Las Vegas, National Parks und Florida

  • Hallo,

    mir schwebt nun schon seit längerem ein Reisebericht über unseren zweigeteilten US-Roadtrip von 2017 im Kopf rum.

    Bevor ich nun groß in die Tasten haue, wollte ich erstmal grundsätzlich fragen, ob überhaupt Interesse besteht.

    Sollte ich hier genug Stimmen "dafür" bekommen, würde ich zeitnah anfangen und tage- sowie destinationsweise einen neuen Beitrag in einem neuen Thema hier reinschreiben.

    Grobe Reisebeschreibung: 4 Tage Las Vegas mit Umgebung, Zion NP, Bryce NP, Arches NP, Canyonlands NP und Moab, Santa Fe und Albuquerque. Von da ging es weiter zum Baden nach Anna Maria Island, Florida.

    Also, bei genügenden Stimmen würde ich das beginnen, was mir schon vorschwebt.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Sehr, sehr gerne bruenor75

  • Na wenn sich schon drei Urgesteine aus diesem Forum positiv äußern, kann ich ja gar nicht anders:-) Der Rest kommt schon noch. Da die Reise knapp 23 Tage lang war, kommt natürlich einiges zusammen. Ich werde morgen anfangen.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • dagegen!

    Absolut dagegen, dass du uns den Reisebericht vorenthalten möchtest....

    Und dann noch Westküste...mein absolutes Traumziel.

    Also hau in die Tasten, ich bin dabei und warte 8)

    Gruß Andreas

  • Hallo,

    ich fange mal mit der Vorstellung an, auch wenn hier keine Fotos von uns zu sehen sein werden bzw. wenn nur verfremdet i.S.d. Forenregeln. Außerdem sind wir auch sonst nicht so mordsmäßig öffentlich im Netz unterwegs.

    Meine Wenigkeit und Schreiber: Sven, heute 44 Jahre alt.

    Frau: der Einfachheit halber: Frau, gleiches gilt für Tochter, damals 10 Jahre alt.

    Ebenfalls dabei: meine Eltern. Vater, damals 71 Jahre alt, und Mutter, damals 65 Jahre alt.


    Frau und ich sind recht erfahrene USA-Urlauber und auch für unsere Tochter war es bereits der fünfte USA-Trip. Meine Eltern waren auch bereits drei Mal mit uns drüben.

    Wenn wir diese Urlaube auf dem Zettel haben, wird äußerst viel geplant. Hotels, Motels, Ferienwohnungen, Mietwagen, Restaurants und zu guter Letzt die Flüge: wir überlassen wenig dem Zufall.

    Die Planung ging bereits im August 2016 in verschiedenen Varianten los. Fest stand: wir wollen endlich mal wieder nach Las Vegas und die nahen National Parks.

    Nach viel hin und her war es dann folgende Tour:

    Tag 1-4: Las Vegas und Umgebung (Death Valley, Hoover Damm, Heli-Flug zum Grand Canyon, Vegas selber und typisches Vegas-Buffet:-)

    Tag 5: Fahrt über den Zion NP zum Bryce Canyon NP

    Tag 6: Fahrt nach Moab und Arches NP

    Tag 7: Moab und Canyonlands

    Tag 8: Fahrt ins Monument Valley und Übernachtung im Selbigen.

    Tag 9: Fahrt zum Grand Canyon und weiterfahrt nach Flagstaff

    Tag 10: Fahrt nach Santa Fe

    Tag 11: Fahrt nach Albuquerque

    Tag 12: Flug von Albuquerque nach Tampa/FL und weiterfahrt nach Anna Maria Island.

    Das es dann doch so komplett anders kommen würde und der Urlaub kurz vorm Absagen stand, konnten wir nun nicht absehen… Aber dazu später.


    Frau und ich haben dies (zum Reisezeitpunkt 2017) bereits 21 Jahre zuvor erleben dürfen – allerdings nicht zusammen. Wir kannten uns damals noch gar nicht.

    Meine Eltern kannten New York, Washington, Florida und Louisiana und wir wollten den Beiden unbedingt noch diese wundervollen Flecken Erde zeigen und danach auf unser geliebtes Anna Maria Island nach Florida zum Ausspannen.


    Der Reisezeitpunkt kam immer näher und 5 Tage vor dem Flug kam unsere Tochter auf die Wahnsinnsidee, sich beide Arme zu brechen. Links war ein glatter Durchbruch, rechts war es „nur“ die Speiche… Sonntag-Nachmittag wurde sie direkt nach dem Unfall operiert und die Knochen gerichtet. In Gedanken haben wir bereits alles abgesagt. Die OP verlief sehr gut und es wurden „nur“ Nägel durch die Haut geschoben, um die Knochen stabil zu halten und zu vermeiden, dass geschnitten werden muss.

    Was nun? Wir wollten nun nicht als selbstsüchtige Rabeneltern dastehen und mussten die Ärzte natürlich doch bzgl. des anstehenden Urlaubs befragen.

    Die operierenden Ärzte waren relativ optimistisch, wollten aber noch zwei weitere Tage und das Urteil des Oberarztes abwarten.

    Dienstag haben wir dann das ärztliche OK ohne Auflagen bekommen und wir haben die Entscheidung alleine unserer Tochter überlassen. Alle Pros und Kontras aufgeschrieben und gegeneinander abgewogen mit dem Ergebnis, dass sie unbedingt reisen wollte. Schmerzen hätte sie evtl. auch in D, ihre Freunde wäre so oder so auch alle weg, Schwimmen dürfte sie hier genau so wenig und hier wäre ihr bestimmt langweilig. Sie wollte also.

    Das ich und sie privat krankenversichert sind, hat uns auch für evtl. kommende Arztbesuche in den USA etwas beruhigt. Die Krankenkasse hat im übrigen auch das ok gegeben und uns sogar noch empfehlenswerte Orthopäden in unseren Reiseregionen gemailt.

    Beide Arme haben nur eine Gipsschale bekommen, damit wir ständig den Verband wechseln konnten bzw. es mussten.


    Es war jetzt allerdings noch mit KLM zu klären, ob es von deren Seite Einschränkungen bei Knochenbrüchen geben würde und auch der Helikopterflug in Las Vegas sollte noch geklärt werden.

    Bei beiden gab es absolut keine Beschränkungen.


    So, nun also Donnerstag, der 22. Juni 2017. Abflug mit KLM von Hamburg über Amsterdam und Los Angeles nach Las Vegas. Abflug so um 06h… Zwei Stunden vorher am Flughafen sein, Auto abgeben usw. Die Nacht war also um gut 02:30h vorbei.

    Unseren süßen kleinen Minikrüppel versorgt und los ging es.


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    Aufgrund von Problemen mit den Bremsen des Flugzeugs sollte sich der Abflug um mind. eine Stunde verzögern, da die Techniker noch im Bett lagen. Aufgrund von nur drei Stunden Umsteigezeit in Amsterdam wurden wir nun etwas nervös, auch weil wir die Ausmaße von Schiphol nicht kannten.

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    Es ging aber alles gut und es war sogar noch Zeit für ein schönes Heineken an der großartigen gleichnamigen Bar. Eiskalt um etwa 09h morgens – egal: ist ja Urlaub:-)


    Der Anschlussflug nach LA hatte dann auch locker zwei Stunden Verspätung, da die Klimaanlage defekt war und die 747 vor Reisebeginn auf mind. 21° runtergekühlt werden musste – sie war beim offiziellen Zeitpunkt des Eincheckens bei 28°… Bei der Größe dauert das schon etwas und andernfalls würde der Flug nicht durchgeführt werden.

    Aber auch das klappte auf den letzten Drücker. Es war letztendlich eine Minutenfrage, da fast das Landefenster in LA dichtgewesen und der Flug in diesem Falle ausgefallen wäre.

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    Bei dem langen Flug und in Betracht der Gipsarme hat sich die zuvor gebuchte Economy-Plus bei KLM voll gelohnt. Der Zuwachs an Beinfreiheit war schon immens.

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    Traumhafter Ausblick auf Grönland.


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    Ankunft in LA.


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    Tochter und Opa im Schlafmodus. Die Dame im Hintergrund hat uns etwas verwirrt – Jogginghose usw. kennt man ja von Flügen zur Genüge, dass Outfit war aber mal was Anderes;-)

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    Ankunft in Las Vegas – selbst am Flughafen Reihen mit Slot-Machines.


    Das war jetzt aufgrund der Vorgeschichte extrem viel Text, keine Ahnung, ob ich das so beibehalten werde, aber augenblicklich bin ich im "Schreibmodus";-)

    Morgen gehts dann mit Vegas & Co. weiter.

    Hoffentlich ist das mit den Fotos ok, letztes Mal wurde ein Foto wegen unerlaubter Verlinkung gelöscht.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • Mensch was hat euer Mädel denn nur gemacht :/ Ich bin gespannt wie eure doch dadurch sehr spezielle Reise wird und freue mich auf die Bilder.

    Ihr legt ja bei den geplanten Tagen und Besichtigungen ein riesiges Tempo vor.

  • bina.63

    Bevor ich jetzt meinen nächsten Beitrag schreibe: Unsere Tochter ist von einem gut 1,5m hohen Zaun gefallen, auf dem sie schon häufig balanciert hat. Sie ist sitzend gefallen und wollte sich mit den Armen abstützen - sah nicht schön aus... Aber sie hat alles gut überstanden und hatte bis auf die Badeverbote am Anfang riesig Spaß und Freude an diesem Urlaub. Wir haben ihr versprochen, dass mittelfristig zu wiederholen - dann ohne Gips.

    Zum Thema riesiges Tempo gehe ich im weiteren Bericht noch ein.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • Bezüglich der ambitionierten Route, die in den Augen einiger vielleicht ein- zwei Lücken hatte: Wir wären liebend gerne noch nach San Francisco und in den Yosemite National Park gefahren. Beides hätte den Reisepreis aber locker um 1.000€/Person nach oben geschossen und hätte viel Zeit in Anspruch genommen – wir hätten mit mind. einer Woche länger auf der Westside rechnen müssen, was wir aufgrund unserer zweiten Heimat AMI (Anna Maria Island) nicht in Kauf nehmen wollten.

    Also hin und her überlegt und weggelassen. SF ist zwar eine wunderschöne Stadt, aber es passte einfach nicht. Yosemite selber wäre auch schön gewesen, ist aber in entfernt ähnlicher Form auch in den Alpen zu sehen.

    Zudem war es uns und meinen Eltern eher wichtig, Natur zu sehen, die es in erreichbarer Nähe eben nicht auf einem Fleck gibt.

    Uns war auch klar, dass wir auch aufgrund der Kondition meiner Eltern nicht ewig in den Parks rumlaufen können und somit haben wir eben „nur“ die Aussichtspunkte angesteuert, diese aber wirklich ausgekostet. Rumgelaufen sind wir natürlich trotzdem, aber eben reduziert. Im Nachherein war diese Planung auch goldrichtig, weil unsere Tochter natürlich auch nicht rumkraxeln durfte. Sie hat es trotzdem des Öfteren getan und uns den einen oder anderen Schockmoment „geschenkt“, ohne aber wirklich Gefahr zu laufen, irgendwo hinzufallen oder abzustürzen.


    Ergänzend sei zum Flug erwähnt, dass die KLM Economy-Plus-Sitze ziemlich weit vorne in der 747 waren und wir dank der tollen Crew mit unserer Tochter auch auf die Toilette der Business-Class durften. Weniger anstehen und etwas geräumiger, was man zu schätzen lernt, wenn man ein 10-jähriges Kind beim „Klogang“ komplett versorgen muss.

    Ansonsten wurden wir hervorragend mit Eisbeuteln und lieben Worten versorgt, so dass die erste große Stresssituation hervorragend gemeistert wurde.


    In LA hatte der Anschlussflug nach Las Vegas natürlich auch massive Verspätung, weil der Beton der Landebahnen in Vegas aufgrund massiver Hitzewellen aufgeweicht war. 4 Stunden Verspätung sollten es am Ende werden. Dummerweise gab es in dem Gate kaum Möglichkeiten, sich zu versorgen außer mit Schokoriegeln, Softdrinks und maßlos überteuertem Burger-King Essen. Da sollte dann ein normales Menü um die 20$ kosten…


    Zu guter Letzt ging es dann aber doch noch los und wir konnten LA beim Abflug und auch Las Vegas beim Anflug in kompletter Nachtbeleuchtung genießen.


    Der Mietwagen, ein Minivan, wurde problemlos bei Hertz übernommen und dann ging es ins Tahiti All-Suite Resort an der W/Tropicana Ave. Auf dem Weg vom Flughafen konnten wir schon ein gutes Stück Vegas bei Nacht genießen, bevor wir in unsere Zimmer gezogen sind.

    Dummerweise haben wir dann vor Ort erst festgestellt, dass wir kein drittes Bett auf dem Zimmer hatten. Ein Queen-Bett für zwei Erwachsene und ein gesundes Kind geht im Extremfall mal ein paar Nächte, aber ein Kind mit zwei Gipsarmen: völlig unmöglich.

    Also um ca. 01h zur Rezeption und nach einem Upgrade gefragt, was problemlos möglich war. Wir brauchten nur die nächsthöhere Kategorie zahlen, haben aber zwei Kategorien höher erhalten. Eine richtige Suite mit locker 70qm - Wow!

    Wir schaffen es immer wieder, unsere Zimmer (egal wo) erst zu fotografieren, wenn sie nicht mehr einzugsbereit hergerichtet sind. Ich bitte Euch, die Unordnung zu übersehen:-)

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    Am nächsten Morgen ging es dann los in Richtung Death Valley, unserem einzigen Ziel in Kalifornien.

    Aufgrund des Jetlags waren wir schon um 06h wach – das kennen wir von sämtlichen vorangegangenen USA-Urlauben. Dies war in ähnlicher Form auch eingeplant und so konnten wir gemütlich starten und uns beim Dunkin´ Donuts nebenan noch mit Kaffee und Donuts verpflegen.

    Lt. Google-Maps eine Strecke von rund zwei Stunden, was trotz kurzer Stopps zum Einkaufen und „Natur aufsaugen“ gut hinkam. Besonders die I160 durch den Red Rock Canyon war da schon ein Highlight. Davon gibt es leider keine Fotos.


    Wir wurden weder von der Natur noch vom Wetter enttäuscht. Das Death Valley machte seinem Namen alle Ehre. Wobei ich sagen muss, dass die fast 50° relativ erträglich waren, weil es einfach trockene Hitze war. Um kurz vorzugreifen: Florida war mit 12-15° weniger aber mit einer massiv höheren Luftfeuchtigkeit schon ein ganz anderes Kaliber.

    Impressionen aus dem Death Valley:

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    Devils Golfcourse: Hier konnte man die Salzkristalle in den Steinen knacken hören:

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    Artists Drive:

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    Zabriskie Point

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    Badwater Basin:

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    Auf dem Rückweg - eine schöne Westernstimmung im Nichts:

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    Wir haben alle wichtigen Ziele angesteuert und waren definitiv am meisten vom Devils Golfcourse, dem Badwater Basin (85m unter dem Meeresspiegel) und vom Zabriskie Point beeindruckt.

    Aber auch die anderen Punkte waren sehenswert. Tochter happy, wir happy und Oma und Opa auch. Die hatten so was in der Art ja noch nie gesehen, wie so viele weitere kommende Orte.

    Für uns war es auch riesig spannend, sämtliche Orte nach über 20 Jahren wieder zu sehen.


    Nach diversen Vista-Points im Death Valley NP war dann nach ein paar Stunden Schluss – auch weil unsere 24 Wasserflaschen plötzlich zur Neige gingen. Hier in D halten 24 Flaschen fast eine Woche, dort ist das vermutlich mit verdunstet – keine Ahnung, wer da so viel getrunken hat;-) Ohne Wasservorräte keine gute Idee, im Death Valley weiter zu verweilen. Wir haben aber alles Wichtige gesehen und uns dann auch auf Vegas und unser bereits gebuchtes Buffet im Wynns gefreut.


    In den vorangegangenen Planungen haben wir nach den besten Buffets in Vegas gesucht und immer war das Wynns ganz weit vorne.

    Der Preis war schon krass, ich meine wir haben gut 90$/Person gezahlt – zzgl. Getränke. Und das Wynns gibt keinen Nachlass für Kinder und Senioren, was in den USA sonst öfter mal vorkommt… Aber egal – ist ja Urlaub.


    Und was soll ich schreiben? Das war zwar fiese teuer und ich bilde mir nicht ein, den Preis auch nur annähernd rausgegessen zu haben. Aber das Ambiente und die Auswahl waren wirklich phantastisch.

    Es gab neben den typisch amerikanischen Klassikern wie Steaks in allen Varianten noch Krabbenbeine, diverse Fischsorten, Shrimps, Muscheln, Sushi, indische, chinesiche und thailändische Specials, Pizza, Burger, Hash Browns, Salate und Desserts ohne Ende und so vieles, woran ich mich nicht beim besten Willen nicht mehr erinnern kann.

    Ich habe schon diverse Buffets mitgemacht, aber von der Auswahl und der Qualität war das des Wynns mit Abstand das Beste. Das schreibe ich nicht, um mir den hohen Preis schönzureden:-)


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    Danach ging es noch kurz über den Strip und dann waren wir aber froh, ins Bett zu kommen.


    Was aber jetzt schon absehbar war: Es hat den Urlaub massiv stressiger gemacht, dass unsere Lütte so gut wie gar nichts selber machen konnte. Essen ging nach zwei Tagen, aber Anziehen, Ausziehen, Waschen, Zähneputzen, selbstständig auf die Toilette ging eben gar nicht.

    Gottlob waren meine Eltern dabei und haben uns auch massiv unterstützt.

    Dazu doch etwas die Sorge, dass sie doch wieder hinfallen könnte, was ziemlich sicher zu Folge gehabt hätte, dass die Knochen wieder gebrochen wären usw. Aber all das hätte hier vor Ort genau so passieren können.

    Was auch wirklich übel war: selber den Gips abnehmen, den Verband da unter wechseln, Arme waschen und neuen Verband anlegen und wieder den Gips da rauf. Da liegt dann das kleine verletzte Wusel und man hat so viel Sorge, den Arm wieder kaputt zu machen. Die Ärzte und Schwestern haben uns im Vorweg gesagt, dass bei vorsichtiger Behandlung nichts passieren könnte, weil die Nägel die Knochen in Stellung gehalten haben, aber das war natürlich doch Neuland und somit auch extra Stress.

    Als Familie hat uns das aber noch mehr zusammengeschweißt.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • Tag 3: Hoover Damm, Boulder und Las Vegas


    Am dritten Tag ging es nach dem Aufstehen zum Hoover Damm. Hier war ich echt beeindruckt. Erstens weil das Bauwerk schon so alt ist, zweitens wie sehr der Wasserstand des Lake Mead gesunken ist und drittens, weil mittlerweile eine Autobahnbrücke den Verkehr vom Damm fernhält.

    Als ich mit meinem Kumpel 1996 von Vegas nach Flagstaff gefahren bin, mussten wir noch über den Damm fahren.

    Also erst einmal gehalten, um auf die Autobahnbrücke zu gehen, wo auch ein Fußgängerübergang mit verbaut ist.

    Von da gab es einen tollen Blick auf den Damm:

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    Hier sind mal keine Kanonen erlaubt:-)

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    Danach weiter, um den Damm selber zu erlaufen. Auf den Fotos kann man sehr schön sehen, wie der Wasserstand mal war. Bei einem solch riesigen See schon äußerst beeindruckend und auch ein Stück weit erschreckend…

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    Blick auf den Lake Mead von Boulder aus:

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    Zum Abschluss gab es noch einen Frozen Yogurt bei Chilly Jilly´z in Boulder, einem wirklich hübschen Örtchen, welches beim Bau des Damms hauptsächlich für die Bauarbeiter gegründet wurde.

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    Dann ging es wieder zum Las Vegas Strip. Der ist am Tag natürlich nicht wirklich so toll, wie abends, dafür deutlich leerer und aufgrund des Stresses der vorangegangenen Tage war es uns auch ganz recht, abends zeitig in die Kiste zu hüpfen.


    Kurzer Fotostop am berühmten Las Vegas-Schild:

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    Unser Marsch begann am Luxor, wo wir umsonst parken konnten:

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    Von da ging es mit der Monorail zum New York-New York Hotel:

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    Weiter den Strip nach Norden durch den M&M-Store. Wie auch jedes Mal in New York ein absoluter Pflichtbesuch:-)

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    Weiter zum Cosmopolitan, dem angrenzenden Bellagio und der berühmten Fontaine:

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    Gegenüber das Paris Las Vegas:

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    Mein Highlight: Das Caesars Palace. Das haben die seit 1996 ordentlich aufgemotzt. Wahnsinn, wie das ausgestattet ist. Eine riesige Luxusmall und eine Decke die aussieht, als wenn alles offen ist. Täuschend echt.Dazu noch unsere Lieblingsrestaurantkette: Die Cheesecake Factory - leider nicht im Bild.

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    Darauf ging es in Venetian, welches in meiner Favoritenliste direkt auf Platz Zwei gelandet ist. Natürlich alles kitschig, aber echt wahnsinnig.

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    Als Abschluss des Strips ging es dann noch in das Mirage, welches auch Stil hatte. Wenn auch amerikanischen Stil:-)

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    Ich kann die Bilder aus dem Innenbereich schlecht zuordnen, deshalb lasse ich die mal unkommentiert und vermutlich ohne Richtigkeit der Reihenfolge.

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    Auffallend ist, wieviel die dort mit Blumen dekorieren. Da jagte ein Highlight das Nächste.


    Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann bei unserer Lieblings-Pizza-Kette „Papa Johns“ noch ein leckeres Abendessen geholt und in unserer Suite verspeist.

    Davon gibt es leider keine Bilder;-)

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

    Einmal editiert, zuletzt von bruenor75 (14. April 2020 um 15:06) aus folgendem Grund: Gesichter nicht verpixelt

  • bruenor75

    Klasse, ich bin auch dabei. In Vegas war ich vor 25 Jahren und möchte auch gerne mal wieder hin um die ganzen neuen Hotels zu bestaunen...ich fand die damals schon irre.
    Ich freu mich auf mehr :)

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Nordfriesin : ich fürchte, daß ich mit Hotels in Vegas durch bin. Morgen folgt der Heli-Flug und zum Vegas-Abschluss noch die Freemont Street. Aber wenn Du vor 25 Jahren da warst, dürfte sich das ja in etwa mit meinen damaligen Erfahrungen decken. Damals war z.B. das New York-New York gerade im Bau und man konnte noch die Betonblöcke sehen, wo jetzt typische NYC-Fassaden raufgesetzt wurden usw. usw. Auf alle Fälle darfst Du Dich freuen, wenn es Dir damals schon gefallen hat.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven

  • Tag 4: Helicopterflug zum Grand Canyon und Freemont Street


    Heute sollte es wieder früher werden. Wir haben den “Early-Bird-Flug“ gebucht. Dieser war deutlich günstiger, als die späteren Flüge und es sollte auch nicht so voll sein, wie zu einem späteren Zeitpunkt.

    Wir wurden am New Orleans-Hotel von einem Minibus abgeholt. Gem. Buchung sollte es sich um eine Limousine handeln, aber gut. Wir hatten den Bus für uns.

    Alles lief reibungslos ab und wir hatten zu fünft einen Heli für uns alleine und ich durfte mich dann ohne Aufpreis neben die Pilotin setzen. Der Rest der Familie wurde gem. Gewicht aufgeteilt – nix mit freier Platzwahl:-) Schummeln ging dann auch nicht, da man vorher noch gewogen wurde.

    Für Frau, Tochter und mich war es der erste Flug mit einem Helicopter. Meine Eltern sind bereits in New York geflogen.

    Wir waren echt erstaunt wie sanft Start, Landung und der Flug generell waren. Ein tolles Fluggefühl und die Pilotin hat uns interessante Geschichten über die Gegend erzählt. Der Ausblick war natürlich der absolute Knaller.


    Boulder direkt nach dem Start:

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    Das erste Highlight. Der Hoover Damm von oben. Gestern noch direkt davor bzw. drauf gewesen, jetzt aus ein paar Hundert Metern Höhe:

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    Auch die weitere Aussicht war fantastisch:

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    Und dann hatten wir gut 45 Minuten am Fuße des Grand Canyon, wobei man sagen muss, dass es sich „nur“ um einen Westausläufer handelt. Das tat der Begeisterung aber keinen Abbruch. Es war wirklich erhaben und wir waren komplett „geflasht“.

    Leider ging es nicht direkt an den Colorado River runter. Wir waren halt noch auf einem Plateau.

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    Dort konnten wir dann unser Picknick machen und haben schon um 07:30h „Champangne“ sowie ein paar kleine Snacks bekommen. Der Champagner kam natürlich aus Kalifornien:-) Das tat dem guten Geschmack aber keinen Abbruch. Der Picknickort hatte definitiv Klasse!

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    Langsam wurde es auch voller und wir mussten dann pünktlich wieder los.

    Dieses Mal hat die Pilotin dann gezeigt, wie man einen Heli auch fliegen kann – ich habe mich wie beim A-Team gefühlt, als Mad Murdock losgelegt hat. Das war schon krass und wirkte durch die nahen Felsen dann besser, als jede Achterbahnfahrt meines Lebens.

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    Auch wenn der Flug nicht günstig war, würde ich es uneingeschränkt empfehlen, wenn es denn ins Budget passt. Die Eindrücke sind echt überwältigend und das gehört definitiv zu den „Travel-Highlights“ meines Lebens.


    Wieder in Vegas sind wir dann ein wenig durch die Vororte gefahren, die aber nicht wirklich sehenswert sind. Vielleicht waren wir auch einfach nur in den falschen Ecken.


    Also wieder zum Strip und noch etwas rumgelaufen. Bei Chili´s gab es dann etwas zum Mittagessen und dann ging es zum Nachmittag hin zur Freemont Street, dem „klassischen“ Las Vegas, was ich in meiner Kindheit noch aus dem Fernsehen kannte.

    Die Fahrt dorthin führte dann am Stratosphere vorbei, auf dem ich 1996 bereits gewesen bin. Wären die Gipsarme nicht dazwischengekommen, wären wir wieder rauf und hätten die Fahrgeschäfte dort oben noch mitgenommen.

    Außerdem lagen auf dem Weg diverse alte und klassische „Wedding Chappels“, die auch schon bessere Zeiten erlebt haben. Die Fotos sind nicht die besten, da wir einfach nur aus dem Auto raus mit dem Handy geknippst haben.

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    Freemont Street: Der Cowboy, das Golden Nugget usw. Clou der ganzen Geschichte: ein gigantisches Dach, welches aus LED besteht und ständig coole Lichtshows vorführt.

    Das ging dann so typisch amerikanisch mit einem Loblied auf die Truppen los, wobei natürlich auch Panzer und Düsenjäger dargestellt wurden. Gesponsort wurde das ganze dann natürlich völlig amerikanisch von Budweiser, der Bierplörre:-)

    Direkt darunter verlief auch eine Ropeway die an sich auch geplant war, aber aus bekannten Gründen nicht durchgezogen wurde:-( Dann eben nächstes Mal.

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    So cool die Freemont Street mit viel Party und Livemusik auch war, die Ecke drumherum wirkte jedenfalls recht gruselig und völlig heruntergekommen.


    Das sollte es dann von und mit Vegas gewesen sein. Trotz vollem Programms haben wir uns nicht gestresst und auch die Arme haben gut mitgespielt.

    Viele Grüße (oder auch nicht;-),

    Sven