RB "Eine Schattenpflanze in der Karibik - ist das eine gute Idee?" oder "Karibik für Ersttäter" - MS 2 vom 23.03.-06.04.2026

  • Karibik geht immer :love:! Daher freue ich mich sehr über deinen Reisebericht, liebe Sowieso ! Wir hatten letztes Jahr bei unserer Mittelamerika-Cruise übrigens dieselben Plätze im Flieger und fanden sie bis auf die gute Beinfreiheit auch schlecht. Deshalb werden wir uns übernächstes Jahr auf den Weg in die Karibik wieder in die engen Plätze zwängen .

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Da lese ich gerne mit. Karibik ist sooo toll. Wir waren 8 mal dort.

    cara 3 x, aura 6 x, luna 2 x, diva 6 x, mar 1 x, bella 3 x, stella 2 x, sol 3 x, blu 2x

    MS1 1 x, Neue MS1 2 x, MS<3 1x, MS6 3 X,

    arosa silva 1 x (Donau),

    Silver Spirit 1 x (Südafrika),

    MS Artania 1 X

    MS 4 - storno, Mar - storno, Luna - storno, Luna - storno

    coming soon:

  • Danke Sowieso ! Ich lese ebenfalls gerne mit, da Karibik mit MS noch auf unserer To-Do-List steht - bzw. meiner;) und GöGa muss noch überzeugt werden:D.

    MS 3 Dubai-Dubai 11/2016

    MS 5 Singapur-Hongkong 3/2021  ;( Sch.... Corona;(

    MS 1 Norwegen mit Molde 5/2022

    Aranui 5 - Die Marquesas-Inseln Sommer 2025 zur Silberhochzeit <3

  • Donnerstag 26.03.2026 Castries / St. Lucia

    Nach den ersten vollgepackten Tagen haben wir uns heute bewusst für einen ruhigen Tag ohne festes Programm entschieden. So wurde erstmal "ausgeschlafen" - also gab es wie an fast jedem Tag erstmal um 6:00 morgens einen ersten Kaffee auf dem Balkon. Diesen Rhythmus haben wir bewusst beibehalten, damit der Jetlag beim Rückflug nicht so heftig wird. Der erste Blick vom Balkon auf St. Lucia war ja schon mal ganz ansprechend:

    Übrigens hatte wir durch die Kabine auf Steuerbord echt Glück, wir haben bis auf einmal immer mit der Backbordseite angelegt, für uns also freier Blick!

    Kurz nach uns parkte die Konkurrenz "Norwegian Epic" ein:

    "Mein Schiff"-Reisen bedeuten für mich auch, dass ich immer wenn zeitlich möglich, morgens früh schwimme oder zum Aquafitness gehe. Nun war schon Tag 3 und ich als Wasserratte war noch nicht einmal im Wasser. Das sollte sich nun ändern. Also fand ich mich um 08:15 beim gut besuchten Aquafitness ein. Eileen hatte eine tolle Art, den Kurs zu leiten, und ich kann jetzt wieder "Macarena" tanzen!

    Es folgte ein spätes entspanntes Frühstück und ein ausgiebiger Deckrundgang, dann ein wenig Lesen auf dem Balkon. Also quasi ein halber Seetag für uns. Mittags machten wir uns auf, zu Fuß zum Vigie Beach zu gehen, das hatte ich hier im Forum als Empfehlung für einen Spaziergang gelesen. Den direkten Weg Richtung Flughafen (um den man, wie ich wusste, drumherum gehen muss) konnte man ja gar nicht verfehlen - dachte ich - war ja die Straße dorthin gut vom Schiffsdeck zu erkennen. Auf dem obigen Foto oben in der Bildmitte, wo die kleinen Palmen sind, ist die Landebahn, da muss man hin. Nachdem alle Vorkehrungen gegen die Hitze (!) getroffen waren - Faktor 50 ganzflächig aufgetragen, Badezeug packen, Sonnenhut- und Brille, langärmliges T-Shirt, Snack, Badeschuhe, Wasser, Handtuch.... - zogen wir in der Mittagszeit los.

    Wir hätten nur einmal nach Verlassen des Schiffs links abbiegen müssen, aber auf der Flucht vor mehr als aufdringlichen Taxifahrern haben wir die Abzweigung verpasst und waren nun "weiter rechts" als geplant unterwegs. Dank komoot war die Orientierung zwar einfach, aber da wir durch das Gewühl nicht nochmal durch wollten und der Weg nicht viel weiter war, sind wir nun also den versehentlich gewählten Weg weiter gelaufen. Das war echt nicht schön. Keine Fußwege, viel Verkehr, bergauf in der Knallsonne und eine Ecke durch ein etwas unheimliches Wohngebiet. Schweißtriefend kamen wir am Strand an. Und was soll ich sagen - wir sind ja keine großen Strandnutzer, aber hier war es echt aus unserer Sicht perfekt! Seht selbst:

    So mögen wir das. Naturschatten, wenig Menschen, kein Halligalli. Dazu Traumsand und Wasser. Wir schwammen eine Runde und gingen etwas am Wasser spazieren. Im Nachhinein hätten wir diesen wunderschönen Strand länger genießen sollen, wir dachten aber, sowas sehen wir an den nächsten vielen Tagen noch genug. Badeschuhe braucht man hier nicht.

    An den Enden des Strandes hätte es auch jeweils eine Bar und Liegen gegeben, wir brauchen das nicht und hatten hier schön unsere Ruhe.

    Der Rückweg lief dann übrigens besser, da wir diesmal die richtige Straße entlang des "Highways" genommen haben, hier gibt es sogar einen Fußweg, was in der Karibik selten ist. Insgesamt waren wir 7km unterwegs und hatten so ausreichend Bewegung, zumal es ja doch echt heiß war. Eine Zeitlang verweilten wir noch im kleinen Hafenterminal um das WLAN zu nutzen.

    Der Rest des Tages verlief wieder im Seetag-Modus. Snack im Tag und Nacht, Lesen auf Balkonien, entspanntes Abendessen im angenehm leeren Atlantik bei nettem Service.

    Ein schöner Tag!

  • Freitag 27.03.2026 Fort-de-France / Martinique

    Heute konnten wir entspannt starten, da unser gebuchter Ausflug erst am Nachmittag statt fand. Also begann das übliche Ritual, Kaffee auf dem Balkon, Aquafitness, spätes Frühstück und Deckspaziergang.

    Von Deck aus hatten wir auch einen schönen Überblick über die Stadt:

    Wir verbrachten einige Zeit in der Außenalsterbar und nutzten das EU-Internet für Nachholen von Konversation und einen Anruf in der Heimat.

    Um 13:30 begann unser über TC gebuchter Ausflug "Strand und Schildkrötenbeobachtung". Es ging direkt von der Pier mit einem Motorkatamaran zunächst ca. 45 Minuten zu einem kleinen Strand, an dem die Hälfte der Gruppe für ca. eine Stunde rausgeladen wurde. Während der Überfahrt hatte man schöne Blicke auf das Schiff und kam auch an einer Fledermaushöhle vorbei.

    Die Reiseleiterin /Anbieterin der Schiffstour sprach sehr gut verständliches Englisch und war sehr bemüht, alles zu erklären und dafür zu sorgen, dass es allen gut ging.

    Der Strand war klein in einer schönen Bucht mit einigen Bars, aber auch ruhigen Ecken, wir spazierten einmal links und rechts und dann war die Stunde ja auch schon rum.

    Nun kam der Katamaran zurück und die andere Hälfte wurde am Strand abgesetzt und wir starteten zur Schildkrötenbeobachtung. Dafür sitzt man eng zusammengekauert vor großen Sichtfenstern im Boden des Katamarans:

    Wir sahen tatsächlich einige "turtles" und auch hier waren die Reiseleiterin und ihr Kapitän wirklich sehr bemüht, dass wir alle möglichst viele Schildkröten sehen konnten. Das hat sich für uns definitiv gelohnt!

    Bald ging es zurück zum Strand, die andere Hälfte der Gruppe einsammeln und es folgte die wiederum sehr schöne Überfahrt zurück zu unserem Schiff. Auf der Rückfahrt wurden uns die verschiedenen Rumsorten erklärt und sowohl dieser also auch Rumpunsch zum Kosten angeboten. Dazu gewöhnungsbedürftige karibische Musik (nichts mit reggae) - unsere Reisegruppe war eher antialkoholisch unterwegs, so dass sich der mitfahrende Fotograf vom Schiff opfern musste, den Rumpunsch ausgiebig zu probieren. Gegen 17:15 waren wir zurück.

    Klare Empfehlung für diesen Ausflug!

    Da wir nun heute kaum Bewegung hatten brachen wir noch zu einem kleinen Stadtspaziergang auf, die Stadt Fort-de-France ist ja eher europäisch geprägt und hat ganz hübsche Ecken. Allerdings waren wir nun zur Schließzeit der Geschäfte unterwegs, so dass wir nicht so viel gesehen haben. Immerhin haben wir die berühmte "Bibliothek Schoeller" gefunden:

    Und einen schönen Blick auf unser Schiff konnten wir auch noch von der Pier erhaschen:

    Das Abendessen wurde im Anckelmanns eingenommen.

    Eine Anmerkung zu den Restaurants - wir gehen immer recht früh essen und da war es viel leerer, als wir es von anderen Routen kennen. Vermutlich waren die Leute, die (mittlerweile teilweise krebsrot gebrannt) viel und lange am Pool oder am Strand lagen einfach später dran mit duschen und fertig machen für den Abend. So war es auch im Buffettbereich immer angenehm und im Atlantik bis 18:30 richtig leer. Das kenne ich anders.
    Auffallend war, dass nur die Hälfte der Männer abends "lang" anzog und mein Mann hat auch immer gemeckert. Mich persönlich stören vernünftige kurze Hosen mit Sneakers bei Männern nicht, aber die Gepflogenheiten sind ja anders und es gibt ja auch diese Aufsteller an den Restauranteingängen. Nach ein paar Tagen kam die Auflösung, im Tagesprogramm - welches es bis jetzt noch per Abholung an der Rezi auch gedruckt gab - stand ausdrücklich, dass man in gepflegten kurzen Hosen, der Witterung angepasst, zum Abendessen erscheinen darf. Das fand ich gut kommuniziert. Das Outfit einer Familie mit Papa und Sohn im Baseballoutfit samt Kappen imAtlantik war dann doch befremdlich, aber auch ein Einzelfall.
    Bitte keine Diskussion zu den Kleiderregeln, ich wollte nur darstellen, wie ich es empfunden habe.

  • Vielen Dank für den Bericht Sowieso !

    Schön das zu lesen, waren wir doch auf der gleichen (Traum-) Reise dabei. Ich bin schon gespannt was Ihr noch so alles gemacht habt.

    LG

    2014 - MS3 - Adria mit Kroatien/Westliches Mittelmeer

    2016 - MS3 - Mittelmeer mit Ibiza

    2021 - MS6 - Schwedische Küste

    2026 - MS2 - Karibische Inseln

  • Samstag 28.03.2026 Roseau / Dominica

    Nach dem Frühkaffee auf dem Balkon und dem Frühstück musste ich mich heute von GöGa trennen - für ein paar Stunden. Wir hatten beide unterschiedliche Radtouren gebucht. Da wir etwa zeitgleich gegen 9:00 starteten, war das kein Problem.

    GöGa fuhr die "E-Bike-Entdeckertour zum Scotts Head" (hatte ich zunächst auch gebucht, aufgrund der beschriebenen steilen Abfahrt mich aber dagegen entschieden), ich habe die "Wohlfühlbiketour mit Schnorcheln am Champagne Beach" gebucht, über die ich nun berichten kann.

    Diese Wohlfühlradtour wurde von vielen extra wegen des Schnorchelns gebucht und sie war auch so kurz (insgesamt nur 15 km), dass das Fahrrad eigentlich nur ein Transportmittel zum Champagne Beach darstellte. Dieses Mal hatten wir einen jüngeren Guide erwischt, der wirkte nicht so komplett motiviert. Wahrscheinlich hätte er lieber eine anspruchsvollere Tour geleitet. Radfahrmäßig war das nun wirklich alles easy, da aber eine Dame sehr große Schwierigkeiten im Handling des Rades hatte hatten wir doch viele Stopps bis wir dann mal da waren.
    Auf dem Hinweg gab ein Minihügelchen zu erklimmen (60hm) um zum botanischen Garten zu kommen. Hier gab es 10 Minuten Aufenthalt und den markanten Baum mit den Luftwurzeln zu bestaunen:

    Hier ist auch das bekannte Motiv mit dem Schulbus, der vor vielen Jahren von einem Baum bei einem Hurrican begraben wurde. Ein Foto habe ich nicht gemacht, es waren sehr viele Leute dort, da auch die anderen Radgruppen zeitgleich hier pausierten.

    Der Rest des Weges ging immer an der Küstenstraße durch ärmliche und sehr ärmliche Bebauung zum Strand. Autoverkehr war hier nicht nennenswert, dafür kreuzende Hühnerfamilien, Katzen und sonstiges Hausgetier. Ich kam mir hier als reicher Kreuzfahrttourist fehl am Platz vor. Zurück ging es übrigens den selben Weg, nur ohne die Bergwertung. Der Strand selbst war sehr klein und hatte eine winzige Bar und kostenlose Liegen, wo wir unsere Kleidung lassen konnten. Das Schiff war in Sichtweite:



    Das Schnorcheln war dann große Klasse. Ich habe das noch nie gemacht und war total begeistert. Nach Einweisung und Anprobe der Utensilien schwammen wir alle mit zwei Guides in einer großen Runde raus und haben ganz tolle Fische und Felsformationen gesehen. Das hat sich für mich total gelohnt und ich hoffe sehr, dass ich in meinem Leben nochmal schnorcheln kann. Merkwürdig, einige der Radelteilnehmer blieben am Strand und wollten nicht schnorcheln. Als reine Radtour wäre mir das jetzt viel zu kurz gewesen.
    Beim Aufbruch trafen wir die E-Bike-Gruppe meines Mannes, diese machten dann auch noch eine Strandpause. Er war mit seiner Tour zufrieden.

    Nachtrag: Dieses Bild ist am Scotts Head bei der E-Biketour entstanden.

    Insgesamt habe ich von der Insel einen heruntergekommenen und ärmlichen Eindruck gewonnen und frage mich ein bisschen, wie die Bewohner das wohl sehen, dass wir da mit dem Kreuzfahrtschiff vorfahren. Vielleicht gibt es ja auch sehenswertere Ecken, die ich verpasst habe. Ich hoffe, dass einige durch den Tourismus auskömmliche Arbeitsplätze haben.

    Zurück an Bord gab es heute für uns endlich mal einen Burger im Tag und Nacht und wir tauschten die ersten ausgelesenen Bücher gegen neue in der Bibliothek. Später war ich dann noch beim Pilates und wir aßen eine Kleinigkeit im Fischmarkt. Nicht zu vergessen, es gab einen schönen Sonnenuntergang zu bewundern:



    Heute Abend hatten wir Programm: um 20:15 gab es in der Schaubühne "Stan and Laurel - Der Klaviertransport" als Stummfilm, live vertont von 4 genialen Schauspielern aus dem Ensemble. Wir waren natürlich pünktlichst da, um einen Platz zu ergattern, aber es wurde gar nicht komplett voll. Schade, der Abend hat sich gelohnt und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Wir haben sehr gelacht.

    Ein abwechslungsreicher Tag!

  • Du schreibtst : das die Inseln einen heruntergekommenen und ärmlichen Eindruck macht … das liegt daran, dass sie am 18. September 2017 durch eine unvorstellbare Katastrophe, durch Hurrikan Maria getroffen wurde (Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von über 277 km/h). Es gab danach nichts mehr in diesem kleinen Land , keine Straßen, keine Wasserleitungen (beides weggespült von den Regenmassen die so einen Hurrikan „begleiten“), keinen Strom, die meisten Häuser zerstört und kein Blatt mehr auf den Bäumen (auf denen die überhaupt stehen geblieben sind), nichts mehr zu essen im Garten… . Touristen werden gebraucht, den Aufbau weiter zu finanzieren und sind sehr willkommen . Man kann tolle Ausflüge mit Einheimischen machen, denn Dominica ist ein echtes Paradies für Naturliebhaber, es setzt auf sanften, naturverträglichen Urlaub, statt großer Hotelburgen, finden Reisende dort Regenwälder (die sich schneller erholt haben als die Infrastruktur), Vulkane und heiße Quellen und Wasserfälle!

  • Vielen Dank für den tollen Reisebericht aus der Karibik, den ich mit großem Interesse verfolge.

    Heute Abend hatten wir Programm: um 20:15 gab es in der Schaubühne "Stan and Laurel - Der Klaviertransport" als Stummfilm, live vertont von 4 genialen Schauspielern aus dem Ensemble. Wir waren natürlich pünktlichst da, um einen Platz zu ergattern, aber es wurde gar nicht komplett voll. Schade, der Abend hat sich gelohnt und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Wir haben sehr gelacht.

    Diesen wunderbaren Abend haben wir kürzlich auf der Relax auch erlebt. Richtig gute Unterhaltung.

    LG
    Siegrid

  • Du schreibtst : das die Inseln einen heruntergekommenen und ärmlichen Eindruck macht … das liegt daran, dass sie am 18. September 2017 durch eine unvorstellbare Katastrophe, durch Hurrikan Maria getroffen wurde (Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von über 277 km/h). Es gab danach nichts mehr in diesem kleinen Land , keine Straßen, keine Wasserleitungen (beides weggespült von den Regenmassen die so einen Hurrikan „begleiten“), keinen Strom, die meisten Häuser zerstört und kein Blatt mehr auf den Bäumen (auf denen die überhaupt stehen geblieben sind), nichts mehr zu essen im Garten… . Touristen werden gebraucht, den Aufbau weiter zu finanzieren und sind sehr willkommen .

    Danke Flavia für die Einordnung und die tollen Bilder!

  • Sowieso , gern verfolge ich deinen schönen Reisebericht, war die Karibikrunde doch unsere allererste Kreuzfahrt in 2018, damals noch mit ABC-Inseln. Wir würden die Runde soooooooooo gern wiederholen, aber derzeit setzt TC für uns die falschen Schiffe ein.

    Ansonsten finde ich es spannend, den Bericht einer "Schattenpflanze" zu lesen. Wir fühlen uns nämlich in den Tropen sauwohl und kommen erst über 25 °C wirklich auf Betriebstemperatur. Strand-liege-Urlaub machen wir aber nur auf Kreta, wo wir schon fast jeden alten Stein kennen.

  • Sonntag 29.03.2026 Antigua Tag 1

    Was hatte ich mich auf Antigua gefreut! Für mich klang ja jede Insel gleich, aber mein Kollege schwärmte so von Antigua und war auch als Wiederholungstäter nur wenige Tage vor uns mit Aida nochmal dort und hatte wieder so begeistert berichtet. Auch wenn der Lektor sagte, das mit den 365 Stränden wäre leicht übertrieben, sprach er doch auch von schöner Natur und einer hübschen Altstadt. Da sollte für uns doch auch was dabei sein!

    Aber der Reihe nach. Der Haupttag Antigua wäre ja erst morgen, dementsprechend haben wir erst dafür unseren Ausflug gebucht. Heute wollten wir uns nur zu Fuß etwas umsehen. Eigentlich wäre ja (endlich) ein halber Seetag gewesen, aber vor ein paar Tagen wurde verkündet, dass wir bereits um 9:00 anlegen würden und somit zwei volle Tage auf Antigua hätten. Wir blieben aber bei der ursprünglichen Planung, weil der "Seetag" auch mal nötig war, bei so vielen neuen Eindrücken.

    So konnten wir beim Morgenkaffee auf dem Balkon die langsam vorbeiziehende Landschaft und Küste Antiguas bewundern - hatte ich schon erwähnt, dass wir wirklich Glück mit "Steuerbord" hatten?


    8:15 Aquafitness für mich, 10:00 Spinning für GöGa, dann Balkonien und Lesen. Wir lieben "Seetage"!

    Nach einem kleinen Snack folgte das übliche Outdoorprezedere - eincremen, Sonnenschutz, Rucksack mit Wasser und Badezeug beladen und wir machten uns zu Fuß auf zum Fort John´s Beach. Der Lektor hatte den Weg dorthin als machbar mit 30 Minuten beschrieben und sagte auch, es gäbe drei hintereinanderliegende Strände, jeder weiter hinten liegende wäre immer etwas schöner als der davor.

    Ja was soll ich sagen - ich kann es jetzt nicht schönreden. Es war kein schöner Ausflug. Der Fußweg ging durch schlimme Gegenden, vorbei an verfallenen Baracken und Industriebrachen, viel Müll überall, dazu war es eine stechende Hitze und hinter uns eine sehr bedrohliche sehr schwarze Wolke. Ich sah uns schon in einem Gewittersturm und war leicht panisch. Daher war ich auch nur bereit, den ersten Strand anzusteuern und nach einem Unterschlupf Ausschau zu halten. Natürlich ist dann gar nichts passiert.

    Der Strand war jetzt auch nichts besonderes, wir sind nur kurz ein bisschen an der Wasserlinie entlang gegangen, nach schwimmen war uns nicht. Zum Weitergehen an den nächsten Strand hatte ich aber keinen Nerv, ich wollte nur noch zurück, aber nicht wieder diesen Gruselweg. Eigentlich wollten wir keine Taxen nehmen, aber aufgrund meiner schlechten Laune, der Wolke und der miesen Gegend war GöGa bereit - sehr widerwillig - notfalls eins zu nehmen. Es standen auch welche dort und ich fragte zwei Päärchen vom Schiff, die gerade ihre Sachen zusammenpackten, ob sie mitfahren möchten - aber zu meinem Erstaunen sagten sie, sie wären ja hergelaufen und wollen auch wieder zurücklaufen. Also waren wir nicht die einzigen Verrückten. Nunja, die Wolke zog ab und wir machten uns dann doch auch wieder zu Fuß auf den Rückweg.

    Zunächst gingen wir also den schon bekannten Weg zurück und auf halber Strecke zum Schiff hielt ein Taxi neben uns und der Fahrer bot uns an, uns für je 5$ mitzunehmen. Ich handelte kurz aus, dass er uns in der Altstadt bei der Kirche rauslässt, und so sind wir zu unserer ersten und einzigen Taxifahrt gekommen und haben 10$ unseres extra umgetauschten Bargeldvorrates ausgegeben. Die Gruselecke blieb uns nun auch erspart. Inklusive der kurzen Taxifahrt waren wir knapp 8 km "von Schiff bis Schiff" unterwegs.

    Zurück von der Kirche zum Schiff sind wir dann durch die angeblich hübsche und lebendige Altstadt gelaufen - also es war Sonntagnachmittag und da war gar nichts hübsch und lebendig, die Stadt war wie ausgestorben. Die Hoffnung und Vorfreude lag also auf morgen, unserem "richtigen" Tag auf Antigua.

    Der Abend endete mit einem schönen Essen im angenehm leeren Atlantik und einigen Runden Skip Bo in der Schaubar. Irgendwas ist mir jedoch nicht bekommen, schlagartig kündigte sich bei mir "Magen" an.

  • Montag 30.03.2026 Antigua Tag 2

    Nach einer unruhigen Nacht mit Magendrücken lag ich seit 5:00 wach und horchte in mich hinein - war ich in der Lage, den Ausflug "Wanderung zum Strand" (über TC gebucht) durchzustehen? Ich hatte mich so sehr darauf gefreut!

    Die Vernunft hat gesiegt. Ich hatte zwar nicht richtig Magen-Darm aber doch das Bedürfnis, eine Toilette in sicherer Reichweite zu haben. Das war auch richtig so, ich verbrachte den Vormittag mal schlafend, mal mit Kapuzenjacke und Decke frierend in der Sonne (!!!) an Deck und kämpfte mit Kreislauf und leichtem Schüttelfrost. Zum Glück sind wir beide nicht besonders empfänglich für Magen-Darm-Viren und ich konnte es mit etwas Ruhe gut abwehren. Puuuh! Den Ausflug musste ich leider verfallen lassen. Neben uns lag heute die etwas größere Regal Princess, da hatte ich auch immer mal ein bisschen was zu gucken und zu beobachten.



    GöGa nahm dann von 8:30 - 12:45 an der Wanderung teil. Er war sehr begeistert, auch wenn er wieder von viel Müll an den Straßenrändern berichtete.
    Laut seiner Schilderung waren es zwei sehr nette einheimische Guides sowie 5 TC-Wanderer. Es ging mit einem bis auf den letzten Platz besetzten Kleinbus (wo wäre eigentlich mein Platz gewesen?) nach kurzer Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung. Hier gab es schöne Blicke in die Natur und es wurden 3 Strände erwandert, die schön bis wunderschön waren. Besonders gefiel ihm der Deep Bay Beach. Insgesamt betrug die Wanderung ca. 5km über Schotterwege und Trails. Einige Fotos kann ich euch zeigen:

    Mittags und abends aßen wir diesmal im Anckelmanns und waren am Nachmittag - mir ging es besser - noch einmal in der Altstadt zu einem kurzen Stadtbummel. Heute, am Montag, war die Stadt deutlich ansprechender als am gestrigen Sonntag. Tja, so war zumindest für mich Antigua eine kleine Enttäuschung. Es hat wohl nicht sollen sein, würde meine Mutter sagen.

    Wir besuchten noch den Vortrag des Lektors zu St. Maarten und St. Kitts und ich versuchte, die Reisekasse mit Bingo aufzupeppen, leider ohne Erfolg.
    Halbzeit der Reise!

  • Danke dir Sowieso für deinen Reisebericht bis hierher.

    Leider überwiegt für mich beim lesen ein negativer Unterton. Vielleicht waren es die falschen Ausflüge, eine unzureichende Vorbereitung oder einfach Pech.

    Das die meisten Inseln arm sind dürfe nichts Neues sein, ebenso der Müll.
    Bin gespannt ob euch noch eine Insel gefällt und überzeugen kann oder ob die „ Schattenpflanze „ lieber wieder in die Kälte fährt.

    LG Kaline, die gespannt auf die Fortsetzung ist.

  • Sowieso Ich glaube du bist mit deinen Bildern etwas durcheinander geraten , das letzte Bild ist Scotts Head / Dominica ;)

    Vergangene Kreuzfahrten von dem Paddelmichi

    "Norwegian Epic" 7 Tage westliches Mittelmeer 2013
    "Celebrity Eclipse" 14 Tage südliche Karibik 2015

    "MS 4" 14 Tage Mittelamerika 2017

    "MS 1" (alt) 14 Tage Asien 2018

    Ausflugstipps:
    SINGAPUR Teil 1

    SINGAPUR Teil 2

    KOH SAMUI - MIT DEM SCHNELLBOOT IN DEN ANGTHONG MARINE PARK

    "MS 1" (neu) 7 Tage Kanaren mit Lanzarote 2018

    "AIDAblu" 14 Tage Mauritius, La Rèunion, Seychellen & Madagaskar 2019

    Bericht dazu:

    Foto-Reisebericht

    "MS 2" 7 Tage Blaue Reise - Panoramafahrt schwedische & finnische Schären 2020

    "MS 6" 7 Tage Blaue Reise - Griechische Inseln 2020

    "MS 1" 5 Tage Kurzreise mit ohne Oslo in BRHV 2022

    "MS 5" 7 Tage Griechenland mit Piräus 2022

    "MS 1" 20 Tage Transtlantik 2023

    "MS 2" 14 Tage Karibische Inseln 2025

    "MS Relax" 10 Tage westliches Mittelmeer 2025

    "MS 2" 20 Tage Transatlantik 2026

    Karibische Inselwelten ab/bis La Romana 17.02.-03.03.27

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    Transatlantik La Romana >>> Palma de Mallorca 07.04.-28.04.28

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  • Für mich ist es eher ein ehrlicher Bericht, der nichts beschönigt.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Sowieso Ich glaube du bist mit deinen Bildern etwas durcheinander geraten , das letzte Bild ist Scotts Head / Dominica ;)

    upps, da hat mir der Gatte auf die Schnelle unzureichend zugearbeitet. Ich nehme es raus. Danke!

    Jetzt hat es mir den ganzen Beitrag zerschossen. Da muss ich nachher nochmal ran.