Wild Western Contiki Tours - USA Rundreise 2004

  • Wild Western Contiki Tours

    04.07.2004 – 22.07.2004 USA Rundreise



    Als stiller Leser diverser Reiseberichte möchte ich euch jetzt von einer ganz besonderen Reise berichten. Diese Art der Reise werden die meisten hier im Forum nicht mehr antreten können. Noch Vorweg ist zu erwähnen, dass meine Reise im Jahre 2004 stattgefunden hat. Daraus resultiert auch die bescheidene Qualität der Fotos. Ich war froh eine Digitalkamera dabei zuhaben. Speicher war damals noch sehr teuer und ich musste mir in Las Vegas tatsächlich noch eine neue 64Mb Karte für ein paar extra Fotos kaufen. Ein Tagebuch habe ich nicht geführt, somit werde ich euch aus meinen Gedächtnis berichten müssen.


    Zur Planung der Reise:

    Ich machte mein Abitur 2003. Im Herbst 2003 wurde ich noch als Wehrdienstleistender von der Bundeswehr eingezogen. 30.06.2004 war der letzte Tag als Wehrdienstleistender für mich. Ich hatte im Mai 2004 eine Bestätigung für meinen Wunschstudienplatz für das Wintersemester 2004/2005 bekommen. Es sollte im Oktober 2004 losgehen. Sprich ich hatte den ganzen Sommer frei. Viele meine Freunde waren schon in der Ausbildung oder im Studium, da sie nicht gezogen worden sind.

    Also viel Freizeit...

    Ich wollte aber weg, Ziel USA. Problem ist wie reist man als 20 jähriger in die USA. Familie wollte und konnte nicht mit. Die Freunde fielen auch aus. Zum Glück hatte ich im Mai genügend Zeit mich zu informieren. Diverse Homepages später fand ich Contiki Tours. Ein Reiseveranstalter mit super Konzept. Es werden nur Reisen für 18 bis 35 jährige Personen angeboten. Die Reisen sind hauptsächlich Busrundreisen als Gruppe. Super, Eltern beruhigt, dass ich nicht alleine bin.

    Vielleicht haben einige von euch schon von Rainbow Tours gehört. Die machen Abi-Touren zum Mittelmeer und ähnliches. Contiki Tours ist jedoch um ein vielfaches gehobener.

    Als Reise wählte ich die Rundreise Wild Western aus. Diese wird heute in leicht veränderter Form noch Angeboten. Es sollte von LA nach LA gehen und dabei die touristischen Ziele Kaliforniens Arizona und Nevada abdecken, Dauer 14 Tage. Da ich mit der Flugbuchung spät dran war und die Preise am Startdatum der Tour hoch, lohnte es sich ein paar Tage vor her in LA zu sein und auch ein paar Tage hintendran zuhängen. An diesen Tagen war der Flug auf einmal im Verhältnis sehr günstig. Bis zur Reise ist mir gar nicht aufgefallen warum.

    Ich fand ein Reisebüro, über welches ich Contiki Tours buchen konnte. Die Flüge kamen noch hinzu. Es wurde Hamburg LA via Paris. Das Hotel für die zusätzlichen Tage, war das Start- und Endhotel von Contiki Tours in LA. Ein Ramada Inn. Auch hier ging die Buchung problemlos übers Reisebüro. Eine Woche später hatte ich Ende Mai schon die kompletten Unterlagen von Contiki Tours erhalten. Die ganzen Vouchers, diverses Infomaterial, eine Liste mit Ausflügen/Unternehmungen die sie für die einzelnen Stopps anbieten und was ich ganz wichtig und toll fand eine Liste mit sämtlichen Kontaktdaten der einzelnen Hotels während der Reise. Diese wurde gleich kopiert und den Eltern ausgehändigt. Nur für deren Beruhigung...

    Auch gut war, dass Contiki aufgeführt hat, an welchen Tagen der Rundreise, welche Mahlzeiten schon enthalten waren. Aus der Erinnerung raus, waren das zu 70% an allen Tagen Frühstück, und dann entweder Mittag oder Abendessen.


    1. Juli Anreise


    Genaue Flugzeiten weiß ich nicht mehr, es war ein Morgen Flug von Hamburg nach Paris mit ca. 50 Minuten Aufenthalt. Fluggesellschaft war Air France. Der Flug nach Paris war unspektakulär. In Paris fielen mir beim Boarding die vielen Sicherheitsbeamten auf. Es wurde trotz Transit noch einmal alles kontrolliert. Für den Flug Paris nach LA hatte ich für mich einen doch komischen Sitzplatz. Allerletzte Reihe im Flieger, ich hatte einen Fensterplatz und neben mir war nur noch ein Sitz anstatt 2. Ich hatte enormes Glück mit meinen Sitznachbarn. Ein netter US-Amerikaner, der gerade mit seiner Familie von der Europareise zurück fliegt. Wir haben uns den ganzen Flug unterhalten. So ergatterte ich noch den ein oder anderen Tipp.




    Wir landeten am späten Nachmittag Ortszeit in LA. Und dann fingen die Ereignisse an.

    Noch mitten auf dem Rollfeld hielt das Flugzeug plötzlich. Polizeifahrzeuge und eine Gangway fuhren vor. Sobald die Tür aufging stürmten Beamte das Flugzeug und holten einen Mann heraus. Dieser wurde in Handschellen abgeführt. Nach der 5 Minütigen Aktion fuhr das Flugzeug zum Gate

    weiter. Ich ließ mir beim Aussteigen. Letzte Reihe, also was soll's. Warum vordrängeln? Hätte ich doch nur gedrängelt. Bei der Passkontrolle führte ich ein nettes Gespräch auf deutsch, warum ich in den USA sei und so weiter. Nach 2 Minuten wurde ich willkommen geheißen. Mir fielen auf einmal doch das sehr präsente Sicherheitspersonal auf. Und dann läutete es bei mir. 4.7. Unabhängigkeitstag. Darum war der Flug so günstig. Weiter ging es zum Koffer holen und zur Zollkontrolle. Mittlerweile war ich fast alleine unterwegs, da mein Koffer einfach nicht kommen wollte. Kaum erblickte mich die Zollbeamtin, verdüsterte sich Ihr Gesicht und los ging es.

    Wie man es aus Filmen kennt: „Mitkommen!“ „Koffer Auspacken, Schuhe aus!“ Und so weiter.

    Gefühlt hatte die Dame ihren täglichen Soll von Musterungen noch nicht abgeschlossen.

    Frage: Was ich in den USA wollte? Antwort: Urlaub. „Wo ich unterkomme?“ Liste der Hotel überreicht und gleich auch das Rückflugticket. „Woher ich das Geld für den Urlaub hätte? Und was er kostet?“

    Hä? Das ist doch meine Sache... Habe aber geantwortet, dass ich Soldat sei und momentan Urlaub habe. Ich stand mittlerweile auch schon im „Regt euch!“, alleine um etwas Kontrolle meinerseits zu suggerieren. Natürlich war ich seit 4 Tagen kein aktiver Soldat mehr, aber Reservist. Aber das hätte der Zoll erstmal rausbekommen müßen. Meine Haare warne noch militärisch kurz und gut durch trainiert war ich auch noch. Die Dame vom Zoll musterte mich einige Augenblicke intensiver und sagte dann: „Einpacken! Willkommen in den USA!“ Keine weitere Frage oder Erklärung.

    Ich machte mich weiter auf die Suche nach dem „Blue Cab“. Mit diesem sollte ich laut Contiki zu der Unterkunft gelangen. Nach einigen Minuten habe ich auch das Sammeltaxi gefunden.

    Es folgte der nächste Stolperstein für mich, über den ich nicht nachgedacht hatte oder sprich die schiere Größe von LA nicht bedacht habe. Ich teilte dem Fahrer mit, dass ich gerne ins Ramada Inn wollte. Seine Gegenfrage war welches? Es gibt 8. Stammeln meinerseits. Also wieder Unterkunftsliste geholt und den Fahrer gezeigt. Alles klar. Es ist das Ramada Inn in Anaheim.

    Meine innere Uhr habe ich irgendwo im Flugzeug gelassen, ich war schon fertig. Auch die Temperaturen von über 30 Grad in LA waren doch etwas zu viel für mich. Ich wollte eigentlich nur schlafen. Wir warteten noch 30 Minuten auf andere Fahrgäste und fuhren dann 2 Stunden durch LA bis ich bei meinen Ramada Inn abgesetzt wurde. Aber immerhin war die Fahrt günstig. Wieviel ich bezahlt habe ist im Lauf der Zeit der Vergessenheit zum Opfer gefallen. Einen ersten Blick auf LA Downtown konnte ich auch erhaschen.

    Der Checkin verlief gut und einwandfrei. Ich bekam ein Doppelzimmer für mich. Man teilte mir mit, dass mein Reisepartner das Doppelzimmer erst am Abend vor Reisebeginn beziehen würde. Super! Bei Contiki Tours hat man Doppelzimmer. Reist man zu zweit, bekommt man ein Doppelzimmer, ist man alleine unterwegs, wird einem ein gleichgeschlechtlicher Mitreisender zugeteilt. Auch gilt, damit zu Reisebeginn alle an einen Ort und das vor allen rechtzeitig sind, beginnt die Reise mit einen Kennlernabend und einer Übernachtung. Ich bezog mein Zimmer. Und fiel nach einen kurzen Telefonanruf in der Heimat einfach nur müde ins Bett. Nach gefühlten 5 Minuten bin ich aufgewacht durch ein Feuerwerk. Schnell raus ins Freie und das Feuerwerk geschaut. Am nächsten Tag stellte ich fest, dass das Feuerwerk von Disney war. Denn das Disneyland lag nur ein paar Blocks entfernt. Nach dem Feuerwerk ging ich noch ins Hotelrestaurant. Es gab Meatballs. War sehr lecker.



    Wenn ihr interesse habt, schreibe ich gerne weiter.


    Gruß

    MaJuKa

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • MaJuKa

    Hat den Titel des Themas von „Wild Western Contiki Tours“ zu „Wild Western Contiki Tours - USA Rundreise 2004“ geändert.
  • Hi MaJuKa

    Herzlich Willkommen und hau in die Tasten...Der Anfang ist schon mal gut👍


    Berichte über Amerika sind immer geil...


    Gruß Andreas

    Hamburg bis Mallorca I


    Leider vorbei:

    1. Mai 2014 Westeuropa mit Amsterdam MS1 BK9048
    2. Dezember 2014 Dubai mit Bahrain MS2 BK8141
    3. Juni 2015 Testfahrt MS4 BK8028
    4. April 2016 Gran Canaria trifft Mallorca MS4 BK8039
    5. Oktober 2016 Antalya trifft Dubai I MS1 BK90
    48
    6. Mai 2017 Stavanger & Oslo MS3 BK6095

    7. Dezember 2017 Mittelamerika MS6 BK8046
    8. April / Mai 2018 Mallorca trifft Bremerhaven II MS4 BK9034
    9. Oktober / November 2018 Mallorca trifft Barbados MS5 BK 9029
    10. Juni 2019 Ostsee mit St. Petersburg II MS1 BK 9033
    11. Oktober 2019 Bremerhaven bis Mallorca III MS3 BK 11???
    12. März 2020 Kanaren mit Madeira MS3 BK6048


    Ohne Schiff:
    1. September 2016 Forumstreffen Hamburg

    *MeinSchiff*

  • Super! Ich freue mich über die Resonnanz. Ehrlich.

    Und es geht weiter...




    5. Juli


    Irgendwie hat mich die Zeitverschiebung doch eingeholt. Nicht ganz frisch oder munter kroch ich aus dem Bett und stellte zu meinen Bedauern fest, dass es schon hell ist. Also raus aus dem Bett. Der Magen meldete sich auch prompt. Frühstück gab es im gleichen Restaurant wie das Abendessen. Also alleine los und sehen was mich erwartet. Ganz ehrlich? Darauf war ich nicht vorbereitet. Die sprachliche Barriere ist mir gestern schon aufgefallen, hab ich aber auf die Anreise geschoben. Und das andere war die amerikanische Frühstücksmentalität.

    Irgendwie konnten einen 8 Jahre Englisch nicht auf den Alltag in einen englisch sprachlichen Land vorbereiten. Aber ich kann diverse Literaturbesprechungen auf Englisch!

    Ok, also den Kellner nach diversen Begriffen gefragt. Sunny Side up? Hashbrowns? Und so weiter.

    Was soll ich sagen, nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich mein Lumberjack Frühstück bestellt. Ein Teller mit allen. So geschätzte 2000 Kalorien. Einfach nur herrlich. Das gab es auch die anderen Tag. Nach dem Frühstück hab ich an der Rezeption vorbei geschaut. Die hatten da ein paar Ausflüge angeboten. Disneyland, die Filmstudios, Magic Mountain, Stadtrundfahrt...

    Man fragte mich mit welcher Contiki Tour in Abreisen würde. Antwort gegeben und man teilte mir mit, dass heute schon einige Mitreisende ankommen. Das hörte sich super für mich an.

    Im Vorfeld habe ich mich in dem Forum von Contiki Tours schon Kontakt zu einigen aus unser Gruppe gehabt. Man wollte sich schon vorher im Hotel treffen.

    LA hatte auch noch 2 weitere Überraschungen für mich. 1. die Temperatur. Über 30°C. Das war ich so nicht gewohnt. Und 2. das Wasser aus der Leitung. Noch schlimmer als auf den Balearen. Daher ging während der gesamten Tour nur Wasser aus Flaschen. Auch dieses hatte immer einen leichten Chlorgeschmack.

    Zum Glück gab es einen Pool. Nicht groß aber vollkommen ausreichend. Bis zum Nachmittag bewegte ich mich nicht viel. Böser Jetlag!

    Nochmal zur Lobby geschaut und da waren auch schon die ersten angekündigten Mitreisenden.

    Im Forum selbst haben nur ca. 10 Leute was geschrieben. Also mussten da noch mehr kommen, da wir mit einen normalen Reisebus unterwegs sein sollten. Ich lernte also in der Lobby zwei nette englische Mädels kennen. Wir buchten auch gleich für den nächsten Tag eine mehrstündige Rundfahrt durch LA. Super. Erster Kontakt hergestellt. Die beiden verzogen sich wie ich ebenso auf ihr Zimmer. Anschließend Abendessen und ins Bett. Abendessen war im Ramada Restaurant gut aber nix außergewöhnlich. Ich wollte aber auch nirgends wo in der Gegend da rum suchen. Zu Fuss war da keiner unterwegs und nen Auto hatte ich nicht gemietet. Das wäre mit unter 21 Jahren kompliziert geworden. Also blieb noch etwas TV schauen um mein Englisch aufzupolieren.


    6. Juli


    Lumberjack Frühstück! Es gab dazu nen riesen Glas Eiswasser und Orangensaft. Man gut, dass das soviel war. Man konnte gut auf das Mittagessen verzichten.

    Um 10 Uhr ging es zur Stadtrundfahrt los. Heather und Sophie waren auch da. Man lernte sich schon kennen. Beide Mitte 20 mit interessanten Lebensläufen und super freundlich. Ich gehörte gleich dazu. Ein Minibus holte uns am Hotel ab und fuhr noch zu einigen weiteren Hotels rund um Disneyland. Es folgte eine Rundfahrt durch LA. Downtown, Beverly Hills, Hollywood, Sunset Boulevard, Rodeo Drive, Venice Beach... Gab auch Gelegenheit in Hollywood und am Venice Beach selbst zu erkunden. Stars wurden keine Entdeckt. Die Hecken und Pflanzen waren einfach bei den Häusern zu hoch.






    Es dauerte doch den ganzen Tag und wir waren froh abends wieder zurück zu sein. Schließlich stand noch die Kennenlernparty aus. Vor Reisebeginn gibt es in den Starthotel ein kennenlernen.

    Finde ich ganz gut. Ich lernte somit meine Gruppe für die nächsten Tage kennen. Wir waren 48 Personen. Mehrheitlich waren Australier dabei, dann die Europäer und noch ein paar Südafrikaner und ein Pärchen aus den USA. 70% waren Alleinreisende, 65% weiblich [wunderbar!!!] und der Altersdurchschnitt lag bei 25 Jahren. 4 weitere Personen waren unter 21 Jahren. Es galt für uns 5 kein Alkohol! Zumindest den Abend. Unser Tourguide stellte sich vor. Er machte diese Tour zum 4ten Mal in diesen Jahr. Bei allen Dingen sollten wir ihn Fragen. Er wollte helfen und konnte es auch. Auch der Busfahrer stellte sich vor. 2 super nette Personen. Es wurde noch grob über die Reise gesprochen und die Uhrzeit für die Abfahrt bekannt gegeben. 07.15 Uhr. Unser Tourguide ermahnte uns pünktlich zu sein. Bei zu spät kommen, ginge alles von unserer Freien Zeit ab.

    Hier schon mal vorweg, es verspätete sich niemand auf der gesamten Tour. Alle waren immer rechtzeitig am Bus. Es war eine geniale Truppe! Ich lernte auch meinen Partner für das Zimmer kennen. Ein Australier mit einen Akzent, den ich in den ersten Tage nicht verstanden habe. Nicht ein Wort. Australier sprechen echt komisch! Wir verstanden uns trotzdem und kamen die komplette Reise ohne Probleme miteinander aus. Kurz vor Mitternacht löste sich die Party auf und man machte sich für den nächsten Tag bereit.


    ---


    Das reicht erstmal für heute.

    Weiteres folgt bald!


    MaJuKa

  • Mal eine ganz andere Tour, sehr interessant.


    LG Susanne

  • 7. Juli


    LA nach San Diego.


    Nach dem Peter, mein Zimmerpartner, und ich gestern abend noch geklärt hatten, wann der Wecker klingelt und wann wer ins Bad geht, war alles auf einen guten Weg um den Tag zu beginnen. Wäre da nicht die Uhrzeit gewesen. 5.45 Uhr. War ich froh, dass ich bis vor einer Woche noch immer zu dieser Zeit spätestens aufgestanden bin. Einige andere sahen doch noch etwas verquatscht beim Frühstück aus.Bis kurz vor 7 Uhr gefrühstückt, Koffer geholt und Schlüssel bei der Rezeption abgegeben. Unser Bus hat uns schon auf dem Parkplatz erwartet. Unser lieber Busfahrer hat auch alle Koffer mit einen tollen Tetrissystem im nagelneuen 5*Sterne Reisebus verstaut. Um Punkt 7.15 Uhr sind alle im Bus gewesen und es ging los.

    Womit startet der Tag bei Contiki? Natürlich mit dem Morning Song in Tinituslautstärke.

    Unser Song war A Little Less Conversation von Elvis vs JXL BGA. Er hat einfach gepasst!

    Einen festen Platz hatte man während der Reise im Bus nicht. Man setzte sich hin wo man wollte und es gab auch keine Diskussionen darüber.

    Unsere Route war nun die Interstate 5 Richtung Süden. Nach knappen 2 Stunden mit Stau in LA erreichten wir San Diego. Die Fahrt war kurzweilig. Jeder stellte sich noch kurz vor und erklärte per Ampelfarbe ob man generell für weitergehende Bekanntschaften bereit sei. Wie geschrieben, wir hatten sehr viele Singles... War schon spaßig. Auch konnte man jetzt Ausflüge buchen, die Contiki anbietet. Ich wählte die gleich beginnende Hafenrundfahrt in San Diego, Zoo San Diego, Jeep Tour in Sedona, Gruppenfoto, die exklusive Überraschung für 5$ [hat jeder genommen], Chinatown in San Francisco und Alcatraz. Man konnte noch viel mehr aussuchen.

    Beeindruckend war schon die 5-spurige Autobahn mit Carpool lane.

    Kaum in San Diego angekommen war mein erster Eindruck mehr als positiv. Viel weniger Smog als LA, etwas kühler [knapp unter 30°C] und einfach schöner. Unser Gepäck sollte erstmals im Bus verbleiben, wir würden erst am späten Nachmittag ins Motel einziehen. Wer keine Hafenrundfahrt gebucht hatte, hatte nun am Wasser 2 Stunden Freizeit. Der Busfahrer bot auch an, alle im Bus zum Strand hin und zurück zufahren. Das wollte er machen. Somit teilte sich die Gruppe in ca. 50 – 50.

    Ich war auf die vielen Marineschiffe bespannt. Besonders hatte ich noch nie einen Flugzeugträger der Amis in Echt gesehen. Ich wurde nicht enttäuscht.






    Gegen 12 Uhr war die Tour zu ende und es ging zum nächsten Programmpunkt.

    Ein Glück waren Mittagessen und Abendessen heute mit dabei. Somit viel die Suche nach was essbaren aus. Der nächste Punkt war Tijuana. Tijuana wird heute von Contiki Tours nicht mehr angeboten. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Tijuana ist die mexikanische Grenzstadt neben San Diego. Es folgten Sicherheitshinweise vom Tourguide für uns. Zusammenbleiben, auf Taschendiebstähle achten, keine Drogen mitnehmen... Hmm, vielleicht doch kein so nettes Pflaster.

    Wir gingen zu Fuß als Gruppe über die Grenze. Von den USA aus war die Einreise nach Mexiko kein Problem. Dauerte nicht mal 10 Minuten für die ganze Gruppe.

    Von weiten war schon die an einen riesigen Mast hängende Flagge Mexikos zuerkennen. Man wollte wohl beeindrucken. Für uns ging es dank Führung kurz hinter der Grenze in ein Lokal.

    So, jetzt muss man erwähnen, dass wir ja keine Studienreise unternehmen sondern durchaus für Unterhaltung und Spass gebucht hatten. Alleine würde ich nicht in das Lokal gehen. Eine typische Tourifalle, aber hey, es ist Partytime. Mexiko gleich Alkohol ab 18. Somit auch offiziel mir den 5er Personenkreis. Es folgten Partyspiele mit viel viel viel Tequilla und Essen, was mexikanisch sein sollte.




    Es schmeckte aber und der Alkohol tat sein übriges. Am späten Nachmittag ging es dann zurück.

    Natürlich wurden wir noch durch ein paar Souvenirläden geschleust. Ich hätte gerne eine Piñata mitgenommen, fürchtete aber noch den Transport während der restlichen Reise. Was wir so von Tijuana gesehen haben wirkte sehr trostlos. Und in der Touristeneinkaufsstraße waren alle 200m ein Militärposten stationiert, alle mit Sturmgewehren oder MP's. Soviel zum Thema Sicherheit.





    Zurück ging es nach San Diego und ab zum Bus und ins Motel. Das Motel war laut meiner Erinnerung die schlechteste Unterkunft der ganzen Reise. Es war sauber, aber das war es auch schon. Schnell Koffer auf Zimmer gebracht und geduscht. Schließlich wartete noch unsere Abendunterhaltung auf uns. Es ging als Gruppe ins Gaslamp Quarter. Fand ich schön.

    Wir kehrten in einer Art Studentenkneipe ein. Bier für fast alle, Softgetränke für die jungen Leute.

    Hier ein kurzer Einwurf; mir war bewusst, dass ich offiziell kein Alkohol in den Staten bekomme und ich auf einer Partytour bin. Das ich und die anderen nix trinken konnten wurde zu keinen Zeitpunk ein Problem für uns oder die Gruppe. Wir hatten sogar ein super Erlebnis in Phoenix. Dazu dann entsprechend 'nen Text. Feiern und Spaß haben konnten wir auch so.

    Man wählte sein Essen aus, Fleisch, Fisch oder Vegetarisch und der Abend begann. Irgendwann gab es noch gute Livemusik. Für mich endete der Abend spät auf irgendeinen Hotelzimmer. Heather hatte noch nett wie sie war Alkohol für alle besorgt und wir quatschten als Minigruppe, so 8 Leute bis in den frühen morgen.


    ---


    Erstmal bis hierher.


    Gruß


    MaJuKa

  • MaJuKa

    Ich habe gerade deinen außergewöhnlichen RB gefunden und bis hierher direkt gelesen.

    Als Mutter zweier, wenn auch jetzt nicht mehr 18 jähriger Söhne wäre ich auch über eine solche Reisegruppe froh gewesen;)

    USA Berichte gehen immer. Vielen Dank schon mal für die vielen schönen Erinnerungen gerade auch an das Gaslampenquatier , aber auch die negativen fielen mit gleich wieder ein....das Rüberlaufen nach Mexiko hat uns auch nicht wirklich gefallen.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht

    LG

    Sabine

  • MaJuKa

    Wunderbar bis hier. Ich bin weiter dabei :)

    Liebe Grüße

    Anette



    Silvesterreise mit der ganzen Familie :love: Kanaren mit Madeira, MS4


    Wir freuen uns auf: „Von Gletschern zu Blüten“ mit der Regatta (von Vancouver nach Seattle) am 21.06.2021


    Wie schön, dass ich‘s erleben durfte :):
    WMM mit Barcelona, Okt. 20014, MS1
    Norwegen mit Nordkap und Trondheim, Aug. 2016, MS1
    Barbados trifft Mallorca, April 2017, MS5 (mit Reisebericht)

    Ägäis mit Kreta, Juli 2018, MS2

    Adria mit Dubrovnik, Juli 2019, MS6 (mit Reisebericht)


    Reisebericht: Nicht perfekt...und irgendwie doch, Safari in Tansania, Oktober 19

  • 8. Juli


    San Diego zur freien Verfügung


    An den Tag sind meine Erinerungen etwas rar. Frühstück war am dem Tag im Preis mitdrinnen und wurde vom Hotel angeboten. War nicht der bringer. Ehrlich nicht. Es gab abgepackte Sandwiches und Donuts. Ich glaube das fällt unter dem Begriff Kontinentales Frühstück.

    Aber egal... Ich habe jedenfalls etwas ausgeschlafen so bis 8 Uhr. Länger ging nicht denn der Zoo wollte erkundet werden. Am diesen Tag haben wir uns in viele Kleingruppen aufgeteilt. Einige sind nach Seaworld gegangen oder shoppen. Ich ging mit ein paar Australieren in den Zoo.



    Als wir an diesem Tierchen vorbei kamen, kam der Kommentar: "Och wie niedlich! Der wohnt bei mir im Fluss neben an." OK... Ich glaub ich muss erstmal nicht nach Down Under.

    Insgesamt war es ein schöner Zoo. Die Sonne hat uns aber ganz schön verbrannt. 30°C und mehr mal wieder.


    Am Nachmittag hat sich die ganze Gruppe am Strand getroffen. Das war ein schönes beisammen sein.




    Was wir abends gemacht haben, weiß ich nicht. Wahrscheinlich wieder Gaslamp Quarter.

    Für den nächsten Tag wurden noch einige Dinge bekannt gegeben. Abfahrtzeit 7.00 Uhr und im Bus gibt es jetzt 2 große Truhen mit Eis um Getränke zu kühlen, kein Alkohol während der Busfahrt, und wenn wir Musik hören wollen, es wird alles gespielt aber bis zum Ende und nicht nur 1 oder 2 Lieder.

    Nächstes Etappenziel Phoenix.


    ---


    Erstmal bis hierhin.


    Gruß

    MaJuKa

  • 9. Juli


    San Diego nach Phoenix


    Es war ein reiner Überführungstag. Für viele in der Gruppe war er sehr erholsam. Die Zeit im Bus nutzen die meisten von uns zum schlafen. Trotzdes frühen Abfahrttermines gab es keine Probleme. Schon kurz nach dem Morning Song konnte man im Bus schnarchen vernehmen. Schlafen war für mich keine Option, da ich ja durch unbekanntes Gebiet gefahren wurde und man doch viel zu neugierig ist.

    Es ging erstmal in die Berge, wobei die Vegetation immer spärlicher und wustenartiger wurde.






    Als wir runter von den Bergen waren, war nicht viel ausser Sand zu sehen.

    Die Klimaanlage im Bus hat versucht gegen die Aussentemperaturen zuhalten. Leider riegelte sie bei Maximalbelastung auf einen Temperaturunterschied von Aussen zu Innen von 15°C ab.

    Und draussen waren es mittlerweile 40°C. Wir hielten auch gefühlt mitten im Nirgendwo für einen Fotostopp in den Dünen. Dauer? 5 Minuten. Keiner wollte bei der Hitze in der freien Sonne sein. Es hat einfach alles nur gestrahlt.






    Wir fuhren kurzzeitig parallel zu einer Eisenbahnstrecke. Und ich hatte Glück einen Monsterzug zu erwischen. Über 100 Waggons, meist doppelstöckig mit Containernbeladen.

    Da ich aus einer landwirtschaftlich geprägten Umbegung komme, staunte ich nicht schlecht über die dortige Viehhaltung. Wellblech aufstellen, Vieher zu tausenden drunterstellen und Futter per LKW kommen lassen. Bei uns würde keiner auf die Idee kommen in einer Halbwüste Rinder zuhalten.


    Ich glaube wir haben in Yuma kurz vor Mittag einen Halt gemacht. Der örtliche Walmart wurde von uns gestürmt. Auch hier staunde ich nicht schlecht über Angebot und Artikelgrößen.

    Wir deckten uns mit Getränken und Essen ein. Heute abend wollten alle gemeinsam Essen gehen.


    Am frühen Nachmittag erreichten wir Phoenix. Unser Hotel war in Scottsdale. War schon ein besseres Motel. Da eine große Poollandschaft vorhanden war, war auch gleich ein Treffpunkt ausgemacht. Die restliche Zeit wurde im oder am Wasser mit Drinks verbracht. Keiner hatte Lust bei Hitze irgendetwas zu unternehmen.

    Am Abend führte unser Tourguide uns geschlossen zu Fuss zu einen nahegelegenen Restaurant. Die hatten einen Türsteher, da eine Bar angeschlossen war. Als er unsere Gruppe erblickte fragte er, ob unter 21 jährige dabei seien. Dies wurde von uns gejaht. Daraufhin meinte er, dass wir dann nicht reinkämen, der Rest schon. Als unsere U21 Gruppe meinte, dann suchen wir uns was anderes, reagierte die komplette Gruppe fassungslos.

    Entweder gehen alle rein oder keiner. Eine Diskussion mit dem Türsteher war erfolglos und darauf hin zogen wir als Gruppe komplett ab. Gingen 50 Meter weiter und wurden als 50 zählingskräftige Gäste willkommen geheißen.

    Ich fand es wirklich bemerkenswert, dass wir nach so kurzer Zeit schon so einen zusammenhalt entwickelt hatten. Nach dem Essen zog der Pool des Hotels wieder alle magisch an. Den nächsten Tag sollte es zum Grand Canyon gehen. Also wieder Abfahrt 07.00 Uhr.


    ---


    Das wäre es erstmal für heute. Am Wochenende komme ich wohl nicht zum weiterschreiben.


    Gruß

    MaJuKa

  • 10. Juli


    Phoenix nach Grand Canyon via Sedona


    Der Wecker klingelte kurz vor sechs Uhr. Hat ja auch keiner behauptet wir würden eine Erholungstour machen. Frühstück gab es im Hotel als kleines Buffet. Viel Ei, Speck, Donouts und was die Amis so gerne morgen Essen. Es gab auch so 20 Sorten Frühstücksflocken. War ok. Gab genug für alle. So richtig motiviert waren wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber egal, nachdem Morning Song wurde es zumindestens für einige im Bus besser. Die eine hälfte hat weiter geschlafen und die andere in moderater Lautstärke gequatscht. Ich hatte mich mit gut mit einen australischen Gothic Pärchen unterhalten. Sie machten die Tour als Hochzeitsreise. Warum nicht?! Das einizg doofe an den beiden war, dass sie mich ab dem Zeitpunkt so gefühlt jede Stunde gefragt haben ob ich nicht auch ein Tattoo haben möchte. Alleine meine Weigerung hat sie immer zu neuen Ideen und Vorschlägen animiert. In San Fransico wollten sie es sogar für mich bezahlen. Habe aber lachend abgelehnt. In Santa Babara wollten sie sogar darum bowlen...

    Die waren echt genial.

    Was mich auch erstaunt hat, war das man doch relativ viel Grün gesehen hat. In meiner Vorstellung hatte Arizona immer nur Wüste zu bieten.

    Den ersten Fotostopp gab es um 8.30 Uhr. Gab da so ein paar kleine Kakteen.





    Als wir mit dem Foto's fertig waren, kam die Frage vom Guide, ob wir Klapperschlangen gesehen oder gehört hätten. Da seien normalerweise total viele.

    Echt jetzt? Nachdem wir fertig waren kommt er damit? Niemand hatte was gesehen.

    Somit alles gut und weiter gings mit dem Bus.


    Sedona war für mich eine Überraschung, total schön dort. Alle hatten die Jeeptour gebucht. War auch ein Schnäppchen, 3 Stunden rund um Sedona für 20 US $. Auf einen Plateau wurde halt gemacht und es wurde auch gleich das Gruppenfoto gemacht, professionell vom Fotografen. Das Foto kann ich leider nicht reinstellen, wäre nur Pixelsalat.







    Nach Beendigung der Tour hatten wir noch eine Stunde Freizeit in Sedona selbst.

    Man merkte schon im Ort, dass dieser a. für Touristen ist und b. ein Zentrum des New Age.

    Sehr viele esotherik Geschäft. Souvenirs wurden gekauft und auch ein Sandwich in Plastikhülle. Der Tag war ja mittlerweile sehr Fortgeschritten.


    Während der Fahrt zum Grand Canyon änderte sich die Landschaft nochmals.




    Spät abends erreichten wir dann endlich die South Rim.

    Wir kamen in Logdes unter. Bitte fragt mich nicht welche es waren. Ich weiß es nicht mehr. Die die Homepage vom Grand Canyon hat mir nicht weitergeholfen als ich schnell geschaut habe.

    Es waren auf alle Fälle die kleinen Hütten und keine Motelartiger Bau.

    Zur Verpflegung erhielten wir Gutscheine fürs Park Restaurant. Auch gut.
    Aber erstmal Foto's, dann essen.





    Für die Fahrt zum Sonnenuntergang war es mittlerweile auch zu spät. Dann halt morgen.

    Wir wurden ermahnt, dass der Park Bundesgelände sei und somit Bundesgesetzt gilt. Bei Verstößen landet man im Bundesgefängnis in Flagstaff.

    Unser Tourguide hatte eine Überraschung für uns nach dem Abendessen vorbereitet. Wir trafen uns gegen 21.00 Uhr. Er führte uns zu einen riesigen Lagerfeuer. Um diesen saßen wir die halbe Nacht. Es kreisten auch immer ein paar Flaschen. War eine Super ausgelassene Stimmung. Ohne das wir andere gestört hätten. Kurz vor 22 Uhr kamen die Ranger vorbei und haben uns ermahnt nicht zu laut zu werden. Sonst würden sie die Runde schnell auflösen, notfalls mit Gewalt. Holla. Gleich so eine Ansage. Da muss ja etliches schon vorgefallen sein.

    Da wir ja auch keine Musik dabei hatten, hielten wir uns bei Gespächen.

    Es war dank des Lagerfeures eine geniale Nacht. Das Feuer haben wir nur zur Deko gebraucht. Warm war es schließlich immer noch. Trotz der Höhe waren es noch an die 30°C. Die Temperatur sollte sich erst in Las Vegas ändern.

    Für alle war es eine kurze Nacht. Sonnenaufgang am Grand Canyon habe ich verworfen. Zu müde. Nächtes mal. Sprich ich muss nochmal dorthin.


    ----


    Das war es erstmal.


    Gruß
    MaJuKa