Reisetagebuch Cairns / Australien 16.02.2018:
(Der gestrige Seetag bekommt keinen Extra Eintrag, denn bis auf einen netten Schnorchelkurs im Pool war Ruhetag.
)
Früh am Morgen laufen wir in Cairns ein. Wir sind down under angekommen und damit nach den exotischen asiatischen Ländern quasi in der Zivilisation!
Der Kapitän legt mit der Backbordseite an. Es sind bereits morgens 29° Celsius, und laut Vorhersage soll es trocken und sonnig bleiben und die Temperatur weiter ansteigen. Das tut sie auch... Und wie! Wir erreichen im Laufe des Tages zumindest gefühlt um die 40° Celsius, und ich glaube ich habe noch niemals so einen heißen Tag erlebt, auch auf meinen Afrikareisen nicht. Dazu ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch - eine echte Belastungsprobe für den Kreislauf.
Trotzdem bleiben wir bei unserem Plan, durch Cairns zu radeln und zu cachen.
Die Einreise nach Australien klappt sehr viel besser als befürchtet. Wir hatten mit Kontrolle der Taschen gerechnet (keine Lebensmittel mit an Land nehmen! Rauchwaren streng limitiert! E-Zigarette möglicherweise verboten!) und ob das mit dem ETA Visum richtig geklappt hat?
Aber alles ist ok. Wir werden mit einem freundlichen G‘day begrüßt und nach dem Blick in den Pass wird noch ein schöner Tag gewünscht. Das war’s
Auch mit den Fahrrädern von Phoenix klappt alles bestens. Die stehen schon am Ende der Gangway bereit. Helm und Schlüssel holen wir an der Rezeption ab und los geht es.
Schon nach kurzer Fahrt wird klar: Cairns ist ein Paradies für Fahrradfahrer! Bretteben und bestens ausgebaute Radwege mit Mittellinie, so dass man sich auch schnell an das links fahren gewöhnen kann. Die Autofahrer sind sehr rücksichtsvoll, und ich fühle mich sicher. Wir bummeln an der Uferpromenade Esplanade entlang über schöne schattige Wege mit Grünflächen und diversen Unterhaltungsmöglichkeiten, Spielplätzen für Kinder, Grillplätze mit großen frei verfügbaren Grill-Öfen, Outdoor Sportgeräten, einer künstlichen Lagune.
Es ist wirklich schön hier. wenn es nur nicht sooo heiß wäre. ![]()
Der Schweiß läuft in Strömen, und die kleine Wasserflasche ist bald leer. Hier ist man aber darauf eingerichtet, dass die Menschen Durst haben und dass Dehydratationsgefahr besteht.
Immer wieder kommt man an Wasserspender, an denen man seinen Durst löschen kann und die Wasserflasche auffüllen kann. Sehr angenehm! ![]()
Wir bummeln von Cache zu Cache. Wenn die Suche zu lange dauert, brechen wir sie ab. Und so lassen wir einige Dosen einfach aus. Am Ende des Tages kommen wir trotzdem auf insgesamt 10 Caches und sind hochzufrieden.
Cle sucht einen Cache (und findet ihn auch!
![]()
Unser Weg führt von der Esplanade weiter in den Norden an einen kleinen Fluß. Hier ist es sehr ruhig und idyllisch, obwohl wir immer damit rechnen, dass ein Krokodil unseren Weg kreuzt.
Aber alles geht gut, und wir erreichen den Botanischen Garten. Ein wunderschöner Bereich von Cairns! Wobei wir zunächst das Visitor Center mit den sauberen Sanitäranlagen und den Kaffee und das erfrischende Wasser dort genießen.
Nachdem wir uns einigermaßen regeneriert haben laufen wir durch den Palmengarten und durch den Regenwald.
Hier ist es zwar schön schattig, aber wir werden an einigen Stellen von Millionen von Moskitos überfallen. Zum Glück haben wir uns vorher mit Anti-Brumm eingesprüht, so dass die Erfolgsquote für die Viecher eher gering bleibt. (Jaja, auch bei mir… wo ich doch sonst immer bevorzugtes Ziel dieser Biester bin…
)
Nachdem wir bei einem Abstecher in den Munro Martin Park noch etwas über die Geschichte von Cairns gelernt haben, radeln wir allmählich zur Esplanade zurück, denn wir haben inzwischen Hunger und Durst bekommen, und dort hatten wir auf dem Hinweg ein paar nett aussehende Restaurant entdeckt.
Auf dem Weg dorthin hören wir an einer Straßenkreuzung plötzlich lautes Piepen und Kreischen. Als wir uns suchend umblicken, sehen wir einen Baum, der über und über von Flughunden behängt ist. Die sehen von unten ganz schön gruselig aus, wie lauter kleine Vampire. Dabei sollen sie ganz harmlos sein...
(Ist schon irgendwie doof, wenn man auf dem Display der Kamera nichts sehen kann. Ich wusste nur, da irgendwo muss ein Flughund sein…
)
Und dann geht es zurück zum Schiff. Ich habe mich selten so sehr auf die Dusche gefreut wie heute! Cle springt noch in den Pool und erzählt danach, dass die Temperatur des Pools mit 37°C angegeben ist. Das reinste Badewannenwasser...
Am späten Nachmittag kommt eine Gruppe Aborigines an Bord und führt Musik und Tänze vor. Sehr anschaulich wird gezeigt, wie man ein Digeridoo bläst und in Form von Tänzen verschiedene australische Tiere darstellt.
Als wir so auf Deck 6 stehen und auf die Veranstaltung blicken, spricht uns eine junge Frau an. Ob wir Interesse an dem Spezial Menü “Down Under Steakhouse” haben? Sie selbst sei so geschafft von einem Schnorchelausflug und habe die Karten selbst nur “geerbt” von Leuten, die die Überlandtour zum Ayers Rock machen. Es sei schade, wenn die Karten verfallen. Das finden wir auch und greifen freudig zu! ![]()
Diese speziellen Essen werden immer mal (ohne Aufpreis) für eine begrenzte Teilnehmerzahl angeboten und sind dann meistens ruck-zuck ausgebucht. Auch wir hatten vor ein paar Tagen morgens vergeblich angestanden, und waren mächtig enttäuscht, als wir keine Karten mehr bekamen. Dementsprechend sind wir heute natürlich froh über das tolle Angebot.
Um 19 Uhr finden wir uns in der Bodega Bar ein, die sehr hübsch australisch geschmückt ist mit Flaggen, Bumerangs, Warnschildern vor Krokodilen und Kängurus. Und dann genießen wir ein ausgezeichnetes Menü inclusive Tartar vom Känguru (lecker!) und Steak mit Knusperrolle vom Krokodil (lt. Cle auch sehr lecker).
Mit dem Paar an unserem Tisch unterhalten wir uns gut, und so ist es wieder ein richtig netter Abend!
