Mein Mann und ich: 985 km Weg sind das Ziel - 19.06.-04.07.2025
-
-
Der Platz soll sogar größer als der Petersplatz sein, habe ich mal gelesen. Wir haben damals einen Mann gesehen, der auf den Knien mit einer Lederunterlage über den ganzen Platz rutschte. Ich fand Fatima beeindruckend, bestimmt auch wegen Kindheitserinnerungen an eine Tante.
-
Wir folgen, nach einer verdienten Pause, der Restaurant-Empfehlung von Edgar, der uns auch netterweise einen Tisch reserviert.
Das „berühmte“ Couvert
kommt selbstverständlich auf den Tisch und darf bleiben.
Es folgt für meinen Mann eine am Tisch aufgegossene Meeresfrüchte-Suppe
und für mich Thunfisch-Cornetto mit Mango
Beides ist wirklich ein Hochgenuss!
Es folgt die Rinderrippe für 2 Personen, die am Tisch a la pulled Pork zerrissen
und dann auf den Tellern angerichtet wird
verdammt lecker und verdammt viel! Für einen Nachtisch ist auch nach dem Degistif kein Plätzchen im Magen mehr frei.
Zurück im Oryza geniessen wir noch weiter den Abend im Innenhof
Getränke nimmt man sich aus dem Kühlschrank. Die haben Etiketten umhängen, die man sammelt und beim Checkout bezahlt. Ein typischer portugiesischer Likör steht hier, wie auch auf dem Zimmer, gratis bereit.K.o. wie wir sind, fallen wir in das schmale Bett und schlafen wie tot.
Zum Frühstück ist schon alles hergerichtet, als wir irgendwann nach 9:00 Uhr unten erscheinen
Es wird einem alles, inklusive frisch zubereiteter Eierspeisen, an den Tisch gebracht
Wir fühlen uns rundum wohl und können uns nur schwer los reißen. Aber wir müssen, schließlich haben wir ein Ziel …. -
Der Platz soll sogar größer als der Petersplatz sein, habe ich mal gelesen. Wir haben damals einen Mann gesehen, der auf den Knien mit einer Lederunterlage über den ganzen Platz rutschte. Ich fand Fatima beeindruckend, bestimmt auch wegen Kindheitserinnerungen an eine Tante.
In der Tat ist er mit 152.000 qm doppelt so groß wie der Petersplatz Wellengucker
-
Wow, was für ein phantastisches kleines Hotel - und was für ein toller Bericht!
-
Die Unterkunft ist ja hübsch, Frühstück im Innenhof, besser gehts nicht

-
Der Platz soll sogar größer als der Petersplatz sein, habe ich mal gelesen. Wir haben damals einen Mann gesehen, der auf den Knien mit einer Lederunterlage über den ganzen Platz rutschte. Ich fand Fatima beeindruckend, bestimmt auch wegen Kindheitserinnerungen an eine Tante.
Das haben wir auch vor kurzem beobachtet
-
Dem geschichtlich interessierten Herrn an meiner Seite habe ich Conímbriga als erstes Tagesziel vorgeschlagen und er ist erfreut, dass ich freiwillig mit ihm alte Steine gucken gehe. Natürlich steht uns davor das Navi im Weg, dass ein sehr seltsames Eigenleben führt …..
Alte Steine beeindrucken mich ja eher selten, aber diese absolut gut erhaltene Stadt, mit deren Errichtung 139 v. Chr. begonnen wurde, die hat mit ihrer schieren Größe auch mich in den Bann gezogen.
Guckt mal
Die sehr gut erhaltenen Wasserspiele mit rd. 500 Springbrunnen, geschützt unter einem Dach -
-
Von ganz, ganz alten Steinen führt der Weg uns nach Coimbra am Rio Mandrego.
Das von Edgar empfohlene Parkhaus verwerfen wir kurz nach dem wir mühselig einen Platz darin gefunden haben. Die Aussicht, die sich uns bietet, zeigt ganz klar: erst ordentlich den Berg runter, über den Fluss und dann den gegenüberliegenden Berg sehr, sehr hoch um zu einer der ältesten Universitäten Europas zu kommen. Bei 33 Grad im Schatten verzichten wir dankend auf den Gewaltmarsch. Das wir damit auch auf schöne Aussichten verzichten ist eben so.
Wir fahren also rüber, finden schnell einen Parkplatz und müssen immer noch den halben Berg rauf. Ohne bergauf geht es in Portugal eher selten. Also los, tief durchatmen und in Babyschritten den Aufstieg in Angriff nehmen …Gut das man immer mit dem Alibi „Foto!“ mal eben Luft holen kann, wie hier am Jardim da manga Brunnen
der alten Kathedrale
und weil wir es bis hier geschafft haben
machen wir doch mal Pause und stärken uns für den Weg zur Universität.
Und weiter geht’smit immer schön „Foto!“ rufen
bis wir es geschafft haben und feststellen „super, voll die Baustelle - nix mit tollen Fotos“. Aber eins geht
Da stört das Gerüst zwar trotzdem immer noch, aber wenigstens etwas. Auf die Innenbesichtung verzichten wir. -
Auf den Blick über den Fluss nicht
und schon marschieren wir wieder runterein Selfie machen wir auch noch

und finden uns in der leeren Markthalle wiederOkay, dann halt nicht! Es kommen sicher noch volle Markthallen.
Das Nachausflugs-Bier schmeckt und nach einer ausgiebigen Dusche folgen wir Edgars nächstem Restaurant-Tipp, dem „Solar do Bacalhau“. Wir bekommen einen Tisch draußen, das drinnen würde ich als „Hofbräuhaus des Kabeljau“ bezeichnen. Riesig!
Riesig auch die aufgetischten Portionen
hier in Form des überbackenen Bacalhaus meines Mannes und
meines Gerichts ohne besonderen Namen..
Trotzdem wagen wir noch DessertsLandestypischer Orangenkuchen für mich
etwas innen sehr cremiges für meinen Mann und könnten jetzt eigentlich zum Oryza ca. 3,5 km runter kugeln. Da wir uns mit dem Weg jedoch nicht sicher sind, bevorzugen wir einen Fahrdienst.Ein Absacker im lauschigen Innenhof und dann reicht es auch. Morgen früh heißt es Abschied nehmen und den Weg ins Douro-Tal in Angriff nehmen.
-
Wunderbar, wie immer!
-
Der Bericht gefällt mir wie immer sehr gut.

-
Queentchen danke habt ihr bei den Temperaturen ja ganz schöne Wege zur Universität zurückgelegt. Wir sind mit dem Auto hoch gefahren

-
Auf die Idee hätten wir theoretisch ja auch kommen können bina2010 , sind wir praktisch aber nicht
Mit der Mittagspause auf dem Weg war es aber gar nicht so schlimm. -
Auf die Idee hätten wir theoretisch ja auch kommen können bina2010 , sind wir praktisch aber nicht
Mit der Mittagspause auf dem Weg war es aber gar nicht so schlimm.Ich glaube du hast die falsche bina erwischt

-
Oh ja
verzeih mir bina.63 
-
Auch die zweite Nacht im Babybett schlafen wir gut. Wir frühstücken in aller Seelenruhe und genießen die wunderschöne Atmosphäre im Oryza. Wir haben schließlich keine Ahnung, was uns als Nächstes erwartet. Die letzten Sachen verstauen wir noch in den Koffern und werden dann bei Edgar mit einem Haufen Getränke-Umhängern zu Checkout vorstellig. Eine herzliche Verabschiedung folgt, das Auto wird beladen, das Handy wieder neu mit dem Navi verbunden und auf Viseu programmiert. Wieso Viseu? Weil wir noch nie davon gehört haben, es auf dem Weg liegt und unser planendes Reisebüro als Ziel empfiehlt.
Viseu ist eine 100.000-Einwohner-Stadt im berühmten Weinbaugebiet des Dão, das mir ebenfalls unbekannt ist. Zudem gab es hier eine der bedeutendsten Malerschulen Portugals, die ich auch nicht kenne. In der Altstadt sollen noch viele Paläste und Wohnhäuser aus der Renaissance stehen. Hört sich gut an! Sieht‘s auch gut aus? Schauen wir mal!Wir parken unten, um der Gefahr in einer engen Altstadtgasse festzustecken zu entgehen. Der Marktplatz ist leergefegt und einen Berliner können wir uns in der geschlossenen Bude der Familia Oliveira auch nicht kaufen
Aber wir sind ja noch satt vom Frühstück.
Das (ehemalige?) Museum
Was ist denn mit Viseu los? Es ist Samstag, liebe Einwohner, mehr nicht!
Und was ist das?
Wunderbar! Es gibt eine Bahn die uns nach oben bringt! Und das sogar kostenlos, wie uns die nette Fahrerin erklärt. Ein klein wenig San Francisco kommt auf
und als wir der Fahrerin beim Ausstieg sagen, dass Viseu für uns nun das San Francisco Portugals wäre, schenkt sie uns ein strahlendes Lächeln.
Oben angekommen wird es gleich schön und gemütlich und leer ist es auch immer noch
-
-
-
