Ist die kleine cara schon voll, oder kann ich noch mitkommen?
Reisebericht AIDAcara Winter im hohen Norden oder "Dat sind die Wellen, Matta" 11.- 25. März 2017
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@Joean, klasse, ein weiterer Nordlandbericht, natürlich bin auch ich dabei!
LG
Polar -
Hallo an alle, die mitwollen,
Ist die kleine cara schon voll
Niemand muss auf die kleine Cara , der nicht will - und schon gar niemand muss sich drängeln. Stellt Euch vor, Ihr sitzt alle gemütlich in dem Sami-Zelt vom ersten Bild. In der Mitte knistert das Feuer und wir wärmen unseren Ischias mit diesen unwahrscheinlich weichen Rentierfellen...
warum TUI eine solch tolle Route nicht anbietet
Dafür, denke ich, gibt es viele verschiedene Gründe. Zum einen tun sie es deshalb nicht, weil sie es schlicht und ergreifend nicht nötig haben. In den ca. letzten 3 - 4 Jahren ist der Kundenstrom weg von AIDA und hin zu TUI derartig groß, dass die Kunden TUI z.B. an einem Tag der Buchungsfreigabe für bestimmte Reisen die Server quasi stürmen. Für meine Begriffe befindet sich TUI heute in genau der gleichen - oder zumindest in einer ähnlichen - Situation, in der sich AIDA vor ungefähr 10 Jahren befunden hat. Warum soll ich innovativ sein, wenn ich der Konzernleitung auch so jedes Jahr zweistellige Kundenzuwächse präsentieren kann?
Für AIDA geht es mit dem Selection-Reisen m.E. darum, verlorenes Terrain zurück zu gewinnen. Und ich denke schon, dass dies am besten mit den drei "kleinen" AIDA-Schiffen geht. Als Reederei muss man z.B. erst mal 2.500 (Bsp. MS 3) Paxe finden, die bereit sind, 14 Tage in die Kälte zu fahren. Es ist natürlich immer wirtschaftlicher, wenn man mehrere Male hintereinander die gleiche Route fahren kann. Um bei dem aktuellen Beispiel zu bleiben, müsste TUI dann 4 x hochfahren. Dies sind dann rd. 10.000 Paxe. Es ist wesentlich einfacher, ein 1.000-Mann Schiff zu füllen, als eines mit 2.500 Leuten.
Darüber hinaus glaube ich, dass z.B. ein Hafen wie Alta mit 2.500 Paxen überfordert ist. Ich weiß, dass TUI auch schon mehrmals nach Alta gefahren ist. Aber aktuell gibt es nur noch eine Reise nach Alta, nämlich im Juni 2017 - warum wohl?
Jetzt sitze ich schon so lange an der Formulierung dieser wenigen Sätze und merke, dass ich zu dem Thema jede Menge zu sagen hätte. Wesentlich mehr jedenfalls, als man in diese kurzen Fragebögen nach der Reise hineinformulieren kann.
LG Joean
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Sonntag, 12. März 2017
Seetag auf dem Weg von Hamburg nach Haugesund = 428 Seemeilen
Vormittags nutzen wir ausgiebig das sonnige Wetter. In die Decken eingewickelt kann man es prima auf dem Balkon aushalten.
Um 14:00 Uhr gehen wir zum Vortrag von Dr. Hartmut Renken über den Sternenhimmel während dieser Reise und über Sternbilder im Allgemeinen. Sehr informativ und unterhaltsam, es wird nicht sein letzter Vortrag sein, den wir besuchen.
Sein Kernsatz: „Polarlichter sehen Sie erst dann, wenn welche da sind.“Bei der Reise vor uns, seien die Vorhersagen z.B. für Sortland nicht berauschend gewesen, trotzdem gab es in diesem Hafen ein mehrere Stunden dauerndes Polarlichtspektakel am Nachthimmel. Na, das lässt doch hoffen.
Im Vorfeld der Reise hatte ich natürlich auch immer schon die gängigen Seiten für solche Vorhersagen abgeklappert und was dort geweissagt wurde, war nicht wirklich berauschend.
In diesem Zusammenhang wird oft mit dem sog. KP-Index gearbeitet. Dieser bewegt sich in einer Spanne von 0 bis 9, wobei 9 so gut wie nie vorkommt. Im März vor zwei Jahren gab es mal einen Index von 8. In dieser Nacht damals wurden sogar Nordlichter über Kiel gesehen. In den Breitengraden des Polarkreises reicht ein Index von 3 aus, um Polarlicht zu sehen. Ob man dann wirklich welches sieht, ist aber immer noch Glückssache.Kommen wir aber zurück zu den Sternbildern, deren Namen ja letzten Endes schon auf die alten Ägypter zurückgehen. Die etwas jüngeren Griechen haben dann ein paar tausend Jahre später sich einfach bei den Namen bedient und das eine oder andere Sternbild an ihre aktuellen Gottheiten „angepasst“.
Dazu heißt es im Vortrag:„Man braucht schon viel Phantasie um sich die Figuren hinter den Sternbildern vorzustellen. Helfen kann dabei z.B. Sekt. Wie viel, müssen Sie selbst rausfinden oder ein gutes Glas Rotwein.“
Demonstriert wird dies am Beispiel des Sternbildes Löwe.
Dr. Renken switcht dabei zwischen einem Originalfoto dieses Sternbildes und einer Grafik hin und her, in der der Löwe mit Pranken, Ohren und Augen stilisiert ist.
„Hier das Ohr.“
Switch.
„Hier die Pranken.“
Switch.
„Und hier dann das eine Auge.“
Switch.
Okay, ich brauch definitiv Sekt!!!Sollten es die Wetterbedingungen zulassen, stellt er nächtliche Vorträge und Erklärungen an den echten Sternbildern in Aussicht.
Montag, 13. März 2017
Hafen Haugesund von 08:00 – 17:00 Uhr
Soweit ich vorher schon herausgefunden hatte, ist Haugesund jetzt nicht der Burner unter den Kreuzfahrthäfen. Daher war Ausflug angesagt. „Akrafjord und Wasserfall Langfoss“ sollte es sein.
Dazu geht’s zunächst mal auf eine ca. 90minütige Busfahrt. Das sich dies so lang hinzieht, muss ich in der Ausflugsbeschreibung irgendwie überlesen haben.
Dann wird man am Ende des Akrafjords ausgeladen und hat schon mal einen ersten Blick auf den Langfoss. Dieser soll mit 612 Metern der höchste Wasserfall Norwegens sein. Das will ich nicht bestreiten, aber leider bilden das Grauweiß der Berge, das Weiß des Schnees und das Wasser des Langfoss eine undefinierbare Einheit, so dass man kaum weiß, wo das eine anfängt und das andere aufhört.
Dann geht’s auf eines der AusflugsbooteExterner Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.und wir fahren durch den Fjord. GsD kann man auch unten sitzen, denn inzwischen mausert sich das Nieselwetter zum Regen.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.In den Regenpausen bekommt man dann einen Eindruck, wie es denn bei schönem Wetter hier sein soll. Stellt Euch zu diesen Fotos einfach blauen Himmel vor oder seht mal in den Reisebericht von Seefahrer6168.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Der Bootsführer steuert unser Boot direkt bis heran an den Wasserfall. Dann wird ein Eimerchen ausgeworfen und wer will, kann das Wasser des Langfoss probieren.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Wasser von oben, Wasser von unten und dann auch noch eiskaltes Wasser von innen: Nein, danke.
Auf dem Rückweg halten wir dann noch am Rande von Haugesund am Haraldshaugen. Norwegens Nationaldenkmal zu Ehren von Harald Harfagre (Harald Schönhaar), dem ersten König Norwegens.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Der Regen hat inzwischen aufgehört, aber der Wind ist uns erhalten geblieben. Nach einem kurzen Rundgang hat der Bus eine magische Anziehungskraft auf uns.
Fazit: Das Wetter ist natürlich immer Glückssache. Wer allerdings schon ein oder mehrere Male in Norwegen war und Lyse-, Geiranger -, Eidfjord & Co. schon kennt, wird beim Anblick des Akrafjords kein Problem haben, den Mund beim Staunen auch wieder zu zukriegen. Sollten wir noch mal nach Haugesund kommen, werden wir möglicherweise einen Besuch in Skudeneshavn in Erwägung ziehen.
Wieder zurück an Bord, wird prompt das Wetter auch wieder wesentlich besser.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Kurz vor dem Auslaufen meldet sich Kapitän Lars Krüger mit den neuesten Infos bzgl. des Wetters.
Er kündigt für die kommende Nacht und den folgenden Seetag Wellengang bis ca. 6 Meter und Windstärken von 7–8 an.
Die Cara wird mit erhöhter Geschwindigkeit laufen, um so schnell wie möglich den Hafen in Bodø zu erreichen.
Tage später werden wir übrigens von ihm selbst erfahren, dass er dabei noch kräftig untertrieben hat, denn tatsächlich waren es dann doch 8 Meter Wellengang und Windgeschwindigkeiten um die 75 Knoten = Windstärke 11 bis sogar mal 12.Um 21:15 Uhr gehen wir zur Show „Jonglage und Comedy mit Yoolio“ einem der Gastkünstler dieser Reise. Inzwischen macht sich der Seegang schon deutlich bemerkbar, was für eine Jongliershow nicht gerade förderlich ist. Niemand ist erstaunt oder gar enttäuscht, dass der eine oder andere Trick auch mal einen dritten Anlauf braucht. Ein unterhaltsamer Abend und die Nummer mit dem Fahrrad auf der Stirn hatte schon was – insbesondere bei diesem Seegang!
Gegen 22:30 Uhr schauen wir dann noch in der Anytime Bar beim obligatorischen Alpenglühn vorbei. Zweimal tanzen reicht dann aber auch, schließlich wollen wir nicht Ersten sein, die sich bei Diskofox die Beine brechen. Wir wanken in die Koje.LG Joean
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Dein Schreibstil ist einfach Spitze, liebe @Joean
Und ich warte gespannt auf das Erlebnis mit Matta (Im wahren Leben Martha??) 
LG,
Emma -
Hallo @Joean,
schön, ein neuer Reisebericht von Dir.
Bin sehr gespannt wie es weitergeht.Viele Grüße aus Hamburg
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Hallo @Joaen,
nach dem Bericht von @Seefahrer6168 von dieser Reise, habe ich diese auf meine Wunschzielliste gesetzt. Ich hoffe, dass das auch nach Deinem Bericht so bleibt, denn schlechtes Wetter und hohe Wellen, würden mir den Appetit darauf doch ganz schön vermiesen. Ich hoffe für uns und vor allem für Euch (die Ihr ja mittendrin ward) auf viele Schönwetterbilder ....
Bin gespannt, wie es weitergeht!
Gruß
Joni -
Meine liebe @Joean,
besser spät als nie, springe ich schnell mal auf, bevor der Wellengang wieder höher wird. Wie bei dir immer sehr informativ und deine kleinen Spitzen hervorragend.
Ganz lieben Gruß an deinen GöGa.
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Hallo @Joean
Dein Bericht fängt ja schon einmal klasse an, daa fahre ich gerne mit falls noch ein Plätzchen frei ist.
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denn schlechtes Wetter und hohe Wellen,
@Joni
...können im auslaufenden Winter im Nordatlantik immer dazu gehören. Darüber muss man sich im Klaren sein. Wenn Dir das auf den Appetit schlägt, dann hast Du möglicherweise ziemlich schlechte Karten, denn das Essen war hervorragend. Nur mal so nebenbei gesagt.@GöttlicheDS
Lieber Peter, schön, dass Du auch mit im Sami-Zelt hockst.Na, dann werd ich mich mal an den nächsten Teil setzen.
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Dienstag, 14. März 2017
Seetag auf dem Weg von Haugesund nach Bodø = 594 SeemeilenDer Tag vergeht mit ausgeprägtem Nichtstun. Bei dem Wetter auch kein Wunder. Sturm, Regen, Wellengang und zwischendurch leichte Schneeschauer, versetzt mit Hagel.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.‚Dat sind Wellen, Matta!’, denke ich mir in Anlehnung an ein von mir immer noch sehr verehrtes Comedy Duo.
Im Nachhinein kann ich gar nicht so genau sagen, was wir den ganzen Tag gemacht haben, auf jeden Fall war ich nachmittags beim Vortrag von Dr. Renken „Der blaue Planet“.
Abends war ab 22:30 Uhr dann „Polarkreisüberquerungs-Sause“ auf dem Pooldeck, in der die Überquerung des Polarkreises per „Zehn, Neun, Acht…“ eingezählt wurde.
Dabei fand ich mich einigermaßen verar…t, denn wenn der Kapitän schon am Abend davor ankündigt, dass er mit einer Geschwindigkeit von 20 und mehr Knoten laufen wird, um möglichst schnell durch das Unwetter nach Bodø zu kommen, dann kann mir keiner erzählen, dass der Polarkreis in seiner Position Rücksicht auf das von AIDA geplante Tagesprogramm nimmt.Fete okay, aber eine Durchsage des Kapitäns zum Zeitpunkt der echten Überquerung des Polarkreises hätte es in meinen Augen auch getan.
Mittwoch, 15. März 2017
Hafen Bodø von 06:00 – 21:00 UhrAuch für Bodø (gesprochen: Budde – plus einem ganz kleinen verschämten „i“ am Ende) hatten uns die angebotenen Landausflüge im Vorfeld nicht wirklich in Begeisterung ausbrechen lassen. Einzig das abendliche Orgelkonzert im Dom zu Bodø war nach unserem Geschmack. Kurz vor Beginn der Reise wurde dann noch der Ausflug „Saltstraumen auf eigene Faust“ von AIDA angeboten. Diesen Ausflug gibt es zu exakt dem gleichen Preis auch von einem Anbieter vor Ort. Dieser bietet das wohl in den Sommermonaten vor allem für die Passagiere der Hurtigruten an, nimmt aber auch wohl jeden anderen mit.
Als ich dann morgens die Gardinen aufziehe, bietet sich mir folgendes Bild:
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ups, da sollte ich dann wohl nicht zu leicht bekleidet in der Kabine rumspringen. Bei der ersten Zigarette nach dem Frühstück schließe ich dann auch gleich die ersten „Freundschaften“ mit den Leuten aus den Büros „nebenan“.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Es ist immer noch unwahrscheinlich stürmisch und die Gangway an Deck 6 stellt für manchen ein echtes Hindernis dar. Zudem ist es ein Nadelöhr für den Zu- und gleichzeitig Abgang zum/vom Schiff.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Die Touristinformation von Bodø befindet sich übrigens dann gleich am Anleger. Bis zum Saltstraumen fährt man mit dem Bus ca. 20 Minuten. Dort angekommen begrüßt uns ein ordentlicher Hagelschauer, der uns direkt in die Besucherinfo flüchten lässt. Auch nach einem norwegischen Kaffee wird das Wetter nicht besser, also kommen auch noch die Regenmäntel zum Einsatz.
Ja, ich weiß die Optimisten unter Euch werden jetzt sagen: „Na ja, nun beschwer Dich mal nicht. Immerhin könnte es doch auch noch schlimmer kommen!“
In diesem Fall darf ich ihnen jetzt zurufen: „Ja, ihr habt Recht. Es kam schlimmer!“
Aus dem Hagelschauer wird ein anständiger Hagelsturm, so dass man zwischendurch schon zu tun hatte, überhaupt die Brücke noch zu erkennen. (Diejenigen, die schon mal da waren, werden wissen, wovon ich rede.)
Es nützt ja nix. Mitgefangen – mitgehangen. Nun sind wir schon mal hier und so ab 12:30 Uhr soll dann auch die Zeit der höchsten Aktivität des Strudels eintreten, also machen wir uns gegen Sturm und Hagel ankämpfend auf den Weg hinunter zum Strom.
Seit diesem Zeitpunkt hab ich von der Bedeutung des Wortes „sturmgebeugt“ eine ziemlich genaue Vorstellung.Boah, watt is dat fies. Hagelkörner in meinem Gesicht taugen nicht zur Besserung meiner Stimmung.
Unten dann angekommen hält sich meine Begeisterung in sehr engen Grenzen. Ich weiß nicht so genau, was ich erwartet habe.
Möglicherweise war ja meine Vorstellung, nun sozusagen in das Innere der Erde zu schauen.
In ihre Abgründe, in die zu sehen, nur ganz wenigen Menschen vergönnt ist.
Ich fühle mich ein wenig wie bei Jules Verne der mit seiner Nautilus in die Strudel dieses (okay – nicht gerade dieses) Mahlstromes gerät.
Durch einen (in meiner Vorstellung) mindestens acht – ach was sag ich – zwölf Meter tiefen Strudel in diesen mörderischen Abgrund sehen, der alles was sich zu nah an ihn heranwagt, rücksichtslos mit sich in die Tiefe reißt.
Vor meinem geistigen Auge trudeln in diesem Straumen Schafe – ach ganze Schafherden, Elche – ganze Elchher….Okay, Phantasieknopf wieder aus!
Die Wirklichkeit ist da doch um einiges nüchterner.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Jeder Mahlstrom transportiert aber auch jede Menge Nährstoffe und wirbelt Nahrung auf. Aufgrund der Nährstoffe gibt es hier jede Menge Fische und aufgrund der Fische jede Menge Möwen. Und die verhelfen mir dann doch noch zu einigen Fotos nach dem Motto: „Des einen Freud, des anderen Leid“.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ich denke mal, wenn man sich partout den von mir beschriebenen Phantasien hingeben will, sollte man sich das Spektakel oben von der Brücke aus ansehen.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Übrigens, nachdem wir dann so richtig durch waren, wurde das Wetter auch wieder besser. Wer bei besserem Wetter nach Bodø kommt und nichts Besseres zu tun hat, sollte mal in die oberste Etage des Radisson Hotels fahren. Dort befindet sich ein Kaffee, welches einen schönen Über- und Ausblick über diese Stadt bieten soll. Allerdings muss man dann dort auch etwas konsumieren. Für die Ultrasparfüchse unter euch also auch nur ein bedingt zu realisierender Tipp unseres Lektors Dr. Renken.
Wir dagegen waren erst mal froh, wieder im Warmen und Trockenen zu sein.
Mutig oder wahnsinnig (ist Ansichtssache) hatten wir ja schon von zu Hause aus noch einen „Ausflug“ an diesem Tag gebucht. Das nachmittägliche „Konzert in der Kathedrale“.Diese Kathedrale, die sich selbst „nur“ als Domkirche bezeichnet (anscheinend meinte es AIDA da etwas zu gut) ist bereits vom Schiff aus gut zu sehen. Ich könnte Euch das zeigen, wenn ich dran gedacht hätte, ein Foto zu machen. Also stellt Euch vor, Ihr seid da und guckt vom Pooldeck aus Richtung Stadt. Das Linke, was Ihr seht, ist das Rathaus, das Rechte ist die Kirche. Sie besitzt übrigens das nördlichste Glockenspiel der Welt und so sieht sie dann von innen aus.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Den kurzen Weg vom Schiff zur Kirche kann man bequem laufen. Dann begrüßt uns Pfarrer Kolvik und erzählt uns zunächst einmal ein wenig über die Norweger und ihre Kirche bzw. das Verhältnis zu ihr. Die Norweger halten das mit dem Kirchenbesuch ebenso wie viele andere Mittel- und Nordeuropäer auch.
An Weihnachten und sonst nur – wenn sich’s nicht vermeiden lässt, also Hochzeiten (insbesondere die eigene) und Begräbnisse.Allerdings gibt es erst seit gut 3 Jahren in Norwegen eine offizielle Trennung von Staat und Kirche. Daher ist in Norwegen fast jeder in der Kirche, denn bis zu diesem Zeitpunkt war es so, dass jeder automatisch mit seiner Geburt in der Kirche Mitglied war. Seit der Trennung ist das nun genau anders herum. Wer Mitglied der Kirche sein will, muss nun gezielt eintreten.
Domkantor Brain Hepworth verschlug es aus dem Norden Englands nach Bodø.
Unter seiner Leitung bekam die Domkirche auch 2013 ihre neue Orgel – ein Meisterwerk mit 95 Registern, 5050 Pfeifen und 8 Glocken, gebaut von der Firma Eule aus Deutschland. Jetzt aber wollen wir sie spielen hören, diese Orgel.Die ersten drei Töne reichen aus und mir laufen die Ameisenarmeen links hoch und rechts wieder runter. Richtig - Toccata e Fuga.
‚Da sind se wieder, die Wellen, Matta‘, aber sie haben so gar nichts mit Seegang zu tun.Darüber hinaus kommen noch Werke von Bjarne Slogedal und C.H. Rinck zur Aufführung. Der Besuch dieses Orgelkonzertes war unsere erste richtig, richtig gute Idee seit Reisebeginn (ausflugstechnisch betrachtet) und wird mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.
Auf dem Rückweg zum Schiff lassen wir uns Zeit und entdecken noch einige der Häusermalereien von Bodø, auf die uns der Lektor in seinem Vortrag schon aufmerksam gemacht hatte.
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Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ab 22:30 Uhr dann die Indoor-Polarkreistaufe mit den schon von @Seefahrer6168 beschriebenen Prüfungen.
Nach kurzer Begutachtung der langen Schlange Freiwilliger, die sich, an der Lambadabar endend durchs Treppenhaus windet und in Erinnerung an das Schicksal vergangener Urkunden anlässlich ähnlicher Taufen und Meeresquerungen, beschließen wir, den Bäumen etwas Gutes zu tun und sehen von der Teilnahme an dieser Veranstaltung ab.
Ich hab’s ja eher mit „praktischen“ Andenken und genau die werd ich mir von dieser Reise auch mitbringen – teilweise sogar ganz unfreiwillig. Aber davon weiß ich noch nichts.LG Joean
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Meine liebe @Joean
ihr hattet aber auch wirklich bislang ein Schitt Wetter :wacko: es wird ja wohl irgendwann mal besser geworden sein

Die Hausmalerei von Bodö, ganz toll
wie schön, das ich das jetzt durch euren Bericht zu sehen bekomme...Bin gespannt, wie es weiter bei euch ging, vor allem mit dem Wetter

Liebe Grüße
Sonja -
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es wird ja wohl irgendwann mal besser geworden sein
nur kurzzeitig, soviel kann ich schon mal sagen.
@deern vonne elw
so schlimm find ich den jetzt gar nicht. Und dieser Reisebericht wird ganz bestimmt auch kein Krimi, versprochen.LG Joean
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@Joean
Habe deinen Reisebericht gerade gefunden, bin noch schnell hinterher auf euer schaukelndes Schiffchen und freue mich auf die Weiterfahrt
Klasse geschrieben
Liebe Grüße
Bina -
Hallo @Joean
Wie schön, noch ein Winterreisebericht. Ich weiß zwar nicht, ob ich Frostbeule jemals selbst dazu komme, aber davon lesen finde ich ganz wunderbar

Vielen Dank für deine Mühe
LG Anette -
Hallo @Joean
hab mich auch noch dazu gekuschelt und einen schönen Platz auf der Cara inkl. dickster Jacke, Skiunterwäsche, Mütze, Schal etc. gefunden es kann weitergehen....LG Dani
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Owei, das Wetter meinte es bisher ja nicht wirklich gut mit Euch. Schade, wenn ich da an die derzeitige Tour meiner Schwägerin denke. Aber schlechtes Wetter gibt es ja nicht, sondern nur schlechte Kleidung.
Freue mich auf die Fortsetzung.... denn im März 2018 plane ich jetzt genau die gleiche Tour mit einem Arbeitskollegen auch zu fahren.....

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Liebe @Joean,
ich kuschel mich mich auch noch mit ans Feuer ins Samizelt - wieder sehr schön geschrieben
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