Bei herrlichem Wetter verlässt die Amadea pünktlich um 11.30h den Hafen von Nuuk.
Kaum zu glauben, dass ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten was einer Windstärke von bis zu 9 Beaufort entspricht, im Anmarsch sein soll.
Der Kapitän lässt es sich nicht nehmen, zumindest noch eine Runde im Fjord zu drehen.
Ein Buckelwal begleitet das Schiff dabei, taucht allerdings immer zum falschen Moment an falscher Stelle auf und lässt sich - jedenfalls von mir - nicht ablichten. Roland hat etwas mehr Erfolg, aber seht selbst:
Kurz nach zwölf verändert sich dann plötzlich die Wetterlage. Von einem Moment zum anderen setzt ein kräftiger Wind ein, der die Gäste von den Decks nach drinnen vertreibt. Windstärke 7 verkündet der Bordlautsprecher. Die Amadea beginnt auch zu rollen. Wir verziehen uns auf die Kabine, und ich lasse mir von Roland lieber ein Scopoderm Pflaster hinters Ohr kleben, was sich dann aber als unnötig erweist.
Beim Kaffeetrinken setzt sich Kapitän Jens Thorn auch zu uns an den Tisch und weist auf die aktuelle veränderte Wetterlage hin, die ihm jetzt also recht gibt. Die Amadea streift das Sturmtief nur noch, dank dem rechtzeitigen Aufbruch. Bereits gestern Abend sei das Barometer in kürzester Zeit um 15 hPa gefallen, ein untrügliches Schlechtwetteranzeichen.
Für morgen in QAQORTOQ, unserem letzten grönländischen Hafen, erwartet er allerdings wieder bestes Wetter mit viel Sonnenschein.
Heute weihnachtet es erst einmal an Deck. Mal sehen, ob der Wind überhaupt Outdoor Aktivitäten zulässt. Aktuelle Wetterlage um 17h: 6 Grad, 18 Knoten Wind, bedeckt, Seestärke 5 - 6.
