Reisebericht MS Artania nach Südostasien und Down Under mit Vorprogramm Hongkong und Südseeträume bis Acapulco 1.2. bis 22.3.2018

  • Reisetagebuch Norfolkinsel/Australien 26.02.2018:

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    Wir werden vom Sirren der Tenderboote wach, die heruntergelassen werden. Es ist früh, kurz nach 6 Uhr. Wir sind noch müde, aber lange halten wir es nicht im Bett aus.

    Erst einmal müssen wir überprüfen, wo wir überhaupt sind. Wir waren bei der Reiseplanung von der Pier bei Kingston im Süden der Insel ausgegangen, doch Kapitän und Kreuzfahrtdirektorin hatten gestern davon gesprochen, evtl. an der Cascade Jetty im Nordosten der Insel zu ankern, wenn Wind und Wellen das zulassen. Wir sind erfreut, dass es nun doch Kingston geworden ist. Hier gibt es mehr zu sehen, und einige Caches haben wir hier auch vorbereitet.

    Mit einem der ersten Tenderboote kommen wir an Land. Das ist immer wieder eine schaukelige Angelegenheit, und ich bin froh, dass ich es heil raus und auch wieder rein schaffe. Umso mehr wundere ich mich über die Selbsteinschätzung einiger Leute... Es wird extra darauf hingewiesen, dass Rollator und Gehstützen beim Tendern nicht angebracht sind. Aber trotzdem gibt es Menschen, die das überhaupt nicht interessiert. Sie gehen ein erhebliches Risiko ein und muten der Crew sehr viel zu.

    Um 9 Uhr betreten wir festen Boden. Es ist bereits warm und sonnig und um die 25 Grad. Wunderbar! :)

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    Die Insel ist herrlich grün und ruhig. Es fallen gleich die riesigen Pinien auf, die überall wachsen und die das Symbol dieser Insel sind.

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    Die ca 1.700 Insel- Einwohner sprechen einen ganz speziellen Dialekt, das sogenannte Norf’k, bei dem Englisch mit tahitischen Wörtern kreolisiert ist.

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    Wir haben keinen Ausflug gebucht, sondern wir wollen etwas laufen und cachen. Zunächst geht es an verlockenden Stränden vorbei zum Point Hunter am Ende einer Bucht und dann weiter durch die Dünen. Die Aussicht auf das türkisfarbene Meer und die Artania ist sehr schön!

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    Als nächstes steht der Queen Elizabeth Lookout auf unserem privaten Programm. Es geht bergauf.
    Die Ausflugsbusse rauschen an uns vorbei, aber wir gehen tapfer weiter und erreichen schließlich den Lookout, wo wir nicht nur die schöne Aussicht genießen sondern auch den Cache finden.

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    Auf dem Parkplatz stehen ein kleiner Transporter und ein PKW, deren einheimische Fahrer sich unterhalten. Cle gesellt sich dazu und plaudert mit. Er erfährt, dass pro Jahr nur etwa drei bis fünf Kreuzfahrtschiffe Norfolk Island besuchen, und dass wir großes Glück haben, denn oft verhindern Wind und Wellen das Tendern. Aus der Plauderei entsteht das Angebot, uns in den Hauptort Burnt Pine mitzunehmen. Wir zögern nicht lange und greifen zu. Unser junger Fahrer „Bumpy“ ist sehr nett.
    (Sehr speziell ist das Telefonbuch der Insel. Dort sind die Teilnehmer in einem Extraverzeichnis mit ihren Spitznamen aufgelistet. „Fast find a person by their nickname“ Und so würden wir unseren Fahrer halt unter B wie Bumpy finden…)
    Er ist auf der Insel geboren, und seine Familie stammt von den Evans ab, d.h. er ist ein echter Nachfahre der Bounty Meuterer. Für den Transfer will er nichts haben. Er setzt uns am shopping center ab und verabschiedet sich freundlich.

    Burnt Pine ist ein etwas größeres Dorf mit einer Handvoll Läden und ein paar Cafes. Eines davon suchen wir erst einmal auf und stärken uns.

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    Und in einem kleinen Laden entdecke ich dies und muss an @uschisiggi denken :) (schöne Reise!):

    Die Atmosphäre auf der Insel ist schön, freundlich, ländlich, ruhig. Überall Wiesen mit perfekt gemähtem Rasen und den großen Pinien. Es gefällt uns hier! Es sieht zwar nicht nach Südsee aus sondern eher nach Schwarzwald, aber es ist sehr angenehm. Die drei Kilometer zurück zur Pier laufen wir an der Straße entlang, zum Glück geht es immer bergab!

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    Dann verschnaufen wir uns ein wenig...

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    … und gegen 15 Uhr sind wir zurück an Bord.

    Als wir um 18 Uhr ablegen, liegt Norfolk Island in der Abendsonne. Diese Insel gehörte für mich zu den großen Überraschungen dieser Reise! Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt! :)

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  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Liebe Elisabeth, vielen Dank für den schönen Tag auf der ruhigen Insel nach dem Treiben der Großstadt (wobei mir auch die Bilder von Sydney sehr gut gefallen haben)
    Ich bin gespannt wie es weiter geht.
    LG
    Bina

  • Hallo @Soukousa
    ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu, einfach nur Klasse Dein Reisebericht, informativ, nicht langweilig, schöner Schreibstil und sehr schöne Bilder dazu.
    Man sieht wieder, wie schön die Welt sein kann, wenn man sie bereist und was einen in der eigenen Reiseplanung noch fehlt.
    Mein Problem, ich bekomme meinen holden Göttergatten nicht so lange auf ein Schiff. Mir würde die Route sehr gefallen.
    Ich bin weiter mit dabei.

  • Reisetagebuch auf See 27.02.2018:

    (Sorry, heute ohne Bilder…)

    Wie schön - wieder ein Seetag! :)
    Als wir morgens recht früh wach werden, knallt schon die Sonne auf unseren Balkon. Trotzdem ziehen wir unsere Sportsachen an und walken unsere 5 Runden auf Deck 4. Bald wird es draußen zu warm werden für Frühsport, dann müssen wir entweder darauf verzichten oder in die Muckibude gehen.

    Nach dem Frühstück hören wir uns um 10 Uhr den Vortrag über Neukaledonien an, wie immer sehr interessant. Es gibt so vieles - auch aus der neueren Geschichte - das wir in Europa gar nicht recht zur Kenntnis nehmen. Zum Beispiel findet jetzt 2018 ein Referendum statt, ob Neukaledonien weiter Kolonie von Frankreich bleibt oder selbstständig wird. Bei dem letzten Versuch, hierüber eine Entscheidung zu treffen, fanden blutige Unruhen statt und ein wichtiger Politiker wurde ermordet.

    Derart gebildet widmen wir uns profaneren Tätigkeiten. Es ist mal wieder Waschtag. Cle muss nämlich schon an die eiserne Unterwäschereserve im „Klamottenkoffer“ unter dem Bett... (Das andere ist der „Stauraumkoffer“, in dem alles ist, was wir nicht ständig benötigen wie z.B. Reiseapotheke, warme Pullover, Schnorchelausrüstung etc...)

    Pünktlich um 15 Uhr ist unsere 2. Tangostunde. Leider ist die Gruppe noch nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Es sind neue Teilnehmer dazu gekommen... Wir wiederholen noch einmal den Grundschritt und lernen die nächste Figur, den „Gancho“ (Haken). Es macht wieder viel Spaß und klappt bei uns eigentlich ganz gut. Auch der Kameramann (nicht von VnM sondern von Phoenix) ist dabei. Aber er filmt zum Glück nur die Füße... 8)

    Zur Kaffeestunde schaffen wir es nicht mehr, denn dann müssen wir zum Bingo. So ein Stress! ^^ Ich freue mich, dass Cle mitkommt. Er wird sogar gleich für seinen Einsatz belohnt und gewinnt 5 Euro und einen Bingo Gutschein. Ich gucke mal wieder in die Röhre, aber das macht nix!

    Nach einem Aperölchen in der Phoenixbar zur Happy Hour mit einem wunderbaren Sonnenuntergang machen wir uns wieder abendfertig, aber beim Dinner ist irgendwie der Wurm drin. :thumbdown:
    Die Weltreisenden haben heute Bergfest in der Kopernikusbar mit einem Extra-Essen, und so ist im Restaurant Artania die B-Mannschaft tätig. Auch das Essen war schon mal leckerer. :/
    Die Krönung sind dann aber unsere Tischgenossen...! Ich bin noch bei der Vorspeise, als mein schräges Gegenüber, ein Mann aus Bayern, genüsslich beschreibt, wie Doc Winnie Koller ihm einen vereiterten Zehennagel gezogen hat...! <X Auch das weitere Gespräch zwischen den Leuten an unserem Tisch gestaltet sich hohl, während mich der Zehennagel-Bayer immer beifallsheischend angrinst. Ich bin froh, als wir mit dem Essen fertig sind und ich mit einem Cuba Libre an der Phoenix-Bar das Erlebte herunterspülen kann.

    Auf dem Weg in unsere Kabine bewundern wir noch einmal ausgiebig das Kreuz des Südens und gehen dann schlafen. Heute lassen wir die Balkontür zu und geben der Klimaanlage eine Chance. Es ist inzwischen zu warm geworden bei hoher Luftfeuchtigkeit...

  • Bei deinen Beschreibung benötigt man auch kein Bild


    Genau das habe ich mir auch gedacht, wobei ich mich über weitere Bilder mit Berichten oder Berichten mit Bildern freue :thumbsup:

  • Die Krönung sind dann aber unsere Tischgenossen...! Ich bin noch bei der Vorspeise, als mein schräges Gegenüber, ein Mann aus Bayern, genüsslich beschreibt, wie Doc Winnie Koller ihm einen vereiterten Zehennagel gezogen hat...! Auch das weitere Gespräch zwischen den Leuten an unserem Tisch gestaltet sich hohl, während mich der Zehennagel-Bayer immer beifallsheischend angrinst. Ich bin froh, als wir mit dem Essen fertig sind und ich mit einem Cuba Libre an der Phoenix-Bar das Erlebte herunterspülen kann.

    Leute gibt's zzzh :thumbdown: . Ich werde mal verstärkt auf der Amadea drauf achten und mir ggfls. entsprechende Notizen machen. Wobei wir auf unserer Grönland Fahrt schnell einen netten Tisch (immerhin 8 Personen) gefunden hatten, der sich dann meistens auch zusammen getroffen hat, zumindest zum Abendessen.
    Aber.. unser erster Reiseteil Dubai - Nizza ist ja zugleich auch letzter Teil der Weltreise. Ich bin auch ganz gespannt auf die Klientel.

    LG
    Siegrid

  • Bei deinen Beschreibung benötigt man auch kein Bild - köstlich - dankeschön!

    Genau! Kopfkino reicht <X

    MS1 02/12 Kanaren m.Agadir
    MS1 11/12 Transatlantik West + südl. Karibik "Deck 12er-Tour" :thumbsup:
    MS1 04/13 Rund um Westeuropa
    MS1 11/13 Kanaren m.Agadir
    MS3 06/14 JFF
    MS3 06/15 östl. Mittelmeer mit Bodrum
    MS <3 04/16 Mittelmeer mit Türkei Kreta
    MS3 08/16 Mittelmeer mit Ibiza
    MS3 01/17 Dubai mit Bahrain
    MS6 09/17 NY mit Kanada
    MS6 10/17 NY mit Bahamas

    MS3 08/18 Großbritanien + Irland
    MS6 05/19 Mallorca bis Malta

    MS1 09/19 Neuengland mit Kanada I

    MS4 01/20 Mittelmeer mit Kanaren

    MS3 02/22 Kanaren mit Azoren + Madeira
    MS4 11/22 Kanaren mit Lanzarote + Madeira

    MS2 04/23 Dom Rep. - Gran Canaria
    MS6 10/23 NY - Dom. Rep.

    MS3 12/24 Festtage auf den Kanaren ab Bremerhaven

    MS Relax 03/25

    ----------------------------------------------------------------



    Reiseberichte:
    Mittelmeer mit Kreta
    Nordamerika NY-Kanada + NY-Bahamas

    Wegbeschreibung von Bayonne nach Manhattan per Path + Fähre

  • Ich bin auch ganz gespannt auf die Klientel.

    Liebe Siegrid @uschisiggi

    der Zehennagel-Bayer war zum Glück die Ausnahme...
    Wir haben überwiegend nette Menschen getroffen, und auch wir hatten später eine Art "Stammtisch" beim Abendessen mit sympathischen Leuten.
    Bei Euch wird es bestimmt auch ganz toll! Ich könnte schon wieder los... ^^

    LG
    Elisabeth

  • Reisetagebuch Île des Pins / Palmeninsel / Neukaledonien 28.02.2018:

    Bereits um 6.30 liegen wir in der Bucht vor Kuto. Die See ist spiegelglatt, und es sind morgens schon 28° Celsius. Nach einem schnellen Frühstück packen wir unsere Badetaschen. Heute ist ein Strandtag geplant. Die Schnorchel lassen wir auf dem Schiff und bereuen es später etwas. Andererseits ist die Sonne so giftig, dass wir ohne zusätzliches T-Shirt sicher mächtig verbrannt wären.

    Nach 10 Minuten ruhiger Tenderfahrt erreichen wir die Pier, wo uns ein paar Kanaker (Kanak heißt „Mensch“ und ist kein Schimpfwort!) mit einem Blumenkranz und einem Tanz begrüßen.

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    Die meisten anderen Passagiere wenden sich gleich dem großen Strand links zu, der Baie de Kuto, aber wir gehen zum kleineren Strand nach rechts, der Baie de Kanumera, wo es ruhiger ist und außerdem zwei Caches zu machen sind.

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    Der heilige Berg der Kanaker. Es ist uns verboten, auf diese Koralleninsel zu klettern.:

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    Wir suchen uns einen Schattenplatz, und dann lockt das herrlich türkisfarbene Wasser. Katharina und Co sind inzwischen auch dazugekommen, und wir verleben ein paar wunderbare Stunden an diesem schönen Strand. Das Wasser ist kristallklar und erfrischend. Wir wissen nicht genau, ob das schon „Südsee“ ist, aber es sieht so aus und fühlt sich so an. :D

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    An dieser Farbe kann ich mich gar nicht satt sehen…

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    Der schattige Weg zurück zur Pier:

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    Wir haben inzwischen Durst bekommen. Dem kann abgeholfen werden! ^^

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    Am Steg sind ein paar kleine Souvenirshops. Dort geben wir die restlichen australischen Dollars aus und kaufen mir zwei lockere lange „Fummel“ und einen Kugelfisch aus Metall für unsere Terrasse zu Hause.

    Um 15 Uhr legen wir pünktlich wieder ab. Bis Fidschi haben wir eine größere Strecke vor uns, aber wie der Kapitän bei seiner Ansprache so schön sagt: „Die Grand Lady riecht den Ozean und will hinaus aufs Meer...“

    Das war ein Super-Tag heute mit einem total blauem Himmel, türkisenem Wasser und Sand in den Klamotten!
    Wo wir doch vorher kaum eine Ahnung hatten, wo Neukaledonien liegt, geschweige denn, wie es dort aussieht und was es da so alles gibt… :thumbsup:

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  • der Zehennagel-Bayer war zum Glück die Ausnahme...

    Aber halt auch ein Urlaubsexemplar, welches man nicht so leicht vergißt :/ Leute gibt, tz tz tz

    Wunderschöne Bilder vom Strand Elisabeth, die lenken vom Kopfkino der Seetages ab :love:

  • Boah wie schön.

    So stelle ich mir das Paradies vor!

    Liebe Grüße
    Tanja


    Kommt noch: ^^

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    Islands Naturwunder


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    Mit der Amina auf der Donau


    Leider vorbei: :(

    2014 Kanaren – MS1
    2016 Großbritannien / Irland – MS1
    2017 Karibik / Mittelamerika – NCL Pearl
    Forenausflug nach Papenburg
    Schallwellen - Festival auf See - MS3

    Hurtigruten - die schönste Seereise der Welt! - MS Kong Harald

    2018 Kanaren mit Madeira - AIDA Sol

    2019 Queen Mary - Hamburg - Southampton

    2020 AIDAmar - von Mallorca nach Hamburg

    2021 Artania - Durch die Fjörde Norwegens

    Weihnachtsmärkte am Rhein mit MS Alena

    2022 Amera - Fjördnorwegens feinste Adressen

    Von Hamburg nach Mallorca mit der MS3

    Christmas Shopping in den Niederlande mit MS Asara

    2023 Rund um Irland mit der Norwegian Star

    Norwegen mit Schottland mit der MS3

    2024 Grönland extrem - MS Hamburg

    Kleine Auszeit im Advent mit der MS Artania

    2025 Alaska mit der Queen Elisabeth von Cunard

    2026 Großbritannien und Norwegen mit AIDA Sol

  • Reisetagebuch Yasawa-I-Rara / Fidschi Inseln 02.03.2018:

    Nach einem schönen Seetag, der mit einer furiosen Flower-Power-Party endete, erreichen wir heute die Fidschi Inseln. Dazu gehören die Yasawa-Inseln, ein dünn besiedelter Archipel vor der Nordwestküste der Hauptinsel Viti Levu.
    An den Yasawa-Inseln entlang fahren wir nach Norden, und der Kapitän erklärt, dass wir relativ enge Fahrwasser nutzen müssen und der Kurs deshalb etwas eckig aussieht.

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    Pünktlich um 12 fällt der Anker. Das Wetter ist sehr warm, schwül, etwas bedeckt, und direkt hinter dem Steg für die Tenderboote sehen wir schöne gelbe Strände. Dahinter sind Häuser des Ortes zu erkennen.
    Wir verzichten auf das Mittagessen und sind mit einem der ersten Tenderboote an Land.

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    Der Ort besteht aus einer Reihe von Häusern, die direkt hinter dem Strand und der ersten Baumreihe stehen. Es sieht aus wie eine Ferienhaussiedlung, mit Grasflächen dazwischen, ohne eine erkennbare Straße oder gar Autos. Eigentlich paradiesisch. Aber sicherlich für die Bewohner ein Wohnort, der das tägliche Leben und den Broterwerb schwierig macht. Wir Passagiere fallen wie Heuschrecken über den Ort her. Die Bewohner nutzen das und bauen schnell Marktstände mit Klamotten, Schmuck, Kokosnüssen und anderen Angeboten auf.

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    Die Kirchenbänke stehen geschützt in einem Verschlag. Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört einer christlichen Kirche an.

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    Ein Tapa, eine Art Stoff aus Rindenbast:

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    Wir laufen durch den kleinen Ort, suchen uns ein Plätzchen bei den Palmen des Strandes und stürzen uns in die Fluten.
    Tolles Wasser! Toller Sand! Toller Strand! :thumbsup:

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    Gegen 15 Uhr etwa packen wir langsam ein.
    Es sind mehrere Stände mit Nüssen aufgebaut, und wir hören, dass die Preise von zunächst 1$ über 2$ schon bis 5$ gestiegen sind. =O Das ist Marktwirtschaft und Verhandlungsgeschick pur! 8)
    Cle greift sich einen 1$-Schein und fragt damit bei einem Stand an. Der Verkäufer, bei dem bereits andere Kunden stehen, verlangt 2 $. Hm… Cle wendet sich ab und wir machen erst einmal einen kleinen Spaziergang am Strand entlang. Auf dem Rückweg geht er nochmal rüber: jetzt ist alles klar. Der Verkäufer winkt ihm zu und nimmt gerne den Schein gegen eine Nuss. Eine lustige Verhandlung und beide sind zufrieden. ^^

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    Es ist schon den ganzen Tag bedeckt und wolkig, aber jetzt braut es sich am Horizont etwas bedrohlicher zusammen.

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    Darum machen wir uns auf den Weg zurück zum Schiff, das wegen eines vorbeiziehenden Schauers kaum noch zu sehen ist.
    Und ehe wir uns versehen, kommt ein weiterer Schauer direkt auf uns zu und erwischt uns, kurz bevor wir als letzte zwei Passagiere auf das wartende Tenderboot kommen. Das ist ein richtig heftiger Tropenschauer!
    Wir hatten damit nicht gerechnet und deswegen auch keinen Regenschutz mit, also werden wir feucht, nass, klatsch- und schließlich so triefnass, dass es nur so an uns herunter läuft. :S
    Knapp können wir Uhr, Fotoapparat, Camcorder, Bordkarten halbwegs schützen, alles andere wird total durchnässt. Klatschnass quetschen wir uns als letzte ins Boot. Die Rückfahrt und das Anlegemanöver sind dann etwas rauer als üblich, weil auch der Wind aufgefrischt ist. Die Offizierin, die das Tenderboot steuert, rät den Passagieren eindringlich, sitzen zu bleiben bis sie das Kommando zum Aussteigen gibt.
    Zum Glück halten sich alle dran...
    Was sind wir froh, als wir glücklicherweise ohne Schäden die Gangway hochkommen und uns erstmal etwas am Eingang abtrocknen können.
    Auf dem Weg zur Kabine hinterlassen wir eine Tropfenspur...

    Als wir endlich halbwegs wieder menschlich aussehen, gehen wir runter ins Restaurant Vier Jahreszeiten zur Kaffeestunde. Was ist dieser erste Kaffee nach diesem Abenteuer für ein Genuss! :D
    Zum Glück haben unsere Sachen unter dem Regen nicht gelitten. Unsere Klamotten packen wir kurzerhand in den Trockner, und den Rucksack hängen wir in der Dusche auf.
    Das Abendessen nehmen wir wieder im Artania-Restaurant ein und klauen dabei dem „Zehennagel“ den Zweiertisch *hihi* :evil: .
    Anschließend noch ein Absacker mit Katharina und Chris in der Phoenix-Bar, und dann nix wie in die Koje!

  • Reisetagetagebuch Lautoka/Fidschi Inseln 03.03.2018:

    Wegen des starken Regens haben wir gestern Yasawa-I-Rara bereits eine Stunde früher verlassen als geplant, und entsprechend kommen wir heute in Lautoka bereits um 7 Uhr an. Da es einen medizinischen Notfall gibt, der ausgeschifft werden soll, ist es dem Kapitän und der Kreuzfahrtdirektorin sehr recht. Wir hatten bereits gestern gesehen, wie eine Passagierin nur mit Mühe und Unterstützung das Tenderboot erreichte und dann von Doc Winnie Koller auf die Artania gebracht wurde...

    Der Wetterbericht hat eigentlich für den ganzen Tag Regen vorhergesagt, aber es ist trocken als wir losziehen. Die Sonne scheint sogar und es ist sehr heiß und schwül. Nach der Erfahrung von gestern haben wir alles an Regenschutz mit, was unser Koffer zu bieten hat. (Letztlich brauchen wir das alles gar nicht, denn wir kommen später auch trocken wieder zurück zum Schiff...)

    Auf der Pier haben einige Touranbieter ihre Stände aufgebaut. Gerade für Lautoka hatten wir uns mit der Planung etwas schwer getan und haben schließlich gedacht, lassen wir doch einfach mal auf uns zukommen, was sich so bietet…

    Wir möchten gern einen Fidschi Cache machen, der Rest ist uns ziemlich egal. Deshalb kommen die Touranbieter mit ihren Kleinbussen nicht in Frage für uns.
    Am Hafenausgang landen wir bei den Taxis und schließlich werden wir mit Joseph, einem indisch stämmigen Fidschianer handelseinig. Zunächst will er für 2 Stunden pro Person 50 US$ haben, dann 40$, und bei 25$ schlagen wir zu. (Dass es später teurer wird für uns, lag dann an unseren Extra-Wünschen, war den Spaß aber allemal wert!)

    Wir steigen also in Josephs altersschwaches Taxi ohne Klimaanlage, aber mit weit offenem Fenster (ist uns sowieso lieber!), und los geht es.

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    Joseph erklärt links und rechts, was wir sehen, zeigt uns Mangobäume, Kassava Pflanzen, Zuckerrohr, die Werft, die Polizeistation, die Universität, die Marina etc und ist sehr stolz auf sein schönes Land.
    Als wir einem Beerdigungszug begegnen, hält er respektvoll an („Someone has died...“), um danach fröhlich plaudernd die Fahrt fortzusetzen.

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    Wir hatten ihm vorher schon gesagt, dass wir zum First Landing Beach etwa 10 km südlich von Lautoka wollen, wo angeblich die ersten Melanesier an Land gekommen sein sollen. Unser Interesse gilt jedoch nicht so sehr der Historie, sondern wir wollen hierher, um unseren Cache zu machen, den wir dann auch an dem hiesigen Resort finden. :D

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    Damit ist der Länderpunkt "Fidschi" im Sack, und den Rest überlassen wir Joseph. Er schlägt vor, zum „Garden of the sleeping Giant“ zu fahren. Wir wissen, dass dies auch ein Ausflugsziel der Phoenixbusse ist, aber so in unserer Kleingruppe ist es sicher nett, und so stimmen wir zu.

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    Sleeping Giant heißt es, weil die Bergsilhuette einem liegenden Mann ähnelt. Hier gibt es einen wunderschönen Orchideenpark mit weiteren tropischen Blumen und Bäumen. Als wir ankommen, ist eine Phoenixtruppe gerade auf dem Abmarsch, und wir genießen den schönen Park ganz allein und wandern herum. Es ist herrlich hier. Anschließend trinken wir einen erfrischenden Fruchtpunsch. Joseph arrangiert alles mit den Eintrittskarten, dem Getränk, zeigt uns, wo die Toiletten sind und ist überhaupt ein netter Mensch! :thumbsup:

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    Geht gleich weiter...

  • ... und weiter geht es!

    Wir möchten uns jetzt nach Lautoka zurückfahren lassen und kommen auf die Idee, Joseph nach einem Friseur zu fragen, denn Cle hat es nötig. Joseph ist ganz begeistert von der Idee und bringt uns in der Stadt direkt zu einem Herrenfriseur, wo er deichselt, dass Cle gleich dran kommt und auch bezahlt, weil wir ja keine Fidschi-Dollar getauscht haben.
    Cle nimmt also auf einem Friseurstuhl Platz, bekommt einen Umhang um, und dann macht sich ein junger Mann kundig an seinem Kopf zu schaffen, während ich das Ereignis filme und fotografiere.

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    Der entsetzte Gesichtsausdruck von Cle ist köstlich, als die ersten Zentimeter seines Haupthaares sehr mutig gestutzt werden. =O^^
    Aber der junge Mann weiß offenbar genau, was er tut, und das Endergebnis kann sich sehen lassen. :thumbup:
    Wieviel das Ganze jetzt genau kostet, wissen wir nicht. Vermutlich hat Joseph einen ordentlichen deal mit ihm gemacht. Wir lassen uns jetzt von Joseph hier absetzen, denn wir wollen noch ein wenig durch Lautoka bummeln und dann zu Fuß zum Schiff zurückkehren.
    Es sind inzwischen 3 Stunden geworden, und mit Orchideenpark, Getränk und Friseurbesuch bezahlen wir am Ende faire 110 Dollar, und alle sind zufrieden. :)

    Lautoka selbst hat ansonsten nicht so viel zu bieten. Es ist voll und wuselig im Zentrum wie auch zu Hause samstags in der Innenstadt. Die Läden sind sehr indisch geprägt mit bunten Farben, Ganeshas, Saris etc. aber wir sehen im Straßenbild auch Moscheen und christliche Kirchen. Auf der Straße werden wir hier erstmals auch angebettelt, was uns auf der Reise bisher noch nicht passiert ist.

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    Auf das hiesige Nachtleben müssen wir heute leider verzichten:

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    Das Ganze ist nicht so reizvoll für uns, und so kehren wir um 13.30 Uhr wieder auf die Artania zurück und können sogar noch einen Salat im Lido essen.

    Am Nachmittag nehmen wir die Gelegenheit wahr und gehen zur Brückenbesichtigung. Es wird immer mal im Tagesprogramm bekannt gegeben, für welche Decks die Besichtigung der Brücke möglich ist, und heute ist also auch unser Deck dran. :)
    Solange das Schiff an der Pier liegt, ist da ja nicht so viel los. Darum sind einfach die eine Seite zum Reingehen und die andere Seite zum Rausgehen geöffnet. Es ist interessant, alles zu inspizieren, was da so zu sehen ist. Cle nervt den armen Kadetten (1 Streifen), der zum Betreuen der Besucher abgestellt ist, mit schwierigen Fragen: wann werden wir morgen die E-W-Grenze (also die Grenze der Ost-Koordinaten zu den West-Koordinaten) passieren? Der Kadett spielt eine Weile an dem großen Display mit Position und Routenplanung herum, findet heraus, dass es etwa 190 Meilen nach Lautoka sein wird, und wir schätzen etwa morgens um 4 bis 6 Uhr. Und was sollen die großen Gongs, die Steuerbord an der Wand hängen? Die sind früher als Nebelsignale verwendet worden...

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    Joseph hat für den späten Nachmittag noch Regen prophezeit. Er wird vermutlich Recht haben, denn es sammeln sich schon bedrohlich dunkle Wolken am Horizont, die tatsächlich näher und näher kommen, ein beeindruckendes Schauspiel.
    Und gegen 18 Uhr legt dann der Regen wirklich los. Für uns ist es interessant anzusehen, wir sind im Trocknen.

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    Der Tag endet wie üblich: Essen im Artania Restaurant, Absacker an der Phoenix Bar mit etwas Plaudern, abschließender Rundgang auf Deck 4 und dann nix wie in die Koje nach diesem schönen Tag, der so ereignisreich war, obwohl wir doch gar nichts geplant hatten! :D

  • Schade, kein Vorher/Nachher Bild von der Herrenfrisur ;-)

    Mensch, was ihr alles erlebt. Wahnsinn!

    MS1 02/12 Kanaren m.Agadir
    MS1 11/12 Transatlantik West + südl. Karibik "Deck 12er-Tour" :thumbsup:
    MS1 04/13 Rund um Westeuropa
    MS1 11/13 Kanaren m.Agadir
    MS3 06/14 JFF
    MS3 06/15 östl. Mittelmeer mit Bodrum
    MS <3 04/16 Mittelmeer mit Türkei Kreta
    MS3 08/16 Mittelmeer mit Ibiza
    MS3 01/17 Dubai mit Bahrain
    MS6 09/17 NY mit Kanada
    MS6 10/17 NY mit Bahamas

    MS3 08/18 Großbritanien + Irland
    MS6 05/19 Mallorca bis Malta

    MS1 09/19 Neuengland mit Kanada I

    MS4 01/20 Mittelmeer mit Kanaren

    MS3 02/22 Kanaren mit Azoren + Madeira
    MS4 11/22 Kanaren mit Lanzarote + Madeira

    MS2 04/23 Dom Rep. - Gran Canaria
    MS6 10/23 NY - Dom. Rep.

    MS3 12/24 Festtage auf den Kanaren ab Bremerhaven

    MS Relax 03/25

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    Reiseberichte:
    Mittelmeer mit Kreta
    Nordamerika NY-Kanada + NY-Bahamas

    Wegbeschreibung von Bayonne nach Manhattan per Path + Fähre