Hyvää Uutta Vuotta - Silvester auf der Ostsee II

  • Hallo liebe Foris,

    bevor ich meinem neuesten Reisebericht beginne: wie immer eine kurze Vorgeschichte.

    Sie hat eigentlich so überhaupt nichts mit der Reise zu tun, von der hier berichtet werden soll, aber ich bringe es nicht übers Herz, sie euch vorzuenthalten:

    Vorfreude, schönste Freude – Freude im Advent

    „Also, ick mach den Fuchs!“, sagt Ilona entschlossen und wickelt sich noch etwas tiefer in ihrem Wintermantel ein.

    „Da muss ick am Anfang nur eenmal durchs Bild loofen und in der Mitte werd ick dann erlegt und überall als Trophäe rumgezeigt.“, energisch verschränkt sie die Arme vor der Brust.

    „Keen Text! Und zeitig Feierabend! Jenau mein Ding!“

    Klingt plausibel, aber ich fürchte so einfach wird es nicht sein – nicht bei unserer dünnen Personaldecke.

    Da werden sich wohl Doppelrollen nicht vermeiden lassen – und bisher ist die böse Stiefmutter noch zu haben.

    Ilona, mir schwant da Böses!

    Heute ist der Samstagabend vor dem 1. Advent und wir feiern Vorstadtweihnacht im Norden Brandenburgs.

    Das hier ist keine offizielle Veranstaltung – es ist ein rein privates Treffen von Anwohnern einer kurzen Stichstraße am Stadtrand, hinter der es dann direkt in die Felder der Uckermark übergeht.

    Vier Familien und wir Berliner – vor ein paar Jahren durch eine zufällige Begegnung „adoptiert“ in diese Gemeinschaft.

    Lagerfeuer, Kesselgulasch, Bratwürste und dazu jede Menge Winzerglühwein aus dem Rheintal.

    Zwei Tage lang hat es geschneit – und das ist dem ganzen Ambiente hier doch sehr zuträglich. Und noch ein Glühwein, und noch …

    „Egal! Komm! Einer geht noch!“

    Iss aber auch lecker, das Zeugs!

    Als uns dann aber doch kalt wird, sitzen wir bei Heinz im Anbau, unterhalten uns über dies und jenes und irgendwann kommt sie dann – die Frage aller Fragen: „Kam dieses Jahr eigentlich schon drei Haselnüsse?“

    „Nee, aber morgen um drei im Ersten!“

    „Genau! Um zwölf macht der Weihnachtsmarkt auf, um eins sind wir da, dann sind wir um drei wieder zu Hause und dann auf die Couch – Haselnüsse gucken!“

    Das nenn ich mal einen stringenten Zeitplan!

    Und die meisten von euch werden jetzt sicher annehmen, dass der Mensch hinter diesem Zeitplan eine Frau ist – und sie irren!

    „Ich lass mir doch die drei Gaylords nicht entgehen!“

    „Möchtest du drüber reden?“

    „Über was?“

    „Über Männer in Strumpfhosen zum Beispiel, so im Allgemeinen…“

    „So ein alter Schei..“, poltert Heinz dazwischen. „Der Film hat noch nich mal watt mit Weihnachten zu tun – außer, dass da Schnee liecht. Datt kannste dir doch nich mehr angucken.“

    Also! Da sind jetzt aber fünf Frauen und ein Mann ganz anderer Meinung!

    Draußen vor der Tür hat es inzwischen wieder ganz leicht angefangen, zu schneien.

    „Guck mal raus, bei uns hier sieht’s fast so schön aus, wie beim Aschenbrödel.“

    „Wir könnten doch selber mal drei Haselnüsse hier nachspielen. So als Kultureinlage für uns selber. Dann isst und trinkt man vielleicht auch nicht so viel.“

    „Also, ich hab nichts gegen das Essen. Und wo nun schon mal der ganze Glühwein da ist, kann der auch alle werden!“

    Okay, Armin ist raus.

    Tobi war heute Abend wie immer für die Musik zuständig und er nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Auf einmal schallt nämlich Ella Endlich mit „Küss mich, lieb mich, halt mich“ durch den Raum.

    „Also – ohne dett Jejaule wär ett mir ja lieba.“

    Hektisches Tippen auf dem Handy.

    „Jau, gibt’s auch.“ Und dann tönt das erste Mal dieses Jahr die Originalmelodie durch den Raum.

    „Ham die da eijentlich och die beeden One-Hit-Wonder vom königlichen Ball?“

    „Na klar.“

    du dupp dupp dupp du du dupp dupp dudu – ja, so kennt man das!

    „Jaaah, aber wenn wir das nachspielen wollen, brauchen wir ne Band.“

    „Ich kann Waldhorn blasen“, sagt Ben da unvorsichtig und ganz leise. Offensichtlich nicht leise genug.

    „Dann bist du die Band“, kommt es von seiner Lebensgefährtin sofort wie aus der Pistole geschossen. „Und wir setzen dich den ganzen Abend aufn Balkon.“

    Oh, das nenn ich mal einen gewaltigen Verbaltritt gegen ihren Liebsten – sowas von von-hinten-in-die-Knie! Damit hat sie seiner Bewerbung um die Rolle des Prinzen einen Bärendienst erwiesen.

    Einfaches physikalisches Prinzip. Wer oben aufm Balkon tutet und bläst, kann unmöglich gleichzeitig unten mit‘m Aschenbrödel tanzen.

    Das wird ihm nicht gefallen! Das weiß ich jetzt schon!

    „Ne Eule! Wir brauchen unbedingt noch ne Eule. Ohne Rosalie geht garnich!“

    „Ilona, du sammelst doch Eulen. Kannst du nicht auch noch die Eule machen?“

    „Nur weil ick Eulen sammel, heißt dett nich, dass ich ooch fliejen kann.“

    „Da lassen wa uns watt einfallen.“

    Ilona rollt mit den Augen.

    Währenddessen starrt Ben angestrengt vor sich hin und versucht gedanklich offenbar aus der Balkonnummer raus- und in die Prinzenrolle reinzukommen.

    „Also, ich würd ja den Präzeptor machen", mischt sich Göga in die Planung ein. „Schon mal von der Figur her kommt das ziemlich genau hin und mit Leuten, die sich für alles außer den Lehrplan interessieren und ständig die Ohren auf Durchzug haben, kenn ich mich aus.“

    Er ist in seiner Firma auch für die Lehrlingsausbildung zuständig und kann deshalb die Sorgen des armen Präzeptors hautnah nachvollziehen.

    Früher Armbrust – heute TikTok. Letzten Endes kommt es aufs Gleiche raus.

    „Ich habe gerade eine geniale Idee!“, sagt da der Ben.

    Oh, sogar eine geniale! Da bin ich aber mal gespannt.

    „Bei der Eröffnung vom Weihnachtsmarkt lassen sie doch jedes Jahr wieder diese Schalmeienkapelle spielen.“

    „Ja, und?“

    „Das ist doch immer das Gleiche! Leute, wir müssen groß denken! Wir machen dass alles ganz anders!“, jetzt kommt Ben so richtig in Fahrt.

    „Wir engagieren die Kapelle als „Vorband“ und die eigentliche Eröffnung vom Weihnachtsmarkt ist dann unsere Aufführung von „Drei Haselnüsse“. Und wenn die Kapelle schon mal da ist, kann sie gleich noch in der Ballszene mit auftreten. So wird ein Schuh draus!“

    Super, Ben! Klasse Metapher (wegen dem Schuh)!

    „Ihr habt doch echt alle ne Macke!“, tönt es aus dem Wintermantel.

    Mir dagegen scheint nun der Moment gekommen, in dem ich auch meine Ansprüche mal anmelden sollte.

    „Ich würd mich ja als Aschenbrödel zur Verfügung stellen.“, sag ich nun so beiläufig wie möglich in die Runde.

    Natürlich kann ich meinen Rollenwunsch entsprechend begründen.

    Aber erst mal gibt es einiges zu klären: „Also: Mit Schießen ist schlecht, aber im Film hat das Aschenbrödel den Raubvogel ja auch nicht wirklich erschossen. Und in der Szene, wo Aschenbrödel oben auf den Baum klettert, um sich vor dem Prinzen zu verstecken, da brauch ich ne Hebebühne!“

    „Hm!“, kommt es da zaghaft von der anderen Seite des Tisches. "Aber, wenn du doch nicht schießen kannst und auch nicht klettern, warum willst du dann unbedingt das Aschenbrödel sein?"

    „WEIL ICH SCHUHGRÖSSE 37 HABE, DARUM!!!"

    „Jetzt stellt euch doch mal vor, wie das aussehen würde, wenn Aschenbrödel dann die Treppe runterläuft, ihren Schuh verliert, der Prinz das Ding aufhebt und dann unter dem Gewicht eines Latschens in Größe 42 zusammenbricht!“

    „Hm.“

    So richtig überzeugt scheint die Truppe noch nicht. Da muss ich wohl noch weiter dran arbeiten.

    Inzwischen hat Ben seine Auftrittspläne weiter perfektioniert.

    „Also, wir machen das noch ganz anders! Wir gehen von hier aus schon in unseren Kostümen los, die Schalmeienkapelle vorneweg und dann machen wir einen Umzug bis hoch zum Markt."

    „Wie - du willst in deinen Strumpfhosen ernsthaft durch die ganze Stadt laufen?!“

    „Und entlang der Hauptstraße stehen dann die Leute auf Balkonen und an Fenstern und werfen uns Geld zu, oder wie?“

    „Und wenn wir am Markt ankommen, sind wir alle schon das erste Mal saniert!“

    „Und warum sollten die Leute datt tun?“

    „Da..ha..ha..mit eh..eh..eh..her schnell…ler läu…äu...äuft."

    Leute, ich kann nicht mehr! Ich fall vor Lachen gleich vom Stuhl!

    „Watt?! Wisst ihr, wie weit datt bis zum Markt iss? Dett loof ick nich! Dafür brauchen wa ne Kutsche!“

    „Ilona, könntest du vielleicht auch noch das Pferd…?“

    Stille.

    Ilona ist inzwischen ins Bett gegangen.

    LG Joean

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Und entlang der Hauptstraße stehen dann die Leute auf Balkonen und an Fenstern und werfen uns Geld zu, oder wie?“

    Ach so finanziert ihr die Kreuzfahrt 8o

  • Joean

    Da bin ich ja mal sehr neugierig :) :) :)

    Liebe Grüße

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Zugegebenermaßen hat dieses Intro irgendwie so gar nichts mit der Reise zu tun, von der hier berichtet werden soll. Andererseits ist dieser Abend genauso passiert, wie es hier steht und ich hab so viel gelacht, wie schon lange nicht mehr.

    Der einzige Zusammenhang besteht höchstens darin, dass wir uns im Laufe des Abends auch kurz alle über unsere jeweiligen Pläne für Silvester unterhalten haben. Und als wir erzählten, was wir vorhaben, da kam genau die Reaktion, die immer kommt: „Ach, sowas gibt es?“

    Ja, sowas gibt es. Und wir haben es schon mal getan. Und zwar zum Jahreswechsel 2016/2017.

    Mein damaliger Reisebericht ist in diesem Forum zwar inzwischen gesperrt, von daher denke ich, dass es einen Neuen vertragen kann.

    Zur groben Einordnung: Es geht mit einer Fähre der Reederei Finnlines über Silvester für eine Kurzreise nach Finnland.

    Bei unserer ersten Reise - das musste ich auch erst nochmal nachlesen - hatten wir Mitte September gebucht und damals ohne Probleme eine der großzügigen A4-Außenkabinen bekommen. Dieses Mal haben wir erst Mitte Juli und auf meine Mail erhalte ich die Nachricht, dass nur noch A2-Standard Außenkabinen verfügbar sind.

    Ein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich rumgesprochen hat und Silvester auf der Ostsee immer mehr Anhänger findet.

    Wir beratschlagen zu Hause – wollen wir uns das in so einer kleinen Kabine wirklich antun? Oder schieben wir das Ganze aufs nächste Jahr? Aber wer weiß, ob sie dann nächstes Jahr wieder diesen Ausflug anbieten? Wär schon schön, da mal hinzukommen. Also gut.

    Ich schreibe also an die nette Dame bei Finnlines: „Sehr geehrte Frau B…, vielen Dank für Ihre Mail vom 18. Juli. Schweren Herzens haben wir uns dann doch entschlossen, auf Ihr Angebot bzgl. der A2-Außenkabine zurückzukommen. Haben Sie eventuell eine Warteliste für die A4- bzw. Lux-Kabinen?“

    Schreibt sie zurück: „Sehr geehrte Frau H…, Sie wollten eine höherwertigere Kabine? Wir haben noch eine Lux-Kabine zur Verfügung, die im Buchungsportal nicht aufgeführt wird.“

    MEINE!!! NEHM ICH!!!

    Silvester in der Konservendose ist damit Gott sei Dank vom Tisch und ich kann alles ganz beruhigt auf mich zukommen lassen.

    Anmerkung: Im nun folgenden Bericht habe ich einige finnische Begriffe versteckt. Sollten sich diese nicht von allein aus dem Kontext erklären, empfehle ich TanteG.

    Und: Yksi, kaksi, kolme geht's nun auch endlich los.

  • Freitag, 29.12.2023

    Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, noch mehr in Ruhe die Tasche packen, dreimal nachsehen, ob wir nichts vergessen haben. Dann fällt uns beim besten Willen nichts mehr ein, was unsere Abfahrt noch weiter rauszögern könnte.

    Unser erster fixer Termin heute ist die Tischreservierung fürs Abendbrot. Es würde also rein theoretisch reichen, wenn wir um 18:30 Uhr in Travemünde sind. Leider ist das Wetter bei uns sehr regnerisch und es soll auch den ganzen Tag nicht viel besser werden. Von daher ist es Göga dann doch lieber, zumindest den Großteil der Strecke im Hellen zu fahren. Eine weise Entscheidung, denn es hat dann unterwegs so sehr gesaut, dass wir auf der Autobahn kaum noch die Hand vor Augen gesehen haben.

    Aber kurz bevor wir Lübeck erreichen, hört es dann endlich auch auf zu regnen.

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    Es ist mehr als ein Regenbogen, es ist ein Hinweis. Aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

    Und so kommt es, dass wir dann doch schon am Nachmittag in Lübeck einen Parkplatz für unser Auto und für uns zwei Plätze im Niederegger-Kaffeehaus finden.

    Marzipan-Milchkaffee, Marzipan-Cappuccino, Marzipantorte. Ich habe kleine Erinnerungslücken, aber seit diesem Besuch hat mein Körper definitiv und endgültig unumkehrbar die Form einer Mandel angenommen – in der Mitte ist die dickste Stelle.

    Als wir bei Niederegger wieder rauskommen, hat dann auch bereits die Dunkelheit eingesetzt. Wir machen einen kleinen Stadtbummel und müssen leider feststellen, dass auch in Lübeck die Pandemie ihre Spuren hinterlassen hat. Viele kleine, aber auch größere Ladenflächen stehen leer, werden nicht mehr gebraucht. Die Stadt ist rappelvoll mit Leuten und sie laufen vorbei an geschlossenen Restaurants in bester Travelage. Arme deutsche Innenstädte.

    Weil wir aber nun schon mal beim Essen sind: Für das Abendessen hatte ich uns Plätze im „DasKöstlich“ in Travemünde reserviert – sehr lecker dort, aber auch ein wenig trubelig, gerappelt voll der Laden.

    Keine Reservierung = keine gute Idee.

    Eigentlich wollten wir uns ja als Vorspeise das Lachstatar gönnen, aber die eine Mandel vom Nachmittag macht sich in meinem Magen immer noch so breit, dass wir schon Mühe haben, den Hauptgang daneben zu quetschen.

    Wer von euch also die Absicht hat, mal hungrig nach Travemünde zu fahren, sollte über einen Besuch im „DasKöstlich“ nachdenken. Von mir eine klare Empfehlung.

    Obwohl wir wissen, wie das heute Abend abläuft und obwohl wir wissen, dass wir noch lange genug rumsitzen werden, haben wir doch irgendwie Kimalaiset unter dem Hintern.

    Also machen wir uns schon so gegen 20:00 Uhr auf Richtung Fährterminal, nur um dann dort viel zu früh anzukommen – so wie viele andere Mitreisende auch. Kurz nach unserem Eintreffen öffnen dann aber schon die beiden Check-In-Schalter und aus der einen wartenden Autoschlange werden zwei. Und dann ist es wie immer: Man steht ja auch grundsätzlich an der Supermarktkasse an, an der es am langsamsten geht.

    An den reinen Check-In-Vorgang hat sich seit damals nichts geändert. Wir bekommen ein Programm mit dem Reiseablauf und den Öffnungszeiten des Restaurants ausgehändigt und auch wieder die vielen kleinen Kärtchen.

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    Ab jetzt gibt es für uns erst mal nichts mehr zu tun und bevor wir zwei Stunden im kalten Auto sitzenbleiben, warten wir dann doch lieber im Pääte.

    Boarding war dann irgendwann so gegen halb elf. Sehr zügig können wir auf die Fähre fahren und unser Auto abstellen, wo es nun die nächsten 4 Tage über die Ostsee gekarrt werden wird. Der Preis für die Mitnahme des PKW beträgt übrigens einmalig 30,- Euro und dagegen kann man absolut nichts sagen.

    Ab sofort gilt bis zum Ende der Reise die finnische Zeit. Wir machen noch einen kurzen Rundgang auf der Lautta, also eigentlich nur auf Deck 11. Hier befindet sich alles, was für den gemeinen Passagier interessant ist: Restaurant, Bar, Shop, Sauna & Massage, öffentliche Sitzmöglichkeiten.

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    Und von unserer Kabine habe ich natürlich auch noch zwei Fotos.

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    Diese Kabinen befinden sich auf allen Decks jeweils ganz vorn steuerbord bzw. backbord. Daher gibt es auch noch jeweils ein Fenster nach vorn raus.

    Das 3. Bett wäre dann die Couch und das 4. Sänky, das Klappdingens an der Wand.

    Am nächsten Morgen (30.12.) beginnt unser erster „Seetag“ sehr entspannt mit einem Brunch ab 09:30 Uhr im Restaurant „Mare Balticum“.

    Bei der letzten Reise hatte die Reederei uns an einen 8er Tisch in der Mitte des Restaurants gesetzt, was sich dann am Silvesterabend als ausgesprochen unterhaltsam herausstellte. Dieses Mal sind wir mit unserem Tisch 126 auf der Steuerbordseite direkt an einem der Fenster gelandet und wir sind schon sehr gespannt auf unsere Tischnachbarn.

    Wenn da die Chemie nicht stimmt, kann das u.U. ein seeehr langer Silvesterabend werden. Gut, wenn die Chemie stimmt, kann es das auch – nur eben anders.

    Aber lange müssen wir unsere Geduld nicht mehr im Zaum halten, denn kurz nachdem wir es uns gemütlich gemacht haben, hallt uns ein „Schönen guten Morgen auch“ entgegen und schon haben wir Gesellschaft von Martin und Ralf, einem Paar aus Niedersachsen, beide so um die Mitte vierzig.

    Mit Martin am Tisch wird es ganz bestimmt nicht langweilig, denn er ist von der ausgesprochen kommunikativen Sorte. Das muss er auch sein, denn er ist – wie wir schon kurz danach erfahren – Gymnasiallehrer, unter anderem für so spannende Fächer wie Latein. Da sind Entertainer-Qualitäten Pflicht, denn ansonsten hätte man schon nach fünf Minuten vor der Klasse gegen die Smartphones verloren. Sagt er.

    Während wir uns also durch die Annehmlichkeiten des Buffets schlemmen und die Gerichte, die wir nicht kennen, durchaus etwas kritisch beäugen – ich sage nur „Karelischer Eintopf“, erzählt Martin wie er im letzten Sommer mit einer 10. Klasse auf genau dieser Fähre ebenfalls auf dem Weg nach Finnland für eine Klassenfahrt war.

    Keine Pommes, keine Nuggets im Angebot. O Graus! Bevor seine Kids in den Hungerstreik treten konnten, hat er dann eine „Challenge“ (für die Älteren unter uns: früher hieß das mal „Mutprobe“) daraus gemacht.

    So nach dem Motto: Wer traut sich das unbekannteste zu essen, was das Buffet zu bieten hatte. Nach Martins Worten war es ein ziemlicher Erfolg und führte bei den 16-jährigen zu einigen Aha-Effekten. Und nach einer knappen Woche in Finnland waren dann auf der Rückfahrt unbekannte Speisen für die Teenies auch kein großes Thema mehr.

    Übrigens: Mutprobe heißt Uskaltaa.

    Martin kann wirklich sehr anschaulich und witzig erzählen und wir bleiben sitzen, bis gegen 13:00 Uhr das Restaurant dann erst mal schließt. Das Wetter an diesem 30. Dezember ist übrigens so kurz vor Weltuntergang.

    Irgendwann am Nachmittag holen wir uns dann einen ganz hervorragenden Glögg im Star Café, setzen uns auf Deck 11 – da wo alle sitzen – und spielen Skyjo. Ein Kartenspiel, dass nicht viel Platz in der Tasche braucht und das man auch gut nur zu zweit spielen kann.

    Ab 18:30 Uhr öffnet dann das Restaurant wieder für das Iltapala.

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    Sämtliche Mahlzeiten werden hier in Buffetform angeboten – ist ja schließlich eine Fähre. Und anders als auf den Colorline-Fähren gibt es hier auch nur ein Restaurant.

    Bevor die mitreisende Band ab 21:00 Uhr dann aufspielen kann, verschwinden Martin und Ralf in die Sauna. Wir sind nicht so die Saunafans, aber Fans dieser Band sind wir auch nicht. Als ich das Schild (heißt das so?) sah,

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    kam’s mir wieder.

    Das sind doch die Gleichen, die auch schon 2016/2017 gespielt haben! Wer meinen alten Reisebericht gelesen hat, wird sich vielleicht erinnern, dass ich auch schon damals so meine Probleme mit dieser Combo hatte – zumindest solange ich nüchtern war. Und es sind immer noch die gleichen Bandmitglieder, wie damals.

    Der Schlagzeuger hat während Corona seine Individualität offensichtlich nicht verloren. Noten stellen für ihn nach wie vor nur eine grobe Handlungsempfehlung dar und wenn er mal nicht weiterweiß, dann spielt er einen Tusch – ob der da nun grade ins Lied passt oder nicht. Außerdem haben sich die Herren im gesetzten Alter mit einer jungen Sängerin verstärkt.

    Wir hören ungefähr eine Viertelstunde zu und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber selbst Ella Endlich wäre jetzt besser als das hier. Gut, dass Heinz nicht da ist, dem würden wahrscheinlich die Ohren glühen.

    Es war kein anstrengender Tag und auch kein langer, aber wir ziehen dann doch die Ruhe unserer Kabine vor. Als ich dann so gegen 22:30 Uhr nochmal übers Schiff wandere, hat die Band das Restaurant bis auf drei standhafte Tische leergesungen.

  • Sonntag, 31.12.2023 – Ankunft in Helsinki

    Heute heißt es für uns, früh aufstehen. Ab 07:30 Uhr gibt es Frühstück und um 09:00 Uhr soll unser Ausflugsbus starten. Vielleicht hat es ja schon der eine oder andere auf den Kärtchen gesehen: ein Grund, warum wir uns nochmal für ein Silvester auf der Ostsee entschieden haben, ist der von der Reederei angebotene Ausflug nach Lahti.

    Leser meiner früheren Reiseberichte wissen, wie ich zu selbst ausgeübtem Wintersport stehe. Das gleiche ich aber mühelos mit meiner Begeisterung beim Zuschauen aus! Und mäkihyppy (kein Scherz!) aus Lahti gucke ich auf jeden Fall immer.

    Abgesehen von diesem Ausflug gibt es seitens der Reederei noch die Möglichkeit einer Stadtrundfahrt in Helsinki bzw. eines reinen Transfers in die Hauptstadt.

    Und was soll ich sagen: So grau und regnerisch das Wetter gestern auf der Ostsee war, so strahlend begrüßt uns heute Morgen die Sonne in Helsinki. Hier im Süden Finnlands hat es nun schon seit einigen Tagen ein stabiles Winterhochdruckwetter – was um diese Jahreszeit auch hier nicht selbstverständlich ist.

    Wer blauen Himmel will, muss kalte Temperaturen mögen – so ist das hier um diese Jahreszeit nun mal. Und so wie die Sonne vom Himmel strahlt, sollte man sich nicht täuschen lassen. Im Moment hat es noch um die -20°C. Im Laufe des Tages wird es etwas wärmer werden – dann haben wir nur noch -16°C. Brrr.

    Bis nach Lahti sind es mit dem Bus rd. 110 km über die Autobahn.

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    Es besteht aber auch eine gute Zugverbindung zwischen Helsinki und Lahti. Je nach Tageszeit gibt es pro Stunde teilweise mehrere durchgehende Züge zwischen den beiden Städten, die auch nicht viel länger als eine Stunde für die Strecke brauchen.

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    Direkt unterhalb der größten der drei Schanzen der Salpausselkä-Schanzenanlage kommt unser Bus zum Stehen und so sind es nur ein paar Schritte bis zum Hissi mit dem wir dann nach oben fahren, direkt in den kleinen Aufenthaltsraum für die Skispringer.

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    Falls jemand springen möchte…

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    So wie die Schanzen heute dort stehen, wurden sie im Jahr 1985 gebaut. Tatsächlich stehen aber Skisprungschanzen an dieser Stelle schon wesentlich länger – zumindest seit 1923. Wettbewerbe im Skispringen finden hier mindestens seit damals statt. Auf den Bildern kann man das schlecht sehen, aber der Auslauf der großen Schanze – auf der wir uns gerade befinden – ist im Sommer ein Schwimmstadion.

    Von hier oben haben wir heute einen phantastischen Blick über den Vesijärvi-See, der unweit der Schanzen liegt.

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    Der See ist nur rd. 100 km² groß und damit schlappe 13-mal kleiner als der wirklich größte See Finnland – der Saimaa-See, nordöstlich von hier.

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    Nächster Programmpunkt ist der Besuch des angeschlossenen Wintersportmuseums. Ausgestellt ist hier alles: von tausend Jahre alten Holzstücken, die nur mit sehr viel Fantasie heutigen Ski ähneln, aber damals wohl schon als solche verwendet wurden bis zu den Pokalen der finnischen Skisprunglegende Janne Ahonen – dessen Triumphe ja nun auch schon wieder ein paar Tage her sind.

    So ein wenig Aktivität bietet das Museum aber auch. Man kann mit einem Lasergewehr das Biathlon-Schießen üben und sich auf dem Skisprungsimulator von der großen Schanze hinabstürzen. Ich komme immerhin auf eine „Weite“ von 36 Metern - bei einem Schanzenrekord von schlappen 138 Metern.

    Aber wie schon erwähnt: Die Kombination von mir und selbst ausgeübtem Wintersport beißt sich sogar in der virtuellen Variante. Dafür kommt Göga auf eine Weite von immerhin 109 Metern. (Ich überlege schon, ob ich ihn anmelde. ;) )

    Dafür gibt es draußen noch ein sehr schönes Motiivi von den Schanzen:

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    Auf dem Weg ins Stadtzentrum von Lahti, machen wir noch einen kurzen Stopp an einem sehr viel kleineren See, an dem wohl immer ein reges Winterbaden stattfinden soll – wahrscheinlich, wenn es nicht gerade Silvester ist. Heute ist die Anlage ziemlich verwaist.

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    Im Hintergrund sieht man noch die beiden Stahltürme des Langwellensenders Lahti. Dieser Sender war bis 1993 in Betrieb und ist heute ein Rundfunkmuseum. Zwischen den beiden Türmen war ursprünglich mal eine T-Antenne aufgehängt.

    Gleich neben dem kleinen See findet man noch richtige alte Holzhäuser – leider die letzten ihrer Art in Lahti.

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    In den sechziger und siebziger Jahren wuchs die Einwohnerzahl Lahti’s rasant an. Dementsprechend viel wurde damals gebaut – und leider sieht man dies der Stadt bis heute an.

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    Unser Eindruck war, dass die Stadt an sich nicht wirklich viel hergibt.

    Am Ufer des schon erwähnten Vesijärvi-See ist eine schöne Promenade entstanden.

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    Hier in der Nähe befindet sich dann auch die Sibelius-Konzerthalle, die in keiner größeren finnischen Kaupunki fehlen darf.

    Als letzten Programmpunkt haben wir nun noch den Besuch einer Huskyfarm vor uns. Für mich ein weiteres Highlight. Dachte ich jedenfalls.

    Auf dem Weg dorthin informiert uns unsere Reiseleiterin schon mal darüber, dass wir dort aktuell nur „Babys“ und „Rentner“ antreffen werden.

    Mir egal, denke ich – ich kraul auch Rentner!

    Meine Vorstellung geht ja – so wie in Tromsö damals – dahin: Ich pass die ganze Zeit auf, damit ich nicht irgendwo reintrete und ich pass auf, wo die lieben Tiere gerade vorher reingetreten sein könnten. Klappte damals ganz gut.

    Leider stellen sich meine Überlegungen als völlig überflüssig heraus, denn die Tiere, die wir dann zu sehen bekommen, leben ausnahmslos in großen Zwingern. Gut, den Tieren bleibt so die Kette erspart.

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    Die Besitzerin ist wohl die Einzige, die Sibirian Husky außerhalb Lapplands hält. Deshalb ist auch alles, was nicht mehr Baby und noch nicht Rentner ist, z.Zt. in Lappland unterwegs zum „arbeiten“. Was immer das auch heißen mag.

    Es werden uns Tee und Gebäck angeboten, aber das alles kann mich nicht darüber hinwegtrösten, dass sich zwischen Hund und mir immer ein Zaun befindet.

    Einzig die kleinen – drei Wochen alten – Welpen, die mit ihren neugierigen Nasen gerade noch so durch alle Gitter passen, sind ein dürftiger Ersatz für das, was ich mir eigentlich versprochen hatte.

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    Es ist jetzt gegen 15:30 Uhr, die Sonne ist schon wieder kurz vorm Untergehen und die Temperaturen ziehen nochmal deutlich an.

    Irgendwann nach 17:00 Uhr sind wir dann zurück auf der Fähre und können die Zeit bis zum Silvesterbuffet unter der heißen Dusche beim Auftauen verbringen.

    Kurz nach 19:00 Uhr treffen wir auch Martin und Ralf wieder. Den großen Sturm am Buffet lassen wir erst mal vorbeiziehen und erzählen uns stattdessen, was wir heute so erlebt haben. Die beiden waren privat in Helsinki unterwegs und haben sich mit einer guten Freundin getroffen, die seit Jahren in Finnland lebt. Warum kenn ich eigentlich niemanden in Helsinki?

    Martin lässt so einiges über das Leben in Finnland gucken und ich lerne, dass die Finnen ein eigenes Wort für „Freitagabend im Schlüpfer auf der Couch sitzen und sich betrinken“ haben.

    Kalsarikännit – das ist in etwas sowas wie das dänische „hygge“ nur ohne Wollsocken, dafür mit jeder Menge Alkohol. =O

    Die Finnen haben sogar ein eigenes Emoji dafür!

    Wer mehr darüber wissen will, googelt mal „Finnland-Emoji“ (davon gibt’s nämlich noch einige andere) oder sucht auf thisisfinland.

    So. Das war schon mal sehr unterhaltsam, aber jetzt haben wir Hunger.

    Im Gegensatz zu unserer ersten Reise hat das Buffet etwas nachgelassen. Es fehlt nämlich an Schildchen. Gut – Lachs, Ente und Huhn find ich auch selber raus. Das muss mir keiner dran schreiben. Aber: Ist das, was ich hier am Buffet vor mir sehe, nun Ren oder ist das Elch?

    Egal. Ich lade mir von allem auf den Teller und probiere mich durch. Meine persönliche Challenge ohne Auflösung.

    Ab 22:00 Uhr haut dann die Band für die Uudenvuodenaaton juhlat wieder in die Tasten. Die Tuschfrequenz lässt unsere Trommelfelle erzittern und die Amplitude tut ihr Übriges. Irgendjemand hat nämlich gleich hinter unseren Tisch einen Lautsprecher gestellt, damit auch der entfernteste Winkel des Saales noch ordentlich mithotten kann.

    Eine Unterhaltung ist so leider nicht mehr möglich.

    Ralf brüllt gegen die Band an:

    „Wollt ihr tanzen?“

    „Wen von uns willste denn als Erstes auffordern?“, kann ich mir nicht verkneifen, zurückzubrüllen.

    Er grinst und brüllt dann weiter: „Vielleicht suchen wir uns ne ruhigere Ecke, wo man sich unterhalten kann.“

    Gute Idee!

    Wir verlassen also das Restaurant und suchen uns auf Deck 11 Richtung des Star Café einen schönen Vierertisch, an dem die Musik nur noch ein Hintergrundgemurmel ist.

    Wir erzählen noch ne Weile und irgendwann sitzen wir dann und spielen Skyjo. (Irgendwie erinnert mich das an das Silvester 2020/2021 an dem wir mit der ganzen Hausgemeinschaft bis um 04:00 Uhr „Mensch-ärger-dich-nicht“ gespielt haben.)

    Ehe wir uns versehen, ist schon das erste Silvester ran (nach finnischer Zeit) und kaum ist der Sekt ausgetrunken, werden die Karten neu gemischt – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Stunde später: das zweite Silvester (nach deutscher Zeit).

    Nicht umsonst war der Titel meines damaligen Reiseberichtes: „Hyvää Uutta Vuotta! – Doppelt anstoßen, leicht gemacht!“

    Es war jetzt für uns nicht das große Silvester mit der Mega-Party, aber es war ein schöner und lustiger Abend mit netten Menschen.

  • Montag, 01.01.2024

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    Nach dem Silvester müssen all erst mal wieder in die Gänge kommen. Daher bietet sich auch hier wieder ein Brunch an. Zwischen 09:30 Uhr und 13:00 Uhr wird im Restaurant wieder ein kalt/warmes Buffet angeboten.

    Wettertechnisch merkt man heute deutlich, dass wir aus dem arktischen Hochdruckgebiet wieder raus sind. Es ist wesentlich windiger als auf der Hinfahrt und heute hat die Ostsee einige Schlaglöcher, die der Kapitän sämtlichst mitnimmt.

    Für uns jetzt nicht wirklich ein Problem, aber Martin kommt allein frühstücken und meint, eins von den Quarkbällchen vom Mitternachtsbuffet müsse wohl schlecht gewesen sein.

    Klar, wenn ich mir davon mindestens fünf einhelfe… :rolleyes:

    Nicht, dass jemand diesen Text hier falsch versteht: belässt man es bei „handelsüblichen Mengen“ ist absolut nichts gegen die Küche hier zu sagen. Und die Schaukelei heute Vormittag konnte er ja schließlich nicht vorhersehen.

    Für uns wird es ein ruhiger Tag, den wir teilweise auch auf der Kabine verbringen. Es gibt Neujahrs-Mäkihyppy und ich sitze beim Zuschauen wieder in der ersten Reihe.

    Dienstag, 02.01.2024

    Früh um 07:00 Uhr (deutscher Zeit) legt unsere Fähre dann wieder in Travemünde an.

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    Bis um 08:30 Uhr (deutscher Zeit) haben allerdings die Gäste dieser Kurzreise Zeit, ihr letztes Frühstück an Bord einzunehmen und sich von neuen oder alten Bekannten zu verabschieden.

    Die Ausschiffung beginnt frühestens ab 09:00 Uhr. Davor müssen erstmal alle LKWs von Bord. Da dies aber auf unserer Reise nur eine Handvoll sind, geht es pünktlich los und ehe wir uns versehen, sind wir schon wieder auf der Heimfahrt.

    Fazit: Es war nett, es war lustig, wir hatten großes Glück mit unseren Tischnachbarn und wir haben etwas Neues von Finnland gesehen.

    Anfang März ist übrigens wieder Weltcup-Skispringen in Lahti. Dann werden wir vor dem Fernseher sitzen und sagen können: „Guck mal, da waren wir auch schon!“

    Ich will nicht ausschließen, dass wir irgendwann nochmal ein Silvester auf der Ostsee an Bord der Finnlines-Fähren verbringen – das kommt ganz darauf an, welche Ausflugsziele sich die Reederei in den nächsten Jahren noch einfallen lässt.

    Ich danke allen, die mich auf diesem Kurztrip begleiten wollten.

    Und ich hoffe, inzwischen hat jeder die richtige Übersetzung für meine finnischen Sprachausflüge gefunden.

    Liebe Grüße

    Joean

    P.S.

    Letztes Wochenende waren übrigens Ilona und Armin bei uns. Ich weiß gar nicht mehr in welchem Zusammenhang, aber wir kamen dann doch nochmal auf die Vorstadtweihnacht zu sprechen.

    „Und – hat Ben sich wieder beruhigt?“

    „Hör bloß uff“, winkt Armin ab. „Ick gloobe, ett dauert nich mehr lange und der fängt an, Kostüme zu nähen. Dem jeht die Idee nich mehr ausm Kopp.“

    Ja, kann ich verstehen. Mir auch nicht! :)

  • Herzlichen Dank Joean

    Wie immer ein super launiger Bericht von dir.

    Ich hätte nix dagegen wenn ihr öfter verreist. ;)

    LG Kaline

  • Liebe Joean

    Den Bericht werde ich meinen Mann zum Lesen geben. Wir wollen Silvester auch wieder in den Norden, vielleicht auf diesem Weg.

    Hat mir sehr gut gefallen, vielen Dank und liebe Grüße,

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Liebe Joean

    Es war mir, wie immer, ein Vergnügen mit euch zu verreisen!

    Vielen lieben Dank für deinen tollen Bericht.

    LG Regina

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    Ostsee Highlights: Natur & Kultur pur vom 14.09. bis 26.09.2026 mit der Vasco da Gama

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    Zeitlose Kanaren ab/bis Hamburg 03.01.-22.01.2027

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    Rund um die britischen Inseln vom 15.05. bis 01.06.2027 mit der Vasco da Gama