Dorothea bin noch schnell hinterher geschwommen, wünsche euch noch eine schöne Reise und freu mich auf deinen weiteren Bericht. Sind im Juni zum ersten Mal auf der Relax (Forumskreuzfahrt).
18.1.- 1.2.26 erstmals Relax: Impressionen, (Vor)urteile und Mut zur Lücke
-
-
Donnerstag, 22. Januar 26, 2. Seetag
Wir frühstückten erstmals im Aussenbereich des Harbour Market. Besonders hyggelig ist das nicht, weil in unserer Blickrichtung und Hörweite die Crew gerade Liegen aufbaut und auch sonst allerlei Wege erledigt. Immerhin: wir saßen quasi überdacht an der frischen Luft und freuten uns, dass das Wetter sich bessert.
Morgen in Teneriffa verlassen ca. 2000 Gäste das Schiff und ebenso viele neue steigen auf. Am Sonntag und am Freitag drauf wird es nochmals so sein.
Um 11 Uhr war nautisch-technische Fragestunde, was wir fast nie versäumen. Auch diesmal ist es wieder sehr interessant und lustig zugleich und wir amüsieren uns über Todd Burgmans Schlagfertigkeit.
Beinahe hätten wir das nächste Handballspiel unsere Nationalmannschaft verpasst, weil wir ja eine Stunde hinterherhinken. Es fiel uns noch rechtzeitig auf und so schauten wir am Nachmittag einen regelrechten Handballkrimi gegen Portugal und am Ende lagen unsere Jungs mit zwei Toren in Führung.
Am Abend hatten wir zu 21 Uhr Karten für die Burlesk-Show im La Cage. Möge sich jeder selbst ein Bild davon machen, wir waren nicht begeistert. Das Subtile, das nur Angedeutet der vorgeführten Erotik bestand einzig darin, dass sich die Mädels nicht ganz auszogen. Tanzen konnten sie und der eine oder andere choreographische Einfall war nicht mal schlecht, aber erotisch? Zwischendrin legte ein anderes Tanzpaar einen Tango aufs Parkett, der knisterte vor Spannung ganz ohne Ausziehen, doch die waren leider schnell wieder weg.
Auch das Drumherum sprach uns nicht recht an. Es gab merkwürdige Getränke, die kaum jemandem mundeten, wir waren froh, nur Vertrautes bestellt zu haben und empfanden die 39,- € für diese Veranstaltung in jeder Hinsicht als rausgeschmissenes Geld. Aber probiert es ruhig selbst aus, das ist unser Urteil und auch andere, mit denen wir sprachen sahen es so.
Zum Schluss aber noch was Tröstliches, fotografiert von unserem Balkon. Ohne Regen gibt's auch keinen Regenbogen.
-
Freitag, 23. Januar 26, Santa Cruz de Tenerife
Heute stiegen 2000 Leute ab und 2000 wieder auf, was einiges an Wuselei und Unruhe erzeugt. Na, wir sind am Sonntag ja auch reichlich verwirrt umhergelaufen, doch schön sind 2 Wechseltage die Woche nicht wirklich.
Teneriffa kennen wir schon ganz gut. In Vorkreuzfahrtzeiten haben wir hier einmal Urlaub gemacht und mit TC waren wir u.a. beim Teide und mehr als einmal im Loropark, nicht gerechnet die Stadtwanderungen auf eigene Faust. Auch in La Laguna waren wir schon mal und zwar zum Shoppen, denn es war ein 8. Januar nach der spanischen Weihnachtsbescherung vom 6. Januar und überall war Schlussverkauf. Deshalb sollte diesmal ein wenig Kultur und Historie stattfinden. Wir buchten über TC einen Ausflug. Der einzige Nachteil war, dass er bereits 8.30 Uhr losging, dafür waren wir aber nur 11 Leute im Bus. Unsere Führerin zeigte uns zunächst eine Menge historischer Orte in La Laguna und wir krabbelten auf eine Dachterrasse hoch, von wo man eine tolle Aussicht auf den ganzen Ort hatte. Die nächste Station war ein Weinmuseum plus Weingut, wo wir großzügig bewirtet wurden, außer diversen Weinen bekamen wir kanarische Kartoffeln u.m. gereicht, so dass das Mittagessen heute ausfallen kann. Unterwegs war mehrmals der Teide zu sehen, mal in Wolken gehüllt, mal ohne, aber sichtbar mit Schnee bedeckt. Das fasziniert meinen Mann dermaßen, dass er im Handumdrehen für nächste Woche einen Besuch für uns bucht, heimlich hat er darauf ohnehin spekuliert und mit dem Schnee hat er nun einen Grund.

-
bin gerade in Vorfreude auf morgen, wo wir zu euch stoßen, auf deinen tollen Bericht gestoßen.
Auch für uns zum ersten Mal die Relax, deshalb hab ich die Eindrücke aufgesogen.

2 Fragen hätte ich:1. Gibts ein Handball-Rudelgucken? Ist immer ganz lustig finden wir.
2. Wie entspannt empfindest du die Liegensituation an Seetagen?
Brauche unbedingt Schatten.
Lieben Dank
-
Fs. 23.1.
Den Nachmittag probieren wir zunächst verschiedene Plätze am Pooldeck und drum herum, auch an den Aussenbars. Vielfach zieht es, hier ist es zu sonnig, da zu schattig, Göga will ersteres, ich das zweite, schließlich landen wir doch wieder auf dem Agoradeck, kuscheln uns auf eine Bank im Halbschatten und ich hole mir meine Weste und setze meinen unordentlichen Reisebericht fort.
Da uns de Speisekarte im Atlantik heute so gar nicht animiert, versuchen wir ein zweites Mal das französische Sur Mer Bistrot. Essen und Bedienung sind gut wie beim ersten Mal, doch ist genau hier auch eine Musterstation und kaum getrennt von den Tischen findet eine Sicherheitsübung nach der anderen statt, so dass wenigstens die Bistrotgäste, wenn auch nicht die Neuankömmlinge alle jetzt 4-5x vergattert worden sind.
Um 21.30 Uhr gehen wir ins Theater für die zweite Show des Comedian Horst Fryguth: "Schöner scheitern", auch wieder sehr lustig. Im Anschluss durchstreifen wir mehrere Bars und wenn ich das jetzt genau schildere, so, weil man daran sehen kann, was läuft auf der Relax und was noch nicht.
Erst suchen wir das Chalet auf, es ist zu 3/4 gefüllt und wir unterhalten uns ein wenig mit einem netten anderen Paar, welches aber bald geht. Gleichzeitig wird es im Chalet immer leerer, obwohl es gerade erst 22.45 ist. Wir wechseln daher in die Mein Schiff- Bar, wo es brechend voll ist und wir keinen uns zusagenden Platz finden. Da erinnern wir uns, dass im Fugu nach 22 Uhr Barbetrieb sein soll. Wir mussten das Fugu zwar erst ein wenig suchen - rotwerd, es ist unsere Musterstation - aber dann: große Enttäuschung - total leer, Lichterspiele ohne jedes Publikum! Näher besehen ist es eine Exklusiv-Bar mit eigener Karte, ähnlich vielleicht wie die Diamantbar, aber wieso solte dort jemand zwischen 22.30 und Mitternacht hingehen, wenn es gleich nebenan Alternativen gibt? Eine solche ist die Streetart-Bar und dort werden auch wir fündig. Zudem spielt und singt dort ein wirklich erstklassiger Musiker, dem wir gern zuhören.
Was wir noch nicht genug auf dem Schirm haben, ist dass z.B. bei der Landflugabteilung jetzt auch überall Tische und Stühle stehen, wo seitens der Mein Schiff-Bar bedient wird.
Nächste Woche soll es etwas wärmer werden, da wollen wir evtl. die Aussenbars stärker nutzen. Bis dato haben wir vieles nur gesehen, aber nicht ausprobiert.
-
2 Fragen hätte ich:
1. Gibts ein Handball-Rudelgucken? Ist immer ganz lustig finden wir.
2. Wie entspannt empfindest du die Liegensituation an Seetagen?
Brauche nach schwerer Erkrankung unbedingt Schatten.
Liebe Gabi, dann sind wir ja schon drei vom Pooldeckforum, die nächste Woche dabei sind. Vielleicht sieht man sich mal, das würde mich freuen.
Handballrudelgucken habe ich leider nicht bemerkt und auch nirgends davon gelesen. Das müsste dann ja in der Arena sein oder so? Wir haben die Spiele unserer Mannschaft auf der Kabine angeschaut und werden das auch heute wieder tun.
Was die Liegen betrifft, haben wir immer noch leere gesehen, auch an Seetagen. Aber das kann mit dem Wetter zusammenhängen. Danach würdest Du eher Sonne brauchen. Mein Mann und ich legen uns nicht um den Pool, insofern könnten Dir andere hier sicher besser Auskunft geben.
Dann eine gute Anreise am Sonntag!
-
Hallo Dorothea,
Ich sag noch einmal herzlichen Dank für deine tollen Beschreibungen von der relax. Schön, dass es nächste Woche wärmer wird
, da freuen wir uns sehr. Die Koffer sind gepackt und um viertel nach 3 schellt der Wecker. Wir hoffen sehr, dass wir gut zum Flughafen kommen und nicht wieder Glatteis hier auftritt. Bin jetzt schon froh, wenn wir dann mittags mit einem Gläschen Champagner Rosé auf den Urlaub anstoßen können.
Bis morgenLG
Ute
-
Samstag, 24. Januar 26, Arrecive (Lanzarote)
Wir haben schon Bescheid, wie unser morgiger Umzug ablaufen soll. Wir müssen unsere alte Kabinenkarte verlängern , dann dürfen wir die alte Kabine bis 11 Uhr nutzen. Alles was auf dem Bügel hängt, nehmen die Jungs vom Housekeeping mit, wie es ist, nur den Rest müssen wir in die Koffer packen.
Wir fuhren heute per Bus nach Puerto del Carmen, das ist ungefähr eine halbe Stunde entfernt von unserm Schiff. Der Ausflug beinhaltet nur den Transport hin und zurück, vor Ort haben wir 3 h Zeit für Strand ,Promenade und Shopping. Das Wasser hat ca. 18 Grad und wir gehen mit den Füßen ein Stück hinein, immer den Strand entlang. Vereinzelt wird hier auch richtig gebadet, aber darauf haben wir keine Lust.
Danach gehen wir ein wenig shoppen. Wenngleich es wie überall jede Menge Touristenkitsch gibt, findet man doch das eine oder andere Interessante, z.B. Klamotten aus Australien. Wir erstehen AloeVera-Gel und ein schnuckeliges kleines Täschchen für mich, meine Korktasche extra für an Bord gibt so langsam den Geist auf und ich brauche ein Behältnis für meinen E-Reader, das Handy und manchmal muss auch mein Mann sein Zeug irgendwo hintun, obwohl er sich über Damen-Taschen lustig macht. Die neue hat er für mich ausgesucht und ist nicht wenig stolz auf seinen Fund.
Am frühen Nachmittag sind wir zurück und essen ausgiebig im Harbour Market, denn heute wird wieder Handball übertragen. Den späteren Nachmittag verbringen wir teils auf dem Agoradeck, teils drinnen und um 19.30 beginnt das Spiel gegen Norwegen und ist wieder genauso spannend wie schon gegen Portugal. Unseren Torwart sollte man in Gold aufwiegen, der Sieg der deutschen Mannschaft geht erheblich auf seine Paraden zurück.
Wegen des Spiels, das erst nach 21 Uhr zu Ende war, blieb uns für ein kleines Abendbrot wieder nur das MeinSchiff-Bistro, wo ich mich diesmal zu Currywurst überreden ließ. 21.45 wollten wir eigentlich zu einem Zauberer in die Blaue Flora, die wir noch gar nicht kennen, doch irgendwie verpassten wir den Anfang und ließen es dann bleiben. Da wir noch ein wenig packen wollten, waren wir zeitig auf der Kabine.
Wenn ich mir überlege, wie viele Bars inzwischen exklusiv sind, scheint mir das Verhältnis nicht recht durchdacht. Exklusiv ist zum Beispiel die Käp'tns Bar ganz vorn, da waren wir noch nicht, haben nur am Tage mal geschaut. Exklusiv ist aber auch die Fugu-Bar, die ab 22 Uhr oder 22.30 öffnet und die Barista-Bar auf Deck 3 .Das Fugu ist leer, in der Baristabar sitzen wenige, einige davon, hab ich gesehen, bringen sich ihre Drinks mit und setzen sich da einfach nur hin. Positiv wiederum: an vielen Orten stehen jetzt neben niedrigen Bartischen auch solche mit normaler Höhe, woran Leute spielen können. Sehr positiv ist auch dass man von vielen dieser Orte aufs Meer gucken kann, die Fensterflächen haben noch einmal zugenommen, der wenigstens visuelle Kontakt zum Meer wird so deutlicher.
-
an der Baristabar gibt es auch includierte Getränke. Ich kann mich an Hugo erinnern und noch ein paar Cocktails
-
an der Baristabar gibt es auch includierte Getränke. Ich kann mich an Hugo erinnern und noch ein paar Cocktails
Oh danke, dann gehe ich da heute oder morgen mal hin und gucke, wie es aktuell läuft. Mein Mann hat das gestern nämlich nicht gesehen (oder nicht richtig geguckt?
) -
Wir waren zu neunt und es war bisschen schwierig einen Platz zum Karten spielen zu bekommen. Baristabar war immer leer

-
So, war jetzt gucken und Du hast Recht. Alle Sprizzgetränke und Hugo gibt's dort inklusive, für alles andere muss man löhnen.
Richtung Bücherregal, sagt mein Mann gerade, stünden auch größere Tische.
-
Sonntag, 25. Januar 26, Las Palmas auf Gran Canaria
Heute ziehen wir um von 12129 nach 11246, also von backbord nach steuerbord und zugleich von der Balkonkabine in eine Juniorsuite. Die Organisation klappte perfekt. Um 10 Uhr hatten wir alles gepackt, was nicht auf einem Bügel hing und sagten in der Rezeption Bescheid, dass wir jetzt an Land gingen. Derweil wir Las Palmas durchstreiften, "wurden wir" ohne unser Beisein "umgezogen", sogar mein Nackenkissen, das ich einfach oben auf die Koffer gelegt hatte, kam mit.
Uns führte der Weg wie immer in Las Palmas zum Stadtstrand. Die Temperaturen waren inzwischen wieder um die 20 Grad und auch Sonne ließ sich sehen. Der Stadtstrand wird ja durch ein natürliches Riff, vielleicht hat man auch nachgeholfen?, vor der Ozeanbrandung geschützt. Und die hatte es heute in sich, wir sahen ganze Wellengebirge sich in der Ferne auftürmen, sich brechen und dann auf den Stand ausrollen. Für die Nacht zuvor hatte unser Kapitän 5m Wellengang angesagt und das mögen jetzt die Ausläufer gewesen sein.
Wir tappsten wieder barfuß den Strand entlang, unterhielten uns, schauten und passten nicht auf und dann - pardauz - kam doch eine größere Welle und wir beide waren nass bis zur Hüfte. Da nützte es auch nichts, dass mein Mann kurze Hosen angezogen und ich zumindest meine Jeans bis zur Kniescheibe gekrempelt hatte - da mussten wir nun durch. Ganz allmählich trockneten sogar die Jeans und später auf dem Schiff mussten wir uns nicht einmal mehr umziehen.
-
Fs., So., 25.1.
Wieder auf dem Schiff holten wir uns zuerst unsere neuen Karten und suchten sodann die neue Kabine im hinteren Teil von Deck 11.
Die Juniorsuite wirkte sehr ansprechend, geräumig, bequem und es war bereits alles richtig vor Ort. Manches ist aber doch, sagen wir mal suboptimal gelöst. Hier erst einmal ein Eindruck von der Räumlichkeit:
Unglücklich gelöst ist die Platzierung des kleinen Schreibtisches im Eingangsbereich des Raumes gegenüber dem großen Kleiderschrank, zumal in der Schublade auch der Fön liegt. Sprich: wenn ich mich föne, kommt mein Mann nicht aufs Klo. Der Schreibtischstuhl hat zudem nach außen gedrehte Beine, über die wir schon beide gestolpert sind.
Für Mäntel und Jacken gibt es gleich nach der Eingangstür nur zwei Haken und sehr beschränkten Platz, dabei wäre hier die Möglichkeit für eine ganze Garderobe gewesen:
Das sind aber alles Kinkerlitzchen, die Kabine insgesamt ist trotzdem schön.
-
Dorothea , ist das über dem Bett ein Spiegel oder ein Fenster???
-
25.1. Ende
Natürlich erkundeten wir heute die X-Bereiche. Zu Abend gegessen haben wir allerdings in der griechischen Taverne, weil mein Mann da so gern hin wollte. Wir mussten, es mag 19.15 gewesen sein, knapp 10 Minuten warten, bis ein Tisch für uns frei war. Es gab einen Gruß aus der Küche mit Fladenbrot, Oliven, Zaziki und noch anderen Dips. Auch der Bauernsalat schmeckte uns beiden, das Gyros war in Ordnung, mein Bifteki jedoch ein wenig fad. Muss ich nicht nochmal hin, zumal in unserer heimischen Kleinstadt jetzt drei griechische Restaurants miteinander konkurrieren, es gibt nur noch ein gescheites anderes.
So, von heute bzw. morgen an wiederholt sich Vieles auf unserer Reise. Einzig die Reihenfolge verschiebt sich, in der zweiten Woche sind wir erst auf Madeira und dann auf LaPalma und die Seetage sind nunmehr Montag und Mittwoch.
Ich werde daher den tagebuchartigen Bericht einstellen und nur noch hier und da etwas einfügen, wenn wir Neues entdecken, was die Relax betrifft. Ein Gesamtfazit schreibe ich voraussichtlich, wenn wir wieder daheim sind.
Über Zuspruch, Fragen und Anteimahme habe ich mich sehr gefreut und bedanke mich bei alles Mitlesern.
Bis demnächst herzliche Grüße von Dorothea
-
Vielen Dank, liebe Dorothea, dann wünsche ich euch noch eine wunderbare Woche auf der Relax.
-
Dorothea , ist das über dem Bett ein Spiegel oder ein Fenster???
Das ist ein Spiegel.
-
Danke, der hat zwar nicht so wirklich Sinn (außer den Raum optisch zu vergrößern), aber besser als ein Fenster zum Bad ist es allemal. Die Nischen auf den älteren Schiffen fand ich allerdings praktischer.
-
Man muss halt Prioritäten setzen, entweder deine Haare oder das WC


-
