Da habe ich nun wirklich lange am Niederrhein gewohnt, aber das hübsche Städtchen Nijmegen habe ich tatsächlich verpasst. Scheinbar ein Fehler ![]()
LG Susanne
Da habe ich nun wirklich lange am Niederrhein gewohnt, aber das hübsche Städtchen Nijmegen habe ich tatsächlich verpasst. Scheinbar ein Fehler ![]()
LG Susanne
Hallo uschisiggi ,ich bin auch dabei und habe mir ein Plätzchen oben an Deck gesucht.
Ich freue mich einige Orte von unserer Flusskreuzfahrt mit der MS Annika nochmal anschauen zu können.
Liebe Grüße
Nordlichter64
uschisiggi freu mich, dass du einfach noch einmal von vorne beginnst
bin gerne dabei ![]()
Am späten Abend verlassen wir Rotterdam schon wieder. Es geht über Kanäle und Schleusen in den Schelde Rijn Kanaal, der uns über die Kreekrak Schleuse (zwei Schleusenkammern von je 310 m Länge und 24 m Breite) ins Kanaaldok und weiter zu unserem Liegeplatz in Antwerpen führt. Wir passieren auf dieser Reise gefühlt Hunderte von Schleusen, einige davon in der Nacht. So wirklich viel davon mitbekommen, tut man deshalb nicht. Es ist halt sehr viel Arbeit für die nautische Mannschaft an Bord.
Gut eine Stunde früher als erwartet - gegen 8h - macht die ASARA am Kattendijdok in Antwerpen fest. Da wir erst nach dem Mittagessen auf unseren Ausflug nach Brüssel starten, gehen wir jetzt am Vormittag individuell von Bord.
Nicht nur mit einem Stadtplan bewaffnet, sondern auch noch mit einem Einreiseformular für Belgien, das wir für die gesamte Zeit in Belgien mit uns führen müssen, um es auf Verlangen der belgischen Polizei oder dem belgischen Ordnungsamt vorzuzeigen, machen wir uns auf den Weg. Etwa 2 km sind zurückzulegen bis zur Innenstadt Antwerpens. Hierher hatte es uns bereits im Dezember 2019 mit der Artania verschlagen.
Wir passieren das 60 Meter hohe, aus zehn übereinandergestapelten, um 90 Grad versetzte roten Backsteinblöcken entstandene Gebäude, das aufgrund der Stapelform an Schiffscontainer erinnern soll und das MAS, Antwerpens Geschichtsmuseum “Museum aan de Stroom“ beherbergt. Auch ohne Museumsbesuch kann man über frei zugängliche Rolltreppen das Dach des MAS erreichen und hat dann einen gigantischen 360-Grad-Rundumblick über Antwerpen. Das merken wir uns für einen nächsten Besuch vor. Heute Morgen ist es noch neblig, da verzichten wir und laufen weiter.
Auf dem Grote Markt steht der Brabobrunnen, ein 1887 erschaffener Springbrunnen. Hier sieht man den jungen Helden Brabo, der die von ihm siegreichreich abgehackte Hand des Riesen Druon Antigon in den Fluss Schelde wirft. Der Riese hatte viele Jahre am Ufer des Flusses von vorbeifahrenden Schiffern Wegzoll verlangt. Bei Nichtzahlung hackte er ihnen die rechte Hand ab. Der Name Antwerpens soll der Überlieferung nach von diesem Ereignis, dem „Hand werfen“, herrühren.
Wir sind dann weiter durch die Gassen gelaufen bis zum Liegeplatz der Seeschiffe mit Riesenrad, das allerdings (noch) nicht in Betrieb war.
Um noch pünktlich zum Mittagessen zurück auf dem Schiff zu sein, machen wir uns bald wieder auf den Rückweg, nicht ohne belgisches Bier. Da die Gastronomie noch nicht wirklich geöffnet war, blieb nur ein Kauf des Gerstensaftes übrig.
Und so ein leckerer Salat geht doch immer oder
PS: Und den Pralinenkauf haben wir uns für den Nachmittag aufgehoben, denn da wird es ja nach Brüssel gehen.
uschisiggi vielen Dank für den wirklich sehr informativen Reisebericht mit so vielen tollen Fotos. Da bekomme ich sofort Lust auf eine Flusskreuzfahrt durch Holland, zumal ich noch nie in Holland war.
Nach dem Mittagessen geht es nur noch kurz auf die Kabine, um die Ohrhörer mitzunehmen. Phoenix setzt diese bei inzwischen allen Ausflügen ein. Ich finde es sehr praktisch, denn selbst wenn man sich etwas der Gruppe entfernt für das eine oder andere Foto, verliert man wenigstens den Kontakt nicht und kann schnell wieder aufschließen. Auf dem Weg zum Bus, der vor dem Schiff auf uns wartet, informiere ich Roland über die verschiedenen Programmpunkte des Ausflugs. Ich glaube zwar, er hört gar nicht zu, aber besser ist es.
Es soll zunächst durch den Vorort Laaken mit königlichem Schloss
zum Atomium gehen, dem Wahrzeichen der Stadt, das 1958 zur Weltausstellung errichtet
wurde.
Nach einem Fotostopp fahren wir weiter, um das „Herz" der
Europäischen Union: das imposante EU-Gebäude, in dem die Europäische
Kommission, das Europäische Parlament und der Europarat untergebracht sind,
langsam zu passieren.
Ein geführter Rundgang durch das mittelalterliche Zentrum schließt
sich an, auch das ganz in der Nähe stehende "Manneken Pis" werden wir
natürlich besuchen. Da anschließend auch noch eine Stunde zur freien Verfügung geplant
ist, liest sich das Ganze doch gar nicht schlecht oder?
Die 1847 im Stil der florentinischen Renaissance erbauten 200 m langen, denkmalgeschützten Galeries Royales Saint-Hubert gehören zu den schönsten überdachten Galerien Europas. Hier sucht man vergeblich Ladenketten, dagegen wechseln sich Luxusboutiquen und Confiserien ab. Und natürlich haben hier auch renommierte Chocolatiers ihre kleinen Geschäfte und bieten handgemachte Köstlichkeiten an. Wer kann da schon widerstehen? Ich nicht. Gut, dass wir erst einmal weiter müssen, nämlich zum Marktplatz Grande Place.
Auf dem mittelalterlichen Marktplatz, dem Grande Place, bewundern wir das gotische Rathaus sowie fast 40 überreich goldverzierte Gildehäuser aus dem 17. Jahrhundert. Aufgrund seiner geschlossenen barocken Fassadenfront wurde der beeindruckende Platz 1998 als Ensemble in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Wir laufen aber noch ein Stück weiter
zu einem weiteren Wahrzeichen Brüssels. Und ein paar Meter vom Grande Place entfernt stehen wir dann vor ihm, dem Manneken Pis. Der Name ist übrigens brabantisch – ein Dialekt innerhalb des Niederländischen - und bedeutet „das wasserlassende Männlein“. Die berühmte Brunnenfigur aus Bronze überrascht mit ihrer Größe, der pinkelnde Knabe ist recht unauffällig und lediglich 61 cm groß. Im Jahr 1619 schuf ein Brüsseler Bildhauer die allererste kleine Bronzestatue, die in den Folgejahren mehrfach gestohlen oder beschädigt wurde. Legenden zufolge soll dieser Junge die Lunte einer angezündeten Bombe, die für den Grande Place gedacht war, mit seinem Wasserstrahl gelöscht haben.
Normalerweise ist die Brunnenfigur zwar nackt so wie heute, allerdings trägt Manneken Pis schon seit 1698 (!!) immer wieder auch Kleidung. Mittlerweile wurden über 900 verschiedene Kostüme gezählt.
Es fällt nicht leicht, den Knaben abzulichten, denn trotz Corona drängen sich die Menschen vor dem Wahrzeichen Brüssels. Deshalb verschwinden wir auch schnell wieder, denn mich zieht es jetzt doch magisch in die Galerien zurück.
Pünktlich auf die Minute sind wir später nach einer Stunde Freizeit mit diversen Einkäufen wieder zurück am Bus, der eine knappe Stunde für den Rückweg eingeplant hat. Leider herrschen wirklich chaotische Verkehrsverhältnisse (es geht nicht vor und nicht zurück, Autos stehen mitten auf der Kreuzung und blockieren so trotz Ampelführung einen zügigen Verkehr), sodass wir über zweieinhalb Stunden für den Rückweg benötigen.
Ganz schön anstrengend so ein ausgefüllter Tag. Den lassen wir nach dem Abendessen in der Lounge bei dem einen oder anderen geistigen Getränk ausklingen
Da hatte einer aber eine wirklich geile Idee. ![]()
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Um 7h haben wir ausgeschlafen und wagen einen ersten Blick aus dem Fenster. Die Sonne geht auf.
Von Antwerpen aus führte unser Weg über die Schelde zur Westerschelde, die die Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden markiert. Mit Terneuzen haben wir in der Nacht eine große Schleuse passiert. Die Crew musste arbeiten, wir haben geschlafen - tief und fest.
Das Wetter verspricht gut zu werden. Dass wir am Abend ohne Regenabwehrschirm ganz schön nass werden, ahnen wir natürlich noch nicht. Jetzt liegen nur noch zwei Stunden Fahrzeit auf dem Gent-Terneuzen-Kanaal vor uns, bis die ASARA um 9h ihren Liegeplatz am Rigakaai in Gent erreichen wird.
Unser Plan für heute: am Morgen Transfer nach Gent mit individuellem Stadtrundgang, am Abend dann der Schiffsausflug "Gent am Abend" und dazwischen? Relaxen auf dem Schiffchen.
Auch ohne Museumsbesuch kann man über frei zugängliche Rolltreppen das Dach des MAS erreichen und hat dann einen gigantischen 360-Grad-Rundumblick über Antwerpen.
Dafür hatte ich 2020 schon Tickets besorgt, die waren zum Glück kostenlos ... wir sind ja leider umgeroutet worden. Antwerpen steht bei mir somit immer noch auf der Liste, die Stadt läuft zum Glück nicht weg ![]()
Nach einem ordentlichen Frühstück entern wir zu christlicher Zeit um 9.15h den Ausflugsbus, der eigentlich für die Stadtführung eingeplant ist. Wir dürfen – nach vorheriger Anmeldung – aber mitfahren und zahlen für den schlichten Transfer 10 € pro Person. Taxis am Pier sehen wir nicht, dafür liegt das Schiff wohl auch zu weit draußen. Das Zentrum von Gent ist nach gut zwanzig Minuten Fahrt erreicht. Wir werden an der Jacobskerk abgesetzt und sollen dort um 11.45h zur Abfahrt wieder erscheinen.
Mit einem auch hier wieder kostenlos verteilten Stadtplan und einigen Tipps vom Tourguide der Stadtführung ziehen wir los zu unserem persönlichen Rundgang durch den wunderschönen Stadtkern von Gent.
Gent, entstanden aus keltischen Ansiedlungen, ist mit rd. 250.000 Einwohnern nach Antwerpen die zweitgrößte in Flandern und wuchs schon im Mittelalter zu einer der größten und bedeutendsten Städte Europas heran durch blühenden Tuchhandel, das Flachs- und Leinengewerbe.
Uns zieht es zunächst zum historischen Rathaus, vor dem sich große Hochzeitsgesellschaften versammeln, die wohl alle auf ihren Trautermin warten. Im zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichteten Rathauses soll es 51 Säle geben. Für eine Besichtigung fehlt uns leider die Zeit.
Der neben dem Rathaus sich befindliche Belfried gehört zum UNESCO-Welterbe. Er stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert und war immer schon ein Sinnbild von Freiheit, Macht und städtischem Wohlstand. Man kann den 95 m hohen Turm mit seiner Sturmglocke zwar auch besteigen, wir bewundern ihn nur von außen.
Und gleich daneben trifft Moderne auf Historie. Die 2012 errichtete Stadthalle, von den Gentern auch Schafstall genannt, im Schatten der St. Nikolaus-Kirche, die mit der Rolandsglocke auch eine der ersten Sturmglocken des Belfrieds neben sich beherbergt.
Die St. BAVO-Kathedrale wollten wir natürlich unbedingt besichtigen. Hier befindet sich auch der weltbekannte Genter Altar, das Meisterwerk von Van Eyck aus dem Jahr 1435. Die "Anbetung des Lamm Gottes" gilt immer noch als künstlerischer Höhepunkt, als eines der einflussreichsten Gemälde aller Zeiten. Zeigen kann ich ihn Euch allerdings nicht.
Direkt neben der St. BAVO Kathedrale befindet sich das NTGent, das Königliche Niederländische Theater.
Und inzwischen ist ja auch der Himmel aufgerissen und es wird ganz schön warm. Wir schlendern einfach weiter durch die Stadt, die Fotoapparate glühen.
Und da uns sowohl die Zeit fehlt für eine Bootsfahrt, aber auch für ein belgisches Bier, kaufen wir letzteres einfach ein und nehmen es mit aufs Schiff.
Guten Morgen Siegrid! uschisiggi - ganz wunderbare Impressionen. Danke fürs erinnern; da hätte man mich im September aussetzen können und ich hätte mich nicht beschwert.
Und natürlich sind wir pünktlich am Bus und rechtzeitig zum Mittagessen an Bord.
Hier konnte ich das Restaurant mal leer aufs Foto bannen. Vorspeise und Dessert habe ich fotografiert, den Hauptgang leider nicht.
und hier ein Blick aufs Oberdeck, wo wir den Nachmittag verbracht haben
Diesen kleinen Erfrischungspool gab es natürlich, besetzt haben wir ihn aber nie gesehen.
Am frühen Abend ist dann Gent bei Nacht beleuchtet angesagt. Dazu später mehr.
Guten Morgen Siegrid! uschisiggi - ganz wunderbare Impressionen. Danke fürs erinnern; da hätte man mich im September aussetzen können und ich hätte mich nicht beschwert.
Guten Morgen stimmt natürlich. Ich hatte heute gestern natürlich kaum Zeit, weiter zu schreiben, deshalb wollte ich jetzt zumindest den Genter Vormittag einstellen.
Aber nun rufen die Federn.
Wow, Gent scheint wirklich eine wunderschöne Stadt zu sein! Danke für die Fotos!
das ist wohl ein ziemlich viel fotografiertes Exemplar in Gent, ich hatte die ausgefallene Bank auch abgelichtet ![]()
Liebe Siegrid uschisiggi
Gent steht absofort auf meiner Liste. Das ist ja traumhaft schön. Ich habe mich gerade in ein Haus schockverliebt. ![]()
uschisiggi vielen Dank für den bisherigen Reisebericht. Schade, dass die Innenstadt von Gent nicht gleich um die Ecke vom Liegeplatz und auch nicht so einfach zu erreichen ist. Sonst könnte man Brügge und Gent an einem Tag bewundern. Aber vielleicht ist es möglich, sich auf der Rückfahrt von Brügge in Gent aussetzen zu lassen. Dort findet sich wohl ein Taxi zurück zum Schiff.