

    Höhepunkte der USA Ostküste 10/2024 MS 1

    Kanaren mit Madeira 01-02/2025 MS 5

    Stars del Mar 05/2025 MS 7

    Höhepunkte der Türkei und Griechenlands 06-07/2025 MS 5

    Kanaren & Madeira 11/2025 AIDA COSMA

    Winterliches Norwegen 02/2026 MS 3

  • 27. November 2014 (Donnerstag)

    Rio Grande / Brasilien

    Sonnenaufgang 6:17h – Sonnenuntergang 20:15h

    Wetter sonnig 30 Grad Liegezeit 8:00h bis 16:00h

    Der letzte brasilianische Hafen erwartet uns mit schönem Sommerwetter. Einen Ausflug haben wir nicht vorgebucht, aber überlegt, evtl. eine Taxifahrt zum TAIM Parka Biological Reserve zu unternehmen, wenn sie denn angeboten wird. Was uns erwartet, sind dann aber keine Taxis, sondern ein weiterer Industriehafen. Man hat es sich fast denken können, denn im Internet war über diese 200.000 Einwohner große Stadt nichts wirklich Interessantes zu finden.

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    Zumindest aber werden wir schon direkt an der Gangway alle freundlich begrüßt.

    Uns zu Ehren – die Marina ist als einziges Kreuzfahrschiff im Hafen – hat sich eine Volkstanzgruppe oder besser Großfamilie in traditionellen Kostümen vor dem Schiff versammelt und führt - begleitet von zwei Akkordeon Spielern - landestypische Tänze auf, wobei vor allen Dingen die Kinder und Jugendlichen begeistert bei der Sache sind.

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    Immerhin wird auch hier ein kostenloser Shuttlebus zum 5 km entfernten Rathaus angeboten, in dessen Nähe sich Shoppingmöglichkeiten befinden und Museumsbesuche möglich wären. Wer aber bitte denkt bei den Begriffen Sonnenschein und Brasilien an Museumsbesuch?

    Wir nehmen also den Bus, laufen durch relativ öde Straßen, deren Läden vollgestopft mit Waren sind, die keinen Europäer ansprechen. Doch halt, ich entdecke witzige Flipflops mit Eulenmotiv, aber die passende Größe steht nicht zur Verfügung. Pech gehabt, ein Foto muss reichen.

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    Und da soll es doch noch ein etwas entfernteres Shoppingcenter „Figueras“ geben, dahin wollen wir jetzt. Roland verweigert das Mitkommen: zu heiß, zu schwül, zu dreckig. Der Rest macht sich zu Fuß auf den Weg. 2 km schätzen wir. Viel zu sehen gibt es auf dem Weg dorthin nicht, aber dann: ein blauer moderner Komplex taucht vor uns auf. Wir sind sowas von gespannt... und werden bitter enttäuscht.

    Statt zahlreicher Angebote stehen 40 der 50 Ladenflächen leer und die wenigen geöffneten Geschäfte bieten so gut wie keine Ware an. In einem Schaufenster lesen wir sogar in etwa Folgendes: Sollte Sie eines unserer Angebote interessieren, rufen Sie bitte an!

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    Ok, um eine Erfahrung reicher, machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Rathaus und werden erschlagen, nicht von Geschossen, sondern von einer Menschenschlange bis fast zum Horizont. Alle wollen zurück zur Marina und nur ein Bus jede 45 Minuten! Wir rechnen uns aus, wie lange wir wohl anstehen müssen und wann uns ein Sonnenstich erwischt, denn Kopfbedeckungen haben wir nicht dabei.

    Also ein Taxi anhalten. Wenn das so einfach wäre! Entweder die Fahrzeuge sind besetzt oder aber die Fahrer fahren bewusst vorbei. Nur 5 km lange Fahrten lohnen wohl nicht? Erfolglos wenden wir uns wieder der Schlange zu, die sich in kurzer Zeit um eine Buswarteschlange verlängert hat, stellen wir leider fest.

    Ganz genau kann ich es nicht mehr rekonstruieren, aber 2 Stunden später sind wir dann doch zurück an Bord, die Taschen immer noch voller Brasilianischer Reals, die wir nicht ausgeben konnten.

    Zum Abendessen geht es heute in den GDR, denn eines unserer Lieblingsgerichte steht auf der Speisekarte: Dover Sole, Seezunge, am Tisch perfekt grätenfrei filetiert und lecker mit Zitronensauce und Kartoffeln serviert. Aber auch alle anderen Gerichte schmecken einfach nur….wow.

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    Letztendlich verabschieden wir uns versöhnlich von Brasilien und freuen uns jetzt auf Uruguay.

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    Rio Grande / Brasilien - Punta del Este / Uruguay 242 Seemeilen

    LG
    Siegrid

  • 28. November 2014 (Freitag)

    Punta del Este / Uruquay

    Sonnenaufgang 6:21h – Sonnenuntergang 20:34h

    Wetter sonnig 25 Grad – Tenderhafen - Liegezeit 9:15h bis 18:00h

    Wir werden schlauer, was die Tenderboot-Tickets angeht. Heute Morgen ergattern wir schon um 9:00h die ersten Individualtickets in der Marina Lounge. Und tatsächlich dürfen wir auch gleich den ersten Tender nutzen.

    Zu unserer Überraschung ist dies keiner der Marina, sondern ein zusätzliches Boot aus Punta del Este. Und das Beste daran: es verfügt über ein kleines Außendeck für vielleicht 15 Personen. Auf der fünfzehnminütigen Fahrt zum Anleger gelingen von hier oben wundervolle Aufnahmen vom Schiff.

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    Punta del Este, „der“ mondäne Badeort Uruguays, haben wir im Internet gelesen und keinen Ausflug vorab gebucht. Mal sehen, was und hier erwartet. In fünf Tagen kommen wir noch einmal hierher (glauben wir zumindest zu diesem Zeitpunkt noch), da können wir uns in alle Ruhe orientieren.

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    Kaum an Land treffen wir auf einen privaten Anbieter, der uns sein Punta del Este mit allen bekannten Highlights zeigen will. 3 Stunden Fahrt werden vereinbart für 120 US$ für uns vier. Nach kurzem Zögern stimmen wir zu. Das Wetter ist wieder einmal fantastisch, blauer Himmel, Sonne, warm.

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    Punta del Este liegt am äußersten Ende der Mündung des Rio de la Plata teilweise auf einer Halbinsel zwischen dem Fluss und dem Atlantik.

    Unser Fahrer berichtet in recht gut verständlichem Englisch, dass das Städtchen eigentlich nur 20.000 Einwohner hat, in den Monaten Dezember bis März kommen jedoch bis zu 700.000 Touristen, die meisten aus Argentinien, als Übernachtungsgäste hinzu.

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    Wir begeben uns auf eine klassische Rundfahrt zunächst entlang der Küste, an der Hochhaus an Hochhaus stehen, allerdings alle in äußerst gepflegtem Zustand (geht doch, denken wir und haben dabei Brasiliens nice neighbourhoods im Kopf). In der Regel sind dies Hotels, aber auch viele Appartements.

    Unmittelbar hinter der Küstenstraße liegen viele Villen in einer Parklandschaft. „Beverly Hills“ hören wir und bewundern die vielen unterschiedlichen Häuser mit ihren großen Parkanlagen.

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    LG
    Siegrid